Freitag, 9. Januar 2004
Auf dem Weg zurück ins Nationalteam

KSV-Sportlerwahl: Die AZ stellt die Kandidaten vor. Heute: Fußballerin Christina Plessen vom FFC Oldesloe.

1200 Augenpaare waren fast ausschließlich auf Christina Plessen gerichtet, als die 16-Jährige am 10. April für die U17-Nationalmannschaft im Travestadion auflief. Die Meddewaderin war für die meisten Zuschauer der Mittelpunkt des Interesses beim ersten Fußball-Länderspiel, das jemals in der Kreisstadt ausgetragen wurde. Es war der fünfte und bislang letzte Auftritt der Zehntklässlerin im Deutschland-Dress. Zurzeit kämpft sie um ihre Rückkehr in den Kader. „Ich hatte Pech mit Verletzungen“, erklärt sie den kleinen Rückschlag.

Erst war es eine Bänderdehnung im Fuß, dann kamen langwierige Hüftprobleme dazu. „In zwischen habe ich Spezialeinlagen und seitdem keine Probleme mehr“, sagt die Stormarnerin. Ihr Comeback in der Nationalmannschaft möchte sie gern auf einer Offensivposition geben. „Das liegt mir am ehesten, weil ich ja auch sehr schnell bin“, sagt sie. Ihre bisherigen Länderspiele bestritt sie als Verteidigerin.

Von den Offensivqualitäten der Teenagerin mit den langen, blonden Haaren ist auch ihr Vereinstrainer Reinhard Lindtner überzeugt. Beim FFC Oldesloe spielt Tina, wie sie von allen nur genannt wird, ihre erste Saison im Damenteam. Fünf Treffer steuerte sie als Stürmerin bisher bei. „Sie ist körperlich und läuferisch stark, hat einen sehr guten Abschluss und ist extrem ehrgeizig“, so der Coach. „Allerdings muss sie aufpassen, dass sie auf dem Teppich bleibt.“

Die Gefahr, abzuheben, liegt in Tinas steilem Aufstieg begründet. Ihr erstes Länderspiel absolvierte sie im Oktober 2002, zählte anschließend fest zum deutschen Aufgebot. Im vergangenen März reiste sie mit dem Nationalteam in die USA, wo sie an zwei der vier Testspiele (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) gegen den amerikanischen Nachwuchs teilnehmen durfte. „Das war der absolute Jahreshöhepunkt für mich“, sagt sie. Erst an zweiter Stelle ihrer persönlichen Hitliste kommt das „Heimspiel“ im Travestadion gegen Dänemark (4:0).



Bundesweit bekannt wurde sie allerdings nicht als Fußballspielerin, sondern als Model. Genau ein Jahr ist es her, dass Tina bei einer Plakataktion für den Energieriesen E.ON warb und von großen Reklameflächen in ganz Deutschland lächelte. Damals kam Stormarns schillernste Sportlerpersönlichkeit auf den Geschmack und hofft nun, als Fußballerin und Model Karriere machen zu können. „Ich möchte weiter nach oben“, sagt sie. Mit dem FFC Oldesloe stimmt die Richtung: Als Verbandsliga-Spitzenreiter dürfte dem Aufstieg des Clubs in Deutschlands zweithöchste Spielklasse nichts im Wege stehen.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.1.2004




Montag, 12. Januar 2004
FFC Oldesloe startet beim TV Grebin

Der Tabellenführer FFC Oldesloe bestreitet sein Nachholspiel in der Frauenfußball-Verbandsliga beim TV Grebin am 22. Februar (14 Uhr).
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 12.1.2004

28.1.2004
FFC dominiert Endrunde

Hallenfußball: Oldesloes U16-Mädchen holen Kreismeistertitel.

Obwohl die U-16-Mädchen des FFC Oldesloe ebenso erwartungsgemäß wie souverän mit nur einem Gegentor die Fußball-Kreismeisterschaften in der Sporthalle Großhansdorf gewonnen haben, spürt Wolfgang Dibbern, der 2. Vorsitzende des Clubs und Trainer des Nachwuchsteams, den heißen Atem der Konkurrenten im Nacken. „Es hat sich wieder gezeigt, dass die anderen Vereine aufholen und sich die Leistungsdichte im Kreis merklich erhöht“, sagte er. Für Dibbern ist das eine positive Entwicklung. „Es kann für die Region nur gut sein, immer mehr starke Mannschaften zu beheimaten. Das bringt den Frauenfußball vor Ort insgesamt voran.“

Aufgeschlossen haben die Nachbarclubs zumindest in der Altersklasse U16 aber noch lange nicht. „Mein Team hat zwar eine sehr gute, konzentrierte Leistung geboten. Unterm Strich war das Turnier aber eine Pflichtübung“, urteilte Dibbern. Mit seiner Tochter Jana, Mirian Dünow, Johanna Wöhler und der sich unter Beobachtung des Jugend-Nationaltrainers Ralf Peter befindlichen Svenja Fritz bot der FFC immerhin auch vier Auswahlspielerinnen auf. Nur im Finale kassierte der Titelverteidiger beim 3:1 gegen den SSC Hagen Ahrensburg einen Gegentreffer. …
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 28.1.2004


Sonntag, 22. Februar 2004 – 15. Punktspiel
TV Grebin – FFC 0:8 (0:4)

Hattrick von Bartholner. Neues Jahr, das alte Lied: Die Fußball-Frauen des FFC Oldesloe eilen in Siebenmeilenstiefeln dem Regionalligaaufstieg entgegen. Beim TV Grebin siegten die Kreisstädterinnen 8:0 (4:0). Und das, obwohl Trainer Reinhard Lindtner mit Oxana Bestalova, Katharina Borchmann (aus der zweiten Mannschaft) und Stefanie Friedrich (Neuzugang vom SV Westerrade) gleich drei Debütantinnen aufbot. Petra Bartholner (57., 66., 73. Minute) ragte mit einem Hattrick heraus. Ebenfalls drei Treffer gelangen Thekla Krause (10., 38., 80.). Die übrigen Tore schossen Claudia Wenzel (16.) und Jessica Freelandt (43.).
Am Sonntag geht es für den FFC Oldesloe gegen den Verbandsliga-Zweiten und ärgsten Verfolger SV Neuenbrook/Rethwisch im Viertelfinale des Landespokalwettbewerbs um den Einzug in die Vorschlussrunde. Lindtner: „Sollten wir gewinnen, wären wir mit einem Bein in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals.“
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 26.2.2004


Sonntag, 29. Februar 2004 - Landespokal
FFC – SV Neuenbrook/Rethwisch

Sonntag, 14. März 2004 – 16. Punktspiel
FFC – TSV Schilksee 3:1 (3:1)

FFC kommt mühsam in Tritt. Nach dem 3:1 der Oldesloerinnen gegen Schilksee deutet dennoch alles auf den Aufstieg in die Regionalliga hin.

Nur 20 Minuten lang konnten die in Schleswig-Holsteins Verbandsliga führenden Fußballerinnen des FFC Oldesloe an die guten Leistungen aus der Hinserie anknüpfen. Trotzdem langte es gegen den TSV Schilksee zu einem 3:1 (3:1).

„Nach drei Monaten auf Hallenparkett und Kunstrasen ist meiner Mannschaft die Umstellung unerwartet schwer gefallen“, sagte Trainer Reinhard Lindtner. Zwar sorgten Stefanie Friedrich (4. Minute), Christina Plessen (17.) und Mirja Hermann (20.) schnell für einen 3:0-Vorsprung. Nach dem von Plessen mit einem vermeidbaren Ballverlust eingeleiteten Gegentreffer (28.) klappte bei den Kreisstädterinnen jedoch nicht mehr viel.
Mit vier Punkten Vorsprung bei einem noch mehr zu absolvierenden Spiel auf Verfolger SV Neuenbrook/Rethwisch, bei dem der FFC am kommenden Sonntag im Landespokal-Viertelfinale gastiert und der selbst bereits auf einen Platz in der höheren Spielklasse verzichtet hat, dürfte das Saisonziel Aufstieg in die Regionalliga so gut wie erreicht sein. Um im Pokalwettbewerb den Einzug in die Runde der letzten Vier zu schaffen, bedarf es allerdings einer deutlichen Leistungssteigerung.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 17.3.2004


Sonntag, 21. März 2004 -Landespokal
SV Neuenbrook/Rethwisch – FFC 0:2 (0:1)
FFC Oldesloe erreicht Halbfinale

Ein hartes Stück Arbeit mussten die Fußballfrauen des FFC Oldesloe verrichten, um das Halbfinale im Landespokal-Wettbewerb zu erreichen. Beim Staffelkonkurrenten und ärgsten Verfolger SV Neuenbrook/Rethwisch musste der Verbandsliga-Spitzenreiter auf knöcheltiefem Boden lange um den Erfolg bangen, ehe Stefanie Friedrichs in der 89. Minute mit ihrem Treffer zum 2:0 (1:0)-Endstand alles klar machte.
„Respekt vor der Leistung meiner Mannschaft“, sagte denn auch Trainer Reinhard Lindtner. Ohne die bei einem Lehrgang der U18-Landesauswahl in Malente weilende Christina Plessen, die erkrankte Manuela Bleck sowie die Urlauberinnen Jessica Freelandt und Katharina Borchmann waren die Kreisstädterinnen nur mit 13 Spielerinnen angereist. So mussten die alle bis an die Grenzen ihrer körperlichen Möglichkeiten gehen, zumal nach einer Stunde auch noch Claudia Wenzel mit einer Knöchelverletzung ausschied.

Am kommenden Sonntag sind die Oldesloerinnen an gleicher Stelle wieder gefordert – dann geht es allerdings wieder um Verbandsliga-Punkte. Im Landespokal-Halbfinale erwartet der FFC Oldesloe am Ostermontag (12. April) auf eigener Anlage TuRa Meldorf. Sollte der Einzug ins Finale gelingen, würde dies am 20. Mai ebenfalls in Bad Oldesloe ausgetragen werden. Im gleichen Monat stehen für den FFC überdies die Finalspiele in den um Kreis- und Bezirkspokal-Wettbewerben auf dem Programm. „Es könnte eine goldener Mai für uns werden“, sagte Lindtner. „Hoffentlich ist bis dahin die Meisterschaft in der Verbandsliga schon entschieden, damit wir unbeschwert in die Pokalspiele gehen können“, so der Coach weiter.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 23.3.2004


Sonntag, 28. März 2004 – 17. Punktspiel
SV Neuenbrook/Rethwisch – FFC 1:0 (0:0)
Oldesloes Coach entdeckt Anzeichen von Überheblichkeit

Bislang lief bei den Verbandsliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe ja fast alles wie am Schnürchen. Doch vor dem Topspiel beim Tabellenzweiten SV Neuenbrook/Rethwisch machte Trainer Reinhard Lindtner etwas Überheblichkeit aus. „Einige wussten nicht einmal, gegen wen wir spielen“, sagte der Coach. Bei so laxer Einstellung überrascht es nicht, dass die Stormarnerinnen bei ihrem einzigen noch ernst zu nehmenden Titelkonkurrenten eine 0:1 (0:0)-Niederlage bezogen. Bitter: Dem entscheidenden Gegentreffer drei Minuten vor dem Abpfiff ging ein Patzer von Torfrau Marie Jürgensen voraus. „Jetzt wird es noch einmal eng“, sagte Lindtner und sieht die schon so sicher geglaubte Meisterschaft in Gefahr. Der Vorsprung auf den Verfolger beträgt nur noch einen Punkt. Allerdings hat der FFC noch ein Spiel mehr zu absolvieren.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 31.3.2004


Samstag, 10. April 2004
FFC Oldesloe vor dem Finaleinzug

Verbandsliga-Spitzenreiter FFC Oldesloe muss im Halbfinale des Landes-Pokalwettbewerbs am Ostermontag (15 Uhr, Kurparkstadion) gegen TuRa Meldorf mit der Favoritenbürde leben. In den Punktspielen siegten die Fußballerinnen aus der Kreisstadt zweimal klar mit 5:1 und 3:1.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 10.4.2004

Montag, 12. April 2004 – Landespokal
FFC – TuRa Meldorf 8:0 (3:0)

8:0 – Torfestival im Kurpark. Nach dem Kantersieg über TuRa Meldorf treffen die Fußball-Frauen des FFC Oldesloe nun am 20. Mai im Endspiel auf den SV Wittensee-Felde.

Auch wenn kaum jemand ernsthaft Zweifel am Einzug ins Endspiel des Landespokal-Wettbewerbs hegte – ein wenig mehr Gegenwehr hatten die Fußballerinnen des FFC Oldesloe gegen TuRa Meldorf schon erwartet. Die Kreisstädterinnen fertigten den Verbandsliga-Rivalen gleich mit 8:0 (3:0) ab. Im Endspiel am 20. Mai im heimischen Kurparkstadion bekommen die Oldesloerinnen nun einen Vorgeschmack darauf, was auf sie im Falle des fest eingeplanten Aufstiegs in der kommenden Saison zukommen würde. Denn Gegner ist der Regionalliga-Vertreter SV Wittensee-Felde (Anpfiff um 15 Uhr).

Überragende Spielerin war Thekla Krause, die dreimal als Torschützin und zweimal als Vorbereiterin glänzte. Die einstige fünffache Nationalspielerin war es auch, die in der dritten Minute das Torfestival eröffnete. Die erhoffte Signalwirkung brachte aber erst das 2:0 von Christina Plessen (31. Minute). „Danach lief alles wie am Schnürchen. Wir haben viel über die Flügel gespielt, ganz so wie ich es mir vorstelle“, lobte Trainer Reinhard Lindtner. Was ihn besonders freute: Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff erzielte mit Jessica Freelandt ausgerechnet die körperlich kleinste Spielerin ein Kopfballtor zur 3:0-Pausenführung.

Wie die erste Halbzeit zu Ende ging, so begann der zweite Spielabschnitt: Krause (48.) und Plessen (55.) sorgten schnell für klare Verhältnisse, ehe Krause mit einem Volleyschuss der Marke „Traumtor“ das 6:0 gelang (58.). Fast genauso sehenswert war der Sololauf von Gaitana Lippert, die 20 Minuten vor Schluss ihren Alleingang mit einem Schuss in den Torwinkel zum 7:0 abschloss. Dass dem bemitleidenswerten Gegner anschließend die mögliche zweistellige Niederlage erspart blieb und Petra Bartholner das Ergebnis nur noch auf 8:0 schraubte, lag an der nachlassenden Konzentration im Abschluss. Bestes Beispiel: Mirja Herrmann schoss fünf Minuten vor Schluss einen Handelfmeter über das Tor.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.4.2004


Mittwoch, 14. April 2004
FFC. …

Das mit besonderer Spannung erwartete Finale im Kreispokal-Wettbewerb gegen den Stadtrivalen VfL Oldesloe ist für Mittwoch, 12. Mai, um 20 Uhr im Travestadion angesetzt. Wann der FFC Oldesloe im Bezirkspokal-Finale gegen den Ratzeburger SV antreten muss, ist indes noch nicht entschieden.

Eine Entscheidung ganz anderer Art soll dagegen heute Abend fallen, wenn der FFC Oldesloe um 19 Uhr sein Verbandsliga-Nachholspiel beim Kreisrivalen SV Eichede absolviert. „Dort wollen wir uns den letzten noch fehlenden Punkt holen", sagte Trainer Lindtner. Dann wäre dem Tabellenführer nämlich der zweite Tabellenplatz und auch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga nicht mehr zu nehmen, weil bekanntlich der einzig verbliebene Konkurrent um den Meistertitel, die SV Neuenbrook/Rethwisch, bereits auf den Aufstieg verzichtet hat.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.4.2004


Mittwoch, 14. April 2004 – 18. Punktspiel
SV Eichede – FFC 0:4 (0:2)
4:0 – FFC Oldesloe bleibt auf Titelkurs

Die gute Nachricht vorweg: Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben sich mit einem 4:0 (2:0) im Verbandsliga-Kreisduell beim SV Eichede für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga qualifiziert und dank des Vier-Punkte-Vorsprungs auf den Verfolger SV Neuenbrook/Rethwisch auch wieder beste Titelchancen.

Meisterschaftsreif war der Auftritt der Kreisstädterinnen indes nicht. Es bedurfte schon der Mitwirkung des Gegners, ehe in der 32. Minute endlich der erste Treffer gelang. Eichedes Abwehrchefin Christina Behrendt fälschte dabei einen Schuss von Christina Plessen unhaltbar für ihre Torhüterin Jessica Blunck ins eigene Netz ab. Bis dahin war den Oldesloerinnen so ziemlich alles misslungen. Technische Unzulänglichkeiten bei der Ballannahme, missglückte Schüsse über oder neben das Tor und Flankenbälle, die im Fangzaun landeten, leisteten sich die favorisierten Kreisstädterinnen gleich im Dutzend. Kurz vor dem Seitenwechsel machte Claudia Wenzel mit einem verwandelten Freistoß alles klar (38. Minute), ehe Gaitana Lippert das Ergebnis noch auf 0:4 schraubte (68., 75.).

Auf den Einsatz der beiden Reservistinnen Julienne Reinhardt und Bianca Löwenstrom verzichteten die Gäste übrigens, damit sie am Sonntag im vielleicht vorentscheidenden Bezirksklassen-Derby zwischen der zweiten Mannschaft und dem VfL Oldesloe spielen können (13 Uhr, Kurparkstadion).
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 16.4.2004


Sonntag, 18. April 2004 – 19. Punktspiel
FFC – MTV Leck 8:0 (4:0)
Ein Sieg fehlt dem FFC noch zum Titel

Ein Sieg noch aus drei Spielen, und die Fußballfrauen des FFC Oldesloe können die Sektkorken knallen lassen und den Meisterschaftsgewinn in der Verbandsliga bejubeln. Denn während Verfolger SV Neuenbrook/Rethwisch patzte (1:3 gegen Olympia Neumünster), fegten die Kreisstädterinnen den MTV Leck mühelos mit 8:0 (4:0) vom Platz.
Im Vergleich zum Erfolg vier Tage zuvor beim SV Eichede attestierte Trainer Reinhard Lindtner seiner Mannschaft eine erhebliche Leistungssteigerung. Der Coach hob vor allem Johanna Wöhler und Bianca Löwenstrom auf den Außenbahnen sowie die Spielmacherqualitäten von Thekla Krause hervor. Nach dem frühen 1:0 von Claudia Wenzel (5. Minute) waren es Wöhler (7., 32.) und Krause (34., 53.), die alles klar machten. Stefanie Friedrich (55., 80.) und Julienne Reinhardt (70.) sorgten schließlich für den Endstand.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.4.2004


21.4.2004

Die zweite Mannschaft des FFC Oldesloe kann nach dem 2:0 (1:0) im Stadtderby gegen den VfL Oldesloe aus eigener Kraft Meister werden. In der Tabelle liegt immer noch der VfL mit einem Punkt vorn. Allerdings hat die FFC-Reserve, für die Gaitana Lippert als zweifache Torschützin (4., 62.) die Matchwinnerin war, noch zwei Nachholspiele.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.4.2004


Sonntag, 25. April 2004 – 20. Punktspiel
FFC – Ratzeburger SV 3:3 (0:2)
FFC Oldesloe steht vorzeitig als Verbandsliga-Meister fest

Zuerst die gute Nachricht: Mit dem 3:3 (0:2) gegen den Ratzeburger SV haben sich die Fußballfrauen des FFC Oldesloe vorzeitig den Meisterschaftsgewinn in der Verbandsliga Schleswig-Holstein gesichert und damit voraussichtlich auch den direkten Aufstieg in die Regionalliga geschafft. Der Punkt genügte, weil Verfolger SV Neuenbrook/Rethwisch beim 0:1 gegen SZ Arlewatt leer ausging.

Mit der Leistung seines Teams – und das ist die schlechte Nachricht – war FFC-Trainer Reinhard Lindtner aber alles andere als zufrieden. Mit 0:3 lagen die favorisierten Kreisstädterinnen auf eigenem Platz bereits zurück, weil auch Torfrau Marie Jürgensen einen rabenschwarzen Tag erwischte. Lindtner kreidete ihr alle drei Gegentore an. Thekla Krause brachte den FFC Oldesloe mit zwei Treffern (53. und 67. Minute) wieder heran. Nach dem 3:3-Ausgleich Stefanie Friedrichs (70.) war dann sogar der Sieg noch drin, sagte Lindtner, der mit seinem Team am 15. Mai um 16.30 Uhr im Finale des Bezirkspokal-Wettbewerbs noch einmal auf den Ligakonkurrenten trifft, dann allerdings in Ratzeburg.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 28.4.2004

30.4.2004
FFC Oldesloe II stürmt an die Tabellenspitze

Der neue Spitzenreiter in der Fußball-Bezirksklasse der Frauen heißt FFC Oldesloe II. Die Verbandsliga-Reserve der Kreisstädterinnen gewann ihr Nachholspiel beim Breitenfelder SV mit 6:0 (3:0). Yvonne Westphal (6. Minute), Antje Hoffheinz (10., 16.), Petra Bartholner (46., 54.) und Sandra Vogel (48.) erzielten die Treffer.

Dank des Sieges verdrängte die Mannschaft von Trainer André Niemann den lange führenden Stadtrivalen VfL Oldesloe von der Spitzenposition und strebt jetzt Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksliga an. …
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 30.4.2004


Sonntag, 2. Mai 2004 – 21. Punktspiel
FC Riepsdorf – FFC 0:5 (0:1)

Der FFC Oldesloe siegt im Stile eines Meisters. Der Verbandsliga-Spitzenreiter deklassiert den FC Riepsdorf mit 5:0.
„Weshalb machen wir unsere besten Spiele eigentlich immer auswärts?“, fragte sich Trainer Reinhard Lindtner nach dem souveränen 5:0 (1:0) seiner Verbandsliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe beim drittplatzierten FC Riepsdorf. Und eine Antwort auf diese Frage hatte er auch gleich parat. Im eigenen Stadion spielten sie oft nicht so befreit auf, weil sie sich von den zahlreichen Fans am Spielfeldrand – unter die sich regelmäßig auch etliche Verehrer mischen – in ihrer Konzentration einfach zu sehr beeinträchtigen ließen, glaubt der Coach. Aber was wäre der FFC Oldesloe ohne seine Fans?
In Riepsdorf erwartete die Kreisstädterinnen ein aggressiver Gastgeber, gegen den es im ersten Durchgang nur zu einem Treffer von Christina Plessen reichte (20. Minute). Thekla Krause traf wenige Minuten später mit einem Handelfmeter nur den Pfosten. Abermals Plessen (56., 62.), Krause (57.) und Bianca Löwenstrom (79.) mit ihrem ersten Saisontreffer stellten schließlich den deutlichen Sieg des Meisters sicher. Zwei weitere „Holztreffer“ von Löwenstrom und Jessica Freelandt zeugten von der spielerischen Überlegenheit der Stormarnerinnen.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.5.2004


5.5.2004

In der Bezirksklasse baute der FFC Oldesloe II seine Tabellenführung mit dem 4:0 (2:0) beim SSV Großensee zwei Spieltage vor Saisonende auf fünf Punkte aus. Damit dürften der Verbandsliga-Reserve die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksliga nicht mehr zu nehmen sein. „Einziges Manko war unsere mangelhafte Chancenverwertung“, sagte Coach André Niemann. Die Treffer erzielten Sandra Vogel (17.), Julienne Reinhardt (35., 80.) und Kathrin Richert (87.).
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.5.2004


Sonntag, 9. Mai 2004 – 22. Punktspiel
FFC – Flensburg 08 7:2 (1:1)
FFC Oldesloe ist für Finale gerüstet

Der favorisierte FFC Oldesloe ist offenbar gut gerüstet für das Finale im Kreispokal-Wettbewerb. So fertigten die Kreisstädterinnen am letzten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Flensburg 08 mit 7:2 (1:1) ab. Auch gegen den Stadtrivalen VfL Oldesloe verspricht Meistertrainer Reinhard Lindtner einen klaren Sieg. „Alles andere wäre eine Sensation.“

Allerdings darf sein Team dann nicht so lustlos agieren, wie gegen Flensburg im ersten Spielabschnitt, in dem lediglich Thekla Krause (35. Minute) Zählbares gelang. Nach dem 2:1 von Jessica Freelandt (51.) legte Krause (56., 60., 70.) mit einem Hattrick nach, ehe Gaitana Lippert (78.) und Petra Bartholner (81.) die Führung auf 7:1 ausbauten.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 12.5.2004


Mittwoch, 12. Mai 2004 – Endspiel Kreispokal
VfL Oldesloe – FFC 1:12 (1:6)
12:1 – FFC Oldesloe ist wieder Pokalsieger

Spaß hat es ihnen ja gemacht. Aber die Freude über das 12:1 (6:1) gegen den VfL Oldesloe im Endspiel des Wettbewerbs um den Fußball-Kreispokal der Frauen hielt sich beim überlegenen Sieger FFC Oldesloe trotzdem in Grenzen. Denn der Klassenunterschied zwischen dem Verbandsliga-Meister und dem Zweiten der Bezirksklasse trat allzu deutlich zu Tage, als dass die Verteidigung des Pokals bei den erfolgsverwöhnten FFC-Spielerinnen euphorischen Jubel hätte auslösen können.

Umso tiefer saß dafür der Frust über die Niederlage bei Peter Rohde, dem Betreuer des VfL Oldesloe. „Die Art und Weise, wie mein Team sich hier präsentiert hat, hat mich tief enttäuscht“, sagte er.
Gleich zu Beginn stellte der FFC Oldesloe mit zwei frühen Treffern von Claudia Wenzel (3. Minute) und Christina Plessen (5.) klar, wer Favorit und wer Außenseiter war. Dass es überhaupt einmal für wenige Minuten spannend wurde, dafür sorgte unfreiwillig FFC-Torfrau Antje Hoffheinz, die nach 20 Minuten einen harmlosen Rückpass von Christina Plessen ins eigene Tor rollen ließ. Ein Patzer, der aber kaum für Aufregung sorgte, weil innerhalb weniger Minuten wieder Wenzel (25.) und Plessen (26.) sowie Jessica Freelandt (28.) und Bianca Löwenstrom (33.) für eine beruhigende Pausenführung sorgten. Nach dem Seitenwechsel trafen viermal Gaitana Lippert (46., 48., 64., 80.) und zweimal Jessica Freelandt (59., 87.).
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 15.5.2004


Samstag, 15. Mai 2004 – Endspiel Bezirkspokal
Ratzeburger SV – FFC 1:3 (0:1)
FFC Oldesloe gewinnt den Bezirkspokal

Bei allem Jubel über den Gewinn des Bezirkspokals – ein wenig Mitleid mit Antje Hoffheinz mischte sich bei Fußball-Trainer Reinhard Lindtner am Ende doch in die allgemeine Freude. Nach ihrem Patzer im Kreispokalfinale ließ die Ersatztorhüterin des FFC Oldesloe auch im Endspiel des Bezirkspokal-Wettbewerbs wieder einen unnötigen Gegentreffer zu. Trotzdem reichte es beim Ratzeburger SV nach einem Eigentor (44. Minute) und Treffern von Thekla Krause (62.) und Gaitana Lippert (70.) zu einem 3:1 (1:0)-Sieg.

„Es wird Zeit, dass Marie Jürgensen wieder gesund wird“, sagte Lindtner in der Hoffnung, seine Stammkraft bereits im Landespokalfinale gegen den SV Wittensee-Felde wieder einsetzen zu können. Auch Antje Hoffheinz, eigentlich Stürmerin, wünscht sich nichts mehr als die rechtzeitige Genesung von Jürgensen, damit sie endlich wieder Tore schießen kann statt Tore verhindern zu müssen.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 18.5.2004


vor 18.5.2004
Oldesloes „Zweite“ gewinnt mit 7:0

Der als Meister und Aufsteiger feststehende FFC Oldesloe II schloss die Saison in der Frauenfußball-Bezirksklasse mit einem standesgemäßen 7:0 (4:0) über den Tabellenletzten TSV Wiemersdorf ab. Yvonne Westphal (9., 56., 67. Minute) traf dreimal, Marie Kolk (37.), Oxana Bespalova (45.) und Yvonn Heuer (89.) waren je einmal erfolgreich. Dazu kam ein Eigentor des Gegners.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 18.5.2004


Donnerstag, 20. Mai 2004 – Endspiel Landespokal
FFC – SV Wittensee-Felde 5:0 (3:0)

FFC Oldesloe gewinnt seinen vierten Titel. Im Landespokal-Finale deklassiert die Lindtner-Elf den SV Wittensee-Felde mit 5:0

Mehr kann man nicht gewinnen. Nach der Meisterschale in der Verbandsliga und dem Kreis- und Bezirkspokal holten sich die Fußball-Frauen des FFC Oldesloe auch Trophäe Nummer vier. Im Endspiel des Landespokal-Wettbewerbs deklassierten die Kreisstädterinnen den klassenhöheren SV Wittensee-Felde mit 5:0 (3:0), qualifizierten sich damit nicht nur für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal, sondern stellten auch schon einmal eindrucksvoll ihre Regionalliga-Tauglichkeit unter Beweis.

Des Erfolgs war sich Trainer Reinhard Lindtner schon vor dem Anpfiff der Partie ziemlich sicher. Denn Wittensees Torfrau Martina Voye hinterließ beim Warmschießen keinen guten Eindruck. Als sie allerdings in der 18. Minute Oldesloes Stürmerin Thekla Krause elfmeterreif am Torschuss hinderte, verschaffte sie sich wenigstens Respekt. Auf die vermeintliche Benachteiligung – statt Strafstoß gab es Abschlag – hatte nur eine Minute später Claudia Wenzel mit dem 1:0 die passende Antwort. Kurz darauf sorgte Christina Plessen bereits für die Vorentscheidung (24.).

Mannschaftskameradin Gaitana Lippert schmorte bis dahin auf der Auswechselbank – vielleicht deshalb, weil sie zurzeit mit Berufsausbildung und einer Nebentätigkeit beim Film zeitlich noch mehr in Anspruch genommen ist als ihre Mitspielerinnen. Für einen Kinofilm, in dem es um eine Teenagerliebe und natürlich Fußball geht, steht die 20 Jahre alte angehende Bürokauffrau zur Zeit in Hamburg vor der Kamera. „Es ist nur eine winzige Rolle“, sagte sie. Großartige schauspielerische Leistungen würden von ihr dabei nicht verlangt. Aber ihr Können als Fußballerin dürfe sie in vielen Szenen beweisen, spielt sie doch eine Mannschaftskameradin der Titelheldin.



Und was sie nach ihrer Einwechslung im Landespokal-Finale zeigte, verdiente ebenfalls die Bezeichnung „großer Auftritt“. Mit einem geschickten Heber über die gegnerische Torfrau hinweg erzielte sie in der 36. Minute nicht nur den 3:0-Pausenstand, sondern sorgte später auch noch für das 5:0 (61.). Das zwischenzeitliche 4:0 hatte Christina Plessen nach einem sehenswerten Alleingang erzielt, Claudia Wenzel traf nur die Querlatte des gegnerischen Gehäuses. In die anschließende Jubelfeier mischte sich ein kleiner Wermutstropfen. Für die ehemalige Nationalspielerin Thekla Krause war es wahrscheinlich der letzte Auftritt im FFC-Trikot. Die 35-Jährige will aus beruflichen Gründen Schluss machen. Lindtner hofft zwar, Krause noch zum Weitermachen bewegen zu können. Vorsorglich hat der FFC Oldesloe mit Kirsten Stahmer vom Daldorfer SV bereits eine Spielerin verpflichtet, die sie als Torjägerin ersetzen könnte.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.5.2004


Mittwoch, 26. Mai 2004
Auf ein Wort vom Sport. Den Kinderschuhen längst entwachsen

Fußball wird in Bad Oldesloe schon mehr als ein Jahrhundert gespielt. Das runde Jubiläum, das der VfL aufwändig gefeiert hat, ist nicht einmal 18 Monate her. Frauenfußball hat dabei nur eine Nebenrolle gespielt. Kein Wunder, denn 97 Jahre war der Volkssport Nummer eins in Oldesloe eine fast lupenreine Männer-Domäne.

Gewiss: Schon Anfang der 80er Jahre gab es erste Gehversuche für einen zünftigen Frauen-Kick. Aber die blieben beim SC Union als Adoptionskind vom SV Westerau eine Randnotiz. Auch als sich später der VfL der Sache annahm, sie mit Unterstützung aus Meddewade und Rümpel im Jugendbereich verankerte, kam sie über ein Schattendasein selten hinaus.

Das wurmte eine Gruppe engagierter jüngerer Kickerinnen und erst recht deren Eltern nicht wenig. Folge war im Jahr 2000 eine „feindliche“ Abspaltung vom Großverein und die Geburtsstunde des Frauen-Fußball-Clubs Oldesloe.

Allen Unkenrufen zum Trotz, die dem FFC ein schnelles Scheitern vorausgesagt hatten, hat sich der erst zarte Sprössling geradezu rasant entwickelt und zu einer Erfolgsstory sondergleichen gemausert. Meisterschaften hat der junge Verein bei den Damen und im Nachwuchsbereich gleich dutzendweise eingeheimst.

Jetzt hat er mit einer schier unglaublichen Siegesserie – vier Titel binnen weniger als drei Wochen –, dem Aufstieg in die Regionalliga und dem Einzug in den DFB-Pokal, ein Fanal gesetzt: Frauenfußball ist in Bad Oldesloe den Kinderschuhen längst entwachsen und schickt sich an, mit seiner attraktiven und ästhetischen Spielweise zum Marktführer zu werden.
Manfred Thomsen.
STORMARNER TAGEBLATT vom 26.5.2004


Donnerstag, 3. Juni 2004
Umwertung: VfL Oldesloe ist Meister – vorerst

Wer ist denn nun eigentlich Fußballmeister in der Frauen-Bezirksklasse-Süd? Und wer steigt denn nun in die Bezirksliga auf? Seit in der offiziellen Abschlusstabelle der untersten Spielklasse der VfL Oldesloe als Tabellenführer und Meister der abgelaufenen Spielserie 2003/2004 geführt wird, ist die Verwirrung perfekt. Bisher galt nämlich die „Zweite“ des Lokalrivalen FFC Oldesloe als Titelträger und Direktaufsteiger. Was ist geschehen?

Ein Blick in die Ergebnislisten gibt einen ersten Aufschluss. Die zwei Siege des FFC Oldesloe II gegen den ATSV Stockelsdorf II (10:0) und beim SSV Großensee (4:0) sind von der zuständigen Instanz nachträglich in 0:2-Niederlagen umgewertet worden. Dazu Wolfgang Dibbern, 2. Vorsitzender des FFC Oldesloe: „Angeblich soll Julienne Reinhardt in beiden Partien nicht spielberechtigt gewesen sein, weil sie zuvor am 25. April beim 3:3 unserer Verbandsliga-Mannschaft gegen den Ratzeburger SV eingesetzt worden sei.“ Diesen Vorwurf weist Dibbern zurück. „Wir waren uns damals bewusst, dass ein Einsatz von Julienne in Ratzeburg eine Sperre für das Bezirksligateam nach sich ziehen würde und haben deshalb trotz eines zwischenzeitlichen 0:2-Rückstands bewusst und schweren Herzens darauf verzichtet.“

Dumm ist nur, dass der Schiedsrichter auf dem Spielbericht das Kästchen vor dem Namen der vorsorglich als Wechselspielerin eingetragenen Reinhardt angekreuzt hat. Damit gilt sie offiziell als eingewechselte Spielerin. „Zum Glück gibt es Zeugen, die bestätigen können, dass sie tatsächlich nicht gespielt hat“, sagte Dibbern, der für den Fall, dass der Schiedsrichter seinen Irrtum nicht einräumt, vorsorglich schon einmal den Widerspruch gegen diese Entscheidung zu Papier gebracht hat. Im Übrigen geht der Vereinschef davon aus, dass ohnehin beide Oldesloer Teams aufsteigen.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 3.6.2004


Montag, 7. Juni 2004 FFC:
Neun neue Kickerinnen für das Gewinner-Team von Lindtner

Die Verbandsliga-Meisterschaft und die drei Pokalsiege sind beim FFC zwar erst wenige Wochen her, in den Gedanken von Trainer Reinhard Lindtner dreht sich aber längst alles um die Zukunft: Für die kommende Saison der ersten Mannschaft in der Fußball-Regionalliga hat der Coach schon etliche Gespräche mit potenziellen Spielerinnen geführt. Jana Dibbern, Svenja Fritz und Mirian Dünow kommen aus der eigenen Jugend in den Seniorenbereich. Weitere sechs Fußballerinnen aus anderen Vereinen haben laut Lindtner dem FFC bereits fest zugesagt. „Konkurrenz belebt das Geschäft. Jede einzelne muss sich richtig anstrengen, um zu spielen“, sagt Lindtner und lacht.
In der Defensive wird Anja Hagenow künftig verhindern, dass die gegnerischen Teams gefährlich vor das Oldesloer Tor kommen. Sie wechselt vom TSV Siems zum FFC. Mit der U17-Nationalspielerin Josephine Hinz, Gina Buchwald und Theresa Blum packen gleich drei Kickerinnen bei der VSG Stapelfeld ihre Sachen und spielen künftig im Kurparkstadion. „Das ist schon ein bisschen überraschend, weil sie mit Stapelfeld gerade den Aufstieg in die Hamburger Verbandsliga geschafft haben“, erklärt Lindtner. Besonders wichtig war es dem Erfolgstrainer, in der nächsten Spielzeit seine Torhüterin Marie Jürgensen etwas zu entlasten. Als Alternative steht ihm nun Jasmin Dreessen zur Verfügung, die bislang beim Daldorfer SV zwischen den Pfosten stand. Vom selben Verein kommt auch Kirsten Stahmer. Sie tritt in der Travestadt in ganz große Fußstapfen, weil sie im Sturm Thekla Krause ersetzten soll – die einzige FFC-Spielerin, die das Gewinner-Team verlässt. Die Torjägerin hängt im Alter von 35 Jahren ihre Fußballschuhe aus beruflichen Gründen an den Nagel und bestritt im Landespokal-Finale gegen Wittensee-Feld das letzte Spiel. Ihre Erfahrung hat vor allem den jüngeren Oldesloer Spielerinnen häufig Sicherheit gegeben. Mit Talent, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und Ehrgeiz hatte Thekla Krause in ihren Glanzzeiten den Sprung in die Nationalmannschaft gepackt. Ihr sportliches Ziel war es immer, mit einem Aufstieg Abschied vom Fußball zu nehmen – und das hat sie geschafft.
STORMARNER TAGEBLATT vom 7.6.2004


9.6.2004
FFC-Mädchen werden Zweite

Der TSV Goldebek holt in Ahrensburg ungeschlagen den Landestitel. Die U12 des gastgebenden SSC Hagen belegt Rang vier.

Die privaten Übungseinheiten im heimischen Garten haben ihre Wirkung nicht verfehlt. „Ich habe mit vollem Körpereinsatz gespielt – wie zu Hause gegen meinen großen Bruder“, sagte Kira Rüder von den U12-Fußballmädchen des FFC Oldesloe noch völlig erschöpft. Was Kira nach dem 2:1-Sieg ihrer Mannschaft bei den Landesmeisterschaften über den gastgebenden SSC Hagen Ahrensburg besonders freute und die Strapazen schnell in den Hintergrund drängte: Ihrer Gegenspielerin Lisa Stein-Schomburg, die beim Aufeinandertreffer in den Punktspielen der Kreisklasse A zuletzt noch zweimal gegen die Mädchen aus der Kreisstadt getroffen hatte, blieb dank Kiras Sonderbewachung diesmal ohne Treffer. Auch in der Abschlusstabelle hatten die Mädchen aus Bad Oldesloe am Ende die Nase vor den Ahrensburgerinnen. Hinter dem neuen Landesmeister TSV Goldebek belegte der Nachwuchs des FFC den zweiten Rang, während der SSC Hagen unter fünf Mannschaften Vierter wurde.



Gegen die Goldebekerinnen, in deren Reihen die drei Schwestern Manon, Theresa und Alena Ketelsen so dominierend waren, dass sie sämtliche 13 Treffer für ihre Mannschaft unter sich aufteilten, war kein Kraut gewachsen. Als Torschützin ragte dabei Manon mit neun erfolgreichen Versuchen heraus. Auch die Oldesloerinnen verloren gleich im Auftaktspiel gegen den späteren Titelträger mit 1:3. „Leider haben wir die Partie völlig verschlafen. Sonst hätten wir vielleicht Paroli bieten können“, sagte FFC-Trainer Fritz Kerkau. Danach gaben die Oldesloer Mädchen, für die Kerkaus Tochter Dörthe mit vier Treffern die erfolgreichste Torschützin war, keine Partie mehr verloren. Auch Dank der starken Leistung von Kira Rüder, deren Bruder Dominik (14, SC Union Oldesloe) zusammen mit Thorbjörn Stäcker vom SSC Hagen Ahrensburg als Schiedsrichter fungierte. Über die Leistung ihres großen Bruders, der die Partie der beiden Stormarner Vereine leiten musste, weil sein Kollege als Vereinsangehöriger des SSC Hagen dafür nicht in Frage kam, fiel Kiras Urteil zwiespältig aus. „Dominik hat seine Sache eigentlich ganz gut gemacht. Aber die eine oder andere Aktion von mir hätte er auch abpfeifen können“, räumte sie ein, ihren körperlichen Einsatz gegen die torgefährliche Lisa bis an die Grenze des Erlaubten getrieben zu haben.

Unfair ging es indes zwischen den fünf Vereinen aus drei Bezirken zu keinem Zeitpunkt zu. Dafür blieb es spannend bis zum Schluss. Zwar stand der TSV Goldebek bereits vor den abschließenden Begegnungen als neuer Landesmeister fest, doch für die beiden Stormarner Vereine ging es in der Schlussrunde noch um Platz zwei für den FFC Oldesloe und Platz vier für den SSC Hagen Ahrensburg, der die Meisterschaft auf eigener Anlage keinesfalls sieglos als Tabellenletzter beenden wollte. Versöhnlich gestaltete sich der Abschluss auch für Lisa Stein-Schomburg, die zum abschließenden 4:0-Erfolg über den TSV Dänischburg den ersten Treffer beisteuerte.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.6.2004


Dienstag, 22. Juni 2004
FFC Oldesloe II wird zum Meister erklärt

Nun ist die „Zweite“ des FFC Oldesloe also doch Meister in der Frauenfußball-Bezirksklasse Süd. Nach einem Einspruch des Vereins gegen die Aberkennung von sechs Punkten hat der Vorstand des Bezirks IV im SHFV unter Vorsitz von Norbert Fischer jetzt eine endgültige Entscheidung zu Gunsten der Kreisstädterinnen getroffen.

Vorangegangen war ein Protest des VfL Oldesloe, wegen dem die zwei Siege des Tabellenersten FFC Oldesloe II gegen den ATSV Stockelsdorf II (10:0) und den SSV Großensee (4:0) nachträglich jeweils in eine 0:2-Niederlage umgewandelt wurden, wodurch der Ortsrivale an die Spitze der Abschlusstabelle rückte. Angeblich sollte Julienne Reinhardt in beiden Partien nicht spielberechtigt gewesen sein, weil sie zuvor beim 3:3 des FFC-Verbandsliga-Teams gegen den Ratzeburger SV eingesetzt worden sei. So ergab es sich jedenfalls aus den Aufzeichnungen des Schiedsrichters auf dem offiziellen Spielberichtsbogen.

Ausschlaggebend für die Aufhebung des Bescheids über den Punktabzug war jetzt das schriftliche Eingeständnis des Unparteiischen, dass er sich bei seinen Vermerken auf dem Spielbericht der Bedeutung seiner Eintragungen nicht bewusst gewesen sei und es deshalb an der nötigen Sorgfalt habe mangeln lassen. „Ich bin froh, dass die Angelegenheit damit zu einem guten Ende gekommen ist“, sagte der stellvertretende FFC-Vorsitzende Wolfgang Dibbern.

Die offizielle Ehrung mit der Überreichung einer Meister-Plakette soll am ersten Spieltag der kommenden Saison erfolgen. Diese bestreitet die zweite Mannschaft des FFC dann in der Bezirksliga.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 22.6.2004

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