Mittwoch, 15. Januar 2003
Das Fotomodell des FFC Oldesloe. Fußball-Nationalspielerin Christina Plessen (15) aus Meddewade macht Reklame für den Energieriesen e.on


Christina Plessen ist zielstrebig. Wer zielstrebig ist, ist on. Und wer on ist, kommt auf ein Plakat. Die werden dann gut sichtbar in Lübeck, Bad Oldesloe oder Hamburg platziert. Nur in Meddewade, dem Heimatdorf der 15 Jahre alten Fußballerin, hat noch niemand eins aufgehängt. Wie das ist, wenn man durch die Straßen läuft und sich selbst von einer Plakatwand lächeln sieht? „Ein seltsames Gefühl, aber irgendwie geil“, sagt Christina.
In seiner großangelegten Werbekampagne fragte der Energieriese e.on in ganz Deutschland: „Sind Sie on?“ Jetzt zeigt das Unternehmen überall Menschen, die es sind. Beinahe 50.000, die das von sich selbst behaupten, haben sich auf der Internetseite www.ich-bin-on.de verewigt. Eine Handvoll von ihnen ist auch Teil der Werbekampagne. Wie Christina Plessen. Und das kam so: Die beauftragte Werbeagentur rief bei Ralf Peter an und fragte ihn, ob er zufällig jemanden wisse, der in Frage komme. Peter ist Trainer der Fußball-Nationalmannschaft für Mädchen der Altersklasse U17. Dort spielt Christina mit. Und bei der 15-Jährigen klingelte kurz darauf das Telefon. Das passte gut. „Ich hätte nichts dagegen, mal als Model zu arbeiten“, sagt die Meddewaderin. Also beriet sie sich kurz mit ihren Eltern, sagte zu, ließ sich fotografieren – und schon war ihr Bild auf Plakaten und in Zeitungsanzeigen. Ein bisschen Geld gab es auch dafür. Wie viel, das mag Christina nicht verraten. „Über Geld spricht man nicht. Das habe ich in der Schule gelernt“, lässt sie wissen. „Aber darum ging es mir eh nicht. Das war eine lustige Aktion, die mir Spaß gemacht hat.“



Die Klassenkameraden der Gesamtschule Bad Oldesloe fanden es auch gut. „Alle kamen auf mich zugestürmt und haben gesagt: ,Du bist on'. Und dann haben sie mich über die Sache ausgefragt“, erzählt die Fußballerin. Lob erntete sie auch von den Fotografen, denen ihre Ausstrahlung gefiel. Und auf der Internetseite der Kampagne, in Christinas persönlichem Gästebuch, steht auch fast nur Positives. „Fortjunior“ zum Beispiel schreibt: „Ich muss dir sagen, dass du einfach super-klasse aussiehst. Ich kriege ganz weiche Knie.“ Der Stormarnerin gefällt es. „So etwas habe ich über mich vorher noch nie gehört. Ich finde das gut“, sagt sie. Besonders häufig schaut sie sich die Einträge bei allem Stolz aber nicht an. „Nur, wenn ich gerade mal ein Stündchen Zeit habe.“ Im Internet, wo man sich bekanntlich hinter Benutzernamen zu verstecken pflegt, heißt Christina übrigens wie ihr Hund: „Sirhenry“.
„Ich bin on, weil ich mich für den Frauenfußball stark mache und zielstrebig bin“, schreibt Christina Plessen auf der Webseite. Fürwahr: Vergangenes Jahr erfüllte sie sich den Traum vom Sprung in die Mädchen-Nationalmannschaft und kam Ende Oktober zu ihren ersten beiden Länderspieleinsätzen jeweils gegen Frankreich. Seitdem übt sie nicht nur bei ihrem Club FFC Oldesloe, sondern auch mit den B-Jugendlichen des SV Preußen Reinfeld. „Mit den Jungs trainiere ich, um mich im Zweikampf zu verbessern. Gegen Mädchen bin ich immer zu vorsichtig, aber im Nationalteam merkt man schon, dass es auf höherem Niveau härter zur Sache geht“, sagt sie. Christinas Fernziel ist es, als Profi mit dem Fußballspielen ihr Geld zu verdienen und daneben als Fotomodell zu arbeiten. Ein Anfang ist in beidem gemacht.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 15.1.2003


vor 31.1.2003
Kreismeister: Mädchen des FFC Oldesloe

Früher, erzählt Charlotte Kuziek, habe sie bei den Jungen mitspielen müssen. „Aber mit Mädchen macht Fußball viel mehr Spaß, weil die nicht so eigensinnig sind.“ Früher, das war vor sechs Jahren, als sich die heute Elfjährige zum ersten Mal Fußballstiefel überstreifte. Vor zwei Monaten wechselte die Großhansdorferin von der FG Stormarn 2000 zum SSC Hagen Ahrensburg und belegte mit ihrem neuen Verein bei den Hallen-Kreismeisterschaften der Mädchen U16 gleich den zweiten Platz. Gegen die Übermacht des FFC Oldesloe, der sämtliche seiner sechs Spiele siegreich beendete, dabei 34-mal ins gegnerische Tor traf und selbst keinen Treffer zuließ, hatten Charlotte und ihre Mannschaftskameradinnen keine Chance. Charlotte Kuziek zählt wie ihre gleichaltrige Mitspielerin Lisa Stein-Schomburg zu den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten im Kreis und bestätigt die These von Staffelleiterin Regine Schweim, die fordert: „Die Mädchen müssen so früh wie möglich mit dem Fußball beginnen, damit sie später ihre Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen können.“ Gleicher Meinung ist Wolfgang Dibbern. Der Trainer der siegreichen Oldesloerinnen sieht seine Aufgabe in erster Linie darin, junge Talente auf die Anforderungen in der Frauen-Regionalliga vorzubereiten, in die das Damenteam des FFC mittelfristig aufsteigen will.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 31.1.2003


vor 26.2.2003 – Punktspiel
Daldorfer SV – FFC 0:0

Torloses Gipfeltreffen. Der FFC Oldesloe hält Verfolger Daldorfer SV mit 0:0 auf Distanz.
Ob sie nun spielten oder nicht – am Ende waren Stormarns Fußballerinnen alle mehr oder weniger enttäuscht. Dabei hätte zumindest André Niemann, Trainer des Bezirksliga-Tabellenführers FFC Oldesloe, allen Grund, wenigstens mit dem Ergebnis seines Teams zufrieden sein können. Mit einem 0:0 gegen Verfolger Daldorfer SV haben die Kreisstädterinnen immerhin den Tabellenzweiten auf Distanz gehalten und sind damit ihrem Saisonziel Meisterschaft und Aufstieg in die Verbandsliga ein gutes Stück näher gerückt. Ohne drei Stammspielerinnen – verletzungsbedingt fehlten Torhüterin Marie Jürgensen, Torjägerin Jessica Freelandt und Abwehrspielerin Oksana Bespalova – vermisste Niemann Spielwitz und Zielstrebigkeit. Lediglich drei Torchancen erspielten sich die Gastgeberinnen während der gesamten Partie. Petra Bartholner traf in der 65. Minute nur die Querlatte, Thekla Krause versiebte sieben Minuten später aus kurzer Distanz und zehn Minuten vor Schluss brachten nacheinander Gaitana Lippert, Krause und Bianca Löwenstrom den Ball aus dem Getümmel heraus nicht über die Torlinie. Ersatz-Torfrau Yvonne Westphal bekam nicht einen Schuss auf ihren Kasten. „Das Spitzenspiel hat leider nicht gehalten, was der Titel versprach“, ärgerte sich Niemann deshalb mehr, als er sich an dem Ergebnis erwärmen konnte.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 26.2.2003


Sonntag, 2. März 2003 – Punktspiel
SV Westerrade – FFC 1:5

Sonntag, 9. März 2003 – Punktspiel
FFC – VfL Oldesloe 5:0 (0:0)

FFC gewinnt Stadtderby. Bezirksliga-Tabellenführer bezwingt den benachbarten VfL Oldesloe mit 5:0 und befindet sich damit weiter auf Aufstiegskurs.

Große Freude löste das 5:0 (0:0) des Bezirksliga-Tabellenführers FFC Oldesloe im Stadtderby gegen den VfL Oldesloe nicht gerade aus. Die Kommentare von Trainer André Niemann und seines Betreuerstabs reichten nach der wenig begeisternden Darbietung des Titelfavoriten von „Hauptsache gewonnen“ bis „es wird höchste Zeit, dass wir aufsteigen und endlich richtig gefordert werden“. Auf dem rutschigen Kunstrasen im Kurparkstadion brachten die Frauen des Tabellenführers ihre technischen und spielerischen Vorteile nicht wie gewohnt zur Geltung, zeigten vor rund 100 Zuschauern ihre bislang schwächste Saisonleistung. So bedurfte es zweier Standardsituationen, um im zweiten Durchgang endlich in Führung zu gehen. Petra Bartholner traf in der 52. Minute nach einem Eckstoß per Kopfball, Bianca Löwenstrom beförderte eine knappe Viertelstunde später einen Freistoß knapp unterhalb der Querlatte ins Netz (68.). Der Rest war Folge zunehmender Resignation der Gegnerinnen, denen FFC-Trainer André Niemann immerhin bescheinigte, bis dahin aufopferungsvoll gekämpft zu haben. Peter Rohde, dem Coach des VfL Oldesloe, war das allerdings nicht genug. „Meine Spielerinnen müssen noch an ihrer Leistungsbereitschaft arbeiten“, stellte er knapp und bündig fest, nachdem Diana Wittenberg (73.), Jessica Freelandt (85.) und das in der zweiten Halbzeit eingewechselte Geburtstagskind Marie Jürgensen – sie wurde 18 Jahre jung – drei Minuten vor Schluss zum 5:0-Endstand nachlegten.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 12.3.2003


Sonntag, 16. März 2003 – 15. Punktspiel
Breitenfelder SV – FFC 0:6 (0:2)

Nichts zu verschenken hatte wieder einmal Bezirksliga-Spitzenreiter FFC Oldesloe, der beim 6:0 (2:0)-Auswärtssieg beim Breitenfelder SV noch wesentlich höher hätte gewinnen können. Jessica Freelandt (18., 79.), Marie Jürgensen (30., 57.), Gaitana Lippert (50.) und Bianca Löwenstrom (77.) waren die Torschützinnen.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 19.3.2003


Sonntag, 23. März 2003 – 16. Punktspiel
FFC – SG Stusie/Nahe 0:1 (0:1)

Sensationssieg. Die Bezirksliga-Fußballerinnen der SG StuSie/Nahe (Tabellendritter mit 36 Punkten und 62:20 Toren) haben das „Unmögliche“ geschafft und den bislang ungeschlagenen Tabellenführer FFC Oldesloe 2000 (43/89:8) auf dessen Platz mit 1:0 bezwungen. Mit einer taktischen Meisterleistung gelang es dem Team von SG-Coach Chris Foley, die Oldesloerinnen nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Jennifer „Daisy“ Schult blieb es vorbehalten, nach einer gekonnten Einzelleistung das Tor des Tages (39. Minute) zu erzielen. „Der Sieg war nur möglich, weil alle Spielerinnen alles aus sich herausgeholt haben“, so Foley.
NORDERSTEDTER ZEITUNG vom 26.3.2003

 

Dienstag, 8. April 2003
Heimspiel für Christina Plessen

Das Oldesloer Travestadion ist erstmals Schauplatz eines Länderspiels. Deutschlands U17-Mädchen treffen Donnerstag auf Dänemark.

Um in den Genuss eines Auftritts im Nationaltrikot zu kommen, musste Christina Plessen bislang immer weit reisen. Ihr Debüt gab sie im Herbst im französischen Clairefontaine, vor einem Monat spielte sie in Bradenton (Florida) gegen die USA. Übermorgen könnte die Fußballerin dagegen sogar mit dem Fahrrad zum Spiel fahren: Mit der U17-Juniorinnen-Nationalmannschaft trifft die 15-Jährige aus Meddewade im Oldesloer Travestadion in einem Freundschafts-Länderspiel auf Dänemark. Zuvor treten beide Mannschaften heute in Plön gegeneinander an (Anstoß um 17 Uhr, Stadion am Schiffsthal). Für Deutschland zu spielen, ist schon aufregend genug. Vor heimischem Publikum, unter den Augen der Freunde, ist es natürlich etwas ganz besonderes. So ganz zu Hause kann sich Christina am Donnerstag allerdings nicht fühlen: Normalerweise kickt sie für den FFC Oldesloe im gut einen Kilometer entfernten Kurparkstadion. Nun ist ausgerechnet die Anlage des Stadtrivalen VfL der Austragungsort. Beim Gastgeber hat es bereits seit Jahren Bemühungen gegeben, ein Länderspiel in die Kreisstadt zu holen. „Aber die Anforderungen der Verbände sind leider sehr hoch“, so der seit einer Woche nicht mehr amtierende ehemalige Abteilungsleiter Jörg Lembke.

Ein offizielles Qualifikationsspiel, für das die Statuten der UEFA ausschlaggebend sind, war daher nicht realisierbar. Jetzt gab auch die Nähe zu Dänemark den Ausschlag zu Gunsten Bad Oldesloes, damit das gegnerische Team nicht zu weit reisen muss. Vorschriften gibt es auch für das Testspiel, das der Vorbereitung auf den Nordic-Cup im Sommer dienen soll, genug: So sind zwei überdachte Auswechselbänke für jeweils 18 Personen Pflicht, es müssen Ordnungskräfte angestellt werden, das Clubheim wird zum VIP-Bereich. Trotz des ungünstigen Termins – Spielbeginn ist bereits um 11 Uhr – hoffen die Organisatoren auf bis zu 2000 Zuschauer. Unter anderem sind alle Schulen der Umgebung angeschrieben und gebeten worden, den Kindern und Jugendlichen zwei Stunden frei zu geben. Für sie gibt es Gruppenkarten für nur 1 Euro pro Ticket. Regulär beträgt der Eintrittspreis 2 Euro. Vorverkaufsstellen sind die VfL-Geschäftsstelle (Am Bürgerpark), Sport Wolgast (Mühlenstraße) sowie Sport und Chic (Besttorstraße). „Die Vorbereitungen waren ein hartes Stück Arbeit. Aber jetzt läuft alles“, sagte der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter Dieter Kunze. Nur wer die Nationalhymnen spielt, vermochte er noch nicht zu sagen: „Entweder kommt die Feuerwehrkapelle, oder wir müssen uns mit einer CD behelfen.“ Obwohl Christina Plessen bislang erst vier Länderspiel-Einsätze aufweist, wird sie die bekannteste Akteurin im DFB-Dress sein: Auf Werbeplakaten des Energieriesen E.ON war die Meddewaderin, die später einmal als Fußballerin und Model ihr Geld verdienen will, kürzlich bundesweit zu sehen.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 8.4.2003



Donnerstag, 10. April 2003
1200 Fans jubeln Tina zu

Christina Plessen aus Meddewade besiegt mit der U17-Nationalelf im Travestadion Dänemark mit 4:0.



„Deutschland, Deutschland“, schallt es durch das Travestadion. Kinder und Jugendliche schwenken begeistert schwarz-rot-goldene Flaggen. Auf dem Rasen, wo sonst Bezirksoberliga-Tabellenführer VfL Oldesloe um den Aufstieg kämpft, rennen Teenager im strahlend weißen Trikot mit dem Bundesadler dem Ball hinterher. Es ist Länderspiel in der Kreisstadt, zum ersten Mal überhaupt – und 1200 Zuschauer sind dabei. Deutschlands U17-Mädchen enttäuschen ihre begeisterten Fans nicht: Im Test gegen Dänemark feiern sie einen verdienten 4:0 (0:0)-Erfolg. Christina Plessen hatte auch nach ihrem „Heimspiel“ noch gut zu tun. Als ihre Mannschaftskameradinnen längst beim Auslaufen oder in der Kabine waren, stand die 15-Jährige vom FFC Oldesloe, die von allen nur „Tina“ genannt wird, noch immer umringt von ihren Anhängern im Mittelkreis. Sie signierte Eintrittskarten, Portemonnaies, Rucksäcke und die Plakate, die viele Zuschauer im Stadion aufgehängt hatten. Die „Tina, Tina“-Rufe waren allerdings bereits nach 40 Spielminuten verstummt. Zur Halbzeit wechselte Bundestrainer Ralf Peter die Verteidigerin aus. Für Christina Plessen nichts ungewöhnliches. Auch bei ihren vorherigen vier Länderspiel-Einsätzen durfte sie nie durchspielen. Der Coach traut ihr dennoch einiges zu. „Sie ist noch sehr jung und wird von mir auch weiterhin Chancen bekommen. Heute hat man aber leider gesehen, dass sie übernervös war. Sie kann viel mehr, als sie gezeigt hat“, sagte Peter. Die Stormarnerin selbst bewertete ihre Leistung zurückhaltend: „Das war nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht“, sagte sie.

Uneingeschränktes Lob zollte der Bundestrainer den Organisatoren vom VfL Oldesloe: „Das war heute eine sehr gute Reklame für den Mädchenfußball.“ Dass echte Länderspiel-Atmosphäre aufkam, dafür sorgten die fleißigen Helfer des Gastgebers. Der VfL Oldesloe hatte sich sogar um die stattliche Zuschauerkulisse gekümmert und 25 Schulen in der Kreisstadt und Umgebung angeschrieben, die teilweise in Reisebussen mit mehreren Klassen anrückten.

15 Ordner sorgten für einen reibungslosen Ablauf, zehn Ballmädchen standen rund um das Feld bereit. In einer langen Reihe, Hand in Hand, kamen die deutschen Spielerinnen aus der Kabine – wie Brasiliens Nationalelf bei der Weltmeisterschaft. Beim Einlaufen in das Stadion nahmen sie Kinder aus dem VfL-G-Jugendteam und U12-Mädchenspielerinnen der SG Rümpel/Oldesloe an die Hand. Vorweg marschierten Stormarner Sportlerinnen mit den beiden Nationalflaggen. Bevor die Hymnen gespielt wurden, verlas der als Stadionsprecher verpflichtete Günther Maletzko die Mannschaftsaufstellungen. Der Pölitzer berichtete jahrzehntelang für den NDR von Großereignissen wie Fußball-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Unmittelbar vor Spielbeginn gedachten die Besucher in einer Schweigeminute dem Ende vergangener Woche verstorbenen Volkwardt Krasensky. Die Beisetzung des bekannten Stormarner Sportfunktionärs war gestern Mittag in Reinfeld. Deshalb hatten Arnold Fröhlich, Vorsitzender des Kreisfußballverbands (KFV), und die am Mittwoch als Nachfolgerin Krasenskys zur KFV-Jugendobfrau gewählte Regine Schweim nur kurz Zeit, ehe sie zur Trauerfeier eilten.

 

 

 

Unter den Ehrengästen waren außerdem Landrat Klaus Plöger und Oldesloes Bürgermeister Philipp Wrieden. So viel wie auf den Rängen war auf dem Fußballfeld zunächst nicht los. In der ersten Halbzeit boten beide Mannschaften nur zwei Aufreger: Veronika Hesse (FC Bayern München) vergab in der zwölften Minute eine Großchance, kurz darauf spielte Dänemarks Torhüterin Stina Petersen den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand, sah dafür aber nur die gelbe Karte. „Wir haben uns lange schwer getan, waren sehr unkonzentriert“, kritisierte Peter. „Mit der zweiten Halbzeit bin ich aber rundum zufrieden.“ Nach vier Auswechslungen drehte die deutsche Mannschaft auf. Zweimal Anna Blässe vom SC 03 Weimar (45., 71. Minute), Sabrina Rastetter vom Karlsruher SC (63.) und Isabelle Kerschowski vom BSC Marzahn (67.) sicherten schließlich den Sieg.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 11.4.2003



Sonntag, 13. April 2003 – 17 Punktspiel
FFC – TSV Malente 8:0 (5:0)

Gegen am Ende nur noch neun Spielerinnen des TSV Malente kam der FFC Oldesloe (Bezirksliga) zu einem klaren 8:0 (5:0). Dabei ähnelte das Spiel phasenweise eher einer Handballpartie, weil die Gäste eine Abwehrreihe um den eigenen Strafraum aufbauten und sich ausschließlich auf den Versuch beschränkten, Oldesloer Torerfolge zu vereiteln. Die Treffer für den FFC erzielten Thekla Krause (22. 27. Minute), Diana Wittenberg (36., 86.), Gaitana Lippert (39., 43., 47.) und Bianca Löwenstrom (83.).
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 16.4.2003


Sonntag, 27. April 2003 – Punktspiel
JuS Fischbek – FFC 0:6 (0:0)

JuS Fischbek hielt sich im Bezirksliga-Derby gegen Tabellenführer FFC Oldesloe nur eine Halbzeit lang schadlos. Dann setzte sich beim 0:6 (0:0) die Überlegenheit des Meisterschaftsaspiranten durch. Das 0:3 von Jessica Freelandt in der 66. Minute war zugleich der 100. Saisontreffer der Kreisstädterinnen. Außer Freelandt, die elf Minuten später auch das 0:5 erzielte, waren Bianca Löwenstrom (48.), Gaitana Lippert (64.), Claudia Wenzel (71.) und Petra Bartholner (86.) erfolgreich.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 29.4.2003


Samstag, 3. Mai 2003 – Punktspiel
SV Boostedt – FFC 0:7 (0:6)

Der FFC Oldesloe bleibt auf Aufstiegskurs. Beim 7:0 (6:0)-Auswärtserfolg gegen den SV Boostedt genügte den Spielerinnen von Trainer André Niemann eine starke erste Halbzeit, in der Claudia Wenzel (8., 24.), Antje Hoffheinz (10., 12.) und Thekla Krause (30., 39.) bereits einen komfortablen Vorsprung heraus schossen, ehe Diana Wittenberg (62.) nach dem Seitenwechsel zum Endstand traf.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 6.5.2003


Sonntag, 11. Mai 2003 – 20 Punktspiel
FFC – SV Fehmarn 16:0 (7:0)

FFC Oldesloe ist Meister. Der FFC Oldesloe ließ in seinem entscheidenden Spiel um den Bezirksliga-Meistertitel gar nicht erst Nervenkitzel aufkommen und fertigte den SV Fehmarn gleich mit 16:0 (7:0) ab. Anschließend gab es 80 Liter Freibier und Sekt. Einziger Wermutstropfen: Diana Wittenberg verletzte sich nach einer halben Stunde so schwer, dass sie an der Meisterfeier nur mit Gehhilfen teilnehmen konnte. Die Tore erzielten Gaitana Lippert (5., 63., 79. Minute), Diana Wittenberg (7., 14.), Thekla Krause (10.), Cathrin Zwikirsch (23.), Bianca Löwenstrom (30.), Antje Hoffheinz (34., 55., 66., 88.), Marnie Dibbern (58.), Nicole Schadwell (60.), Claudia Wenzel (76.) und Jessica Freelandt (90.). Zu viel sollten die Kreisstädterinnen vorerst nicht feiern. Dem Team steht noch die Verbandsliga-Aufstiegsrunde gegen die Meister der anderen drei Bezirksligen vom 25. Mai bis 9. Juni bevor.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 13.5.2003

Mittwoch, 14. Mai 2003 Heute: Pokalfinale im Kurparkstadion. Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe bekommen heute schon einmal einen Vorgeschmack darauf, was sie im Falle eines Verbandsliga-Aufstiegs in der kommenden Saison erwarten würde. Der frischgebackene Bezirksliga-Meister trifft im Endspiel des Kreispokal-Wettbewerbs auf den klassenhöheren SV Eichede. Die Oldesloerinnen qualifizierten sich mit einem 6:0 gegen JuS Fischbek fürs Finale, der Titelverteidiger aus Steinburg bezwang den VfL Oldesloe in der Vorschlussrunde mit 8:0. Anpfiff ist um 20 Uhr im Kurparkstadion.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.5.2003


Mittwoch, 14. Mai 2003 – Endspiel Kreispokal
FFC – SV Eichede 2:0 (0:0) n.V.
FFC Oldesloe gewinnt Kreispokal

Eigentlich wollten es die Verbandsliga-Fußballerinnen des SV Eichede ja bei dem Strauß Blumen und einer Flasche Sekt als Gastgeschenk belassen, die Mannschaftsführerin Melanie Benn vor dem Anpfiff des Endspiels im Kreispokal-Wettbewerb verbunden mit den Glückwünschen zur gewonnenen Meisterschaft in der Bezirksliga an Marnie Dibbern vom FFC Oldesloe überreichte. Doch am Ende mussten die Steinburgerinnen auch noch den „Pott“, den sie als Titelverteidiger mit im Gepäck hatten, in der Kreisstadt lassen. Die Oldesloerinnen nutzten ihren Heimvorteil zu einem 2:0 (0:0, 0:0)-Sieg, setzten sich dabei allerdings erst in den Schlussminuten der Verlängerung durch. Bitter: Ausgerechnet Eichedes Torfrau Sonja Westphal, bis dahin die beste Spielerin bei den Gästen, brachte den Gegner mit einem Fehlgriff auf die Siegerstraße. Westphal, die nur in die Anfangsformation gerutscht war, weil Stammtorfrau Jessica Blunck wegen Magenproblemen ausfiel, konnte einen hoch in den Strafraum geschlagenen Freistoß von Marnie Dibbern nicht festhalten. Folge: Der Ball prallte ans Bein von SVE-Abwehrspielerin Sandra Dossow – und von dort ins eigene Tor. „Schade, dass ausgerechnet ihr so ein Fehler passieren musste“, zeigte sogar Oldesloes Betreuer Jörg Löwenstrom Mitleid mit Eichedes Torfrau, die in der Schlussminute auch noch einen von Jessica Freelandt sicher verwandelte Foulelfmeter passieren lassen musste. Zuvor hatte Westphal etliche Großchancen der Gastgeberinnen vereitelt. Oldesloes Torhüterin Marie Jürgensen bekam dafür nur selten die Gelegenheit. Für etwas Gefahr im Strafraum des FFC vermochte hin und wieder lediglich Eichedes flinke Stürmerin Wiebke Ahlers zu sorgen. Während die Oldesloerinnen nach dem Abpfiff triumphierend den Pokal vom Platz trugen und sich über eine gelungene Generalprobe für die am Sonntag, 25. Mai, mit dem Spiel gegen SZ Arlewatt (auf neutralem Platz in Meldorf) beginnende Verbandsliga-Aufstiegsrunde freuen durften, schlichen viele SVE-Spielerinnen mit Tränen in den Augen vom Spielfeld. Für sie ist die Saison mit der Niederlage im Pokalfinale zu Ende. Als Trost bleibt nur der zuvor erreichte Klassenerhalt in der Verbandsliga, wo es in der kommenden Spielzeit vielleicht ein Wiedersehen mit dem FFC Oldesloe gibt.

FFC Oldesloe: Jürgensen – Bleck, Zwikirsch, Jack, Schadwell – Löwenstrom, Ahlers, Dibbern, Freelandt – Lippert, Bartholner (Hoffheinz, Westphal, Reinhardt, Maas).
SV Eichede: Westphal – Stolten, Honert, Benn, Dossow, Schick – Löwe, Groth, Friese – Ahlers, Pusch (Müller, Jarstorf, Studtfeld).
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 16.5.2003


Samstag, 17. Mai 2003
FFC startet gegen SZ Arlewatt

Die Fußball-Frauen des FFC Oldesloe starten am Sonntag, 25. Mai, gegen SZ Arlewatt (15 Uhr, auf neutralem Platz bei TuRa Meldorf) in die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga. Eine Woche später, am Sonntag, 1. Juni, folgt das Gastspiel beim Süderholmer SV (15 Uhr), ehe der frischgebackene Kreispokalsieger am Pfingstmontag, 9. Juni, den TV Grebin empfängt (15 Uhr). Mindestens zwei der vier Bezirksliga-Meister steigen auf.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 17.5.2003


Dienstag, 20. Mai 2003
FFC-Trio spielt in Landesauswahl

Svenja Fritz, Mirian Dünow und Jana Dibbern (alle FFC Oldesloe) wurden vom Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband (SHFV) für das Länderpokalturnier der U15-Juniorinnen vom 25. bis 29. Mai in Duisburg-Wedau nominiert.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 20.5.2003


Sonntag, 25. Mai 2003 – 1. Aufstiegsspiel
FFC – SZ Arlewatt 5:0 (5:0)
FFC Oldesloe nimmt die erste Hürde

Der erste Schritt in Richtung Fußball-Verbandsliga ist getan. In ihrem ersten Qualifikationsspiel zum Aufstieg in die höhere Spielklasse stellten die Bezirksliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe beim deutlichen 5:0 (5:0) über SZ Arlewatt auf neutralem Platz in Meldorf ihre Verbandsliga-Reife allerdings nur eine Halbzeit lang unter Beweis. Jessica Freelandt (15., 33. Minute), Gaitana Lippert (23.), Petra Bartholner (27.) und Marnie Dibbern (32.) schossen bereits bis zur Pause den klaren Vorsprung heraus. Nach dem Seitenwechsel war von dem schnellen Kombinationsfußball der Kreisstädterinnen nicht mehr viel zu sehen. „Weil der Gegner nur noch um Schadensbegrenzung bemüht war und kaum einmal über die Mittellinie kam, haben sich unsere Spielerinnen allzu häufig in Einzelaktionen verzettelt“, urteilte Oldesloes Betreuer Jörg Löwenstrom. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Oldesloerinnen am Sonntag beim Süderholmer SV (15 Uhr), der zum Auftakt beim TV Grebin eine 2:9-Pleite kassierte.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 27.5.2003




Sonntag, 1. Juni 2003 – 2. Aufstiegsspiel
Süderholmer SV – FFC 0:12 (0:7)
12:0 – Oldesloe feiert ein Schützenfest

Dass die Aufstiegsrundenspiele einem so lockeren Spaziergang gleich kommen würden, hatten sich die Fußballerinnen des FFC Oldesloe wohl nicht erträumt. Dem 5:0 gegen SZ Arlewatt ließen die Kreisstädterinnen nun ein 12:0 (7:0) beim Süderholmer SV folgen. Damit stehen die Oldesloerinnen vor dem abschließenden Heimspiel am Pfingstmontag gegen den TV Grebin (15 Uhr, Sportanlage Wendum) mit mehr als nur einem Bein in der Verbandsliga.

Überragende Spielerinnen beim FFC waren Jessica Freelandt und Thekla Krause. Freelandt beeindruckte als umsichtige Lenkerin im Mittelfeld, die sich auch nicht zu schade war, im Defensivbereich auszuhelfen. Krause steuerte immerhin fünf Treffer (22., 25., 33., 51., 82. Minute) bei, nachdem Marnie Dibbern das Schützenfest mit zwei Toren in der ersten Viertelstunde eröffnet hatte. Die übrigen Treffer erzielten Gaitana Lippert (24.), Julien Reinhardt (35.), Jessica Freelandt (60., 74.) und abermals Dibbern (65.). „Mit dieser Leistung haben wir wohl auch die letzten Zweifler von unserer Verbandsliga-Reife überzeugt“, freute sich Trainer André Niemann.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 4.6.2003




Bezirkspokal
Schackendorf – FFC 0:10

Samstag, 7. Juni 2003 FFC Oldesloe vorm Sprung in die Verbandsliga. Bezirksliga-Meister FFC Oldesloe will am Pfingstmontag den Aufstieg in die Verbandsliga feiern. Am letzten Spieltag der Relegationsrunde empfangen die Fußballerinnen aus der Kreisstadt den TV Grebin (15 Uhr, Wendum). Deutliche Siege errang der FFC nicht nur in den beiden bisherigen Aufstiegsspielen gegen SZ Arlewatt (5:0) und den Süderholmer SV (12:0), sondern auch beim 10:0 in der Auftaktrunde des Bezirkspokal-Wettbewerbs beim SV Schackendorf. Die Tore erzielten Antje Hoffheinz (4), Petra Bartholner, Jessica Freelandt (je 2), Gaitana Lippert und Marnie Dibbern.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 7.6.2003


Montag, 9. Juni 2003 – 3. Aufstiegsspiel
FFC – TV Grebin 10:1 (2:1)
10:1 – FFC ist eine Klasse für sich

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe lassen in dieser Saison nichts anbrennen. Nach dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft, dem Titel in der Bezirksliga und dem Sieg im Kreispokal-Wettbewerb machte die Mannschaft von Trainer André Niemann nun auch den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt. Im abschließenden Aufstiegsrundenspiel deklassierten die Oldesloerinnen den TV Grebin vor 120 Zuschauern mit 10:1 (2:1), stellten damit einmal mehr ihre Verbandsliga-Tauglichkeit unter Beweis. Die vierfache Torschützin Jessica Freelandt stellte bereits in der vierten Minute die Weichen auf Sieg. Aber erst nach Freelandts Treffern Nummer drei und vier in der 51. und 55. Minute zum 3:1 und 4:1 erlahmte die Gegenwehr der Gäste, die unbedingt einen Sieg benötigten, um den Oldesloerinnen als Gruppenzweiter noch in die Verbandsliga zu folgen. In diesen Genuss kommt nun die Mannschaft von SZ Arlewatt, die vom FFC im ersten Spiel mit 5:0 abgefertigt worden war. Anschließend fielen die Treffer wie reife Früchte: Julienne Reinhardt (59.) Marnie Dibbern (66.) und Petra Bartholner (70.) erhöhten auf 7:1, ehe Gaitana Lippert noch ein lupenreiner Hattrick gelang (74., 79. 86.). Somit bleibt es dabei, dass die Oldesloerinnen, die sich vergangene Woche auch in der ersten Runde des Bezirkspokal-Wettbewerbs keine Blöße gaben (10:0 beim SV Schackendorf), in dieser Saison nur eine Pflichtspielniederlage kassierten.
AHRENSBURGER ZEITUNG vom 11.6.2003


Freitag, 13. Juni 2003
Nationalteam ohne Christina Pessen

Gestern Abend bestritten die Fußball-Mädels der Deutschen U17-Nationalmannschaft in Schweden ein Länderspiel – die Oldesloerin Christina Plessen hat aber dafür kein Einladungsschreiben des DFB bekommen. „Zur Zeit zählt sie nicht zum Kader, weil es sehr viele starke Spielerinnen gibt. Aber Tina kann ja wieder in die Mannschaft reinrutschen“, sagte Team-Managerin Pia Hess. Auch die 16-Jährige sieht ihrer Fußball-Zukunft ganz optimistisch entgegen: „Es sind viele aus dem Jahrgang 1986 mitgefahren. Die sind das letzte Jahr in der Mannschaft, und ich habe ja noch ein weiteres Jahr Zeit.“ Im April hatte das FFC-Talent noch einen großen Triumph mit der Mannschaft gegen Dänemark im Travestadion gefeiert.
STORMARNER TAGEBLATT vom 13.6.2003


vor 19.6.2003
FFC-Mädchen waren nicht zu schlagen

Der FFC Oldesloe hat seine herausragende Stellung im weiblichen Sektor innerhalb der Stormarner Fußball-Szene auch im Kreispokal-Endspiel der U16-Mädchen unterstrichen. Selbst der Heimvorteil – die Partie war vom Jugend-Pokal-Finaltag in Ahrensburg/Hagen örtlich und zeitlich verlegt worden – konnte Endspielgegner SV Preußen Reinfeld nicht vor einer zweistelligen Niederlage bewahren. Die FFC-Mädels fuhren nach einem einseitigen Spiel einen 10:1 (4:1)-Erfolg ein.
STORMARNER TAGEBLATT vom 19.6.2003

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