Die Spielzeit 2008/09 – 1. Mannschaft

 

Montag, 14. Juli 2008

Trainingsauftakt des FFC Oldesloe

Knapp sieben Wochen lang wird Michael Clausen seine Fußballerinnen intensiv auf die zweite Saison in der 2. Bundesliga vorbereiten. Am kommenden Mittwoch bittet der FFC-Coach seine Mannschaft zum lockeren Aufgalopp. Beginn des ersten Trainings ist um 19 Uhr im Kurparkstadion. Das erste Testspiel absolvieren die Clausen-Schützlinge am Freitag, 25. Juli, um 19 Uhr im Kurparkstadion gegen die Männermannschaft des SC Union Oldesloe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.7.2008

 

Mittwoch, 16. Juli 2008

Trainingsauftakt der FFC-Frauen vor dem „schweren zweiten Jahr“

Zweitligist mit zehn Neuzugängen und sieben Abgängen / Trainer Clausen gibt Klassenerhalt als Saisonziel aus

Gut acht Wochen nach dem letzten Punktspiel der ersten Zweitliga-Saison endet für die Frauen des FFC Oldesloe heute um 18.45 Uhr der Urlaub vom Fußball. Trainer Michael Clausen bittet zum ersten Training, und er wird dabei gleich zehn neue Spielerinnen begrüßen. Während Torfrau Andrea Rehfeldt bereits seit der Winterpause mit-trainiert, aber nach der Sperre des TSV Nahe erst jetzt voll einsteigen kann, sind Friederike Wiener (Lohbrügge), Kristin Engel (Ratzeburger SV), Caroline Klingen, Jacqueline Bleser (beide Duwo 08), Franziska Koop (TB Berlin), Mareike Eidner (Neubrandenburg), Larissa Holland (Hamburger SV) sowie Verena Hildebrandt (Bergedorf 85) und Bianca Naleppa vom Moorburger SV erstmals dabei und versuchen die Lücken zu füllen, die die Abgänge von sieben Spielerinnen hinterlassen haben. Nicht mehr dabei sind Ellen Rehder (zurück zu Neuenbrook/Rethwisch), Jasmin Dreessen (hört auf), Janine Kulow (TSV Dahme), Rachel Rinast (TSV Nahe), Judith Freiling (als Spielertrainerin zurück nach Elmshorn) Bianca Löwenstrom und Vanessa Vonau (beide zweite Mannschaft).

So gilt es für Clausen, vor der allgemein als besonders schwer eingestuften zweiten Saison in einer Spielklasse die Neuzugänge schnell zu integrieren, „und das geht am besten durch Spiele“, so der Trainer, der in seine dritte Saison beim FFC geht. Zunächst aber wird in den ersten drei Wochen Kondition gebolzt, „wobei der Ball aber im Mittelpunkt stehen wird“. Erst danach wird auch im taktischen Verhalten zu feilen sein, weiß Clausen, der als Saisonziel zunächst erneut den Klassenerhalt ausgegeben hat. „Wenn wir nach den ersten Spielen sehen, dass es gut läuft, können wir unser Ziel auch etwas höher anlegen“.

Die Favoriten der neuen Zweitliga-Saison stehen für ihn bereits fest: Landesrivale Holstein Kiel, Lokomotive Leipzig und der letztjährige Zweite Gütersloh. Die Verantwortlichen haben bis zum Start der Punktrunde ein intensives Programm mit einer ganzen Reihe von Testspielen zusammengestellt, bevor die Saison am 7. September mit einem Auswärtsspiel bei Victoria Gersten beginnt. …

LÜBECKER NACHRICHTEN vom 16.7.2008

 

Freitag, 18. Juli 2008

Mit neuen FFC-Gesichtern ins zweite Zweitliga-Jahr

ing. – Larissa Holland hatte einige Probleme, ihre neue sportliche Heimstätte auf Anhieb zu finden. „Ich war schon kurz davor, bei der Polizei nach dem richtigen Weg zu fragen“, erzählte die 19-jährige bisherige HSV-Spielerin nach einer Irrfahrt durch Bad Oldesloe.

Als sie schließlich doch am Kurparkstadion ankam, war sie eine von acht Neuen beim Trainingsauftakt der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe. Mareike Eitner fehlte, weil die 16-Jährige vom FFV in Neubrandenburg noch Schule hat, Caroline Klingen (Duwo 08) laboriert an einer Fußverletzung.

„Die Stimmung bei den Spielerinnen war sehr gut, alle freuen sich auf die Herausforderung 2. Liga, die es auch im zweiten Jahr noch für jede von ihnen ist“, fasste Trainer Michael Clausen seine Eindrücke vom ersten „Beschnuppern“ zusammen. „Einige waren natürlich noch sehr schüchtern, aber das ist ja ganz normal.“

Nach einstündigem Training hielt Clausen seine Begrüßungsansprache, in der es nicht nur um sportliche Abläufe und Ziele ging, sondern auch um Verhaltensregeln und eine angemessene Ernährung, zu der der Trittauer Gymnasiallehrer einen entsprechenden Artikel als „Hausarbeit“ verteilte.

Heute erhalten die neuen Spielerinnen beim Training (19 Uhr) ihre Ausstattung (Trainingsanzüge, Sporttaschen, Aufwärmshirts), die sie dann nach einem freien Sonntag und drei weiteren Trainingseinheiten Anfang der Woche erstmals beim Test am kommenden Freitag gegen die ersten Herren von Union Oldesloe (19 Uhr, Kurpark) tragen werden.

LÜBECKER NACHRICHTEN vom 18.7.2008

 

Freitag, 18. Juli 2008

FFC stellt seine Neuzugänge vor

Mit elf neuen Spielerinnen in die neue Saison der 2. Bundesliga

Es ist an der Zeit, dass sich was dreht: Gleich elf Neuzugänge sollen den Fußballerinnen des FFC Oldesloe helfen, auch in der kommenden Saison den Abstieg aus der 2. Bundeliga zu verhindern, dem stehen nur fünf Abgänge gegenüber.

  • Neuzugänge: Janne Backhaus (FFC Mädchen), Jacky Bleser (Duwo 08), Mareike Eitner (FFV Neubrandenburg), Kristin Engel (Ratzeburger SV), Verena Hildebrandt (ASV Bergdedorf 85), Larissa Holland (Hamburger SV), Caroline Klingen (Duwo 08), Franziska Koop (TeBe Berlin), Bianca Naleppa (Moorburger TSV), Andrea Rehfeldt (TSV Nahe), Friederike Wiener (VfL Lohbrügge).
  • Abgänge: Judith Freiling (Spielertrainerin Holsatia Elmshorn), Jasmin Dreessen (Ziel unbekannt), Janine Kulow (Schiedsrichterin TSV Dahme), Bianca Löwenstrom (Karriereende), Ellen Rehder (SV Neuenbrook Rethwisch).
  • Tor: Andrea Rehfeldt, Friederike Wiener, Janne Backhaus.
  • Abwehr: Svenja Fritz, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Verena Hildebrandt, Theresa Blum, Johanna Wöhler, Franziska Koop, Mareike Eitner.
  • Mittelfeld: Joy Grube, Denise Steinike, Marialiiza Kranz, Susann Kunkel, Bianca Naleppa, Sarah Schreiber, Stefanie Storm, Claudia Wenzel.
  • Angriff: Jacqueline Bleser, Kristin Engel, Larissa Holland, Caroline Klingen, Kristina Kucharski, Gaitana Lippert, Kirsten Stamer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.7.2008

 

Freitag, 25. Juli 2008

FFC Oldesloe – Union Oldesloe Männer 0:6 (0:4)

(Freundschaftsspiel

„Wenn man bedenkt, dass Union zwei Wochen länger im Training ist als wir und die Männer körperlich einfach überlegen sind, bin ich mit der Vorstellung meiner Mannschaft ganz zufrieden gewesen“, sagt FFC-Trainer Michael Clausen. Nach der Halbzeitpause (0:4) waren seine Frauen mit dem Kreisligisten jedoch annähernd auf Augenhöhe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.7.2008

 

Sonnabend, 26. Juli 2008

SV Ahlerstedt/Ottendorf – FFC Oldesloe 1:7 (1:4)

(Freundschaftsspiel)

FFC Oldesloe in Torlaune

Mit 7:1 (4:1) haben die Fußballerinnen des FFC Oldesloe (2. Bundesliga) ein Testspiel bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf (Regionalliga Nord) gewonnen. Svenja Fritz (5., 35. Minute), Larissa Holland (7.), Claudia Wenzel (24.), Mirja Herrmann (53., Foulelfmeter), Desirée Steinike (55.) und Johanna Wöhler (78., Foulelfmeter) waren die Torschützinnen.

Wöhler bekam den Strafstoß zum 7:1 an ihrem 21. Geburtstag von ihren Mitspielerinnen geschenkt und war heilfroh, sich mit einem Treffer bedanken zu können. „Wir haben ganz gute Ansätze gezeigt“, sagte Trainer Michael Clausen, der mit Torfrau Andrea Rehfeldt, Kristin Engel, Bianca Naleppa, Verena Hildebrandt, Franziska Koop und Jacqueline Bleser sechs Neuzugänge einsetzte. Gegen das Herrenteam des SC Union Oldesloe hatte der FFC zuvor mit 0:7 verloren.

Tore für den FFC Oldesloe: Fritz (2), Holland, Wenzel, Mirja Herrmann (Foulelfmeter), Desirée Steinike, Wöhler (Foulelfmeter).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 29.7.2008

 

Freitag, 1. August 2008

SV Großenbrode Männer – FFC Oldesloe 8:0

(Freundschaftsspiel)

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe (2. Bundesliga) waren im Testspiel gegen das Herrenteam des SV Großenbrode chancenlos. Beim 0:8 war die physische Überlegenheit des Kreisligaklubs zu groß als dass die Stormarnerinnen etwas hätten ausrichten können. …

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.8.2009

 

Sonntag, 3. August 2008

FFC Oldesloe – Holstein Kiel II 3:1 (1:0)

(In Grebin: Freundschaftsspiel)

Müde Oldesloerinnen gewinnen 3:1

Zweitligist FFC setzt sich gegen Holstein Kiel II durch

ssi. – Die ersten beiden Trainingswochen der Saisonvorbereitung haben beim Zweitligisten FFC Oldesloe ihre Spuren hinterlassen. „Nach den anstrengenden Einheiten, in denen an konditionellen Grundlagen gearbeitet wurde, wirkte die Mannschaft am Wochenende etwas müde“, erklärte Trainer Michael Clausen, dessen Team zunächst am Freitag gegen die Kreisliga-Männer aus Großenbrode eine 0:8-Niederlage kassierte, ehe am Sonntag ein 3:1-Sieg über die Frauen der KSV Holstein Kiel II (Schleswig-Holstein-Liga) folgte.

Die Männer aus Ostholstein ließen den Oldesloerinnen nicht den Hauch einer Chance. Dennoch war Michael Clausen zufrieden: „Wir haben noch vor zwei Jahren gegen einen B-Klassisten zweistellig verloren. Das kommt jetzt gegen eine zwei Klassen höher spielende Mannschaft nicht mehr vor.“ Gegen die Holstein-Reserve dominierte indes der FFC über 90 Minuten die Partie. „Trotz schwerer Beine haben wir das sehr anständig gemacht und erstmals eine 4-3-3-Formation ausprobiert“, erklärte der Coach, für dessen Mannschaft Franziska Koop (35.), Gaitana Lippert (65.) und Bianca Naleppa (70.) eine 3:0-Führung erzielt hatten, ehe die Kielerinnen einen Konter (85.) dazu nutzten, Ergebniskosmetik zu betreiben. „Mit dem bisherigen Stand der Vorbereitung bin ich zufrieden. Die Neuen, die von unterklassigen Vereinen zu uns gekommen sind, brauchen allerdings noch etwas Zeit, um sich an den größeren Umfang und die höhere Intensität zu gewöhnen“.

Tore: 1:0 Koop (35.), 2:0 Lippert (65.), 3:0 Naleppa (70.), 3:1 NN (85.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.8.2008

 

Sonnabend, 16. August 2008

Fortuna Grevesmühlen Männer – FFC Oldesloe NN

(Freundschaftsspiel)

 

Sonntag, 17. August 2008

FFC Oldesloe – FSV Schwerin 6:0

(Freundschaftsspiel)

 

Dienstag, 19. August 2008

TSV Zarpen Männer – FFC Oldesloe 4:0 (3:0)

(Freundschaftsspiel)

FFC Oldesloe verliert 0:4

ssi. – Zweitligist FFC Oldesloe hat sein vorletztes Testspiel vor dem ersten Pflichtspiel am Sonntag, 31. August, in der ersten Runde des DFB Pokals gegen Regionalligist FFC Heike Rheine verloren. Den A-Klassen-Fußballern des TSV Zarpen unterlag das Team von Trainer Michael Clausen nach Gegentoren von Benjamin Blöcker (2), Patrik Lüer und Ole Matthiesen mit 0:4 (0:3).

„Das war ein richtig guter Test“, sagte Clausen. Noch vor zwei Jahren habe seine Mannschaft gegen einen B-Klassisten 1:10 verloren. „Jetzt gegen eine junge Mannschaft, die in der A-Klasse oben mitspielen wird, sieht es schon anders aus. Das verdeutlicht, welche gute Entwicklung wir genommen haben. Wir haben nur wenige Torchancen zugelassen“, so der Coach, dessen Elf sich sogar einige Chancen erspielen konnte. „Leider ist uns ein reguläres Tor von Bianca Naleppa wegen Abseits aberkannt worden. Den Ehrentreffer hätten wir verdient gehabt“, meinte Clausen. Einziger Kritikpunkt des Trainers: „In einigen Situationen waren wir zu überhastet, müssen noch mehr Ruhe am Ball haben, ansonsten aber bin ich absolut zufrieden.“

Sonnabend bestreiten die Oldesloerinnen um 16 Uhr ihren abschließenden Test beim SV Neuenbrook/Rethwisch.

Tore: Blöcker (2), Lüer, Matthiesen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.8.2008

 

Mittwoch, 20. August 2008

FFC will Pokal-Erfolg

mxr. – Im DFB-Pokal muss Zweitligist FFC Oldesloe am Sonntag, 31. August, beim Regionalligisten FFC Heike Rheine antreten. 600 Euro kassiert das Team von Trainer Michael Clausen dafür, eigentlich ein Skandal, denn: bei den Männern gibt es 60.000 Euro vom Verband für die Teilnahme an der ersten Runde. Dazu kommen noch TV-Gelder, in der Summe sind das mehr als 100.000 Euro. „Anspruch und Wirklichkeit im Hinblick auf den Stellenwert des Frauenfußballs liegen beim DFB noch weit auseinander“, schimpft Clausen, „ein Weiterkommen ist sehr wichtig für uns, auch finanziell.“

Eine Woche später geht es für den FFC in der 2. Bundesliga in die zweite Saison. Ziel ist wie im vergangenen Jahr der Klassenerhalt, insbesondere da das zweite Jahr nach dem Aufstieg als das schwierigere gilt. Doch davon will Clausen nichts wissen: „Wir haben schon in der vergangenen Saison Lehrgeld bezahlen müssen. Daraus haben wir gelernt.“

Im Trainingslager in Boltenhagen gab es viele neue Erkenntnisse für den Trainer. „Spielerisch waren Fortschritte auszumachen, dort lag bisher unsere größte Schwäche. Wir waren zu unflexibel.“ Insbesondere das Testspiel gegen den FSV Schwerin (6:0) erfreute den Trainer: „Unsere beste Leistung in der Vorbereitung.“ An der Ostsee war auch die zweite Mannschaft des FFC. In Zukunft wollen beide Oldesloer Mannschaften enger zusammenrücken.

Die gute Defensive, die nur 36 Tore zuließ, soll auch in der kommenden Spielzeit das Prunkstück des Clausen-Teams bilden. Mit Verena Hildebrandt (Bergedorf 85) und Franziska Koop (TeBe Berlin) haben gleich zwei neue Spielerinnen die Chance auf einen Platz in der ersten Elf. Für das Mittelfeld kamen die spielstarken Bianca Naleppa (Moorburger TSV) und Kristin Engel (Ratzeburger SV). Einfach wird es jedoch nicht für die junge Mannschaft (21 Jahre im Schnitt), sich in der zweiten Liga zu etablieren – auch andere Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht. „In der Breite sind wir besser besetzt, dadurch ist der Konkurrenzkampf größer geworden“, gibt sich Clausen dennoch optimistisch. Und vielleicht gibt es ja noch eine unerwartete Finanzspritze, wenn im Pokal gewonnen wird, denn in der zweiten Runde könnte man auf einen Bundesligisten treffen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.8.2008

 

Sonnabend, 23. August 2008

SV Neuenbrook/Rethwisch – FFC Oldesloe ausgefallen

(Freundschaftsspiel)

 

Freitag, 29. August 20008

Clausen-Elf im Pokal gefordert

ssi. – „Wir wollen in die nächste Runde einziehen und hoffen darauf, dann einen Erstligisten zugelost zu bekommen.“ Michael Clausen, Trainer der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe, ist am Sonntag mit seiner Mannschaft beim klassentieferen FFC Heike Rheine in der ersten Runde des DFB-Pokals zu Gast. Clausen weiß nicht, was auf seine Elf zukommen wird: „Rheine ist innerhalb von zwei Jahren aus der 1. Liga bis in die Regionalliga durchgereicht worden. Wir werden mit der stärksten Mannschaft auflaufen und den Pokal als Generalprobe für das erste Punktspiel eine Woche später nutzen“, so der Coach. Verzichten muss Clausen in Zukunft auf Theresa Blum, die aus Studiengründen nach Halle umzieht und sich Lokomotive Leipzig anschließen wird. „Menschlich und sportlich ist das ein Verlust. Theresa hat wesentlichen Anteil am Erfolg des FFC“, bedauerte der Trainer. Doch im Gegenzug konnte Clausen auch einen Neuzugang vermelden. Vom Ratzeburger SV wechselte Torhüterin Antje Bauer nach Bad Oldesloe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.8.2008

 

Sonntag, 31. August 2008

FFC Heike Rheine – FFC Oldesloe 2:3 (1:2)

(1. Runde DFB-Pokal)

FFC Oldesloe kämpft sich in die zweite Runde

3:2-Sieg zum Pflichtspielauftakt des Zweitligisten gegen den klassentieferen FFC Heike Rheine / Steinike, Storm und Wenzel treffen

sum. – Im Gegensatz zu den beiden anderen Schleswig-Holstein-Teams aus Kiel und Nahe überstand Zweitligist FFC Oldesloe dank eines 3:2 (2:1)-Erfolges beim Regionalligisten FFC Heike Rheine die erste Runde des DFB-Pokals. Trainer Michael Clausen war nur bedingt zufrieden: „Es passte noch nicht alles zusammen. Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht und hätten die Entscheidung schon frühzeitig herbeiführen können. Aber letztendlich zählt nur, dass wir weiter gekommen sind.“

Nach zehn Minuten des Abtastens gewannen die Gäste aus Oldesloe mehr und mehr die Oberhand. Dazu verhalf ihnen ohne Zweifel auch der Doppelschlag, der zur frühen 2:0-Führung führte. Zunächst traf Desirée Steinike nach einem Engel-Eckball per Kopf (13.), ehe Stefanie Storm nach genialer Vorarbeit von Gaitana Lippert das zweite Oldesloer Tor erzielte. Es folgte die Phase, die Clausen einiges an Nerven kosten sollte. Alleine Kristina Kucharski hatte in den Folgeminuten drei „Hundertprozentige“ auf dem Fuß. Doch statt einer vermeintlichen Vorentscheidung, kam der FFC Heike plötzlich wieder ins Spiel. Einer der wenigen Vorstöße in den Oldesloer Strafraum konnte von Franziska Koop nur durch ein Foul gestoppt werden. Den berechtigten Strafstoß verwandelte Corinna Holtgrefe zum 1:2.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Stormarner ein wenig verhaltener, ohne dabei jedoch in ernsthafte Schwierigkeiten zu geraten. Dennoch dürfte Clausen tief durchgeatmet haben, als Claudia Wenzel in der 65. Minute für das wichtige 3:1 sorgte. Für die Gäste war es der Startschuss in eine Schlussphase, in der Steinike, Storm und Lippert beste Möglichkeiten zu weiteren Treffern hatten. Rheine versuchte sein Glück mit Distanzschüssen und sorgte damit das eine oder andere Mal für Gefahr. So auch in der 86. Minute, als erneut Holtgrefe mit einem direkt verwandelten Freistoß den erneuten Anschluss herstellte. Oldesloes Torhüterin Andrea Rehfeldt sah bei diesem Schuss nicht ganz glücklich aus. Der Ball flog direkt über sie hinweg ins Tor. In Gefahr gerieten sie und der Rest der Mannschaft danach aber nicht mehr. Über einen möglichen Gegner für die zweite Runde, die im November stattfinden wird, hat sich Clausen noch keine Gedanken gemacht: „Das werden wir ganz in Ruhe abwarten. Wir bereiten uns jetzt erst einmal auf das erste Punktspiel am kommenden Wochenende gegen Victoria Gersten vor.“

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Grube, Herrmann, Wenzel, Koop – Storm, Schreiber (46. Wöhler), Engel (70. Stamer) – Lippert, Kucharski (46. Fritz), Desirée Steinike

Schiedsrichterin: Marina Wozniak.

Tore: 0:1 Desirée Steinike (13.), 0:2 Storm (NN), 1:2 Holtgrefe (NN, Foulelfmeter), 1:3 Wenzel (65.), 2:3 Holtgrefe (86.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.9.2008

 

Freitag, 5. September 2008

Trotz personeller Aufrüstung: Ziel bleibt der Klassenerhalt

FFC Oldesloe startet am Sonntag mit elf neuen Spielerinnen in die zweite Saison in der 2. Bundesliga Nord

ssi. – Michael Clausen, Trainer des FFC Oldesloe, geht optimistisch in die am Sonntag beginnende zweite Saison in der 2. Frauenfußball-Bundesliga Nord. Grund: Elf Neue haben sich dem FFC angeschlossen und sorgen für einen, wie Clausen es nennt, in der Breite homogener besetzten Kader als noch in der abgelaufenen Spielzeit.

Besonders Franziska Koop hat es dem Trainer angetan. Die Abwehrspielerin, die von TeBe Berlin gekommen ist, hat Zweitliga-Erfahrung und sei eine „Riesenkickerin“.

„Doch auch alle anderen Neuen haben in der Vorbereitung einen wirklich guten Eindruck hinterlassen. Schade ist nur, dass Verena Hildebrandt, die von Bergedorf 85 gekommen ist, erst am 1. November spielberechtigt ist“, so Clausen.

Im Tor hat der Oldesloer Coach die Qual der Wahl. Zum Punktspielstart, am Sonntag um 14 Uhr bei Victoria Gersten, wird wahrscheinlich die junge Andrea Rehfeldt den Kasten hüten. „Antje Bauer muss heute noch zur sportärztlichen Untersuchung nach Rostock. Der Bescheid wird dann erst in den nächsten Tagen bei uns eingehen, so dass zunächst Andrea die Nase vorn hat. Anschließend erhoffe ich mir, dass sich beide ein enges Rennen um die Nummer 1 liefern“.

Apropos enges Rennen: Oldesloes ersten Gegner sieht Clausen mit seiner Elf auf Augenhöhe. „Die Mannschaft spielt seit drei Jahren in dieser Liga, ist dort etabliert. Eine robuste Truppe, die enorm Zweikampfstark ist. Dennoch fahren wir natürlich dorthin, um zu punkten.“ In der vergangenen Saison sammelten die Oldesloerinnen gegen Gersten vier Punkte und landeten am Ende in der Tabelle vor Victoria auf dem achten Rang. Vielleicht ein gutes Omen für einen erfolgreichen Saisonstart des FFC, der sich erneut den Klassenerhalt als Ziel gesetzt hat.

 

2008/09 FFC Oldesloe: Zahlen und Fakten

  • Zugänge: Janne Backhaus, Sandra Runge (beide eigene Mädchen), Jacqueline Bleser, (Duwo 08), Kristin Engel, Antje Bauer (beide Ratzeburg), Verena Hildebrandt (Bergedorf), Larissa Holland (HSV), Franziska Koop (TeBe Berlin), Bianca Naleppa (Moorburg(, Andrea Rehfeldt (Nahe), Friederike Wiener (Lohbrügge).
  • Abgänge: Jasmin Dreessen (Ziel unbekannt), Judith Freiling (Holsatia Elmshorn), Janine Kulow, Bianca Löwenstrom (beide Laufbahn beendet), Ellen Rehder (SV Neuenbrook/Rethwisch).
  • Tor: Antje Bauer, Andrea Rehfeldt, Friederike Wiener, Janne Backhaus.
  • Abwehr: Svenja Fritz, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Verena Hildebrandt, Johanna Wöhler, Franziska Koop.
  • Mittelfeld: Joy Grube, Denise Steinike, Marialiiza Kranz, Susann Kunkel, Bianca Naleppa, Sarah Schreiber, Stefanie Storm, Claudia Wenzel, Kristin Engel, Sandra Runge.
  • Angriff: Jacqueline Bleser, Kristina Kucharski, Gaitana Lippert, Kirsten Stamer, Larissa Holland.
  • Trainer: Michael Clausen; Co-Trainer: André Polchow.
  • Physiotherapeut: Stephan Kummetz.
  • Ligaobmann: André Niemann; Fußballobfrau: Claudia Wenzel; Präsidentin: Anja Völker.
  • Durchschnittsalter: 21,5.
  • Die Jüngste: Janne Backhaus; geboren am 13. Februar 1992; die Älteste: Claudia Wenzel; geboren am 4. Dezember 1970.
  • Spielsystem: 4-4-2/4-3-3.
  • Saisonziel: Klassenerhalt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.9.2008

 

Sonntag, 7. September 2008

SV Victoria Gersten – FFC Oldesloe 0:1 (0:1)

(1. Punktspiel)

Johanna Wöhler schießt FFC Oldesloe zum ersten Sieg

Clausen-Team bezwingt zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga Nord den SV Victoria Gersten mit 1:0

ssi. – Der FFC Oldesloe hat einen optimalen Start in die neue Saison erwischt. Die Fußballerinnen von Trainer Michael Clausen setzten sich zum Auftakt der 2. Bundesliga Nord beim SV Victoria Gersten mit 1:0 (1:0) durch.

Eigentlich ist es ihr Job Tore zu verhindern. Doch im ersten Saisonspiel bewies Johanna Wöhler ungeahnte Qualitäten: als Torjägerin. In der 44. Minute sorgte die Außenverteidigerin mit ihrem Treffer dafür, dass der FFC Oldesloe die ersten drei Punkte verbuchte, wenn auch nicht ganz gewollt. Wöhler hatte sich auf der rechten Außenbahn durchgesetzt und wollte ins Zentrum flanken. „Ihre Hereingabe ist etwas verunglückt und senkte sich unhaltbar für Gerstens Torhüterin zum 0:1 ins lange Eck“, skizzierte Clausen die spielentscheidende Szene. Der Sieg sei zwar etwas glücklich gewesen, „aber nicht unverdient“, unterstrich der Oldesloer Coach.

Clausen hatte sich zum Auftakt für eine 4-3-3-Formation entschieden. Im defensiven Mittelfeld agierten Stefanie Storm und Sarah Schreiber als Abfangjägerinnen. Auf der Position der Spielmacherin sollte Kristin Engel Akzente und die drei Angreiferin Joy Grube, Gaitana Lippert und Desirée Steinike in Szene setzen. „Es ging zunächst darum, gegen die robust zur Sache gehenden Gastgeberinnen die Zweikämpfe anzunehmen und dann bei Ballbesitz nach vorne Dampf zu machen. Das hat ganz gut funktioniert. Gersten kam kaum zur Entfaltung und wir konnten uns einige Chancen erspielen“, so Clausen. In der fünften Minute bot sich Gaitana Lippert die große Chance zur Führung. Wenig später verpassten es Kristin Engel und Sarah Schreiber, ihre Farben in Front zu schießen. Auf der Gegenseite gerieten die Oldesloerinnen nur einmal in Bedrängnis, als ein Freistoß quer durch den Fünfmeterraum segelte. „Ansonsten hatten wir das Geschehen absolut im Griff“, berichtete der Oldesloer Coach, dessen Elf völlig verdient durch Wöhler kurz vor dem Pausenpfiff das 1:0 erzielte.

Nach dem Seitenwechsel lautete die Devise, in der Defensive kompakt zu stehen und auf Konter zu lauern. Die Gastgeberinnen versuchten Druck aufzubauen, brachten die FFC-Abwehr aber kaum in Bedrängnis. „Wir haben einen vorbildlichen Einsatz gezeigt und uns diesen Sieg daher redlich verdient. Toll, dass wir einen guten Start in die neue Saison erwischt haben“, freute sich Michael Clausen.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Wöhler, Wenzel, Fritz, Koop (73. Herrmann) – Storm, Schreiber, Engel – Grube, Lippert, Desirée Steinike (89. Kranz).

Schiedsrichterin: Mirka Derlin.

Zuschauer: 250.

Tor des Tages: 0:1 Wöhler (44.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.9.2008

 

Montag, 8. September 2008

FFC Oldesloe testet gegen SSV-Kicker

ssi. – Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe werden Mittwoch zu einem Testspiel bei den Kreisliga-Männern des SSV Pölitz antreten. Anstoß des Freundschaftsspiels ist um 19.30 Uhr.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.9.2008

 

Mittwoch, 10. September 2008

DFB-Pokal: FFC muss nach Wattenscheid

söb. – Trainer Michael Clausen hatte sich ein Heimspiel gegen den Hamburger SV oder den VfL Wolfsburg gewünscht, doch die Zweitbundesliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe müssen in der zweiten DFB-Pokalrunde nach Westfalen reisen.

Gegner ist voraussichtlich am Sonntag, 19. Oktober, die SG Wattenscheid 09 (2. Bundesliga Süd). Heute Abend unterzieht sich Clausens Elf einem Härtetest: Von 19 Uhr an bestreiten die Oldesloerinnen ein Testspiel beim Männerteam des SSV Pölitz (Kreisliga).

AHHRENSBURGER ZEITUNG vom 10.9.2008

 

Mittwoch, 10. September 2008

SSV Pölitz Männer – FFC Oldesloe 7:0 (4:0)

(Freundschaftsspiel)

Zur Einstimmung auf die Heimpremiere bestritt der FFC ein Freundschaftsspiel beim Männerteam des SSV Pölitz (Kreisliga Stormarn). Die Begegnung ging mit 0:7 (0:4) zwar deutlich verloren, erfüllte aber dennoch ihren Zweck. Clausen: „In solchen Partien gewöhnen sich meine Spielerinnen am ehesten an die körperliche Robustheit, die in der 2. Bundesliga an der Tagesordnung ist.“ Schon während der Saisonvorbereitung hatte die Mannschaft mehrfach Testspiele gegen Männer bestritten.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 13.9.2008

 

Donnerstag, 11. September 2008

Michael Clausen hofft vergeblich

ssi. – Vergeblich hat Michael Clausen auf einen prominenten Gegner gehofft. „Ein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg oder den Hamburger SV würde ich mir wünschen“, meinte der Trainer des Zweitligisten FFC Oldesloe im Hinblick auf die Auslosung der zweiten DFB-Pokalrunde. Doch daraus wurde nichts. Die Oldesloerinnen werden voraussichtlich am 19. Oktober bei der SG Wattenscheid 09 (2. Liga Süd) antreten müssen. An das letztjährige Duell mit der SG hat der FFC Oldesloe keine guten Erinnerungen. In der ersten Runde schied die Clausen-Elf damals in Wattenscheid nach Elfmeterschießen aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.9.2008

 

Freitag, 12. September 2008

FFC Oldesloe empfängt im ersten Heimspiel den Spitzenreiter

  1. Bundesliga Nord: Elf von Trainer Michael Clausen hat am Sonntag um 14 Uhr Tennis-Borussia Berlin zu Gast

ssi. – „Das ist ein echter Knaller“. Michael Clausen, Trainer des Zweitligisten FFC Oldesloe ist voller Vorfreude im Hinblick auf das erste Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr. Im Kurparkstadion empfangen die Oldesloerinnen mit TeBe Berlin den ersten Tabellenführer der noch jungen Saison. Clausen: „Wir sind in dieser Partie Außenseiter. Dennoch wollen wir versuchen, den Spitzenreiter zu stürzen. In der vergangenen Saison haben wir das Heimspiel 2:0 gewonnen, warum soll uns das nicht noch einmal gelingen?“ Gegen die TeBe, die zum Auftakt Mellendorf mit 5:1 in die Schranken wies und sich den Aufstieg als Saisonziel gesteckt hat, dürfte vor allem Franziska Koop besonders heiß sein. Die Abwehrspielerin spielte zuletzt für die Berlinerinnen, ehe sie im Sommer nach Oldesloe wechselte. „Sie brennt auf einen Einsatz. Ich hoffe, dass sie spielen kann. Bei unserem 1:0-Auftaktsieg in Gersten hat sie einen Pferdekuss abbekommen“, erklärte Clausen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.9.2008

 

Sonntag, 14. September 2008

FFC Oldesloe – Tennis Borussia Berlin 1:5 (0:3)

(2. Punktspiel)

Clausen bedient: „Das war sorglos und naiv“

FFC Oldesloe unterliegt TeBe Berlin völlig verdient mit 1:5

boe. – „Zum Abschied wünsche ich mir noch drei Punkte“, so der fromme Wunsch von Theresa Blum, die den Zweitligisten FFC Oldesloe aus Studiengründen verlässt und vor dem Heimspiel gegen Tennis Borussia Berlin offiziell von der Mannschaft verabschiedet wurde. Doch so sehr sich Blums ehemaligen Mannschaftskolleginnen auch bemühten, diesen Wunsch konnten sie ihr nicht erfüllen. Im Gegenteil: Mit 1:5 (0:3) wurden die Mädels von FFC-Trainer Michael Clausen vorgeführt. „Da war heute nichts zu holen“, meinte der enttäuschte Coach. Seine Mannschaft hielt anfangs noch gut mit, es deuteten sich jedoch schnell einige Defizite im Abwehrverhalten an. Bereits sicher geglaubte Bälle landeten immer wieder beim Gegner und die Innenverteidigung schien besonders mit der Berlinerin Kerstin Straka völlig überfordert. Die sorgte dann auch in der 23. und 34. Minute für die verdiente 2:0-Führung der Gäste.

Tumulte gab es in der 40. Minute, als Gaitana Lippert von der Berlinerin Madleen Wilder rüde von den Beinen geholt wurde, während der Ball längst woanders war. Wilder bekam lediglich die gelbe Karte. Kurz darauf verwandelte Jessica Brückner (45.) einen Foulelfmeter zum vorentscheidenden 0:3. „Das war der Genickbruch“, kommentierte der FFC-Coach den dritten Gegentreffer. In der 53. Minute erhöhte Anna-Sophie Fechner den Vorsprung der Berlinerinnen und nur zwei Minuten später legte Ilka Heyke weiter nach. Die Oldesloerinnen gaben jedoch nicht auf und erkämpften sich durch Gaitana Lippert (79.) immerhin den Ehrentreffer. „Wir waren heute nicht wach, haben sorglos und naiv agiert und deshalb verdient verloren“, gestand Clausen nach der ersten Saisonpleite.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Herrmann, Fritz (78. Bleser), Wenzel, Wöhler – NN Steinike, Storm, Engel, Schreiber (46. Kucharski), Grube (57. Kranz) – Lippert.

Schiedsrichterin: Sandra Blumenthal, Pritzwalk.

Zuschauer: 193.

Tore: 0:1 Straka (23.), 0:2 Straka (34.), 0:3 Brückner (45.; Foulelfmeter), 0:4 Fechner (53.), 0:5 Heyke (55.), 1:5 Lippert (79.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.9.2008

 

Freitag, 19. September 2008

FFC Oldesloe will Wiedergutmachung

Zweitliga-Fußballerinnen Sonntag in Leipzig zu Gast

ssi. – Unkonzentriertheit, Sorglosigkeit und Naivität: Michael Clausen, Trainer der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe, hat nicht gerade ein Füllhorn an Lobhudeleien über seine Mannschaft nach der 1:5-Pleite am vergangenen Spieltag gegen Tennis Borussia Berlin ausgeschüttet. Derbe Worte fand der Coach stattdessen für das, was seine Schützlinge 90 Minuten im ersten Heimspiel abgeliefert hatten. Dabei hatte Clausen gehofft, die Zeiten, in denen seine Mannschaft Lehrgeld zahlt, wären mit Ablauf der vergangenen Saison vorbei. Am Sonntag wollen die Clausen-Schützlinge beim 1. FC Lokomotive Leipzig Wiedergutmachung betreiben. „Die Mädels haben einen höheren Anspruch an sich. Insofern kann so eine Niederlage auch mal ganz heilsam sein“, meinte der Trainer. Der Gegner aus Leipzig ist, genau wie die Oldesloerinnen auch, mit einem Sieg und einer Niederlage in die Spielzeit gestartet. Zuletzt feierten die Leipzigerinnen ein 4:3 beim Mellendorfer TV und dürften sich somit im Aufwind befinden. Clausen wird versuchen den Gastgebern mit einer zweiten Spitze den Wind aus den Segeln zu nehmen. Außerdem sollen seine Akteure von Anfang an konzentrierter zur Sache gehen als gegen die Berlinerinnen. „Wir haben uns vorgenommen, einiges besser zu machen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.9.2008

 

Sonntag, 21. September 2008

  1. FC Lokomotive Leipzig – FFC Oldesloe 0:2 (0:1)

(3. Punktspiel)

Lippert schießt FFC zum Sieg

Mit einem 2:0-Erfolg beim 1. FC Lokomotive Leipzig haben die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga Wiedergutmachung für die 1:5-Niederlage im ersten Heimspiel am vergangenen Spieltag gegen TeBe Berlin betrieben.

ssi. – Michael Clausen, Trainer der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe, hatte mit dem Wechsel auf der Position der Torhüterin das richtige Näschen gehabt. Nach der 1:5-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen TeBe Berlin, stellte der Coach gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig erstmals Antje Bauer für Andrea Rehfeldt zwischen die Pfosten. „Nicht, weil Andrea schlecht gespielt hatte, sondern weil Antje größer und erfahrener ist“, begründete der Trainer seine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. Vor allem bei den hohen Bällen war Bauer der Turm in der Schlacht. Zudem bewahrte sie mit etlichen Paraden mehrfach ihre Mannschaft vor Gegentreffern. „Sie hat überragend gehalten“, stellte Clausen seiner Torhüterin ein einwandfreies Zeugnis aus. Neben Bauer machte Angreiferin Gaitana Lippert den Unterschied aus. Die quirlige Angreiferin stellte mit zwei Treffern ihre ganze Klasse unter Beweis. „Doch nicht nur diese beiden, alle Mädels haben heute eine riesige Leistung abgeliefert“, lobte Clausen nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg.

Mit einem Erfolgserlebnis war nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Denn die Vorzeichen waren in Leipzig alles andere als optimal. Mit Stefanie Storm (Schulveranstaltung) und der verletzten Svenja Fritz fehlten zwei wichtige Leistungsträgerinnen. Zudem musste Clausen mit Sarah Schreiber und Mirja Herrmann zwei angeschlagene Spielerinnen von Beginn an bringen. „Und auch das 1:5 gegen TeBe war nicht gerade ein Mutmacher“, gestand Clausen, dessen Elf sich über weite Strecken gegen die Leipzigerinnen in der Defensive sah. Die Gastgeberinnen dominierten die Partie und erspielten sich gute Chancen. Nach zwei Eckstößen bewahrten Claudia Wenzel und Antje Bauer ihre Farben vor einem Rückstand. Zudem parierte Bauer einen Distanzschuss glänzend.

In der 42. Minute gelang dann Gaitana Lippert nach toller Vorarbeit von Desirée Steinike die etwas glückliche Oldesloer Führung. „Nach der Pause hat Leipzig dann den Druck erhöht, später sogar mit vier Stürmerinnen gespielt“, berichtete Clausen, bei dessen Schützlingen aufgrund der Abwehrschlacht zunehmend die Kräfte schwanden. So gestand der Coach später, dass er durchaus die Befürchtung hatte, der Ausgleichstreffer könnte die Partie zum Kippen bringen. Doch auf Antje Bauer war Verlass. Zwei Mal parierte sie glänzend und zwei Mal stand die Querlatte des FFC-Kastens einem Leipziger Torerfolg im Weg. Das Zittern auf der Oldesloer Trainerbank war erst vorbei, als Bianca Naleppa in der 85. Minute Gaitana Lippert bediente und die FFC-Angreiferin das Leder trocken zum 0:2 unter die Latte hämmerte. „Wirklich klasse“, freute sich ein völlig durchgeschwitzter Trainer Clausen, „alle haben füreinander gekämpft und sich diesen Sieg redlich verdient.“

FFC Oldesloe: Bauer – Wöhler, Wenzel, Herrmann, Desirée Steinike (80. Kranz) – Runge (83. Bleser), Schreiber, Engel, Grube – Lippert, Kucharski (63. Naleppa).

Schiedsrichterin: Julia Heuschkel, Zeulenroda.

Zuschauer: 169.

Tore: 0:1 Lippert (42.), 0:2 Lippert (85.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.9.2008

 

Freitag, 26. September 2008

FFC Oldesloe will den ersten Heimsieg einfahren

Clausen-Elf empfängt am Sonntag um 14 Uhr Aufsteiger Hohen Neuendorf

ssi. – In der 2. Bundesliga kommt es am Sonntag um 14 Uhr im Kurparkstadion zum Duell der Tabellennachbarn. Der gastgebende FFC Oldesloe empfängt als Sechster des Klassements den Fünften, BW Hohen Neuendorf. Die Zielsetzung ist klar: Die von Michael Clausen trainierten Oldesloerinnen wollen den ersten Heimsieg einfahren. „Dazu dürfen wir den Aufsteiger allerdings auf keinen Fall unterschätzen“, warnt Clausen. Denn die Blau-Weißen sind hervorragend in die Spielzeit gestartet, besiegten zum Auftakt Holstein Kiel 1:0 und wiesen zuletzt den Mellendorfer TSV deutlich mit 7:1 in die Schranken. „Der Gegner wird sicherlich selbstbewusst auftreten. Doch ich erwarte, dass auch wir nach dem 2:0-Auswärtssieg in Leipzig mit breiter Brust auflaufen“, so Clausen, der wahrscheinlich im Vergleich zur Vorwoche nur eine personelle Veränderung vornehmen wird. Stefanie Storm, die zuletzt schulisch verhindert war, ist wieder einsatzbereit. „Wir haben das erste Heimspiel gegen TeBe Berlin vergeigt. Deshalb haben wir noch etwas gutzumachen. Ich erwarte, dass wir gegen den Aufsteiger das Spiel dominieren und am Ende gewinnen“, so des Trainers Vorgabe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.9.2008

 

Sonntag, 28. September 2008

FFC Oldesloe – Blau-Weiß Hohen Neuendorf 3:1 (2:1)

(4. Punktspiel)

Stadionzeitung FFC Live zum heutigen Spiel:  [...hier]

Clausen-Schützlinge machen ersten Heimsieg perfekt

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe setzen sich verdient im Zweitliga-Duell mit 3:1 gegen Blau-Weiß Hohen-Neuendorf durch

boe. – Nach zwei Auswärtssiegen und einer 1:5-Heimpleite stand für den FFC Oldesloe am vierten Spieltag der 2. Bundesliga fest: Der erste Heimsieg muss her. Gegen den Tabellennachbarn Blau-Weiß Hohen Neuendorf setzte FFC-Trainer Michael Clausen, wie bereits in der Partie in Leipzig, auf zwei Spitzen und hatte damit das richtige Näschen.

Nach nur zwei Minuten schien das Unternehmen Heimsieg jedoch bereits gefährdet, als Charline Pantelmann zur 1:0-Führung für die Gäste traf. Die Oldesloerinnen hatten nur drei Minuten später die passende Antwort parat: Kristina Kucharski nutzte einen Fehlpass von Juliane Guhr eiskalt aus, um den Rückstand zu egalisieren. Das 1:1 schien die Oldesloerinnen zu beflügeln, fortan an spielte nur noch der FFC. „Die erste Halbzeit haben wir das Spiel klar dominiert“, resümierte Clausen den ersten Durchgang, in dem Gaitana Lippert in der 15. Minute zum 2:1 nachgelegt hatte.

Die Blau-Weißen kamen erst in der zweiten Hälfte wieder besser in Fahrt. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff wusste sich Sarah Runge im eigenen Strafraum nur durch ein Foul zu helfen. Der folgende Strafstoß ging jedoch am FFC-Kasten vorbei. Weil der zweite Durchgang wenig Torraumszenen bot, musste eine Standardsituation die endgültige Entscheidung bringen. Claudia Wenzel traf per Elfmeter (90.) zum 3:1-Endstand. „Das war ein glücklicher, aber verdienter Sieg“, freute sich Clausen.

FFC Oldesloe: Bauer – Runge (60. Naleppa), Wenzel, Mirja Herrmann, Wöhler – NN Steinike, Storm, Schreiber, Grube (85. Bleser) – Kucharski, Lippert.

Schiedsrichterin: Kim-Jana Trenkner, Winsen.

Zuschauer: 148.

Tore: 0:1 Pantelmann (2.), 1:1 Kucharski (5.), 2:1 Lippert (15.), 3:1 Wenzel (90., Foulelfmeter).

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.9.2008

 

Freitag, 4. Oktober 2008

„Wir sind noch lange keine Spitzenmannschaft“

Clausen-Elf in Gütersloh zu Gast

ssi. – Der Saisonstart ist als gelungen zu bezeichnen. Nach vier Spieltagen haben die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe (3.) neun Punkte auf dem Konto. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison dauerte es nach dem Aufstieg 13 Spieltage, ehe die Oldesloerinnen neun Zähler verbucht hatten. Mit einem Auswärtssieg morgen beim FC Gütersloh (4.) könnte der Elf von Coach Michael Clausen sogar der Sprung an die Tabellenspitze gelingen, sollte das Führungsduo TeBe Berlin (gegen Lütgendortmund) und Potsdam II (gegen Holstein Kiel) patzen. Nur ein Punkt trennt die Oldesloerinnen von der Konkurrenz. Dennoch tritt Clausen auf die Euphoriebremse: „Wir sind zwar in der zweiten Liga angekommen, aber noch lange keine Spitzenmannschaft.“ Seine Elf sei noch nicht in der Lage, einen Gegner 90 Minuten lang zu dominieren. „Das haben die bisherigen Spiele gezeigt. Auch wenn wir drei Siege gefeiert haben, in der einen oder anderen Partie hatten wir auch Glück.“ Dennoch: Mittlerweile ist das FFC-Team gereift. Die punktuellen Verstärkungen im Sommer haben gegriffen und der Kader ist nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ besser aufgestellt. „In Gütersloh gehen wir trotzdem als Außenseiter ins Spiel. Der Gegner gehört für mich zum Kreis der Titelanwärter“, meint Clausen, der dennoch auf einen Auswärtssieg hofft. Personell sieht es gut aus. Die zuletzt von einer Grippe geschwächten Marialiiza Kranz und Kristin Engel sind wieder fit und auch Franziska Koop wird wieder mit von der Partie sein. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Bianca Naleppa, die eventuell dienstlich verhindert sein wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.10.2008

 

Sonntag, 5. Oktober 2008

FC Gütersloh – FFC Oldesloe 3:0 (2:0)

(5. Punktspiel)

FC Gütersloh ist für den FFC Oldesloe noch eine Nummer zu groß

Clausen-Schützlinge verkaufen sich enorm teuer, kassieren mit 0:3 aber dennoch die zweite Saisonniederlage

ssi. – Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe mussten sich beim FC Gütersloh mit 0:3 (0:2) geschlagen geben und kassierten damit die zweite Saisonniederlage. „Die ist zwar verdient, aber zu hoch ausgefallen“, bilanzierte FFC-Trainer Michael Clausen die 90 Minuten, in denen seine Elf nichts unversucht gelassen hatte, dem Favoriten ein Bein zu stellen. „Unter dem Strich muss man jedoch sagen, dass zwar der Abstand im Vergleich zur vergangenen Saison kleiner geworden, Gütersloh für uns aber immer noch eine Nummer zu groß ist“, konstatierte der Oldesloer Coach.

Vor allem in Sachen Zielstrebigkeit und Chancenverwertung bekamen die Gäste aus Bad Oldesloe eine Lehrstunde erteilt. Immer dann, wenn der FFC drauf und dran war, einen Treffer zu erzielen, schlugen die Gastgeberinnen eiskalt zu. In der zweiten Minute versäumte es Kristina Kucharski, eine Flanke von Joy Grube zu verwerten. „Da hätten wir in Führung gehen können“, meinte Clausen. Doch während auf der einen Seite nur Zentimeter zum Torerfolg fehlten, passte auf der anderen Seite vier Minuten später alles: Mit einem Volleyschuss aus 25 Metern hämmerte Birgitta Schmücker das Leder zum 1:0 in die Maschen. Der FFC zeigte sich unbeeindruckt, bot dem Gegner weiterhin Paroli. Nach Pass von Kristina Kucharski kam Gaitana Lippert (22.) einen Schritt zu spät. Beinahe im Gegenzug traf Schmücker (25.) per Kopf zum 2:0. Clausen reagierte, brachte mit Kristin Engel eine Offensivkraft für die defensivere Sarah Schreiber. „Bis zur Pause hatten wir dann das Geschehen im Griff, ohne jedoch zwingend zu werden“, berichtete Clausen.

Nach dem Wechsel aber rissen die Gastgeberinnen die Partie wieder an sich und drängten mit aller Mach auf den dritten Treffer, zunächst jedoch vergeblich. Oldesloe überstand die Drangphase des Gegners und hatte durch Claudia Wenzel die Chance, den Rückstand zu verkürzen. Doch ihr Freistoß strich knapp über den Gütersloher Kasten. So war es FCG-Kickerin Lisa Scholz vorbehalten, mit einem Distanzschuss aus 20 Metern in der 63. Minute für die Entscheidung zu sorgen. „Wir hatten zwar durch Stefanie Storm noch eine gute Möglichkeit und haben bis zuletzt alles versucht, doch heute sollte es nicht sein“, meinte Clausen und fühlte sich in seiner Aussage bestätigt, dass seiner Elf noch eine Menge fehle, um sich zu einer Spitzenmannschaft zählen zu können.

FFC Oldesloe: Bauer – Runge (65. Bleser), Wenzel, Mirja Herrmann, Wöhler – NN Steinike, Storm, Schreiber (30. Engel), Grube (82. Koop) – Kucharski, Lippert.

Schiedsrichterin: Marija Kurtes.

Zuschauer: 280.

Tore: 1:0 Schmücker (6.), 2:0 Schmücker (25.), 3:0 Scholz (63.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.10.2008

 

Freitag 10. Oktober 2008

FFC Oldesloe ohne Lippert gegen 1. FC Union Berlin

Im Zweitliga-Duell gegen Union Berlin müssen die Fußballerinnen aus Oldesloe auch ohne Stürmerin Gaitana Lippert drei Punkte holen

boe. – „Grundsätzlich ist sie nicht ersetzbar, aber wir leben nicht von ihr“, meinte FFC-Trainer Michael Clausen über das Fehlen seiner Stürmerin Gaitana Lippert gegen die Kickerinnen aus Berlin. Lippert wird in der Zweitliga-Partie nicht auflaufen, da sie in Italien Urlaub macht. „Wir werden trotzdem offensiv spielen“, ist sich Clausen sicher, dass seine Offensivkräfte den Ausfall kompensieren werden. So sind vor allem Kristin Engel, Joy Grube und Kristina Kucharski gefordert, im Spiel nach vorne für Gefahr zu sorgen.

Daran haperte es zuletzt in der Partie gegen den FC Gütersloh. Mit einer 0:3-Niederlage und der Einsicht, noch keine Spitzenmannschaft zu sein, fuhren die Oldesloerinnen nach Hause. Nichts desto trotz kann Clausen mit dem derzeitigen fünften Tabellenplatz durchaus zufrieden sein. Und im Heimspiel gegen Union Berlin soll der nächste Dreier eingefahren werden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss seine Mannschaft vor allem auf die U17-Nationalspielerin Bianca Joswiak aufpassen. „Wir werden versuchen, sie aus dem Spiel zu nehmen und wollen das Ding gewinnen“, gibt sich Clausen selbstbewusst.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.10.2008

 

Sonntag, 12. Oktober 2008

FFC Oldesloe – 1. FC Union Berlin 2:1 (2:1)

(6. Punktspiel)

Hart erkämpfter Sieg des FFC Oldesloe

Clausen-Elf bezwingt 1. FC Union Berlin verdient mit 2:1

ssi. – Der vierte Saisonsieg des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga war hart umkämpft. Nach 90 spannenden Minuten hatten die von Michael Clausen trainierten Oldesloerinnen gegen Union Berlin jedoch verdient mit 2:1 (2:1) die Nase vorn. „In der ersten Halbzeit haben wir spielerisch überzeugt, nach der Pause dann kämpferisch eine vorbildliche Leistung abgeliefert“, lobte Clausen den Auftritt seiner Elf.

Die FFC-Kickerinnen ergriffen von Beginn an die Initiative. Bereits nach fünf Minuten hatte Clausen den Torjubel auf den Lippen. Doch Sarah Schreiber scheiterte knapp. Wenig später vergaben Stefanie Storm und Kristina Kucharski die Oldesloer Führung. In der 20. Minute dann der verdiente Lohn: Nach einer Ecke von Stefanie Storm drückte Desirée Steinike das Leder zum 1:0 über die Linie. Der FFC dominierte die Partie, war den Gästen in allen Belangen überlegen und legte zehn Minuten nach dem Führungstreffer nach. Nach einem Freistoß von Franziska Koop reagierte Sarah Schreiber am schnellsten und erhöhte den Vorsprung des FFC. Doch der Sieg geriet noch in Gefahr, weil die Gastgeberinnen es versäumten, den Berlinerinnen den Gnadenstoß zu verpassen. Zunächst entschärfte Unions Torhüterin Josefine Westphal einen Distanzschuss von Stefanie Storm glänzend. Kurz darauf verpassten Kristina Kucharski und Claudia Wenzel freistehend vor dem gegnerischen Kasten eine scharfe Flanke nur um Zentimeter. Besonders bitter: Im Gegenzug nutzte U17-Nationalspielerin Bianca Joswiak (45.) einen Konter, um mit dem Anschlusstreffer ihre Farben zurück ins Spiel zu bringen. So wurde es noch einmal eng. Doch der FFC Oldesloe zeigte die richtige Reaktion und warf im zweiten Durchgang kämpferische Tugenden in die Waagschale, mit denen der knappe Vorsprung am Ende doch noch erfolgreich über die Zeit gebracht werden konnte.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Wöhler, Mirja Herrmann, Wenzel, Koop – Grube (75. Engel), Schreiber, Storm, Runge (80. Kranz) – Desirée Steinike, Kucharski (89. Eitner).

Schiedsrichterin: Sandra Pansch, Ahrensburg.

Zuschauer: 160.

Tore: 1:0 Desirée Steinike (20.), 2:0 Schreiber (30.), 2:1 Joswiak (45.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.10.2008

 

Freitag, 17. Oktober 2008

DFB-Pokal: FFC Oldesloe will in die nächste Runde

Fußballerinnen von Trainer Michael Clausen treten Sonntag um 11 Uhr zum Zweitliga-Vergleich in Wattenscheid an

ssi. – Es ist nicht gerade das Los, auf das sie gehofft hatten: Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe müssen am Sonntag um 11 Uhr beim Südvertreter der 2. Bundesliga, SG Wattenscheid 09, in der zweiten Runde des DFB-Pokals antreten. „Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn wir ein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gezogen hätten“, sagt FFC-Trainer Michael Clausen. Doch vielleicht ist es sogar besser so. Denn Wattenscheid ist durchaus ein schlagbarer Gegner. „Auf der Internetseite der Wattenscheiderinnen wurde geschrieben, dass wir eine lösbare Aufgabe sind. Das sollte für meine Mannschaft eigentlich als Motivation ausreichen, um dort zu gewinnen. Wir wollen in die nächste Runde einziehen“, fordert Clausen einen Sieg ein. Dementsprechend wird sich der Coach auf keine Experimente einlassen, geht auf Nummer sicher. So dürfte Verena Hildebrandt, Neuzugang von Bergedorf 85, zunächst nur auf der Bank sitzen. „Sie ist nur für den Pokal spielberechtigt, aber ihr fehlt natürlich die Spielpraxis, so dass ein Einsatz von Beginn an nicht ganz unproblematisch sein kann“, unterstreicht Clausen, der auf Stürmerin Gaitana Lippert (Urlaub) und Svenja Fritz (verletzt) verzichten muss. Nicht mehr im Kader befinden sich Larissa Holland (kam vom HSV) und Caroline Klingen (von Duwo 08). Beide konnten sich nicht auf Anhieb durchsetzen und seien seit Wochen nicht mehr aufgetaucht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.10.2008

 

Sonntag, 19. Oktober 2008

Wattenscheid 09 – FFC Oldesloe 2:0 (1:0)

(2. Runde DFB-Pokal)

FFC Oldesloe muss in Runde zwei die Segel streichen

Oldesloer Fußballerinnen von Trainer Michael Clausen müssen sich im Zweitliga-Duell bei Wattenscheid 09 verdient mit 0:2 geschlagen geben

ssi. – Für die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe war in der zweiten Runde des DFB-Pokals Endstation. Mit 0:2 (0:1) musste sich das Team von Trainer Michael Clausen bei Wattenscheid 09 (2. Bundesliga, Süd) geschlagen geben. Die Niederlage war zwar verdient, wurmte Coach Clausen aber dennoch. Grund: Die Oldesloerinnen machten es den Gastgeberinnen in einigen Situationen etwas zu leicht. Beide Gegentreffer fielen in die Kategorie „vermeidbar“.

Die Gäste begannen zunächst gut, dominierten die Anfangsphase. Doch nach einer Viertelstunde ließ sich der FFC das Heft aus der Hand nehmen. Wattenscheid, mit der reiferen Spielanlage ausgestattet, erarbeitete sich durch robustes Auftreten ein Übergewicht und machte vor allem immer wieder über die Außenpositionen mächtig Dampf. Die logische Konsequenz waren Torchancen. Doch zwei Mal reagierte Oldesloes Keeperin Andrea Rehfeldt glänzend und verhinderte einen Rückstand ihrer Elf. In der 39. Minute gab die FFC-Torhüterin jedoch keine glückliche Figur ab. Beim Rauslaufen zögerte Rehfeldt einen Augenblick, entschied sich dann aber doch zu attackieren und wurde ausgeguckt, ein kluger Querpass und Sara Doorsoun brauchte das Leder nur noch zum 1:0 ins verwaiste FFC-Tor zu schieben. Doch auch die Gäste waren nicht chancenlos. Ein Distanzschuss von Kristin Engel klatschte auf die Querlatte und bei Kristina Kucharskis Versuch fehlten ebenfalls nur Zentimeter. „Trotzdem, Wattenscheid war das bessere Team und wir hätten durchaus höher zurückliegen können“, gestand Clausen, der mitansehen musste, wie der Gegner mit mächtig Power in die zweite Hälfte startete und in der 55. Minute durch einen abgefälschten Distanzschuss von Silke Tancyus das 2:0 nachlegte. „Bitter, denn das Gegentor geht nach einem Ballverlust im Mittelfeld auch auf unsere Kappe“, moserte der FFC-Trainer. Immerhin, in der Folge sah Clausen seine Elf mit dem Wattenscheid auf Augenhöhe. Doch Kristina Kucharski setzte das Leder knapp drüber, Stefanie Storms Schuss ging knapp vorbei und bei Bianca Naleppas Hammer aus der Distanz verhinderte die gegnerische Keeperin mit einer Glanzparade den Anschlusstreffer.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Wöhler, Mirja Herrmann, Wenzel, Koop – Runge (46. Hildebrandt), Schreiber (65. Bleser), Storm, Desirée Steinike –Engel (46. Naleppa), Kucharski.

Schiedsrichterin: Isabelle Herrmann.

Tore: 1:0 Doorsoun (39.), 2:0 Tancyus (55.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.10.2008

 

Freitag, 24. Oktober 2008

FFC Oldesloe ist heiß auf das Landesderby

Trainer Michael Clausen sieht seine Mannschaft als Außenseiter im Duell mit Holstein Kiel

ssi. – Legt man die Tabelle als objektives Bewertungskriterium zu Grunde, ist der FFC Oldesloe am Sonntag um 15 Uhr im Landesderby der 2. Bundesliga bei der KSV Holstein Kiel Favorit. Mit drei Punkten Vorsprung auf die Landeshauptstädterinnen nimmt der von Michael Clausen trainierte FFC den dritten Tabellenplatz ein. Dennoch schustert der Oldesloer Coach den Kielerinnen die Favoritenrolle zu: „Kiel hegt Ambitionen ganz oben mitzuspielen und hat deshalb seinen Kader vor der Saison qualitativ erheblich verstärkt. Für uns geht es indes nur um den Klassenerhalt“, unterstreicht Clausen. Von einer Spitzenmannschaft sei sein Team noch weit entfernt. „Da brauchen wir uns nur unser Trainingspensum anzuschauen. Wir trainieren drei Mal wöchentlich und zudem absolvieren die Mädels eine Einheit selbstständig. Die Top-Teams aus der Liga haben einen ganz anderen Trainingsumfang.“ Dass sich dies auch auf die fußballerische Qualität niederschlägt, ist für Clausen völlig normal: „Es ist eben ein Unterschied, ob man 50 oder 100 Flugbälle in der Woche schlägt.“

Trotzdem sieht Clausen seine Mannschaft in Kiel keineswegs chancenlos. „Wir wollen gewinnen. Um das zu schaffen, müssen wir, wie es sich in einem Derby gehört, leidenschaftlich und konzentriert zur Sache gehen.“ Dass ein „Außenseitersieg“ durchaus möglich ist, bewiesen die Oldesloerinnen in der Vergangenheit. Im ersten Zweitliga-Vergleich trennten sich beide Teams 1:1, das Rückspiel in Kiel gewannen die Clausen-Schützlinge 1:0. Außerdem steht Torjägerin Gaitana Lippert nach ihrem Italien-Urlaub wieder zur Verfügung. „Auf sie können wir nicht verzichten, sie ist eine Ausnahmespielerin, an der kein Weg vorbeiführt“, meint der FFC-Coach, der somit in Bestbesetzung antreten kann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.10.2008

 

27.10.2008 -Holstein Kiel - FFC Oldesloe 1:0 (1:0)
Kiel siegt im Schlammball-Derby

Pünktlich zum Nordderby in der 2. Bundesliga schickte das Wetter ein Regenband über Schleswig-Holstein. Der Platzqualität war dieser Umstand alles andere als zuträglich. Im Gegenteil: Zu dieser Saison waren Holsteins Frauen vom Stadion Waldwiese ins Kilia-Stadion umgezogen, doch diese Anlage hat ihre besten Zeiten auch schon Äonen hinter sich. Der Platz war ähnlich marode wie die Tribüne, und der Unterschied zwischen den Schweinesuhlen der Vorsaison und dieser Spielzeit war nicht zu erkennen. Die Voraussetzungen für das Derby waren also nicht optimal.

Kiels Coach Heinz Siebolds setzte auf ein 4-2-3-1-System. Vor Torhüterin Eva-Lotte Ravn verteidigten Christin Vogt, Lena Schrum, Svenja Wölki und Martina Pulkis. Die Doppelsechser besetzten Stephanie Güldenzoph und Rachel Pashley, davor eine offensive Dreierreihe mit Julia Weigel, Nina Jokuschies und Jana Leugers. Nicole Preiß war die einzige Spitze. Beim FFC Oldesloe fehlten Abwehrspielerin Svenja Fritz und Offensivkraft Bianca Naleppa. Trainer Michael Clausen vertraute auf das ein identisches System mit Torhüterin Andrea Rehfeldt, der Viererkette Franziska Koop, Claudia Wenzel, Mirja Herrmann und Johanna Wöhler, sowie den Doppelsechsern Stefanie Storm und Sarah Schreiber. Im offensiven Mittelfeld sollten Desirée Steinike, Kristina Kucharski und Joy Grube die einzige Spitze Gaitana Lippert unterstützen. Aber es war nicht nur das Nordderby, es war auch das Spiel der früheren HSVerinnen. Kiel hatte mit den Neuzugängen Leugers und Weigel, sowie mit Güldenzoph drei frühere Hamburgerinnen aufgeboten, und auch der FFC Oldesloe brachte drei einstmalige Hanseatinnen mit: Neben der jungen Grube auch Wenzel und Herrmann, die im Pokalfinale 2002 in Berlin die Innenverteidigung bildeten und gegen Frankfurt 0:5 unterlegen waren. Man kannte sich also.

Von Beginn an merkte man, wie beide Teams mit dem rutschigen, matschigen Untergrund zurecht kamen: Die Gäste aus Stormarn schlitterten über den Rasen, während das Team aus der Landeshauptstadt standfester war, folglich auch schneller und ballsicherer auftrat. Die erste Chance hatten dann auch die Gastgeber nach vier Minuten, als Güldenzoph nach Ablage von Jokuschies aus 20 Metern den Kasten der Gäste knapp verfehlte. Die nächste Chance nach sechs Minuten. Herrmann verlor ein Duell mit Pashley. Deren Steilpass erreichte Jokuschies, die sich das Leder an Storm vorbeizulegen versuchte. Deren Grätsche wurde ein Opfer des Spielfeldes, und so spitzelte sie die Kugel an ihrer herausgeeilten und ebenfalls wegrutschenden Torhüterin vorbei aufs eigene Tor. Das Spielgerät kullerte allerdings nur an den Pfosten, was Jokuschies aber erfasste, und so drückte es die frühere U19-Nationalspielerin aus 50 Zentimetern zum 1:0 über die Linie. Für Kiel hatte sich der Umzug ins neue Stadion vorerst also gelohnt.

Oldesloe reagierte - beinahe überhaupt nicht. Sie kämpften mehr mit dem Stand als mit dem Gegner. Zumindest schafften sie es, gefährlichere Situationen vorerst zu vermeiden. Bei Kiel ging viel über Leugers auf dem rechten Flügel, die Aktionen allerdings waren meist unglücklich. Aber Holstein war besser. Nach 20 Minuten passte Güldenzoph auf Leugers. Wenzel war mit dem Arm dran und nahm den Zug aus dem Zuspiel, das dennoch ankam. Der nachfolgende Schuss ging weit links daneben. Die Gastgeberinnen waren zweikampfstärker, hatten aber auch Pech mit der Schiedsrichterin. Als Leugers in der 27. Minute im Zweikampf mit Steinike zu Fall kam, blieb der Elfmeterpfiff aus. Die Szene passte zum Spiel der Stormarnerinnen. Beim Tabellendritten aus Bad Oldesloe ging nichts zusammen: Die Flügel waren lahm, in der Mitte alles dicht, dazu das Schuhwerk. Früh war klar, dass Oldesloe für einen Treffer Glück brauchen würde, denn spielerisch konnten noch am ehesten die Störche überzeugen. Die suchten nun mehr Räume aus Kontern. Trotzdem waren sie gefährlicher. Leugers flankte nach einer abgewehrten Ecke erneut von rechts, und Preiß schädelte weit links daneben. Immerhin hatten sie Möglichkeiten. So musste Rehfeldt nach 38 Minuten nach Lupfer von Güldenzoph vor Leugers retten.

Aber die Gastgeberinnen vergaben auch gute Chancen kläglich. Leugers setzte sich rechts gegen Herrmann durch, und den Rückpass vor den Strafraum drosch Jokuschies freistehend in Rücklage deutlich drüber (41.). Dann verfehlte ein Weigel-Schuss den Kasten um einige Meter (44.). Zum Abschluss der Halbzeit verpasste Jokuschies einen Steilpass von Pashley aus der Zentrale, und Leugers rutschte bei ihrem Schussversuch aus 14 Metern aus, so dass der Ball den rechten Pfosten um zwei Meter verfehlte.

Es war ein richtiges "Scheißspiel". Kiel tat mehr, wirkte in den Aktionen sicherer. Die Oldesloerinnen brauchten für ihre Angriffe zu lange, ließen sich schnell stören. Dazu standen sie häufig schlecht gestaffelt und kamen im Spiel nach vorn höchstens bis zum Sechzehner. Bei Holstein lief der Ball dadurch so gut, wie es die erbärmlichen Platzverhältnisse zuließen. Mit mehr Genauigkeit im Abspiel hätten sie zu diesem Zeitpunkt längst höher führen müssen. Das einzige Tor passte aber ins Gesamtbild.

Zur zweiten Hälfte nahm FFC-Coach Clausen Joy Grube raus und brachte mit Kristin Engel eine neue Mittelfeldspielerin herein. Zunächst kam der FFC auch zum Strafraum. Wenzel bediente Lippert steil, die im Strafraum halbrechts erfolgreich abgedrängt wurde. Dennoch gelang der Torjägerin ein Pass vor den Strafraum, wo Kucharski die heranrauschende Koop irritierte, so dass die mehr oder weniger am Ball vorbei schlug (49.). Auf der Gegenseite blockte Weigel einen Befreiungsversuch von Wöhler und bediente dann Leugers, deren Linksschuss sich links am Kasten vorbei drehte. Das Spiel wurde immer zerfahrener, woran auch Schiedsrichterin Trenkner ihren Anteil hatte, als sie mehrfach über Fouls hinwegsah. Oldesloes Torfrau Rehfeldt konnte sich dann in der 61. Minute erstmals richtig auszeichnen: Nach Zuspiel von Weigel zog Preiß kurz in die Mitte und versuchte es mit einem Flachschuss aus 17 Metern aufs kurze Eck. Rehfeldt tauchte in die bedrohte Ecke und bog den Ball mit einer schönen Parade um den Pfosten. Eine Minute später wischte sie einen hohen Ball von Leugers aus spitzestem Winkel am Kasten vorbei und vereitelte eine Tormöglichkeit für Weigel.

Holstein Kiel war dem 2:0 auch weiter näher als Oldesloe dem Ausgleich. Rehfeldt hielt einen Jokuschies-Schuss aus 20 Metern, nachdem die sich problemlos gegen Herrmann durchgesetzt hatte. Und wieder nur eine Minute darauf brachte Leugers eine Flanke hoch in den Strafraum,

Jokuschies verpasste, und davon war Preiß so überrascht, dass es ihr nicht gelang, das Leder aus drei Metern mit dem Bauch über die Torlinie zu drücken. Oldesloes Trainer zog den zweiten Joker, brachte Sandra Runge für Stefanie Storm und in der 71. Minute mit der letzten Auswechslung auch Jaqueline Bleser für Kristina Kucharski. Zwar rückte sein Team in der zweiten Hälfte kompakter aus der Defensive, band aber Lippert so oft in den Spielaufbau ein, dass sie vorn völlig harmlos blieb und meistens fehlte. Die nachlassenden Spielbedingungen taten ihr Übriges.

Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Stormarnerinnen aber tatsächlich ihre erste echte Torchance. Wenzel wollte aus 30 Metern abziehen, wurde aber am Strafraum von Güldenzoph geblockt. Die legte damit den Ball jedoch vor die Füße von Schreiber. Der Hammer landete direkt in den Armen vorn Kiels Schlussfrau Ravn, die einen nass-kalten, aber ruhigen Nachmittag erlebte. Und jetzt schienen die Gäste endlich aufzuwachen, endlich engagierter und zielstrebiger. Nach Querpass von Lippert dribbelte Bleser mit Tempo an einer Gegenspielerin vorbei und wurde an der Strafraumlinie zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Trenkner entschied nur auf Freistoß. Wenzel trat mit links an und jagte den Ball knapp links drüber (77.). Kiel nahm dann den einzigen Wechsel vor. Für Leugers kam Christina Krause herein. Sie ging in die Spitze, Preiß wechselte auf die Leugers-Position.

Das Oldesloer Strohfeuer verlosch so schnell, wie es aufgeflammt war. Der sapschige Acker versaute beiden die Aktionen, teilweise trafen die Spielerinnen beider Teams kaum den Ball. Von Spielzügen war nix mehr zu sehen. Oder kaum. Jokuschies' Pass in die Gasse kam zu Krause. Die wurde von Wöhler an der Strafraumgrenze gezupft, und wieder entschied Trenkner nur auf Freistoß. Güldenzoph trat an und das Leder aus 16 Metern halblinks drüber (85.). Kiel war unfähig, das entscheidende Tor zu machen, und der inzwischen kraftlose FFC brachte den Ball nicht mal mehr konstruktiv in die gegnerische Hälfte. Die letzte Szene war ein rüdes Foul von Schrum gegen Lippert, für das die Kielerin mit Gelb noch gut bedient war.

Der 1:0-Sieg ging vollauf in Ordnung, wie auch Oldesloes Trainer Clausen nach dem Spiel attestieren musste. Von zwei matschgeplagten Teams war Kiel das bessere. Am meisten spielte der Zufall mit. Holstein liegt durch den Dreier auf Rang 5, direkt vor dem von Platz drei auf sechs abgerutschten FFC Oldesloe. Am kommenden Wochenende fahren die Störchinnen dann zum nächsten Nordderby nach Hamburg.

KSV Holstein Kiel:
Ravn - Vogt, Schrum, Wölki, Pulkis - Güldenzoph, Pashley - Weigel, Jokuschies, Leugers (82. Krause) - Preiß

FFC Oldesloe:
Rehfeldt - Koop, Wenzel, Herrmann, Wöhler - Storm (69. Runge), Schreiber - Des. Steinike, Kucharski (71. Bleser), Grube (46. Engel) - Lippert

Tor:
1:0 Jokuschies (6.)

 

Sonntag, 26. Oktober 2008

Holstein Kiel – FFC Oldesloe 1:0 (1:0)

(7. Punktspiel)

FFC Oldesloe verliert im Landesderby

0:1-Niederlage der Clausen-Elf gegen Holstein Kiel

ssi. – Die bisherige Bilanz konnte sich sehen lassen: In zwei Duellen mit der KSV Holstein Kiel in der 2. Bundesliga ist der FFC Oldesloe bisher noch nicht als Verlierer vom Platz gegangen. Erst im dritten Anlauf konnten die Kielerinnen den FFC bezwingen. Mit 0:1 (0:1) mussten sich die Oldesloerinnen in einer von viel Kampf geprägten Partie geschlagen geben. „Der Erfolg der KSV geht völlig in Ordnung. Wir haben heute kaum Gefahr ausgestrahlt und konnten uns vor allem in den Zweikämpfen nur selten durchsetzen“, so der enttäuschte FFC-Coach Michael Clausen.

Holstein machte über weite Strecken das Spiel und agierte aus der sattelfesten Abwehr heraus. Im Mittelfeld kurbelten Rachel Pashley und Nina Jokuschies mit der an diesem Tag nötigen Aggressivität das Kieler Spiel an und trieben das Leder schnell in Richtung des Oldesloer Gehäuses, in dem sich Torhüterin Andrea Rehfeldt Bestnoten verdiente. Die Gäste erspielten sich lediglich eine Chance, die Gaitana Lippert jedoch in der 63. Minute vergab. Die Kielerinnen indes tauchten ein ums andere Mal vor dem FFC-Kasten auf, bissen sich aber immer wieder an Andrea Rehfeldt die Zähne aus. Nur bei Nina Jokuschies Schuss in der 6. Minute war der Youngster machtlos.

Holstein Kiel: Ravn – Vogt, Schrum, Wölki, Pulkis – Leugers (82. Krause), Güldenzoph, Pashley, Weigel – Jokuschies – Preiss.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Wöhler, Mirja Herrmann, Wenzel, Koop – Desirée Steinike, Storm (65. Runge), Schreiber, Grube – Kucharski (68. Bleser), Lippert.

Schiedsrichterin: Kim-Jana Trenkner, Winsen.

Zuschauer: 200 (davon 69 zahlende).

Tor: 1:0 Jokuschies (6.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.10.2008

 

Freitag, 31. Oktober 2008

Clausen hofft auf mehr Leidenschaft

FFC Oldesloe empfängt Turbine Potsdam II

ssi. – Die 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende im Landesderby der 2. Bundesliga gegen Holstein Kiel nahm Michael Clausen gelassen hin: „Das war sicherlich keine gute Leistung von uns. Ich bin mir aber sicher, dass wir am Sonntag im Heimspiel gegen Turbine Potsdam II anders auftreten werden“, gibt sich der Trainer des FFC Oldesloe optimistisch. Gegen Holstein könne man durchaus verlieren, die Mannschaft habe eine hohe spielerische Qualität. Geärgert hatte sich Clausen lediglich über die Anfangsphase. „In der ersten Viertelstunde waren wir zu passiv, nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen und haben dem Gegner das Feld überlassen. Holstein hat das ausgenutzt und in dieser Phase den Siegtreffer erzielt.“

Leidenschaftslosigkeit und schwaches Zweikampfverhalten darf sich der FFC am Sonntag gegen den Tabellenzweiten nicht leisten, sonst könnte es ein böses Erwachen geben. Denn die Bundesliga-Reserve gehört zu den spielstärksten Teams und ist Top-Favorit auf die Meisterschaft. Erstmals in einem Ligaspiel zum Einsatz kommen könnte die bislang gesperrte Verena Hildebrandt (kam vom ASV Bergedorf). „Sie ist eine Alternative für die zentrale Position in der Viererkette“, meint Clausen. Dann könnte Routinier Claudia Wenzel ins Mittelfeld vorrücken. „Das dürfte wahrscheinlich unser Offensivspiel beleben. Claudia würde dort sicherlich Akzente setzen können“, so der Coach, der erneut berufsbedingt auf Bianca Naleppa verzichten muss.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.10.2008

 

Sonntag, 2. November 2008

FFC Oldesloe – FFC Turbine Potsdam II 2:0 (1:0)

(8. Punktspiel)

FFC Oldesloe zwingt Potsdam II in die Knie

Clausen-Elf gewinnt 2:0

boe. – Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe setzten in der 2. Bundesliga ein dickes Achtungszeichen. Mit einem überraschenden 2:0-Sieg brachte die Elf von FFC-Trainer Michael Clausen den Kickerinnen von Turbine Potsdam II die erste Saisonniederlage und machte damit die 0:1-Pleite vom vergangenen Wochenende gegen Holstein Kiel wieder gut. Mit 15 Zählern auf dem Konto stehen die Clausen-Schützlinge nach dem Erfolg auf dem dritten Tabellenplatz und haben nur vier Punkte Rückstand auf Potsdam.

„Die Mannschaft kann stolz auf sich sein. Das war eine Riesenleistung“, freute sich der FFC-Coach. Seinen Spielerinnen gelang es, die Räume im Mittelfeld eng zu machen und das gegnerische Offensivspiel somit bereits im Ansatz zu unterbinden. „Potsdam hat nicht eine einzige Torchance gehabt“, konstatierte Clausen. Seine Mannschaft hingegen kam immer wieder zu guten Möglichkeiten. Eine davon nutzte Kristina Kucharski in der 40. Minute zur 1:0-Führung.

Auch in der zweiten Hälfte bekamen die 142 Zuschauer ein intensives und schnelles Spiel geboten, in dem die Gastgeberinnen den Gegner jeder Zeit im Griff hatten. In der 59. Minute war es die zweite Oldesloer Stürmerin, Gaitana Lippert, die mit dem 2:0 alle Hoffnungen der Gäste auf einen Punktgewinn zunichte machte.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Koop, Wenzel (71. Schreiber), Mirja Herrmann, Wöhler, Hildebrandt – Desirée Steinike, Storm, Kucharski (82. Runge), Grube – Lippert (90. Bleser).

Schiedsrichterin: Sinem Turac, Berlin.

Tore: 1:0 Kucharski (4.), 2:0 Lippert (59.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.11.2008

 

Donnerstag, 13. November 2008

FFC Oldesloe will Titel verteidigen

Am Sonntag, 1. Februar, wird die fünfte Hallenlandesmeisterschaft des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes im Frauenfußball ausgetragen. Für die Meisterschaft, die in der Lübecker Hansehalle ausgetragen wird, haben sich bisher als klassenhöchste Mannschaften des Landes die KSV Holstein Kiel, Titelverteidiger FFC Oldesloe (beide 2. Bundesliga) und der TSV Nahe als Regionalligist qualifiziert. Komplettiert wird das Turnier durch die fünf besten Schleswig-Holstein-Ligisten. Stichtag ist mit Beendigung des 11. Spieltages der 7. Dezember. Die Reserve des FFC Oldesloe wird nicht mit von der Partie sein, weil die Regularien eine Teilnahme von zweiten Mannschaften nicht gestattet. Vor den Frauen wird in der Zeit von 10 bis 12.30 Uhr die Hallenlandesmeisterschaft der B-Juniorinnen ausgetragen. Für diesen Wettbewerb qualifizieren sich die ersten fünf Teams der SH-Liga nach Beendigung des 9. Spieltages am 22.November 2008.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.11.2008

 

Freitag, 14. November 2008

FFC will an die Leistung gegen Turbine Potsdam II anknüpfen

Nach dem 2:0-Erfolg gegen die Brandenburgerinnen heißt der nächste Gegner der Oldesloer Fußballerinnen Mellendorf

boe. – Gegen den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga, Turbine Potsdam, feierten die Kickerinnen des FFC Oldesloe am vergangenen Spieltag einen 2:0-Sieg. Spätestens mit diesem Spiel haben die Akteure von FFC-Trainer Michael Clausen bewiesen, dass sie durchaus mit den Spitzenteams der Liga mithalten können. Mit dem derzeit dritten Platz ist man in Oldesloe durchaus zufrieden. „Wir wollen uns einen Platz im Mittelfeld sichern und ab und zu die Großen etwas ärgern“, meinte FFC-Co-Trainer André Polchow.

In der bevorstehenden Partie geht es für die Oldesloerinnen gegen den Tabellenelften Mellendorfer TV. Bei dem Verein läuft es derzeit alles andere als rund. Karlheinz Harde hat daher vor kurzem gegen den Willen seiner Spielerinnen das Handtuch geworfen und das Traineramt an den ehemaligen Co-Trainer Harald Seybusch abgetreten.

Dennoch ist sich Michael Clausen sicher: „Das wird eine harte Nuss. Von der Einzelspielerleistung sind die Mellendorferinnen besser, als sie zurzeit dastehen.“ Noch im letzten Jahr waren die FFC-Spielerinnen gegen die Niedersächsinnen aus dem DFB-Pokal geflogen. „Da waren wir einfach zu nachlässig“, erinnert sich der Trainer. Doch er weiß auch, dass die zweikampfstarken Mellendorferinnen in der Defensive anfällig sind. Und neben Gaitana Lippert hat sich Kristina Kucharski zu einem echten Torgaranten für die Oldesloerinnen etabliert.

„Wir wollen auf jeden Fall drei Punkte und wenn wir an die Laufbereitschaft und das Engagement von der Partie gegen Potsdam anknüpfen wird uns das auch gelingen“, gibt sich Clausen optimistisch, mit seiner Mannschaft, die nächsten Punkte zu sammeln.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.11.2008

 

Sonntag, 16. November 2008

Mellendorfer TV – FFC Oldesloe 1:2 (1:0)

(9. Punktspiel)

Schwach gespielt, aber trotzdem gewonnen

Mit einem 2:1-Sieg beim Mellendorfer TV haben die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe ihren dritten Tabellenplatz gefestigt. Spielerin des Tages war Desirée Steinike, die beide Tore erzielte.

ssi. – Es kommt nicht oft vor, dass Michael Clausen laut werden muss, um seine Mannschaft aufzuwecken. Gegen den Mellendorfer TV, Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga, war es allerdings erforderlich, dass der Trainer des FFC Oldesloe ein paar derbe Vokabeln bemühte und in der Halbzeitpause deutlich seine Stimme hob. „Unsere Leistung im ersten Durchgang war das schlechteste, was ich im bisherigen Saisonverlauf gesehen habe“, begründete der Trainer. Die harsche Kritik verfehlte ihre Wirkung nicht. Den 0:1-Pausenrückstand drehte Desirée Steinike mit zwei Treffern im zweiten Durchgang noch in einen 2:1-Sieg um.

Es war keine Glanzleistung, die der FFC Oldesloe beim Tabellenschlusslicht ablieferte. Vor allem im ersten Durchgang konnten die Gäste zu keinem Zeitpunkt ihr eigentliches Potenzial abrufen und kamen einfach nicht in Tritt. „Wir waren zu weit von den Gegenspielerinnen weg, haben nach vorne kaum gelungene Aktionen gehabt und es so nicht geschafft, den Gegner frühzeitig unter Druck zu setzen“, bemängelte der FFC-Trainer, dessen Elf durch Navarro in der 8. Minute bereits ins Hintertreffen geriet. Zwar ließen die Oldesloerinnen im weiteren Verlauf keine weiteren Chancen der Gastgeberinnen zu, tauchten selbst aber auch nur einmal gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf. Der Distanzschuss von Stefanie Storm (28.) verfehlte jedoch das Ziel.

„Wir waren viel zu harmlos, um die Mellendorfer Abwehr in Verlegenheit zu bringen“, moserte Clausen. Das änderte sich erst im zweiten Durchgang, nach einem gehörigen Donnerwetter in der Kabine und einer Reihe von Umstellungen. Die wohl wichtigste Änderung war Kristina Kucharski gegen Spielmacherin Kristin Engel auszutauschen und für die bislang glücklose Angreiferin Desirée Steinike von der Außenbahn ins Sturmzentrum zu beordern. Fortan agierte der FFC nicht nur druckvoller nach vorne, sondern erspielten sich auch gute Torchancen. Zwei davon nutzte Allrounderin Steinike (48. und 84.), um ihre Farben doch auf die Siegerstraße zu bringen. „In der vergangenen Spielzeit hätten wir diese Partie wohl verloren, mittlerweile sind wir aber in der Lage, den Schalter umzulegen. Selbst wenn es nicht läuft, nehmen wir noch drei Punkte mit“, freute sich Michael Clausen und wirkte wieder ruhig und ausgeglichen.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Wöhler, Mirja Herrmann, Hildebrandt, Koop (46. Schreiber) – Grube (78. Runge), Wenzel, Storm, Desirée Steinike – Kucharski (46. Engel), Lippert.

Schiedsrichterin: Julia Heuschkel, Zeulenroda.

Tore: 1:0 Navarro (8.), 1:1 Desirée Steinike (48.), 1:2 Desirée Steinike (84.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.11.2008

 

Freitag, 28. November 2008

Clausen will nicht mauern

ssi. – Als Tabellendritter der 2. Bundesliga hält der FFC Oldesloe nicht nur mit der Spitzengruppe Schritt, sondern hat sich auch ein gehöriges Polster zu den Abstiegsrängen verschafft. 18 Punkte ziert das Konto der Oldesloerinnen, elf Zähler beträgt der Vorsprung auf den drittletzten Tabellenplatz. So hegt Trainer Michael Clausen berechtigt die Hoffnung, dass seine Mannschaft frühzeitig den Ligaverbleib sichert. „Noch zwei Siege und wir haben den Klassenerhalt vor Weihnachten perfekt gemacht“, glaubt Clausen fest daran, dass 24 Zähler reichen. Doch die kommenden Aufgaben sind alles andere als leicht. Am Sonntag tritt der FFC um 11 Uhr bei der SG Lütgendortmund (8., 10 Punkte) an, die sich nach einem holperigen Saisonstart mittlerweile gefangen hat. Eine Woche später ist der Hamburger SV II (5.) in Oldesloe zu Gast. „Gegen Lütgendortmund wollen wir natürlich gewinnen, aber leicht wird das nicht. Die SG hat viele erfahrene Spielerinnen aus Wattenscheid verpflichtet“, weiß Clausen, den einige Personalsorgen plagen. Gaitana Lippert, Sarah Schreiber und Mirja Herrmann drohen mit einer Grippe auszufallen. Der Coach nimmt es gelassen: „Selbst wenn wir ohne die drei auskommen müssen, wir haben schon ganz andere Situationen überstanden, sonst hätten wir bestimmt nicht schon 18 Punkte eingefahren. Egal mit welchem Personal, wir werden nichts unversucht lassen, die Punkte mitzunehmen.“ Der Trainer wird daher weiter an einer offensiven Ausrichtung mit zwei Angreiferinnen festhalten. „Ich halte nichts davon, sich hinten reinzustellen. Wir wollen selbst Tore zu erzielen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.11.2008

 

Sonntag, 30. November 2008

SG Lütgendortmund – FFC Oldesloe 2:1 (1:1)

(10. Punktspiel)

FFC Oldesloe gerät in der Schlussphase auf die Verliererstraße

Clausen-Schützlinge kassieren gegen die SG Lütgendortmund nach Wenzels 1:0-Führung noch eine 1:2-Niederlage

ssi. – Die 1:2 (1:1)-Pleite in der 2. Bundesliga bei der SG Lütgendortmund (8.) tat dem FFC Oldesloe (4.) nach Aussage von Michael Clausen zwar nicht weh, „dennoch war sie unnötig“, meinte der Oldesloer Trainer, der sich bereits mit einem Unentschieden abgefunden hatte, als seine Elf doch noch auf die Verliererstraße geriet. „Lütgendortmund war keineswegs ein starker Gegner, aber wir haben einige Spielerinnen in unseren Reihen gehabt, die nicht ihr eigentliches Potenzial abgerufen haben. Außerdem haben wir uns zwei individuelle Fehler geleistet, die der Gegner bestraft hat“, analysierte Clausen den Auswärtsauftritt seiner Elf.

Nach ausgeglichenem Beginn erarbeiteten sich die Gastgeberinnen zunächst ein leichtes optisches Übergewicht, ohne sich jedoch aus dem Spiel heraus zwingende Chancen zu erspielen. „Bei drei Eckbällen hatten wir allerdings Glück, dass Lena Schütt nicht zum 1:0 getroffen hat“, gestand Clausen, dessen Elf aus dem Nichts heraus plötzlich die Führung vorlegte. In der 33. Minute traf Claudia Wenzel nach einem Freistoß von Mirja Herrmann per Kopf zum 0:1.

In der Folge hatten die FFC-Kickerinnen die Partie im Griff, bis sich Verena Hildebrandt einen Aussetzer leistete und den Ausgleich von Sabrina Kleifges (44.) begünstigte.

Nach der Pause erarbeiteten sich die Oldesloerinnen mehr Spielanteile. Torgefahr aber strahlte die FFC-Offensive kaum einmal aus. Nur einmal hatte Michael Clausen den Torjubel auf den Lippen. Doch Kristina Kucharski verfehlte nach einem Eckstoß das Leder im Fünfmeterraum denkbar knapp. So hatte sich der Oldesloer Trainer bereits mit einem Unentschieden angefreundet, als zwei Minuten vor Ultimo ein überflüssiger Ballverlust im Mittelfeld dazu führte, dass Nora Kirstein einen Konter mit dem Treffer zum 2:1-Endstand abschloss. „Ärgerlich, wir hatten ja praktisch schon einen Punkt im Sack und legen dann den zweiten Gegentreffer noch selbst auf“, ärgerte sich Clausen, dass seine Elf leichtfertig noch ein Unentschieden verspielte.

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Wöhler, Mirja Herrmann, Hildebrandt (46. Lippert), Koop – Grube (46. Engel), Wenzel, Storm, Desirée Steinike – Kucharski (78. Bleser), Runge.

Schiedsrichterin: Sabine Stadler, Fulda.

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Wenzel (33.), 1:1 Kleifges (44.), 1:2 Kirstein (88.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.12.2008

 

Freitag, 5. Dezember 2008

FFC-Fußballerinnen vor Wiedergutmachung

In der 2. Bundesliga treffen die Oldesloerinnen mit dem Hamburger SV II auf alte Bekannte

boe. – Die Reservemannschaft des Hamburger SV ist den Oldesloerinnen nicht unbekannt. Gemeinsam haben beide Vereine lange Zeit den Liga-Alltag in der Regionalliga bestritten. Seit der vergangenen Saison spielen beide Clubs in der 2. Bundesliga und treffen am Sonntag (14 Uhr) in Oldesloe im Nachbarschaftsduell aufeinander. Die FFC-Kickerinnen nämlich stehen mit 18 Zählern einen Punkt vor dem HSV auf Rang vier.

Die Erinnerungen an die Partien der Vorsaison gegen den HSV II sind in Oldesloe keine guten. Beide Spiele konnten die Hamburgerinnen für sich entscheiden. FFC-Trainer Michael Clausen drängt daher auf Wiedergutmachung. „Wir haben auf jeden Fall etwas gutzumachen. Beide Niederlagen waren unnötig“, erinnert sich der Coach.

Die Niederlage der vergangenen Woche gegen Lütgendortmund, so Clausen, sei für die anstehende Partie nicht entscheidend. Insgesamt nämlich sieht der Trainer auf eine bislang sehr gute Hinrunde seiner Mannschaft zurück. „Bisher läuft bei uns alles sehr gut. Das wollen wir gegen Hamburg mit einem Dreier bestätigen“, kündigte Clausen an. Er kann in der Partie auch wieder auf die in der vergangenen Woche angeschlagenen Sarah Schreiber und Gaitana Lippert und somit auf den kompletten Kader zurückgreifen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.12.2008

 

Sonntag, 7. Dezember 2008

FFC Oldesloe – Hamburger SV II 0:2 (0:0)

(11. Punktspiel)

Michael Clausen: „Und täglich grüßt das Murmeltier.“

Fußballerinnen des FFC Oldesloe schaffen keine Revanche gegen Hamburger SV II

boe. – „Und täglich grüßt das Murmeltier“, spielte FFC-Trainer Michael Clausen auf die Hollywood-Komödie an, in der Tom Hanks ein und den selben Tag immer wieder erlebt. Denn auch die vergangenen drei Zweitliga-Duelle zwischen den Fußballerinnen aus Oldesloe und des Hamburger SV II wiesen deutliche Parallelen auf: Am Ende einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie triumphierte immer der HSV II. Dieses Mal unterlagen die Oldesloerinnen 0:2 (0:0).

Die Hamburgerinnen hatten mit Katrin Patzke, Catharina Schimpf und Vanessa Schröer gleich dreifache Verstärkung aus der ersten Mannschaft (1. Bundesliga). „Das darf aber keine Entschuldigung sein. Ein 0:0 wäre auch so möglich gewesen“, meint Clausen. Sein Team befand sich mit den Gästen in der ersten Halbzeit durchaus auf Augenhöhe. Zwar erspielten sich die Hamburgerinnen mehrere gute Chancen. Doch auch Kristina Kucharski und Desirée Steinike hatten das 1:0 auf dem Fuß.

Die Hansestädterinnen ließen ansonsten wenig zu und erhöhten 20 Minuten vor Schluss das Tempo. In der 76. Minute köpfte Johanna Borkowski nach einem Eckstoß zur HSV-Führung ein. Die Oldesloerinnen agierten nun offensiver, brachten sich aber selbst um den möglichen Ausgleich. Nach einem Ballverlust schloss Kathrin Patzke einen Konter zum 0:2-Endstand ab.

Nach der zweiten Niederlage in Folge geht der FFC als Tabellensechster in die Winterpause. „Jetzt stehen wir da, wo wir eigentlich hingehören“, beurteilte Clausen die Platzierung, „aber es wäre schöner gewesen, mit einem Sieg zu überwintern.“

FFC Oldesloe: Rehfeldt – Koop, Mirja Herrmann, Grube, Hildebrandt (79. Engel) – Desirée Steinike, Wöhler, Storm (71. Schreiber), Wenzel – Lippert, Kucharski (61. Runge).

Hamburger SV II: Weber – Borkowski, Bastin, Hamed, Knobloch, Lübcke – Schröer, Homp (74. Wolfgramm), Schimpf – Odzakovic (84. Marrocu), Patzke (89. Miotke).

Schiedsrichterin: Sandra Blumenthal, Pritzwalk.

Zuschauer: 198.

Tore: 0:1 Borkowski (76.), 0:2 Patzke (80.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.12.2008

 

Dienstag, 9. Dezember 2008

FFC will Titel verteidigen

Auch im Jahr 2009 veranstaltetet der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) wieder eine Hallenlandesmeisterschaft für Frauen. Im Rahmen der Auslosung für das Hallenmasters wurden auch für dieses Turnier, das am 1. Februar 2009 in der Lübecker Hansehalle stattfindet, die Gruppen ausgelost. Europameisterin und WM-Botschafterin Britta Carlson betätigte sich als Glücksfee. Dabei waren die beiden favorisierten Zweitligisten Holstein Kiel und Titelverteidiger FFC Oldesloe gesetzt. Heraus kamen ausgewogene Gruppen, obwohl in Gruppe B Regionalligist TSV Nahe mitmischt. In Gruppe A scheinen auf den ersten Blick die stärkeren der fünf Schleswig-Holstein-Ligisten vertreten zu sein.

  • Gruppe A: FFC Oldesloe, SV Neuenbrook/Rethwisch, FC Riepsdorf, TuRa Meldorf.
  • Gruppe B: Holstein Kiel, TSV Nahe, Ratzeburger SV, TV Grebin.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.12.2008

 

Dienstag, 23. Dezember 20008

FFC Oldesloe verzichtet auf Landesmeisterschaft

söb. – Die Hallenlandesmeisterschaften im Frauenfußball werden in diesem Winter ohne den Titelverteidiger FFC Oldesloe über die Bühne gehen. Der Tabellensechste der 2. Bundesliga Nord verzichtet auf die Teilnahme an den Titelkämpfen am 1. Februar in der Lübecker Hansehalle, sagte Trainer Michael Clausen. Grund sei die Terminkollision mit dem Winter-Cup, dem dreitägigen Hallenturnier des FFC.

Ursprünglich seien die Landesmeisterschaften erst Mitte Februar geplant gewesen, so Clausen. „Wir haben uns am Rahmenterminkalender orientiert und unseren Winter-Cup danach ausgerichtet. Es kann nicht sein, dass dann Mitte November plötzlich eine Mail mit einem neuen Termin kommt.“ Das seit Monaten in der Planung befindliche Oldesloer Hallenturnier, für das Zusagen von Turbine Potsdam, dem Hamburger SV, Union Berlin und Helsingborg DFF vorliegen, habe als wichtige Einnahmequelle des Klubs Vorrang. „Das ist Geld, das wir dringend brauchen“, sagte Clausen.

Beim Winter-Cup spielen die Oldesloerinnen zwar am 31. Januar, also einen Tag vor den Landesmeisterschaften. „Wir werden aber sicher nicht mit einem ausgelaugten Team nach Lübeck fahren, um hinterher in der Zeitung lesen zu müssen, dass wir uns blamiert haben“, so der Coach. Zudem seien die Spielerinnen am 1. Februar als Helfer in der Stormarnhalle eingeplant.

Unterdessen hat Marialiiza Kranz dem Trainer mitgeteilt, den Verein in der Winterpause verlassen zu wollen. Sie hatte sich bei den Oldesloerinnen zuletzt nicht mehr durchsetzen können und steht angeblich vor einem Wechsel zum Schleswig-Holstein-Rivalen Holstein Kiel, dem Tabellensiebten der 2. Bundesliga.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 23.12.2008

 

Montag, 29. Dezember 2008

Clausen: „Beim FFC muss sich finanziell und strukturell etwas tun“

Im Hinblick auf die Fußball WM der Frauen sollte der Zweitligist FFC Oldesloe laut Trainer Michael Clausen in Zukunft werbewirksamer genutzt werden

boe. – In Schleswig-Holstein gibt es zur Zeit mit dem VfB Lübeck und Holstein Kiel zwei Regionalligisten, von denen einer das Zeug hat, demnächst zumindest in die 3. Liga aufzusteigen. Stormarner Mannschaften sind im Herren-Fußball bis zur Verbandsliga nicht vertreten, wenngleich der SV Eichede und der VfL Oldesloe dazu in der Lage sind, bald eine Klasse höher anzutreten.

Für Michael Clausen, Trainer des FFC Oldesloe, ist dies jedenfalls genug Anlass, von einer fußballerisch strukturschwachen Region zu sprechen. Einen Lichtblick stellen hingegen seine Mädels da, die derweil die zweite Saison in der 2. Frauen-Bundesliga bestreiten. „Wir sind nicht gerade eine Fußball-Hochburg, wie der Westen“, sagt Clausen, „es muss daher auch ein Anliegen für die Stadt Bad Oldesloe sein, dass unsere Mannschaft in der Liga bleibt.“ Und der Klassenerhalt, der nach wie vor das Ziel der Oldesloerinnen ist, könnte auf lange Sicht ein hartes Stück Arbeit werden. Aufgrund der Frauen-Fußball WM, die 2011 in Deutschland stattfindet, hat der DFB bereits mobil gemacht, um den Sport auch im Damenbereich zu professionalisieren. Profivereine wurden aufgefordert, ihre Frauenabteilungen zu unterstützen, die A-Lizenz ist neuerdings für Trainer in den 2. Ligen Pflicht, in der 1. Frauen-Bundesliga werden zunehmend hauptamtliche Trainer eingestellt. Auch der FFC muss bei dieser Entwicklung mitziehen und hat vor zwei Monaten immerhin einen vierten Trainingstag eingeführt. „Einige Vereine trainieren aber jetzt schon siebenmal die Woche“, so Clausen.

In den kommenden Jahren werden in der 1. Frauen-Bundesliga nur noch Profivereine spielen, andere Mannschaften werden nach unten rücken und das Niveau der 2. Frauen-Bundesligen wird steigen. „Beim FFC muss sich finanziell und strukturell etwas tun“, fordert daher der Oldesloer Coach. „Die Stadt sollte von sich aus, oder mit uns zusammen Sponsoren an einen Tisch holen.“ Mit der anstehenden WM werden, vom DFB unterstützt, Frauenfußballspiele mehr und mehr in den Vordergrund rücken und im Fernsehen übertragen. „Wenn wir mit der Stadt und Unternehmen zusammenarbeiten, kann ein Synergieeffekt entstehen“, ist sich Clausen sicher. Denn Sponsoren und die Stadt Bad Oldesloe hätten so die Möglichkeit, überregional auf sich aufmerksam zu machen.

Im Ruhrgebiet ist dies bereits heute keine Zukunftsvision mehr. „Der FCR Duisburg wird von der Stadtsparkasse mit einem sechsstelligen Betrag gesponsert“, weiß Clausen. Seine Elf ist sportlich bereits auf einem guten Weg. „Der nächste Schritt“, so der FFC-Trainer „muss vom Vorstand kommen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.12.2008

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