FFC Oldesloe - Saison 2011 - 2012

2. Bundesliga Nord - Hinserie

 

23.12.2011
Pashley: Fußballerin aus Leidenschaft

26-jährige Neu-Oldesloerin ist Topfavoritin bei der Wahl zu Schleswig-Holsteins Fußballerin des Jahres 2011


Bad oldesloe. Bei der Wahl zu Schleswig-Holsteins Fußballerin des Jahres wird es 2011 eine neue Siegerin geben. Die quirlige Angreiferin des Zweitligisten FFC Oldesloe, Gaitana Lippert, Gewinnerin von 2008 und 2010, legt eine Schwangerschaftspause ein. Nina Jokuschies, Siegerin 2009, spielt längst beim Hamburger SV. Favoritin ist somit Rachel Pashley, die bei allen drei bisherigen Wahlen nur von den beiden erstgenannten überflügelt wurde. Die einsatzfreudige Defensivspielerin wechselte im Sommer nach dem Abstieg von Holstein Kiel aus der 2. Bundesliga zum Landesrivalen FFC Oldesloe, wo sie gleich wieder eine Führungsrolle einnahm und berechtigt auf die Nachfolge von Lippert hoffen darf.

ashley ist Fußballerin aus Leidenschaft, bringt es mittlerweile auf 125 Zweitligaspiele. Als Führungsspielerin hat sie dabei einen klaren Anspruch: immer gewinnen zu wollen und dabei an die Leistungsgrenze zu gehen. Erfolge sind zwar in dieser Saison bisher rar, doch damit weiß die 26-Jährige umzugehen. Mit Holstein Kiel steckte sie im vergangenen Jahr im Abstiegskampf, in dieser Saison nun mit dem FFC Oldesloe. "Natürlich hatten wir nicht erwartet, dass wir da so tief unten drin stecken. Einige müssen sich erst mal daran gewöhnen, was Abstiegskampf wirklich heißt", sagt die Engländerin, deren Eltern vor knapp 30 Jahren aus beruflichen Gründen nach Kiel kamen. Den Wechsel zum FFC bereut sie dennoch nicht. "Bei Holstein hat sich einiges verändert, ich hatte einfach Lust auf die neue Herausforderung, das hatte nicht nur mit dem Abstieg zu tun."

Dass allerdings auch beim Landesrivalen aus dem Kreis Stormarn nicht alles rund läuft, kommt nicht völlig überraschend. "Ein wenig Eingewöhnungszeit war wohl normal, schließlich war das Spiel des FFC in der Vergangenheit ganz auf Gaitana Lippert zugeschnitten, und die ist jetzt aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht mehr da." Jene Spielerin, die bei den drei vergangenen Wahlen jeweils einen Platz vor Pashley landete. "Natürlich wäre es schön, selbst mal ganz oben zu stehen", bekennt die gebürtige Kielerin. "Aber es rücken auch immer junge Talente nach." Selbst hat sie den Eindruck gewonnen: "Bei einem Zweitligisten Holstein wäre ich sicher die Favoritin. Jetzt in Lübeck (wo der FFC seine Heimspiele austrägt, Anm. d. Red.) muss ich mir vieles neu erarbeiten."

Eines jedoch ist gewiss: Pashley ist eines der Aushängeschilder in Sachen Frauenfußball im hohen Norden geworden - aufgrund ihrer Leistungen und ihres Jobs. Die tägliche Arbeit beinhaltet für die gelernte Veranstaltungskauffrau vor allem eines: Fußball. Seit 2008 ist sie beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband angestellt, für den Bereich Frauen- und Mädchenfußball zuständig. "Ich könnte mir keine andere Arbeit vorstellen. Das passt einfach optimal." Eines ist ihr allerdings wichtig. "Ich habe durch den Job bei der Wahl keinen Vorteil, das wird alles von mir fern gehalten", sagt sie. Auch vor den bisherigen Ehrungsveranstaltungen wusste sie nie, welchen Platz sie belegte.

Privat verbringt Pashley die wenige Freizeit vor allem mit Lebensgefährte Matthias Hummel. Der Abwehrspieler des SH-Ligisten ETSV Weiche Flensburg ist ebenfalls als Fußballer des Jahres nominiert, glaubt allerdings nicht an eine Chance auf den Titel und somit einen möglichen gemeinsamen Triumph. "Das Rennen werden bei den Männern wohl die nominierten Regionalligaspieler unter sich ausmachen", glaubt der 27-Jährige, der mit dem ETSV Weiche noch auf den Regionalliga-Aufstieg hofft. Pashley drückt bezüglich des anvisierten Sprungs in die Regionalliga die Daumen, weiß allerdings auch, dass dies weitere Entbehrungen mit sich bringen würde. "Dann hätten wir noch weniger Zeit füreinander." Diese Momente sind ohnehin rar gesät. "Es gibt Wochen, da haben wir bei unterschiedlichen Trainings- und Spieltagen gar keinen gemeinsamen Abend", erklärt die Defensiv-Allrounderin. Gegen die sportliche Chance würde sie aber nie votieren. "Ich habe es selbst ja auch so gehalten. So lange die Fitness da ist, möchte ich die Herausforderung annehmen." Und das gilt auch für den Mann an ihrer Seite. Am Ende würde ich es wahrscheinlich machen", sagt Hummel. "Den Ehrgeiz habe ich, und Spaß macht es auch." Beides ist für ihn auch wichtiger als die finanzielle Seite. "Natürlich ist es schön, wenn auch die Aufwandsentschädigung stimmt", gibt er zu. "Aber wenn ich keine Lust mehr spüren würde, spiele ich eben nur noch zum Spaß."

Das Geld - oder besser gesagt: das fehlende Geld - ist eine der Sachen, die ihm großen Respekt für den Frauenfußball abnötigt. "Ich hatte zu Beginn unserer Beziehung nicht die beste Meinung und schaue mir die Spiele auch heute vor allem deshalb an, weil meine Freundin mitspielt." Eines aber hat auch für den Männerfußball Vorbildcharakter. "Wenn ich sehe, wie viel Rachel investiert, ohne dafür einen Cent zu bekommen, aus reinem Idealismus - da könnten sich einige Männer etwas von abschneiden." In Bad Oldesloe gibt es nichts außer Erstattung der Benzinkosten. "Ich käme nie auf die Idee, Geld zu verlangen, weil ich es gar nicht anders gewöhnt bin", meint Pashley und unterstreicht damit einmal mehr, voll und ganz Fußballerin aus Leidenschaft zu sein.

 

19.12.2011
Eines der größten Talente im Land

Dynamisch und durchsetzungsstark: Oldesloerin Madeline Gieseler steht zur Wahl als Fußballerin des Jahres


Beerbt sie ihre Teamkollegin? Die vergangene Wahl gewann Gaitana Lippert: Sie wurde Fußballerin des Jahres 2010. Madeline Gieseler landete dabei auf Rang drei. In diesem Jahr geht sie als Mitfavoritin ins Rennen. Doch Gieseler vom FFC Oldesloe ist das scheinbar egal. Die 18-Jährige betont: "Ich würde mich freuen, wenn jemand aus unserem Team gewinnt." Dabei hat die Zweitliga-Fußballerin gar nicht sich im Sinn: "Claudia Wenzel hätte es verdient."

Verdient hätte Gieseler den Titel aber auch. "Wir wissen um ihr Potenzial. Sie ist eines der größten Talente, die wir in Schleswig-Holstein haben", sagt FFC-Trainer Michael Clausen über seine Fußballerin. In der vergangenen Saison blühte sie neben Lippert im Angriff des FFC auf, in dieser Saison ist sie nach der Schwangerschaft ihrer Sturmkollegin auf sich allein gestellt. Sicherlich einer der Gründe, warum die Rechtsfüßerin erst auf drei Saisontore kommt. Allerdings: Ihre Tore bringen Punkte. So traf sie doppelt beim 5:3 am zweiten Spieltag gegen Mellendorf und erzielte den goldenen Treffer zum 1:0-Erfolg gegen den FCR Duisburg II am 7. Spieltag.

Dass die Torquote nicht ganz auf dem Niveau liegt, das sich Gieseler selbst vorstellt, erklärt die Abiturientin aber auch damit, dass sie sich selbst zu sehr unter Druck setzt. "Es ist schwer, vorn allein zu spielen, und ich verkrampfe ein wenig, weil ich unbedingt Tore schießen möchte", verrät Gieseler. "Ihr fehlt noch ein wenig die Konstanz", erklärt ihr Coach Michael Clausen.

Dabei bringt die 18-Jährige alles mit, was eine erfolgreiche Stürmerin benötigt: Gieseler ist ballsicher, besitzt eine ungeheure Dynamik und Durchsetzungkraft und kann beinahe jeder Abwehrspielerin davon laufen. "An meinem Abwehrverhalten und meinem linken Fuß muss ich aber noch arbeiten", gesteht die 18-Jährige, die sich auf lange Sicht im Mittelfeld spielen sieht. "Das habe ich in dieser Saison schon ein paar Mal gemacht. Man hat auf dieser Position einfach mehr das Gefühl, am Spiel teilzunehmen", erklärt die Schülerin, die im kommenden Jahr ihr Abitur bestehen will - das ist eines der ganz großen Ziele. Neben dem Klassenerhalt mit dem FFC. Die Wahl zur Fußballerin des Jahres würde Gieseler sicherlich auch gern gewinnen - auch, wenn sie Teamkollegin Claudia Wenzel die Daumen drückt.


17.12.2011
Wenzel ist die Mutter des FFC Oldesloe

Die Nominierung für die Wahl zur Fußballerin des Jahres kam für sie überraschend. Außer, dass ich älter bin als die anderen Spielerinnen, leiste ich ja nichts Besonderes, sagt Claudia Wenzel - mehr als bescheiden. Ihr Trainer nämlich hat eine etwas andere Meinung von der Leistung der mittlerweile 41-jährigen Defensivspezialistin des FFC Oldesloe. Wer in dem Alter noch in der 2. Bundesliga spielen kann und unangefochtene Leistungsträgerin ist, hat die Nominierung verdient, sagt FFC-Coach Michael Clausen: Sie ist ein absolutes Vorbild vom Engagement und vom Charakter her. Sie ist die Mutter der Mannschaft. Sein Loblied reißt nicht ab: Claudia Wenzel ist eine unverzichtbare Größe in unserer Mannschaft. So kam Wenzel bisher in zehn der absolvierten zwölf Ligaspiele über die volle Spielzeit zum Einsatz, erzielte am ersten Spieltag beim 1:2 gegen Magdeburg ihren bisher einzigen Saisontreffer zum zwischenzeitlichen 1:1.

So viel Anerkennung ist der Mannschaftsführerin des FFC Oldesloe fast schon unangenehm. Fast reflexartig benennt die bescheidene Wenzel mehr Schwächen als Stärken. Ich kann nicht dribbeln, deshalb spiele ich den schnellen Ball. Und mein Selbstbewusstsein ist auch nicht so, wie es sein sollte. Ich dürfte gern etwas lauter sein auf dem Feld. Aber man will sich selbst ja auch nicht zu wichtig nehmen. Ihr Understatement ist dabei fehl am Platz. Denn Wenzels großes Plus ist ihre Vielseitigkeit. Ob im Mittelfeld oder in der Abwehrkette - selten enttäuscht die 41-Jährige, die nach eigener Aussage lieber im Mittelfeld die Fäden zieht. Ich fühle mich wohler, wenn ich viel laufen muss und nach dem Spiel kaputt bin, erklärt erklärt Oldesloe Nummer 17. Zugute kommen ihr dabei ihre Stärken: Das resolute Zweikampfverhalten ist in der Abwehr gefordert, im defensiven Mittelfeld überzeugt Wenzel mit ihrer Übersicht und ihrem genauen und schnellen Passspiel. Hinzu kommt die Routine.

Die wird auch gefragt sein, um ihr Team aus der aktuell schwierigen Lage zu manövrieren. Mit Tabellenplatz zehn, einem Abstiegsrang, liegt der FFC weit hinter den Erwartungen. Wir müssen Ruhe bewahren. Die Hinrunde war grottenschlecht. Wir haben immer noch nicht kapiert, warum, erklärt Wenzel, bei der plötzlich nicht mehr viel nach Undestatement klingt: Panik habe ich nicht. Es kann eigentlich nicht sein, dass wir uns mit diesem Team nicht da unten rauskämpfen. Am Ende landen wir auf Platz sieben. Eine selbstbewusste Einschätzung.

 

12.12.2011
VfB und FFC feiern gemeinsam

Es war eine Premiere. Die Kooperation zwischen dem VfB Lübeck und dem FFC Oldesloe ist eine knappes halbes Jahr alt. Erstmals feierten jetzt die Spieler des Fußball-Regionalligisten nicht nur gemeinsam mit der eigenen zweiten Mannschaft ihre Weihnachtsfeier, sondern hatten dazu auch die Fußballerinnen des Kooperationspartners FFC Oldesloe eingeladen. Auch die Trainer der Nachwuchs-Leistungsmannschaften feierten mit.

Insgesamt waren rund 160 Personen am Sonnabend in der Hansesatdt dabei. Nach der Rückkehr der Liga-Spieler aus Berlin wurde ab etwa 20.30 Uhr im Stadion an der Lohmühle gefeiert - auch wenn aus sportlicher Sicht eigentlich wenig Anlass dazu gab. Doch die wenig berauschende Vorrunde, die sowohl die Zweitliga-Fußballerinnen als auch die Regionalliga-Männer hinter sich gebracht hatten, war schon nach kurzer Zeit zumindest für einen Abend Nebensache.

Während die Frauen die Winterpause bereits erreicht haben, geht es für die Regionalliga-Kicker des VfB am kommenden Sonnabend noch auf die weiteste Reise der gesamten Saison: Zum Jahresabschluss müssen die Lübecker beim VFC Plauen antreten.

 

05.12.2011
FFC mit 0:4 in die Winterpause

Die Erkenntnis, die Trainer Michael Clausen nach dem 0:4 (0:0) seiner Zweitliga-Fußballerinnen im Kellerduell beim Magdeburger FFC gewonnen hatte, war nicht neu. Wir sind in der Offensive zu stumpf, die Bälle kommen nicht genau genug. Das Endergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg, analysierte Clausen. Die Oldesloerinnen überwintern auf einem Abstiegsplatz, mussten Magdeburg davonziehen lassen. Wie so häufig waren die Stormarnerinnen ebenbürtig, hatten in der ersten Hälfte sogar Vorteile, vergaben aber die wenigen Chancen, die sich boten. Dabei hatte die Clausen-Elf aber auch Glück, dass ein Foul von Verena Hildebrandt an einer Gegenspielerin im Strafraum nicht mit Elfmeter geahndet wurde (30.).

In der zweiten Halbzeit entschieden die Gastgeberinnen die Partie dann innerhalb von zehn Minuten für sich. Zunächst fühlte sich keine Oldesloerin für eine Hereingabe von Daniela Schubert zuständig, so dass der Ball durchlaufen konnte und neben dem langen Pfosten im Netz landete (50.). Die Gäste im kollektiven Schockzustand. Unmittelbar nach einem Freistoß Vanessa Hameds, der nur um Haaresbreite über das Lattenkreuz rauschte, war die Defensive der Stormarnerinnen zu unsortiert - Anne Bartke spazierte ungehindert zum 2:0 (56.). Die Gäste setzten nun alles auf eine Karte, Claudia Wenzel scheiterte am Pfosten (70.). Auf der Gegenseite konterten die Gastgeberinnen gefährlich. So erhöhte Schuster auf 3:0 (77.), ehe Stephanie Träbert den Endstand erzielte (80.).

Die letzten beiden Spiele waren mit 0:11 Toren vom Ergebnis her ernüchternd, sagte Clausen. Der Coach übte sich in Durchhalteparolen. Unsere Situation ist auch eine Chance, sagte der Coach: Die Mannschaft muss jetzt zusammenwachsen und bereit sein, immer hundert Prozent zu investieren. Clausen hat seinen Optimismus nicht verloren: Wir müssen an uns glauben. Ich glaube an das Team. Schließlich habe er beim 2:1-Sieg gegen den Tabellendritten Herford gesehen, wozu die Mannschaft in der Lage ist.

FFC Oldesloe: Weber, Wöhler, Hamed, Wenzel, Hildebrandt - Pajonk, Runge, Engel, Wolfgramm - Gieseler, Kucharski (66. Bühl).

 

28.11.2012 - Oldesloe gerät 0:7 unter die Räder

Mit einer gehörigen Portion Optimismus angereist, wie begossene Pudel den Heimweg angetreten: Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe hatten sich eine Woche nach dem überraschenden 2:1-Erfolg über den Herforder SV (4.) auch gegen Gütersloh 09 (2.) eine Außenseiterchance ausgerechnet. Doch die favorisierten Gastgeberinnen ließen sich nicht überrumpeln, machten stattdessen mit dem FFC kurzen Prozess und wiesen die abstiegsbedrohten Stormarnerinnen (10.) mit 7:0 (4:0) in die Schranken. Man kann natürlich gegen eine der besten Mannschaften dieser Liga verlieren - aber nicht in dieser Art und Weise, ärgerte sich FFC-Coach Clausen über den schwachen Auftritt seiner Elf.

Der Gegner sei zwar im Vergleich zu Herford deutlich stärker gewesen, aber die eigenen Leistung eben auch deutlich schwächer. Wir haben es nicht geschafft, Gütersloh die Spielfreude zu nehmen, weil uns die nötige Zweikampfhärte und Entschlossenheit gefehlt hat, wusste Clausen. Die technisch versierten Gastgeberinnen kombinierten sich so beinahe in einen Rausch, dominierten nach Belieben und hatten bereits zur Pause für die Entscheidung gesorgt.

In der Halbzeit habe ich der Mannschaft gesagt, dass es in den zweiten 45 Minuten eine Frage der Ehre ist und ich Schadensbegrenzung erwarte, so Clausen. Und in der Tat gelang es dem FFC im zweiten Abschnitt auch eine ganze Zeit lang dem Gegner Paroli zu bieten. Doch in der Schlussphase, als Gütersloh den fünften Treffer nachlegte, war der Widerstand erneut gebrochen. Die Abwehr und die Torhüterin sind vom Mittelfeld allein gelassen worden, nahm Clausen seine Hintermannschaft in Schutz. Der Auftritt habe insgesamt verdeutlich, auf wen sich der Coach verlassen kann, wer bereit ist, an die Schmerzgrenzen zu gehen. Von einigen Spielerinnen bin ich in dieser Hinsicht absolut enttäuscht und werde daraus meine Schlüsse ziehen, unterstrich der Coach. Großartige Aufarbeitung der Partie sei aus Trainersicht aber nicht erforderlich. Die Mannschaft hat sich nach Spielschluss intern zusammen gesetzt und sich mal die Meinung gegeigt. Ich hoffe, dass diese Aussprache dazu führt, dass wir am kommenden Wochenende gegen Magdeburg ein anderes Gesicht zeigen - die Mannschaft muss jetzt aus dem Kreuz kommen, so Clausen.

FFC Oldesloe: Weber - Wöhler, Lehmann (46. Wolfgramm), Hamed, Hildebrandt (46. Rüder), Wenzel, Pajonk, Weigel (46. K. Engel), Runge, Gieseler, Kucharski.


21.11.2011

Überraschungssieg des FFC

Der Bann ist gebrochen! Frauenfußball-Zweitligist FFC Oldesloe erkämpfte sich mit einem verdienten 2:1 (2:0)-Erfolg gegen den bis dahin unbesiegten Herforder SV den ersten Heimsieg im Buniamshofstadion. Die Mannschaft hat großartig gekämpft. Herausragend waren Torhüterin Jennifer Weber und Claudia Wenzel. Diesen Sieg gegen eine Mannschaft, die zuvor nur sechs Gegentore bekommen hatte, hat sich das Team mit seiner Aufwärtsentwicklung in den letzten Wochen hartnäckig erarbeitet, freute sich FFC-Trainer Michael Clausen riesig nach dem Abpfiff.

Im fünften Heimspiel der Saison wechselte der FFC aus Aberglauben erstmals die Trainerbänke. Das Urvertrauen in die eigene Stärke sollte zudem Berge versetzen. Coach Michael Clausen musste allerdings kurzfristig Abwehrspielerin Rachel Pashley (Blasenentzündung) ersetzen, für die ehemalige Kielerin rückte Spielführerin Claudia Wenzel in die Viererkette zurück. In der Startphase hatte der FFC zunächst zwei brenzlige Situationen zu überstehen: In der achten Minute rettete Torfrau Jennifer Weber gegen die freistehende Anna Laue, fünf Minuten später wehrte Weber einen Schuss von Lena Wermelt mit Bravour ab. In der 18. Minute gingen die Stormarnerinnen erstmals in dieser Saison seit dem 4. September 2011 (5:3 in Mellendorf) 1:0 in Führung. Den zweiten Eckball des Spiels durch Madeline Gieseler köpfte Denise Lehmann aus kurzer Distanz unhaltbar in die HSV-Maschen. Dieser Treffer wirkte befreiend auf das Team, Oldesloe war mit dem Bundesliga-Absteiger anschließend total auf Augenhöhe, wenn nicht sogar das stärkere Ensemble.



Und es kam noch besser: In der 44. Minute verwandelte Vanessa Hamed einen Freistoß aus halblinker Position zum nun verdienten 2:0-Pausenstand. Herford hatte zwar mehr Spielanteile, Oldesloe kämpfte dagegen mit Hartnäckigkeit und festem Willen. Hinzu kam, dass die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit bei gefährlichen Torszenen der Gäste fortwährend mit der Glücksgöttin Fortuna im Bunde standen und sich auf Jennifer Weber verlassen konnten.

Erst in der Nachspielzeit wurde Weber durch Urbas Anschlusstreffer, der zu spät kam, überwunden. Die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen sehr gut entwickelt und heute hat sie ihr Potenzial abgerufen. Ich bin mit der Vorstellung restlos zufrieden, lobte Clausen seine tapferen Kickerinnen, die mit der besten Saisonleistung für eine handfeste Überraschung gesorgt hatten.

FFC Oldesloe: Weber - Woehler (46. Engel), Hildebrandt, Wenzel, Pajonk - Hamed - Runge (58. Wolfgramm), Lehmann (71. Schacher), Weigel, Gieseler, Kucharski

22.11.2011 -FFC Oldesloe – Herforder SV 2:1 (2:0)
Heimspiel-Fluch besiegt

Die Ausgangslage schien klar zu sein: der Tabellenvorletzte empfing den Dritten, der zudem auch schon das Duell im DFB-Pokal mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Doch der gastgebende FFC Oldesloe, der seit dem Sommer mit dem VfB Lübeck kooperiert und seine Heimspiele auch in der Hansestadt austrägt, wurde in den letzten Spielen oft unter Wert geschlagen und ließ immer wieder äußerst unglücklich Punkte liegen. Nach bisher vier Heimniederlagen gab es nun den ersten Sieg im Buniamshof.

Dichter Nebel lag über Lübeck, es war zeitweise kaum möglich, von der Tribüne aus auf die gegenüberliegende Spielfeldseite zu sehen, aber das Spiel begann planmäßig. Ein Missverständnis zwischen Claudia Wenzel und Julia Weigel nutzte Anna Laue aus, sie ergatterte den Ball in Strafraumnähe, schoss aber Jennifer Weber im Oldesloer Tor an. Um bessere Sicht zu schaffen, wurde schon um 14:10 Uhr das Flutlicht eingeschaltet, es eignete sich aber kaum als Nebelscheinwerfer, und so konnte man nur schemenhaft einen Pass von Anna Laue in den Lauf von Lena Wermelt erkennen. Die suchte den Abschluss, scheiterte aber an Jennifer Weber. Nach einer guten Viertelstunde gab es Eckball für die Gastgeberinnen. Madeline Gieseler sah die alleingelassene Denise Lehmann, die mühelos zum 1:0 einköpfen konnte.

Danach lief das Spiel wieder in die andere Richtung, aber Anna Laue und Jacqueline Dünker scheiterten beim Abschluss. Bei einem Oldesloer Konter verschätzte sich die herauslaufende Sonja Speckmann ein bisschen, es kam erst außerhalb ihres Strafraums zum Duell mit Madeline Gieseler, aber die Herforder Torhüterin, die erneut den Vorzug vor Friederike Abt bekam, konnte zum Einwurf klären. Die nächste Ecke für die Gastgeberinnen wurde von Gieseler scharf vor das Tor geschossen, eine Herforder Spielerin musste auf der Linie retten. Die letzte Minute im ersten Durchgang lief bereits, als es einen Freistoß für Oldesloe gab. Vanessa Hamed trat an, schoss den Ball über die Mauer zum 2:0 und ließ Sonja Speckmann dabei keine Chance. Damit war die erste Halbzeit noch nicht beendet, es gab noch drei aufeinander folgende Ecken für den HSV, wobei die letzte von Lena Wermelt zum vermeintlichen Anschlusstreffer über die Linie gedrückt wurde. Schiedsrichterin Kim-Jana Trenkner gab dieses Tor jedoch nicht, weil Wermelt angeblich die Oldesloer Torhüterin gefoult haben soll, die aber nur mit einer Mitspielerin zusammengestoßen ist.

Nach der Pause spielte fast nur noch der Herforder SV, allerdings zunächst ohne sich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Auf den ersten Torschuss musste man bis zur 60. Minute warten. Es gab Freistoß für Herford, der Schuss von Friederike Schaaf wurde auf Christina Drewitz verlängert, die den Ball knapp über das Tor schoss. Jürgen Prüfer warf nun alles nach vorne, wechselte erst Giustina Ronzetti und dann Deniz Harbert und Jil Urbas ein, während die Gastgeberinnen vor dem eigenen Tor Beton anrührten und auf Konter lauerten. In dieser Phase des Spiels war es Jennifer Weber, die die drei Punkte in Schleswig-Holstein hielt. Die Oldesloer Torhüterin parierte gefährliche Schüsse von Anna Laue, Desirée Lenz, Lena Wermelt und Deniz Harbert. Gute zehn Minuten vor dem Abpfiff gab es einen vielversprechenden Eckball aber wieder hatte die Unparteiische ein zweifelhaftes Foulspiel von Lena Wermelt an Jennifer Weber gesehen, das sie diesmal sogar mit der gelben Karte ahndete. Direkt danach die nächste gute Aktion: eine Flanke von Anna Laue erreichte Lena Wermelt, die aber im Abschluss wieder glücklos blieb, denn Weber konnte in höchster Not zur Ecke klären. Kurze Zeit später setzte sich Giustina Ronzetti nach guter Vorarbeit von Deniz Harbert auf der rechten Seite durch, aber auch für sie war die Torhüterin zu stark. Unmittelbar vor Spielende fand Jil Urbas den Weg durch die dichte Abwehr des FFC und konnte aus 10 Metern den Anschlusstreffer erzielen. Das Spiel wurde danach nicht mehr angepfiffen, der FFC Oldesloe gewann letztendlich glücklich mit 2:1 gegen den Herforder SV.

Spielerin des Tages war ganz klar Oldesloes Torhüterin Jennifer Weber, die in der zweiten Halbzeit teilweise unter Dauerbeschuss stand, ihrem Team aber die drei Punkte rettete. Damit verließ der Oldesloer FFC die Abstiegsränge und kletterte auf Platz neun. Auf Herforder Seite haderte man mit den vergebenen Chancen und mit einigen unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen, zum Beispiel dem nicht gegebenen Tor am Ende der ersten Halbzeit und der trotz einiger kurzer Spielunterbrechungen fehlenden Nachspielzeit.

FFC Oldesloe:
Weber – Wöhler (46. Engel), Lehmann (71. Schacher), Hamed – Hildebrandt, Wenzel – Pajonk, Weigel, Runge (60. Wolfgramm) – Gieseler, Kucharski

 

15.11.2011
0:1 gegen Lübars - Lage beim FFC Oldesloe ernst

Es war wie so häufig bereits in dieser Saison. Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe spielten auf Augenhöhe mit dem Gegner - und standen nach einem 0:1 (0:1) am Ende mit null Punkten da. Beim 1. FC Lübars wurde einmal mehr deutlich, woran es bei den Stormarnerinnen momentan hapert: Sie schießen einfach zu wenige - oder keine - Tore. Ich kann mir keine Stürmerin schnitzen. Wir müssen weiter überlegen, welche Varianten wir da entwickeln können, sagte FFC-Trainer Michael Clausen, dessen Team weiter in der Abstiegszone der Tabelle feststeckt: Die Lage jedenfalls ist ernst, aber bis Meppen sind noch alle in Reichweite.

Es war ja nicht so, dass die Clausen-Elf chancenlos gewesen wäre bei der Pleite gegen Lübars. Im Gegenteil. Die größte Gelegenheit des gesamten Spiels vergab Carina Wolfgramm in der 83. Minute, als sie aus zehn Metern freistehend von Sandra Runge angespielt an Cordula Busack, der Torhüterin der Gastgeberinnen, scheiterte (83.). Doch zum Unvermögen gesellt sich dieser Tage auch Pech. Denn beim Versuch, den Nachschuss über die Linie zu drücken, wurde Wolfgramm elfmeterreif von Busack von den Beinen geholt. Ein klarer Elfmeter, aber es passt zu unserer Situation, dass wir den nicht bekommen, haderte Clausen, der gleichwohl kritisierte: Carina Wolfgramm muss das Tor vorher aber machen.

So reichte den Gastgeberinnen ein Moment aus der 12. Minute, in dem die Stormarnerinnen unachtsam waren. Nach Kopfballabwehr nahm Michelle Rösler den Ball ungehindert an und versenkte ihn volley aus 19 Metern im Tor.Wir standen in dem Moment unorganisiert da, so Clausen. Ansonsten boten beide Teams eine ordentliche Partie, mit einigen Chancen und leichten Vorteilen bei den Gästen. Vor allem in den letzten 20 Minuten besaßen die Oldesloerinnen mehr Spielanteile, ließen aber die Durchschlagkraft vermissen.

FFC Oldesloe: Weber - Woehler, Hamed, Lehmann, Pajonk, Kucharski, Gieseler, Hildebrandt, Pashley, Runge, Weigel.

 

07.11.2011
Für Oldesloe wird die Luft immer dünner

Bonjour, Tristesse FFC Oldesloe! Die Zweitligafrauen blieben auch im vierten Heimspiel im Lübecker Buniamshofstadion ohne Punktgewinn. Die Ausbeute aus dem Nordderby war exakt so trist wie das trübe Novemberwetter am Sonntagnachmittag und die 1:2 (0:2)-Pleite gegen Werder Bremen hatte am Ende wie schon beim 1:2 daheim gegen Magdeburg am 28. August 2011 tragische Züge. Das Ensemble von Trainer Michael Clausen dominierte über weite Strecken die Partie, verlor am Ende jedoch erneut unglücklich. "Wir haben zwei blöde Gegentore durch Standardsituationen bekommen. Danach haben wir die Köpfe hängen lassen und sind zu spät aufgewacht", sagte FFC-Spielführerin Johanna Woehler (24.). "Meine Mannschaft hat weiter einen Aufwärtstrend gezeigt und hat bis zur 90. Minute gut gekämpft", bilanzierte Clausen nüchtern.

Der FFC ging ersatzgeschwächt in die Partie: Clausen musste im Gegensatz zum 1:0-Sieg in Duisburg auf die etatmäßige Spielführerin Claudia Wenzel (Urlaub), Svenja Fritz (Kreuzband-OP) und Kristin Engel (Rotsperre) verzichten. Oldesloe agierte von Beginn an dominant und gefällig. Das war annähernd 30 Minuten lang hübsch anzusehen, ehe ein direkt erzielter Freistoßtreffer von Nahrin Uyar aus halblinker Position die Gastgeberinnen vollkommen aus dem Konzept warf. Unmittelbar vor der Halbzeitpause traf Cindy König nach einem Eckball via Flachschuss zum 2:0 für die Gäste von der Weser. Durch zwei vermeidbare Standards lag der FFC unnötig im Hintertreffen.

In der Pause reagierte Coach Clausen angesichts des Rückstandes und brachte für die indisponierte Sandra Runge Denise Lehmann, um die Offensive noch mehr zu stärken. In der 47. Minute erzielte Daniela Schacher nach einer sehenswerten Vorarbeit von Kristina Kucharski auf dem rechten Flügel in der Mittelstürmerposition aus kurzer Distanz das 1:2. In der Folgezeit drängte der FFC Oldesloe mit Vehemenz und diversen Sturmläufen auf den Ausgleichstreffer. Die größte Möglichkeit zum 2:2 vergab Madeline Gieseler in der 86. Minute. Die Stürmerin bugsierte die Kunststoffkugel jedoch vollkommen freistehend rechts neben das Tor und verstand danach die Welt nicht mehr. Nach dem Abpfiff flossen bei Gieseler die Tränen.

"Wir haben uns gut bewegt und viele Chancen erarbeitet. Wir müssen nun am kommenden Sonntag in Berlin beim 1. FC Lübars drei Punkte holen", sagte Clausen nach dem Spiel. Keine Frage: nach der vermeidbaren Niederlage gegen Werder Bremen wird die Luft für den FFC Oldesloe im Kampf gegen den drohenden Abstieg nun zunehmend dünner. "Ich bin ratlos und weiß auch nicht, woran es letztlich bei unserer Malaise liegt", meinte Woehler.

FFC Oldesloe: J. Weber - Wöhler (80. Wolfgramm), Schacher, Hamed - Hildebrandt, Pashley, Pajonk, Weigel, Runge (46. D. Lehmann) - Gieseler, Kucharski

 

27.10.2011
Kreuzbandriss: Für Fritz ist die Saison gelaufen

Es war ein unglücklicher Zusammenprall mit Teamkollegin Rachel Pashley: Svenja Fritz von den Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe blieb in der Schlussminute der Partie beim FCR Duisburg II (1:0) verletzt liegen, musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Diagnose: Kreuzbandriss. Am Freitag soll die 23-Jährige operiert werden. "Die Saison ist für sie gelaufen", bedauert Coach Michael Clausen: "So etwas kann passieren. Der ehemalige Dortmunder Profi Stephane Chapuisat hat sich sogar mal beim Auslaufen das Kreuzband gerissen."

Wie der Coach den Ausfall der Abwehrspielerin kompensieren wird, weiß er noch nicht. "Wir haben verschiedene Möglichkeiten", so Clausen. Als Kandidatinnen für den vakanten Posten in der Viererabwehrkette gelten Rachel Pashley, Vanessa Hamed und Denise Lehmann.

 

24.10.2011
FFC gewinnt Kellerduell

Nach fünf vergeblichen Versuchen ist dem FFC Oldesloe in der 2. Frauenfußball-Bundesliga der zweite Saisonsieg geglückt. Im Duell der Kellerkinder setzten sich die von Michael Clausen trainierten Stormarnerinnen bei der Bundesliga-Reserve des FCR Duisburg mit 1:0 (0:0) durch und verbesserten sich mit nunmehr sechs Punkten auf dem Konto auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Gewinn bringende Spielerin war Madeline Gieseler, die in der 66. Minute das Tor des Tages erzielte. Der Sieg war hochverdient, allerdings haben wir diesen auch teuer bezahlt, sagte Clausen nach der Partie.

Teuer bezahlt vor allem, weil sich Kristin Engel wegen einer angeblichen Tätlichkeit in der 69. Minute - wie auch Duisburgs Fleischer - die Rote Karte einhandelte und sich Svenja Fritz in der Schlussminute schwer am Knie verletzte. Sie ist mit einer Gegenspielerin zusammengeprallt, blieb anschließend vor Schmerzen schreiend liegen und musste ins Krankenhaus gebracht werden, erklärte Clausen, dessen Elf nahtlos an die gute Leistung aus der Vorwoche anknüpfte. Wie auch bei der 0:2-Niederlage gegen Meisterschaftsfavorit Potsdam II stand die zuvor viel gescholtene FFC-Defensive auch in Duisburg stabil. In der ersten Halbzeit, die wir klar dominiert haben, konnte sich der Gegner nicht eine Chance herausspielen, freute sich Clausen.

Die Gäste indes brachten es in den ersten 45 Minuten auf zwei hochkarätige Möglichkeiten. In der 25. Minute vergab Daniela Schacher eine Riesenchance, als sie nach toller Vorarbeit von Madeline Gieseler aus zehn Metern eine Duisburgerin auf der Torlinie anschoss. Zehn Minuten später verhinderte FCR-Keeperin Kämper per Glanzparade gegen Gieseler das 0:1. Eine Führung wäre zu diesem Zeitpunkt absolut verdient gewesen, wusste Clausen, musste allerdings mitansehen, wie die von beiden Seiten emotional geführte Partie nach dem Seitenwechsel immer ausgeglichener wurde. Das Spiel wogte hin und her, die besseren Offensivaktionen hatten allerdings wir, unterstrich der Oldesloer Trainer, der in der 66. Minute endlich jubeln konnte. Julia Weigel bediente Madeline Gieseler, die sich im Duisburger Strafraum gegen zwei Gegenspielerinnen durchsetzte und der FCR-Torhüterin keine Abwehrchance ließ.

In der Schlussphase geriet der Sieg der Gäste nur einmal noch in Gefahr, als FFC-Kickerin Verena Hildebrandt in eine scharfe Flanke rutschte und Keeperin Weber nur mit viel Mühe das Leder noch aus dem kurzen Eck fischte. Natürlich ist die Erleichterung groß, hätten wir verloren, wäre der Rückstand auf Duisburg auf fünf Punkte angewachsen, so haben wir den Gegner in der Tabelle überholt und können etwas zuversichtlicher in die Zukunft schauen. Jetzt gilt es, Konstanz in unsere Leistung zu bringen. Dann werden wir uns Stück für Stück nach oben arbeiten, so Clausen.

FFC Oldesloe: Weber - Wöhler, Fritz (90. Hamed), Schacher (90.+2 Kucharski), Hildebrandt, Wenzel, Pashley, Pajonk, Weigel (81. Lehmann), Engel, Gieseler.

 

17.10.2011
Verbessert, aber nicht gut genug

Tapfer gekämpft und doch wieder verloren - so lautet das Resümee des FFC Oldesloe nach der 0:2-Niederlage in der 2. Frauenfußball-Bundesliga gegen den Meisternachwuchs des 1. FC Turbine Potsdam II vor 116 Zuschauern im Stadion Buniamshof. Unser Ziel war es, die zuletzt hohe Anzahl der Gegentore zu vermeiden, das haben wir geschafft. Alle Spielerinnen haben bis zur letzten Minute alles gegeben. Turbine hat dennoch verdient gewonnen, wir können allerdings zuversichtlich in die nächsten Spiele gehen, sagte Trainer Michael Clausen. Spielerisch war das nicht so toll, aber die Verteidigung war sehr ansehnlich. Besonders Torhüterin Jennifer Weber hat mit heute sehr gut gefallen, sagte der Vorstandschef des VfB Lübeck, Holger Leu, als Beobachter nach dem Spiel.

Potsdam war mit der Empfehlung eines 15:1-Kantersieges aus der Vorwoche gegen Mellendorf nach Lübeck gekommen. Der FFC hatte zuletzt aus den beiden Begegnungen gegen Cloppenburg und in Jena ein Torverhältnis von 1:10 aufzuweisen. Gott seit Dank haben wir heute keine 15 Gegentreffer bekommen. Es macht aber keinen Spaß, immer nur zu verlieren. Ich möchte nun das nächste Heimspiel am 6. November gegen Werder Bremen unbedingt gewinnen, sagte Mittelfeldspielerin Daniela Schacher angesichts von drei Heimniederlagen in Folge.

Die Gäste aus Potsdam boten sechs Spielerinnen aus dem Bundesliga-Kader auf und dominierten von Beginn an. Oldesloe hielt mit einer defensiven Ausrichtung mit einem sehenswerten Kampfgeist dagegen und bis zur 44. Minute ein achtbares 0:0, ehe Josephine Schlanke dank ihrer Körpergröße nach einem Eckball von Stefanie Draws unbehindert zum 0:1 einköpfen konnte. Das 2:0 für den turmhohen Favoriten erzielte Lidija Kulis, die jüngst noch sechs Tore gegen Mellendorf fabrizierte, nach einer Stunde Spielzeit und einer Unsortiertheit in der Oldesloer Abwehr. Vielleicht wäre ein besseres Resultat möglich gewesen, wenn Schiedsrichterin Lena Dittmann in der 90. Minute nach einem klaren Foul von Schlanke an Madeleine Gieseler im Gästestrafraum nicht die Pfeife eingefroren wäre. Das war ein klarer Elfmeter. Vielleicht schaffen wir dann ein Tor und haben bei den zwei Minuten Nachspielzeit noch eine Ecke und eine weitere Chance, ärgerte sich Clausen über den Blackout der Schiedsrichterin. Unterm Strich hat der FFC Oldesloe eine leichte Aufwärtstendenz geboten. Die Mannschaft hat viele Zweikämpfe gewonnen, allein der Zug zum Tor fehlt nach wie vor.

FFC Oldesloe: Weber - Woehler, Hildebrandt, Fritz, Pajonk - Weigel (66. Engel), Pashley, Hamed (38. Lehmann), Wenzel, Schacher - Gieseler.

10.10.2011
FFC kassiert höchste Saisonniederlage

Oldesloer Fußballerinnen geraten bei FF USV Jena II mit 1:6 unter die Räder

Jena. Eine bittere Lehrstunde bekam der FFC Oldesloe in der 2. Frauenfußball-Bundesliga am gestrigen Sonntag erteilt. Gleich mit 1:6 (1:2) kam die Clausen-Elf beim FF USV Jena II unter die Räder und muss sich bei mageren drei Punkten auf dem Konto nun mehr denn je mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen. "Das ist der absolute Tiefpunkt", nahm FFC-Trainer Michael Clausen bei der Analyse kein Blatt vor den Mund. "Wir sind im Moment nicht in der Lage, unsere Chancen konsequent zu nutzen und werden nach eigenen Fehlern zudem immer wieder gnadenlos bestraft."

Dabei war vor dem Anpfiff die Hoffnung, aus Jena etwas mitnehmen zu können, durchaus groß. Clausen setzte gegen die ebenfalls erst einmal siegreichen Gastgeberinnen erneut auf sein Abwehr-Quartett Wöhler, Pashley, Hamed und Fritz. "Alle vier haben die Qualität, unserer Defensive die nötige Stabilität zu geben", meinte der Coach, dessen Elf in vier Partien zuvor elf Gegentreffer kassiert hatte. Doch wie schon bei der zuvor erlittenen 0:4-Niederlage gegen Cloppenburg, ging auch die neuerliche Bewährungsprobe der FFC-Viererkette kräftig in die Hose. "Bei der Fülle an Gegentoren ist es doch offensichtlich, dass wir hinten nicht gut stehen", konstatierte Clausen. "Daran gilt es zu arbeiten, um sich wieder aus der Abstiegszone heraus zu kämpfen."

Auch ohne die verletzte Stammspielerin Carina Wolfgramm (Außenbandriss am Sprunggelenk) sah es in der ersten Halbzeit in Jena gar nicht so schlecht aus für die Clausen-Elf. Den frühen Rückstand durch USV-Stürmerin Christiane Gotte (4.) konnte Oldesloes Kristin Engel zwischenzeitlich noch ausgleichen (20.). Doch statt Sicherheit zu gewinnen, geriet Oldesloe nur neun Minuten später durch Gottes zweiten Treffer erneut ins Hintertreffen. "Trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass wir die Partie noch drehen könnten, wir haben ja durchaus gut mitgespielt ", meinte Clausen nach dem ersten Abschnitt.

Doch es kam anders. Christiane Gotte machte mit dem 3:1 (59.) und ihrem vierten Tor zum 4:1 (70.) frühzeitig alles klar für die Gastgeberinnen. "Spätestens da wusste ich, dass das Ding gelaufen ist", bekannte der FFC-Trainer. Doch damit nicht genug, die locker aufspielenden Gastgeberinnen ließen nicht nach und kamen zu weiteren Chancen. Innerhalb von vier Minuten legten Dana Walther (74.) und Sabine Treml (78.) zum 6:1-Endstand nach und bescherten damit den Stormarnerinnen die bislang höchste Saisonniederlage.

FFC Oldesloe: Weber - Wöhler, Pashley, Hamed, Fritz - Engel (67. Lehmann), Wenzel, Runge (81. Rüder), Pajonk (60. Schacher) - Weigel, Gieseler.

26.09.2011
Qualität hat nicht gereicht

Gut eine Stunde nach der 0:4 (0:2)-Heimniederlage gegen den weiter verlustpunktfreien Tabellenführer BV Cloppenburg resümierte Anja Völker, Vorsitzende der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe: Das war ein Klassenunterschied. Schon nach 238 Sekunden war die Partie im Grunde entschieden. Die Niedersachsen lagen nach zwei blitzschnellen Treffern mit 2:0 in Front. Nach 78 Sekunden köpfte die polnische Nationalspielerin Agnieszka Winczo aus kurzer Distanz vollkommen unbedrängt die frühe 1:0-Führung für die Gäste. Nur wenig später legte sie mit einem Flachschuss das 2:0 (4.) nach. Oldesloe wirkte in diesen Szenen vollkommen desorientiert. Auch für die anwesenden Zuschauer war der Start wie ein gefühlter Albtraum. Das waren zwei Bilderbuchtore von Cloppenburg. Wir waren einfach noch nicht im Spiel, sagte FFC-Abwehrspielerin Svenja Fritz nach dem Match deprimiert.

Vor dem Duell mit dem Aufstiegsaspiranten musste FFC-Trainer Michael Clausen auf Daniela Schacher (Knieprobleme) im linken Mittelfeld verzichten. Erst von der 20. Minute an konnten sich die Stormarnerinnen aus dem Würgegriff der Cloppenburgerinnen lösen, behaupteten sich endlich in den Zweikämpfen. Die Abwehr war fortan stabiler. Bis zur 80. Minute befanden sich die Oldesloerinnen phasenweise durchaus auf Augenhöhe - in der Schlussphase jedoch stellten erneut Winczo (80.) und Imke Wübbenhorst (86.) den verdienten 0:4-Endstand her.

Die größte Schwäche des FFC war die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive. Einzig die bemühte Denise Lehmann besaß zwei Torchancen (51., 61.), wenn auch diese keineswegs Hochkaräter waren. In der ersten Halbzeit waren wir ganz schwach. Nach den ersten schnellen Toren wurde mir Angst und Bange. In der zwei Halbzeit waren wir bemühter, aber letztlich hat die Qualität nicht gereicht, meinte der sichtlich unzufriedene Clausen nach der Pleite: So darf man sich nicht präsentieren. Wenn wir so weiter spielen, bekommen wir Probleme mit dem Klassenerhalt. Beim FFC ist noch jede Menge Sand im Getriebe. Auch wenn wir gute Einzelspielerinnen haben, wir sind noch keine Mannschaft, liefert Clausen den einfachen Grund dafür gleich mit. Wenn wir es positiv sehen, haben wir uns gefreut, dass wieder so viele Zuschauer zu unserem zweiten Spiel in Lübeck gekommen sind. Für uns geht es erst einmal um den Klassenerhalt. Andere Ziele haben wir im Moment nicht, sagte FFC-Sportmanager André Niemann. Dessen Team hat gegenwärtig in der Tat eine Menge Luft nach oben. Cloppenburg spielt jedoch schon jetzt in einer anderen Liga.

19.09.2011
Clausen-Elf kann Überzahl nicht nutzen

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben in der 2. Bundesliga ihre zweite Saisonniederlage kassiert. Beim SV Meppen - wie die Stormarnerinnen mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue Spielzeit gestartet - musste der von Michael Clausen gecoachte FFC eine 1:2-Pleite quittieren. Ein Unentschieden hätten wir mindestens verdient gehabt, ärgerte sich Clausen nach der Niederlage, die überflüssig war, weil der FFC mehr als eine halbe Stunde lang in Überzahl spielte.

In der Anfangsphase sah es allerdings nicht danach aus, als würden die Gäste viel zu bestellen haben. Der SV Meppen erwischte den besseren Start, legte nach acht Minuten die Führung vor. Einen von Johanna Wöhler zu kurz abgewehrten Eckball drückte Budde zum 1:0 über die Linie. Anschließend konnten wir froh sein, dass Meppen nicht nachgelegt hat, gestand Clausen, dass seine Elf erhebliche Probleme hatte, sich vom Schock des frühen Rückstandes zu erholen. Erst nach etwas 20 Minuten kamen die Gäste besser in die Partie, waren fortan ein gleichwertiger Gegner und besaßen durch Madeline Gieseler und Carina Wolfgramm gute Chancen, um noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen. "Ein 1:1 hätte dem Spielverlauf im ersten Durchgang sicher entsprochen", meinte Clausen, wusste allerdings auch, dass es Fortuna kurz vor dem Halbzeitpfiff gut mit seinen Schützlingen gemeint hatte, als die Unparteiische Isabell Herrmann ein Foul von Svenja Fritz an SVM-Angreiferin Rohling nicht mit einem Strafstoß ahndete.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Oldesloerinnen den Druck - und als Gieseler von Kappel im Strafraum von den Beinen geholt wurde, die Meppenerin Rot kassierte und Denise Lehmann zum Strafstoß antrat, war das 1:1 greifbar nahe. Doch die FFC-Angreiferin scheiterte an Torhüterin Oude-Wesselink (56.).

Eine knappe Viertelstunde später machte es Lehmann dann besser und traf nach einer Engel-Ecke zum verdienten Ausgleich. Danach sah es so aus, als könnten wir in Überzahl die Partie noch gewinnen, meinte Clausen, irrte sich allerdings. Denn nur acht Minuten später entschied Schiedsrichterin Herrmann auf Strafstoß für die Gastgeberinnen, nachdem Carina Wolfgramm und Svenja Fritz gegen eine Meppenerin etwas ungestüm zu Werke gegangen waren. Den kann man geben", gestand Clausen und musste mitansehen, wie Budde mit ihrem zweiten Treffer die zweite Saisonpleite der Oldesloerinnen besiegelte. Denn trotz eines anschließenden Sturmlaufs und Chancen von Lehmann und Sandra Runge brachten die Gäste nichts Zählbares mehr zustande.

12.09.2011
FFC zieht in Herford den Kürzeren

Die Probleme bei den Fußballerinnen des FFC Oldesloe sind offensichtlich. Neun Gegentreffer kassierte das Zweitligateam von Trainer Michael Clausen in den letzten drei Partien - und diese vor allem nach individuellen Fehlern. So war es auch in der zweiten DFB-Pokalrunde beim Ligarivalen Herforder SV. Die Stormarnerinnen hatten durchaus Chancen, in das Achtelfinale einzuziehen, unterlagen letztlich aber dem Zweitliga-Primus mit 1:4 (0:1). Die Niederlage ist zwar verdient, aber deutlich zu hoch ausgefallen, meinte Clausen.

Die erste Halbzeit ging klar an die Gastgeberinnen, die ballsicherer wirkten, schnelles Aufbauspiel betrieben und in vorderster Front immer wieder für Gefahr sorgten. Dennoch sprang nicht mehr als die 1:0-Pausenführung durch Laue (32.) bei den Bemühungen des HSV heraus.

Der Halbzeitstand war durchaus schmeichelhaft, gestand Clausen, dessen Elf im zweiten Durchgang besser ins Spiel fand. Herford verlor den Faden, so dass der Ausgleichstreffer von Kristina Kucharski nach einer Stunde hochverdient war. Wenig später die große Möglichkeit zum 2:1 für den FFC - doch Madeline Gieseler wurde von Schiedsrichter Trenkner wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. Eine klare Fehlentscheidung, wie Clausen befand. Kurz darauf dann der Knock-out für die FFC-Kickerinnen. Nach einem Patzer von Oldesloes Torhüterin Jennifer Weber brauchte Urbas nur noch einzuschieben. Dadurch haben die Herforderinnen wieder an Sicherheit gewonnen, wurden stärker, erklärte Clausen und musste mitansehen, wie nur sieben Minuten später Ronzetti einen individuellen Fehler von Svenja Fritz mit dem 3:1 bestrafte und erneut nur kurz darauf zum 4:1-Endstand traf. Ärgerlich, nach dem Ausgleich waren wir am Drücker und hatten die Chance, Herford in die Knie zu zwingen, zeigte sich Clausen enttäuscht. Wir müssen nun zusehen, dass wir die individuellen Patzer abstellen und in der Defensive stabiler werden, so der Coach, der zwar nicht alles in Frage stellte, wohl aber über die eine oder andere personelle Veränderung grübelt.

05.09.2011
FFC erringt drei Punkte ohne Glanz

Michael Clausen fand nach der Partie deutliche Worte. Man kann uns heute zu drei Punkten gratulieren. Aber nicht zum Spiel. Auch, wenn wir letztlich hochverdient gewonnen haben, sagte der Trainer der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe nach dem 5:3 (1:1)-Erfolg beim Mellendorfer TV. Grund für Clausens Unzufriedenheit: Wir haben eine Klasse schlechter gespielt, als am vergangenen Wochenende gegen Magdeburg. Gegen einen Gegner wie Mellendorf darf man nicht in Schwierigkeiten geraten, wenn man solche Ansprüche hat wie wir.

Mellendorf war am ersten Spieltag mit 0:8 beim SV Meppen untergegangen. Deshalb hatte Clausen schon unter der Woche seine Spielerinnen eindringlich gewarnt, dieses Ergebnis aus den Köpfen zu streichen und den Gegner nicht zu unterschätzen. Clausen Appell zeigte Wirkung - zumindest sechs Minuten lang. Dann ging der FFC Oldesloe durch einen Schuss Daniela Schachers von der Strafraumgrenze mit 1:0 in Führung und dachte fortan, das Spiel würde ein Selbstgänger. Wir haben nach der Führung einfach das Fußballspielen eingestellt, kritisierte Clausen. Auch wenn sich die FFC-Fußballerinnen zahlreiche Torchancen erspielten, in der Defensive gingen sie allzu sorglos zu Werke, setzten sich aber auch unnötig selbst unter Druck. So agierten die Außenspielerinnen teilweise so offensiv, dass Clausen phasenweise vier Spitzen auf dem Feld ausmachte - obwohl er nur zwei aufgestellt hatte. Bei Ballverlusten aber vernachlässigten die Spielerinnen die nötige Defensivarbeit. So bilanzierte Clausen nach dem 1:1 zur Halbzeit durch einen Treffer von Aileen Osterwold (35.): Gar nicht mal unverdient, weil wir den Gegner in dieser Phase selbst aufgebaut haben.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Stormarnerinnen die Partie früh zu entscheiden. Durch einen Kopfballtreffer von Denise Lehmann (52.) und schön herausgespielten Toren von Madeline Gieseler (64.) und Sarah Begunk (66.) zog die Clausen-Elf auf 4:1 davon. In diesen Szenen wurde deutlich, weshalb Mellendorf gegen Meppen acht Tore kassiert hat, sagte der Coach. Plötzlich aber stand es nur noch 3:4. Osterwold (66.) und Danaila Navarro (87.) machten sich Stellungsfehler in der Oldesloer Innenverteidigung zunutze - zwei Gegentore, die vermeidbar gewesen wären. Dass Der FFC Oldesloe in der Schlussphase dennoch nicht mehr zittern musste, lag an Madeline Gieseler. Die Stürmerin erhöhte unmittelbar nach dem dritten MTV-Tor auf 5:3 für die Stormarnerinnen (88.). Dabei ließ Gieseler vier Gegenspielerinnen wie Slalomstangen stehen. Ein Tor, das in der 2. Liga eigentlich gar nicht fallen darf, urteilte Clausen.

29.08.2011
FFC verpatzt Premiere in Lübeck

Stadionheft FFC Live zum Spiel gegen den Magdeburger FFC: [...hier]

Jahrelang wurde auf dem Lübecker Buniamshof kein Fußball mehr gespielt. Vielmehr beheimatet das eigentliche Leichtathletik-Stadion seit geraumer Zeit die Zweitligafootballer der Lübeck Cougars. Doch ab sofort dürfen die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe nach ihrer Kooperation mit dem VfB Lübeck den Buniamshof ihr sportliches Zuhause nennen. Die Punktspielpremiere an neuer Heimspielstätte allerdings verpatzten die Stormarnerinnen, unterlagen dem Magdeburger FFC 1:2 (0:0).

Die Nervosität war vor dem Anpfiff greifbar. Dennoch herrschte allgemeiner Optimismus. Und nach Betrachtung des Spielverlaufs war dieser nicht einmal unbegründet. Denn: Die Niederlage war unnötig und durfte in dieser Form eigentlich niemals zu Stande kommen. Auch das Fehlen des Mutterfreuden entgegen sehenden Stürmerstars Gaitana Lippert konnte am Ende nicht als möglicher Grund angesehen werden. Oldesloe besaß mehr Spielanteile und ließ die Gäste ganze drei Mal vor das eigene Tor kommen. Letztendlich zwei Mal zu viel.

Nach 45 Minuten sah es nicht so aus, als ob dem FFC irgendetwas hätte passieren können. Die Feld- und Chancenüberlegenheit war deutlich. Vor allem, wenn Daniela Schacher ihre gefährlichen Freistöße in den Magdeburger Strafraum brachte. Immer wieder war Denise Lehmann mit dem Kopf zur Stelle und näherte sich mit jedem Versuch dem Tor ein Stück näher. Umso heftiger der Schock in der 51. Minute. Magdeburgs Torjägerin Dania Schuster drang in den Strafraum ein und kam im Zweikampf mit Kristin Engel und Svenja Fritz zu Fall - Elfmeter. Anne Roeloffs verwandelte zur überraschenden Gästeführung. Die Oldesloer Reaktion: Im direkten Gegenzug war es wieder die Kombination aus Freistoß Schacher und Kopfball Lehmann, die um ein Haar den Ausgleich gebracht hätte. Was der nimmermüden Lehmann verwehrt blieb, gelang Routinier Claudia Wenzel nach einer knappen Stunde. Die Kapitänin traf nach Schachers Freistoß zum mehr als verdienten 1:1. Vor der lauter werdenden Kulisse sollte schnellstmöglich die Führung her. In der 72. Minute kam es jedoch zum folgenschweren Missverständnis zwischen Engel und Schlussfrau Friederike Wiener. Magdeburgs Stephanie Träbert war Nutznießerin. Von dem 1:2 vermochte sich Oldesloe nicht mehr zu erholen, auch wenn in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne geworfen wurde.

FFC-Trainer Michael Clausen bilanzierte: Unnötiger kann eine Niederlage nicht zustande kommen. Magdeburg stand defensiv und wäre mit einem Punkt mehr als zufrieden gewesen. Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Eva Lotta Ravn, von Holstein Kiel nach Magdeburg gewechselte Torhüterin freute sich hingegen: Das war ein Geschenk für uns, mit dem wir nicht rechnen konnten. Wir hatten sehr viel Glück. Unabhängig von der Niederlage war der Start des FFC Oldesloe in seiner neuen Heimat dennoch vielversprechend.

26.08.2011 - FFC-Frauen fiebern der Lübecker Heimpremiere entgegen

Endlich rollt der Ball wieder! Die Frauen-WM in Deutschland hat den Frauen-Fußball zumindest zeitweise in den Fußball-Mittelpunkt Deutschlands gerückt. Aber die WM hat auch die Sommerpause verlängert, so dass die FFC-Frauen nach 4 Monaten endlich wieder Bundesliga-Fußball spielen dürfen.

Und in der Mannschaft ist eine Vorfreude auf die neue Heimstätte in Lübeck zu spüren. Aber auch eine gewisse Premieren-Nervosität.

Zum Punktspielstart am Sonntag 28. August um 11 Uhr am „Buni“ erwarten die Mädchen nicht nur den Magdeburger FFC, sondern auch einige prominente Gäste wie z.B. Heide Simonis und hoffentlich viele alte Fans und viele Neugierige aus Lübeck und Umgebung!

Und als VfB-Fan kann jeder mit seiner Eintrittskarte vom heutigen Spiel gegen St.Pauli beim Kauf einer FFC-Karte eine weitere Person kostenlos mitbringen. Im Übrigen sind die Eintrittspreise auch sehr familienfreundlich. Der normale Eintritt (auch für die Tribüne) beträgt € 5,-, ermäßigt € 3,50. Selbst die Dauerkarten kosten nur € 40,- bzw. € 25,-! In der Halbzeitpause wird ein Trikot der Frauennationalmannschaft mit allen Original-Unterschriften verlost! Also für jeden Frauenfußball-Fan ein Grund mehr, zum Buni zu kommen!

Neues beim FFC

Neben den gravierenden Änderungen im Umfeld der Mannschaft konnte Trainer Michael Clausen für die fünfte Bundesliga-Saison mit dem FFC Oldesloe seinen Kader gezielt verstärken.

Vom Landesrivalen aus Kiel kommt neben Julia Weigel eine ganz erfahrene Akteurin, die dem FFC in den Landesduellen immer große Kopfschmerzen bereitete: Rachel Pashley.

Die Auflösung der Meisterschaftsmannschaft des HSV II bescherte dem FFC fünf weitere Zugänge, allesamt Meister der vergangenen Saison: Für das Tor Jennifer Weber, daneben Vanessa Hamed, Carina Wolfgramm, Denise Lehmann und Daniela Schacher, die sogar Erstligaerfahrung aufweist. Aus der U16 des HSV stößt dann noch Talent Kimberly Bühl zum Kader.

Aber zumindest in der Hinrunde wird dem FFC leider Gaitana Lippert fehlen. Das FFC-Urgestein und Publikumsliebling erwartet Nachwuchs. Dazu alle guten Wünsche der gesamten FFC-Familie.

Aktuell muss Michael Clausen auch auf die Langzeitverletzten Michelle von Appen und Annika Knechtel verzichten. Kimberly Bühl befindet sich noch im Aufbautraining und bei Denise Lehmann besteht aktuell eine Knöchelblessur.

Nach insgesamt guter Vorbereitung wird aber der wahre Leistungsstand erfahrungsgemäß erst im ersten Liga-Spiel ablesbar sein.

DFB-Pokal 2.Runde

Die erste Runde im DFB-Pokal überstand der FFC beim Brandenburg-Meister, der SG Beelitz problemlos mit 7:1. Die Beelitzer waren damit in jeder Hinsicht (Danke für die nette Aufnahme) ein guter Gastgeber. Leider blieb den FFC-Frauen das Losglück weiter fremd. In der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde muss man nun zum Bundesliga-Absteiger dem Herforder SV reisen. Das Spiel findet am 10./11. September statt.

Der Gast aus Magdeburg

Erster Gast eines Bundesligaspiels der Frauen in Lübeck sind die Frauen der Landeshauptstädter aus Sachsen-Anhalt, der Magdeburger FFC. Die Magdeburger spielen ihre dritte Saison in der 2.Liga. Nachdem im letzten Jahr die Hinserie misslang, konnten sie durch eine gute Rückserie erst kurz vor Saisonende den Klassenerhalt sichern.

Bisher war der MFFC ein gern gesehener Gast beim FFC, da beide Heimspiele jeweils 1:0 gewonnen werden konnten. Auch wenn das entscheidende Tor in der letzten Saison erst kurz vor Schluß fiel, war es ein verdienter Sieg. Auch das Rückspiel konnte der FFC in Magdeburg gewinnen, so dass man in vier Duellen dreimal siegreich war.

 

22.08.2011
FFC Oldesloe muss auf Lippert verzichten

Wenn Frauenfußball-Zweitligist FFC Oldesloe am kommenden Wochenende in die neue Saison startet, muss Trainer Michael Clausen auf eine Leistungsträgerin verzichten: auf Angreiferin Gaitana Lippert. Der Grund für den Ausfall Lipperts allerdings ist erfreulich. Die 27-Jährige ist im dritten Monat schwanger. "Sie trainiert zwar noch etwas bei uns mit, aber in einem Wettkampf werden wir sie natürlich nicht einsetzen können", so Coach Clausen.

Schleswig-Holsteins Fußballerin des Jahres, die seit Jahren mit dem ehemaligen FFC-Trainer Jörg Löwenstrom zusammen lebt, wird frühestens Anfang des neuen Jahres wieder zur Verfügung stehen. "Für uns als Mannschaft ist das natürlich ein herber Verlust, eine Gaitana Lippert mit ihrer Lauf-, Zweikampf- und Dribbelstärke ist nicht so einfach zu ersetzen", unterstreicht Clausen, der dennoch auf den Punktspielstart brennt: "So langsam kann die Saison beginnen", meinte der Coach, der Ende vergangener Woche gespannt die Auslosung der Zweitrunden-Partien im DFB-Pokal verfolgt. Positiv gestimmt war der Coach nach der von Doris Fitschen, Managerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, durchgeführten Auslosung allerdings nicht. Denn wieder einmal muss der FFC auswärts ran, ist am 10./11. September bei Ligarivale Herforder SV gefordert. Ein Gegner, den die Oldesloerinnen bislang noch nie bezwingen konnten.

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