FFC Oldesloe - Saison 2010 - 2011 - 2. Bundesliga Nord - Hinserie

 

22.12.2010
Michael Clausen: Ein akribischer Arbeiter - und eine große Portion Bescheidenheit

Eigentlich ist er jemand, der klar formuliert, was Sache ist. Jemand, der bisweilen vor Optimismus sprüht - und andere damit begeistern kann. Fähigkeiten, die zu Michael Clausens Tätigkeit als Trainer der Fußballerinnen des FFC Oldesloe passen. Doch es gibt auch die andere Seite des Michael Clausen. Die sympathisch zurückhaltende, die bescheidene Seite. Und genau die zeigt sich, wenn die Rede darauf kommt, dass der 52-Jährige heuer zu den Nominierten für die Wahl zum Trainer des Jahres 2010 in Schleswig-Holstein zählt.

Ob es richtig ist, dass ich zu denjenigen zähle, die gewählt werden dürfen, sollen andere beurteilen, sagt Clausen beinahe beiläufig. Nein, es ist nun wahrlich nicht seine Art, das eigene Tun im zu Ende gehenden Fußballjahr 2010 als Lautsprecher selbst zu rühmen. Dabei hätte Michael Clausen doch allen Grund dazu, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. In der Spielzeit 2009/2010 schaffte er es, den FFC bereits lange vor dem letzten Spieltag der Zweiten Bundesliga Nord zum Klassenerhalt zu führen - und das, obwohl seine Mannschaft zu jenem Zeitpunkt nicht gerade als Meister im Toreschießen auf sich aufmerksam machte. Woche für Woche musste Clausen mit ansehen, wie zum Teil beste Einschussmöglichkeiten ungenutzt blieben - und in der Konsequenz daraus auch immer wieder wichtige Punkte ausblieben. Doch Clausen wurde nicht müde, seine Elf zu motivieren, ihr die eigenen Stärken ins Gedächtnis zu rufen. Das erfolgreiche Ende ist bekannt.

Jenes sind Momente, von denen der FFC auch in der laufenden Spielzeit profitiert. Gezielt verstärkt und enger zusammengewachsen liegt das Team bereits in der Winterpause weiter entfernt von den Abstiegsrängen als noch im Vorjahr und präsentiert sich zudem auch eine ganze Spur treffsicherer. Zweifellos in erster Linie ein Verdienst Clausens, der im Mannschaftsgefüge die richtige Mischung aus Alt und Jung gefunden hat und die Stärken seiner eigenen Spielerinnen noch mehr herausgearbeitet hat. Und auch, wenn er seine Arbeit selbst nicht wirklich beurteilen will, keine große Einordnung treffen will, so fühlt sich Clausen durch die Nominierung immerhin in seinem Wirken bestätigt. Es ist schön, zu sehen, dass ich im Kreise der anderen Nominierten stehe. Das zeigt, dass meine Arbeit von außen geschätzt wird und wir uns auf einem guten Weg befinden.

21.12.2010
Madeline Gieseler: Ein aufstrebender Stern am Oldesloer Fußballhimmel

Es gibt Augenblicke, in denen jedes Wort der Beschreibung zu viel ist und es sich einfach lohnt, dabei gewesen zu sein. Die 57. Minute des Zweitliga-Spiels zwischen den Fußballerinnen des FFC Oldesloe und dem BV Cloppenburg war so ein Moment. Von einer ihrer Mitspielerinnen in Szene gesetzt nahm Madeline Gieseler an jenem Sonntagnachmittag im September den Ball mit dem linken Fuß an, hob diesen gekonnt auf ihren starken rechten Fuß und hämmerte das Leder volley unhaltbar ins Cloppenburger Gehäuse.

Das Tor war absolut sehenswert. Sie entwickelt sich hervorragend weiter, attestierte FFC-Trainer Michael Clausen seiner Angreiferin damals - und traf den sprichwörtlichen Nagel damit auf den Kopf: Nachdem die inzwischen 17-Jährige schon in der Saison 2009/2010 hin und wieder Zweitliga-Luft schnuppern durfte, aber vornehmlich in der B-Jugend spielte, zählt der Rohdiamant seit Beginn der aktuellen Spielzeit nun fest zum Zweitliga-Kader und ist aus diesem - trotz ihres jungen Alters - fast schon nicht mehr wegzudenken. Angesichts von bereits fünf Saisontoren ist es dann auch wenig verwunderlich, dass Clausen seine junge Stürmerin als Riesentalent apostrophiert . Ein Riesentalent, das an der Seite von Gaitana Lippert im Sturmzentrum weiter heranreifen soll. Da ist ein sehr großes Potenzial vorhanden, sagt Clausen, sie hat noch viel Luft nach oben - das ist bei einer 17-Jährigen klar." Und auch, wenn Clausen sagt, Madeline verfügt über gute Anlagen und kann für ihr Alter schon ein sehr hohes Tempo gehen, ist man beim FFC vorsichtig. Zu viel Wirbel um das große Talent möchte man dann doch lieber nicht machen. Nachher kommt irgendein Bundesligist und schnappt sie uns weg, lächelt Clausen bei der Frage, ob Gieselers Potenzial denn für die erste Liga reiche, doch etwas ausweichend.

Der beste Beweis dafür, wie groß das Talent der jungen Lübeckerin, deren Vater Andreas einst beim dortigen VfB kickte, ist: wieder und wieder wurde sie in den zurückliegenden Jahren zu Sichtungslehrgängen des DFB in ihrer Altersklasse eingeladen. Beidfüßig, technisch stark und obendrein noch mit der nötigen Portion an Torgefährlichkeit gesegnet - es ist kein großes Wunder, dass der aufstrebende Stern am Oldesloer (Frauen-)Fußballhimmel in diesem Jahr schnurstracks den Weg in den Kreis der Nominierten für die Wahl zu Schleswig-Holsteins Fußballerin geschafft hat.

30.11.2010
FFC II überwintert auf einem Abstiegsplatz

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe II überwintern auf einem Abstiegsplatz in der Regionalliga Nord. Im letzten Spiel des Jahres unterlag die Zweitliga-Reserve Mitaufsteiger TSV Eintracht Immenbeck (3.) 0:1 (0:0) und bleibt mit sechs Punkten aus 13 Partien Vorletzter des Klassements. Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt, wollten mit einem Sieg die Abstiegsplätze verlassen, zeigte sich FFC-Coach Steffen Redelstorff enttäuscht nach der Niederlage, die durchaus vermeidbar war.

Die Rumpfelf - der FFC konnte nur zwölf Spielerinnen aufbieten und musste im weiteren Verlauf Keeperin Christina Möller sogar als Feldspielerin bringen - begann druckvoll, erspielte sich durch Mareike Eitner und Ronja Pajonk auch gute Einschussmöglichkeiten, blieb im Abschluss aber blass. Mit zunehmender Dauer wurde das Spiel dann immer ausgeglichener, meinte Redelstorff, dessen Elf dem Gegner keine Chancen eröffnete, selbst in der Offensive aber auch nicht mehr in Erscheinung trat. Umso bitterer, dass letztlich eine Unachtsamkeit die Niederlage besiegelte. Drei Minuten nach der Pause schienen die Oldesloerinnen noch nicht konzentriert genug zu sein. Fenna Elfers nutzte dies gnadenlos aus und sicherte den Gästen mit dem einzigen Treffer der Partie die drei Punkte. Ärgerlich, wir waren nicht schlechter, konstatierte Redelstorff. Doch auch wenn bislang erst ein Sieg für seine Elf heraussprang, ist sich der Coach sicher, dass am Saisonende seine Mannschaft über dem Strich stehen wird: Der Rückstand ist ja nicht riesig, der Klassenerhalt noch möglich. Wir werden uns gut vorbereiten und haben im kommenden Jahr wieder personell mehr Alternativen. Das wird sich hoffentlich auszahlen.

29.11.2010
Oldesloe setzt sich 3:1 durch

Der FFC Oldesloe hat die Niederlagen gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig und den 1. FC Lübars, in denen die Mannschaft von Trainer Michael Clausen insgesamt neun Gegentreffer kassierte, gut weggesteckt. In der gestrigen Auswärtspartie beim Magdeburger FFC behielten die Zweitligafußballerinnen aus Stormarn mit 3:1 das bessere Ende für sich. Nachdem in den ersten Minuten des Aufeinandertreffens im Heinrich-Germer-Stadion zunächst die Gastgeberinnen gute Einschussgelegenheiten durch Horwege-Schuster und Abel ungenutzt verstreichen ließen, ging der FFC bei winterlichen Bedingungen in der neunten Minute in Führung: Eine Flanke von Kirsten Stamer ließ Magdeburgs Torhüterin Schult zum 1:0 ins Netz rutschen. In der Folgezeit gewann der FFC Oberwasser und hatte in der 28. Minute leichtes Spiel gegen die zu harmlose Magdeburger Hintermannschaft: Gaitana Lippert narrte ihre Gegenspielerin und schob zum 2:0 ein.

Nach dem Seitenwechsel gelang Magdeburg zunächst durch Stephanie Abel der Anschlusstreffer (58.). Davon jedoch ließen sich die Oldesloerinnen nicht beeindrucken. Denn statt die Partie noch einmal aus der Hand zu geben, sorgte Seda Heinrich per Distanzschuss für das entscheidende 3:1 (87.). Das war jetzt schon ihr viertes Jokertor, freute sich Clausen über den Treffer der Ex-Hamburgerin - und zog ein positives Fazit: Der Sieg spiegelt den Spielverlauf genau wider: Wir waren aktiver, hatten mehr Spielanteile, waren in den Zweikämpfen um einiges konsequenter und standen auch in der Abwehr sicher. Der einzige Gegentreffer resultierte aus einem Fernschuss, der auf diesem Untergrund schwer zu halten war. Ich bin mit dem Spiel meines Teams deshalb absolut zufrieden.

22.11.2010
FFC bekommt Aufsteiger Lübars nicht in den Griff

Stadionheft FFC Live zum Spiel gegen den 1. FC Lübars: [...hier]

Eine Woche nach dem 3:5 im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig kassierten die Zweitligafußballerinnen des FFC Oldesloe gestern Nachmittag die zweite Niederlage binnen einer Woche. Im Heimspiel gegen den 1. FC Lübars unterlag die Mannschaft von Michael Clausen vor 60 Zuschauern letztlich deutlich mit 1:4. Nach der Niederlage steht der FFC somit weiterhin mit 14 Punkten auf dem Konto da, was in der Tabelle Platz acht bedeutet. Nach der frühen Führung der Gäste durch Fechner (36.) konnte Madeline Gieseler in der 44. Minute zwar ausgleichen, im zweiten Durchgang allerdings sorgten Hagemann (52., 70.) und erneut Fechner (78.) dann für klare Verhältnisse.

Wir haben heute gegen einen starken Gegner verloren, der zurecht oben mitspielt, konstatierte FFC-Coach Michael Clausen, der im Tor die erkrankte Friederike Wiener (saß nur auf der Bank) ersetzen musste. Es ist natürlich ärgerlich, dass wir uns vier Gegentreffer eingefangen haben, aber Janice Adu-Gyamfi trifft daran keine Schuld. Sie hat ein wirklich gutes Spiel gemacht, nahm Clausen seine Ersatztorhüterin in Schutz und kritisierte stattdessen ihre Mitspielerinnen.

Lübars hat uns heute unsere Grenzen aufgezeigt. Wir haben vor allem im Aufbauspiel immer noch erhebliche Defizite, die wir nicht so einfach ablegen können. Es sei denn, jemand besorgt uns fünf neue Spielerinnen..., konstatierte Clausen, dieser Umstand macht es uns gerade gegen solche Mannschaften wie Leipzig in der letzten Woche, diesmal gegen Lübars oder auch die Reserve von Turbine Potsdam schwer, Druck zu erzeugen. Unterm Strich, so Clausen weiter, sei der Sieg des Kontrahenten aus dem Berliner Bezirk Reinickendorf um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen.

16.11.2010
Holstein Kiel II legt Protest gegen FFC-Sieg ein

Gegen die Wertung des Frauenfußball-Regionalliga-Spiels FFC Oldesloe II gegen Holstein Kiel II, das Oldesloe mit 2:1 gewann, hat die KSV Holstein Protest eingelegt. Der FFC setzte im Landesderby mit Johanna Wöhler eine Spielerin ein, die zwei Wochen zuvor in der Zweitligamannschaft gegen den Hamburger SV II aktiv mitgewirkt hatte. Da am Derbywochenende die Partie der ersten Mannschaft ausgefallen war, hätte Wöhler nicht in der Reserve eingesetzt werden dürfen. FFC-Trainer Steffen Redelstorff geht daher von einer Entscheidung zu Gunsten Kiels aus: "Die Lage scheint eindeutig, wir müssen davon ausgehen, dass wir das Spiel nachträglich verlieren werden." Endgültige Gewissheit soll voraussichtlich am 25./26. November herrschen, wenn der Norddeutsche Fußballverband tagt und diesen "Fall" zur Sprache bringen wird.

15.11.2010
Clausen-Elf verspielt Zwei-Tore-Führung

Michael Clausen hatte es schon vorher gewusst. Wir müssen auf die Leipziger Offensive aufpassen, orakelte der Trainer des FFC Oldesloe im Vorfeld der Auswärtspartie seiner Elf beim 1. FC Lokomotive Leipzig - und sollte mit seiner Ahnung recht behalten. Zwar kamen die Oldesloerinnen am gestrigen Vormittag in der sächsischen Messestadt gegen den Tabellenzweiten, der bis dahin in elf Partien nur zehn Gegentreffer kassierte, selbst zu drei Torerfolgen - zum Sieg reichte es für den FFC im Bruno-Plache-Stadion dennoch nicht: Mit 3:5 musste sich das Clausen-Team geschlagen geben. Besonders ärgerlich: Der FFC Verspielte dabei einen 2:0- und einen 3:1-Vorsprung.

Nachdem Seda-Saime Heinrich in der fünften Minute traf und Gaitana Lippert nur vier Minuten später zum 2:0 für ihre Farben erfolgreich war, sah es so aus, als ob der fulminante Frühstart die Gäste geradewegs auf die Siegesstraße führen würde. Auch den Leipziger Anschlusstreffer durch Safi Nyembo noch vor der Pause (39.) steckte die Mannschaft von Michael Clausen problemlos weg, konterte diesen vielmehr ebenfalls noch vor dem Halbzeitpfiff in Person von Kristin Engel, die zum 3:1 für den FFC erfolgreich war. Der anschließende Lattentreffer von Nyembo - ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel - schien für die Leipzigerinnen gegen die bis dato in der Defensive sicher und kompakt stehende Gästeelf so etwas wie ein Zeichen zum Aufwachen gewesen zu sein.

Zwar musste nach der Pause zunächst Leipzigs Lysann Schneider nach einem Madeline Gieselers Schuss kurz vor der Linie klären, doch statt der Vorentscheidung zu Gunsten des Clausen-Teams kippte die Partie dann in der Folgezeit in die andere Richtung. Erst traf Nyembo den Pfosten, nur kurze Zeit später deutete die Unparteiische Annette Raith (Ansbach) dann auf den Elfmeterpunkt. Leipzigs Anne Heller ließ sich nicht zwei Mal bitten und traf zum 2:3. Nur sieben Minuten später glichen die Gastgeberinnen durch Gabriella Toth aus. Und als ob dies noch nicht gereicht hätte, musste FFC-Torhüterin Friederike Wiener noch zwei Mal hinter sich greifen: Erst köpfte Nyembo das 4:3 (73.), dann erhöhte Josefine Krengel per Freistoß zum 5:3-Endstand (83.).

Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir den Vorsprung aus der Hand gegeben haben. Ab der 50. Minute sind wir eingebrochen, aber Leipzig hat nunmal eine starke Mannschaft. Wir sind mit dem hohen Druck, den der Gegner in der zweiten Halbzeit ausgeübt hat, nicht richtig klargekommen, fasste Michael Clausen die Partie zusammen.

15.11.2010
FFC-Reserve lässt sich den Schneid abkaufen

Der FFC Oldesloe II hat es in der Frauenfußball-Regionalliga versäumt, sich mit einem Auswärtssieg bei der TSG Burg Gretesch deutlich von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Beim bisherigen Tabellenvorletzten unterlagen die Oldesloerinnen 0:3 (0:1) und haben als Neunter nur ein Drei-Punkte-Polster auf den ersten Regelabstiegsplatz.

Nach vier Punkten aus den vergangenen beiden Partien hatte FFC-Coach Steffen Redelstorff darauf gehofft, seine Mannschaft könne sich weiter aus dem Tabellenkeller herausarbeiten. Doch dazu hätten wir zumindest die Zweikämpfe richtig annehmen müssen, wusste Redelstorff, woran es letztlich haperte. Die Gastgeberinnen waren von Beginn an präsent, versuchten über den Kampf ins Spiel zu finden und kauften den Gästen aus Stormarn den Schneid ab. Folgerichtig legte die TSG bereits nach neun Minuten durch Julia Berlsmann das 1:0 vor. Zwar erspielten sich auch die Oldesloerinnen die eine oder andere Torchance. Wirklich zwingend waren wir aber nicht, so dass die Niederlage auch in der Höhe verdient ist, konstatierte der FFC-Trainer, nachdem Fatou Sonko (54.) und Maike Pieper (86.) die 0:3-Pleite besiegelt hatten.

25.10.2010
Clausen-Elf versagen im DFB-Pokal die Nerven

Am Ende versagten die Nerven. Wir sind nunmal nicht die, vor denen man im Elfmeterschießen Angst haben muss, gestand Michael Clausen. Der Trainer des FFC Oldesloe zeigte sich enttäuscht nach dem 2:4 (1:1, 1:1) gegen Ligakonkurrent FSV Gütersloh. Das Viertelfinale im DFB-Pokal war in greifbarer Nähe, doch die Zweitliga-Fußballerinnen aus Stormarn versagten vom Punkt aus gleich drei Mal. Selbst so routinierte Spielerinnen wie Gaitana Lippert und Sarah Begunk waren dem Druck nicht gewachsen. Wir sind in dieser Situation einfach nicht souverän genug, kritisierte Clausen.

Dabei begann der FFC verheißungsvoll, dominierte den ersten Durchgang. Nach 38 Minuten stieß Lippert das Tor zum Viertelfinale ganz weit auf, als sie die Gastgeberinnen mit 1:0 in Führung brachte. Doch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Die Gütersloherinnen schnürten Oldesloe phasenweise ein. Wir konnten uns kaum noch befreien, sagte Clausen, der dennoch an einen Sieg glaubte: Schließlich hat sich Gütersloh trotz des Drucks keine richtig guten Chancen herausgespielt. Zwölf Minuten vor dem Ende aber sorgte die kräftige Unterstützung der Gastgeberinnen für den Ausgleich. Wir waren bei einem Standard zu sorglos, erklärte Clausen. Die Zuordnung in der Defensive stimmte nicht, Nina Philipp durfte ungehindert einnicken.

In der Verlängerung befreiten sich die Oldesloerinnen wieder vom Druck, lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit den Gästen. Da waren dann beide Teams letztlich froh, dass sie diese Phase unbeschadet überstanden haben, stellte Clausen fest. Torhüterin Stephanie Herkrath rettete Gütersloh mit einer Glanzparade gegen Seda Heinrich (110.) ins Elfmeterschießen. Dort zeigte der Ligakonkurrent der Clausen-Elf die besseren Nerven.

18.10.2010
FFC verpasst den nächsten Coup

Als die Unparteiische Verena-Kordula Schultz (Wolfsburg) gestern Nachmittag um 15.47 Uhr die Zweitligapartie in der Nord-Staffel zwischen dem FFC Oldesloe und der Zweitvertretung des Hamburger SV abpfiff, hatten die 203 Zuschauer im Oldesloer Kurparkstadion Gewissheit: Eine Woche nach dem 3:0-Erfolg gegen Werder Bremen hat der FFC es verpasst, zum zweiten Mal binnen nur sieben Tagen einer bis dahin noch ungeschlagenen Mannschaft die erste Niederlage der Saison zu bescheren. Am Ende zog die Mannschaft von Trainer Michael Clausen gegen die Hanseatinnen nur knapp mit 1:2 den Kürzeren.

In der ersten Halbzeit war es ein temporeiches Spiel, das auf Augenhöhe geführt wurde, konstatierte Oldesloes Coach Michael Clausen, beide Mannschaften hatten ihre Chancen, um in Führung gehen zu können. Keines der beiden Teams schaffte es allerdings, aus den Möglichkeiten auch Kapital zu schlagen. Für die Gastgeberinnen vergaben sowohl Verena Hildebrandt als auch Annika Knechtel und Kristin Engel. Auf der anderen Seite rettete Hildebrandt auf der Linie und bewahrte den FFC so vor einem Pausenrückstand.

Nach Wiederbeginn dauerte es dann jedoch keine Viertelstunde, ehe die Hamburgerinnen in Führung gingen. Nach einem Eckstoß präsentierte sich die Oldesloer Defensive einen Moment lang zu unorganisiert, und Denise Lehmann nutzte ihre gewonnene Freiheit zum Führungstreffer. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff legte die HSV-Reserve dann nach: Die in der vergangenen Saison mit 25 Treffern zur Torschützenkönigin der Liga avancierte Kathrin Patzke, die die Oldesloer Abwehrspielerinnen bis dahin gut im Griff hatten, setzte sich durch und netzte zum 2:0 für ihre Farben ein. Sehr zum Unmut von Michael Clausen, dem allerdings nicht nur das Tor selbst missfiel. Zuvor übersieht die Schiedsrichterin eine ganz eindeutige Abseitsstellung der Hamburgerinnen, ärgerte sich Oldesloes Übungsleiter. Immerhin wurde Clausen zwei Minuten vor Schluss zumindest etwas milder gestimmt, als Seda-Saime Heinrich gegen ihren Ex-Club zum 1:2 traf. Unterm Strich muss man sagen, dass der HSV-Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdient ist, resümierte der FFC-Coach.

18.10.2010
3:3 gegen TSV Havelse - FFC Oldesloe II gelingt Überraschung

Steffen Redelstorff zog ein kurzes Fazit. Das war ein optimaler Tag. Mit dem 3:3 sind wir mehr als zufrieden, sagte der Trainer der Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe II, nachdem sein Team dem Tabellenführer TSV Havelse ein Unentschieden abgerungen hatte.

Der FFC störte Havelse bereits im Spielaufbau, so dass die Gäste kaum zur Entfaltung kamen. Jeder ist heute für die anderen mitgelaufen, sagte Redelstorff. Der Lohn für den unbändigen Einsatz: Das 1:0 durch Jennifer Herrmann (43.). Mit dem Kopf scheinbar schon in der Kabine, kassierte der FFC mit dem Halbzeitpfiff noch den Ausgleich - Maresa Rockschies sprang der Ball vom Knie ins eigene Tor. Nach Wiederanpfiff die kalte Dusche: Binnen zehn Minuten lag Oldesloe mit 1:3 zurück, gab sich aber nicht auf. Erst machte Rockschies ihr Eigentor wieder gut (80.), dann zwangen die Gastgeberinnen Havelse zu einem Eigentor zum 3:3 (87.).

11.10.2010
FFC gelingt ein Wunder an der Weser

Dass die vermeintlich Kleinen im Fußball auch mal die Großen schlagen können, darauf hatte Michael Clausen im Vorfeld der Zweitligapartie beim SV Werder Bremen deutlich hingewiesen: In der Bundesliga hat Mainz 05 die Bayern ja auch geschlagen" meinte der Coach des FFC Oldesloe vor der Auswärtspartie beim ungeschlagenen Tabellenzweiten. Und die leise Hoffnung, die Clausen hegte, sollte sich erfüllen. Mit 3:0 (1:0) wiesen die FFC-Fußballerinnen die ambitionierten Grün-Weißen in die Schranken und feierten damit zumindest ein kleines "Wunder an der Weser". Ich hatte einfach das Gefühl, dass wir dran sind mit einem Außenseitersieg. Bereits vergangene Woche waren wir trotz der 0:3-Pleite mit Turbine Potsdam II auf Augenhöhe, begründete Clausen seinen Optimismus.

Der Coach hatte in Bremen die Marschroute ausgegeben, den Gegner frühzeitig zu stören, ihn so zu Ballverlusten zu zwingen. Eine Vorgabe, die letztlich aufging. Vor allem, weil Claudia Wenzel als Abräumerin im Mittelfeld immer wieder geschickt Löcher stopfte und Sarah Begunk als Regisseurin ihre Qualitäten eindrucksvoll demonstrierte. Beide haben ein überragendes Spiel abgeliefert. Zudem haben Madeline Gieseler und Gaitana Lippert die Bremer Abwehr immer wieder in Verlegenheit gebracht, freute sich Clausen, dessen Elf konsequentes Pressing spielte und in der dritten Minute bereits die erste Chance zur Führung besaß. Im Anschluss an einen Freistoß scheiterte Claudia Wenzel jedoch am Pfosten des SVW-Kastens. Besser machte es in der 26. Minute Gaitana Lippert, die das Leder zur mittlerweile hochverdienten Oldesloer Führung im Bremer Kasten versenkte.

Dennoch fand Clausen in der Halbzeitpause noch ein Haar in der Suppe - und zwar nicht zu Unrecht. Denn bei konsequenter Chancenverwertung wäre die Partie bereits nach den ersten 45 Minute zugunsten der Gäste entschieden gewesen. Michelle von Appen und Gaitana Lippert hätten längst alles klar machen müssen, monierte der Trainer, der jedoch erneut die richtigen Maßnahmen ergriff. Denn mit Kirsten Stamer und Seda-Saime Heinrich wechselte Clausen exakt jene Spielerinnen ein, die im zweiten Abschnitt endgültig alle Zweifel am Sieg der Oldesloerinnen beseitigten. In der 69. Minute war es zunächst Stamer, die das 0:2 erzielte, ehe Heinrich drei Minuten vor Ultimo zum Endstand traf. Heute hat einfach alles gepasst, frohlockte der FFC-Coach daraufhin und hofft nun auf die nächste Überraschung. Vielleicht gelingt es uns ja - beflügelt von diesem Sieg - am kommenden Wochenende den Hamburger SV II das erste Mal in einem Zweitligaspiel zu bezwingen, so Clausen.

11.10.2010
Erster Saisonsieg: FFC II erfüllt Pflichtaufgabe

Es war zwar nicht mehr als die Erfüllung einer Pflichtaufgabe, dennoch war die Erleichterung groß bei den Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe II. Im siebten Saisonspiel feierte der Aufsteiger den ersten Sieg, setzte sich 2:0 (1:0) bei Tabellenschlusslicht SG Jesteburg durch. Endlich haben wir mal das Tor getroffen, freute sich FFC-Coach Steffen Redelstorff und gestand, dass ihm nach dem ersten Dreier ein Stein vom Herzen gefallen ist. Die Erleichterung ist bei allen groß, der Sieg war enorm wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft, die eine tolle Leistung abgeliefert hat.

Das Spiel der SG war leicht auszurechnen. Von Beginn an agierten die Gastgeberinnen fast ausschließlich mit langen Bällen, die allesamt leichte Beute für die FFC-Abwehr waren. Wir haben indes versucht, immer wieder über die Außenpositionen Druck zu erzeugen, erklärte Redelstorff die Marschroute, die aufging. In der 33. Minute zog Mareike Eitner aus der Distanz ab. Jesteburgs Keeperin Julia Wrage konnte den Ball nicht festhalten und Lea Lübke staubte zur Gäste-Führung ab. Nach der Pause war es erneut Eitner, die nach toller Kombination über den Flügel nicht lange fackelte und abzog. SG-Keeperin Wrage bekam zwar noch eine Hand an den Ball, doch von der Querlatte aus sprang die Kugel zurück ins Feld, wo Vanessa Vonau keine Mühe hatte, zum Endstand einzuschieben (67.).

04.10.2010
FFC auf dem Boden gelandet

Nach zuletzt zwei Siegen in Serie - gegen Cloppenburg und TB Berlin gewann man jeweils mit 3:0 - sind die Zweitligafußballerinnen des FFC Oldesloe am vergangenen Wochenende auf den harten Boden der Realität zurückgeholt worden. Im Heimspiel gegen die Reserve des FFC Turbine Potsdam unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Clausen am achten Spieltag deutlich mit 1:4. Die Begegnung vor den 105 Zuschauern im Kurparkstadion war bereits zur Pause entschieden. Schon nach fünf Minuten hatte Henrike Schödel die Gäste-Elf mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht. Noch vor dem Seitenwechsel zog die Potsdamer Reserve durch einen Doppelschlag (21./29.) von Sandra Starke auf 3:0 davon. Zwar gelang Madeline Gieseler nach 58 Minuten der Anschlusstreffer zum 1:3, doch 13 Minuten vor dem Abpfiff stellte Kristin Demann den alten Abstand wieder her.

Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich Clausen nach der Partie nicht so unzufrieden, wie man es angesichts der nackten Zahlen erwartet hätte. Das Ergebnis spiegelt nicht das wider, was die Zuschauer gesehen haben, stellte der Oldesloer Trainer klar, wir haben einfach in manchen Situationen einen gebrauchten Tag gehabt und zudem das Pech, dass das Schiedsrichtergespann teilweise doch recht kuriose Entscheidungen getroffen hat. In erster Linie spielte Clausen damit auf den Elfmeter an, der den Oldesloerinnen den frühen Rückstand bescherte. Das war definitiv kein Elfer. Selbst der Potsdamer Trainer war der Meinung, dass man ihn nicht geben muss, erklärte Clausen nach dem Abpfiff.

Davon abgesehen könne er seiner Mannschaft keinerlei Vorwürfe machen, so Clausen weiter. Wir haben trotz des frühen 0:1 anschließend lange Zeit auf Augenhöhe mit Potsdam agiert und kaum etwas zugelassen, resümierte er. Einzig und allein: Während Potsdam in Person von Sandra Starke gleich zwei Mal traf, ließen die Gastgeberinnen durch Gaitana Lippert und Madeline Gieseler ihre Chancen ungenutzt verstreichen. Den einzigen Fehler, den wir im Spiel gemacht haben, war der vor dem 0:2. Da gehen wir beim Diagonalpass, der dem Tor vorausgeht, zu naiv zu Werke, konstatierte Clausen, der auch Torhüterin Friederike Wiener, die beim dritten Potsdamer Treffer keine allzu gute Figur machte, in Schutz nahm: Sie hat uns in so vielen Spielen mit hervorragenden Leistungen vor Niederlagen bewahrt und uns Punkte gerettet, so dass man auch mal darüber hinwegsehen kann, dass ihr in dieser Situation ein Ball unglücklich durchrutscht.

27.09.2010
Oldesloe gewinnt erneut 3:0

Der FFC Oldesloe scheint so etwas wie ein Angstgegner für Tennis Borussia Berlin zu sein. Nachdem die Stormarner Fußballerinnen die Berlinerinnen bereits vor einigen Wochen in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 3:0 in die Schranken gewiesen hatten, zogen die Hauptstädterinnen nun auch in der Zweiten Bundesliga gegen den von Michael Clausen trainierten FFC 0:3 (0:3) den Kürzeren.

Der Sieg war ungemein wichtig, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Jetzt können wir etwas entspannter auf die Tabelle schauen, bilanzierte Clausen. Viel mehr als über den Sieg freute sich der Oldesloer Trainer allerdings über eine andere Tatsache: Die Zeiten, als im Oldesloer Sturm Flaute herrschte, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Denn wie vor einer Woche gegen Cloppenburg schlug die FFC-Offensive erneut drei Mal zu. Unsere Abschlussschwäche haben wir abgelegt, weil wir mit Madeline Gieseler und Gaitana Lippert nun ein echtes Sturmduo in unseren Reihen haben, das gut harmoniert, begründete Clausen, warum es derzeit rund läuft in vorderster Front. Allerdings ließen Lippert und Co. gegen Berlin in der zweiten Halbzeit auch noch drei Großchancen liegen. Dass Clausen diesen vergebenen Hundertprozentigen nicht nachtrauerte, hatte einen einfachen Grund: seine Mannschaft hatte zu diesem Zeitpunkt die Partie längst entschieden.

Denn die Stormarnerinnen legten einen Traumstart hin und gingen bereits nach fünf Minuten durch Lippert in Führung. Danach haben wir zwar etwas den Rhythmus verloren, so dass Tennis Borussia besser ins Spiel kam, aber in Gefahr sind wir nicht geraten, berichtete Clausen, dessen Elf nicht so beherzt zur Sache ging und Berlin das Mittelfeld überließ. Torchancen erspielten sich die Gastgeberinnen aber in dieser Phase nicht. Nach einer halben Stunde fingen sich die Clausen-Schützlinge allerdings wieder und rissen die Partie an sich - und sorgten schnell für die Entscheidung. Zunächst traf Sandra Runge zum 2:0, ehe nur sechs Minuten später die wieder erstarkte Kristin Engel den Vorsprung des FFC auf 3:0 ausbaute und damit den Gastgeberinnen bereits frühzeitig den Wind aus den Segeln nahm.

25.09.2010
Oldesloe-Reserve: Pokalpleite gegen Neumünster

Im Achtelfinale des SHFV-Pokals war Endstation für die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe II. In der Nachholpartie gegen den SH-Ligisten Olympia Neumünster kassierte die Elf von Trainer Steffen Retelsdorff eine 1:2 (1:2)-Niederlage auf eigenem Platz. Die erste Partie musste am 26. August nach 90 Minuten beim Stand von 3:3 wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Wer nicht genügend Tore schießt, verliert verdient, sagte Retelsdorff.

Schnell lagen die Gastgeberinnen mit 0:2 in Rückstand. Zunächst fällte FFC-Torhüterin Janice Adu Gyamfi eine Olympia-Akteurin im Strafraum, gegen den fälligen Elfmeter von Catherina Schnoor war sie machtlos (10.), nur fünf Minuten später lud ein Querpass in der eigenen Abwehr die Gäste zum 0:2 durch Sascia Markstein ein. Mehr als den Anschlusstreffer durch Vanessa Vonau (30.) schaffte der FFC nicht. Wir sind zu ungefährlich vor dem Tor, weil wir die Angriffe nicht konsequent zu Ende spielen, so Redelstorff. Am Sonntag soll diese Schwäche im Ligaspiel gegen Bergedorf abgestellt werden. Es wird nicht einfach, weiß Redelstorff. Aber ich rechne mir trotzdem etwas aus. Wir müssen Wiedergutmachung betreiben, auch wenn Bergedorf eine etablierte Mannschaft in der Regionalliga ist", nimmt der Coach seine Spielerinnen in die Pflicht.

FFC Oldesloe II: Adu Gyamfi - Teegen, Stöhr, Calaminus, Rockschies, Rüder, Pukall, Schneider, Vonau, Lübcke, Jakobi; eingewechselt: Herrmann, Brede.

13.09.2010
Oldesloe II verliert erst Hartmann, dann das Spiel

Langsam wird es eng, nächste Woche müssen wir im Landersderby gegen Holstein Kiel nun dringend punkten, um nicht den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu verlieren, konstatierte Steffen Revenstorff, Interimstrainer des FFC Oldesloe II, nach der dritten Saisonniederlage im vierten Spiel nach dem Aufstieg in die Frauenfußball-Regionalliga Nord. Beim Mellendorfer TV verkaufte sich die Zweitliga-Reserve zwar enorm teuer und investierte viel, um den ersten Dreier zu landen. Doch unter dem Strich haben wir uns selbst um den Lohn für eine engagierte Leistung gebracht, meinte Revenstorff und spielte damit auf die Schlussphase an, in der seine Elf innerhalb von 60 Sekunden aus der Bahn geworfen wurde.

Die Gäste hatten mit dem noch unbesiegten Gegner lange Zeit gut mitgehalten. Zwar blieb der eigene Angriff erneut blass, aber Chancen des MTV waren ebenfalls rar, sodass sich der FFC berechtigte Hoffnungen machte, zumindest einen Punkt zu entführen. In der 79. Minute konnte die Gäste-Abwehr nach einem Eckstoß das Leder jedoch nicht aus der Gefahrenzone befördern, so dass Eileen Osterwohld aus dem Gewühl heraus die Kugel zum 1:0 über die Linie drückte. Den folgenden Gegenangriff des FFC fingen die Gastgeberinnen ab. Franziska Knoop ließ sich nicht zweimal bitten und schloss den anschließenden Konter eiskalt zum 2:0-Endstand ab. Doch damit noch nicht genug, zu allem Überfluss hat sich Tatjana Hartmann auch noch das Schlüsselbein gebrochen, berichtete Revenstorff.

13.09.2010
FFC geht zum dritten Mal leer aus

Noch vor gut einer Woche durften sich die Zweitligafußballerinnen des FFC Oldesloe nach ihrem 1:0-Sieg vor eigenem Publikum gegen den Magdeburger FFC über den ersten dreifachen Punktgewinn der Spielzeit freuen, am Sonnabend fanden sich die Spielerinnen von Trainer Michael Clausen zum wiederholten Male in dieser Saison in einer anderen Rolle wieder. Beim FSV Gütersloh 2009 kassierten die Oldesloerinnen beim 1:2 aus ihrer Sicht bereits die dritte Niederlage in der Liga. Nachdem Leonie Bentkämper die Gastgeberinnen bereits nach sieben Minuten mit 1:0 in Führung bringen konnte, gelang Svenja Fritz mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 51. Minute zwar der Ausgleich, doch die Oldesloer Freude über diesen Treffer hielt jedoch relativ kurz an, da Lena Hackmann nur acht Minuten später - ebenfalls vom Elfmeterpunkt aus - für die erneute Gütersloher Führung und damit für den Sieg sorgte.

Dem Treffer zum 1:0 für Gütersloh geht ein ganz klares Foul an Svenja Fritz voraus, ärgerte sich Clausen, der mit der Leistung von Schiedsrichterin Kim-Jana Trenkner (Winsen) absolut nicht zufrieden war: Sie hatte keine klare Linie und hat viele kleinliche Entscheidungen getroffen, die weder auf unserer Seite noch bei den Güterslohern auf Verständnis getroffen sind. Das war eine Leistung, die kein Zweitliga-Niveau hatte." Auch mit dem Auftreten seiner Spielerinnen war der Oldesloer Trainer nicht zufrieden - zumindest, was die erste Halbzeit anging. Wir können glücklich sein, dass wir nicht höher in Rückstand geraten sind. Wir haben vor allem bei Standardsituationen nicht gut ausgesehen.

Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Gäste besser ins Spiel - und konnten nach einem Foulspiel an Madeline Gieseler im FSV-Strafraum schließlich ausgleichen. Auf der anderen Seite konnte Sandra Runge nach 59 Minuten ihre Gegenspielerin im Sechzehner ebenfalls nur durch ein Foulspiel stoppen. Die Unparteiische zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt - der FFC musste nun abermals einem Rückstand hinter rennen und hätte durch Gieseler (75.) beinahe noch zum zweiten Mal ausgeglichen.

06.09.2010 - Magdeburger FFC - FFC Oldesloe
(Bericht aus Magdeburg)

Unglücklich mit 0:1 unterlag der Magdeburger FFC am Sonntag beim FFC Oldesloe und ist nach dem 4. Spieltag in der 2. Frauen Bundesliga noch immer ohne Punktgewinn. Auch einen Treffer konnten die MFFC-Kickerinnen in der laufenden Meisterschaft noch nicht bejubeln.

Dass nah dran nicht genug ist und manches Mal auch nur ein Tor zum großen Erfolgserlebnis reicht, zeigte sich am Sonntag wieder in Oldesloe. Die Magdeburgerinnen mit dem Willen, die Partie für sich zu entscheiden, schalteten sofort den Vorwärtsgang ein und hatten in der 8. Minute ihre erste Möglichkeit. Nachdem der Eckball, getreten von Isabelle Knipp, zu kurz abgewehrt wurde, flankte Knipp erneut in die Mitte, wo Katja Gabrowitsch ihre Direktabnahme nur knapp neben das Tor der Gastgeberinnen setzte. Im Gegenzug kamen die Oldesloerinnen durch die Unachtsamkeit der MFFC-Viererkette zu ihrer ersten Möglichkeit. Doch Oldesloes Torjägerin Gaitana Lippert zögerte mit ihrem Schuss zu lange, sodass sie den entscheidenden Moment verpasste. Durch frühes Stören erkämpften sich Melissa Krakowski und Dania Schuster in der 12. Minute am Oldesloer Strafraum den Ball und legten für Jennifer Horwege auf, doch Oldesloes Keeperin Friederike Wiener wehrte deren 18-Meter-Schuss gerade noch zur Ecke ab. Nach starkem körperbetonten Einsatz setzte sich Seda Heinrich in der 22. Minute gut durch, ihr Zuspiel setzte Annika Knechtel knapp neben das MFFC-Gehäuse. Isabelle Knipp vergab dann in der 24. Minute leichtfertig eine gute Freistoßmöglichkeit. Glück für den MFFC, dass Sandra Runge nach einer knappen halben Stunde Spielzeit den Ball im Strafraum nicht traf, nachdem der Querschläger von Patricia Steinbrück für Runge zum Zuspiel wurde (28.). Gerade noch mit den Fingerspitzen konnte FFC-Keeperin Wiener in der 29. Minute den Torschuss von Knipp um den Pfosten lenken und einen Gegentreffer vor der Pause verhindern. Drei Minuten später ein sehenswerter Angriff über die rechte Angriffsseite über Horwege, doch ihr Zuspiel fand im Strafraum keine Abnehmerin. Vor dem Pausenpfiff nochmals ein Konter der Gastgeberinnen, doch Almuth Schult klärte das lange Zuspiel vor Stürmerin Lippert (44.).

Die Magdeburgerinnen spielten mit dem Mute der Verzweiflung weiter offensiv. Isabelle Knipp setzte sich in der 55. Minute sehr gut im Eins gegen Eins gegen Mirja Herrmann durch, aber ihren Torschuss aus zu spitzem Winkel konnte Wiener am kurzen Pfosten halten. Dass das Glück nicht gerade auf Seiten der MFFC-Kickerinnen steht, zeigte sich in der 58. Minute, als der 20-Meter-Freistoß von Knipp an die Lattenunterkante knallte und von dort nicht ins Tor sprang, sondern knapp vor der Torlinie aufsprang. Zum Nachschuss kamen dann Horwege und auch Schuster den berühmten Schritt zu spät. Verdient wäre die Führung allemal gewesen. Nicht energisch genug setzten die Gastgeberinnen in der der 67. Minute nach einem Freistoß nach, so blieb der abgeklatschte Ball von Torhüterin Schult vom Gegner ungenutzt. Der gastgebende FFC Oldesloe wartete beharrlich auf sich bietende Konterchancen, der MFFC bekam den Ball nicht ins Tor. So pflückte die FFC-Keeperin in der 72. Minute den Horwege-Freistoß vor Schuster herunter. Für die Gastgeberinnen sorgte in der 84. Minute ein Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte zur Steilvorlage für Gaitana Lippert, die den Ball dann auch noch erfolgreich an Torhüterin Schult vorbei und zum entscheidenden Tor in die Maschen spitzelte. Selbst das große Durcheinander im Oldesloer Strafraum eine Minute vor Spielende reichte nicht mehr für den Ausgleichsgleichtreffer. In dieser Situation hätte die junge Knipp schneller abschließen müssen.

 

04.09.2010
Löwenstrom legt Traineramt beim FFC II nieder

Jörg Löwenstrom ist nicht mehr Trainer der Fußballerinnen des FFC Oldesloe II. Der 47-Jährige legte mit sofortiger Wirkung sein Amt beim Regionalliga-Aufsteiger nieder.

02.09.2010
FFC nach 3:0 in Runde drei

Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben durch ein 3:0 (1:0) bei TeBe Berlin die dritte Runde im DFB-Pokal erreicht und damit bereits 6000 Euro im Wettbewerb verdient. Madeline Gieseler (5.), Gaitana Lippert (69.) und Sarah Begunk (80.) trafen für die Stormarnerinnen. Einzig bitter: Führungsspielerin Claudia Wenzel musste mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden. Dennoch fiel das Fazit von Trainer Michael Clausen natürlich positiv aus: Wir waren von Beginn an überlegen, haben den Gegner klar beherrscht . So wünsche ich mir das in der Liga aus. Sogar die Torausbeute war heute erfreulich.

Oldesloe hatte zuvor noch nie die dritte Runde im DFB-Pokal erreicht. Das Achtelfinale steigt am 24. Oktober 2010. Clausen wünscht sich für die nächste Runde, die am 11. September im Rahmen des Bundesliga-Spitzenspiels zwischen dem FCR Duisburg und dem 1. FFC Frankfurt ausgelost wird, endlich ein Heimspiel. Seit dem 3. September 2006 musste er mit seinem Team im Pokal ausnahmslos auswärts antreten.

FFC Oldesloe: Wiener - Herrmann, Fritz, Knechtel, Hildebrandt - Gieseler, Begunk, Wenzel (74. Stamer), Runge - Lippert (85. Kucharski), Heinrich (60. von Appen).

 

23.08.2010
0:3 gegen Leipzig: FFC mit zu hoher Fehlerquote

Bericht FanSoccer als PDF:  [...hier]

Eine Woche nach dem durchaus verheißungsvollen 1:1 zum Saisonstart im Auswärtsspiel beim SV Victoria Gersten kassierten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe gestern Vormittag bei ihrer Heimspielpremiere in der Saison 2010/2011 die erste Niederlage der noch jungen Spielzeit. Im Duell mit dem Tabellenvierten der Vorsaison, Lokomotive Leipzig, unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Clausen im Kurparkstadion letztlich mit 0:3. Nachdem Gabrielle Toth die Gäste aus Sachsen in der 32. Minute in Führung gebracht hatte, schickte Anne Heller mit ihrem Doppelschlag in der 59. und 77. Minute die Gastgeberinnen endgültig auf die Verliererstraße. Entsprechend bedient war der Oldesloer Coach nach dem Abpfiff.

Meine Mannschaft hat wirklich nicht gut gespielt, stellte Clausen ohne Umschweife fest und betrieb unmittelbar nach der Partie bereits Ursachenforschung: Wir haben zu viele Fehler gemacht. Das geht von ungenauen Anspielen über zu wenig Laufbereitschaft bis hin zu einem schlechten Zweikampfverhalten. Wir haben nicht den Willen gezeigt, dass wir gegen Leipzig etwas holen wollen. Vor allem der Treffer zum 0:2, so Clausen weiter, sei ein Musterbeispiel dafür. Da reiht sich ein Fehler an den anderen. Wir schaffen es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen und sind dann unachtsam, so dass die Leipzigerin keine Problem mehr hat, das Tor zu machen, erklärte der FFC-Trainer, den dieser Gegentreffer noch aus einem anderen Grund wurmte. Vor dem 0:2 nämlich hatten die Gastgeberinnen ihre beste Phase im Spiel. Da waren wir wirklich dem Ausgleich nahe. Wer weiß, wie die Partie dann weiter verlaufen wäre. . ., trauerte Clausen den vergebenen Chancen von Claudia Wenzel, deren Kopfball an der Latte landete, und Kristin Engel, die alleine vor Leipzigs Torhüterin Carolin-Sophie Härling auftauchte, in der Anfangsphase der zweiten Hälfte nach. So nahm das Unheil seinen Lauf, und die Leipzigerinnen legten noch einen weiteren Treffer nach: Anne Heller traf fast von der Eckfahne aus zum 3:0 für die Gäste.

Der Ball senkt sich am langen Pfosten und geht rein. So einen Treffer kassiert man auch nicht oft. Aber aus unserer Sicht war das Spiel eigentlich schon nach dem zweiten Gegentor gelaufen, konstatierte Clausen merklich angefressen, wir können am Ende sogar froh sein, dass wir das Spiel nicht noch deutlicher verloren haben.

FFC Oldesloe: Wiener - Wöhler, Hildebrandt, Fritz (46. Knobloch), Knechtel - von Appen, Knechtel, Runge (60. Kucharski), Engel - Gieseler (39. Begunk), Lippert.

26.08.2010 -FFC Oldesloe – 1. FC Lok Leipzig 0:3 (0:1)
Vom Winde verweht

Nach gutem Saisonstart in Gersten empfing der FFC Oldesloe die ambitionierten Lok-Frauen aus Leipzig, die ihre Favoritenstellung in einen über weite Strecken überzeugenden 3:0-Auswärtserfolg ummünzen konnten.

Durch gewisse Konzentrationsprozesse im Leipziger Frauenfußball stießen nicht weniger als sechs Neuzugänge vom Leipziger FC 07 zu Lok. Darüber hinaus verpflichtete man mit Erika Szuh und Gabriella Toth noch zwei ungarische Spielerinnen, womit Leipzigs Trainer Jürgen Brauße nunmehr auf einen breiten Kader zurückgreifen kann, dem lediglich die langzeitverletzten Anja Fleischer und Yvonne Wutzler momentan fehlen. Derart verstärkt, peilt man nun höhere Ziele an.

Der FFC Oldesloe bäckt etwas kleinere Brötchen, konnte sich aber ebenfalls verstärken, so u.a. mit gleich drei Spielerinnen des HSV II (Catherine Knobloch, Sarah Begunk und Seda Heinrich).

Die Rollen waren also verteilt, das Spiel hatte eben begonnen, da bot sich Gabriella Toth bereits die erste Kopfballchance (3.). Eine Gelegenheit von Lysann Schneider für Leipzig nach Zuspiel von Marie-Luise Herrmann wurde ebenso knapp vereitelt wie auf der anderen Seite die Chance von Madeline Gieseler nach Pass von Kristin Engel. Trotz gelegentlich etwas holprigen Spielaufbaus zeichnete sich bereits ab, dass die Gäste etwas mehr von der Partie hatten.

Lok Leipzig spielte in der ersten Halbzeit gegen den Wind, doch der bekam erst nach der Pause seine ganz spezielle Bedeutung. Zunächst bot sich den Gästen eine weitere Chance, als Schneider knapp verzog (26.), dann erhielt Leipzigs Janine Ganser nach Foul an Gaitana Lippert die erste Verwarnung.

Nach 32 Minuten dann das 0:1. Nach einer langen Flanke von der rechten Seite durch Anja Hädrich kam der Ball zu Toth, die nur noch einzuschieben brauchte. Dem hatte Oldesloe einen Aufsetzerfreistoß entgegenzusetzen, der noch brandgefährlich wurde. Leipzig drückte jedoch weiter und wäre nach einer Ecke beinahe zum 2:0 gekommen.

Offiziell 191 Zuschauer sahen nach Wiederbeginn einen Lattentreffer von Erika Szuh. Den abprallenden Ball bekam Marie-Luise Herrmann direkt vor die Füße, vergab aber das sichere 0:2. Dann sah auch Loks Katharina Freitag Gelb. Oldesloe hatte nun seine beste, wenn auch kurze Phase. Zunächst vergaben Sarah Begunk und Claudia Wenzel (Lattenkopfball), dann war Kristin Engel frei und scheiterte an Carolin-Sophie Härling im Tor der Gäste. Hier war locker der Ausgleich drin, doch stattdessen schlug nun die Stunde von Leipzigs Kapitänin Anne Heller, die vor der Strafraumgrenze in Ballbesitz kam und deren kraftvoller Flachschuss unhaltbar ins linke Eck einschlug (59.).

Damit übernahm wieder Leipzig das Heft des Handelns und war nun klar überlegen. Weitere Chancen für Marlene Ebermann, wiederum Toth und Heller blieben ungenutzt. Dann Eckball für Leipzig, den sich Heller zurechtlegte. Ob Absicht oder nicht, der Ball kam knapp vor das Tor, und der noch immer in die gleiche Richtung wehende Wind war nunmehr mit den Gästen und half dem Ball auf seinem Weg ins lange Eck – 0:3 (77.)

Damit waren auch die letzten Oldesloer Hoffnungen auf Zählbares vom Winde verweht, wenngleich, auch angesichts der Spielanteile, schon der zweite Treffer alles klargemacht hatte. Anne Heller, die beste Spielerin auf dem Platz, hatte damit auch die meisten Tore erzielt. Gegen Ende schließlich noch eine Verwarnung gegen Oldesloes Verena Hildebrandt, dann war das Spiel gelaufen.

Bad Oldesloe wird von dieser Niederlage nicht umgeworfen werden, hat aber mit Lübars und Magdeburg Aufgaben vor sich, die volle Konzentration erfordern. Die Leipzigerinnen reisen nach Gersten, zu einem der Hauptkonkurrenten um den Aufstieg, und sollten hierfür ihre gute Form konservieren.


FFC Oldesloe:
Wiener – Wöhler, Hildebrandt, Fritz (46. Knobloch), Knechtel – von Appen, Wenzel, Runge (60. Kucharski), Engel – Gieseler (39. Begunk), Lippert

 

 

 

23.08.2010
Für Löwenstrom-Team war mehr drin

Jörg Löwenstrom, Trainer des FFC Oldesloe II, fand nach dem ersten Spiel in der Frauenfußball-Regionalliga lobende Worte für seine Elf. Die Mädels haben alles gegeben, sich richtig reingehängt - das macht Mut für die Zukunft, sagte der Coach. Doch so richtig freuen konnte sich Löwenstrom nicht. Nur allzu gut wusste der Erfolgstrainer, dass für den SH-Liga-Meister im Heimspiel gegen den VfL Oythe mehr als ein 1:1 (0:0) drin war.

Nach kurzer Abtastphase übernahm die gastgebende Zweitliga-Reserve schnell das Kommando. Engagiert in den Zweikämpfen und mit hoher Laufbereitschaft zu Werke gehend, bestimmte der FFC das Spiel. Wir haben aber nicht nur gut gekämpft, sondern auch teilweise hervorragend Fußball gespielt, unterstrich Löwenstrom. Und in der Tat - immer wenn die Oldesloerinnen den Ball schnell und direkt laufen ließen, stellten sie den etablierten Gegner vor enorme Probleme. Die logische Folge waren eine Reihe von guten Chancen. Doch vor dem gegnerischen Tor versagten den Gastgeberinnen ein ums andere Mal die Nerven, oder die VfL-Keeperin verhinderte einen Rückstand ihrer Elf. Das ist leider immer noch unser großes Manko, haderte der FFC-Trainer, wir brauchen einfach zu viele Möglichkeiten, bis wir erfolgreich zum Abschluss kommen. Wären Lea Lübcke, Vanessa Vonau oder Johanna Jacobi nur etwas kaltschnäuziger gewesen - der VfL wäre zur Pause bereits deutlich in Rückstand geraten. So aber wurden beim 0:0 die Seiten gewechselt.

Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff keimte dann allerdings Hoffnung im FFC-Lager auf: Nach gelungener Kombination zog Jennifer Hermann aus der Distanz ab. Oythes Schlussfrau konnte den Ball nicht festhalten und Mareike Eitner staubte zur hoch verdienten FFC-Führung ab. Im weiteren Spielverlauf allerdings versäumten es die Gastgeberinnen, den Vorsprung weiter auszubauen - und wurden dafür bestraft. In der 80. Minute traf Patricia Nenmann zum schmeichelhaften 1:1-Endstand. Ganz bitter, das war erst die zweite Chance des Gegners, haderte Löwenstrom.

FFC Oldesloe II: Adu-Gyamfi - Hartmann, Rockschies, Schneider, M. Hermann - Pukal, Rüder, Jacobi (75. Stöhr), Vonau (35. J. Hermann) - Dünow - Lea Lübcke (46. Eitner)

 

15.08.2010 

Zehn Stück zum Zehnjährigen
SV Wilhelmsburg - FFC Oldesloe 2000 0:10 (0:2)

Das Erstrundenmatch im DFB-Pokal führte den Zweitligisten FFC Oldesloe gerade 53 Kilometer in die Nachbarschaft: Zum Hamburger Pokalsieger SV Wilhelmsburg. Der Verbandsligist hatte sich im Pokalfinale gegen die "Zweite" von Ligakonkurrent Altona 93 - die eigentlich die Erste war - mit 4:1 durchgesetzt. Das größte Hindernis bei der Anreise der Stormarnerinnen dürfte der Rückreisestau der Urlauber auf der Autobahn 1 zwischen Kreuz Ost und Stillhorn gewesen sein.

Zum Text ivom FanSoccer:  [...hier]

01.07.2010
Clausen überzeugt: Mischung stimmt

Am Montagabend war es für die Zweitliga-Kickerinnen des FFC Oldesloe wieder so weit, Trainer Michael Clausen bat zum Trainingsauftakt ins Kurparkstadion. Mit dabei waren einige neue Gesichter: Mit dem vom Hamburger SV II (2. Bundesliga) gekommenen Trio Catharine Knobloch, Sarah Begunk, Seda Heinrich sowie Christina Möller (TSV Ratekau), Joy Wetzel (TSV Jesteburg) und den eigenen Nachwuchsspielerinnen Madeline Gieseler und Ronja Pajonk durfte der Coach gleich sieben Neue im Kader begrüßen. Sie sollen die Abgänge von Liva Zunker (heuerte beim SV Werder Bremen an), Joy Grube (zu Holstein Kiel), sowie den berufsbedingt kürzer tretenden Franziska Koop (arbeitet als Physiotherapeutin), Filiz Koc (sie will sich in Hannover selbstständig machen) und Steffi Storm, die eine Ausbildung anfängt und sich bei ihrem Heimatclub TSV Zarpen fit halten wird, adäquat ersetzen.

Der Coach ist voller Zuversicht, dass dieses gelingt. Die Mischung stimmt, so Clausen, der für die Saison 2010/2011 ein Ziel hat: Wir wollen uns weiterentwickeln und die Liga erhalten. Dabei sollen auch die sieben Neuen kräftig mithelfen. Das Stormarner Tageblatt stellt die fünf externen Neuzugänge kurz vor.

Sarah Begunk: Die 18-jährige Mittelfeldspielerin kam vom HSV II, will laut eigenem bekunden den Spaß am Fußball wieder finden und irgendwann den Sprung in die 1. Liga schaffen. Trainer Clausen traut ihr einiges zu: Sie ist ein großes Talent, technisch stark und verfügt über ein gutes Spielverständnis. Seda Heinrich: Mit 16 Jahren der Floh im Team, kam ebenso vom HSV II zu den Stormarnerinnen. Für sie ist wichtig: Ich möchte nach meiner Verletzung wieder Spielpraxis sammeln. Coach Clausen sieht Potenzial bei der Offensivspielerin. Ihre Stärken sind ihre Schnelligkeit und ihre enorme Torgefährlichkeit. Catharine Knobloch: 23-jährige Defensivspezialistin. Sie ist sehr kopfballstark, strahlt Ruhe aus und bringt eine Menge Erfahrung mit, weiß Coach Clausen. Der dritte Neuzugang vom HSV II nimmt die neue Umgebung locker. Mal schauen, was geht; hier zu spielen, ist doch mal etwas anderes, so Knobloch und erinnert sich daran zurück, dass sie bisher immer gegen den FFC gewonnen hat. Jetzt lerne ich mal die andere Seite kennen.

Christina Möller: Die 24-jährige Torfrau kam vom Verbandsligisten TSV Ratekau. Das ist eine große Herausforderung für mich - doch die will ich annehmen. Trainer Clausen stimmt zu: Sie hat noch nicht alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft, da ist eine Steigerung möglich. Joy Weitzel: Spielte bereits fünf Jahre in der Regionalliga beim TSV Jesteburg, wechselte berufsbedingt zum FFC. Für mich als 29-jährige ist das hier vielleicht die letzte Chance, in der 2. Bundesliga Fuß zu fassen, beschreibt die Stürmerin den Reiz eines Neuanfanges. Ihre Stärken: Sie ist torgefährlich, weiß Clausen. Das zu beweisen gilt es bereits am Sonnabend (3. Juli), denn dort trifft der FFC um 13 Uhr im ersten Testspiel der Saison auf die Altherren vom Eichholzer SV.

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