FFC Oldesloe

Die Spielzeit 2009/10 – 1. Mannschaft - Rückrunde

 

Sonntag, 17. Januar 2010

„Riesenerlebnis“ fast ohne Tore

FFC Oldesloe belegt beim Nord-Cup-Hallenturnier den letzten Platz und schießt in sechs Spielen nur zwei Tore / Comeback von Wiener

tgo. – Für die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe gab es beim hochkarätig besetzten Hallenturnier in der Kieler Ostseehalle wie schon in den Vorjahren nichts zu holen. Auch bei der dritten Auflage des vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband veranstalteten Events belegten die Stormarnerinnen noch hinter den Ligakonkurrentinnen von Holstein Kiel (5.) und Werder Bremen (6.) den letzten Tabellenplatz.

„Dennoch ist es jedes Jahr ein Riesenerlebnis“, stellte FFC-Trainer Clausen als Turnierfazit fest. „Es ist ein Riesenspaß für uns gegen qualitativ so hochklassige Spielerinnen der 1. Bundesliga anzutreten. Wenn man sieht, was für einen schönen Hallenfußball zum Beispiel die SG Essen-Schönebeck spielt, kann man sich doch daran erfreuen“, schwärmt Clausen von dem am Ende drittplatzierten Bundesliga-Verein mit der weitesten Anreise.

Dabei war es zunächst der spätere Nord-Cup-Sieger, 1. FFC Turbine Potsdam, der den Clausen-Schützlingen die Grenzen aufzeigte. Im Eröffnungsspiel hielt der FFC gegen „das Maß aller Dinge im Frauenfußball“ (Hallensprecher Norman Nawe) zunächst gut mit, erspielte sich auch eigene Chancen, ohne jedoch ein Tor zu erzielen. Nach dem ersten Drittel der insgesamt zehnminütigen Spielzeit war es dann U20-Nationalspielerin Jessica Wich, die für Turbine den ersten Turniertreffer markierte. 0:3 hieß es beim Ertönen der Hallensirene, die das Spiel beendete und dabei den Klang eines Schiffhorns imitierte.

Dass damit auch gleichzeitig ein bildhafter Untergang des FFC eingeläutet wurde, wäre wohl übertrieben, aber die nächsten beiden Partien gingen mit 0:7 (SG Essen-Schönebeck) und 0:3 (VfL Wolfsburg) sehr eindeutig an die Erstligisten. Mit dem SV Werder Bremen stand nach drei Spielen Pause dann erstmals ein Gegner aus der gleichen Spielklasse auf der anderen Seite der Halle. In diesem Spiel offenbarte sich mehr als deutlich ein bekanntes Problem: „Wir erarbeiten uns immer wieder ausreichend und gute Chancen, aber nutzen sie nicht aus. Die Torausbeute ist genauso wie draußen unser größtes Manko“, haderte Clausen. Auch Neuzugang Filiz Koc scheint zumindest noch nicht die Lösung für dieses Problem zu sein. „Filiz hat sich gut eingefügt in die Mannschaft, hat auch einige gute Torszenen gehabt. Leider fehlte ihr auch ein kleines Quäntchen Zielstrebigkeit und die letzte Genauigkeit im Abschluss“, sagte Clausen. So schoss sie in der Anfangsphase des Spiels gegen Bremen der Torhüterin Jennifer Martens zweimal direkt auf den Körper, anstatt an ihr vorbei ins Netz einzuschieben. Die Bremerinnen machten es anschließend cleverer und erzielen „ohne richtige Torchance“ (Clausen) die 2:0-Führung. Mit einem Pfostenschuss durch Kristin Engel und einem Lattenknaller von Gaitana Lippert eroberten sich die tapferen Oldesloerinnen zwar Sympathien, vielleicht aber auch Mitleid, bei den 3500 Zuschauern in der Ostseehalle. Erst in den beiden letzten Spielen sollte aber diesen beiden Spielerinnen je ein Tor gelingen. Lippert traf zur 1:0-Führung gegen Holstein Kiel (Endstand 1:1) und Engel zum Ehrentreffer beim 1:4 im letzten Spiel gegen den späteren Halbfinalisten Hamburger SV.

Am Ende steht ein Punkt und ein Torverhältnis von 2:20. Dass das Torverhältnis nicht noch schlechter ausfiel, verdankte die Mannschaft einer großartig aufgelegten Friederike Wiener, die nach ihrer Fingerverletzung ins FFC-Tor zurückkehrte und sich in Topform präsentierte.

Einen Schock musste Clausen am Ende auch noch verarbeiten: Lippert verletzte sich in der letzten Sekunde des letzten Spiels und droht auszufallen. „Das darf uns bloß nicht passieren“, hofft Clausen noch auf schnelle Genesung seiner Stürmerin.

Für den FFC spielten: Wiener, Backhaus, Grube, Fritz, Storm, Engel, Koc, Lippert, Kucharski, Runge, Zunker, Koop.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.1.2010

 

  1. JANUAR 2010: KIEL, OSTSEEHALLE
  2. SHFV-NORD-CUP

 

FFC Oldesloe – FFC Turbine Potsdam 0:3, VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:0, Werder Bremen – Holstein Kiel 0:2, SG Essen-Schönebeck – FFC Oldesloe 7:0, FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg 3:0, Hamburger SV – Werder Bremen 1:1, SG Essen-Schönebeck – Holstein Kiel 1:0, VfL Wolfsburg – FFC Oldesloe 3:0, Werder Bremen – FFC Turbine Potsdam 3:5, Hamburger SV – Holstein Kiel 1:0, VfL Wolfsburg – SG Essen-Schönebeck 2:1, FFC Oldesloe – Werder Bremen 0:2, Holstein Kiel – FFC Turbine Potsdam 0:1, SG Essen-Schönebeck – Hamburger SV 2:1, Werder Bremen – VfL Wolfsburg 0:4, FFC Oldesloe – Holstein Kiel 1:1, FFC Turbine Potsdam – Hamburger SV 2:0, Werder Bremen – SG Essen-Schönebeck 1:5, Holstein Kiel – VfL Wolfsburg 2:1, Hamburger SV – FFC Oldesloe 4:1, SG Essen-Schönebeck – FFC Turbine Potsdam 1:3.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. FFC Turbine Potsdam    6   6   0   0   17:4    18
  2. SG Essen-Schönebeck 6   4   0   2   17:7    12
  3. VfL Wolfsburg 6   4   0   2   11:6    12
  4. Hamburger SV 6   2   1   3    7:7     7
  5. Holstein Kiel 6   2   1   3    5:5     7
  6. Werder Bremen 6   1   1   4    7:17    4
  7. FFC Oldesloe 6   0   1   5    2:20    1  

    Statistik              42  19   4  19   66:66   61

 

Halbfinale: FFC Turbine Potsdam – Hamburger SV 3:2, VfL Wolfsburg – SG Essen-Schönebeck 1:0.

Finale: FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg 3:1.

 

Freitag, 22. Januar 2010

FFC-Winter-Cup: „Wir sind Frauenfußball“

tgo. – Bereits heute Abend (19 Uhr) fällt der Startschuss für das dreitägige Hallenfußballturnier des FFC Oldesloe in der Stormarnhalle.

500 Kickerinnen verteilt auf 17 Frauen- und 25 Mädchenmannschaften treten an, um in ihren Alters- und Leistungsklassen jeweils mit einer FFC-Mannschaft um den diesjährigen Taneri-Winter-Cup wettzueifern. Frauen und Mädchen (B- bis E-Juniorinnen) aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und sogar aus Schweden werden den Zuschauern bei freiem Eintritt „23 Stunden reine Turnierzeit anbieten“, verspricht Michael Franke, verantwortlich für das Marketing beim FFC. „Wir freuen uns sehr über die Teilnahme des Frauen- und B-Jugendteams des schwedischen Clubs Helsingborg DFF“.

Sportlich bieten die drei Tage bis Sonntag spannende Lokalderbys wie Union Oldesloe gegen VfL Oldesloe II (beim Einzelturnier Frauen III), den frisch gebackenen Hallenkreismeister SSC Ahrensburg (Frauen II), den Titelverteidiger Turbine Potsdam II (Frauen I), sowie viele Landesauswahlspielerinnen des FFC bei den Mädchenmannschaften (zum Beispiel Madeline Gieseler bei den B-Juniorinnen oder Neele Rickert bei den D-Juniorinnen).

Das Organisationsteam des FFC Oldesloe 2000 e.V. um den Sportmanager André Niemann und Jugendwart Bodo Schacht unterstreicht mit dieser achten Auflage des Turniers das Motto zum zehnjährigen Bestehen des Vereins 2010: „Wir sind Frauenfußball“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.1.2010

 

  1. JANUAR 2010: BAD OLDESLOE, STORMARNHALLE

Taneri-Winter-Cup des FFC OLDESLOE

 

Hamburger SV II – FFC Oldesloe 1:0, Helsingborg DFF — Mellendorfer TV 1:4, FFC Turbine Potsdam II – Bergedorf 85 6:1‚ Holstein Kiel II – Hamburger SV II 0:3, FFC Oldesloe – Mellendorfer TV 2:3, Helsingborg DFF — FFC Turbine Potsdam II 0:3, Hamburger SV II – Bergedorf 85 5:0, Mellendorfer TV – Holstein Kiel II 2:0, FFC Oldesloe — Helsingborg DFF 1:2, FFC Turbine Potsdam II – Hamburger SV II 0:2, Holstein Kiel II – Helsingborg DFF 0:0, Bergedorf 85 – FFC Oldesloe 2:4, Hamburger SV II – Mellendorfer TV 3:2, Bergedorf 85 — Holstein Kiel II 0:3, FFC Oldesloe – FFC Turbine Potsdam II 0:1, Helsingborg DFF – Hamburger SV II 0:2, Mellendorfer TV — Bergedorf 85 3:2, FFC Turbine Potsdam II – Holstein Kiel II 2:1, Bergedorf 85 — Helsingborg DFF 1:2, Holstein Kiel II — FFC Oldesloe 0:1‚ Mellendorfer TV — FFC Turbine Potsdam II 1:5.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. Hamburger SV II 6   6   0   0   16:2    18
  2. FFC Turbine Potsdam II 6   5   0   1   17:5    15
  3. Mellendorfer TV 6   4   0   2   15:13   12
  4. Helsingborg DFF 6   2   1   3    5:11    7
  5. FFC Oldesloe 6   2   0   4    8:9     6
  6. Holstein Kiel II 6   1   1   4    4:8     4
  7. Bergedorf 85 6   0   0   6    6:23    0  

    Statistik              42  20   2  20   71:71   62

 

Halbfinale: Hamburger SV II – Helsingborg DFF 2:1, FFC Turbine Potsdam II – Mellendorfer TV 3:1; Spiel um Platz drei: Helsingborg DFF – Mellendorfer TV 2:1.

Finale: FFC Turbine Potsdam II – Hamburger SV II 4:1.

22. - 24.01.2010 - FFC Oldesloe Taneri-Winter Cup

Hallenzeitung FFC Live zum Hallenevent: [...hier]

HSV II. verpasst den Titel in Oldesloe knapp

Beim Taneri-Wintercup des FFC Oldesloe waren die 2. Frauen des HSV kaum zu stoppen. Erst im Finale unterlagen sie der zweiten Mannschaft von Turbine Potsdam, nachdem sie die favorisierten Brandenburgerinnen in der Vorrunde noch geschlagen hatten. Neben dem Pokal für den Vizetitel blieben den Rothosen aber immerhin zwei individuelle Auszeichnungen.

Die B-Mädchen hatten es vorgemacht, nun waren die Zweitliga-Frauen an der Reihe. Claudia von Lanken hatte für das Unternehmen Cup-Eroberung einen wegen des zeitgleich stattfindenden Hallenturniers von Jesteburg/Bendestorf kleinen, aber starken Kader nominiert. Jenny Weber durfte das Tor verhexen, und davor sollten Nadine Moelter, Kathrin Patzke, Vera Homp, Henrike Meiforth, Carina Wolfgramm, Jobina Lahr und Johanna Borkowski für den Budenzauber sorgen.

Sie waren auch gleich gefragt, denn als Auftaktspiel ins Turnier stand das Derby gegen den Gastgeber FFC Oldesloe auf dem Programm. Der musste auf Chefin Claudia Wenzel ebenso verzichten wie auf die längerfristig ausfallende Hallenexpertin Gaitana Lippert, die sich beim SHFV-Nordcup in den letzten zehn Sekunden des abschließenden Vorrundenspiels gegen den HSV bei einem Pressschlag verletzt hatte und nur auf Krücken durch die Halle humpelte. Da der FFC auch ohne Joy Grube und Mirja Herrmann antrat, war so Michelle von Appen die einzige im Team des Ausrichters, die schon beim HSV gespielt hatte. Es wurde also dennoch ein Wiedersehen.

Oldesloe erwischte den besseren Start und kam zur ersten Chance. Nach Pass von Kristin Engel schoss Kristina Kucharski rechts daneben. Auf der anderen Seite hatte Kathrin Patzke den ersten Fehlschuss. Dann konnte sich erstmals Jenny Weber im HSV-Kasten gegen Kucharski auszeichnen (2.). Die Tormöglichkeiten wurden dicker. Carina Wolfgramm setzte gegen FFC-Keeperin Janne Backhaus nach und zwang sie zu einem Fehler. Der Ball landete vor den Füßen von Vera Homp, die freistehend direkt an die Latte schoss (4.). Aber auch die Stormarnerinnen hatten ihre Großchance. Filiz Koc erkämpfte das Leder von Jobina Lahr, passte quer, doch beim Abschluss kam Kucharski ins Rutschen, und ihr Versuch verfehlte das linke Eck. Die Hälfte des Spiels war vorbei. Da fasste sich Patzke ein Herz, zog von der Mittellinie aus mit Ball am Fuß in ihrer typischen Art unwiderstehlich an drei Oldesloerinnen vorbei und spitzelte die Kugel stolpernd zum 1:0 in die Maschen (6.). Endlich!
Das Spiel blieb ausgeglichen. Nach Fehler von Borkowski konnte Marieke Bauer nicht zum Ausgleich verwerten, und Weber griff zu. Chancen hüben wie drüben, jetzt war wieder der HSV an der Reihe. Nach schnellen Freistoß von Wolfgramm probierte es Patzke direkt, aber Backhaus rettete zur Ecke. Liva Zunker schoss von der Mittellinie über das HSV-Gehäuse (8.). Ihre Mitspielerin Svenja Fritz leistete sich einen katastrophalen Fehlpass genau in die Füße von Homp, die jedoch Backhaus nur anschoss und die Entscheidung vergab (9.). Aber sie bekam noch eine Möglichkeit, als Fritz‘ Klärungsversuch zu ihr kam. Backhaus wehrte mit dem Fuß ab (10.), In den letzten 90 Sekunden wurde der HSV dominierend, verpasste aber das zweite Tor. Nach Querpass von Lahr schoss Wolfgramm drüber und vergab die letzte Chance des Spiels. Der Sie war nicht unverdient, insgesamt war es eine spannende Partie gewesen.

Im zweiten Spiel trafen der schwedische Vertreter Helsingborgs DFF und der Regionalligist Mellendorfer TV aufeinander. Es wurde eine klare Angelegenheit, überraschend war allerdings der Sieger. Der kam nämlich aus Niedersachsen. Jennifer Horwege sorgte schon in der ersten Minute für die Führung des MTV. Janina Spaude legte in der 5. Minute das 2:0 nach, und nur eine Minute später war es Kristina Gluth, die das 3:0 besorgte. Helsingborg schien das alles einen Tick zu schnell zu gehen. Immerhin kamen sie durch Hanna Gustavzelius zum Ehrentreffer, doch den Schlusspunkt zum deutlichen 4:1-Sieg des MTV setzte Natascha Rose eine Minute vor dem Abpfiff (9.). Damit setzten die Niedersachsen ein erstes Achtungszeichen. War mit ihnen zu rechnen? Zu rechnen war auf jeden Fall mit dem Titelverteidiger Turbine Potsdam II. Der spielte zum Auftakt gegen den Hamburger Regionalligisten Bergedorf 85 und zeigte eindrucksvoll, dass der Titel nur über sie zu gewinnen war. Bergedorf war komplett überfordert und Potsdam treffsicher. Karoline Heinze eröffnete den Torreigen in den ersten 60 Sekunden, und Henrike Schödel baute die Führung aus (3.). Nach einem Doppelpack von Lavinia Timme binnen 30 Sekunden zum 4:0 (6.) war spätestens der Drops gelutscht, aber Turbine legte noch zwei Tore nach. Anna Ulbrich und Sandra Starke beseitigten allerletzte Zweifel am Ausgang der Partie. Immerhin gelang Maria Albrecht noch der Ehrentreffer für die Elstern.

Der zweite Einsatz der Rothosen stand an, Gegner war die Zweite von Holstein Kiel aus der Regionalliga. Allerdings hatten die Störchinnen mit Kirsten Stamer, Siri Thomsen und Stefanie Mohr durchaus zweitligaerfahrene Akteurinnen am Start. Doch der HSV machte von Beginn an das Spiel. Nach Pass von Borkowski versuchte es Patzke mit einem hohen Schuss, den sich Kiels Keeperin Eva Ravn im Nachfassen schnappte. Wenige Sekunden später versuchte es Patzke erneut, Thomsen fälschte ab, und der Ball verfehlte das Gehäuse um Zentimeter (1.). Die erste Möglichkeit bekam Kiel nach einem Fehler von Weber, die genau zu Thomsen „klärte“, aber sie machte ihren Fehler wieder wett und fing den Schuss spektakulär mit einer Hand. Wie schon gegen Oldesloe schienen sich die Rothosen im Abschluss schwer zu tun. Ein Solo schloss Lahr mit einem Schuss links vorbei ab (3.), und noch in der gleichen Minute marschierte Patzke an drei Gegenspielerinnen vorbei, scheiterte dann aber an Ravn. Eine Minute später gelang ihr aber dann das 1:0, sie stocherte den Ball über die Linie (4.)

Der HSV bestimmte das Geschehen. Homp prüfte Ravn in der 6. Minute. Auf der anderen Seite nahm Stamer den Ball volley per Seitzieher, und Weber musste das Geschoss über die Latte lenken. Aber auch Patzke hatte Kraft im Schuh, was Ravn bei ihrer Parade erfahren musste (7.). Wenn nicht mit Kraft, dann mit Gefühl… Lahr bediente Patzke in der 8. Minute, die behauptete sich gegen Thomsen und traf durch die Beine von Ravn zum 2:0 (8.). Sie war die Frau des Spiels. In der 9. Minute zog sie erst an Franzi Roeder vorbei und dann an Thomsen und traf locker zum 3:0-Endstand. Zwei Spiele, vier Tore – Kathrin Patzke liegt die Halle einfach. Drei Chancen gab es noch: Erst schoss Stefanie Mohr genau auf Weber (9.). Dann holte Moelter den Ball und verzog links. Den folgenden Abstoß fing Lahr ab und zwang Ravn zu einer letzten Parade. Es blieb beim hochverdienten 0:3.

Die Hamburgerinnen hatten nun wieder zwei Spiele Pause. In der Zwischenzeit traf der FFC Oldesloe auf den Mellendorfer TV. Für die Stormarnerinnen war das eigentlich ein Pflichtsieg. Eigentlich. Denn Mellendorf gelang durch Laura Eylitz das 0:1 (3.). Das glich Oldesloe zwar postwendend durch Michelle von Appen aus, aber wieder fast im Gegenzug traf Kristina Gluth erneut für die Niedersachsen zum 1:2 (4.). Der MTV erspielte sich leichte Vorteile, und dennoch kassierten sie das 2:2. Das erzielte ausgerechnet die türkische Nationalspielerin Filiz Koc, die erst in der Winterpause von Mellendorf nach Oldesloe gewechselt war (7.). Die Entscheidung fiel in letzter Minute. Der FFC wechselte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, und das nutzte Janina Spaude zum 3:2-Siegtreffer für Mellendorf (10.). Aber der Sieg für das Team aus der Nähe von Hannover war verdient. Nach dem zweiten Spiel sah es auch für die Schwedinnen aus Helsingborg nicht gut aus. Gegen Turbine Potsdam II. verloren sie mit 0:3. Turbine startete wie die Feuerwehr. Judith Bast traf in der 1. Minute zum 1:0, Lavinia Timme legte das 2:0 nach (2.), und den frühen Schlusspunkt setzte Sandra Starke (4.). Sie vergaben sogar weitere Möglichkeiten zu einem höheren Sieg. Faszinierend war vor allem das Tempo, das sie trotz rutschigen Bodens an den Tag legten.

Nächstes Spiel, nächstes Derby für den HSV, der nun gegen den anderen Hamburger Vertreter Bergedorf 85 antrat. Der Klassenunterschied sorgte zunächst einmal für einen pomadigen Beginn der Rothosen. Und turbulente erste 60 Sekunden. Maria Albrechts Schuss ging rechts vorbei. Nachdem auf der Gegenseite Jobila Lahr einen Hereingabe von Kathrin Patzke verpasste, schoss erneut Albrecht über das HSV-Tor. Ein Fehler der Elstern brachte dem HSV dann aber das 1:0. Torhüterin Jasmin Hadrous passte den Ball zu Svenja Schön. Die aber war unaufmerksam, und so traf Henrike Meiforth flach zum Führungstreffer des Zweitligisten (2.). Bergedorf ließ sich zunächst nicht irritieren. Jenny Weber musste einen Schussversuch von Cindy Pohlmann abblocken. Dann kam wieder der HSV. Johanna Borkowski gab den Ball kurz zu Carina Wolfgramm, die das Leder annahm und aus der Drehung zum 2:0 versenkte (4.). Das war für die Rothosen so etwas wie eine Initialzündung in diesem Spiel, denn nun waren sie deutlich überlegen. Hadrous hatte nun gut zu tun. Erst hielt sie einen Schuss von Patzke (5.). Dann rettete sie vor Meiforth, aber Lahr erlief den Ball, bediente Meiforth noch einmal, und die dankte es ihr mit dem 3:0 (6.). Keine Chance für Hadrous, die nicht schnell genug wieder in ihr Tor zurückkehren konnte. Noch in der gleichen Minute wurde Patzke von Lahr steil geschickt und markierte das 4:0. Und noch immer in der 6. Minute zog Wolfgramm aus 13 Metern ab und netzte zum 5:0.

Danach wurden die HSVerinnen wieder etwas lässiger. Bergedorfs Albrecht zog in der 7. Minute von der Mittellinie ab und hatte Pech, dass ihr Schuss an den Pfosten klatschte. Das Raunen in der Halle war ebenso wenig zu überhören. Dann spielte Lahr über Bande Doppelpass mit Patzke, die ihr den Ball hoch servierte. Den Volleyschuss parierte Hadrous. Und Sekunden später vereitelte sie ein sicher geglaubtes Tor von Moelter. Die letzte Chance hatte Bergedorf. Neuzugang Jacqueline Bleser – sie kam vom FFC Oldesloe – vernaschte Borkowski und Meiforth, ihr Schuss wurde dann aber abgefälscht und ging rechts vorbei. Dennoch war der Sieg des HSV durchaus auch in der Höhe verdient.

sieben Minuten traf Gluth zum 1:0 und legte zwei Minuten später das 2:0 gegen Holstein Kiel II. nach. Deren Torhüterin Eva Ravn hexte, was zu hexen war, musste sich aber trotzdem zweimal geschlagen geben. Ihre Vorderleute wehrten sich, setzte aber eher spärliche Offensivakzente. Danach verabschiedete sich der FFC Oldesloe endgültig von vorderen Rängen. Gegen Helsingborgs DFF waren sie die bessere Mannschaft, münzten das aber nicht in Tore um: Was nicht daneben ging, hielt Helsingborgs Keeperin Stephanie Pettersson. Die Schwedinnen holten die drei Punkte durch die höhere Effektivität. Zunächst traf Mariana Petersson abgefälscht die Latte (2.), dann unterlief Marieke Bauer per Kopf ein Eigentor zum 1:0 für Helsingborg. Bis zur Schlussminute hatte Oldesloe 7, 8 gute Chancen, darunter ein Pfostenschuss von Kristin Engel, und Helsingborg gerade eine. Die zweite war ein Konter, den Erika Staaf zum 2:0 abschloss. 15 Sekunden vor dem Ende gelang Kucharski nur noch der Anschlusstreffer zum 1:2-Endstand. Viel zu spät.

Im vierten Vorrundenspiel stand dem HSV der schwerste Gegner gegenüber. Turbine Potsdam hatte seine beiden ersten Spiele souverän gewonnen. So war dann auch viel Taktik in der Partie, kein Team wollte sich Blößen geben. Daraus resultierte, dass sich die erste echte Tormöglichkeit erst nach vier Minuten ergab, als Patzke nach einem Zuspiel aus der Drehung abzog und Lavinia Timme zur Ecke abfälschte. Eine Minute Zeigerumdrehung später aber war es soweit: Patzke bediente Borkowski zum 1:0 (5.). Und sie setzten gleich nach. Meiforth legte quer, Lahr schoss sofort flach, und das Leder rutschte Annika Eichmann zum 2:0 durch die Hosenträger (6.). Der HSV war bissiger in den Zweikämpfen und schaltete schneller um. So hätte Wolfgramm per Konter nach einem Steilpass fast das dritte Tor gemacht, spitzelte rechts vorbei. Jetzt hatte Schödel für Potsdam die erste Chance, aber der Flachschuss war keine Prüfung für Weber (6.). In der 8. Minute bekam sie mehr zu tun, aber auch Bast überwand sie nicht. Die flüssigeren Kombinationen des HSV waren allzeit gefährlich. Borkowski spielte links herüber zu Patzke, die legte wieder nach rechts auf Lahr, aber Eichmann hielt (8.). Die letzte Chance der Brandenburgerinnen: Aus 14 Metern schoss Anna Ulbrich einen Meter am Tor vorbei. Und für den HSV vergab Patzke die letzte Torszene. Sie waren cleverer, taktisch klüger und schlicht besser gewesen, holten verdient ihren vierten Sieg und standen nicht zu Unrecht mit 11:0 Toren unangefochten vorne.

Das einzige 0:0 des Tages gab es in der Partie zwischen Holstein Kiel II. und Helsingborgs DFF. Die Kielerinnen erarbeiteten sich ein leichtes Chancenplus, aber die größte Siegchance hatten die Schwedinnen, als Emma Ernst dreißig Sekunden vor Schluss mit der Hacke den Pfosten traf. Das Remis war durch das schwache Niveau der Begegnung in Ordnung. Dafür verwöhnten Bergedorf 85 und der FFC Oldesloe die Zuschauer in der Stormarnhalle. Bereits in der ersten Minute knackte der FFC zwei Mal die Defensive der Elstern. Svenja Fritz und Kristin Engel netzten zum 2:0 ein. In der 4. Minute schaffte Bergedorf den Anschlusstreffer, als Michelle Pfeiffer – sie heißt wirklich wie die US-Schauspielerin – zum 1:2 verkürzte. Danach trafen aber erneut Engel und Sandra Runge zum 4:1, ehe Cindy Pohlmann den 4:2-Endstand markierte (7.). Das Ergebnis war auch in der Höhe verdient.

Nun traf der HSV auf das einzige andere Team, das noch keinen Punktverlust hinnehmen musste, das Überraschungsteam des Mellendorfer TV. Und die sollten den Hanseatinnen zeigen, was drei Siege und 9:3 Tore bedeuteten. Obwohl der HSV besser begann. Einen Querpass von Nadine Moelter stolperte Natascha Rose den Ball ins eigene Netz (1.). Doch das 1:0 des HSV machte der MTV schnell wieder wett. Zunächst rettete Jenny Weber noch gegen Janina Spaude, die nach Steilpass von Besarta Shabani die erste Chance der Niedersachsen hatte. Den Eckball brachte Spaude umgekehrt auf Shabani – 1:1 (2.). Es entwickelte sich ein Schlagbtausch. Nach Laufduell gegen Meiforth schoss Jennifer Horwegen ebenso drüber (3.) wie auf der anderen Seite Carina Wolfgramm (5.). Mit Glück und gegnerischer Hilfe brachte Johanna Borkowski den Ball dan zu Wolfgramm, und dieses Mal wählte sie das lange Eck zum 2:1 (5.).

Die Torhüterinnen standen in der Folge im Fokus. Erst prüfte Spaude Weber, dann Meiforth nach Querablage von Patzke MTV-Keeperin Sonja Reinhardt (6.). Noch in der gleichen Minute brachte Spaude eine Ecke herein, Shabani rauschte heran, und den strammen Schuss lenkte Weber an den Pfosten, Meiforth klärte endgültig. Auch in der 8. Minute hielt sie stark gegen Horwege. Auf der Gegenseite vergab Jobina Lahr die Vorentscheidung: Bedient von Patzke, stand sie völlig frei vor Reinhardt, traf den Ball nicht richtig und verzog links vorbei (8.). Das wurde bestraft. Gluth passte auf Horwege, und die knallte die Kugel zum 2:2 ins kurze Eck (8.). Das Spiel stand auf der Kippe. Aber der HSV schaltete in der 9. Minute einen Tick schneller. Moelters Freistoß kam zu Homp, die im zweiten Versuch erst den Ball traf. Reinhardt wehrte ab, aber die Pille kam zu Borkowski, und die lupfte sie über die bereits auf dem Weg zu Boden befindliche Schlussfrau zum 3:2. Danach riskierten die Frauen von der Alster nichts mehr, spielten erfolgreich die Zeit herunter. Die Niedersachsen hatten gut mitgespielt und den HSV geärgert. Der aber spielte seine individuelle Klasse aus und nahm etwas glücklich die drei Punkte mit, wahrte seine weiße Weste trotz zweier Gegentore.

Vor dem letzten Spiel hatten die Mädels von Claudia von Lanken nochmal zwei Spiele Pause. In der Zwischenzeit trafen Bergedorf 85 und Holstein Kiel II. aufeinander. Kiel war mit sachlichem Fußball überlegen und gewann durch die Tore von Tina Hild (3.), Siri Thomsen (6.) und Kirsten Stamer (8.) mit 3:0. Für Elstern waren die 85erinnen einfach nicht diebisch genug. Der FFC Oldesloe wollte dann seine letzte Chance auf das Halbfinale ergreifen. Dazu mussten sie Turbine Potsdam II. schlagen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Doch schon der eigene Erfolg blieb aus. Der FFC war bemüht um eine flüssige Spielanlage, lauterte auf Konter gegen abschlussschwache Brandenburgerinnen, für die Bast in der 6. Minute den Treffer zu einem Glanzlosen 1:0-Sieg markierte.

Das sechstletzte Spiel der Vorrunde war das letzte für den HSV. Gegner war Helsingborgs DFF. Der HSV brachte auch diese Partie souverän nach Hause. Mit einem Außenristpass setzte Patzke Borkowski ein, die aber schoss freistehend Torhüterin Pettersson an (2.). Sekunden später machte es Patzke dann selbst, verlud eine Gegenspielerin und traf trocken zum 1:0. Helsingborg war harmlos und schwach, einzig der HSV hatte echte Torchancen. Nach Ecke von Moelter kickte Patzke die Kugel drüber (5.). Dann doch die einzige Chance der Schwedinnen. Ein Passversuch von Patzke misslang, beim Konter kam Emma Ernst bedrägt zum Schuss, aber Weber wehrte ab (6.). In der 8. Minute verlor der HSV den Ball, aber Patzke setzte nach und holte sich das Leder zurück. Ihren Schuss aus spitzem Winkel konnte Pettersson noch abwehren, der Nachschuss saß dann aber im kurzen Eck zum 2:0-Endstand. In der letzten Minute hätte Lahr noch auf 3:0 erhöhen können, scheiterte aber an der Keeperin. Der HSV war mit sechs Siegen in sechs Spielen verdienter Vorrundensieger. Wer würde der Gegner im Halbfinale sein?

Zunächst sicherte sich Mellendorf seinen Platz in der Runde der letzten vier durch ein 3:2 im Regionalliga-Duell gegen Bergedorf 85. Dabei hatten sie aber unerwartete Mühe. Horweges 1:0 fiel erst in der 6. Minute. Gluth erhöhte auf 2:0 (8.), aber Michelle Pfeiffer machte es postwendend noch einmal spannend. Das 3:1 von Laura Eylitz schien alles klar zu machen, doch noch einmal verkürzte Bergedorf durch Albrecht auf 3:2 (10.). Das war der Endstand. Im nächsten Spiel machte Holstein Kiel II. dem 1.FFC Turbine Potsdam II. das Leben schwer. Zwar gingen die Brandenburgerinnen durch Sandra Wiegand nach zwei Minuten in Führung, aber Tina Hild glich schnell aus. Den Siegtreffer für Turbine besorgte Karoline Heinze nach fünf Minuten.

Es wurde spannend, denn nun ging es um den Einzug ins Halbfinale. Um Platz vier stritten sich drei Teams: Holstein Kiel II. (4 Punkte, 4:7 Tore), der FFC Oldesloe (3 Punkte, 7:8 Tore) und Helsingborgs DFF (4 Punkte, 3:10 Tore). Und die Schwedinnen konnten vorlegen. Gegen das Schlusslicht Bergedorf 85 half ihnen nur ein Sieg. Die Hamburgerinnen aber schickten sich an, ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Maria Albrecht netzte nach fünf Minuten zum 1:0 für den Regionalligisten. Sara Pedesen glich für die Schwedinnen aus (6.). Und in der 9. Minute sorgte Emma Ernst per Abstauber für den Helsingborger Sieg, der auch verdient war, weil ihr Team weitere Chancen zu einem höheren Ergebnis vergab und Bergedorf insgesamt zu harmlos und zu wenig konstruktiv war. Sie verabschiedeten sich ohne Punkt aus dem Turnier.
Helsingborg hatte also vorgelegt. Das bedeutete aber auch: Der FFC Oldesloe war endgültig ausgeschieden. Einzig Holstein Kiel konnte im Schleswig-Holstein-Derby noch an Helsingborg vorbei ins Halbfinale gegen den HSV einziehen. Dazu brauchten sie einen Sieg gegen den Gastgeber. Der aber spielte nicht mit und gewann durch ein Tor von Svenja Fritz aus der 8. Minute mit 1:0. Unter dem Jubel der Schwedinnen schied Kiel also ebenso aus.

Die Halbfinalpartien standen also fest: HSV gegen Helsingborg, Turbine Potsdam II. gegen Mellendorf. Zuvor war aber noch das letzte Vorrundenspiel auszutragen, und es lautete exakt wie das zweite Halbfinale: Turbine II. gegen den MTV. In dieser bedeutungslosen Partie ging es allenfalls darum, Vorrundenplatz zwei zu sichern. Das gelang Turbine deutlich. Lavinia Timme (2. und 5.), Sandra Starke (4. und 8.) und Laura Brosius (5.) schossen die Tore für die Zweitvertretung des Meisters, ehe Janina Spaude für Mellendorf in der Schlussminute den Ehrentreffer erzielte.

Im ersten Halbfinale war der HSV dran. Die fünf Spiele währende Pause hatte dem Team nicht gut getan. Nachdem Kathrin Patzke in der 2. Minute die erste Chance vergeben hatte, traf Emma Ernst nach scharfem Anspiel auf der anderen Seite zum 0:1 (2.). Der HSV hatte Probleme. So verpasste Erika Staaf sogar das 0:2. Nach fünf Minuten kämpften sich die Rothosen in die Partie zurück. Carina Wolfgramm passte auf Vera Homp, die legte quer, und Henrike Meiforth verwandelte zum Ausgleich (5.). Sie setzten gleich nach. Jobina Lahr spielte steil auf Vera Homp, und die schoss sofort an Stefanie Pettersson vorbei zum 2:1 ein (6.). Endlich eine richtig gelungene Aktion für die Offensivspielerin, bei der an diesem Tag nur wenig zusammen lief. Weiter suchte der HSV sein Heil in der Offensive. Mit einem raumgreifenden Pass fand Lahr Patzke. Die nahm das Leder an, zog ab, aber Pettersson lenkte den Schuss über die Latte (7.). Und einen Pressschlag von Patzke gegen Pettersson kratzte Pedesen von der Linie. Auf der Gegenseite versuchte es Staaf aus der Distanz mit einem Aufsetzer, den Jenny Weber im Nachfassen sichern konnte (8.). Sie leitete kurz darauf die nächste Möglichkeit ein, spielte lang links raus auf Homp, deren Linksschuss verfehlte das rechte Eck nur knapp. Die letzte Möglichkeit für Helsingborg vergab Ernst, es blieb bei einem mühsamen 2:1-Sieg des HSV und dem Einzug ins Finale.

Finalgegner wurde Turbine Potsdam II. So, wie von HSV-Coach Claudia von Lanken gewünscht. Zwar brachte Kristina Gluth den Mellendorfer TV mit 1:0 in Front, doch als Franziska Unzeitig in der 2. Minute mit ihrem Schuss den linken und rechten Pfosten traf, weckte das die Brandenburgerinnen auf. Die machten nun Druck, kamen durch Henrike Schödel in der 3. Minute zum Ausgleich, und in der Schlussphase trafen Lavinia Timme (9.) und Sandra Starke (10.) gegen lauernde Niedersachsen zum 3:1-Sieg.

In einer wenig schön anzusehenden Partie fiel die Entscheidung um Platz drei zwischen Helsingborg und Mellendorf. Nach vier Minuten führten die Schwedinnen mit 2:0, ehe Gluth es in der 7. Minute noch einmal spannend machten. Die Damen aus dem Norden nutzten alle erlaubten und unerlaubten Mittel zur Verteidigung und kassierten sieben Sekunden vor dem Abpfiff die einzige 2-Minuten-Zeitstrafe gegen Sara Pedesen wegen zu harten Einsteigens. Um die Strafe hatte sie die kompletten zehn Minuten Spielzeit fast gebettelt. Aber Mellendorf konnte das nicht mehr nutzen, es blieb beim 2:1.

Blieb noch das große Finale zwischen den Turnierfavoriten Turbine und HSV. Es war ein schnelles, chancenreiches Spiel, das sich der HSV allerdings anders gewünscht hätte. Denn schon nach zehn Sekunden traf Schödel zum 0:1 ins kurze Eck. Eine Minute später bediente sie Timme, die freistehend zum 0:2 netzte (2.). Das ging nicht gut los, und Ulbrich vergab das dritte Tor. Das fiel auf der anderen Seite. Moelter bediente Patzke, die setzte sich gegen Ulbrich durch und traf flach ins kurze Eck zum 1:2 (3.). Hoffnung keimte auf, zumal Meiforth nach Ablage von Patzke drüber schoss. Dann aber kam wieder Potsdam. Weber musste per sehenswerter Flugparade einen Volleyschuss von Schödel entschärfen (5.). Dann schoss Timme aus sieben Metern knapp rechts vorbei. Beim HSV verpasste Borkowski mit einem Schlenzer knapp den Ausgleich (6.). Und wieder konnte sich Weber auszeichnen, parierte gleich doppelt gegen Timme und den Nachschuss von Heinze. Sie hielt die Partie offen, auch beim Schieber von Timme nach Vorlage von Brosius (7.).

Aber dann war auch sie geschlagen: Nach einem Ballverlust ging Heinze ab und versenkte in der 1-gegen-1-Situation zum 1:3 (7.). Der HSV wirkte platt. Ulbrich ballerte einen Seitfallzieher drüber. Turbine schien noch nicht satt, wollte mehr. Dennoch hätte Meiforth noch einmal für ein Zittern beim Titelverteidiger sorgen können. Denn nach Pass von Patzke schoss sie genau auf Torhüterin Mehring. Auf der Gegenseite machte Sandra Starke per Konter dann den Sack zum 1:4 zu. Lediglich Patzke hatte noch ein Tor auf dem Fuß, schob rechts vorbei (9.).

Man musste neidlos anerkennen, dass Potsdam im Finale einfach zu stark war. Der HSV hatte dennoch ein tolles Turnier gespielt, nur mit dem einen kleinen Makel. Insgesamt setzte sich aber die Mannschaft durch, die die meisten Tore schoss, nämlich 24 gegenüber 19 beim HSV. Dafür räumte der HSV nach der tränenreichen Verabschiedung der Oldesloerin Jacqueline Bleser nach Bergedorf die individuellen Auszeichnungen ab. Zur besten Torhüterin kürten die sieben TrainerInnen verdientermaßen Jennifer Weber, und zur besten Spielerin wurde Teamkollegin Kathrin Patzke ernannt, die mit acht Toren auch beste Torschützin des Turniers war, wenn auch nur inoffiziell.

 

 

Montag, 25. Januar 2010

FFC enttäuscht beim Winter-Cup

Oldesloer Zweitligist belegt beim eigenen Hallenturnier nur Platz fünf / Ligakonkurrent Turbine Potsdam II verteidigt Titel

Stephan Russau – Nur den enttäuschenden fünften Platz beim eigenen Hallenturnier belegten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe am Sonnabend beim zum achten Mal ausgetragenen Winter-Cup in der Stormarnhalle in Bad Oldesloe. „Das war einfach zu wenig. Wir waren in den ersten Spielen zu schlecht“, ärgerte sich FFC-Trainer Michael Clausen, der nur von der Tribüne aus das Turnier verfolgte und Co-Trainer André Polchow die Betreuung des neunköpfigen FFC-Kaders überließ. Vor allem über die Darbietung seines Teams in den ersten drei Turnierspielen ärgerte sich der FFC-Coach. Denn da enttäuschten die Oldesloerinnen ihre rund 200 anwesenden Fans und konnten keine Wiedergutmachung betreiben für den am vorangegangenen Wochenende letzten Platz beim Nord-Cup des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes in der Kieler Ostseehalle.

Während der FFC in Kiel nur als Außenseiter in das Rennen gegangen war, gehörten die Oldesloerinnen beim Winter-Cup zusammen mit den Ligakonkurrenten vom Hamburger SV II sowie dem Titelverteidiger Turbine Potsdam II zu den Favoriten auf den Turniersieg. Doch dieser Rolle wurden die Gastgeberinnen nicht gerecht. In den ersten drei Spielen kassierten die FFC-Kickerinnen drei Niederlagen und leisteten sich somit einen klassischen Fehlstart.

Zwar lieferte sich der FFC im ersten Match gegen den späteren Finalisten Hamburger SV II ein spannendes Spiel auf gutem Niveau, allerdings hatte der HSV das besseren Ende für sich. Nachdem FFC-Nachwuchskeeperin Janne Backhaus zuvor bereits eine Reihe von schweren Bällen bravourös pariert hatte, war sie in der 6. Minute machtlos, als Kathrin Patzke mit einem satten Schuss die 0:1-Auftaktniederlage der Stormarnerinnen besiegelte. Eigentlich kein Beinbruch, stand doch im zweiten Spiel mit Regionalligist Mellendorfer TV, dem Ex-Club von FFC-Neuzugang Filiz Koc, eine vermeintlich lösbare Aufgabe bevor. Doch das Team des Gastgebers wirkte, vielleicht auch durch das Fehlen der Leistungsträgerinnen Gaitana Lippert, Claudia Wenzel, Stefanie Storm und Joy Grube bedingt, gehemmt. So kam es, wie es kommen musste – zwar konnten Michelle von Appen und Filiz Koc zweimal einen Rückstand egalisieren. Doch auf den dritten Treffer des MSV hatte der FFC keine Antwort mehr parat.

Und es wurde noch bitterer für den FFC: Bei der darauf folgenden Niederlage gegen den schwedischen Gast Helsingborg DFF unterlief Marieke Bauer bei der 1:2-Pleite ein klassisches Eigentor. Den einzigen FFC-Treffer kurz vor Ende der Partie hatte Kristina Kucharski erzielt, reine Kosmetik – das Erreichen des Halbfinales war damit so gut wie unmöglich geworden.

„Wir wollten uns ordentlich aus unserem Turnierverabschieden“, beschrieb FFC-Trainer Michael Clausen die dann im Anschluss folgende Leistungssteigerung seines Teams, das durch Tore von Svenja Fritz, Sandra Runge und Kristin Engel (2) mit 4:2 gegen das Tabellenschlusslicht Bergedorf 85 den ersten Turniersieg einfuhr. Die Hoffnung, noch Platz vier und damit das Halbfinale zu erreichen, erfüllte sich aber nicht. Der FFC präsentierte sich zwar gegen den Ligarivalen und späteren Turniersieger Turbine Potsdam 11(4:1 gegen den Hamburger SV II) deutlich verbessert, unterlag aber unglücklich mit 0:1. Immerhin konnten die Clausen-Schützlinge im letzten Spiel des Turniers noch einmal zulegen. Doch zum Sprung in die Vorschlussrunde reichte der 1:0-Erfolg über Landesrivale Holstein Kiel II nach Svenja Fritz' Siegtreffer nicht mehr.

Grund zur Freude gab es aber trotzdem beim FFC Oldesloe. Passend zum zehnjährigen Vereinsjubiläum hatte der FFC-Wirtschaftsrat eine eigene Hymne vom Musikverlag „O-Ton Music“ produzieren lassen. Der Song „Unsere Treue schwören wir“ soll nun bei jedem Heimspiel der Travestädter im Kurparkstadion erklingen.

Für den FFC Oldesloe spielten: Janne Backhaus, Svenja Fritz, Marieke Bauer, Liva Zunker, Filiz Koc, Kristin Engel, Michele von Appen, Kristina Kucharski, Sandra Runge.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.1.2010

 

Freitag, 29. Januar 2010

FFC Oldesloe bei Landesmeisterschaft neben Holstein Favorit

ssi. – Für die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe verlief die Hallensaison bislang enttäuschend. Beim Nord-Cup des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes in der Kieler Ostseehalle wurde das Team von Trainer Michael Clausen Letzter beim eigenen Hallenturnier reihte sich der FFC auf dem fünften Platz ein. Am Sonntag soll Wiedergutmachung betrieben werden. In der Lübecker Hansehalle wird ab 12.45 Uhr die 6. SHFV-Hallenlandesmeisterschaft ausgetragen. Neben Ligarivale und Titelverteidiger Holstein Kiel ist der FFC Topfavorit. „Diesem Ruf wollen wir gerecht werden, aber Priorität haben für uns die Punktspiele“, so Clausen, der auf einige Stammkräfte wie Claudia Wenzel oder Gaitana Lippert daher verzichten und stattdessen eine junge Truppe ins Rennen schicken wird.

In der Vorrundengruppe B treffen die Oldesloerinnen auf die SH-Ligisten FC Riepsdorf, Rot-Schwarz Kiel und TuRa Meldorf. Im vergangenen Jahr hatte der FFC auf eine Teilnahme verzichtet, weil zeitgleich das eigene Turnier um den Winter-Cup ausgetragen wurde. Zuvor hatten sich die Clausen-Schützlinge zwei Mal in Folge den Titel gesichert.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.1.2010

 

Sonntag, 31. Januar 2010

FFC kassiert 0:1-Finalpleite

Oldesloe wird hinter Holstein Vize-Landesmeister

Stephan Russau – Unglücklicher hätte das Finale für den FFC Oldesloe bei der 6. Hallen-Landesmeisterschaft im Frauenfußball nicht laufen können. Trotz einer überzeugenden Leistung zog der FFC im Endspiel gegen Zweitliga-Konkurrent und Titelverteidiger Holstein Kiel den Kürzeren. 30 Sekunden vor Ultimo kassierten die Stormarnerinnen den entscheidenden Gegentreffer, der die 0:1-Niederlage besiegelte und Holstein erneut den Titel bescherte. Michael Clausen war trotzdem zufrieden: „Wir haben uns gut präsentiert, waren mit Kiel auf Augenhöhe“, bilanzierte der FFC-Trainer, der das Erreichen des Halbfinales als Minimalziel ausgegeben hatte.

Dabei waren die Vorzeichen für den FFC bei Turnierbeginn alles andere als gut, musste Clausen doch auf einige Leistungsträgerinnen verzichten. Den Einsatz der angeschlagenen Friederike Wiener, Gaitana Lippert, Claudia Wenzel und Mirja Herrmann befand Clausen als „ein zu großes Risiko“. Zudem hatte sich auch noch Neuzugang Filiz Koc (Grippe) kurz vor Turnierbeginn krankheitsbedingt abgemeldet. So kamen ausnahmslos die Youngster des FFC in der Hansehalle zum Einsatz, und die machten ihre Sache gut.

Gleich im ersten Spiel der Vorrundengruppe B gelang gegen SH-Ligist TuRa Meldorf ein ungefährdeter 2:0-Sieg. Kristina Kucharski (8.) per Abstauber sowie Joy Grube (9.) – nach einer sehenswerten Kombination über fünf Stationen – sorgten für einen optimalen Auftakt. Und die Oldesloerinnen legten nach, gewannen auch das zweite Gruppenspiel gegen den FC Riepsdorf hochverdient und deutlich mit 4:0. Joy Grube (2.) und Mareike Eitner (3.) brachten den FFC per Doppelschlag schnell auf die Siegesstraße. Fortan dominierten die Clausen-Schützlinge die Begegnung und schraubten das Ergebnis durch Michelle von Appen (10.) und Svenja Fritz (12.) weiter in die Höhe, die Halbfinalteilnahme war somit vorzeitig geschafft. Trotzdem ging es im abschließenden Gruppenspiel gegen Rot-Schwarz Kiel (ebenfalls SH-Liga) noch darum, sich den Gruppensieg zu sichern und so das vorzeitige Aufeinandertreffen mit Titelverteidiger Holstein Kiel zu vermeiden. Drei Treffer in Folge von Kristina Kucharski (1., 2., 10.) beseitigten auch bei den letzten Kritikern jegliche Zweifel am sicheren Gruppensieg des FFC, zumal kurz vor Ende der Begegnung auch noch Sandra Runge zum 4:0-Endstand traf.

„Das sah doch schon ganz gut aus“, freute sich FFC-Trainer Clausen über den dominanten Auftritt seines Teams, das sich souverän ohne Gegentor und mit neun Punkten an die Spitze der Gruppe gesetzt hatte. Überbewerten wollte er die drei Siege allerdings auch nicht. „Der Leistungsunterschied zwischen der SH-Liga und der 2. Liga ist einfach zu groß“, meinte der Coach.

So gaben sich die Stormarnerinnen auch im Halbfinale gegen den zwei Klassen tiefer um Punkte spielenden Ratzeburger SV keine Blöße und machten mit einem 2:1-Erfolg durch Treffer von Joy Grube (6.115.) den Einzug ins Finale perfekt. Ärgerlich nur: Torfrau Janne Backhaus zog sich kurz vor Ende der Begegnung eine Oberschenkelprellung zu und musste passen. So kam Friederike Wiener trotz Verletzung doch noch zu einem ungewollten Einsatz gegen Holstein Kiel, das sich in der Vorschlussrunde 4:0 gegen Meldorf durchgesetzt hatte. Doch auch Wiener war machtlos, als Rachel Pashley 30 Sekunden vor Ultimo den 0:1-Endstand erzielte.

FFC Oldesloe: Backhaus, Wiener – Fritz, Storm, Bauer, Grube, Zunker, von Appen, Engel, Runge, Kucharski, Eitner.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.2.2010

 

  1. JANUAR 2010: LÜBECK, HANSEHALLE

HALLENLANDESMEISTERSCHAFT IM FRAUENFUSSBALL

 

Gruppe A:

Olympia Neumünster – FSG Goldebek/Arlewatt 2:2, Ratzeburger SV – Holstein Kiel 0:1, Holstein Kiel – Olympia Neumünster 5:1, FSG Goldebek/Arlewatt – Ratzeburger SV 0:2, Holstein Kiel – FSG Goldebek/Arlewatt 9:0, Ratzeburger SV – Olympia Neumünster 1:0.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. Holstein Kiel 3   3   0   0   15:1     9
  2. Ratzeburger SV 3   2   0   1    3:1     6
  3. Olympia Neumünster 3   0   1   2    3:8     1
  4. FSG Goldebek/Arlewatt 3   0   1   2    2:13    1  

    Statistik              12   5   2   5   23:23   17

 

Gruppe B:

FC Riepsdorf – Rot-Schwarz Kiel 0:2, TuRa Meldorf – FFC Oldesloe 0:2, FFC Oldesloe – FC Riepsdorf 4:0, Rot-Schwarz Kiel – TuRa Meldorf 0:1, FFC Oldesloe – Rot-Schwarz Kiel 4:0, TuRa Meldorf – FC Riepsdorf 2:2.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. FFC Oldesloe 3   3   0   0   10:0     9
  2. TuRa Meldorf 3   1   1   1    3:4     4
  3. Rot-Schwarz Kiel 3   1   0   2    2:5     3
  4. FC Riepsdorf    3   0   1   2    2:8     1  

    Statistik              12   5   2   5   17:17   17

 

Halbfinale: Holstein Kiel – TuRa Meldorf 4:0, Ratzeburger SV – FFC Oldesloe 1:2; Spiel um Platz drei: TuRa Meldorf – Ratzeburger SV 0:2.

Finale: Holstein Kiel – FFC Oldesloe 1:0.

 

Dienstag, 23. Februar 2010

Clausen: „Es wird eine enge Kiste“

Trainer des abstiegsbedrohten FFC Oldesloe geht von einer spannenden Rückrunde in der 2. Bundesliga aus

ssi. – Der FFC Oldesloe ist die Nummer eins im Norden! Dass die Fußballerinnen von Trainer Michael Clausen allerdings in der 2. Bundesliga Nord sich derzeit erneut in der Tabelle vor Landesrivale Holstein Kiel einreihen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bislang alles andere als rund lief für den FFC. Nach Platz sechs im Vorjahr, dem besten Abschneiden in der Vereinsgeschichte, sieht es nach zwölf absolvierten Partien alles andere als rosig aus für die Oldesloerinnen. Erst vier Siege konnten die Clausen-Schützlinge verbuchen, dem gegenüber stehen acht Niederlagen. Eine magere Ausbeute, die den Klassenerhalt in Gefahr bringt. Denn als aktueller Neunter des Klassements haben die FFC-Kickerinnen nur vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

„Mit dem Abschneiden sind wir natürlich nicht zufrieden“, gesteht Clausen, der aufgrund des immer noch anhaltenden Winters vergeblich darauf gehofft hatte, am vergangenen Wochenende in die zweite Saisonhälfte zu starten. Für den Trainer kam die durchwachsene Hinrunde nicht ganz unerwartet: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir wichtige Spielerinnen wie Desirée Steinike oder Sarah Schreiber verloren haben. Auch Johanna Wöhler stand uns ein halbes Jahr wegen ihres Auslandsaufenthaltes in Spanien nicht zur Verfügung. Dass die vielen jungen Spielerinnen, die wir eingebaut haben, sie nicht gleichwertig ersetzen können, war von vornherein klar.“ Gerade auch weil der Sprung aus unteren Spielklassen in die 2. Bundesliga enorm sei, an das erhöhte Pensum und die Trainingsintensität müssen sich die Youngster erst gewöhnen. „Das dauert, bei einigen sogar eine ganze Saison. Beispiele dafür gibt es genügend. Spielerinnen wie Kristin Engel oder Torhüterin Friederike Wiener haben eine Spielzeit lang gebraucht, um sich an die veränderten Gegebenheiten zu gewöhnen und auf diesem Niveau mithalten zu können. Diese Zeit müssen wir ihnen geben“, so Clausen.

Ein weiterer Grund sei, dass die Liga im Vergleich zur Vorsaison deutlich stärker ist. „Mannschaften wie Magdeburg, Werder Bremen oder Herford haben die Qualität angehoben. Mir war klar, dass wir den Erfolg aus dem vergangenen Jahr deshalb nicht so einfach wiederholen können“, unterstreicht Clausen.

Fakt ist allerdings auch, dass der FFC des Öfteren Punkte gegen vermeintlich schwächere Teams liegen gelassen hat. Siege gegen SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf oder Schlusslicht Wattenscheid waren fest eingeplant. „Gegen diese Teams haben wir leichtfertig Punkte eingebüßt, mit sechs Zählern mehr würde die Welt schon ganz anders aussehen“, weiß der Coach, dessen Mannschaft mit 13 Toren den zweitschwächsten Angriff der Liga stellt und mit 27 Gegentreffern die drittschlechteste Abwehr. „Sowohl offensiv als auch defensiv müssen wir in der Rückrunde zulegen. Spielerisch haben wir uns zwar im Vergleich zur Vorsaison gesteigert, aber wir brauchen nach wie vor zu viele Chancen, um erfolgreich zum Abschluss zu kommen und lassen zudem zu viele Möglichkeiten des Gegners zu“, hat auch Clausen die Probleme erkannt.

Aufgrund des langen Winters war es schwer, diese Defizite im Training aufzuarbeiten. Verstärkt hat der FFC-Trainer daher an der Fitness gefeilt. „Konditionell sind wir gut drauf und wahrscheinlich fitter als die anderen. Ich hoffe, dass wir einen guten Start in die Rückrunde hinlegen, auch wenn es schwer wird, weil wir gleich drei Mal in Folge auswärts ran müssen. Es wird sicherlich eine enge Kiste, aber ich gehe davon aus, dass wir den Klassenerhalt erneut schaffen“, ist Michael Clausen zuversichtlich, auch am Saisonende noch immer die Nummer eins im Norden zu sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.2.2010

 

Freitag, 5. März 2010

FFC startet in die Rückrunde

ssi. – Für Zweitligist FFC Oldesloe hat die fußballlose Zeit ein Ende, am Sonntag wird das erste Mal in diesem Jahr wieder um Punkte gekämpft. Um 14 Uhr gastiert das Team von Trainer Michael Clausen beim Tabellendritten SV Victoria Gersten. „Wir sind gerüstet“, glaubt Clausen und hofft auf einen guten Start in die Rückrunde. Der wäre zwingend erforderlich, nicht nur um Selbstvertrauen zu sammeln, vor allem auch, um sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Denn mit zwölf Punkten ist der Neunte des Klassements noch nicht aus dem Schneider. Auf den ersten Abstiegsplatz, den Landesrivale Holstein Kiel einnimmt, hat der FFC nur vier Zähler Vorsprung.

Vor dem Gegner hat Clausen gehörigen Respekt: „Gersten spielt bislang eine gute Saison, hat auch das Hinspiel gegen uns verdient 2:0 gewonnen, aber trotzdem werden wir versuchen, uns dort durchzusetzen, es wird Zeit, dass es endlich los geht.“ Nicht dabei sein werden Franziska Koop (muskuläre Probleme) und die privat verhinderte Verena Hildebrandt. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Claudia Wenzel, die zuletzt fünf Wochen lang wegen einer Entzündung im Knie pausieren musste.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.2010

 

Sonntag, 7. März 2010

SV Victoria Gersten – FFC Oldesloe 0:1 (0:0)

(13. Punktspiel)

Kristin Engel schießt FFC Oldesloe zum 1:0-Sieg

Abstiegsbedrohtes Clausen-Team setzt sich zum Rückrundenstart beim SV Victoria Gersten durch

Auch zum dritten Mal war Gersten für die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe eine Reise wert. Im ersten Punktspiel des Jahres 2010 setzten sich die abstiegsbedrohten Kickerinnen von FFC-Trainer Michael Clausen knapp mit 1:0 (0:0) beim Tabellendritten durch und revanchierten sich damit für die 0:2-Hinspielpleite. „Wir haben hier noch nie ein Punktspiel verloren, zum Glück hat diese Serie gehalten, das waren wichtige drei Punkte, die uns etwas beruhigter auf die Tabellen blicken lassen“, freute sich Clausen nach dem gelungenen Rückrundenauftakt. Die Stormarnerinnen bleiben zwar weiterhin Neunter des Klassements, weil aber der SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf sich Werder Bremen 1:3 geschlagen geben musste, hat der FFC nun bereits sieben Punkte Vorsprung auf Rang zehn.

Auf dem schwer zu bespielenden Rasen in Gersten entwickelte sich von Beginn an eine kampfbetonte Partie, in der die Gäste aus Oldesloe frühzeitig hätten ins Hintertreffen geraten können. Bereits nach fünf Minuten musste FFC-Keeperin Friederike Wiener innerhalb von 30 Sekunden gleich zwei Mal ihre ganze Klasse aufbieten, um das 1:0 zu verhindern. In der Folge hauten sich die Clausen-Schützlinge mächtig rein, lieferten dem SV Victoria einen leidenschaftlichen Kampf und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten. Nach Vorarbeit von Kristin Engel tauchte Gaitana Lippert völlig frei vor dem gegnerischen Kasten auf, versäumte es aber ihre Farben in Führung zu schießen.

Besser machte es Engel selbst. In der 59. Minute nahm die Mittelfeldspielerin einen von Svenja Fritz getretenen Freistoß gekonnt an und mit, drehte sich im Gerstener Strafraum um ihre Gegenspielerin und schob das Leder zum 0:1 ein. „Technisch perfekt“, schnalzte Clausen beeindruckt die Zunge. Entschieden war die Partie damit aber noch nicht. Gersten erhöhte den Druck und kam zu guten Chancen, den Rückstand zu egalisieren. Doch entweder stand Friederike Wiener dem 1:1 im Weg oder der Pfosten des FFC-Tores. „Drei wirklich brenzlige Situationen hatten wir zu überstehen“, gestand Clausen, dass er um den Sieg mehrfach bangen musste, auch, weil seine Mannschaft es versäumte, dem Gegner den Gnadenstoß zu verpassen: Zwei Mal tauchte Gaitana Lippert noch frei vor dem Gerstener Kasten auf, ohne aber für die Entscheidung zu sorgen. So sprach Clausen am Ende von einem „etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg“ seiner Elf: „Wir sind nach der langen Winterpause ohne ein echtes Testspiel sehr kompakt aufgetreten und hatten den größeren Siegeswillen. Deshalb muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen“, meinte der Coach.

FFC Oldesloe: Wiener – Grube, Fritz, Bauer, Knechtel – Koc (60. Zunker), Storm, Runge Engel (88. Herrmann) – Kucharski (80. Wenzel), Lippert.

Schiedsrichterin: Isabelle Herrmann, Mönchengladbach.

Zuschauer: 160.

Tor des Tages: 0:1 Engel (59.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.2010

 

09.03.2010
Engel schießt Oldesloe zum Sieg

Der FFC Oldesloe revanchierte sich mit einem 1:0 bei Victoria Gersten für die 0:2-Pleite im Hinspiel. Torschützin Kristin Engel ist in ihrem zweiten Jahr endlich in Liga zwei angekommen. Beim Torjubel überlässt Kristin Engel nichts dem Zufall. Ich überlege mir immer schon vor einem Spiel, was ich dann mache, verrät die Zweitliga-Fußballerin des FFC Oldesloe. Auch für das erste Punktspiel des Jahres bei Victoria Gersten hatte sich die 23-Jährige etwas Besonders ausgedacht. Ich wollte zu meiner besten Freundin Johanna Wöhler laufen, die gerade aus Spanien zurückgekommen ist, berichtete die Stockelsdorferin.

Doch daraus wurde nichts – und das, obwohl Engel den FFC in der 59. Minute mit einem sehenswerten Tor zum 1:0 (0:0)-Sieg geschossen hatte. Ich habe sie in diesem Moment nicht gefunden, bedauerte die offensive Mittelfeldspielerin, die zuvor beim Ratzeburger SV in der Schleswig-Holstein-Liga kickte. Nach einem Jahr Eingewöhnungszeit ist die angehende Ergotherapeutin in ihrer zweiten Saison beim FFC Oldesloe endlich in Liga zwei angekommen. Vor allem die kampfbetontere Spielweise bereitete ihr zunächst Probleme.

Ich habe in letzter Zeit viel trainiert, das hat mir gut getan. Das kann Coach Michael Clausen nur bestätigen. Sie ist momentan in sehr guter Verfassung, freute sich der Übungsleiter. Da kommen solche Tore auch nicht von ungefähr. Das hat sie technisch sehr gut gemacht. Nach einem Freistoß von Svenja Fritz nahm Engel den Ball im Strafraum gekonnt an, drehte sich und ballerte das Leder trocken in die Maschen. Es ist natürlich besonders schön, das Siegtor zu schießen, betonte Engel. Dabei hatte sie nach ihrem zweiten Saisontreffer noch gar nicht an einen Erfolg ihres Teams geglaubt. Wir sind eine Mannschaft, die sich in so einer Situation auch mal ein dummes Tor einfängt, erklärte Engel. Und tatsächlich wurden die Gastgeberinnen nach der Führung noch einmal gefährlich. Doch entweder vereitelte FFC-Torhüterin Friederike Wiener oder der Stormarner Torpfosten die Gerstener Chancen. Am Ende reichte es für die Oldesloerinnen in einer kampfbetonten Partie auf schwer bespielbarem Rasen zu einem nicht unverdienten Arbeitssieg. Die Mannschaft von Michael Clausen feierte damit bereits ihren dritten Erfolg im dritten Gastspiel in Gersten.

Das waren für uns drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, sagte Clausen. Nach der geglückten Revanche für das 0:2 aus dem Hinspiel trennen den FFC jetzt schon sieben Punkte von einem Abstiegsplatz. Die Motivation war bei uns sehr hoch, erklärte Engel, die mit dem FFC auch in der kommenden Saison unbedingt in der Zweiten Liga spielen will. Mit noch mehr Toren wie in Gersten kann sie dabei tatkräftig mithelfen – und vielleicht klappt’s dann beim nächsten Torjubel auch mit der Umarmung der besten Freundin.

FFC Oldesloe: Wiener - Grube, Fritz, Bauer, Knechtel - Koc (60. Zunker), Storm, Runge Engel (88. Herrmann) - Kucharski (80. Wenzel), Lippert.

 

11.03.2010
Sparkasse Holstein fördert Oldesloer Frauenfußball

Talent, Training und Spaß am Sport – das ist das Erfolgsgeheimnis des Frauenfußballvereins FFC Oldesloe.

Er wurde im Jahr 2000 gegründet, um die Erfolge im Mädchenfußball durch engagierte Förderung auch im Frauenbereich in der Stadt Bad Oldesloe weiterzuführen und die Abwanderung talentierter Oldesloerinnen zu verhindern. Mittlerweile kickt die 1. Mannschaft des FFC Oldesloe bereits in der dritten Saison in der 2. Bundesliga Nord.

Die Sparkasse Holstein fördert die kickenden Frauen der 2. Bundesliga-Mannschaft seit Jahren und unterstützt damit qualifizierten Frauenfußball in Bad Oldesloe. Im Frauenfußballclub steht nicht nur Erfolg im Vordergrund: Durch qualifizierte Betreuung sollen den jungen Spielerinnen die umfangreichen positiven, charakterbildenden Tugenden des Mannschaftssports Fußball, wie Selbstvertrauen, Toleranz und Teamfähigkeit, vermittelt werden. Durch Anregung zur Eigeninitiative bei der Planung und Organisation von Ausfahrten und anderen Freizeitveranstaltungen will der FFC Oldesloe 2000 das selbständige Handeln der Spielerinnen fördern.

Anja Völker, die Vorsitzende des FFC Oldesloe von 2000, ist begeistert vom Sponsoring der Sparkasse Holstein: Wir freuen uns über die großartige Unterstützung der Sparkasse Holstein und wissen das Engagement sehr zu schätzen, lobt Völker.

 

Freitag, 12. März 2010

FFC will Turbine die Lust am Fußball nehmen

ssi. – Während die Fußballerinnen des FFC Oldesloe am vergangenen Wochenende gegen SV Victoria Gersten bereits den ersten Sieg des Jahres 2010 gefeiert haben (1:0), wurde Turbine Potsdam II ausgebremst, das Zweitliga-Spiel gegen Herford wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. „Dass wir schon eine Partie absolviert haben, ist aber kein Vorteil, weil auch wir noch nicht im Rhythmus sind“, glaubt FFC-Trainer Michael Clausen, der mit seiner Elf am Sonntag um 14 Uhr beim Tabellenzweiten ran muss. „Potsdam hat eine enorme Qualität im Kader und ist extrem heimstark“, weiß Clausen, der sich dennoch eine Außenseiterchance ausrechnet: „Junge Mannschaften mögen es nicht, wenn man robust zur Sache geht. Wir müssen den Potsdamerinnen die Lust am Fußball nehmen – genauso beherzt zur Sache gehen wie gegen Gersten“, lautet die Forderung des Trainers, der lediglich auf Mirja Herrmann (privat verhindert) verzichten muss.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.3.2010

 

Sonntag, 14. März 2010

FFC Turbine Potsdam – FFC Oldesloe ausgefallen

(Punktspiel)

Freitag, 19. März 2010

Schwere Auswärtshürde für FFC-Damen

jak. – Nach dem Ausfall des Spiels beim Tabellenzweiten FFC Turbine Potsdam II am vergangenen Wochenende wartet auf die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga erneut ein Kontrahent aus dem oberen Tabellendrittel. Das Team von Trainer Michael Clausen gastiert morgen (Anstoß: 14 Uhr) beim Magdeburger FFC. Gegen den Tabellenvierten dürfte es für die Oldesloer Offensivkräfte um Gaitana Lippert schwer werden, stellt Magdeburg doch mit 14 Gegentreffern die drittbeste Abwehr der Liga. Derweil gibt es für das Spiel gegen Potsdam einen neuen Termin: Die Partie wird am Freitag, 16. April, (18.15 Uhr) nachgeholt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.3.2010

 

Sonntag, 21. März 2010

Magdeburger FFC – FFC Oldesloe 3:0 (1:0)

(14. Punktspiel)

0:3. Nachlässiger FFC in Magdeburg bestraft

Die Reise der Fußballerinnen des FFC Oldesloe nach Magdeburg hat sich nicht gelohnt. In der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts setzte es gestern für den FFC in der 2. Bundesliga eine 0:3-Niederlage gegen den dortigen Magdeburger FFC. „Das ist ein Ergebnis, das unsere Leistung nicht widerspiegelt“, haderte Oldesloes Coach Michael Clausen nach der Partie, „wir waren lange Zeit auf Augenhöhe, aber vor dem Tor im Abschluss nicht effektiv genug.“

So erspielten sich die Stormarnerinnen zwar durch Kristina Kucharski, die gleich doppelt vergab, und Sandra Runge, die ersten Chancen, das erste Tor der Partie jedoch erzielten die Gastgeberinnen durch Dania Schuster (41.). „In der Situation haben wir bereits im Mittelfeld nicht richtig aufgepasst“, ärgerte sich Clausen über die Pausenführung der Gastgeberinnen.

Nach dem Seitenwechsel mühte sich das Clausen-Team zwar redlich, ließ aber weiterhin die nötige Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor vermissen. Stattdessen landete ein Sonntagsschuss von Jofie Stübing zum 0:2 aus Oldesloer Sicht hinter Torhüterin Friederike Wiener im Netz (61.). Nach einem Konter fingen sich die Clausen-Schützlinge dann zehn Minuten vor Schluss durch Schuster auch noch das 0:3 ein.

Magdeburger FFC: Schult – Abel – Stübing, Beinroth, Mücke (85. Wohlfahrt) – Träbert, Gabrowitsch, Roeloffs, Vogelhuber (75. Juler), Krakowski (61. Berkau) – Schuster.

FFC Oldesloe: Wiener – Grube, Hildebrandt, Fritz, Knechtel – Koc (60. Gieseler), Storm, Runge, Engel – Wenzel (46. Lippert), Kucharski (75. von Appen).

Schiedsrichterin: Katja Mattig, Frankfurt/Oder.

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Schuster (41.), 2:0 Stübing (61.), 3:0 Schuster (80.).

STORMARNNER TAGEBLATT vom 22.3.2010

 

22.03.2010
0:3 - Nachlässiger FFC in Magdeburg bestraft

Die Reise der Fußballerinnen des FFC Oldesloe nach Magdeburg hat sich nicht gelohnt. In der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts setzte es gestern für den FFC in der Zweiten Bundesliga eine 0:3-Niederlage gegen den dortigen Magdeburger FFC. Das ist ein Ergebnis, das unsere Leistung nicht widerspiegelt, haderte Oldesloes Coach Michael Clausen nach der Partie, wir waren lange Zeit auf Augenhöhe, aber vor dem Tor im Abschluss nicht effektiv genug. So erspielten sich die Stormarnerinnen zwar durch Kristina Kucharski, die gleich doppelt vergab, und Sandra Runge, die ersten Chancen - das erste Tor der Partie jedoch erzielten die Gastgeberinnen durch Dania Schuster (41.). In der Situation haben wir bereits im Mittelfeld nicht richtig aufgepasst, ärgerte sich Clausen über die Pausenführung der Gastgeberinnen.

Nach dem Seitenwechsel mühte sich das Clausen-Team zwar redlich, ließ aber weiterhin die nötige Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor vermissen. Stattdessen landete ein Sonntagsschuss von Jofie Stübing zum 0:2 aus Oldesloer Sicht hinter Torhüterin Frederike Wiener im Netz (61.). Nach einem Konter fingen sich die Clausen-Schützlinge dann zehn Minuten vor Schluss durch Schuster auch noch das 0:3 ein.

Magdeburger FFC: Schult-Abel - Stübing, Beinroth, Mücke (85. Wohlfahrt) - Träbert, Gabrowitsch, Roeloffs, Vogelhuber (75. Juler), Krakowski (61. Berkau) - Schuster.

FFC Oldesloe: Wiener - Grube, Hildebrandt, Fritz, Knechtl - Koc (60. Gieseler), Storm, Runge, Engel - Wenzel (46. Lippert), Kucharski (75. von Appen).

 

Donnerstag, 1. April 2010

Clausen fordert sechs Punkte

jak. – Ein Doppelpack an Heimspielen wartet am Osterwochenende auf die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der Nord-Gruppe der 2. Bundesliga. Zunächst empfangen die Oldesloerinnen (9. Platz, 15 Punkte) am Ostersonnabend ab 17 Uhr Lokomotive Leipzig zu einem Nachholspiel, am Ostermontag geht es dann an gleicher Stelle um 14 Uhr gegen das Team des FSV Gütersloh 09.

Mit den Leipzigerinnen erwartet den FFC im Kurparkstadion zunächst ein Kontrahent, dem es gelang, dem bis dato verlustpunktfreien Spitzenreiter Herforder SV Borussia Friedensthal ein 1:1-Remis abzutrotzen. „Leipzig ist klarer Favorit. Die haben ganz andere Möglichkeiten als wir“, sagt Oldesloes Trainer Michael Clausen, „trotzdem sind sie keine Übermannschaft. Auch Leipzig ist schlagbar, wir müssen nur von der ersten Minute an dagegen halten.“ Bei diesem Unterfangen wird Clausen ebenso wie montags gegen Gütersloh auf Filiz Koc (verhindert) verzichten müssen. Doch auch ohne sie hält der Trainer an seiner deutlichen Marschroute für das Osterwochenende fest. „Wir wollen aus den beiden Spielen sechs Punkte holen“, erklärt Clausen. Vor allem der Erfolg gegen den direkten Tabellennachbarn Gütersloh (8.Platz, 17 Punkte) sei dabei wichtig. „Das ist ein anderes Kaliber als Leipzig“, berichtet Clausen, „wir wollen die Chance nutzen, in der Tabelle vorbeizuziehen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.4.2010

 

Sonnabend, 3. April 2010

FFC Oldesloe – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:2 (0:1)

(15. Punktspiel)

Jan Knötzsch – … Beide Mannschaften standen kaum auf dem Platz, als Oldesloes Keeperin Friederike Wiener bereits zum ersten Mal hinter sich greifen musste: nach zwei Minuten Spielzeit hatte die FFC-Defensive das Nachsehen, als Josefine Krengel einen Freistoß unhaltbar zur 1:0-Führung der Gäste versenkte. „Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu wenig präsent auf dem Platz“, kritisierte Clausen das Auftreten seiner Mannschaft, „wir haben uns das Spiel vollkommen aus der Hand nehmen lassen. So eine Leistung können wir uns im Kampf gegen den Abstieg nicht noch einmal erlauben.“ Sein Team, so Clausen weiter, habe eine knappe Stunde Spielzeit lang gebraucht, ehe man wirklich ins Spiel gefunden, und sich gegen die Leipzigerinnen gestemmt habe: „Wir waren immer mindestens einen Tick zu spät. Vor allem haben wir uns keine klaren Torchancen herausarbeiten können “, konstatierte Clausen in der Nachbetrachtung der Partie, in der die Gäste aus Leipzig selbst jedoch auch erst kurz vor dem Abpfiff ein weiteres Mal zuschlugen. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff besorgte Franziska Thieme den Treffer zum 2:0-Sieg der Gäste aus der Messestadt.

FFC Oldesloe: Wiener – Grube, Fritz, Hildebrandt – Storm, Runge (60. Koop), Engel, Kucharski, Knechtel – Lippert, Zunker (46. Wenzel).
1. FC Lokomotive Leipzig: Schumann – Rademacher, Krengel, Aulrich, Freitag – Thieme, Heller, Nyembo (82. Piatkowski), M. Herrmann – Blum, Wutzler (26. L. Schneider/85 Streubel).

Schiedsrichterin: Sandra Blumenthal, Pritzwalk.

Zuschauer: 130.

Tore: 0:1 Krengel (2.), 0:2 Thieme (85.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.4.2010

03.04.2010
FFC Oldesloe - 1. FC Lok Leipzig 0:2 (0:1)

Beide Mannschaften standen kaum auf dem Platz, als Oldesloes Keeperin Friederike Wiener bereits zum ersten Mal hinter sich greifen musste: nach zwei Minuten Spielzeit hatte die FFC-Defensive das Nachsehen, als Josefine Krengel einen Freistoß unhaltbar zur 1:0-Gästeführung versenkte. Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu wenig präsent auf dem Platz, kritisierte Clausen das Auftreten seiner Mannschaft, wir haben uns das Spiel vollkommen aus der Hand nehmen lassen. So eine Leistung können wir uns im Kampf gegen den Abstieg nicht noch einmal erlauben. Sein Team, so Clausen weiter, habe eine knappe Stunde Spielzeit lang gebraucht, ehe man wirklich ins Spiel gefunden, und sich gegen die Leipzigerinnen gestemmt habe: Wir waren immer mindestens einen Tick zu spät. Vor allem haben wir uns keine klaren Torchancen herausarbeiten können, konstatierte Clausen in der Nachbetrachtung der Partie, in der die Gäste aus Leipzig selbst jedoch auch erst kurz vor dem Abpfiff ein weiteres Mal zuschlugen. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff besorgte Franziska Thieme den Treffer zum 2:0-Sieg der Gäste aus der Messestadt.

 

Montag, 5. April 2010

FFC Oldesloe – FSV Gütersloh 2:0 (0:0)

(16. Punktspiel)

Jan Knötzsch – … Nach der zweiten Partie des FFC am Osterwochenende präsentierte sich Michael Clausen eine weite Spur entspannter, und vor allem zufriedener. „Meine Mannschaft hat die richtige Reaktion auf das Spiel vom Sonnabend gezeigt“, lobte der Oldesloer Trainer seine Mädels. Bis die allerdings gegen den Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg erstmals ins Schwarze trafen, vergingen 77 Minuten. Dann war Claudia Wenzel nach einer von Kristin Engel getretenen Ecke per Kopf zur Stelle und sorgte so für die 1:0-Führung, der Gaitana Lippert schließlich mit einem Konter in der Nachspielzeit den zweiten FFC-Treffer des Tages folgen ließ. Zuvor jedoch wurde die Geduld des Publikums auf eine harte Probe gestellt. „Wir sind eben keine Mannschaft, die jedes mal ein Torfestival zeigt“, sagte Clausen, dessen Team mit dem 2:0 tatsächlich seinen Sieg mit der höchsten Tordifferenz in dieser Saison einfuhr. Dass nicht noch weitere Treffer dazu kamen lag daran, dass in der kampfbetonten und teilweise hektischen Partie (Clausen: „Das lag auch an dem nicht gerade souveränen Schiedsrichtergespann“) für den FFC sowohl Gaitana Lippert (70.) als auch Joy Grube gute Möglichkeiten vergaben. Auf der anderen Seite musste derweil Mirja Herrmann in höchster Bedrängnis per Kopf kurz vor der Torlinie klären, um einen Gütersloher Treffer noch zu verhindern.

FFC Oldesloe: Wiener – Grube, Fritz, Hildebrandt – Wenzel, Storm (76. Runge), Engel, Knechtel, Herrmann – Lippert, Zunker (87. Kucharski).

FSV Gütersloh: Berger – Hackmann, Gebhard, Bunte, Claassen – Barwinsky, Buller, Hermes, Widowski – Posdorfer, Schmücker.

Schiedsrichterin: Verena-Kordula Schultz, Wolfsburg.

Zuschauer: 110.

Tore: 1:0 Wenzel (77.), 2:0 Lippert (90.+2)

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.4.2010

 

Dienstag, 6. April 2010

FFC: Auf Niederlage gegen Leipzig folgt ein 2:0-Sieg gegen Gütersloh

Wenzel und Lippert treffen für Oldesloer Zweitliga-Fußballerinnen / Coach Clausen mit Auftreten gegen Leipzig unzufrieden

Jan Knötzsch – Mit sechs Punkten aus dem Heimspiel-Doppelpack am Sonnabend gegen Lokomotive Leipzig und am gestrigen Ostermontag gegen den FSV Gütersloh wollten sich die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der Nord-Gruppe der 2. Bundesliga Luft im Abstiegskampf verschaffen. Ein Unternehmen, dass der Truppe von Trainer Michael Clausen nur ansatzweise gelang. Die Partie gegen Leipzig verlor der FFC zwar mit 0:2, in der Partie gegen Gütersloh jedoch behielten die Oldesloerinnen die Oberhand und fuhren durch zwei Treffer in der Schlussphase des Spiels dank eines 2:0-Erfolgs drei Punkte für ihr Habenkonto ein. „Ganz zufrieden kann ich mit der Punktausbeute dieses Wochenendes nicht sein“, erklärte Clausen, fügte allerdings hinzu: „Wenn ich mir vorher hätte aussuchen können, gegen welchen der beiden Gegner wir gewinnen, dann wäre mir der Sieg gegen Gütersloh sowieso lieber gewesen, weil wir damit gegen einen direkten Konkurrenten gepunktet haben.“ …

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.4.2010

06.04.2010
FFC Oldesloe: Auf Niederlage gegen Leipzig folgt ein 2:0-Sieg gegen Gütersloh

Mit sechs Punkten aus dem Heimspiel-Doppelpack am Sonnabend gegen Lokomotive Leipzig und am gestrigen Ostermontag gegen den FSV Gütersloh wollten sich die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der Nord-Gruppe der Zweiten Bundesliga Luft im Abstiegskampf verschaffen. Ein Unternehmen, dass der Truppe von Trainer Michael Clausen nur ansatzweise gelang. Die Partie gegen Leipzig verlor der FFC zwar mit 0:2, in der Partie gegen Gütersloh jedoch behielten die Oldesloerinnen die Oberhand und fuhren durch zwei Treffer in der Schlussphase des Spiels dank eines 2:0-Erfolgs drei Punkte für ihr Habenkonto ein. Ganz zufrieden kann ich mit der Punktausbeute dieses Wochenendes nicht sein, erklärte Clausen, fügte allerdings hinzu: Wenn ich mir vorher hätte aussuchen können, gegen welchen der beiden Gegner wir gewinnen, dann wäre mir der Sieg gegen Gütersloh sowieso lieber gewesen, weil wir damit gegen einen direkten Konkurrenten gepunktet haben.

Stadionheft FFC Live zu den Spielen gegen Leipzig und Gütersloh: [...hier]

 

Freitag, 9. April 2010

FFC gastiert beim Vorletzten in Wattenscheid

jak. – Von der Papierform her ist es eine leichte Auswärtsaufgabe, die am Sonntagmorgen auf die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga wartet. Um 11 Uhr trifft die Mannschaft von Trainer Michael Clausen im Lohrheidestadion auf die SG Wattenscheid 09, und die ist mit gerade einmal drei gewonnenen Partien und nur zehn Punkten Vorletzter.

Dennoch gibt sich Michael Clausen betont zurückhaltend, statt verbal auf die Pauke zu hauen. „Sicher ist das eigentlich eine leichte Aufgabe, aber die leichten entwickeln sich manchmal auch zu den schwersten...“, konstatiert der Coach, „wir sind gut beraten, nicht mit der Einstellung dahin zu fahren, dass alles von allein läuft.“ Dennoch, verrät der Trainer, „wollen wir drei Punkte mitnehmen.“ Dabei setzt Clausen darauf, dass seine Mannschaft „ganz verstärkt Offensivakzente setzen kann.“ Verzichten, so Clausen, muss der FFC in Wattenscheid „zu 90 Prozent“ auf Stefanie Storm, die an einer Bänderdehnung im Fuß laboriert.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.4.2010

 

Sonntag, 11. April 2010

Wattenscheid 09 – FFC Oldesloe 0:1 (0:0)

(17. Punktspiel)

Wenzel erlöst den FFC spät

Oldesloes Fußballerinnen bezwingen Wattenscheid mit 1:0

jak. – Kaum war die Partie des FFC Oldesloe bei der SG Wattenscheid in der 2. Bundesliga Nord der Frauen beendet, musste Michael Clausen erst einmal ganz tief durchatmen. „Das war ein Sechs-Punkte-Sieg“, sagte der Trainer der Oldesloerinnen, der seiner Mannschaft trotz des erst sehr spät gefallenen Siegtreffers durch Claudia Wenzel (82.) keine allzu großen Vorwürfe machen wollte.

„Diesen Sieg haben wir mit Moral und der nötigen Fitness erzwungen“, konstatierte Clausen, der dennoch keinerlei Hehl daraus machen wollte, dass es bis zur Entscheidung des Spiels nicht so lange hätte dauern müssen. Denn wieder einmal präsentierte die Clausen-Elf auch in Wattenscheid ihr altbekanntes Problem: es hapert nach wie vor im Abschluss vor des Gegners Tor. „Eigentlich hätten wir schon zur Pause klar führen können, vielleicht sogar müssen“, erklärte Clausen angesichts der von Kristina Kucharski und gleich zwei Mal Gaitana Lippert vor dem Seitenwechsel vergebenen Torchancen. „Wir waren eindeutig das bessere Team. Die Wattenscheiderinnen hatten bis zur Halbzeit nicht eine einzige Möglichkeit“, resümierte Clausen.

In der zweiten Hälfte allerdings sollte sich dieser Zustand dann ändern. Die Gastgeberinnen suchten nun verstärkt ihr Heil in der Offensive, wobei der FFC letztlich sogar das Glück hatte, dass in den beiden gefährlichsten Momenten erst die Latte im Weg stand (70.) und zudem in der Schlussminute dann FFC-Keeperin Friederike Wiener in höchster Not klären konnte und so den Sieg festhielt.

Ein Remis, so machte Clausen nach der Partie klar, „wäre insgesamt gesehen allerdings auch unverdient gewesen.“ Darüber hinaus haderte der Oldesloer Coach in erster Linie mit dem Schiedsrichtergespann: „Was die gepfiffen haben, war teilweise echt eine Zumutung.“

jak

FFC Oldesloe: Wiener – Fritz, Hildebrandt, Wenzel, Kucharski (56. Gieseler) – Engel, Knechtel, Herrmann, Runge – Lippert, Zunker.

Schiedsrichterin: Katja Uhrig, Eberbach.

Zuschauer: 50.

Tor: 0:1 Wenzel (82.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.4.2010

12.04.2010

Wenzel erlöst den FFC spät

Kaum war die Partie des FFC Oldesloe bei der SG Wattenscheid in der Zweiten Bundesliga Nord der Frauen beendet, musste Michael Clausen erst einmal ganz tief durchatmen. Das war ein Sechs-Punkte-Sieg, sagte der Trainer der Oldesloerinnen, der seiner Mannschaft trotz des erst sehr spät gefallenen Siegtreffers durch Claudia Wenzel (82.) keine allzu großen Vorwürfe machen wollte.

Diesen Sieg haben wir mit Moral und der nötigen Fitness erzwungen, konstatierte Clausen, der dennoch keinerlei Hehl daraus machen wollte, dass es bis zur Entscheidung des Spiels nicht so lange hätte dauern müssen. Denn wieder einmal präsentierte die Clausen-Elf auch in Wattenscheid ihr altbekanntes Problem: es hapert nach wie vor im Abschluss vor des Gegners Tor. Eigentlich hätten wir schon zur Pause klar führen können, vielleicht sogar müssen, erklärte Clausen angesichts der von Kristina Kucharski und gleich zwei Mal Gaitana Lippert vor dem Seitenwechsel vergebenen Torchancen. Wir waren eindeutig das bessere Team. Die Wattenscheiderinnen hatten bis zur Halbzeit nicht eine einzige Möglichkeit, resümierte Clausen.

In der zweiten Hälfte allerdings sollte sich dieser Zustand dann ändern. Die Gastgeberinnen suchten nun verstärkt ihr Heil in der Offensive, wobei der FFC letztlich sogar das Glück hatte, dass in den beiden gefährlichsten Momenten erst die Latte im Weg stand (70.) und zudem in der Schlussminute dann FFC-Keeperin Friederike Wiener in höchster Not klären konnte und so den Sieg festhielt. Ein Remis, so machte Clausen nach der Partie klar, wäre insgesamt gesehen allerdings auch unverdient gewesen. Darüber hinaus haderte der Oldesloer Coach in erster Linie mit dem Schiedsrichtergespann: Was die gepfiffen haben, war teilweise echt eine Zumutung.

FFC Oldesloe: Wiener - Fritz, Hildebrandt, Wenzel, Kucharski (56. Gieseler)- K. Engel, Knechtel, Herrmann, Runge- Lippert, Zunker.
Zuschauer: 154
Tore: 0:1, 0:2 Ninaus (29., 37.), 0:3 Mittendorf (77.), 0:4 Laue (90.+2).

 

Freitag, 16. April 2010

FFC: Schwerer Doppeleinsatz

Oldesloer Zweitliga-Fußballerinnen treffen auf Spitzenduo Potsdam II und Herford

jak. – Nach ihrem Doppeleinsatz mit der Niederlage gegen Leipzig und dem Sieg gegen Gütersloh am Osterwochenende und dem 1:0-Erfolg in der Vorwoche bei der SG Wattenscheid 09 sind die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe an diesem Wochenende erneut gleich zweifach im Einsatz. Zunächst gastiert die Mannschaft von Trainer Michael Clausen heute (18.15 Uhr) zum Nachholspiel bei der Reserve des FFC Turbine Potsdam. Am Sonntag (14 Uhr) ist dann der Herforder SV Borussia Friedenstal Gast der Oldesloerinnen.

Damit trifft der FFC nacheinander auf die beiden Spitzenteams der Liga. Aufgaben, die der Clausen-Elf nicht unbedingt recht kommen. Zwar beträgt der Abstand zu den beiden Abstiegsrängen nach den Siegen aus den letzten beiden Partien bereits elf Zähler, gänzlich gebannt ist die Abstiegsgefahr aber nicht.

Geht es rein nach der Papierform, dann sind die Oldesloerinnen fast chancenlos: Herford hat bisher kein Spiel verloren, Potsdam erst eins. Zudem kassierten beide Teams erst 14 Gegentreffer.

Dennoch geht Michael Clausen die Spiele mit Optimismus an, und das, obwohl ihm gegen Potsdam neben Franziska Koop (Trainingsrückstand) auch die verhinderten Kristina Kucharski und Annika Knechtel fehlen werden. Sonntag jedoch ist das Duo dann wieder mit von der Partie.

„Natürlich wollen wir punkten“, erklärt Clausen, der Potsdam sogar für noch spielstärker als Herford hält: „Unsere Chance liegt darin, dass Potsdam eine junge Mannschaft hat, der man mit Aggressivität in den Zweikämpfen den Schneid abkaufen muss. Gelingt uns das, ist vielleicht etwas drin.“ Fraglich ist allerdings, ob die Gastgeberinnen Verstärkungen aus ihrer ersten Mannschaft erhalten werden. „Das“, so Clausen‚ „ist die große Unbekannte, mit der wir leben müssen.“

Gegen Herford, das am Mittwoch mit einem 6:0-Erfolg gegen Magdeburg seinen Aufstieg in die Bundesliga perfekt machte, hofft der FFC-Trainer darauf, „dass der Gegner jetzt, wo der Aufstieg gesichert ist, die Begegnung nicht mehr ganz so ernst nimmt.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.4.2010

 

Freitag, 16. April 2010

FFC Turbine Potsdam II – FFC Oldesloe 0:1 (0:1)

(18. Punktspiel)

Oldesloer Zweitliga-Fußballerinnen bezwingen Potsdams Reserve mit 1:0

jak. – … Nach der Partie hob FFC-Coach Clausen vor allem eine Spielerin hervor: Torhüterin Friederike Wiener. „Sie hat überragend gehalten, uns drei oder vier Mal den Sieg gerettet“, lobte Clausen, für dessen Mannschaft Claudia Wenzel nach 38 Minuten erfolgreich war. Seine Schützlinge, so Clausen weiter, hätten sich für ihre Leistung „ein riesiges Kompliment verdient.“ Einzig und allein eine Sache dürfte dem Oldesloer Trainer nicht wirklich geschmeckt haben: Joy Grube musste bereits früh vom Platz. Die Oldesloer Mittelfeldspielerin verletzte sich am Knie. Zum Glück wurde dabei die Kniescheibe nicht, so wie zunächst vermutet, in Mitleidenschaft gezogen. „Es ist wohl nur eine Bänderverletzung“, erklärte Clausen.

FFC Oldesloe: Wiener – Herrmann, Fritz, Hildebrandt, Wenzel – Grube (17. Wöhler), Runge, Engel (89. Gieseler), Knechtel – Lippert, Zunker.

Schiedsrichterin: Julia Heuschkel, Zeulenroda.

Zuschauer: 50.

Tor: 0:1 Wenzel (38., Foulelfmeter).

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.4.2010

 

Sonntag, 18. April 2010

FFC Oldesloe – Herforder SV 0:4 (0:2)

(19. Punktspiel)

Oldesloer Zweitliga-Fußballerinnen unterliegen unbesiegtem Tabellenführer aus Herford

jak. – … Gegen den Tabellenführer, der bereits als Aufsteiger feststeht, mussten die Oldesloerinnen dem Nachholspiel vom Freitag Tribut zollen. „Uns hat am Ende ein wenig die Kraft gefehlt“, berichtete Clausen, dessen Elf jedoch bis zur 30. Minute gut mithielt. „Danach hat man gesehen, warum Herford soweit oben steht: Sie haben eine Offensive, die eiskalt zuschlägt“, unterstricht der Oldesloer Coach, der mit ansehen musste, wie seine Mannschaft durch Treffer von Ninhaus (29./37.) noch vor der Pause mit 0:2 in Rückstand geriet und nach dem Seitenwechsel durch Mittendorf (77.) und Laue (90.+2) zwei weitere Gegentreffer hinnehmen musste. „Am Ende“, so resümierte Clausen, „ist der Herforder Sieg vielleicht um einen oder zwei Treffer zu hoch ausgefallen.“

FFC Oldesloe: Wiener – Fritz, Hildebrandt, Wenzel, Kucharski – Engel (60. von Appen), Knechtel (72. Pajonk), Herrmann, Runge (46. Gieseler) – Lippert, Zunker.

Herforder SV: Speckmann – Hansmeier, Sauer, Schlottmann, Mittendorf – Schulte, Nolte, Laue (46. Rolfs), Voss – Ninhaus (51. Deilmann), Pollmann.

Schiedsrichterin: Imke Meinerling, Hamburg.

Zuschauer: 145.

Tore: 0:1 Ninhaus (29.), 0:2 Ninhaus (37.),0:3 Mittendorf (77.), 0:4 Laue (90.+2).

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.4.2010

 

FFC Oldesloe - Herforder SV 0:4 (0:2)
Im Schongang Richtung Meisterschaft

Einen zu keinem Zeitpunkt gefährdeten, aber am Ende sicherlich um ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallenen 4:0-Auswärtserfolg landete der frisch gebackene Erstligarückkehrer vom Herforder SV Borussia beim FFC Oldesloe und steuert damit weiterhin unbeirrt sowie ungeschlagen auf den Meisterschaftstitel in der Nordstaffel zu.

Die Kurstädterinnen hingegen, welche lediglich 44 Stunden zuvor überraschend bei den Jungadlern von Turbine Potsdam gewonnen hatten, besitzen dank der gleichzeitigen Heimniederlage von Holstein Kiel sowie dem doppelten Punktverlust des FSV Gütersloh 2009 beim Absteiger Hohen Neudorf bei weiterhin 5 Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 10 und noch 3 verbleibenden Heimspielen (davon zwei gegen die schon als Absteiger feststehenden SG Wattenscheid sowie Hohen Neudorf) sehr gute Karten, sich auch im nächsten Jahr Zweitligist nennen zu dürfen.

Wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, wurde dem frischgebackenen Aufsteiger aus Westfalen bereits vor dem Anpfiff mittels eines übergebenen Blumenstraußes artig gratuliert. Mit den Geschenken war dann allerdings erst einmal Schluss, denn der FFC spielte in den ersten 25 Minuten der Partie munter mit und kam sogar zu zwei durchaus passablen Torgelegenheiten.

Zunächst tauchte Liva Zunker plötzlich alleine vor dem Herforder Gehäuse auf, doch wurde deren über Schlussfrau Sonja Speckmann angesetzte Heber (18.) gerade noch so eben von der Linie geschlagen. Sechs Minuten später kam Gaitana Lippert nach einer strammen Hereingabe vor Speckmann an die Kugel, setzte diese jedoch nur ans Außennetz.

Wie quasi aus dem Nichts fiel kurze Zeit später die Führung der bis dahin doch etwas feiermüde wirkenden Gäste, als Marie Pollmann ihre Sturmkollegin Jennifer Nienaus bediente und diese mit einem Heber Torfrau Friederike Werner zum 0:1 überwinden konnte.

In der 36. Minute tauchten die Borussen dann das zweite Mal vor dem gegnerischen Gehäuse auf und erneut zappelte der Ball im Netz: Christina Schulte setzte Pollmann über die rechte Angriffseite mit einem Steilpass in Szene und deren flache und scharfe Hereingabe verwerte die am Fünfmeterraum lauernde Nienaus mit deren 18. Saisontreffer zur beruhigenden 2:0-Halbzeitführung.

Bis und nach der Pause verflachte das ohnehin schon höhepunktarme Spiel weiter und prickelnde Strafraumszenen konnte jeder der 145 zahlenden Zuschauer im Kurparkstadion zu Bad Oldesloe an einer Hand anzählen. So rutschte der nach Pollmann-Rückpass von der Torauslinie optimal bedienten Jennifer Voss der Ball völlig freistehend über den Schlappen (53.) und es dauerte bis zur 65. Minute, ehe auch mal die Gastgeberinnen gefährlich vor dem HSV-Gehäuse auftauchten. Nach schönem Steilpass von Kristina Kucharski lief Lippert mutterseelenallein auf Torfrau Speckmann zu, hatte diese schon umkurvt, ließ sich dann aber im letzten Moment die Butter vom Brot sprich die Kugel vom Fuß nehmen - das musste einfach der Anschlusstreffer sein!

Stattdessen sorgte die allein gelassene Maxi Mittendorf mit dem 0:3 nach 81 Minuten für die endgültige Entscheidung, als sie die Kugel eiskalt an Wiener vorbeischieben konnte. Den sich bis zum Schluss tapfer wehrenden und nie aufsteckenden Oldesloerinnen sollte der Ehrentreffer an diesem Tage jedoch verwehrt bleiben, denn sowohl Kucharski nach Alleingang (87.) als auch die eingewechselte Madeline Gieseler mit 25m-Distanzschuß (88.) konnten Speckmann nicht überwinden.

Nachdem FFC-Coach Michael Clausen in der 90. Minute (!) noch unnötigerweise von der Schiedsrichterin auf die -nicht vorhandene- Tribüne bzw. hinter die Absperrung verwiesen wurde, setzte HSV-Torjägerin Anne Laue sehr zur Freude der 15 mitgereisten Gästeanhänger mit einem Freistoß aus 22 Metern direkt ins linke untere Eck den Schlusspunkt in dieser alles in allem doch eher auf mäßigem Niveau stehenden Partie.

FFC Oldesloe:
Wiener - Fritz, Hildebrandt, Wenzel, Kucharski - K. Engel (59. von Appen), Knechtel (71. Pajonk), Herrmann, Runge - Lippert, Zunker (46. Gieseler)   


Montag, 19. April 2010

FFC: Erst Überraschungssieg, dann 0:4-Niederlage

jak. – Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe sorgten am Freitag für eine dicke Überraschung: im Nachholspiel bei der Reserve von Turbine Potsdam setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Clausen mit 1:0 durch. Gestern unterlagen die Oldesloerinnen dann dem Tabellenführer Herforder SV im Kurparkstadion mit 0:4. „Hätte mir vor diesem Wochenende jemand gesagt, dass wir gegen den Zweiten und den Tabellenführer insgesamt drei Punkte holen, hätte ich das sicherlich nicht geglaubt“, freute sich Clausen über die Ausbeute seiner Elf, die mit nun 24 Punkten in der Tabelle auf Rang acht steht. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.4.2010

 

Sonnabend, 24. April 2010

FFC will mit Derbysieg die Klasse sichern

jak. – Die Vorzeichen sind klar, und entsprechend redet Michael Clausen auch sofort Klartext. „Natürlich werden wir auf Sieg spielen. Wir wollen drei Punkte holen“, sagt der Trainer des FFC Oldesloe vor dem Spiel seiner Schützlinge gegen Holstein Kiel morgen (Anstoß: 14 Uhr, Kurparkstadion).

Eines allerdings werde seiner Elf im Derby mit dem Team aus der Landeshauptstadt aber trotz des großen Siegeswillens und der Tatsache, dass mit einem dreifachen Punktgewinn der Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga der Frauen gesichert wäre, sicherlich nicht passieren: „Wir werden nicht den Fehler machen und Kiel ins offene Messer rennen“, macht Clausen klar und hat zudem eine hohe Meinung vom morgigen Gegner: „Holstein hat eine gute Truppe. Sie haben zum Beispiel gegen Tabellenführer Herford nur knapp verloren. Wir müssen auf der Hut sein.“ Gleichwohl: auch der FFC bewies zuletzt Einsatz und Moral und stellte der Reserve von Turbine Potsdam ein Bein. „Wir wollen diesen Trend als Motivation nehmen und fortsetzen“, erklärt Clausen, dem morgen sowohl Steffi Storm als auch Joy Grube fehlen werden. Bei letzterer soll eine weitere Untersuchung Klarheit bringen, wie schlimm die Knieverletzung aus dem Potsdam-Spiel nun wirklich ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.4.2010


Turbine Potsdam II - FFC Oldesloe 0:1 (0:1)

Nach der Partie hob FFC-Coach Clausen vor allem eine Spielerin hervor: Torhüterin Friederike Wiener. Sie hat überragend gehalten, uns drei oder vier Mal den Sieg gerettet, lobte Clausen, für dessen Mannschaft Claudia Wenzel nach 38 Minuten erfolgreich war. Seine Schützlinge, so Clausen weiter, hätten sich für ihre Leistung ein riesiges Kompliment verdient. Einzig und allein eine Sache dürfte dem Oldesloer Trainer am Freitagabend nicht wirklich geschmeckt haben: Joy Grube musste bereits früh vom Platz. Die Oldesloer Mittelfeldspielerin verletzte sich am Knie. Zum Glück wurde dabei die Kniescheibe nicht, so wie zunächst vermutet, in Mitleidenschaft gezogen. Es ist wohl nur eine Bänderverletzung, erklärte Clausen.

FFC Oldesloe: Wiener - Herrmann, Fritz, Hildebrandt, Wenzel - Grube (17. Wöhler), Runge, K. Engel (89. Gieseler), Knechtel - Lippert, Zunker.

Tor: 0:1 Wenzel (38./Foulelfmeter).

 

Sonntag, 25. April 2010

FFC Oldesloe – Holstein Kiel 3:1 (1:1)

(20. Punktspiel)

FFC hält die Klasse

Oldesloer Fußballerinnen nach 3:1 Sieg gegen Kiel weiter in der 2. Bundesliga

jak. – Kaum hatte Schiedsrichterin Sandra Pansch (Ahrensburg) die Begegnung zwischen dem FFC Oldesloe und Holstein Kiel in der 2. Bundesliga der Frauen abgepfiffen, da war es um Michael Clausen bereits geschehen. Gleich von mehreren Seiten stürmten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC mit der sicheren Gewissheit zuvor im Landesderby mit einem 3:1-Sieg den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach gebracht zu haben in Richtung ihres Trainers und verpasstem diesem erst einmal eine Sektdusche. Die Gäste aus Kiel müssen indes in die Relegation.

„Heute ist alles egal“, nahm der durchnässte FFC-Coach diese Art der „Abkühlung“ gelassen hin, „wir haben uns ins Spiel zurückgekämpft, nachdem eigentlich alles für Kiel sprach. Uns ist es zum Glück gelungen, in der zweiten Halbzeit hinten nichts mehr zuzulassen und vorne zu treffen.“

Damit brachte Clausen die vorangegangenen 90 Minuten so ziemlich auf den Punkt. Nach der frühen Kieler Führung in der 8. Minute durch Leugers, spielte sich das Geschehen vor den 236 Zuschauern im Kurparkstadion weitestgehend zwischen den Strafräumen der beiden Mannschaften ab, zwingende Chancen blieben Mangelware. Abwechslung brachte lediglich Kristin Engels Schuss, der nach 28 Minuten zum 1:1-Halbzeitstand im Tor der Gäste landete.

In der zweiten Hälfte versuchten die Kielerinnen die Gastgeberinnen verstärkt unter Druck zu setzen, doch das Unterfangen brachte keinen Erfolg. Stattdessen nutzten die FFC-Frauen zwei Abstimmungsfehler in der Kieler Defensive eiskalt aus. Erst traf Gaitana Lippert zum 2:1 (62.), danach nutzte Claudia Wenzel einen Strafstoß zum 3:1.

FFC Oldesloe: Wiener – Herrmann, Fritz, Hildebrandt, Knechtel – Wenzel, Runge – Engel (74. von Appen), Kucharski (87. Gieseler), Zunker (28. Wöhler) – Lippert.

Holstein Kiel: Bendt – Danielsen (68. Schildt), Wölki, Schrum, Pulkis – Kranz (46. Krohn), Pashley, Güldenzoph, Vogt – Rinast, Leugers.

Schiedsrichterin: Sandra Pansch, Ahrensburg.

Zuschauer: 253.

Tore: 0:1 Leugers (8.), 1:1 Engel (28.), 2:1 Lippert (63.), 3:1 Wenzel (65., Handelfmeter).

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.4.2010

 

Freitag, 30. April 2010

Duell der sorgenfreien Teams

Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe empfangen HSV II

jak. – Eine Woche nach dem 3:1-Sieg im Derby gegen Holstein Kiel wartet auf die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe am Sonntag das nächste Heimspiel. Ab 14 Uhr empfängt die Elf von Trainer Michael Clausen dann die Reserve des Hamburger SV, die ebenso wie der FFC mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hat, im Kurparkstadion.

Nachdem den Oldesloerinnen der Klassenerhalt durch den verdienten Erfolg gegen Holstein am vergangenen Wochenende nicht mehr zu nehmen ist, kann das Team gegen die Hanseaten zwar befreit von jeglichen Abstiegssorgen aufspielen, das Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn – der FFC ist mit 27 Zählern Siebter, die Hamburger mit der identischen Punktzahl wegen des besseren Torverhältnisses Sechster – auf die leichte Schulter nehmen werde seine Mannschaft dennoch nicht, sagt Michael Clausen

„Wir haben in der 2. Liga bisher noch nie gegen den HSV gewonnen, das wollen wir jetzt unbedingt nachholen“, erklärt der Coach, der zufrieden auf die vergangenen Wochen zurück schaut: „ Wir haben unser Ziel bereits zwei Spieltage vor Saisonende sehr überzeugend erreicht, und das in einer Liga, in der das wegen der Auf- und Absteiger, die diese Saison dazu gekommen sind, schwerer war, als in den beiden Jahren davor.“

Weil dem so ist, „werden nun diejenigen verstärkt zum Einsatz kommen, die zuletzt zu kurz gekommen sind“, berichtet Clausen. Soll heißen: neben Michelle von Appen (Clausen: „Sie steht zu 99 Prozent in der Startformation“) dürfen sich auch Johanna Wöhler, Madeline Gieseler und Ronja Pajonk auf Einsatzzeiten freuen. Fehlen werden die beiden Verletzten Liva Zunker und Joy Grube. Die zuletzt angeschlagene Stefanie Storm soll zumindest auf der Bank sitzen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.4.2010

 

Sonntag, 2. Mai 2010

FFC Oldesloe – Hamburger SV II 1:2 (0:2)

(21. Punktspiel)

Nur 20 starke Minuten

Zweitliga-Frauen des FFC Oldesloe unterliegen HSV-Reserve mit 1:2

jak. – Es lief gerade die 87. Minute, als bei Michael Clausen noch einmal Hoffnung aufkeimte. Energisch beorderte der Trainer des FFC Oldesloe in der Zweitliga-Partie gegen die Reserve des Hamburger SV seine Spielerinnen im Anschluss an den späten Treffer von Kristin Engel, deren Schuss aus 20 Metern im HSV-Tor einschlug, nach vorne, in der Hoffnung, der FFC würde tatsächlich in der verbleibenden Spielzeit den 1:2-Rückstand noch in ein Remis umwandeln und so zumindest einen Zähler im Kurparkstadion behalten. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllte.

„Der Sieg des HSV geht unterm Strich in Ordnung“, erklärte Clausen dann Minuten später, nachdem die schwache Schiedsrichterin Kathrin Heimann (Gladbeck) mit ihrem Schlusspfiff die Niederlage der Oldesloerinnen besiegelt hatte. In den vorangegangenen 90 Minuten begannen die Gastgeberinnen zwar ansprechend und hatten durch Gaitana Lippert nach sieben Minuten auch die erste Torchance des Spiels, konnten aus ihren anfänglichen Vorteilen aber keinerlei Nutzen ziehen. Ganz im Gegenteil: nach rund 20 Minuten war es mit der FFC-Herrlichkeit vorbei. Von den Bemühungen, den HSV bereits früh im Spielaufbau zu stören und selbst Druck nach vorne zu machen, war ganz urplötzlich nichts mehr zu sehen. Stattdessen erwischten die Gäste aus der Hansestadt die Gastgeberinnen zwei Mal eiskalt.

Zunächst setzte Kathrin Patzke gegen FFC-Torhüterin Friederike Wiener, die den Ball eigentlich schon sicher hatte, energisch nach und schoss zum 1:0 für ihre Farben ein. Nur acht Minuten später hatte Patzke auf der rechten FFC-Abwehrseite dann viel zu viele Freiheiten, zog von dort aus mit dem Ball in den Strafraum und traf zum 2:0. „Beim ersten Treffer hält unsere Torhüterin den Ball ganz klar in beiden Händen, als sie attackiert wird. So eine Situation muss man abpfeifen“., ärgerte sich Clausen, der nach dem Seitenwechsel die FFC-Offensive mit der agilen Madeline Gieseler belebte. Mehr als der 1:2-Ehrentreffer durch Engel sprang trotz allem nicht heraus.

FFC Oldesloe: Wiener – Fritz, Hildebrandt, Wenzel, Kucharski (46. Gieseler) – Engel, Knechtel, Herrmann (70. Wöhler), Runge, von Appen (46. Pajonk) – Lippert.

Hamburger SV II: Weber – Borkowski, Meiforth, Lübcke, Homp – Lehmann, Lahr, Schacher (77. Knobloch), Wolfgramm– Salkunic, Patzke.

Schiedsrichterin: Kathrin Heimann, Gladbeck.

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Patzke (28.), 0:2 Patzke (36.), 1:2 Engel (78.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.5.2010

07.05.2010 - Patzke macht den Unterschied

m Sonntag war Derbyzeit. Im Kurparkstadion zu Bad Oldesloe empfing der FFC Oldesloe die Zweite des HSV. Für beide ging es nur noch um die Platzierung. Mit dem Abstieg hatten beide nichts mehr zu tun. Daher ließ FFC-Coach Michael Clausen auch einige Reservistinnen wie Verena Hildebrandt, Annika Knechtel oder Sandra Runge. Die einzigen Konstanten waren Torfrau Friederike Wiener, Innenverteidigerin Svenja Fritz, die Mittelfeldakteurinnen Claudia Wenzel und Kristin Engel sowie Stürmerin Gaitana Lippert. Der HSV hingegen hatte sich Platz fünf und den Gewinn der Torjäger-Wertung für Kathrin Patzke zum Ziel gesetzt, lief daher auch in Bestbesetzung auf. Doch ein Handicap hatten die Rothosen: Nur 40 Stunden zuvor waren sie noch in Leipzig auf dem Rasen gewesen und hatten eine wahre Ochsentour hinter sich. Das verbesserte die Chancen der Gastgeberinnen, ihren ersten Sieg gegen den HSV einzufahren.

So war es wenig verwunderlich, dass die frischer wirkenden Oldesloerinnen den besseren Start erwischten. Von Beginn an setzte der FFC den HSV unter Druck und entwickelte schnell Chancen. Die erste hatte Wenzel, die aus 23 Metern mit links verzog (7.). Eine Minute später vernaschte Kristina Kucharski Henrike Meiforth im Strafraum und schloss mit links ab. Weber war bereits geschlagen, aber Teamkollegin Daniela Schacher hatte den richtigen Weg eingeschlagen und klärte vor der Linie. Man sah deutlich, dass die Hamburgerinnen den Leipzig-Trip noch in den Knochen hatten. Mit diesen schweren Beinen kamen sie nur mühsam ins Spiel. Nach Freistoß von Angelina Lübcke von der linken Grundlinie köpfte Johanna Borkowski rechts vorbei. Zwei Minuten darauf kam Denise Lehmann nach Lübcke-Ecke zum Kopfball, der aber zu schwach war und von Wiener locker aufgenommen werden konnte (18.). Und wieder nur zwei Minuten später marschierte Patzke solo über links in den Strafraum, verpasste aber den Abschluss, und Wiener warf sich ihr erfolgreich vor die Füße.

Aus dem Spiel heraus gelang dem HSV wenig. Torgefahr entstand meist durch Standards. Die Hanseatinnen wurden aber nach verschlafenem Beginn besser und übernahmen die Initiative. Durch einen Ballverlust liefen sie in der 26. Minute jedoch in einen gefährlichen Konter. Wenzel nahm einen schlampigen Fehlpass von Lehmann auf und leitete ihn nach links zu Lippert. In einer 1-gegen-1-Situation ging die an Meiforth vorbei und passte rechts raus auf die mitgelaufene Kristin Engel. Deren Flachschuss konnte Weber aber per Fußabwehr am Überschreiten der Torlinie hindern. Oldesloe hatte bisher die gefährlicheren Tormöglichkeiten. Dennoch fiel das Tor auf der Gegenseite, und es war eine Einzelleistung, eine Demonstration individueller Klasse, gepaart mit Selbstbewusstsein, einem Schuss Frechheit – und einem kleinen Makel. Lübcke lupfte den Ball links in den Strafraum, wo ihn Patzke erlief. Sie zögerte mit dem Schuss, dribbelte gegen zwei und ging nach halbrechts auch an Wiener vorbei. Die Schussbahn wurde ihr jedoch verstellt, also ging sie wieder zurück zur Mitte. Wiener war liegend am Ball, aber Patzke blieb in Ballbesitz, dribbelte weiter und schoss dann doch vom Elfmeterpunkt aus der Drehung. Der Rettungsversuch von Fritz auf der Linie war erfolglos, und es hieß 0:1 nach 28 Minuten. Ein Hauch von Jay-Jay Okocha wehte durch den Kurpark… Wäre da nicht dieser eine Mangel gewesen, denn das Tor hätte nicht zählen dürfen! Bei ihrer Rettungsaktion hatte Wiener, wie die Torschützin nach dem Spiel selbst bekannte, beide Hände fest am Ball. Das sah das Schiedsrichtergespann in dieser immerhin unübersichtlichen Situation nicht so, und daher erkannte die Gladbecker Spielleiterin Kathrin Heimann den Treffer an. Unglücklich für Oldesloe.

Oldesloe musste diesen Schock erstmal verdauen. Acht Minuten später leitete Angelina Lübcke die nächste HSV-Chance ein. Halbhoch schlug sie den Ball nach vorn, und Jobina Lahr verlängerte halblinks per Kopf auf Patzke. Wieder dribbelte sie an der Strafraumgrenze an zwei Oldesloerinnen vorbei zur Mitte und schoss dann trocken aus 15 Metern unten links unhaltbar zum 0:2 ein (36.). So geht’s, wenn’s läuft – in dieser Saison trifft Patzke fast, wie sie will, und sie ist ein großer Garant für den Klassenerhalt der Rothosen. In der Folge war der HSV nun klar überlegen, gewann die wichtigen Zweikämpfe und ließ in der Defensive fast nichts mehr anbrennen. Statt dessen spielten sie schnell nach vorn, auf der Suche nach dem dritten Tor. Oldesloe bekam noch eine Chance in der Nachspielzeit, als Engel einen Freistoß aus 27 Metern knapp am langen Pfosten vorbei schlenzte.

Nach den Spielanteilen war die Führung des HSV nicht ganz unverdient, wenn auch gemessen an den großen Tormöglichkeiten eher glücklich. Die Hansestädterinnen steigerten sich nach müdem Beginn und lebten von Patzkes 24. und 25. Saisontoren. Sie machte den größten Teil des Unterschieds aus, wurde aber beide Male auch exzellent in Szene gesetzt. Oldesloe konnte seinen starken Start nicht konservieren, verlor nach einer Viertelstunde den Angriffswirbel. Dort lauerten Lippert und Kucharski, aber die Bälle in die Spitze kamen nun zu ungenau oder der HSV packte konsequenter zu.

Zum zweiten Spielabschnitt wechselte Michael Clausen aus. Mit Ronja Pajonk und die von der deutschen U16 gesichtete Madeline Gieseler kamen zwei Jungspunde anstelle von Michelle von Appen und Kristina Kucharski. Der HSV kam unverändert aus der Kabine. Und die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufhörte: Mit einem Freistoß von Engel. Die zog ihn vom linken Flügel direkt aufs Tor, aber Weber war aufmerksam und entschärfte den Schuss (50.). Es blieb dabei: Der HSV war zweikampfstärker, und Oldesloe fehlte die Genauigkeit. Die Rothosen beschränkten sich in dieser Phase auf sicheres Stehen, brachten wenig Kreatives zustande. Wenn etwas ging, dann über Patzke. In der 64. Minute wurde die halblinks angespielt, dribbelte an Fritz vorbei und ging von halblinks aufs Tor zu. Am Fünfmeterraum versuchte sie, Wiener mit einem ansatzlosen Außenrist-Schuss aus dem Fußgelenk zu überwinden, die aber war schnell genug unten und hielt.

Nach 70 Minuten zog Clausen seinen letzten Joker: Er brachte Johanna Wöhler als frische Gegenspielerin für Patzke anstelle von Ex-HSVerin Mirja Herrmann. Eine Minute später bediente Fritz Engel mit einem langen Diagonalpass hinter die Abwehr. Dort hatte sich Oldesloes Beste, Kristin Engel, freigestohlen, zog vom Flügel zur Mitte an Borkowski vorbei und schoss frei vor Weber rechts neben das Tor. Glück für den HSV. Und trotzdem hatten viele Zuschauer nicht das Gefühl, dass die Hanseatinnen hier noch etwas anbrennen ließen. Im Gegenteil: Sie schienen es locker runterzuspielen und begnügten sich mit wenigen Chancen. Nach Ecke von Lübcke köpfte Lehmann links vorbei (75.). Dann schickte Wolfgramm Lahr steil hinter die Abwehr, deren Linksschuss konnte Wiener parieren (77.).

Jetzt wechselte auch Claudia von Lanken, brachte für Daniela Schacher Cathérine Knobloch für die linke Abwehrseite als Gegenpol für Pajonk. Bis zur 89. Minute passierte dann auch nichts mehr. Dann ließ Lehmann Lippert vom rechten Flügel flanken. Im Kopfballduell mit Gieseler fiel der Ball von Meiforth vor die Füße der heranrauschenden Engel. Mit einem satten Volleyschuss aus 18 Metern, einem echten Sonntagsschuss hoch links ins Eck überwand sie Weber unhaltbar zum 1:2-Anschlusstreffer. Sie krönte damit ihre starke Leistung, mit der sie sich definitiv für höhere Aufgaben empfahl. Ob sie eine Antwort auf die Frage nach echten Flügelspielerinnen in der HSV-Erstligamannschaft sein könnte?

Eine Antwort auf den Anschluss hatte der HSV jedoch mit der letzten Chance in der Nachspielzeit noch parat. Die ansonsten unauffällige Fata Salkunic schickte Patzke halbrechts aus abseitsverdächtiger Position auf die Reise. Frei vor Wiener probierte es sie mit einem Schlenzer, den die Schlussfrau abwehren konnte. Der Abpraller fiel ihr wieder vor die Füße, mit links wollte sie verwandeln, aber dieses Mal gelang die Rettungstat von Fritz, die das 1:3 und das 26. Saisontor von Patzke vereitelte. Es blieb beim 1:2. Insgesamt war die zweite Halbzeit schwächer, hatte mehr Längen und weniger Klasse. Oldesloe war bemüht, den Rückstand zu verkürzen, belohnte sich aber zu spät selbst. Der HSV hingegen schaltete zu früh auf Ergebnisverwaltung, auch wenn ihnen erkennbar der Saft ausging. Unter dem Strich ist der Sieg aber durchaus verdient. Den Unterschied machte Kathrin Patzke aus, die sich nach dem Schlusspfiff noch über die letzte vergebene Chance ärgerte. Immerhin könnte die in der Endabrechnung um die inoffizielle Torjägerkrone fehlen.  

 

Sonnabend, 8. Mai 2010

FFC will Sieg zum Saisonausklang

Mannschaft von Trainer Michael Clausen empfängt morgen Schlusslicht Blau-Weiß Hohen Neuendorf

Jan Knötzsch – Noch 90 Minuten warten auf die Fußballerinnen des FFC Oldesloe, dann ist die Saison für das Team von Trainer Michael Clausen Vergangenheit Zum Ausklang der Spielzeit erwarten die Oldesloerinnen, die sich dank eines 3:1-Sieges im Derby gegen Holstein Kiel bereits vor zwei Wochen den Klassenerhalt sicherten, morgen ab 14 Uhr im Kurparkstadion den Tabellenletzten SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf.

Der gesicherte FFC gegen einen bereits abgestiegenen Gast, „das hat schon ein bisschen was vom Charakter eines Freundschaftsspiels“, sagt Michael Clausen, fügt aber sofort an, dass „wir trotzdem das Spiel nicht mal eben einfach herschenken werden. Im Gegenteil: wir wollen gewinnen. Und das wird schwer genug, weil Hohen Neuendorf eine Mannschaft ist, die man trotz des Tabellenplatzes nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.“ Natürlich sei es für ihn als Trainer nicht gerade einfach, unter den aktuellen Vorzeichen die Spannung im Team aufrecht zu erhalten. „Sicherlich ist das von der Motivation her eine andere Sache, als wenn man die Möglichkeit hat, im letzten Spiel noch einmal etwas zu erreichen. Die Kunst ist es, das als Trainer trotzdem hinzubekommen.“

Und so gibt Clausen seiner Elf zumindest einen kleinen Ansporn mit auf den Weg in die Begegnung: „Wir können in der Tabelle noch an Werder Bremen vorbeiziehen…“‚ sagt Clausen, der viel lieber aber noch einmal die Leistung seiner Truppe in den vergangenen Spielen gewürdigt wissen will: „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, wir hätten bereits zwei Wochen vor dem letzten Spieltag sieben Punkte Vorsprung auf Kiel auf dem Relegationsplatz, dann hätte ich das so sicher nicht blind unterschrieben. Dass wir genau das erreicht haben, ist das, was am meisten zählt.“

Angesichts dieses Erfolges wird Clausen wie schon in der Begegnung am zurückliegenden Wochenende gegen den Hamburger SV II abermals jenen Spielerinnen Spielminuten gönnen, die zuletzt sonst nicht zur ersten Garde zählten. Soll heißen: ebenso wie die B-Jugendlichen Madeline Gieseler und Ronja Pajonk, die sich laut Clausen „weiter an die Liga gewöhnen sollen“, darf sich Ersatztorhüterin Janne Backhaus auf einen Einsatz freuen. Zudem läuft auch Franziska Koop auf, die aus beruflichen Gründen in der neuen Saison nicht mehr zum FFC-Zweitligapersonal zählen wird.

Stichwort Personal: hinter den Kulissen wird bereits fleißig am künftigen Gesicht der Mannschaft gearbeitet, und dabei kann der FFC bereits einen ersten Erfolg vermelden. „Wir sind uns mit einer neuen Spielerin einig. Ich hoffe, es gelingt uns, noch drei oder vier weitere Spielerinnen zu holen“, gewährt Clausen einen Einblick in die Planungen. Namen will der FFC-Coach frühestens Ende des Monats nennen. Rund um die Begegnung ist ein Rahmenprogramm geplant In der Halbzeit des Spiels gibt es eine Verlosung, nach dem Schlusspfiff sorgt ab 16.30 Uhr die Hamburger Band „U-Turn“ für Musik. Darüber hinaus haben beim Spiel alle Mädchen freien Eintritt, die in den Trainingsanzügen ihrer Mannschaft ins Kurparkstadion kommen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.5.2010

 

Sonntag, 9. Mai 2010

FFC Oldesloe – Blau-Weiß Hohen Neuendorf 2:2 (1:2)

(22. Punktspiel)

Später Ausgleich durch Engel

FFC Oldesloe trennt sich 2:2 von Hohen Neuendorf

ssi. – Der FFC Oldesloe hat als Tabellensiebter die Saison in der 2. Bundesliga Nord abgeschlossen. Vor heimischer Kulisse kam das Team von Trainer Michael Clausen am letzten Spieltag gegen Hohen Neuendorf nicht über ein 2:2 hinaus und versäumte es somit, genau wie in der Vorsaison 30 Punkte zu sammeln. Angesichts von fünf Zählern Vorsprung auf Holstein Kiel, überwog am Ende bei Coach Clausen jedoch die Freude darüber, nach wie vor die Nummer eins im Land zwischen den Meeren zu sein. „Das und der erneut frühzeitig gesicherte Klassenerhalt, ist ein toller Erfolg für uns“, unterstrich Clausen, dessen Elf es gegen Hohen Neuendorf nicht gelang, bereits in der ersten Hälfte alles klar zu machen. Zwar schoss Gaitana Lippert den FFC in Führung (28.), mehr brachten die Oldesloerinnen trotz weiterer Chancen durch Lippert, Claudia Wenzel und Kristina Kucharski aber nicht zustande. Das rächte sich noch vor dem Halbzeitpfiff. Innerhalb von neun Minuten drehten Diana Liebrecht (30.) und Sandra Sommer (39.) den Rückstand in eine 2:1-Führung um.

Mit dem Vorsprung im Rücken zogen sich die Gäste nach der Pause weit in die eigene Hälfte zurück. Der FFC dominierte das Geschehen, wurde aber nur noch selten zwingend. So hatte Clausen die Punkte bereits abgeschrieben, als Kristin Engel doch noch für ein versöhnliches Ende sorgte. In der Nachspielzeit hämmerte sie das Leder zum 2:2-Endstand in die Maschen.

FFC Oldesloe: Backhaus – Knechtel, Hildebrandt, Hermann, Koop (50. Wöhler) – Engel, Wenzel, Runge, von Appen (70. Zunker) – Kucharski (60. Gieseler), Lippert.

Schiedsrichter: Kim-Jana Trenkner, Winsen.

Tore: 1:0 Lippert (28.), 1:1 Liebrecht (30.), 1:2 Sommer (39.), 2:2 Engel (90.+2).

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.5.2010

 

Mittwoch, 26. Mai 2010

Christina Möller wechselt zum FFC Oldesloe

jak. – Mindestens vier Neuzugänge, so kündigte Michael Clausen zu Beginn des Monats an, wolle Zweitligist FFC Oldesloe für die kommende Saison in der 2. Bundesliga Nord verpflichten, jetzt kann der FFC-Coach sich über die erste neue Spielerin freuen: Vom TSV Ratekau (Verbandsliga) wechselt Torhüterin Christina Möller zu den Oldesloerinnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.5.2010

 

Dienstag, 15. Juni 2010

Neuzugang des FFC Oldesloe

ssi. – Zweitligist FFC Oldesloe hat einen weiteren Neuzugang für die kommende Spielzeit verpflichtet. Vom Hamburger SV kommt Seda Heinrich nach Bad Oldesloe. Der 16 Jahre alte Youngster war erst vor der abgelaufenen Saison von Holstein Kiel zum HSV gewechselt und kehrt dem Erstligisten nun genauso den Rücken wie Abwehrspielerin Catherine Knobloch und Mittelfeldspielerin Sarah Begunk, die ebenfalls zukünftig das FFC-Trikot tragen werden. Angreiferin Heinrich ist neben Torhüterin Christina Möller, die vom Verbandsligisten TSV Ratekau kommt und Joy Weitzel (bisher SG Jesteburg/Bendestorf) Neuzugang Nummer fünf des von Michael Clausen gecoachten FFC.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.6.2010

 

Mittwoch, 14. Juli 2010

Mit Teamgeist zum Klassenerhalt

Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe überzeugen in der abgelaufenen Saison durch Zusammenhalt, doch im Abschluss hapert es

jak. – Irgendwann fasste sie sich ein Herz: In der Partie der 2. Bundesliga zwischen dem FFC Oldesloe und BW Hohen Neuendorf Anfang Mai lief den Oldesloerinnen, die mit 1:2 im Hintertreffen lagen, die Zeit davon. Dann kam Kristin Engel an den Ball. Für ein paar Sekunden überlegte die FFC-Akteurin, was sie mit dem Spielgerät tun solle, dann zog sie aus 30 Metern ab, das Leder schlug unhaltbar im Tor der Gäste zum 2:2-Endstand ein. Es war der Schlusspunkt einer Saison, die für den FFC bereits zuvor mit dem Massenerhalt ein glückliches Ende gefunden hatte, irgendwie jedoch passte die Szene wie die Faust aufs Auge.

Eine gefühlte halbe Ewigkeit war das FFC-Team zuvor einem 1:2-Rückstand hinterhergelaufen, hatte vergebens das Gehäuse der Blau-Weißen berannt – und dabei offenbart, was sich wie ein roter Faden durch die Saison zog; akute Abschlussschwäche. „Die Mannschaft hat Potenzial und kann Fußball spielen. Das haben wir unter anderem bei unserem Sieg in Potsdam bewiesen“, stellte Trainer Michael Clausen im Saisonendspurt mit Blick auf den unerwarteten 1:0-Erfolg seiner Elf bei der Zweitvertretung von Turbine fest. „Brandgefährlich vor dem Tor waren wir trotzdem zu selten.“ Eine Aussage, die sich durch die nackten Zahlen belegen lässt. 24 Mal trafen die Clausen-Schützlinge in der abgelaufenen Saison ins Schwarze. Nur die Absteiger SG Wattenscheid 09 und BW Hohen Neuendorf (20 Tore) trafen seltener. Genauso bemerkenswert: Mit 15 Punkten aus elf Spielen stellt der FFC das fünftbeste Auswärtsteam. Clausen freilich interessierte am Ende nur eine Zahl: der Vorsprung, den Oldesloe auf das auf dem Relegationsplatz rangierende Team von Holstein Kiel hatte. Fünf Zähler nach dem finalen Spieltag; der Nicht-Abstieg des FFC war da längst besiegelt. „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, wir hätten vor dem letzten Spieltag einen Vorsprung auf den Relegationsplatz, der reicht, um die Liga zu halten – dann hätte ich das so unterschrieben“, konstatierte Clausen, „dass wir genau das erreicht haben, ist das, was am meisten zählt“.

Zu einer der Garanten des Klassenerhalts avancierte im Endspurt Claudia Wenzel. Nicht nur einmal – so zum Beispiel beim Sieg gegen Potsdam – war sie für das entscheidende Tor verantwortlich oder besorgte den Führungstreffer für ihre Farben, der später Grundstein zum Punktgewinn war.

Bemüht zeigte sich auch Gaitana Lippert. Laufstark engagiert, für ihre Mitspielerinnen ständig anspielbar, präsentierte sich die Angreifern. Allein: bisweilen mangelte es ihr in vorderster Linie an Unterstützung. Filiz Koc, im Dezember 2009 mit viel Beachtung zum FFC gewechselt, wurde von Michael Clausen im Zuge ihres Transfers zwar als „durchsetzungsfähig und torgefährlich“ eingestuft, zu sehen bekam der FFC-Anhang davon aber nicht allzuviel, stand Koc doch kaum in Pflichtspielen auf dem Platz. Dies blieb in der Endphase auch anderen FFC-Spielerinnen verwehrt: Als es in der Liga ums Überleben ging, griff das Verletzungspech um sich. Liva Zunker, Steffi Storm und allen voran Joy Grube fielen aus. Für sie sprangen andere in die Bresche. Mit Erfolg. Denn eines kann man der Mannschaft nicht vorwerfen: fehlenden Teamgeist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.7.2010

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