FFC Oldesloe

Die Spielzeit 2007/08 – 1. Mannschaft - Hinrunde

 

Montag, 9. Juli 2007

Trainingsauftakt des FFC Oldesloe

ssi. – Heute beginnt für die Fußballerinnen des FFC Oldesloe die Vorbereitung auf die neue Saison. Trainer Michael Clausen empfängt seine Kickerinnen um 19 Uhr im Kurparkstadion zum Aufgalopp im Hinblick auf das schwere Unterfangen Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.7.2007

 

Dienstag, 10. Juli 2007

FFC Oldesloe spielt gegen Mellendorf

ssi. – Realistische Chancen, in die zweite Runde des DFB-Pokals einzuziehen, haben die Fußballerinnen des FFC Oldesloe. Die Auslosung in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main, die von der ehemaligen Bundestrainerin Tina Theune-Meyer vorgenommen wurde, hat ergeben, dass der Aufsteiger in die 2. Bundesliga am Sonntag, 2. September, in der ersten Runde beim Regionalligisten Mellendorfer TV antreten muss. „Eine durchaus machbare Aufgabe. Danach könnten wir auf einen Erstligisten treffen“, freute sich FFC-Trainer Michael Clausen über das Los.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.7.2007

 

Mittwoch, 11. Juli 2007

Schwitzen für das Abenteuer 2. Bundesliga

Aufsteiger FFC Oldesloe startet mit sechs Neuzugängen in die Saisonvorbereitung / Klassenerhalt ist das Ziel

ssi. – „Heute einen lockeren Aufgalopp und ab morgen wird dann richtig Gas gegeben.“ Am Montag Abend baten FFC Oldesloes Trainer Michael Clausen und Assistent Andre Polchow ihre 23 Spielerinnen zur ersten Trainingseinheit der Saisonvorbereitung. 20 Kickerinnen waren der Einladung des Trainergespanns gefolgt, unter ihnen sechs Neuzugänge. Nur die nach einer Zahnoperation noch nicht fitte Svenja Fritz sowie die im Urlaub weilenden Bianca Löwenstrom und Kirsten Stamer fehlten bei der ersten Einheit im Kurparkstadion.

Zu weiten Teilen vertraut Clausen in der 2. Bundesliga, die am 19. August startet, der Aufstiegsmannschaft, die ungeschlagen Meister der Regionalliga wurde. Doch punktuelle Verstärkungen sind in Oldesloe herzlich willkommen. Mit den Youngstern Joy Grube (16 Jahre alt), die aus der U16 des Hamburger SV gewechselt ist, Rachel Rinast (16, bisher C-Jugend der SG Trave 06 Segeberg), Ellen Strüven (24, SV Neuenbrook/Rethwisch), Sarah Schreiber (21, FC Riepsdorf), Kristina Kucharski (20, ebenfalls FC Riepsdorf) und Susann Kunkel (23, SV Lurup) will Clausen zum einen den Kader in der Breite besser aufstellen und zum anderen eine junge, hungrige Mannschaft ins Rennen schicken, die sich für das Minimalziel Klassenerhalt zerreißt und bereit ist, für ihr Hobby viel zu investieren. „Geld wird bei uns nicht gezahlt, wir setzen auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen und talentierte Spielerinnen aus der Umgebung“, unterstreicht Clausen, dessen Kader mit einem Durchschnittsalter von 20,7 Jahren weit unter dem Mittel der Liga liegen dürfte.

Absolutes Highlight dürfte für den FFC bereits das erste Heimspiel am 26. August sein. Dann wird um 14 Uhr zum Landesderby die KSV Holstein Kiel erwartet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.7.2007

 

Freitag, 20. Juli 2007

Erster Test des Aufsteigers

Zweitligist spielt morgen um 15 Uhr beim TSV Nahe

ssi. – Zwei Wochen lang haben die Fußballerinnen des FFC Oldesloe sich die konditionellen Grundlagen für das Abenteuer 2. Bundesliga hart erarbeitet. Morgen folgt die erste Leistungsüberprüfung mit dem Ball. Um 15 Uhr steht für die Mannschaft von Trainer Michael Clausen beim Regionalligisten TSV Nahe das erste Testspiel auf dem Programm. Gespannt sein darf man vor allem darauf, wie sich die sechs Neuzugänge Ellen Strüven, Susann Kunkel, Sarah Schreiber, Rachel Rinast, Joy Grube und Kristina Kucharski bisher in das Team eingefunden haben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.7.2007

 

Sonnabend, 21. Juli 2007

TSV Nahe – FFC Oldesloe 0:9 (0:2)

(Freundschaftsspiel)

9:0-Sieg zum Auftakt

FFC Oldesloe schießt sich warm

Frauenfußball-Zweitligist mit Kantersieg gegen Regionalligist TSV Nahe / Mittwoch ist Arminia Bielefeld in Oldesloe zu Gast

ssi. – Überbewerten wollte Michael Clausen das Ergebnis nicht. Doch der 9:0 (2:0)-Erfolg des FFC Oldesloe im ersten Testspiel gegen Regionalligist TSV Nahe macht Lust auf mehr. „Vor allem im Bereich der Fitness wurde deutlich, dass einige Spielerinnen schon sehr weit sind, trotzdem sollten wir dieses Spiel nicht zu hoch hängen, zumal der TSV Nahe erst zwei Trainingseinheiten absolviert hat, während wir uns schon seit zwei Wochen in der Vorbereitung befinden“, sagte der Coach des Zweitligaaufsteigers, der lediglich auf Susann Kunkel (Urlaub in Finnland) und Sarah Schreiber (Familienfeier) verzichten musste.

Bei hochsommerlichen Temperaturen dauerte es jedoch, ehe der FFC auf Touren kam. Der TSV Nahe überließ es den Oldesloerinnen von Beginn an, das Spiel zu machen und igelte sich in der eigenen Hälfte ein. Gegen das dichte Abwehrbollwerk fand die Clausen-Elf lange Zeit kein Mittel, sich entscheidend in Szene zu setzen. „Nahe hat energisch dagegengehalten und uns das Leben schwer gemacht“, skizzierte Clausen die Anfangsphase. Mit einem abgefälschten Schuss traf Oldesloes Neuzugang Kristina Kucharski (kam vom FC Riepsdorf) erst Mitte der ersten Halbzeit zur FFC-Führung, die Theresa Blum zum 2:0-Pausenstand ausbaute. „Sicherlich hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen können, aber auch Nahe war nicht chancenlos“, erklärte Clausen.

Tore wie am Fließband gab es erst nach der Pause zu sehen. Allen voran die eingewechselte Gaitana Lippert war von der TSV-Deckung nicht in den Griff zu bekommen: Beleg für ihre Spielfreude waren vier Tore. Die weiteren Treffer gingen auf das Konto von Desirée Steinike (2) und Kirsten Stamer. „Hätten wir nicht in den letzten zehn Minuten einen Gang rausgenommen, dann wäre es wohl noch deutlicher geworden“, so Clausen, der besonders von Rachel Rinast (bisher SG Trave 06 Segeberg) angetan war. „Sie hat auf der linken Außenbahn ordentlich Dampf gemacht. Ihr ist anzumerken, dass sie bisher mit Jungs zusammen gespielt hat. Sie ist enorm schnell und dynamisch.“ Kristina Kucharski hinterließ im Angriff ebenfalls einen guten Eindruck. „Sie hat viel gearbeitet, aber ihr fehlt noch die Spritzigkeit“, meint der Coach. Beschäftigungslos war indes Ellen Strüven. Die neue Keeperin, die vom SV Lurup kam und in der zweiten Halbzeit das FFC-Tor hütete, hatte keine Chance, sich auszuzeichnen. Das dürfte sich am Mittwoch ändern. Dann empfangen die Oldesloerinnen um 19.30 Uhr im Kurparkstadion den westfälischen Regionalligisten Arminia Bielefeld. „Bielefeld hat enorm aufgerüstet und will unbedingt in die 2. Liga aufsteigen. Das könnte eine interessante Partie werden“, ist Clausen voller Vorfreude ob des ersten Auftritts vor heimischer Kulisse.

Tore: Lippert (4), Desirée Steinike (2), Kucharski, Blum, Stamer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.7.2007

 

Mittwoch, 25. Juli 2007

FFC Oldesloe – Arminia Bielefeld 5:0 (2:0)

(Freundschaftsspiel)

FFC Oldesloe gewinnt Test gegen Arminia Bielefeld

5:0-Sieg der Clausen-Elf gegen westfälischen Regionalligisten / Bundesligist Hamburger SV kommt ins Kurparkstadion

ssi. – Zweites Testspiel, zweiter Sieg: Nach einem 9:0 über den Regionalligisten TSV Nahe, setzte sich der FFC Oldesloe, Aufsteiger in die 2. Bundesliga, souverän gegen den westfälischen Regionalligisten Arminia Bielefeld mit 5:0 (2:0) durch. Coach Michael Clausen war mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden, vor allem, weil sich die Oldesloerinnen gegen einen aggressiv und körperbetont zur Sache gehenden Gegner durchsetzen mussten. Im Hinblick auf die veränderten Gegebenheiten in der 2. Liga ein guter Test für den FFC. Denn immer wieder hatte Clausen betont, seine Mannschaft müsse in Liga zwei eine robustere Spielweise als in der Regionalliga an den Tag legen.

Gegen die kompakte Bielefelder Deckung hatte der FFC zunächst Mühe, sich entscheidend durchzusetzen. Nachdem die quirlige Janine Kulow ihre erste Chance hatte verstreichen lassen, traf sie im zweiten Versuch (25.) zur Führung, die Sarah Schreiber (35.) auf 2:0 erhöhte. Nach der Pause legten Gaitana Lippert (55. und 74.) und Schreiber (63.), die ein gutes Spiel machte, zum 5:0-Endstand nach. Am Sonnabend wartet auf die Clausen-Schützlinge der erste richtige Härtetest, wenn um 15 Uhr Erstligist Hamburger SV im Kurparkstadion zu Gast sein wird.

Tore: 1:0 Kulow (25.), 2:0 Schreiber (35.), 3:0 Lippert (55.), 4:0 Schreiber (63.), 5:0 Lippert (74.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.7.2007

 

Sonnabend, 28. Juli 2007

FFC Oldesloe – Hamburger SV 1:5 (0:4)

(Freundschaftsspiel)

300 Zuschauer sehen Testspiel im Kurparkstadion

HSV noch eine Nummer zu groß

Der Zweitliga-Aufsteiger FFC Oldesloe hält beim 1:5 gegen den Bundesliga-Klub nur in der zweiten Halbzeit mit.

Günther Bröde – War das der berühmte Dämpfer zur richtigen Zeit? In einem Testspiel vor knapp 300 Zuschauern im heimischen Kurparkstadion konnten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe die hohen Erwartungen ihrer Fans, gegen den Erstligaklub Hamburger SV als ebenbürtiger Gegner aufzutreten, nicht erfüllen. Nach dem deutlichen 0:4-Zwischenstand zur Pause gestalteten die Stormarnerinnen die Begegnung aber wenigstens im zweiten Durchgang ausgeglichen, konnten die deutliche 1:5-Niederlage aber nicht mehr abwenden.

„Wir nähern uns der Leistungsstärke des HSV doch langsamer an, als ich dachte“, sagte nach dem Spiel FFC-Trainer Michael Clausen. In Zahlen ausgedrückt verbesserten sich die Oldesloerinnen pro Jahr um einen Treffer. 0:6, 0:5 und jetzt 1:5 sind die Testspielergebnisse gegen die Hansestädterinnen aus der Vergangenheit.

Vor der Begegnung hatte Clausen noch gemeint, in diesem Jahr näher dran zu sein. „Ich hoffe, dass wir ungefähr auf dem Niveau des HSV spielen können“, hatte er gesagt. Doch gegen individuelle Fehler in der Abwehr ist ein Trainer machtlos. Für die clever spielenden Hamburgerinnen nutzten Jana Leugers (10., 43. Minute) und Tanja Vreden (30., 41.) die Schwächen im Abwehrverhalten des Aufsteigers aus. Auf der Gegenseite brachte Gaitana Lippert nach einer halben Stunde den Ball aus drei Metern nicht im Tor unter. Susann Kunkel traf kurz vor der Pause den Pfosten. Clausen vermutet, dass die ungewohnt große Kulisse und der gute Ruf des Gegners zur Verunsicherung seiner Spielerinnen beitrugen.

Nach dem Seitenwechsel ein ganz anderes Bild: Die Stormarnerinnen wirkten wesentlich engagierter und im Zweikampf stärker. Nach dem 0:5 von Silva Lone Saländer (49.) konterte der FFC Oldesloe zwei Minuten später mit dem Treffer zum 1:5-Endstand. Torschützin war Kristina Kucharski. …

FFC Oldesloe: Dreessen – Wöhler, Mirja Herrmann, Kunkel (46. Fritz), Desirée Steinike (60. Vonau) –Freiling (60. Kranz), Löwenstrom (70. Kunkel), Schreiber (60. Grube), Blum (46. Rinast) – Lippert (46. Kucharski), Kulow (60. Stamer).

Hamburger SV: Weeche – Ende (55. Rohrberg), Haye, Gärtnmer, Schröer – Plessen (56. Heinßen), Saländer – Schoknecht (46. Weigel), Leugers, Ewers (46. Schubert) – Vreden (71. Schoknecht).

Schiedsrichter: Klaus-Dieter Prelle, Union Oldesloe.

Tore: 0:1 Leugers (10.), 0:2 Vreden (30.), 0:3 Vreden (41.), 0:4 Leugers (43.), 0:5 Saländer (49.), 1:5 Kucharski (51.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 31.7.2007

 

31.07.2007 -FFC Oldesloe - Hamburger SV 1:5 (0:4)
HSV muss sich steigern!

Am Samstagnachmittag trafen auf dem Kunstrasen des Kurparks Bad Oldesloe der Zweitligaaufsteiger FFC Oldesloe und der Hamburger Sportverein aufeinander. Für beide war dies nicht der erste Test: Oldesloe hatte zuvor beim Regionalligisten TSV Nahe mit 9:0 gewonnen, der HSV im Trainingslager den VfL Wingst mit 24:1 besiegt.Ordentliche Partie von Marisa Ewers (Nr. 6), die hier an Theresa Blum vorbei zieht Zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung konnte von einem Härtetest für beide nicht die Rede sein, als kleinen Gradmesser jedoch konnte man diese Partie bezeichnen.

Bei den Gastgeberinnen bot Trainer Michael Clausen zunächst nur zwei Neuzugänge auf: In der Innenverteidigung Neuzugang Susann Kunkel vom Regionalligisten SV Lurup Hamburg und im Mittelfeld Sarah Schreiber vom FC Riepsdorf. Von den sechs Neuen war einzig Ellen Strüven nicht im Kader, dazu die frühere U19-Nationalspielerin Josephine Hinz. Die Viererkette vor Torhüterin Jasmin Dreessen bestand neben Susann Kunkel noch aus Desiree Steinike, deren Schwester Denise im Kader fehlte, sowie der vom HSV her bundesligaerfahrenen Kapitänin Mirja Herrmann und Talent Johanna Wöhler. Das Mittelfeld besetzten Theresa Blum, Sarah Schreiber, Bianca Löwenstrom und Judith Freiling. Davor als zurückhängende Spitze Janine Kulow und vorne Torjägerin Gaitana Lippert.

Auch beim HSV fehlten Neuzugänge. Neuzugang Heike Freese aus Gersten war überhaupt nicht dabei, Ersatzkeeperin Almuth Schult aus Gartow saß auf der Bank. Nur Jana Leugers durfte ran. Von den aus der erfolgreichen Zweiten aufgerückten Spielerinnen stand Marisa Ewers in der Anfangsformation und Denise Lehmann zur Einwechslung bereit. Neben Freese fehlten im Kader noch die spätere U19-Europameisterin Imke Wübbenhorst, sowie Anna Blässe, deren Rückkehr vom Nordic Cup bereits überfällig war, und Talent Johanna Borkowski. Co-Trainer Javier Navarro, der Achim Feifel vertrat, setzte auf das System von Huub Stevens mit Viererkette, 5er-Mittelfeld und einer Spitze. Vor Bianca Weech verteidigten Stephanie Ende, Janina Haye, Alexandra Gärtner und Vanessa Schröer. Davor mit Christina Plessen und Silva Lone Saländer zwei eher defensiver ausgerichtete zentrale Kräfte hinter einer offensiven Dreierreihe aus Christine Schoknecht, Jana Leugers und Marisa Ewers. Davor als einzige Spitze Tanja Vreden.

Der HSV war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und kam nach zehn Minuten nicht unverdient zum Führungstreffer, als Neuzugang Leugers nach einem einstudierten Eckball Schoknechts an den zweiten Pfosten die Ablage von Vreden in die Maschen drückte. Nach einer halben Stunde legte dann Leugers nach einem Einwurf für Vreden auf, und das HSV-Urgestein setzte der chancenlosen Oldesloer Keeperin Dreessen per Direktabnahme den Ball ins Netz. Oldesloe kam erst kurz vor der Pause zur ersten Möglichkeit, als die insgesamt unsichere HSV-Abwehr zu zögerlich agierte, und Kunkel traf, von einer Mitspielerin bedrängt, aus dem Gewühl heraus nur den Pfosten. Im direkten Konter bediente Schoknecht die mitgelaufene Vreden. Deren Volley landete am Pfosten, prallte von dort gegen die Torhüterin und zum 0:3 ins Netz. Nur zwei Minuten später fing Ex-HSVerin Herrmann einen Steilpass ab, aber Leugers erahnte ihr Rückspiel und netzte zum 0:4 ein.

Das war der Pausenstand, denn Oldesloe vergab in Person von Lippert die letzte und beste Chance, als diese ein Zuspiel von Desiree Steinike, abgefälscht von Haye, nicht im Kasten unterbringen konnte. Aber auch der HSV hatte noch einiges liegen gelassen: So ditschte ein Freistoß von Schoknecht in der Anfangsphase auf die Querlatte, Dreessen rettete nach 20 Minuten gegen die per Steilpass von Ende bediente Vreden, eine schöne Kombination von Schröer, Vreden per Hacke und Leugers per Zuspiel auf Saländer brachte nur einen weiteren Aluminiumtreffer ein, und als sich gegen Ende der ersten Hälfte Ewers nach Zuspiel von Leugers robust gegen Kunkel behauptete und Ewigkeiten Zeit hatte, sich eine Ecke auszusuchen, vergab nicht nur sie kläglich - Dreessens Abwehraktion konnte die frühere Oldesloerin Plessen trotz unbedrängter Einschussmöglichkeit und freier Bahn nicht nutzen.

Das Ergebnis war soweit okay, aber der HSV ließ die spielerische Linie vermissen und machte hinten einige Flüchtigkeitsfehler, die die Gastgeberinnen nicht zu nutzen wussten. Den Klassenunterschied beider Teams machte die individuelle Klasse der Hamburgerinnen aus. Beim FFC, dem in den Zweikämpfen das Durchsetzungsvermögen und insgesamt Dynamik und Genauigkeit fehlten, war vieles Stückwerk.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es auf beiden Seiten je zwei Wechsel. Die Pausenansprache hatte FFC-Trainer Clausen wohl besser hinbekommen. Sein Einlauf hatte gewirkt, und Oldesloe kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Sie waren nun bissiger und hatten zunächst zwei Möglichkeiten durch Lippert und Kulow. In diese Drangphase köpfte Saländer nach Eckball von Plessen das 0:5. Die nachfolgenden Wechsel sollten dem Spiel jedoch nicht gut tun. Denn nach zwei weiteren HSV-Auswechslungen und derer vier bei Oldesloe traf FFC-Neuzugang Kristina Kucharski (kam vom Verbandsligisten FC Riepsdorf) nach einer Hereingabe von Judith Freiling zum 1:5.

Der HSV ließ durch die Wechsel im 2. Durchgang merklich nach. Oldesloe wurde stärker und kam zu zwei weiteren guten Chancen durch Kucharski, die beide Male vergab. Erst gegen Ende war wieder ein leichter Aufwärtstrend im Spiel des HSV zu erkennen, wenn dieser auch nur marginal war, denn das Spielniveau war inzwischen auf ein Niveau zwischen Landes- und Bezirksliga abgesackt, so dass Ersatzcoach Navarro ein ums andere Mal fast verzweifelte und immer stiller wurde. Die letzten Möglichkeiten sprachen Bände: Ein Schussversuch der einge- wechselten Julia Weigel wurde abgeblockt, und die ebenso eingewechselte Gina Heinßen, die mit ihrem einzigen gewonnenen Offensivzweikampf diese Möglichkeit eingeleitet hatte, schoss freistehend drei Meter am leeren Tor vorbei. Dann hatte auch noch Saländer Pech, als Leugers ihre flache Freistoßhereingabe verpasste und der Ball den Außenpfosten traf.

Unter dem Strich wurde der FFC Oldesloe unter Wert geschlagen. Sie verkauften sich weitaus besser, als es das Ergebnis und das Chancenverhältnis aussagten. Zeitweise boten sie gegen teils grotesk ungelenk wirkende Hamburgerinnen attraktiven Kombinationsfußball. Der HSV litt unter dem zweiten Anzug, der einen eklatanten Bruch im ohnehin stark verbesserungswürdigen Spiel bedeutete. Es passte nach dem 5. Treffer und der Auswechslung der Stammkräfte fast nichts mehr zusammen. In Kombination mit den mehr als fragwürdigen Abseitsentscheidungen des Schiedsrichtergespanns in beiden Durchgängen ergab sich ein unansehnliches Spiel, vor allem vom Erstligisten, der in den verbleibenden Wochen bis zum 19. August noch stark zulegen muss. Sonst könnten die beiden Spieltage vor der WM verdammt bitter und diese Saison die letzte im Oberhaus werden. Dem FFC Oldesloe, dessen einziges erklärtes Ziel der Verbleib "über dem Strich" ist, kann jedoch vor allem auf der zweiten Halbzeit aufbauen, in der vor allem durch Rachel Rinast, Kristina Kucharski und Marialiiza Kranz, die massiven Anteil am Zweitligaaufstieg der Stormarnerinnen hatte, offensiver Schwung herein kam. 

FFC Oldesloe 2000:

Dreessen - Desiree Steinike (60. Vonau), Kunkel (46. Fritz), Herrmann, Wöhler - Blum (46. Rinast), Schreiber (67. Kunkel), Löwenstrom (60. Grube), Freiling (62. Kranz) - Kulow (60. Stahmer) - Lippert (60. Kucharski)


Hamburger SV:

Weech - Ende (56. Rohrberg), Haye, Gärtner, Schröer - Plessen (56. Heinßen), Saländer - Schoknecht (46. Weigel), Leugers, Ewers (46. Schubert) - Vreden (71. Schoknecht)

Tore:
0:1 Leugers (10.)
0:2 Vreden (30.)
0:3 Vreden (41.)
0:4 Leugers (43.)
0:5 Saländer (49.)
1:5 Kucharski (61.)

 

 

Freitag, 3. August 2007

FFC Oldesloe – Niendorfer TSV 1:1

(Freundschaftsspiel)

Tor für den FFC Oldesloe: Kranz.

 

Sonnabend, 4. August 2007

SV Ahlerstedt/Ottendorf – FFC Oldesloe 0:3 (0:1)

(Freundschaftsspiel)

Müde Oldesloerinnen gewinnen 3:0 in Ahlerstedt

FFC setzt sich beim Verbandsligisten durch

ssi. – Wenn es am kommenden Freitag ins Trainingslager nach Boltenhagen geht, dann stehen für die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe Schulungen im taktischen Bereich auf dem Programm. „Dazu werden wir an unserer Schnelligkeit arbeiten“, sagte FFC-Trainer Michael Clausen, der somit die harten Konditionseinheiten zu den Akten legt. Die hatten dafür gesorgt, dass sein Team im Testspiel beim Verbandsligisten SV Ahlerstedt müde wirkte. „Die vergangene Woche war anstrengend, außerdem saßen wir auf dem Weg nach Ahlerstedt wegen eines Staus zwei Stunden im Auto“, ließ Clausen Nachsicht walten. Mit der Spielanlage seines Teams war der Coach aber zufrieden. Der FFC beherrschte über 90 Minuten lang den Gegner. „Das Tempo war zwar nicht sonderlich hoch, aber ansonsten war das ordentlich“, so das Fazit des Trainers, nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg durch die Treffer von Marialiiza Kranz (2) und Rachel Rinast. Nicht einverstanden war Clausen indes mit dem Testspielauftritt einen Tag zuvor gegen den Hamburger Verbandsligisten Niendorfer SV (1:1; Tor Marialiiza Kranz).

FFC Oldesloe: Dreessen – Wöhler, Mirja Herrmann (46. Fritz), Kunkel, Schreiber, Blum – Kranz (60. Vonau), Löwenstrom (46. Storm), Schreiber, Rinast – Kulow (45. Kucharski), Lippert (46. Stamer).

Tore: Kranz (2), Rast.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.8.2007

 

Freitag, 10. August 2007

SV Grevesmühlen Männer – FFC Oldesloe 8:1 (4:0)

(Freundschaftsspiel)

 

Sonntag, 12. August 2007

FFC Oldesloe – SV Neuenbrook/Rethwisch 6:0 (4:0)

(In Grevesmühlen: Freundschaftsspiel)

Sieg und Niederlage für FFC Oldesloe

ssi. – Eine Woche vor dem Saisonstart in der 2. Bundesliga hat sich Aufsteiger FFC Oldesloe im Trainingslager in Grevesmühlen den Feinschliff geholt. Zum Abschluss haben die Schützlinge von Trainer Michael Clausen zwei Testspiele bestritten. In der Partie gegen die Herren des Grevesmühlener FC, die auf Bezirksebene spielen, gab es eine 1:8-Niederlage, ehe am Sonntag ein 6:0-Sieg über den Verbandsliga-Vizemeister der vergangenen Saison, SV Neuenbrook/Rethwisch, gefeiert wurde.

Tore: Stamer (3), Kucharski, Kulow, Mirja Herrmann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.8.2007

 

Mittwoch, 15. August 2007

FFC Oldesloe beendet die Testspielserie

ssi. – Mit den beiden Auftritten gegen die Herrenmannschaft des Grevesmühlener FC (Bezirksklasse) und den amtierenden Vizemeister der Verbandsliga SV Neuenbrook/Rethwisch hat der FFC Oldesloe seine Testspielserie in Vorbereitung auf die am Wochenende beginnende Saison abgeschlossen. Der von Michael Clausen trainierte Zweitliga-Aufsteiger kassierte gegen die Herren eine 1:8 (0:4)-Niederlage, ehe es gegen Neuenbrook einen klaren 6:0 (4:0)-Sieg zu verbuchen gab.

„Gegen die Grevesmühlener Männer ging es darum, sich die körperliche Härte zu holen. Es war klar, dass wir dort nicht viel zu bestellen haben werden“, erklärte der Coach, für dessen Team Gaitana Lippert den Ehrentreffer erzielt hatte. Spielerische Akzente setzte der FFC indes gegen Neuenbrook/Rethwisch. „Bis auf einige Unkonzentriertheiten, war das spielerisch in Ordnung. Wir haben die Partie dominiert, anständig kombiniert und sind zielstrebig zu Werke gegangen“, bilanzierte Clausen. Kirsten Stamer (3), Kristina Kucharski, Janine Kulow und Mirja Herrmann schossen den Sieg heraus. Einziger Wermutstropfen waren die Verletzungen von Svenja Fritz (Fußprellung) und Theresa Blum (Innenband).

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.8.2007

 

Freitag, 17. August 2007

Das Abenteuer kann beginnen

Mit einer blutjungen Mannschaft geht FFC Oldesloe am Sonntag das Abenteuer 2. Bundesliga an. Für die Oldesloer Fußballerinnen und ihren Trainer Michael Clausen, die mit der Auswärtspartie beim Herforder SV in die Saison starten, geht es zunächst nur um den Klassenerhalt.

ssi. – Sechs schweißtreibende Wochen in der Saisonvorbereitung sind vorbei. Am Sonntag fällt um 14 Uhr beim Herforder SV für die Fußballerinnen des FFC Oldesloe der Startschuss für das Abenteuer 2. Bundesliga. „Dort wird vor allem in Sachen Zweikampfhärte und Schnelligkeit ein anderer Wind wehen“, ist Trainer Michael Clausen überzeugt, dass auf sein Team eine anstrengende Saison wartet. Am Ende soll der Klassenerhalt bejubelt werden. Bis dahin, so fordert der Coach zumindest, soll jeder einzelne Punkt gefeiert werden wie die Regionalliga-Meisterschaft im vergangenen Jahr. „Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung. Die Spannung vor dem ersten Spiel in Herford ist enorm groß.“

Clausen ist davon überzeugt, dass sein Team gerüstet ist, mit Euphorie und Freude an die Aufgaben herangehen wird. Mit Denise Steinike (Schulterverletzung), Svenja Fritz (Mittelfußprellung), Theresa Blum (Kreuzbandanriss) und Joy Grube (Urlaub) fehlen zwar vier Kickerinnen zum Auftakt. Doch die Ausfälle sollten zu verkraften sein. „Deshalb haben wir ja den Kader aufgestockt“, sagt Clausen, der mit sechs neuen Gesichtern in die Zweite Bundesliga geht. Susann Kunkel (bisher SV Lurup) hat sich auf Anhieb als Führungsspielerin etabliert und soll der Viererkette Stabilität verleihen und Sarah Schreiber (FC Riepsdorf) im defensiven Mittelfeld die Fäden ziehen. „Sie ist enorm zweikampfstark“, lobt Clausen, der mit Kristina Kucharski (ebenfalls Riepsdorf) eine weitere Alternative im Angriff dazubekommen hat. Genau wie mit Ellen Strüven (Neuenbrook-Rethwisch) auf der Torhüterposition. Die Nummer 1 bleibt zwar zunächst Jasmin Dreessen. „Doch mit Ellen haben wir eine hervorragende Keeperin in der Hinterhand.“ Komplettiert wird die Liste der Neuzugänge durch die 16jährigen Youngster Joy Grube (U16 Hamburger SV) und Rachel Rinast (SG Trave 06 Segeberg).

„Alle haben bislang ihre Sache wirklich gut gemacht“, so Clausen, der darauf hofft, dass seine junge Truppe (Durchschnittsalter 20,7 Jahre) mit mannschaftlicher Geschlossenheit auftrumpfen wird. „Ein wesentlicher Faktor wird sein, wie wir mit Niederlagen umgehen. Läuferisch, spielerisch und taktisch sind wir zweitligareif, aber wir werden uns jeden Punkt hart erarbeiten müssen.“ Um in der zwölf Mannschaften starken Staffel am Ende über dem Strich zu stehen, fordert der Trainer jedoch nicht nur seine Spielerinnen auf, an einem Strang zu ziehen: „Auch die Oldesloer Bürger können ihren Teil zum Erfolg beitragen, in dem sie die Mannschaft lautstark am Spielfeldrand unterstützen. Die Leistungen, die die Mädels gebracht haben und in Zukunft noch bringen werden, müssen einfach honoriert werden.“

 

FFC Oldesloe in der Saison 2007/08

  • Neuzugänge: Ellen Strüven (Neuenbrook-Rethwisch), Kristina Kucharski, Sarah Schreiber (beide FC Riepsdorf), Susann Kunkel (SV Lurup), Joy Grube (U16 des Hamburger SV), Rachel Rinast (C-Jugend der SG Trave 06 Segeberg).
  • Abgänge: Josephine Hinz, Sarah Feist (beide Laufbahn beendet).

Der Kader

  • Tor: Jasmin Dreessen (20), Ellen Strüven (24).
  • Abwehr: Johanna Wöhler (19), Svenja Fritz (19), Mirja Herrmann (25), Denise Steinike (18), Desirée Steinike (18), Susann Kunkel (23).
  • Mittelfeld: Vanessa Vonau (20), Theresa Blum (18), Bianca Löwenstrom (21), Stefanie Storm (16), Sarah Schreiber (21), Judith Freiling (25), Rachel Rinast (16), Joy Grube (16).
  • Angriff: Marialiiza Kranz (19), Gaitana Lippert (23), Janine Kulow (23), Kristina Kucharski (20), Kirsten Stamer.
  • Trainer: Michael Clausen; Co-Trainer: André Polchow.
  • Internet: www.ffc-oldesloe.de

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.8.2007

 

Sonntag, 19. August 2007

Herforder SV – FFC Oldesloe 6:2 (2:1)

(1. Punktspiel)

Erster Spieltag in der 2. Liga 2:6

FFC muss Lehrgeld zahlen

  1. – Gleich bei ihrem ersten Spiel in der 2. Bundesliga wurden die Defizite der Fußballerinnen des FFC Oldesloe gnadenlos aufgedeckt. „Wir müssen noch um einiges zulegen in punkto Zweikampfverhalten und Schnelligkeit und vor allem robuster auftreten und unser Kopfballspiel verbessern“, sagte Trainer Michael Clausen nach der 2:6 (1:2)-Auswärtspleite beim Herforder SV.

Die gute Ausgangslage nach dem 1:0 von Gaitana Lippert (17. Minute) verspielten die Oldesloerinnen binnen zwei Minuten, in denen zunächst Marie Pollmann (24.) aus dem Gewühl heraus und danach Sarah Mahler (26.) nach einem Alleingang vor 250 Zuschauern im Herforder Jahnstadion das Blatt zugunsten der Gastgeberinnen wendeten. „Wir haben leider bei beiden Gegentreffern nicht konsequent dagegengehalten“, klagte der Coach des Klassenneulings.

Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig, als der im vorigen Jahr in die 2. Liga aufgestiegene Herforder SV binnen vier Minuten zu drei Treffern von erneut Mahler (67.) und Pollmann (69.) sowie Cathrin Herfurth (71.) kam. „Nach dem Rückstand sind wir nur noch hinterhergelaufen, haben viel zu ängstlich agiert“, kritisierte Clausen und sprach von einer Lehrstunde für seine Mannschaft.

Auf die Ergebnisverkürzung auf 5:2 durch die eingewechselte Stefanie Storm (77.) antwortete der Vorjahresachte mit dem 6:2, das ebenfalls Mahler (84.) erzielte. „Wir haben deutlich zu spüren bekommen, dass die Leistungsdichte im Frauenfußball in Nordrhein-Westfalen viel höher ist als bei uns in Schleswig-Holstein“, so Clausen, der ohne die verletzten Denise Steinike, Theresa Blum und Svenja Fritz auskommen musste, dafür aber Susann Kunkel einsetzen konnte, die ursprünglich Dienst bei der Kriminalpolizei haben sollte.

Am kommenden Sonntag (14 Uhr, Kurparkstadion) erwartet der FFC den Landesrivalen Holstein Kiel, der mit einem 0:3 gegen den SV Victoria Gersten startete.

FFC Oldesloe: Dreessen – Wöhler, Mirja Herrmann, Kunkel, Desirée Steinike – Kranz (75. Kulow), Löwenstrom, Schreiber, Freiling (46. Rinast) – Stamer (64. Storm), Lippert.

Schiedsrichterin: Sandy Kuchmann.

Tore: 0:1 Lippert (17.), 1:1 Pollmann (24.), 2:1 Mahler (26.), 3:1 Mahler (67.), 4:1 Pollmann (69.), 5:1 Herfurth (71.), 5:2 Storm (77.), 6:2 Mahler (84.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 21.8.2007

 

Dienstag, 21. August 2007

FFC Oldesloe – SG Roggendorf Männer 1:4

(Freundschaftsspiel)

 

Freitag, 24. August 2007

Landesderby gegen Holstein zum Heimspielauftakt in der 2. Bundesliga

Aufsteiger FFC Oldesloe empfängt am Sonntag (14 Uhr) die KSV Holstein Kiel im Kurparkstadion / Trainer Michael Clausen hofft auf „lautstarke Unterstützung“

ssi. – Michael Clausen hofft auf eine „volle Hütte“. Der Trainer des FFC Oldesloe empfängt mit seinen Fußballerinnen am Sonntag um 14 Uhr zum ersten Heimspiel der 2. Bundesliga im Kurparkstadion die KSV Holstein Kiel.

Ein Spektakel soll es werden. „Ich hoffe, dass das Landesderby reichlich Zuschauer ins Stadion lockt, die unsere Mannschaft lautstark unterstützen.“ Unterstützung wird notwendig sein. Denn die Partie ist gleichzeitig auch das Duell der Verlierer des ersten Spieltages. Der FFC musste sich beim Herforder SV mit 2:6 geschlagen geben und die Landeshauptstädterinnen kassierte vor heimischer Kulisse eine 0:3-Pleite gegen SV Victoria Gersten. Beide Teams dürften somit auf Widergutmachung brennen.

„Der größere Druck lastet allerdings auf Kiel“, glaubt Clausen, „im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga hat Holstein sich als Saisonziel Platz fünf gesteckt. Dementsprechend unter Zugzwang stehen die Gäste schon.“ Chancenlos wird der FFC Oldesloe nicht sein, davon ist der Trainer überzeugt. Doch um zu punkten gilt es, einiges besser zu machen. Nicht nur, dass der Aufsteiger robuster in den Zweikämpfen und mental schneller sein muss. „Wir müssen auch den Kopf oben behalten, wenn es Rückschläge gibt. Es kann nicht sein, dass uns ein Gegentreffer so aus der Bahn wirft, dass wir gleich den zweiten hinterher bekommen.“ Optimistisch macht Clausen, dass sich seine Elf im Testspiel am Dienstag gegen die Bezirksklassen-Herren aus Roggendorf (Mecklenburg-Vorpommern) hervorragend aus der Affäre zog. Der frühe 0:1-Rückstand in der 3. Minute erschütterte den FFC nicht. Wie gefordert, kämpften sich die Oldesloerinnen ins Spiel und glichen kurz vor der Pause durch Janine Kulow aus. „Mentale Robustheit, das ist es, was wir brauchen“, freute sich Clausen, dass sich sein Team nicht beeindrucken ließ. Die weiteren Gegentreffer zum 1:4-Endstand nahm er gelassen hin. „Wenn ein Hüne mit Gardemaß und 85 Kilogramm Kampfgewicht zum Kopfball hochgeht, haben wir keine Chance. Wichtig war, dass wir nicht aufgesteckt haben.“

Taktisch kann es gegen Kiel zu einer Umstellung kommen. Clausen zieht in Erwägung, mit zwei Spitzen aufzulaufen, um mehr Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben. „Dazu könnte es eine Veränderung im Mittelfeld geben“, verriet der Coach, der auf Svenja Fritz und Theresa Blum verletzungsbedingt verzichten muss. Eventuell wird Denise Steinike nach auskurierter Armverletzung ins Team rücken.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.8.2007

 

Sonntag, 26. August 2007

FFC Oldesloe – Holstein Kiel 1:1 (1:0)

(2. Punktspiel)

FFC gibt sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Der erste Saisonsieg war für Zweitliga-Aufsteiger FFC Oldesloe greifbar nahe. Am Ende fehlten den Gastgeberinnen im Landesderby gegen Holstein Kiel 180 Sekunden, um die drei Punkte zu verbuchen. Sandra Banas ließ mit ihrem Treffer zum 1:1-Endstand den FFC-Siegestraum zerplatzen.

ssi. – Um 15.47 Uhr holte die Fußballerinnen des FFC Oldesloe die Realität wieder ein. Fassungsloses Kopfschütteln statt Freudentanz. Der von Michael Clausen trainierte Zweitliga-Aufsteiger hatte 87 Minuten lang im Landesderby die KSV Holstein Kiel fest im Griff, führte völlig verdient durch ein Eigentor von Svenja Wölki aus der 4. Minute mit 1:0. Doch 180 Sekunden vor Ultimo ein kleiner Fehler und der bereits sicher geglaubte Sieg wurde den Gastgeberinnen vor 330 zahlenden Zuschauern doch noch aus den Händen gerissen: Endstand 1:1.

„Ganz bitter. Wir haben Spiel und Gegner beherrscht und stehen trotzdem nur mit einem Punkt da“, wirkte Michael Clausen genauso konsterniert wie seine Spielerinnen. Vor allem Sarah Schreiber konnte einem Leid tun. In der Innenverteidigung der FFC-Viererkette hatte sie gemeinsam mit Mirja Herrmann eine gute Partie abgeliefert, um dann aber doch noch zu tragischen Figur zu werden. Einen lang geschlagenen Ball aus der Kieler Hälfte konnte der Neuzugang vom FC Riepsdorf nicht entscheidend klären. Bei ihrem Versuch den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern schoss sie Kiels Angreiferin Sandra Banas an, die daraufhin FFC-Keeperin Jasmin Dreessen keine Chance ließ und zum Endstand ausglich. Bereits wenige Minuten zuvor hatte sich Schreiber einen Schnitzer geleistet, den Desirée Steinike ausbügelte, in dem sie den Schuss von Banas gerade noch von der Torlinie kratzte. „So ist das eben in der 2. Liga. Du kannst noch so gut spielen, Fehler werden eiskalt bestraft“, kommentierte Clausen den Ausgleich.

Dazu hätte es allerdings gar nicht kommen müssen. In der ersten Halbzeit hatten Janine Kulow, Stefanie Storm und Marialiiza Kranz bereits gute Chancen besessen, den Vorsprung auszubauen. Im zweiten Durchgang hätte Gaitana Lippert den Sack zumachen müssen. „Wenn das 2:0 fällt, dann brennt nichts an“, glaubte auch Clausen, der neben der Chancenverwertung jedoch auch bemängelte, dass sich seine Elf nach der Pause häufig zu weit in die eigene Hälfte drängen ließ. „Wir hätten unser Spiel durchziehen, agieren, statt reagieren müssen. Trotzdem haben wir uns gegenüber der Vorwoche gesteigert.“

FFC Oldesloe: Dreessen – Wöhler, Mirja Herrmann, Schreiber, Desirée Steinike – Kranz, Storm, Kunkel, Löwenstrom – Kulow (79. Kucharski), Lippert.

Schiedsrichterin: Katrin Bethke.

Tore: 1:0 Eigentor Wölki (4.), 1:1 Banas (87.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.8.2007

 

Donnerstag, 30. August 2007

FFC Oldesloe gegen Pölitzer Männer

söb. – Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe (2. Bundesliga) bestreiten am kommenden Mittwoch ein Freundschaftsspiel gegen das Männer-Bezirksligateam des SSV Pölitz. Für den Aufsteiger aus der Kreisstadt geht es vor allem darum, sich in Zweikämpfen zu bewähren, weil die Mannschaft von Trainer Michael Clausen sich nach dem Aufstieg noch nicht an die härtere Gangart gewöhnt hat. Die Pölitzer wollen als Gastgeber der Partie ihren prominenten Neuzugang Peter Staczek, der vergangenes Wochenende erstmals für den SSV aufgelaufen war, offiziell vorstellen. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 30.8.2007

 

Freitag, 31. August 2007

Oldesloer Fußballerinnen mit guten Karten im DFB-Pokal

ssi. – Zweitliga-Aufsteiger FFC Oldesloe hat am Sonntag gute Chancen, die erste Runde des DFB-Pokals erfolgreich zu überstehen. Die Oldesloer Fußballerinnen von Trainer Michael Clausen treffen um 14 Uhr auf den Mellendorfer TV. Ein Duell, das es in der vergangenen Saison bereits zweimal in der Regionalliga gegeben hat. Einem 2:2 im Hinspiel folgte ein 4:1-Sieg des FFC im zweiten Aufeinandertreffen. Am Ende der Saison stieg Oldesloe ungeschlagen als Meister in die 2. Bundesliga auf, Mellendorf belegte Rang drei.

Von der Papierform dürfte die Favoritenrolle somit klar verteilt sein. Auch wenn der FFC Oldesloe bislang noch nicht richtig in der 2. Liga angekommen ist und zuletzt einen bereits sicher geglaubten Sieg beim 1:1 gegen Holstein Kiel noch aus den Händen gab.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.8.2007

 

Sonntag, 2. September 2007

Mellendorfer TV – FFC Oldesloe 3:2 (2:0)

(1. Runde DFB-Pokal)

FFC Oldesloe verliert DFB-Pokalspiel in Mellendorf 2:3

Erste Runde wieder Endstation

Haarsträubende Abwehrfehler, mangelnde Konsequenz im Angriff. Stormarnerinnen enttäuschen beim Regionalliga-Ersten.

Günther Bröde – Auch im dritten Anlauf sind die Fußballfrauen des FFC Oldesloe im DFB-Pokalwettbewerb nicht über die erste Hauptrunde hinausgekommen. Nach zwei knappen Niederlagen, die das Team von Trainer Michael Clausen in den vergangenen Jahren auf eigenem Platz jeweils gegen Bundesliga-Vereine einstecken musste, scheiterten die Kreisstädterinnen diesmal auswärts mit 2:3 (0:2) am Regionalliga-Spitzenreiter Mellendorfer TV.

Bis auf Torfrau Jasmin Dreessen, der Clausen eine starke Leistung bescheinigte, war der Coach mit der Vorstellung des Zweitbundesliga-Aufsteigers überhaupt nicht zufrieden. „Wir waren nicht wach genug, haben sehr unkonzentriert agiert“, sagte er. Das zeigte sich nach einer Viertelstunde, als Gaitana Lippert der gegnerischen Torhüterin Jacqueline Lange den Ball unbedrängt mit einem harmlosen Schuss direkt in die Arme spielte, genauso wie gegen Ende der Partie, als erneut Lippert und Susann Kunkel im gegnerischen Strafraum die letzte Konsequenz vermissen ließen.

Dem 0:1 von Jennifer Sperling (22. Minute) ging ein Stellungsfehler in der Abwehr voraus, beim 0:2 von Felice Halil (36.) reagierten die Oldesloerinnen nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Sperling viel zu spät. Abwehrschnitzer Nummer drei leistete sich Johanna Wöhler, die sich vor dem 1:3, das erneut Sperling erzielte (58.), düpieren ließ.

Damit löste sich die nach dem 1:2 von Desirée Steinike (47.) aufgekommene Euphorie wieder in Luft auf. Auch das erneute Anschlusstor zum 2:3 von Marialiiza Kranz (70.) brachte nicht mehr die erhoffte Wirkung. Selbst in den letzten zehn Minuten, in denen der FFC Oldesloe nach einer „Notbremse“ von Jacqueline Lange an Lippert und dem darauf folgenden Platzverweis für die gegnerische Torhüterin in Überzahl spielte, gelang kein Treffer mehr. Clausen: „Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Am Sonntag geht es für die Kreisstädterinnen beim FC Union Berlin wieder um Zweitbundesliga-Punkte.

Schiedsrichterin: Sabine Stadler.

Tore: 1:0 Sperling (22.), 2:0 Halil (36.), 2:1 Desirée Steinike (47.), 3:1 Sperling (58.), 3:2 Kranz (70.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 5.9.2007

 

Mittwoch, 5. September 2007

SSV Pölitz Männer – FFC Oldesloe 4:0

(Freundschaftsspiel)

 

Freitag, 7. September 2007

Erster Saisonsieg muss her

FFC Oldesloe trifft auf die schwächste Abwehr der Liga

ssi. – Null Punkte, elf Gegentore in zwei Spielen. Die Bilanz des Tabellenschlusslichts 1. FC Union Berlin lässt durchaus berechtigte Hoffnung zu, dass die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe am Sonntag im dritten Saisonspiel den ersten Sieg einfahren werden. Wäre da nicht die schwere Verletzung von Susann Kunkel.

Im Testspiel gegen die Bezirksliga-Herren des SSV Pölitz (Endstand 0:4) zog sich Kunkel, die nach ihrem Wechsel vom SV Lurup zum FFC von Beginn an Führungsaufgaben übernommen und sich schnell zur Leistungsträgerin entwickelt hat, eine schwere Knieverletzung zu. „Ohne Fremdeinwirkung ist sie umgeknickt und musste mit einem Notarztwagen abgeholt werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus“, erklärte Oldesloes Coach Michael Clausen, der somit gezwungen ist, seine Viererabwehr-Kette umzubauen. „Zum Glück kehrt Denise Steinike nach ihrer Schulterverletzung zurück. Eigentlich war sie für das Mittelfeld eingeplant, wird nun aber Susanns Platz in der Abwehr einnehmen.“ Der Trainer, dem immer noch Theresa Blum und Svenja Fritz verletzungsbedingt fehlen, hofft darauf, dass die Mannschaft durch die personellen Ausfälle enger zusammenrückt und eine Trotzreaktion zeigen wird. „Leicht wird die Aufgabe in Berlin trotzdem nicht. Der Gegner ist enorm kampfstark und nicht so entscheidend weit von uns entfernt“, glaubt Clausen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.9.2007

 

Sonntag, 9. September 2007

  1. FC Union Berlin – FFC Oldesloe 3:1 (1:0)

(3. Punktspiel)

Leidenschaftlicher Kampf des FFC Oldesloe wird erneut nicht belohnt

Clausen-Team scheitert an der Chancenverwertung und kassiert bei Union Berlin 1:3-Niederlage / Kristina Kucharski trifft

ssi. – Unzufriedene Trainer hören sich anders an. Michael Clausen hatte nicht viel zu bemängeln. Ein paar Kleinigkeiten hatte der Trainer des FFC Oldesloe auszusetzen, sprach aber nach der 1:3 (0:1)-Niederlage seiner Elf beim 1. FC Union Berlin von einer guten Partie und vor allem von einem Ergebnis, das dem Spielverlauf nicht gerecht wurde.

„Für die Zuschauer war das ein packendes Duell, beide Teams sind sehr intensiv zur Sache gegangen“, berichtete der Coach des Aufsteigers, der nach dem dritten Saisonspiel immer noch auf den ersten Sieg warten muss. Die Oldesloerinnen waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und hatten in Sachen spielerischer Qualität und Zweikampfverhalten deutliche Fortschritte erkennen lassen. Dass es dennoch nicht zum erhofften Auswärtserfolg reichte, dafür gab es zwei Gründe.

Punkt 1: Individuelle Fehler. Beim Führungstreffer der Gastgeberinnen ließ sich Youngster Rachel Rinast auf der Außenbahn düpieren, so dass Dommenz (14.) keine Mühe hatte, das 1:0 vorzulegen.

Punkt 2: Chancenverwertung. Mehrfach waren die FFC-Kickerinnen dem Ausgleichstreffer nahe. Doch trotz bester Möglichkeiten brachten weder Gaitana Lippert noch Mirialiiza Kranz das Leder im gegnerischen Kasten unter. „Unfassbar, nach dem Rückstand waren wir zunächst etwas geschockt, haben dann aber auch schnell zurück ins Spiel gefunden. Individuelle Fehler werden leider in dieser Klasse genauso bestraft wie mangelhafte Chancenverwertung“, unterstrich Clausen, woran es hapert.

Auch beim 2:0 von Hoppe (53.) sah die FFC-Abwehr nach einem Eckball nicht gut aus. Einzig der Distanzschuss von Mewes (57.), der zum 3:0 einschlug, war kaum vermeidbar. Positiv bewertete Clausen indes, dass sich seine Elf weiterhin bemühte und durch Kristina Kucharski (76.) verdient zum Anschlusstreffer kam. Doch den mahnenden Zeigefinger des Trainers, nicht zu viele Möglichkeiten ungenutzt verstreichen zu lassen, hatten Gaitana Lippert, Bianca Löwenstrom und Desirée Steinike anscheinend nicht gesehen. „Machen wir das 3:2, dann wird das eine ganz enge Kiste. So aber haben wir erneut Lehrgeld zahlen müssen“, meinte Clausen, gab sich aber ob der Fortschritte optimistisch, dass sich bald der gewünschte Erfolg einstellen wird. „Als Aufsteiger brauchen wir noch etwas Zeit, bis wir uns an die Liga gewöhnt haben. Wir müssen nur weiter hart arbeiten und dürfen den Glauben an uns selbst nicht verlieren.“

FFC Oldesloe: Dreessen – Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike – Schreiber (60. Kritina Kucharski), Storm, Löwenstrom (70. Stamer) – Kranz, Lippert, Rinast (40. Grube).

Schiedsrichterin: Christine Weigelt.

Tore: 1:0 Dommenz (14.), 2:0 Hoppe (53.), 3:0 Mewes (57.), 3:1 Kucharski (76.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.2007

 

Freitag, 14. September 2007

Für den FFC Oldesloe hängen die Trauben enorm hoch

Der von Michael Clausen trainierte Zweitligist empfängt Sonntag zum zweiten Heimspiel den Spitzenreiter FFC Turbine Potsdam II

ssi. – Große Hoffnung macht sich Michael Clausen nicht. Der Trainer des Zweitliga-Aufsteigers FFC Oldesloe geht davon aus, dass seine Elf im zweiten Heimspiel am Sonntag gegen FFC Turbine Potsdam II keine Chance haben wird. „Doch die wollen wir nutzen“, frotzelt der Coach im Hinblick auf das Duell Tabellenschlusslicht gegen Spitzenreiter.

Die Bilanz der Gäste ist beängstigend: Drei Spiele, drei Siege und 16:4 Tore, besser geht es kaum. Dennoch fordert Clausen seine Mannschaft auf, nicht vor Ehrfurcht zu erstarren. „Wir dürfen nicht den Fehler machen und ängstlich zur Sache gehen. Nur wenn wir mit aggressivem Zweikampfverhalten uns ins Spiel beißen, können wir den Gegner vielleicht in Schach halten. Allerdings würde es schon einer Sensation gleichkommen, wenn wir einen Punkt holen würden“, meint der Coach, der aller Voraussicht nach zwei Angreiferinnen aufbieten wird. Sich einzumauern mache keinen Sinn. „Dann geraten wir unter Dauerdruck und es ergeben sich zwangsläufig Torchancen für Potsdam.“ Zwar habe seine Elf gerade in Sachen Zweikampfverhalten zulegen können und Fortschritte auch in spielerischer Hinsicht gemacht. Aber um sich mit einer Mannschaft wie Potsdam auf Augenhöhe messen zu können, fehlt noch Einiges. „Alle Zweitliga-Spielerinnen von Turbine sind auch potenzielle Kandidaten für die Ligamannschaft. Die Mädels trainieren sechs Mal in der Woche, haben etliche Jung-Nationalspielerinnen. Gemeinsam mit dem FFC Frankfurt gehört dieser Verein im Frauenfußball zur absoluten Crème de la Crème“, gerät Clausen, der auf Susann Kunkel, Svenja Fritz, Jasmin Dreessen und Theresa Blum verzichten muss, förmlich ins Schwärmen, wenn er über die Konkurrenz spricht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.9.2007

 

Sonntag, 16. September 2007

FFC Oldesloe – FFC Turbine Potsdam II 2:0 (1:0)

(4. Punktspiel)

Gaitana Lippert erlöst den FFC

Clausen-Team feiert beim 2:0 über Turbine Potsdam den ersten Saisonsieg

ssi. – „Absolut geil“, sprudelte es aus Michael Clausen heraus, „eine sensationelle Leistung. Das haben die Mädels weltklasse gemacht.“ Der Trainer des Zweitliga-Aufsteigers FFC Oldesloe war gänzlich aus dem Häuschen, als Schiedsrichterin Kathrin Meingast um 15.49 die Partie gegen den FFC Turbine Potsdam II abpfiff. Grund für die Superlativen, die Clausen bemühte, war das 2:0 (1:0) seiner Elf gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer, für die Oldesloerinnen der erste Saisonsieg.

Vor dem Duell hatte Clausen ebenfalls geschwärmt. Allerdings nicht von seiner Mannschaft, sondern vom Gegner. „Wir haben gegen diese Truppe keine Chance“, hatte der Coach gemutmaßt und damit seine Kickerinnen anscheinend auf die Palme gebracht. Denn statt vor Ehrfurcht zu erstarren und ängstlich zur Sache zu gehen, agierte der Aufsteiger von Beginn an mutig und entschlossen. Mit Kristina Kucharski als zweite Angreiferin neben Gaitana Lippert suchten die Gastgeberinnen ihr Heil in der Offensive. Die Viererkette stand stabil, im defensiven Mittelfeld wurde konzentriert gearbeitet und bei Ballgewinn blitzschnell auf Angriff umgeschaltet. Damit hatten die Gäste scheinbar nicht gerechnet. Vergeblich mühte sich der Titelaspirant, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Auf der Gegenseite kam Kristina Kucharski (35.) indes nach Flanke von Marialiiza Kranz frei zum Kopfball und versenkte das Leder zum verdienten 1:0. Zwei Minuten später fehlten bei einem identisch vorgetragenen Angriff nur Zentimeter zum 2:0.

Nach der Pause gerieten die Oldesloerinnen zwar zusehends unter Druck. Doch Torchancen erspielten sich Turbine gegen die aufopferungsvoll kämpfende Clausen-Elf nicht. Dennoch musste Oldesloe bis drei Minute vor dem Ende warten, ehe die Entscheidung fiel. Die eingewechselte Kirsten Stamer bedient Gaitana Lippert, die der gegnerischen Torhüterin nicht den Hauch einer Abwehrchance ließ. „Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, wir sind heute die schottischen Bravehearts, die nach 56 Jahren erstmals in der vergangenen Woche Frankreich besiegt haben. Das war ein Sieg der Leidenschaft“, freute sich Clausen.

FFC Oldesloe: Strüven – Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike (75. Grube), Desirée Steinike – Kranz, Storm, Löwenstrom, Schreiber – Kucharski (75. Stamer), Lippert.

Schiedsrichterin: Kathrin Meingast.

Tore: 1:0 Kucharski (35.), 2:0 Lippert (87.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.9.2007

 

Freitag, 21. September 2009

Erster Saisonsieg gibt dem FFC Selbstvertrauen

Nach 2:0-Erfolg über Turbine Potsdam II will Clausen-Team beim FFC Heike Rheine nachlegen

ssi. – Das erste Spiel in der 2. Bundesliga gewonnen, aber mit Denise Steinike eine Leistungsträgerin verloren. Aufsteiger FFC Oldesloe musste den 2:0-Erfolg über den FFC Turbine Potsdam II teuer bezahlen. Bei einem harmlosen Zweikampf verdrehte sich die gerade wieder von einer Schulterverletzung genesene Denise Steinike das Knie. Die Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes; die Folge: ein halbes Jahr Fußballpause.

„Das ist bitter“, stöhnte Trainer Michael Clausen, nachdem die erste Euphorie des Siegs verflogen und die Diagnose erstellt war. Dem Coach fehlen am Sonntag in der Auswärtspartie bei Absteiger FFC Heike Rheine eine ganze Reihe von wichtigen Spielerinnen. Neben Steinike müssen nach wie vor noch die lange Zeit verletzten Theresa Blum und Svenja Fritz passen. Youngster Rachel Rinast fällt mit einer schweren Erkältung ebenso aus wie Johanna Wöhler, die sich auf Klassenfahrt befindet. Torhüterin Jasmin Dreessen leidet immer noch an Rückenbeschwerden, wurde zuletzt aber von Ellen Strüven hervorragend ersetzt. Immerhin ist Janine Kulow nach ihrer Zahnoperation wieder fit.

Dennoch wird sich Michael Clausen seine Gedanken machen müssen. „Fakt ist, dass jetzt andere Spielerinnen in die Bresche springen müssen, die zuvor hinten anstanden. Die Youngster Vanessa Vonau und Joy Grube haben jetzt die Möglichkeit, sich in den Vordergrund zu spielen.“

Optimistisch stimmt den Trainer, dass seine Elf gegen Potsdam als krasser Außenseiter eine Trotzreaktion gezeigt hat. „Vor dem Spiel wurde doch nur über die Höhe unserer Niederlage diskutiert. Vielleicht gelingt uns ja noch einmal eine Überraschung.“ Die wäre durchaus möglich. Denn der Erstliga-Absteiger hat viele seiner Leistungsträgerinnen verloren und mit fünf Punkten auf dem Konto bislang noch nicht überzeugt. „Leicht wird die Aufgabe nicht. Rheine hat eine körperlich robuste und kampfstarke Mannschaft. Trotzdem sollten wir nach dem ersten Saisonsieg dort mit dem nötigen Selbstvertrauen die Sache angehen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.9.2007

 

Sonntag, 23. September 2007

FFC Heike Rheine – FFC Oldesloe 1:5 (1:4)

(5. Punktspiel)

FFC Oldesloe ist in der 2. Liga angekommen

Zweiter Sieg in Folge: Clausen-Elf bezwingt Bundesliga-Absteiger FFFC Heike Rheine glatt mit 5:1

ssi. – Der SV Werder Bremen hat es in der Bundesliga vorgemacht: Ohne elf verletzte Spieler wurde Meister VfB Stuttgart mit 4:1 in die Knie gezwungen. Frauenfußball-Zweitligist FFC Oldesloe macht es den Kickern von der Weser nach. Ohne die verletzten Susann Kunkel, Theresa Blum, Denise Steinike, Svenja Fritz, Johanna Wöhler, Rachel Rinast und Jasmin Dreessen fertigte das Team von Trainer Michael Clausen den Erstliga-Absteiger FFC Heike Rheine mit 5:1 ab und verbesserte sich auf den siebten Tabellenplatz. „Wir haben beim Sieg gegen Potsdam gesehen, was mit Selbstvertrauen und bedingungslosem Einsatz alles möglich ist. Dass wir mit dem letzten Aufgebot nachlegen konnten ist kein Zufall, sondern die Folge harter Arbeit“, unterstrich Michael Clausen nach dem zweiten Sieg in Folge.

Die Oldesloerinnen erwischten einen Traumstart: Nach fünf Minuten köpfte Sarah Schreiber einen von Bianca Löwenstrom getretenen Freistoß zur Führung ein. Erneute fünf Minuten später legte Kristina Kucharski nach. Selbst der Anschlusstreffer der Gastgeberinnen durch Antje Heitmann (43.) brachte die Gäste nicht aus dem Rhythmus. Mit zwei Treffern von Sarah Schreiber (44.) und Gaitana Lippert (45.) folgte die richtige Antwort praktisch postwendend. Im zweiten Durchgang legte die nie zu stoppende Gaitana Lippert (72.) zum 5:1-Sieg nach. „Rheine hat zwar alles versucht, konnte sich aber keine Chance mehr herausspielen“, freute sich Clausen, der den Youngstern Vanessa Vonau und Joy Grube ein Sonderlob aussprach. „Sie sind ins kalte Wasser geworfen worden und haben das prima gemacht. Ich denke, wir sind in der 2. Liga angekommen.“

FFC Oldesloe: Strüven – Grube, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Vonau – Kranz (70. Stamer), Löwenstrom, Storm, Schreiber (75. Freiling), Kucharski (78. Kulow), Lippert.

Schiedsrichterin: Isabelle Herrmann.

Tore: 0:1 Schreiber (5.), 0:2 Kucharski (10.), 1:2 Heitmann (43.), 1:3 Schreiber (44.), 1:4 Lippert (45.), 1:5 Lippert (72.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.2007

 

Sonnabend, 6. Oktober 2007

FFC Oldesloe: Wird am Sonntag wieder gejubelt?

Der zuletzt zweimal siegreiche Aufsteiger erwartet um 14 Uhr den HSV II im Kurparkstadion.

Günther Bröde – Der Zank zwischen dem SC Union Oldesloe als Pächter des Kurparkstadions und dem FFC als weiteren Nutzer der Sportanlage über die Betriebskostenbeteiligung hat sich auch auf die Vorbereitung der Zweitbundesliga-Mannschaft auf das Spiel an diesem Sonntag (14 Uhr) gegen den Hamburger SV II ausgewirkt. Nachdem der Union-Vorstand am Montag den Mädchen- und Frauenteams des FFC Oldesloe die Nutzung der Umkleideräume verweigert hatte, musste die Elf von Trainer Michael Clausen notgedrungen ausweichen. Eine Übungseinheit wurde auf einer Hälfte des Kunstrasenplatzes am Masurenweg absolviert, für das Abschlusstraining durften die Kreisstädterinnen den Rasenplatz in Hammoor in Anspruch nehmen. „Der Verein hat uns von sich aus eingeladen, auf dem dortigen Gelände zu trainieren. Eine nette Geste“, sagte Clausen.

Ein weiterer Lichtblick ist die sich entspannende Personallage: Johanna Wöhler und Rachel Rinast kehren ebenso ins Aufgebot zurück wie Schlussfrau Jasmin Dreessen, die ihren Platz in der Anfangself sicher hat, weil die zuletzt überzeugende Ersatztorhüterin Ellen Strüven auf Hochzeitsreise ist. Nicht zum Einsatz kommen die Langzeitverletzten Susann Kunkel und Denise Steinike, mit denen Coach Clausen erst wieder in der Rückserie rechnet, sowie Svenja Fritz und Theresa Blum, die beide noch Trainingsrückstand haben.

Dass am Sonntag auch tatsächlich im Kurparkstadion gespielt werden kann, gilt als sicher. „Ich vertraue auf die von der Stadt als Eigentümerin der Anlage dem DFB vor der Saison erteilte Zusicherung“, sagte Anja Völker, Vorsitzende des FFC Oldesloe.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 6.10.2007

 

Sonntag, 7. Oktober 2007

FFC Oldesloe – Hamburger SV II 1:2 (0:0)

(6. Punktspiel)

Aufsteiger verliert zu Hause mit 1:2

FFC Oldesloe stolpert über „Zweite“ des HSV

Während der Gegner zwei Abwehrfehler eiskalt bestraft, versäumt es die Clausen-Elf, ihre Torchancen zu nutzen.

Günther Bröde – Je höher die Spielklasse, desto konsequenter werden Fehler bestraft. Diese Erfahrung machten beim 1:2 (0:0) im Nordderby der 2. Bundesliga gegen den Hamburger SV II die Fußballerinnen des FFC Oldesloe, die sich ihre Heimniederlage aufgrund von zwei Aussetzern von Abwehrspielerin Mirja Herrmann selbst zuzuschreiben haben.

Vor dem 0:1 von Larissa Holland (48. Minute) rutschte Herrmann der Ball unter dem Fuß durch. Hamburgs Torjägerin traf aus dem Gewühl heraus. Knapp 20 Minuten später versäumte es die Oldesloer Spielführerin, den Ball einfach aus der Gefahrenzone zu schlagen, brachte damit ihre Kameradin Johanna Wöhler in Schwierigkeiten, die sich gegen die Schützin des ersten Treffers nur mit einem Foul zu helfen wusste. Wöhler entging zwar der für diese „Notbremse“ eigentlich fälligen Roten Karte. Den Freistoß verwandelte Angelina Lübcke jedoch zum 0:2 (67.).

Nach dem Anschlusstreffer der eingewechselten Rachel Rinast, die einen Eckball von Marialiiza Kranz verwandelte (81.), keimte unter den knapp 300 Zuschauern noch einmal ein wenig Hoffnung auf. „Uns fehlte aber die klare Linie. Wir hatten keine vernünftigen Chancen mehr“, urteilte Trainer Michael Clausen.

Anders als im ersten Durchgang, als Kranz und zweimal Kristina Kucharski klare Einschussmöglichkeiten besaßen. „In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, die Weichen auf Sieg zu stellen. Alles war möglich“, sagte Clausen.

Die Hamburgerinnen wirkten insgesamt jedoch giftiger. „Sie haben uns in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft“, so der FFC-Coach, dessen Elf in der Tabelle auf Rang sieben abrutschte. Am kommenden Sonntag geht es für die Kreisstädterinnen zum Auswärtsspiel gegen den Tabellenvierten Tennis Borussia nach Berlin.

FFC Oldesloe: Dreessen – Grube (80. Freiling), Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Wöhler – Storm – Schreiber (80. Rinast), Stamer (55. Kulow), Kranz – Kucharski, Lippert.

Hamburger SV II Weber – Knobloch, Bastin, Hamed, Odzakovic – Schulz, Lübcke, Wolfgramm, Lüth – Patzke (85. Scheib), Holland.

Schiedsrichterin: Sabine Stadler.

Tore: 0:1 Holland (48.), 0:2 Lübcke (67.), 1:2 Rinast (81.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.10.2007

 

Freitag, 12. Oktober 2007

FFC hat keine Angst vor TeBe Berlin

„Auch in dieser Liga können wir jeden schlagen.“ Michael Clausen, Trainer des FFC Oldesloe, gibt sich selbstbewusst vor der Auswärtspartie bei Tennis Borussia Berlin.

ssi. – Respekt ja, Angst nein, so lautet das Motto des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga. Der von Michael Clausen trainierte Aufsteiger kassierte nach zwei Siegen in Serie zuletzt zwar beim 1:2 gegen den Hamburger SV II einen kleinen Dämpfer. Doch Grund, an sich selbst zu zweifeln, besteht nicht. „Gegen jeden Gegner können wir mithalten. Das hat auch das Spiel gegen den HSV gezeigt“, unterstreicht Trainer Michael Clausen, dass seine Mannschaft auch vor dem Tabellendritten TeBe Berlin keine Angst zu haben braucht. Mit der nötigen Portion Selbstvertrauen und einem großen Maß an Einsatzbereitschaft hat sich der FFC mit sieben Punkten auf dem Konto in der neuen Liga schnell akklimatisiert. Einzig die Chancenverwertung macht dem Trainer zu schaffen. Gegen den HSV versäumten es die Oldesloerinnen, in der ersten Halbzeit bereits den Sack zuzumachen. „Wenn du drei Chancen bekommst, dann solltest du mindestens eine davon in dieser Liga nutzen. Möglichkeiten am Fließband gibt es auf diesem Niveau nicht mehr“, fordert Clausen vehement das zielstrebige Suchen von Chancen und den eiskalten Abschluss. Gelingt dies in der Hauptstadt, dann dürfte auch dort etwas für die Clausen-Elf zu holen sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.10.2007

 

Sonntag, 14. Oktober 2007

Tennis Borussia Berlin – FFC Oldesloe 3:0 (1:0)

(7. Punktspiel)

Ängstlicher FFC verliert gegen TeBe Berlin 0:3

Oldesloerinnen waren in der Hauptstadt absolut chancenlos

ssi. – Nach zwei Siegen in Serie kassierten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe beim 0:3 (0:1) gegen TeBe Berlin die zweite Niederlage in Folge und rutschten auf den drittletzten Tabellenplatz ab.

Trainer Michael Clausen reagierte gelassen auf die Pleite: „Gegen diese Mannschaft kann man verlieren. In Punkto Erfahrung, Zweikampfführung und spielerischem Potenzial war uns TeBe deutlich voraus“, versuchte der Coach gar nicht erst das Ergebnis zu beschönigen. Dazu gab es auch keinen Grund. Denn hätten die Berlinerinnen in der ersten Halbzeit ihre Chancen konsequent genutzt, dann wäre der FFC weitaus deutlicher als mit 0:1 in Rückstand geraten. „Wenn wir zur Pause 0:4 hinten liegen, dann hätte sich auch niemand beschweren dürfen“, gestand Clausen, dessen Elf zu keinem Zeitpunkt Akzente setzen konnte. Die Spitzen Kristina Kucharski und Gaitana Lippert wurden von der gegnerischen Viererkette immer wieder gedoppelt, zur Bedeutungslosigkeit abgemeldet und blieben ohne eine einzige Torchance. Auch im Mittelfeld konnte Stefanie Storm der Partie nicht ihren Stempel aufdrücken. „Wir haben uns teilweise aber auch versteckt und uns von der Zweikampfhärte und Schnelligkeit des Gegners beeindrucken lassen. Phasenweise haben wir Angsthasen-Fußball gespielt“, skizzierte Clausen das Geschehen, „mich hat nur geärgert, dass wir uns zu wenig gegen diese Niederlage gewehrt haben.“ So hatten es die Hauptstädterinnen leicht, durch einen Kopfballtreffer von Madeleine Wilder (10.) und zwei Tore von Nadine Sandmann (63. und 73.) als Sieger den Platz zu verlassen.

FFC Oldesloe: Strüven – Wöhler, Desirée Steinike, Mirja Herrmann, Grube – Kulow (70. Kranz), Löwenstrom, Storm, Schreiber (75. Freiling) – Kucharski (65. Rinast), Lippert.

Schiedsrichterin: Nadine Scheller.

Tore: 1:0 Wilder (10.), 2:0 Sandmann (63.), 3:0 Sandmann (73.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.10.2007

 

Sonnabend, 27. Oktober 2007

FFC Oldesloe will Spitzenreiter ärgern

Clausen-Elf empfängt morgen (14 Uhr) Tabellenführer FC Gütersloh

kab. – Die Ausgangslage ist klar. „Wir haben eigentlich keine Chance, die wollen wir aber nutzen“, sagt FFC Oldesloe-Trainer Michael Clausen vor dem Duell mit dem Tabellenführer der 2. Bundesliga FC Gütersloh. Clausen sieht seine Mannschaft in der klaren Außenseiterrolle. „Gütersloh hat insgesamt vier Jugend-Nationalspielerinnen in seinem Kader“, sagt er. Hinzu komme, dass die Ostwestfalen in der laufenden Saison die konstantesten Leistungen gezeigt haben, wie ein Blick auf die Tabelle beweist. Dort grüßen die Gütersloherinnen die Konkurrenz derzeit von der Spitze mit 16 Punkten und bislang nur einer Niederlage in sieben Spielen. Trotzdem: Clausen rechnet sich durchaus etwas aus gegen den Favoriten. Er erinnert an das Spiel gegen Potsdam: „Da waren die Voraussetzungen ähnlich und wir haben am Ende 2:0 gewonnen.“ Damit dem Aufsteiger das Gleiche gegen Gütersloh gelingt, gibt der FFC-Coach folgende Marschroute vor: „Wir müssen den Gegner bereits im Mittelfeld früh attackieren, damit wir gar nicht erst viele Torchancen zulassen.“ Und die wenigen eigenen Gelegenheiten müsse man dann konsequent nutzen. Ein Vorteil könnte die Unerfahrenheit der Gäste sein. Während die FFC-Spielerinnen mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren zwar ebenfalls noch sehr jung sind, liegen die Gäste mit 20 Jahren noch deutlich darunter. „Vielleicht lassen die sich von unserem aggressiven Spiel beeindrucken“, hofft Clausen.

Personell hat der Oldesloer Fußballlehrer einige Sorgen. Außer den Langzeitverletzten Susann Kunkel und Denise Steinike (beide Kreuzbandriss) muss er auch auf Svenja Fritz verzichten (Pfeiffersches Drüsenfieber). Außerdem hat sich Theresa Blum bei ihrem Einsatz in der „Zweiten“ am vergangenen Wochenende leicht verletzt und wird vermutlich erstmal nur auf der Bank sitzen.

Ein bisschen ärgert Clausen sich darüber, dass fast zeitgleich das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen Belgien auf der Lübecker Lohmühle stattfindet (13 Uhr). „Das kostet uns sicherlich einige Zuschauer.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.10.2007

 

Sonntag, 28. Oktober 2007

FFC Oldesloe – FC Gütersloh 1:2 (0:1)

(8. Punktspiel)

FFC Oldesloe verkauft sich teuer

Dem Tabellenführer der 2. Bundesliga haben die Fußballerinnen des FFC Oldesloe einen großen Kampf geliefert. Belohnt wurde dieser jedoch nicht: Mit 1:2 hatte das Team von Trainer Michael Clausen letztlich das Nachsehen.

ssi. – Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben zwar das dritte Spiel in Folge verloren, dennoch war Trainer Michael Clausen nach der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen Tabellenführer FC Gütersloh nicht unzufrieden, ganz im Gegenteil. Der Zweitliga-Aufsteiger verdiente sich sogar ein Lob: „Wir haben ein ganz hervorragendes Spiel abgeliefert und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“, bilanzierte Clausen.

Dass es nichts mit einem Außenseitersieg oder dem verdienten Remis wurde, lag an der fehlenden Effektivität. Der FFC starteten beherzt in die Partie. Mit aggressivem Zweikampfverhalten wurde nicht nur die Offensive der Gäste lahm gelegt, sondern die Partie sogar klar bestimmt. Oldesloe agierte stets im Vorwärtsgang und hätte durch Kristina Kucharski (2) und Gaitana Lippert in Führung gehen müssen. Doch während die FFC-Angreiferinnen ihre Chancen nicht zu nutzen wussten, schlug Gütersloh im entscheidenden Moment eiskalt zu. Die erste und einzige Chance der Gäste im ersten Durchgang nutzte Schmücker (43.) zum 0:1. „Absolut unverdient“, sah sich Clausen erneut bestätigt. Immer wieder hatte er davor gewarnt, nicht allzu sorglos mit den eignen Torchancen umzugehen. „Wir sind besser, aber der Gegner eben effektiver“, konstatierte der Coach zur Pause.

Das 0:1 warf seine Elf jedoch nicht aus der Bahn. Der FFC suchte sein Heil auch nach dem Wechsel in der Offensive. Gaitana Lippert (61.) glich nach einem Freistoß von Bianca Löwenstrom verdient aus. Doch nur sieben Minuten später zog Wallenhorst nach einem Konter mit dem 1:2 den Gastgeberinnen den Zahn. „In der Schlussphase hat Gütersloh das geschickt gemacht und den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen lassen. Wir hatten zuvor zu viel investiert, als dass wir noch die Kraft gehabt hätten, den Rückstand auszubügeln. Trotzdem bin ich zufrieden, nur das Ergebnis hat heute nicht gestimmt“, sagte Michael Clausen.

FFC Oldesloe: Rehder– Wöhler, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Grube – Kranz (79. Rinast), Storm, Löwenstrom (72. Kulow), Schreiber – Lippert, Kucharski.

Schiedsrichterin: Sandy Kuchmann.

Tore: 0:1 Schmücker (43.), 1:1 Lippert (61.), 1:2 Wallenhorst (68.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.10.2007

 

Freitag, 2. November 2007

Aufsteiger FFC Oldesloe macht Fortschritte

Zweitliga-Fußballerinnen hoffen auf einen Auswärtssieg beim FFV Neubrandenburg

ssi. – Michael Clausen, Trainer der Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe, hatte in den vergangenen Tagen ausreichend Gelegenheit, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Am Dienstag beobachtete der in Zarpen lebende Lehrer die Frauenfußball-Nationalmannschaft im heimischen Kurparkstadion beim Training. Seit gestern befindet sich der Inhaber der Trainer-A-Lizenz auf einer Fortbildung des Deutschen Fußball-Bundes. Clausen nimmt jede Chance wahr, seinen Horizont zu erweitern, getreu dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“. Als akribischer Arbeiter fordert der Coach auch seine Spielerinnen auf, sich stetig zu verbessern. Eine Forderung, der die Mannschaft bislang nachgekommen ist. Zwar sammelte der Aufsteiger erst sieben Punkte in den ersten acht Partien, doch die Tendenz ist steigend. „Wir machen mit jedem Spiel Fortschritte“, lobte Clausen nach der knappen 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Spitzenreiter FC Gütersloh. Seine Elf lieferte dem Gegner einen großen Kampf und war über weite Strecken sogar das spielbestimmende Team. „Nur mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden“, unterstrich Clausen, der darauf hofft, dass seine Elf am Sonntag um 14 Uhr beim FFV Neubrandenburg vielleicht nicht ganz so schön spielt, dafür aber gewinnt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.11.2007

 

Sonntag, 4. November 2007

FFV Neubrandenburg – FFC Oldesloe 4:2 (2:1)

(9. Punktspiel)

FFC Oldesloe wartet weiter auf den Befreiungsschlag

Fußballerinnen von Trainer Michael Clausen verlieren in der 2. Bundesliga gegen bisherige Schlusslicht FFV Neubrandenburg 2:4

ssi. – Der erhoffte Befreiungsschlag beim bisherige Tabellenschlusslicht FFV Neubrandenburg ist den Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe nicht gelungen. Mit 2:4 musste sich das Team von Trainer Michael Clausen geschlagen geben und wartet nun schon seit vier Spieltagen auf ein Erfolgserlebnis. „Wir stecken mitten drin im Abstiegskampf“, konstatierte Clausen nach der Niederlage. Dabei hatte es in Potsdam für den Aufsteiger verheißungsvoll begonnen. Bereits in der 1. Minute traf Kristina Kucharski zur FFC-Führung. Sicherheit verlieh der Treffer den Gästen aber nicht. Im Mittelfeld hatte die Clausen-Elf erhebliche Probleme in Sachen Handlungsschnelligkeit und Passsicherheit. Die Folge: etliche Fehlpässe, die den Gegner praktisch zu Torchancen einluden. Stefanie Schmidt (28.) und Ulrike Schimpf (32.) drehten den Rückstand in eine 2:1-Führung der Gastgeberinnen um, ehe Anke Schädlich (47.) auf 3:1 erhöhte. Der FFC gab sich nicht geschlagen, ließ nichts unversucht und konnte durch erneut Kucharski (55.) auch verkürzen. Als Anke Knoll (74.) jedoch zum 4:2 traf, war die Partie entschieden. „Ärgerlich, wir hätten uns mit einem Sieg aus dem Tabellenkeller befreien können. Nun gilt es konzentriert weiter zu arbeiten, dann wird sich auch der Erfolg bald wieder einstellen“, sagte Michael Clausen.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler (46. Kulow), Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Grube (82. Freiling) – Kranz, Storm, Löwenstrom (46. Blum), Schreiber – Lippert, Kucharski.

Schiedsrichterin: Kathrin Meingast.

Tore: 0:1 Kucharski (1.), 1:1 Schmidt (28.), 2:1 Schimpf (32.), 3:1 Schädlich (47.), 3:2 Kucharski (55.), 4:2 Knoll (74.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.11.2007

 

Freitag, 9. November 2007

FFC Oldesloe will Abwärtstrend gegen Lokomotive Leipzig stoppen

Clausen-Team hofft nach vier Pleiten in Serie am Sonntag vor heimischer Kulisse auf den Befreiungsschlag

Bad Oldesloe

ssi. – Die 1:3-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen das bisherige Tabellenschlusslicht FFC Neubrandenburg hat dafür gesorgt, dass der FFC Oldesloe wieder mitten drin steckt im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Umso wichtiger ist ein Sieg am Sonntag im Heimspiel (11 Uhr) gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig.

Seit vier Spieltagen hat das Team von Trainer Michael Clausen nicht mehr gewonnen. Eine Situation, mit der der Aufsteiger zunächst einmal umzugehen lernen muss. Denn jahrelange ging es beim FFC nur in eine Richtung: aufwärts. „Uns war natürlich bewusst, dass es so nicht weiter laufen wird. In erster Linie kämpfen wir um den Klassenerhalt“, unterstreicht Clausen. Als Psychologe, der das angeknackste Selbstvertrauen seiner Schützlinge stärken muss, sieht sich Clausen nicht. Viel mehr versucht er im Training an den individuellen Schwächen zu arbeiten. „Die Defizite wurden in der Regionalliga nicht so deutlich. Jetzt nutzen Gegner diese jedoch gnadenlos aus. Dass sich jede einzelne Spielerin entwickelt, darauf kommt es an.“

Die Stimmung im Team ist nach wie vor gut und soll auch im Heimspiel gegen Leipzig ein Trumpf sein. „Lokomotive ist eine robuste Truppe, die immer an die Grenze des Erlaubten geht. Wir dürfen uns davon nicht einschüchtern lassen“, fordert der Coach, der aus einer gesicherten Abwehr heraus versuchen will, Druck auf die gegnerische Deckung aufzubauen. „Hinten ist Leipzig anfällig. Trotzdem müssen wir aufpassen, nicht ins offene Messer zu laufen. Denn alle Siege hat der Gegner bislang auf fremden Platz geholt.“ Personell muss Clausen nur auf die Langzeitverletzten Denise Steinike und Susann Kunkel und die gerade nach überstandenem Pfeifferschen Drüsenfieber wieder ins Training eingestiegene Svenja Fritz verzichten. Erstmals von Beginn an wieder dabei sein wird Theresa Blum. „Sie hat in den vergangenen Wochen große Fortschritte gemacht und wird definitiv in der Startaufstellung stehen“, verriet Michael Clausen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.11.2007

 

Sonntag, 11. November 2007

FFC Oldesloe – 1. FC Lokomotive Leipzig 0:3 (0:1)

(10. Punktspiel)

FFC Oldesloe beim 0:3 gegen Lokomotive Leipzig chancenlos

Zweitligist wartet bereits seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis

ssi. – Die Aufstiegseuphorie ist verflogen: Nach der verdienten 0:3 (0:1)-Niederlage gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig wartet der von Michael Clausen trainierte FFC Oldesloe nun schon seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis und rutscht immer weiter in den Tabellenkeller. Mit sieben Punkten ist der FFC Vorletzter. „Es wird eng, wir müssen dringend punkten, egal wie“, nahm Clausen seine Schützlinge nach dem Abpfiff in die Pflicht. Bisher hatte es der Trainer vermieden, allzu großen Druck aufzubauen. Doch in der jetzigen Situation bleibt Clausen nichts anderes übrig als die Zügel anzuziehen. Denn die Pleite gegen Leipzig war bereits die zweite Niederlage in Folge gegen einen direkten Konkurrenten. „Das ist ja das bittere, ich hatte mir gegen diese Mannschaft etwas ausgerechnet. Dementsprechend groß ist natürlich die Enttäuschung.“

Die Gäste erwischten den FFC eiskalt, legten bereits nach vier Minuten die Führung durch Corinna Vogg vor. Der Rückstand schien die Oldesloerinnen zu lähmen. Fehlende Einsatz- und Laufbereitschaft sorgten zudem dafür, dass die Gastgeberinnen überhaupt nicht in Tritt kamen und Leipzig das Spiel dominierte. In Sachen Kompromisslosigkeit, Entschlossenheit und zielstrebigem Angriffsspiel bekam der FFC in der Folge vom Gegner eine Lehrstunde erteilt. Zwar bot sich der Clausen-Elf durch Gaitana Lippert zweimal die Chance zum Ausgleich. Doch im Abschluss fehlte das nötige Glück und bei Janine Kulows Treffer in der zweiten Halbzeit entschied das Schiedsrichtergespann auf Abseits. Leipzig brauchte indes nur wenige Möglichkeiten, um das Ergebnis durch Sarah Zeising (57.) und Anja Pioch (80.) auf 3:0 in die Höhe zu schrauben. „Nicht die Niederlage ärgert mich, viel mehr ist es der Auftritt einiger Spielerinnen. Wir müssen lernen, in schweren Situationen an die Grenzen zu gehen, vielleicht sogar darüber hinaus. Einige scheinen nicht begriffen zu haben, dass es nicht mehr nur noch aufwärts geht wie in der Regionalliga“, so Clausens Fazit.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler (46. Grube), Desirée Steinike, Mirja Herrmann, Schreiber (63. Löwenstrom) – Kulow (73. Freiling), Storm, Blum, Kranz – Lippert, Kucharski.

Schiedsrichterin: Sandra Pansch.

Tore: 0:1 Vogg (4.), 0:2 Zeising (57.), 0:3 Pioch (80.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.11.2007

 

Sonntag, 18. November 2007

SV Victoria Gersten – FFC Oldesloe 2:2 (2:1)

(11. Punktspiel)

FFC Oldesloe gelingt Achtungserfolg gegen SV Victoria Gersten

Clausen-Team sichert sich nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt und verbessert sich auf den zehnten Tabellenplatz

ssi. – Nach 90 Minuten stand zwar gegen Victoria Gersten „nur“ ein Punkt für die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe zu Buche. Doch Trainer Michael Clausen war mit der Leistung und dem 2:2 (1:2) hoch zufrieden: „Das Unentschieden ist für uns wie ein gefühlter Sieg. Großes Kompliment an die Mannschaft.“

Moralische Sieger waren die Oldesloerinnen, die zuletzt fünf Spiele in Serie verloren hatten, allemal. Denn bereits nach 34 Minuten lag das Clausen-Team vor knapp 300 Zuschauern mit 0:2 hinten. Zunächst hatte Johanna Wöhler ein unnötiges Foul im eigenen Strafraum begangen. Martina Fennen (6.) verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Beim 2:0 konnte Mirja Herrmann nach einem Eckball nicht entscheiden klären und Kim Gößling (34.) erhöhte den Vorsprung der Gastgeberinnen. „Nach fünf Pleiten in Folge ist das natürlich Gift für das Selbstvertrauen. Eigentlich war das unser Genickbruch“, sagte Clausen, dessen leidenschaftlich kämpfende Mannschaft bis dahin klar dominiert hatte. Die Gespräche während der Trainingswoche schienen ihre Wirkung jedoch nicht verfehlt zu haben. Statt einzubrechen, biss sich der FFC zurück ins Spiel. Mit aggressivem Zweikampfverhalten und enormer Laufbereitschaft fanden die Oldesloerinnen schnell ihren Rhythmus wieder und verkürzten durch Gaitana Lippert (42.) den Rückstand noch vor der Pause. Im zweiten Durchgang gingen die Clausen-Schützlinge noch beherzter zur Sache und wurden nach toller Kombination über mehrere Stationen mit dem 2:2 durch die kurz zuvor eingewechselte Bianca Löwenstrom (83.) belohnt. „Das ist das erste Mal in dieser Saison, dass wir nach einem Rückstand nicht verloren haben. Dementsprechend groß war natürlich die Freude. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen“, so ein zufriedener Trainer Michael Clausen.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler (77. Grube), Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Blum – Kulow (46. Freiling), Schreiber (75. Löwenstrom), Storm, Kranz – Kucharski, Lippert.

Schiedsrichterin: Marina Wozniak.

Tore: 1:0 Fennen (6.), 2:0 Gößling (34.), 2:1 Lippert (41.), 2:2 Löwenstrom (83.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.11.2007

 

Freitag, 30. November 2007

Clausen-Team ist Außenseiter gegen Tabellenzweiten

Mit dem Herforder SV wartet ein dicker Brocken am ersten Rückrundenspieltag auf den FFC Oldesloe

ssi. – Ein paar Punkte mehr hätten es sein dürfen. Aufsteiger FFC Oldesloe sammelte in der Hinrunde der 2. Bundesliga acht Punkte. „Mit drei Zählern mehr auf dem Konto wären wir im Soll“, meint Michael Clausen, Trainer des Tabellendrittletzten, vor dem ersten Rückrundenspieltag.

Die bisherige Ausbeute verdeutliche, dass es für seine Elf nur ein Ziel geben kann: den Klassenerhalt. Der ist allerdings durchaus realistisch. Denn die Mannschaft habe sich individuell und in der Gesamtheit positiv entwickelt. „Ich hatte allerdings gehofft, wir würden uns schneller an die neue Liga gewöhnen. Leider ist es uns nach dem souveränen Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga schwer gefallen, den Schalter umzulegen. Dort wurde es uns zu leicht gemacht.“ Dennoch blickt der Coach optimistisch in die Zukunft. „Wir gehören in diese Spielklasse, das haben wir mehrfach bewiesen.“

Im Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den Herforder SV, Tabellenzweiter, ist der FFC dennoch krasser Außenseiter. „Das ist ein ganz dicker Brocken, einer der Topfavoriten. Für uns geht es jedoch nach der 2:6-Hinspielniederlage um Wiedergutmachung. Damals waren wir noch zu grün. Mal abwarten, wie wir uns am Sonntag schlagen werden“, so Clausen, der auf Sarah Schreiber (Nasenbeinbruch) verzichten muss.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.11.2007

 

Sonntag, 2. Dezember 2007

FFC Oldesloe – Herforder SV 2:2 (1:1)

(12. Punktspiel)

FFC Oldesloe gelingt Achtungserfolg zum Jahresabschluss

Zweitligist trotzt Herforder SV nach leidenschaftlichem Kampf ein 2:2 ab / Lippert und Kucharski treffen

ssi. – Die schlechte Nachricht: Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe überwintern nach dem überraschenden 3:1-Sieg des ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden FFV Neubrandenburg gegen FFC Turbine Potsdam II auf einem Abstiegsplatz. Die positive Nachricht: Das Jahr 2007 schließt die Elf von Trainer Michael Clausen nach einem hart erkämpften 2:2 (1:1) gegen Aufstiegsfavorit Herforder SV (2.) mit einem Erfolgserlebnis ab. „Natürlich ist es ärgerlich, dass wir einen Platz zurückgefallen sind. Aber die heutige Leistung stimmt mich zuversichtlich, dass wir uns im neuen Jahr mit einer Siegesserie aus dem Tabellenkeller befreien werden. Abgerechnet wird am Ende der Saison“, bilanzierte Clausen.

Der Trainer hatte allen Grund dazu, lobende Worte zu finden. Nach anfänglicher Drangphase, während der einem um den FFC Angst und Bange werden musste, bissen sich die Gastgeberinnen immer besser ins Spiel. Die starken Gäste legten ein hohes Tempo und enormen Spielwitz an den Tag. Gepaart mit der körperlichen Robustheit schien die Dominanz des HSV beinahe übermenschlich. „Das war das beste, was ich bisher in dieser Klasse von einer Mannschaft gesehen habe“, zollte Clausen den Herforderinnen Respekt. Hoch verdient war daher der Führungstreffer von Hölscher (22.). Als zwei Minuten später Gaitana Lippert zum Ausgleich traf, brachte dies die Gäste aus dem Rhythmus. Der FFC agierte nun mit dem Gegner auf Augenhöhe und legte in der zweiten Halbzeit durch Kristina Kucharski (52.) sogar das 2:1 vor in. „Da hatte ich das Gefühl, wir könnten dieses Spiel sogar gewinnen“, sagte Clausen. Doch der FFC-Trainer irrte sich. Denn der HSV legte noch einmal eine Schippe drauf und kam durch Pollmann (68.) zum Ausgleich. Zwar besaß Marialiiza Kranz (73.) die große Chance, ihre Farben erneut in Front zu schießen. Doch auf der Gegenseite verhinderte Theresa Blum (85.) mit letzter Kraft das 2:3, als sie einen Lupfer von Nolte gerade noch von der Torlinie schlagen konnte „Das Remis ist leistungsgerecht, wir haben leidenschaftlich gekämpft und spielerische Akzente gesetzt. Den Punkt haben wir uns absolut verdient“, so Clausen.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Blum – Grube, Schreiber, Storm, Kranz (75. Stamer) – Kucharski (89. Freiling), Lippert.

Schiedsrichterin: Katja Mattig.

Tore: 0:1 Hölscher (22.), 1:1 Lippert (24.), 2:1 Kucharski (52.), 2:2 Pollmann (68.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.12.2007

 

 

 

07.12.2007 - FFC Oldesloe - Hamburger SV II 1:2 (0:0)
Schiedsrichterdiskussion geht weiter

Stadionzeitung FFC Live zum heutigen Spiel:  [...hier]

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nicht mehr auf den Leistungen von Schiedsrichterinnen herumzuhacken. Aber angesichts einer Bibiana Steinhaus, die mittlerweile in der 2. Männer-Bundesliga pfeift, muss auch mal eines herausgestellt werden: Sie mag ein leuchtendes Vorbild sein, aber sie steht in Deutschland so einsam dort wie ein Leuchtturm. Sabine Stadtler aus Fulda und ihr Gespann mit Nina Schneider (Heppenheim) und Nancy Ibe (Hildesheim) machten das mal wieder deutlich.

Doch zunächst zu den Ausgangspositionen. Der FFC Oldesloe aus der Hamburger Metropolregion, Tabellensiebter, empfing den Tabellenachten, die zweite Mannschaft des Hamburger SV. Die Gäste hatten mit Personalproblemen zu kämpfen: Melanie Nilsson fehlte wegen eines Kreuzbandrisses, und weil bei der Ersten sieben Spielerinnen zum Auswärtsspiel beim 1.FFC Frankfurt fehlten, mussten auch noch Maria Marrocu, Annika Rode und Rabea Garbers ersetzt werden. Claudia von Lanken setzte auf zwei Viererketten: In der Abwehr vor Torhüterin Jenny Weber verteidigten Cathérine Knobloch, Vanessa Bastin, Vanessa Hamed und Nadine Odzakovic und damit die Abwehrkette vom 3:0-Heimsieg gegen Gersten. Davor das Mittelfeld mit Claudia Schulz, Angelina Lübcke, Carina Wolfgramm und Ann-Kathrin Lüth, die für Rode neu im Team war. Der Sturm bestand wie gewohnt aus Kathrin Patzke und Larissa Holland. Auch der FFC Oldesloe musste auf einige Spielerinnen verzichten: Trainer Michael Clausen vermisste Theresa Blum, Svenja Fritz, Susann Kunkel, Bianca Löwenstrom und Denise Steinike. Auf dem Platz stand eine Viererkette aus Neuzugang Joy Grube (kam von den B-Juniorinnen des HSV), Desiree Steinike, Mirja Herrmann und Johanna Wöhler vor Torhüterin Jasmin Dreessen. Vor der Abwehr sollte Stefanie Storm abräumen. Davor eine Dreierreihe mit Sarah Schreiber, Kirsten Stamer und Marialiiza Kranz. Die einzige echte Spitze, Torjägerin Gaitana Lippert (4 Treffer), sollte Kristina Kucharski (3 Tore) unterstützen.

Die 220 Zuschauer im Kurparkstadion der Kreisstadt sahen zunächst eine dominante Heimmannschaft. Nach zwei Minuten setzte sich Kucharski nach Zuspiel von Stamer gegen Hamed durch, aber ihren Roller konnte Torhüterin Weber problemlos aufnehmen. Die erste Riesenchance bot sich den Gastgeberinnen in der 10. Minute: Storm hob den Ball in den Strafraum hinter die tief schlafende HSV-Abwehr, Kranz stand frei vor dem Kasten, nahm den Ball direkt - und schob aus zehn Metern um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Und auch Kucharskis Kopfball nach einem Kranz-Eckball verfehlte das Tor nur knapp. Der FFC war überlegen, der HSV suchte seine Linie und bekam eine erste kleine Möglichkeit nach einer Viertelstunde. Patzke spielte vor dem Strafraum quer, Wolfgramm leitete weiter, aber die Direktabnahme rutschte Schulz über den Spann und klar am Tor vorbei. Die Rothosen spielten zu viel durch die Mitte und machten dem Aufsteiger die Verteidigung einfach. So liefen die Angriffe nach vorn. Im Strafraum spielte Stamer quer, Lippert verpasste, dahinter kam Schreiber zum Schuss, doch Weber wehrte mit dem Fuß ab und griff dann vor der nachsetzenden Schützin zu.

Vor allem war die Luftüberlegenheit der Oldesloerinnen im Hamburger Strafraum auffällig. Sie suchten die Lücken in der tief stehenden Defensive der Gäste und fanden sie auch immer wieder mal. Zudem waren die Stormarnerinnen kampfstärker. Der HSV kam kaum aus der eigenen Hälfte, sie rückten bei eigenem Ballbesitz viel zu schlecht nach und verloren das Spielgerät folgerichtig häufig. Bei den Gästen verließ sich jede auf ihre Mitspielerin. Die Spitzen Patzke und Holland hingen völlig in der Luft und konnten sich allein gegen die gegnerische Überzahl nicht durchsetzen. Das 1:0 schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aber mit zunehmender Spielzeit fiel es Oldesloe schwerer, zwingende Chancen herauszuspielen. Und so meldete sich der HSV vor der Pause nochmal zu Wort. 39. Minute: Einen Querpass von Schulz vor dem Strafraum nahm Lübcke kurz mit und suchte aus 25 Metern den Abschluss. Vom Hintern einer Oldesloerin abgefälscht, ging der Schuss links vorbei. Nur eine Minute später verlor Stamer in Strafraumnähe den Ball, Patzke wurstelte sich gegen Herrmann und Steinike durch und probierte es mit der Pieke - Außennetz! Und wieder nur 60 Sekunden später kämpfte sich Holland 25 Meter vor dem Tor durch, ihr Schussversuch wurde abgeblockt, und der Ball kam zu Patzke. Die stocherte ihn weiter zu Wolfgramm. Deren Schuss aus 20 Metern halbrechts wischte Dreessen mit sehenswerter Parade um den Pfosten. Die letzte Torszene vor dem Seitenwechsel hatte aber Oldesloe. Nach Eckball von Kranz schoss Storm volley drüber (45.).

Das 0:0 war für den HSV schon schmeichelhaft. Mit Ausnahme der drei Chancen zwischen der 39. und 41. Minute brachten sie nicht viel zustande. Oldesloe hatte Vorteile, die sie aber nicht zu nutzen verstanden. Die Sturmführerinnen beider Teams, Lippert auf der einen und Patzke auf der anderen Seite, waren weitgehend abgemeldet. Mirja Herrmann und Vanessa Bastin, Spielführerinnen, Abwehrchefinnen und in der Saison 2001/2002 gemeinsam mit dem HSV aus der 1. Bundesliga abgestiegen, organisierten ihre Defensivreihen ordentlich, mit leichten Vorteilen für die Stormarnerinnen, die etwas abgeklärter und aggressiver wirkten.

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte. Bis hierhin gab es an Schiedsrichterin Stadtler noch nicht viel zu meckern. Das allerdings sollte sich noch ändern. Zunächst aber hatte sich der HSV für diese zweite Halbzeit etwas vorgenommen. In der 48. Minute vertändelte Stamer den Ball, und Patzke dribbelte an ihr und an Herrmann vorbei links in den Strafraum. Aus spitzem Winkel spielte die den Ball mit dem Außenrist quer zu Holland, aber Herrmann war dran. Die HSV-Stürmerin suchte die Schussmöglichkeit, fand aber keine, und es schien, als könnte Oldesloe klären. Aber Dreessen zögerte mit dem Herauskommen, Herrmann und Grube mit dem Eingreifen, und so haute Holland das Leder reaktionsschnell aus vier (!) Metern an der Torhüterin vorbei ins Netz. Guten Morgen, Oldesloe! Da hatte die Hintermannschaft der Gastgeberinnen kollektiv die Schlafmütze auf. Die Führung für die Bundesligareserve war überraschend, keine Frage. Aber nun war der HSV wach und präsent, ihn beflügelte das Tor. Oldesloe schien vom plötzlichen Rückstand hingegen beeindruckt, der Wirkungstreffer saß.

Die nachfolgende Lethargie versuchte Trainer Clausen durch eine Auswechslung loszuwerden: Für Stamer kam Janine Kulow herein. Aber die Hamburgerinnen waren nun spielbestimmend. Wolfgramm stocherte Storm den Ball weg zu Patzke. Die drehte sich um Herrmann, machte alles richtig und schloss aus 15 Metern ab - Außenpfosten (60.). Dreessen wäre da nicht mehr herangekommen. Dann folgte die Szene, die die Gemüter erhitzte und die Schiedsrichterdiskussion im Frauenfußball wieder beleben wird: An einem Klärungsschlag des HSV haute Herrmann vorbei, und Holland marschierte los zu ihrem zweiten Tor. Sie war schon an Wöhler vorbei, als diese die Notbremse zog. Der Pfiff der Schiedsrichterin war eindeutig. Es folgte eine etwas längere Diskussion zwischen Stadtler und Wöhler, und die Oldesloerin, obwohl "letzter Mann", sah nur die Gelbe Karte, obwohl in Regel 12 nachzulesen ist."Ein Spieler [...] muss durch Zeigen der Roten Karte des Feldes verwiesen werden, wenn er eine der folgenden sieben Regelübertretungen begeht: [...] 5. einem auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler eine offensichtliche Torchance nimmt, indem er eine mit Freistoß oder Strafstoß zu ahndende Regelübertretung begeht, [...]" Eindeutiger kann eine Formulierung der Spielregeln nicht sein, und selbst Wöhler erkannte, dass sie dafür hätte vom Platz gestellt werden müssen. Sahen übrigens alle Anwesenden so - mit Ausnahme der Spielleiterin.

Wöhler blieb im Spiel, das mit Freistoß für den HSV fortgesetzt wurde. Aus 23 Metern hob Lübcke den Ball über die Mauer auf das kurze Eck, Dreessen war noch mit der Hand dran, aber er schlug doch im Winkel ein - 0:2 (64.). Zumindest in diesem einen Punkt des verhinderten, fast sicheren Torerfolges gab es ausgleichende Gerechtigkeit. Nun, im letzten Spielviertel, drängte Oldesloe auf den Anschlusstreffer. Steinike flog an einem Freistoß von Kranz vorbei und tat sich bei der Landung weh. Die Abwehrspielerin konnte aber weitermachen. Dann bediente Wöhler rechts Lippert. Im Zweikampf mit Bastin passte die zurück zur Strafraumgrenze, wo Kulow den Ball direkt nahm, aber nur einen schwachen Flachschuss auf Weber zustande bekam (70.). Im Gegenzug nahm Patzke Storm den Ball ab, dribbelte im Strafraum an Schreiber vorbei, spielte auch Grube aus und schob dann aus spitzem Winkel nicht nur an Dreessen, sondern auch am Tor vorbei. Da war sie wieder, die Eigensinnigkeit Patzkes, die ich im letzten Spielbericht schon rügte. Auch hier wartete Holland vergeblich auf das Zuspiel und ihre Chance zum 0:3. Der HSV fing sich, denn Oldesloe gelang es nicht, das druckvolle Spiel zu kanalisieren. Patzke bediente Schulz mit einem Steilpass, aber deren Abschluss aus 15 Metern ging rechts vorbei. Die Hamburgerinnen waren in dieser zweiten Halbzeit insgesamt kampfstärker und bissiger, der FFC hingegen schien von der Rolle. Lippert war vorn, wie in der ersten Halbzeit Patzke, auf sich allein gestellt. Vertauschte Rollen seit Wiederanpfiff.

Zehn Minuten vor Spielende zückte Schiedsrichterin Stadtler zweimal Gelb: Zunächst für Bastin, die Lippert gefoult und ihre Verwarnung mit der Schiedsrichterleistung entsprechenden Worten kommentierte, und dann für Grube, die sich an Odzakovic vergangen hatte.

Für Grube war das auch die letzte Aktion - im Anschluss daran ging sie ebenso vom Feld wie Schreiber, und es kamen mit Judith Freiling und Rachel Rinast zwei frische Kräfte für die Oldesloer Aufholjagd. Eine Minute später: Eckball Kranz, die Hamburger Abwehr schlief, Torhüterin Weber saß schon auf dem Hosenboden, und mit dem Bauch beförderte die gerade eingewechselte Rinast das Leder ins Tor - nur noch 1:2, und noch 9 Minuten regulär zu spielen. Es folgten die nächsten nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheidungen. Zunächst verweigerte sie Lübcke den gelben Karton, obwohl die Hamburgerin mit einer Textilqualitätsprobe versuchte, dem Publikum den Sport-BH ihrer Gegenspielerin zu zeigen. Dann rammte Herrmann Patzke an der Außenlinie mit dem Fuß auf der Brust rüde um, und auch hier gab es keine Verwarnung, obwohl die durchaus ihre Berechtigung gehabt hätte: Patzke krümmte sich vor Schmerzen und musste ausgewechselt werden - der Verdacht auf Rippenbruch bestätigte sich glücklicherweise nicht. Für sie kam Miriam Scheib herein. Sportlich gelang es Oldesloe nicht mehr, zu einer Ausgleichsmöglichkeit zu kommen. Statt dessen hätte der HSV noch einen draufpacken können. Bastin schickte Holland abseitsverdächtig steil. Deren Schuss aus spitzem Winkel kam aber nicht an Herrmann vorbei. Der Abpraller landete bei Wolfgramm, die das Spielgerät kontrolliert in Richtung Tor beförderte, aber Dreessen fing es ab.

Der Sieg des HSV war durchaus schmeichelhaft. Oldesloe hatte die erste Halbzeit bestimmt, Hamburg die zweite. Jedoch waren die Gäste effektiver und hätten die Partie wahrscheinlich weniger mühsam nach Hause gebracht, wenn Oldesloe regelkonform dezimiert worden wäre. So begann nach dem verdienten, wenn auch im Zustandekommen glücklichen 1:2 noch das Zittern, und mit dem Tempo kam auch Härte rein. Auch ein "Verdienst" der Spielleitung, die sich nach den eigenen Maßstäben und Kriterien für eine Rote Karte fragen lassen muss. Für die Gesundheit der 22 Akteurinnen kann das jedenfalls nichts Gutes bedeuten. Und das ist - neben dem teils eklatanten Qualitätsgefälle in den Spielklassen - eines der großen Probleme des Frauenfußballs. "Leuchtturm" Bibiana Steinhaus hin oder her.

FFC Oldesloe:

FFC Oldesloe: Dreessen - Grube (80. Freiling), Herrmann, Des. Steinike, Wöhler - Storm - Schreiber (80. Rinast), Stamer (55. Kulow), Kranz - Kucharski, Lippert

Hamburger SV II:

Weber - Knobloch, Bastin, Hamed, Odzakovic - Schulz, Lübcke, Wolfgramm, Lüth - Patzke (85. Scheib), Holland

 

 

Montag, 10. Dezember 2007

Nord-Cup: FFC Oldesloe trifft auf den HSV

söb. – Drei Fußballteams aus dem Kreisgebiet sind zum prominent besetzten Hallenturnier des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands um den Nord-Cup am Sonntag, 20. Januar 2008, in der Kieler Ostseehalle eingeladen. Ein schwieriges Los für die Vorrunde erwischte dabei das Frauenteam des FFC Oldesloe, das auf den Erstligaklub Hamburger SV sowie auf seinen Zweitliga-Rivalen Holstein Kiel trifft. In der anderen Gruppe spielen die SG Essen-Schönebeck und Turbine Potsdam (beide Bundesliga) sowie der TSV Nahe (Regionalliga). …

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 10.12.2007

 

Donnerstag, 23. Dezember 2007

Advents-Cup des FFC wird verschoben

ssi. – Das in den vergangenen Jahren immer für das letzte Wochenende vor Weihnachten organisierte dreitägige Hallenturnier des FFC Oldesloe um den „Advents-Cup“ wird verschoben. Erstmals wird der Budenzauber, an dem auch internationale Frauenfußballmannschaften teilnehmen, erst im neuen Jahr als „Winter-Cup“ vom 25. bis zum 27. Januar ausgetragen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.12.2007

 

Montag, 24. Dezember 2007

Verteidigt der FFC seinen Titel?

söb. – Titelverteidiger FFC Oldesloe bekommt es in der Vorrunde der Hallenlandesmeisterschaften im Frauenfußball am Sonntag, 10. Februar 2008, in der Lübecker Hansehalle mit dem TSV Nahe (Regionalliga), der FSG Goldebek/Arlewatt und Flensburg 08 (beide Verbandsliga) zu tun. Das ergab die Auslosung in Kiel. Im Halbfinale könnte es zum Aufeinandertreffen mit dem Zweitbundesliga-Rivalen Holstein Kiel kommen. Der Sieger von 2005 und 2006 trifft in der Gruppe A auf die Verbandsliga-Klubs Ratzeburger SV, SV Neuenbrook/Rethwisch und TuRa Meldorf. Turnierbeginn ist um 12 Uhr. …

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 24.12.2007



Tore:
0:1 Holland (48.)
0:2 Lübcke (64.)
1:2 Rinast (81.)

 

 

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