FFC Oldesloe

Die Spielzeit 2007/08 – 1. Mannschaft - Rückrunde

 

 

Mittwoch, 2. Januar 2008

Stormarner Sportler wünschen sich was

… Das „Tageblatt“ hat sich bei Trainern, Athleten und Funktionären umgehört, was auf dem sportlichen Wunschzettel ganz oben steht.

… Michael Clausen (Trainer FFC Oldesloe, 2. Frauenfußball-Bundesliga):

„Das Ziel ist ganz klar: Klassenerhalt. Ich bin davon überzeugt, dass wir das auch schaffen. Wir hatten ein schwieriges erstes halbes Jahr in der 2. Bundesliga. Das war nach dem Aufstieg aber auch nicht anders zu erwarten gewesen. Die Umstellung war für einige Spielerinnen zu groß. Außerdem kamen noch längere Ausfälle von Leistungsträgerinnen hinzu. Wenn wir aber in der Rückrunde an die Leistungen der letzten drei Partien anschließen können, ist mir nicht bange.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.1.2008

 

Freitag, 4. Januar 2008

FFC Oldesloe spielt heute in Alsterdorf

söb. – Mitten in der Winterpause sind die Fußballerinnen des FFC Oldesloe (2. Bundesliga) ein bisschen aus der Übung, und doch stellt Trainer Michael Clausen hohe Ansprüche, wenn sich sein Team heute auf großer Bühne präsentiert:

In einem Einlagespiel unmittelbar vor Beginn des größten Hamburger Hallenturniers um den Schweinske-Cup in der

Alsterdorfer Sporthalle (Krochmannstraße) treffen die Stormarnerinnen auf Altona 93 (Verbandsliga).

„Da werden sicher eine Menge Zuschauer sein, und denen wollen wir zeigen, dass Frauenfußball nicht nur wegen der Spielerinnen attraktiv ist, sondern vor allem als Sportart“, sagte Clausen. Der Coach hat Ellen Rehder, Johanna Wöhler, Desirée Steinike, Bianca Löwenstrom, Janine Kulow, Gaitana Lippert, Marialiiza Kranz, Kirsten Stamer, Stefanie Storm, Judith Freiling und Joy Grube für die Partie nominiert. Anstoß ist um 17.30 Uhr.

Am kommenden Sonntag (Beginn um 13 Uhr) spielt der FFC beim Hallenturnier des Mellendorfer TV.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 4.1.2008

 

Freitag, 4. Januar 2008

FFC Oldesloe gewinnt Einlagespiel

  1. – Zugegeben, die Atmosphäre in der mit fast 4000 Zuschauern gefüllten Alsterdorfer Sporthalle war schon beeindruckend. Und auch sportlich war das Einlagespiel der Fußballfrauen des FFC Oldesloe beim Schweinske-Cup gegen den Hamburger Verbandsliga-Verein Altona 93 ein Erfolg. Dank der Tore von Marialiiza Kranz, Johanna Wöhler (je 2) und Janine Kulow gewannen die Stormarnerinnen mit 5:2. Nur: So richtig ernst genommen fühlten sich die Zweitbundesliga-Fußballerinnen beim größten Hamburger Hallenturnier nicht.

Erst sollte die Partie vor Beginn der Endrunde ausgetragen werden. Dann wurde sie zugunsten eines Prominentenspiels an den Anfang des ersten Turniertags verlegt. Auf die als Spielleiterin angekündigte Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wartete man vergebens. Und eine Umkleidekabine hatten die Veranstalter für die Frauenteams auch nicht vorgesehen. „Meine Spielerinnen mussten sich in der benachbarten Leichtathletikhalle umziehen“, ärgerte sich Coach Michael Clausen. …

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.1.2008

 

Sonntag, 6. Januar 2008

Hallenturnier in Mellendorf

  1. – … Beim Hallenturnier des niedersächsischen Regionalliga-Klubs Mellendorfer TV belegte der FFC Oldesloe den dritten Platz. Nach dem souveränen Gruppensieg unterlag die Mannschaft ihrem Zweitliga-Rivalen Hamburger SV II im Halbfinale nach Neunmeterschießen mit 2:3. Im Spiel um Platz drei gab es ein 1:0 gegen den SV Upen (Niedersachsen-Liga).

Mit der Vorbereitung auf die Rückserie beginnen die Stormarnerinnen am 16. Januar, vier Tage später treffen sie beim SHFV-Nord-Cup in der Kieler Ostseehalle auf die drei Bundesliga-Vereine Hamburger SV, SG Essen-Schönebeck und 1. FFC Turbine Potsdam sowie auf Holstein Kiel und den TSV Nahe. Dem eigenen international besetzten Hallenturnier um den Winter-Cup am 26. Januar in der Stormarnhalle folgen am 10. Februar in der Lübecker Hansehalle noch die Landesmeisterschaften, zu denen der FFC als Titelverteidiger antritt.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.1.2008

 

Donnerstag, 10. Januar 2008

Sportlerwahl: FFC Oldesloe stieg sieben Jahre nach der Gründung in die 2. Bundesliga auf

Erfolgreichstes Jahr der Vereinsgeschichte

Die „Ahrensburger Zeitung“ stellt die Kandidaten vor. Heute: Die erste Fußballfrauenmannschaft des FFC Oldesloe.

Günther Bröde – Für die Fußballfrauen des FFC Oldesloe war 2007 das erfolgreichste Jahr überhaupt: Sieg bei den Hallenlandesmeisterschaften, Gewinn des Bezirks- und Landespokals und als Krönung schließlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Mehr geht nicht“, sagt Trainer Michael Clausen.

In der zweithöchsten Spielklasse scheinen die Kreisstädterinnen nun aber an ihre Grenzen gestoßen zu sein: „Wir haben anfangs Probleme gehabt, uns an die robuste Gangart zu gewöhnen“, sagt Clausen. Kein Wunder: Innerhalb von nur sieben Jahren seit der Vereinsgründung hatten die Stormarnerinnen relativ mühelos vier Meistertitel gewonnen und auf ihrem Erfolgstrip so manchen Pokalerfolg mitgenommen. „Damit die ganze Arbeit der vergangenen Jahre nicht umsonst war, muss sich der Verein jetzt in der 2. Bundesliga etablieren“, so der Coach.

Voraussetzung dafür ist der Klassenverbleib. Und den gegen Traditionsvereine wie Tennis Borussia Berlin, Union Berlin, 1. FC Lokomotive Leipzig und Holstein Kiel mit etlichen DFB-Auswahlspielerinnen, früheren Erstliga-Fußballerinnen und der einen oder anderen Ex-Nationalspielerin zu schaffen, dürfte in den verbleibenden Partien noch ein schweres Stück Arbeit werden. Zur Winterpause sieht es für die auf dem vorletzten Platz liegenden Stormarnerinnen nicht sonderlich gut aus. Doch die zuletzt gezeigten Leistungen seiner Mannschaft stimmen den Coach zuversichtlich. Clausen: „Wenn wir so weitermachen wie in den letzten drei Spielen der Hinrunde, glaube ich fest daran, dass wir den Abstieg verhindern werden.“

Vielleicht kann ja auch bald Susann Kunkel wieder mitmachen, die als große Hoffnungsträgerin im Sommer verpflichtet wurde, sich im September in einem Testspiel einen Kreuzbandriss zuzog und seitdem als Führungsspielerin schmerzlich vermisst wird.

Der Aufstieg des FFC Oldesloe in die 2. Bundesliga im vergangenen Jahr war umso beachtlicher, als der Verein vor der Aufstiegssaison in eine Führungskrise geraten war, die mit dem Rücktritt des 2. Vorsitzenden und Gründungsvaters des Klubs, Wolfgang Dibbern, ihren Höhepunkt erreichte. Der Vereinsvorsitzenden Anja Völker und ihrer Führungsriege gelang es, die erste Mannschaft weitgehend aus den internen Querelen herauszuhalten.

Das Erfolgsteam des FFC Oldesloe: Theresa Blum, Jasmin Dreessen, Judith Freiling, Joy Grube, Mirja Herrmann, Marialiiza Kranz, Kristina Kucharski, Janine Kulow, Gaitana Lippert, Bianca Löwenstrom, Ellen Rehder, Sarah Schreiber, Kirsten Stamer, Desirée Steinike, Stephanie Storm, Johanna Wöhler, Trainer Michael Clausen, Physiotherapeut Stephan Kummetz.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 10.1.2008

 

Montag, 14. Januar 2008

Gaitana Lippert ist beim FFC Oldesloe die Dauerläuferin

Sören Bachmann – Wasser gibt es und Limonade, das sind die begehrtesten Getränke direkt nach dem Schlusspfiff in der Kabine des FFC Oldesloe. Bier trinken nur wenige der Fußballerinnen, Gaitana Lippert zum Beispiel. Die kleine, quirlige Stürmerin braucht einen guten Durstlöscher, denn sie ist die Dauerläuferin im Team von Trainer Michael Clausen. Lippert rennt und rennt und rennt, im Spiel macht ihr das nichts aus. „Da merkt man das kaum“, sagt sie. „aber wenn wir Lauftraining machen, dann denke ich schon manchmal, ob das jetzt unbedingt sein muss.“

Einen ordentlichen Schluck aus der Pulle hat sich die 23-jährige meistens redlich verdient, nicht nur wegen der vielen Laufarbeit, die sie leistet. Lippert hat in zwölf Spielen sieben Tore geschossen. sie steht damit an fünfter Position in der Torjägerliste der 2. Bundesliga.

Wie oft sie trifft, sagt sie, ist ihr egal: „Ich zähle da nicht mit. Hauptsache, wir sind als Mannschaft erfolgreich.“ Man kann sagen, dass es für Lippert persönlich besser läuft als für den Verein insgesamt. Zwei Siege, drei Unentschieden, sieben Niederlagen, damit stehen die Stormarnerinnen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dem Aufsteiger droht der Abstieg.

Es wäre der erste Misserfolg in der noch kurzen Vereinsgeschichte, aber dazu wird es nicht kommen, wenn es nach Lippert geht. Sie ist eine Frau der ersten Stunde, sie zählte im Jahr 2000 zu den Gründungsmitgliedern des Klubs. „Mich reizt die 1. Bundesliga. Am liebsten mit dem FFC“, sagt sie. Bloß nicht noch einmal Regionalliga, zu überlegen waren die Oldesloerinnen in der Drittklassigkeit. „Auch wenn wir jetzt häufiger mal verlieren: In der 2. Liga macht es viel mehr Spaß, weil das Spiel schneller ist und man alles geben muss“, sagt die Stürmerin.

Coach Clausen schwärmt von seiner Torjägerin Nummer eins. „Eine echte Straßenfußballerin“, sagt er. Als sie sieben Jahre alt war, fing die kleine Gaitana an zu spielen. beim SV Meddewade. Sie war das einzige Mädchen im Verein neben Jessica Freelandt. die jetzt beim Stadtrivalen VfL Oldesloe kickt. Zusammen spielten sie in einer Jungenmannschaft, bis sie zwölf Jahre alt waren. „Am Anfang wollte ich nur Fußball spielen. weil ich die Ausrüstung so toll fand, die Trikots und die Schienbeinschoner“, erzählt sie. „Damals haben wir nach der Schule häufig bei den Nachbarskindern geklingelt und dann alle zusammen ge-spielt.“ Manchmal war auch Christina Plessen dabei. Die ehemalige Jugendnationalspielerin, inzwischen in der 1. Bundesliga beim Hamburger SV unter Vertrag, wuchs auch in Meddewade auf.

Lippert wohnt seit ein paar Monaten in Reinfeld. Sie hat sich dort eine schicke Wohnung gesucht, nachdem sie bei einem Sponsor des FFC eine Anstellung als Bürokauffrau bekommen hat. Im Herbst will sie ihre Verwandten auf Sizilien besuchen. Lippert ist Halb-Italienerin, aber das Land des Männer-Weltmeisters kennt sie bislang nur von einer Klassenreise. „Jetzt will mich meine Oma unbedingt mal wieder sehen“, erzählt sie.

Die Großmutter wird beeindruckt sein, wenn Lippert ihr zeigt, was sie so alles kann auf dem Fußballplatz. Schnell, einsatzfreudig, technisch stark, dafür wird sie beim FFC geschätzt, und auch andere Vereine sind aufmerksam geworden – es gab Anfragen vom HSV und von Holstein Kiel. Nur mit dem Kopfballspiel hat sie so ihre Probleme. kein Wunder mit nur 1,60 Meter.

In der Hinrunde, meint Lippert, habe die Mannschaft acht Punkte verschenkt, acht Punkte, die den Unterschied zwischen einem Abstiegs- und einem Mittelfeldplatz ausmachen. „Wir müssen in Spielen gegen gleichstarke Gegner unsere Schwankungen abstellen“. sagt sie. Damit die Mannschaft am 25. Mai, nach dem letzten Saisonspiel gegen Victoria Gersten, auf den Klassenverbleib anstoßen kann.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.1.2008

 

Freitag, 18. Januar 2008

Premiere in Kiel für SHFV-Cup

kab. – Das Jubiläum zum „10. SHFV-Hallenmasters“ hat der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) zum Anlass genommen, das bestehende Turnier im Herrenbereich am Sonnabend um ein Frauen- und zwei Junioren-Fußballturniere am Sonntag zu erweitern. Der so genannte SHFV-Nord-Cup, der ab 10 Uhr in der Kieler Sparkassen-Arena beginnt, beinhaltet drei Turniere, in denen sich die besten B-Junioren-, Frauen- und A-Junioren-Teams aus Schleswig-Holstein der Konkurrenz aus der Bundesliga stellen. Gespielt wird in jeweils zwei Dreier-Gruppen, wobei sich die ersten beiden Teams für das Halbfinale qualifizieren. Ein Spiel um Platz drei beim SHFV-Nord-Cup nicht ausgetragen. Aus dem Kreis Stormarn nehmen mit der A- und B-Jugend des SV Eichede (Regionalliga) sowie dem FFC Oldesloe (2. Frauenfußball-Bundesliga) gleich drei Mannschaften an der Premieren-Veranstaltung in der Landeshauptstadt teil. Dem Sieger bei den Frauen winken 2000 Euro, der Finalist erhält 1000 Euro und die unterlegenen Halbfinalisten je 250 Euro. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.2008

 

Sonntag, 20. Januar 2008

Nord-Cup: Frühes Aus für FFC Oldesloe

gb/söb. – Es war ein großes Erlebnis für die Fußballerinnen des FFC Oldesloe, aber ein bisschen länger hätte es gern dauern können. Bei der Premiere des Nord-Cups des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV) in der Kieler Ostseehalle war für das Zweitbundesliga-Team aus der Kreisstadt nämlich schon nach der Vorrunde Schluss. Vor 1500 Zuschauern musste sich der FFC Oldesloe auf Kunstrasen zunächst dem späteren Turniersieger Hamburger SV (1. Bundesliga) mit 1:3 geschlagen geben (Tor: Gaitana Lippert), im Anschluss verloren die Stormarnerinnen mit 2:3 gegen ihren Ligarivalen Holstein Kiel (Tore: Marialiiza Kranz und Desirée Steinike).

„Die Niederlage gegen Kiel war unnötig“, sagte Trainer Michael Clausen, „aber es war klar, dass es schwer werden würde.“

Und gelohnt hat sich die Reise zum Kieler Hallenspektakel trotzdem, als Generalprobe für den Winter-Cup des FFC Oldesloe am kommenden Sonnabend in der Stormarnhalle. Danach gilt dann alle Konzentration der Rückrunden-Vorbereitung. …

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 22.1.2008

 

  1. JANUAR 2008: KIEL, SPARKASSENARENA
  2. SHFV-NORD-CUP

 

Gruppe A:

SG Essen-Schönebeck – TSV Nahe 4:0, TSV Nahe – FFC Turbine Potsdam 1:6, FFC Turbine Potsdam – SG Essen-Schönebeck 3:3.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. FFC Turbine Potsdam    2   1   1   0    9:4     4
  2. SG Essen-Schönebeck 2   1   1   0    7:3     4
  3. TSV Nahe 2   0   0   2    1:10    0  

    Statistik               6   2   2   2   17:17    8

 

Gruppe B:

Hamburger SV – FFC Oldesloe 3:1, FFC Oldesloe – Holstein Kiel 2:3, Holstein Kiel – Hamburger SV 1:4.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. Hamburger SV 2   2   0   0    7:2     6
  2. Holstein Kiel 2   1   0   1    4:6     3
  3. FFC Oldesloe 2   0   0   2    3:6     0  

    Statistik               6   3   0   3   14:14    9

 

Halbfinale: FFC Turbine Potsdam – Holstein Kiel 5:2, Hamburger SV – SG Essen-Schönbeck 2:0.

Finale: FFC Turbine Potsdam – Hamburger SV 2:5.

 

Freitag, 25. Januar 2008

Winter-Cup des FFC Oldesloe stark besetzt

  1. – Fünf Hallenturniere an drei Tagen mit mehr als 40 Mannschaften und rund 400 Fußballerinnen in der Stormarnhalle, das ist der Winter-Cup des FFC Oldesloe, der in den Vorjahren als Advents-Cup ausgetragen wurde. Los geht es heute um 19 Uhr mit dem Wettbewerb des zweiten Frauenteams (Verbandsliga).

Höhepunkt ist das Hauptturnier morgen (Beginn um 15 Uhr), das bei seiner sechsten Auflage so stark besetzt ist wie nie. Die Gastgeberinnen treffen mit dem Hamburger SV II, Pokalverteidiger 1. FC Union Berlin und FFV Neubrandenburg auf drei Konkurrenten aus der 2. Bundesliga. Zudem sind mit Saenderjysk Elitesport (Dänemark) und Helsingborg DFF (Schweden) zwei starke skandinavische Mannschaften am Start.

Die U16-Mädchen treten am Sonnabend um 9.45 Uhr an. Am Sonntag komplettieren die Wettbewerbe der U12-Mädchen (10 Uhr) und U10-Mädchen (15 Uhr) die Turnierreihe.

AHRENSBURGER ZEITUNG Vom 25.1.2008

 

  1. JANUAR 2008: BAD OLDESLOE, STORMARNHALLE

WINTER-CUP DES FFC OLDESLOE

 

Hamburger SV II – FFC Oldesloe 3:1, Helsingborg DFF – FC Union Berlin 0:2, FFV Neubrandenburg – Saenderjysk Elitesport 5:1, Hamburger SV II – Helsingborg DFF 4:0, FFC Oldesloe – FFV Neubrandenburg 1:2, FC Union Berlin – Saenderjysk Elitesport 3:0, FFV Neubrandenburg – Hamburger SV II 1:2, FFC Oldesloe – FC Union Berlin 4:2, Saenderjysk Elitesport – Helsingborg DFF 3:4, Hamburger SV II – FC Union Berlin 2:0, Saenderjysk Elitesport – FFC Oldesloe 2:4, Helsingborg DFF – FFV Neubrandenburg 2:1, Saenderjysk Elitesport – Hamburger SV II 1:5, FFC Oldesloe – Helsingborg DFF 3:2, FC Union Berlin – FFV Neubrandenburg 3:2

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. Hamburger SV 5   5   0   0   16:3    15
  2. FFC Oldesloe 5   3   0   2   13:11    9
  3. FC Union Berlin 5   3   0   2   10:8     9
  4. FFV Neubrandenburg 5   2   0   3   11:9     6
  5. Helsingborg DFF 5   2   0   3    8:13    6
  6. Saenderjysk Elitesport 5   0   0   5    7:21    0  

    Statistik              30  15   0  15   65:65   45

 

Montag, 28. Januar 2008

Hohes Niveau beim Winter-Cup des FFC

Das sportliche Niveau war enorm hoch, das Zuschauerinteresse jedoch eher gering. Dennoch konnte der FFC Oldesloe mit seinem Hallenturnier um den „Winter-Cup“ zufrieden sein. Das Zweitliga-Team von Coach Michael Clausen belegte hinter dem Hamburger SV II Platz zwei.

Klaus Unger – Zum fünften Mal veranstaltete der FFC Oldesloe ein Hallenturnier. Erstmals jedoch als „Winter-Cup“, nachdem sich die Organisatoren dazu entschieden hatten, den „Advents-Cup“ nicht mehr im Dezember auszurichten. „In der vorweihnachtlichen Zeit ist das Interesse am Hallenfußball doch eher gering gewesen“, erklärte Pressesprecher Dirk Hannappel. So richtig eingeschlagen aber hat auch der Wettstreit im Januar nicht. Sportlich hielt der „Winter-Cup“ zwar eine Reihe von fußballerischen Leckerbissen bereit. Doch die Zuschauerresonanz war mit rund 100 Tribünenbesuchern eher mäßig. „Leider bekommt der Frauenfußball immer noch nicht den Zuspruch, den er verdient“, glaubt FFC-Trainer Michael Clausen, der mit seinem Team den zweiten Platz belegte.

Einen weiteren Grund für das geringe Zuschauerinteresse sah Clausen in den fehlenden Nachbarschaftsderbys. „Hochklassige Gegner haben wir eben nicht vor der Haustür und diese bringen eben kaum Fans mit in die Halle.“ Dennoch, und da waren sich alle einig: „Ein solch hochkarätiges Teilnehmerfeld sucht im Umkreis seinesgleichen“.

Insgesamt sechs Mannschaften traten im Modus „jeder gegen jeden“ in der Stormarnhalle an. Gleich im Eröffnungsspiel musste Gastgeber FFC Oldesloe ein 1:3 gegen den späteren Turniersieger Hamburger SV II hinnehmen. Der HSV II leistete sich auch im weiteren Verlauf keine Schwächephase mehr und marschierte ungeschlagen zum Turniersieg, der mit 250 Euro versüßt wurde. Um die weiteren Plätze wurde indes verbissen gekämpft. So wurde es am Ende noch spannend: Im vorletzten Turnierspiel siegte der FFC 3:2 gegen Helsingborg DFF und durfte sich mit neun Punkten berechtigt Hoffnung auf Platz zwei und 150 Euro für die Mannschaftskasse machen. Als im finalen Spiel der 1. FC Union Berlin mit 3:1 gegen FFV Neubrandenburg führte, sah es danach aus, als würden die Hauptstädterinnen aufgrund des besseren Torverhältnisses den Oldesloerinnen die Silbermedaille doch noch aus den Händen reißen. Doch sechs Sekunden vor Ultimo verkürzte Neubrandenburg zum 3:2-Endstand und leistete den Gastgeberinnen so die nötige Schützenhilfe. Zudem wurde Oldesloes Angreiferin Gaitana Lippert zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Carolin Petersson von Helsingborg DFF wurde als beste Torhüterin ausgezeichnet.

Doch nicht nur für die Aktiven, auch für die Zuschauer gab es eine ganze Reihe von Gewinnen einzustreichen. Denn die riesige Tombola hielt wertvolle Sachpreise wie LCD-Fernseher oder eine fünftägige Reise nach Norwegen unter den 600 Preisen bereit.

Eröffnet wurde der „Winter-Cup“ bereits am Freitag mit dem Turnier der zweiten Mannschaft. Sieben Teams wetteiferten im Modus „jeder gegen jeden“ um den Wanderpokal. Am Ende setzte sich knapp die schwedische Mannschaft von Helsingborg DFF II vor TuRa Meldorf und dem Moorburger TSV durch. Titelverteidiger Ratzeburger SV musste sich mit dem vierten Rang begnügen. Auf den weiteren Plätzen folgten JuS Fischbek, FFC Oldesloe II und der MTV Ahrensbök. Zur besten Torhüterin wurde Antje Bauer vom Ratzeburger SV gewählt. Den Preis der besten Feldspielerin erhielt Julia Tolstoy von Helsingborg DFF II.

Das U16-Turnier entschied der Wellingsbütteler SV knapp vor dem SSC Hagen und dem TSV Nahe für sich. Vierter wurde der TSV Zarpen vor dem FFC Oldesloe, dem Niendorfer TSV und Altona 93.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.1.2008

 

Mittwoch, 30. Januar 2008

FFC Oldesloe: Im Eiltempo auf dem Weg nach oben

Der Kreissportverband Stormarn ist auf der Suche nach „seinen“ Sportlern des Jahres 2007. Als Kandidat auf den Titel der Mannschaft des Jahres stellt das „Tageblatt“ den FFC Oldesloe vor. Die Fußballerinnen schafften als ungeschlagener Meister der Regionalliga den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

kab. – In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres eilten die Fußballerinnen des FFC Oldesloe von Erfolg zu Erfolg. In der Regionalliga Nord konnte der Elf von Trainer Michael Clausen kein Gegner das Wasser reichen. Als ungeschlagener Meister stiegen die Stormarnerinnen in die 2. Bundesliga auf. Bereits vier Spieltage vor Saisonende machte der FFC den Coup mit einem 3:0-Sieg daheim im Kreisderby gegen den TSV Nahe perfekt. Die Dominanz seines Teams war so erdrückend, dass FFC-Coach Clausen damals sagte: „Wir müssen raus aus dieser Liga.“

Mit dem Gewinn der Meisterschaft plus den Erfolgen bei den Hallenlandesmeisterschaften sowie beim Kreis- und Landespokal im Gepäck starteten die Oldesloerinnen ins Abenteuer 2. Liga. Dort mussten sie jedoch auch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Eine ganz neue Erfahrung für das junge Team, nachdem es für den FF-C Oldesloe seit der Gründung im Jahr 2000 fast immer nur steil nach oben gegangen war. In den ersten Partien mussten die Clausen-Schützlinge häufig einiges an Lehrgeld bezahlen. Bislang gelang dem FFC in zwölf Partien erst zwei Siege. Zu Hause im heimischen Kurparkstadion besiegte man den FFC Turbine Potsdam II mit 2:0. Beim FFC Heike Rheine ging der Aufsteiger gar mit 5:1 als Sieger vom Platz. Ansonsten gab es bei nur einem Remis und sieben Niederlagen jedoch wenig Grund zum Jubeln. Erst in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause gelang es dem Clausen-Team noch einmal, ein Ausrufzeichen zu setzen. Dem SV Victoria Gersten (5.) und Herforder SV Borussia Friedenstal (3.) trotzte man jeweils ein 2:2 ab. Zwei Remis, die Hoffnung für die Rückserie machen. Zumal Clausen von Beginn an erwartet hatte, dass sein Team einen schweren Stand haben würde.

Gleich mit drei Handicaps sei man in die 2. Liga gestartet, sagt der Erfolgscoach. „Wir sind aus einer schwachen Regionalliga aufgestiegen, hatten mit einigen Verletzungen zu kämpfen und haben Spielerinnen aus unteren Klassen hinzubekommen, denen man Zeit geben muss, zählt Clausen die Gründe für den holprigen Einstand auf, Dennoch ist er nach wie vor fest vorn Klassenerhalt überzeugt. „Ich hin optimistisch, dass wir dieses Ziel erreichen werden.“

In der Tat ist das rettende Ufer keinesfalls in weiter Ferne gerückt. Nur ein Punkt beträgt der Rückstand auf den rettenden zehnten Platz. „Wenn wir an die Leistungen der letzten drei Spiele vor der Winterpause anknüpfen können, dann ist mir nicht bange“, betont Clausen.

Viel hängt vom Start in die Rückrunde ab. Zunächst reist der FFC am 9. März zum Landesderby nach Kiel, ehe es zwei Wochen später im Kurparkstadion gegen den 1. FC Union Berlin zu einem Duell mit einem unmittelbaren Konkurrenten um den Klassenerhalt kommt. Auch wenn der FFC im Vergleich mit den Teams nicht über DFB-Auswahlspielerinnen oder ehemalige Erstliga-Kickerinnen verfügt, ist dem Clausen-Team durchaus zuzutrauen, dass es die schwere Aufgabe meistert. Eine richtige Herausforderung war es ja, die sich alle beim FFC nach dem Spaziergang durch die Regionalliga gewünscht hatten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.1.2008

 

Donnerstag, 31. Januar 2008

Ahrensburger TSV mJB – FFC Oldesloe 2:1 (2:1)

(Freundschaftsspiel)

FFC Oldesloe 1:2 im Test gegen ATSV

  1. – Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe gehören in Schleswig-Holstein zur absoluten Spitze. Weil es für das Team von Trainer Michael Clausen schwer ist, gegen weibliche Konkurrenz zu testen, die sich mit dem FFC auf Augenhöhe befindet, bestreiten die Oldesloerinnen Freundschaftsspiele gegen männliche Nachwuchsmannschaften. In Vorbereitung auf den Rückrundenstart am Sonntag, 9. März, testete die Clausen-Elf gegen die Hamburger B-Jugend des Ahrensburger TSV. Mit 2:1 (2:1) behielten die Landesliga-Spieler auf dem Ahrensburger Kunstrasenplatz die Oberhand.

Die Oldesloerinnen erwischten den besseren Start. Bereits nach sieben Minuten brachte Svenja Fritz die Gäste in Führung. Doch der Vorsprung war nur von kurzer Dauer: In der 18. Minute glich Kevin Krüger für den ATSV aus. Fünf Minuten später war Tobias Krüger zur Stelle und traf zum 2:1-Endstand. Trotz der Niederlage war Michael Clausen mit der gezeigten Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben in den Zweikämpfen gut dagegengehalten und auch läuferisch war das ganz ordentlich.“

Bereits am Montag steht das nächste Testspiel für die FFC-Frauen gegen eine männliche B-Jugend auf dem Programm. Um 19.30 Uhr werden sich die Oldesloerinnen mit Kreisligist SSC Hagen Ahrensburg messen.

Tore: 0:1 Fritz (7.), 1:1 Kevin Krüger (18.), 2:1 Tobias Krüger (23.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.2.2008

 

Montag, 4. Februar 2008

SSC Hagen Männer – FFC Oldesloe NN

(Freundschaftsspiel)

 

Freitag, 8. Februar 2008

„Wir wollen unseren Vorjahreserfolg wiederholen“

Zweitligist FFC Oldesloe tritt Sonntag als Titelverteidiger bei der Hallenlandesmeisterschaft in der Lübecker Hansehalle an

ssi. – Beim ersten Nord-Cup des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes Mitte Januar in der Kieler Ostseehalle gehörten die Fußballerinnen des FFC Oldesloe zu den Außenseiterinnen. Im hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld musste das Team von Trainer Michael Clausen vor rund 2500 Zuschauern vorzeitig die Segel streichen. Erwartungsgemäß setzte sich am Ende Erstligist Hamburger SV durch. Am Sonntag sind die Vorzeichen andere: In der Lübecker Hansehalle gehört der FFC Oldesloe als Zweitligist neben der KSV Holstein Kiel (ebenfalls 2. Liga) zu den Top-Favoriten, wenn bereits zum vierten Mal um Hallenlandesmeisterschaft gespielt wird.

Die Oldesloerinnen gehen als Titelverteidiger ins Rennen und wollen ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Das erwartet zumindest Trainer Michael Clausen. „Was denn sonst? Wer einmal den Titel geholt hat, will das natürlich auch im Jahr darauf schaffen, allerdings nicht um jeden Preis. Die Rückrunde in der 2. Bundesliga hat natürlich Priorität“, so der Coach, dessen Mannschaft es in der Vorrunde ab 12 Uhr mit der SG Arlewatt/Goldebek, TSV Nahe und Flensburg 08 zu tun bekommt. In der Parallelstaffel kämpfen die KSV Holstein Kiel, der Ratzeburger SV, TuRa Meldorf und der SV Neuenbrook/Rethwisch um den Einzug ins Halbfinale. Der Landesmeister wird gegen 16.30 Uhr ermittelt sein. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.2.2008

 

Sonntag, 10. Februar 2008

FFC sichert sich erneut den Landesmeistertitel

Zweitligist FFC Oldesloe hat seinen Vorjahreserfolg in der Lübecker Hansehalle wiederholt: Dank eines 3:1-Sieges im Finale gegen den Ligarivalen Holstein Kiel sicherte sich das Team von Trainer Michael Clausen zum zweiten Mal in Folge den Titel des Hallenlandesmeisters.

uff. – Auch die 4. Hallenlandesmeisterschaft im Frauenfußball konnte der FFC Oldesloe für sich entscheiden. Im Finale schlug die Mannschaft von Trainer Michael Clausen den Zweitligakontrahenten Holstein Kiel mit 3:1 und konnte mit nunmehr zwei Titeln mit den „Holstein-Woman“, die diese Meisterschaft in den ersten beiden Jahren gewonnen hatten, gleichziehen. Coach Clausen sagte noch vor dem Spiel, dass die bald anstehende Punktspielrunde natürlich absolute Priorität genieße, dieses Turnier jedoch weiteres Selbstvertrauen für die Restsaison geben solle. Besser hätte es für die Oldesloerinnen also nicht laufen können.

Die Vorrunde gestaltete der FFC souverän. Die erste Partie gegen die FSG Goldebek/Arlewatt wurde nach Toren von Svenja Fritz und Desirée Steinike mit 2:0 gewonnen. Das Prestigeduell gegen den Regionalligisten TSV Nahe gewann Oldesloe ebenfalls mit 2:0, musste sich dabei jedoch erheblich mehr Gegenwehr gefallen lassen. In die Torschützenliste trugen sich hier Kristina Kucharski und Marialiiza Kranz ein. Bereits nach diesen beiden Begegnungen stand Oldesloe als Gruppensieger fest. So hoffte vor allem der TSV Nahe, der seine drei Spiele mit vier Zählern abschloss, dass sich die Stormarner gegen Flensburg 08 keine Nachlässigkeiten erlauben würden. Der FFC Oldesloe dachte gar nicht daran, sich auf irgendwelchen Lorbeeren auszuruhen. Johanna Wöhler, Kirsten Stamer (2), erneut Kranz sowie Stefanie Storm steuerten die Tore zum 5:0 und damit höchsten Turniersieg bei.

Das Halbfinale, dessen Zeit im Vergleich zu den Vorrundenspielen um eine auf 15 Minuten verlängert wurde gegen Verbandsligaspitzenreiter SV Neuenbrook/Rethwisch sollte da eigentlich ein Selbstgänger sein. Doch weit gefehlt. Kirsten Stamer brachte den Favoriten zwar in Führung. Auch danach hatte das Clausen-Team genügend Chancen, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Doch 22 Sekunden vor Schluss war es Henrike Meyforth, die eine kurze Unachtsamkeit auf FFC-Seite zum überraschenden Ausgleich nutzte. Desirée Steinike hatte im direkten Gegenzug das 2:1 auf dem Fuß, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. Es kam zu einer fünfminütigen Verlängerung, in der sich nicht viel tat. Neuenbrook/Rethwisch schien auf das Neunmeterschießen aus zu sein, Oldesloe konnte die weiter anhaltende Feldüberlegenheit nicht entscheidend nutzen. So kam es tatsächlich zur Entscheidung vom Neunmeterpunkt. Hier gab sich der Zweitligist keine Blöße. Storm, Kranz und Gaitana Lippert verwandelten sicher. Das reichte aus, um ins Endspiel einzuziehen. Hier traf der FFC erstmals in einem Finale dieser Veranstaltung auf Holstein Kiel. Es wurde ein würdiges Finale, in dem beide Teams bewiesen, dass sie völlig zurecht den Weg bis ins Endspiel geschafft hatten. Nach dem 1:0 durch Tessa Schildt sprach zunächst alles für die „Holstein-Woman“. Doch Gaitana Lippert konnte mit ihrem ersten Treffer wenig später ausgleichen. Danach wirkte der FFC zielstrebiger. Vor allem Marialiiza Kranz, die im Vergleich zu den ersten beiden Vorrundenpartien ihre Verspieltheit ablegte und den direkten Abschluss suchte, stellte sich mit ihren Toren zum 2:1 und 3:1 in den Mittelpunkt. Kranz kam so auf insgesamt vier Feldtore und wurde zusammen mit Nahes Kathrin Miotke Torschützenkönigin. Zudem wurde sie zur besten Spielerin des Turniers gewählt. Für den FFC Oldesloe also eine rundum erfolgreiche Veranstaltung. Clausen war dementsprechend zufrieden: „Natürlich wollten wir den Titel verteidigen. Und wir haben es zurecht getan. Kiel und wir haben die Vorrunde beherrscht. Es wäre ärgerlich gewesen, wenn im Halbfinale durch eine Unachtsamkeit plötzlich Schluss gewesen wäre. Die Leistung gegen Holstein sollte uns Selbstbewusstsein für das im März anstehende Punktspiel geben.“ Dann nämlich kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen beider Teams, wenn die 2. Bundesliga in die Rückrunde gestartet wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.2.2008

 

  1. FEBRUAR 2008: LÜBECK, HANSEHALLE
  2. HALLENLANDESMEISTERSCHAFT DER FRAUEN

 

Gruppe A:

Holstein Kiel – Ratzeburger SV 0:0, SV Neuenbrook/Rethwisch – TuRa Meldorf 1:0, Ratzeburger SV – SV Neuenbrook/Rethwisch 0:1, TuRa Meldorf – Holstein Kiel 0:3, Ratzeburger SV – TuRa Meldorf 1:1, SV Neuenbrook/Rethwisch – Holstein Kiel 0:2.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. Holstein Kiel 3   2   1   0    5:0     7
  2. SV Neuenbrook/Rethwisch 3  2   0   1    2:2     6
  3. Ratzeburger SV 3   0   2   1    1:2     2
  4. TuRa Meldorf 3   0   1   2    1:5     1  

    Statistik              12   4   4   4    9:9    16

 

Gruppe B:

FFC Oldesloe – FSG Goldebek/Arlewatt 2:0, Flensburg 08 – TSV Nahe 2:2, FSG Goldebek/Arlewatt – Flensburg 08 1:1, TSV Nahe – FFC Oldesloe 0:2, FSG Goldebek/Arlewatt – TSV Nahe 1:3, Flensburg 08 – FFC Oldesloe 0:5.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. FFC Oldesloe         3   3   0   0    9:0     9
  2. TSV Nahe 3   1   1   1    5:5     4
  3. Flensburg 08 3   0   2   1    3:8     2
  4. FSG Goldebek/Arlewatt 3   0   1   2    2:6     4  

    Statistik              12   4   4   4   19:19   19

 

Halbfinale: Holstein Kiel – TSV Nahe 2:1, SV Neuenbrook/Rethwisch – FFC Oldesloe 2:4 (1:1, 1:1) nach Neunmeterschießen; Neunmeterschießen um Platz drei: TSV Nahe – SV Neuenbrook/Rethwisch 1:3.

Finale: Holstein Kiel – FFC Oldesloe 1:3.

 

Freitag, 15. Februar 2008

Strammes Programm

ssi. – Die Hallensaison haben die Fußballerinnen des FFC Oldesloe mit der Titelverteidigung bei den Landesmeisterschaften am vergangenen Wochenende erfolgreich zu Ende gebracht. Ab sofort gilt die Konzentration der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in der 2. Bundesliga. Dort tritt der FFC zum Punktspielstart am 9. März bei Holstein Kiel an. Um für das Landesderby und den Kampf um den Klassenerhalt gerüstet zu sein, hat Trainer Michael Clausen ein strammes Vorbereitungsprogramm festgelegt. Am Sonntag testet der FFC zunächst im Kurparkstadion gegen die Frauen des 1. FC Lübars Berlin (15.15 Uhr), ehe einen Tag später (19.30 Uhr) die Männer von JuS Fischbek zu Gast sein werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.2.2008

 

Sonntag, 17. Februar 2008

FFC Oldesloe – FC Lübars 1:0 (1:0)

(Freundschaftsspiel)

Comeback von Wenzel gelungen

  1. – Fußballerin Claudia Wenzel vom FFC Oldesloe will es offenbar noch einmal wissen. Die frühere Bundesliga-Spielerin des Hamburger SV, die nach einem Kreuzbandriss im April 2006 mit 35 Jahren ihre sportliche Karriere eigentlich schon beendet hatte, war beim 1:0 (1:0)-Sieg der Oldesloer Zweitbundesliga-Frauen im Testspiel gegen den FC Lübars (Tabellenführer der Regionalliga Nordost) eine Halbzeit lang die treibende Kraft im Mittelfeld. „Ihre Kraft reicht noch nicht für 90 Minuten, aber sie wird uns im Kampf um den Klassenverbleib wertvolle Dienste leisten“, sagte Trainer Michael Clausen. Das Siegtor erzielte Theresa Blum.

Tor: 1:0 Blum (NN).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 20.2.2008

 

Montag, 18. Februar 2008

FFC Oldesloe – JuS Fischbek Männer NN

(Freundschaftsspiel)

 

NN Februar 2008

FFC Oldesloe – SV Hafen Rostock 5:2 (2:1)

(Freundschaftsspiel)

FFC Oldesloe gewinnt Test mit 5:2

  1. – Mit dem Ergebnis, 5:2 (2:1) gegen die Drittliga-Mannschaft des SV Hafen Rostock, war Trainer Michael Clausen vom FFC Oldesloe zufrieden. Die Spielweise seiner Zweitbundesliga-Fußballerinnen gegen das Schlusslicht der Frauen-Regionalliga Nordost indes gefiel ihm ganz und gar nicht.

Clausen: „Wir haben nur 20 Minuten lang konzentriert gespielt und dann den Faden verloren.“ Trotzdem reichte es zu vier Treffern von Theresa Blum, Marialiiza Kranz, Kristina Kucharski und Desirée Steinike. Außerdem unterlief dem Gegner ein Eigentor.

Eine Leistungssteigerung erwartet der Trainer am kommenden Mittwoch gegen die U20-Frauenauswahl des Hamburger Fußballverbandes (HFV). Anpfiff des vorletzten Testspiels der Kreisstädterinnen vor dem Beginn der Rückserie ist um 19.30 Uhr auf der Anlage der HFV-Sportschule (Jenfelder Allee).

Tore für den FFC Oldesloe: Blum, Kranz, Kucharski, Desirée Steinike sowie ein Eigentor der Rostockerinnen.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 27.2.2008

 

Mittwoch, 27. Februar 2008

Hamburger Auswahl U20 – FFC Oldesloe NN

(Freundschaftsspiel)

 

Montag, 3. März 2008

Fünf FFC-Spielerinnen kicken für Landesauswahl

Zweitliga-Youngster sollen Qualität der U20 steigern

ssi. – Zweitligist FFC Oldesloe wird beim U20-Länderpokalturnier vom 14. bis 18. März in Duisburg eine halbe Mannschaft für die Auswahl Schleswig-Holsteins stellen. Nils Göttsche, der die Nordlichter coacht, nominierte mit Svenja Fritz, Theresa Blum, Stefanie Storm, Desirée Steinike und der Neu-Oldesloerin Andrea Rehfeldt (kam vom TSV Nahe) fünf Spielerinnen aus dem abstiegsbedrohten Team von Trainer Michael Clausen.

„Alle sind echte Persönlichkeiten und spielen in meinen Planungen wichtige Rollen“, unterstreicht der Auswahltrainer. Taktisch seien alle hervorragend ausgebildet und individuell enorm stark. „Bedauerlich ist nur, dass die etatmäßige Mannschaftsführerin Denise Steinike mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Als Innenverteidigerin in der Viererkette ist sie eine Bank und schwer zu ersetzen“, so Göttsche, der nach Steinikes Ausfall Svenja Fritz als Kapitän vorgesehen hat.

Durch den Aufstieg des FFC in die 2. Bundesliga erhofft sich Göttsche auch mit der Auswahl eine Qualitätssteigerung. „Bisher war nur Holstein Kiel als Bundesligist bei uns im hohen Norden vertreten. Vom Aufstieg des FFC profitiert auch die Auswahl. Alleine der gesteigerte Trainingsumfang impliziert eine noch intensivere Ausbildung. Außerdem kommt jeder Bundesligist dem gesamten Frauenfußball in Schleswig-Holstein zu Gute. Ich hoffe, dass der FFC den Klassenerhalt noch schafft.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.3.2008

 

Freitag, 7. März 2008

Highlight zum Rückrundenstart

Der Rückrundenauftakt in der 2. Bundesliga hält gleich einen Leckerbissen bereit: Der von Michael Clausen trainierte FFC Oldesloe tritt am Sonntag um 14 Uhr zum Landesderby bei der KSV Holstein Kiel an.

ssi. – Ein Highlight wartet gleich zu Rückrundenbeginn auf die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe: Am Sonntag tritt das abstiegsbedrohte Team von Trainer Michael Clausen zum Schleswig-Holstein-Derby bei der KSV Holstein Kiel an. Im ersten Aufeinandertreffen gab es beim 1:1 keinen Sieger. Den zweiten Vergleich wollen die Oldesloerinnen unbedingt gewinnen. Denn Trainer Clausen will so schnell wie möglich 18 Punkte sammeln. „Wenn wir die aus den noch verbleibenden zehn Partien holen, dann werden wir auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen“, ist sich der Coach sicher.

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos beim Tabellenvorletzten. Denn vom rettenden Ufer sind die Oldesloerinnen nur einen Punkt entfernt. Dass das Clausen-Team als Aufsteiger durchaus mithalten kann, hat es in der ersten Saisonhälfte bereits mehrfach unter Beweis gestellt. „Auch, dass wir jeden Gegner in dieser Klasse schlagen können, haben wir gezeigt“, unterstreicht der Coach. Allein an der Konsequenz hat es etwas gefehlt, vor dem gegnerischen Tor, in den Zweikämpfen. Die wenigen Chancen, die man bekommt, muss man nutzen, die im Vergleich zur Regionalliga robustere Spielweise des Gegners annehmen und Kraft und Zweikampfhärte in die Waagschale werfen. Die FFC-Kickerinnen brauchte Zeit, bis sie sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnt hatten. „Doch mit jedem Training, mit jedem Spiel ist es besser geworden“, sagt Clausen, der in den Bereichen Kraft und Zweikampfverhalten verstärkt in der Winterpause gearbeitet hat. Um das körperbetontere Spiel zu verinnerlichen wurde vor allem gegen Jugend- und Männermannschaften getestet. „Inwieweit sich das bezahlt macht, werden wir am Sonntag sehen. Sicherlich sind wir gegen die neun Punkte vor uns stehenden Kielerinnen Außenseiter, aber chancenlos werden wir nicht sein“, glaubt Clausen, dem jedoch die angespannte Personalsituation etwas zu schaffen macht. Mit Denise Steinike und Susann Kunkel fehlen nicht nur zwei Langzeitverletzte. Der Coach muss auch auf Theresa Blum (Bronchitis), Marialiiza Kranz (Knorpelschaden im Knie) und Bianca Löwenstrom (fehlt berufsbedingt) verzichten. Mit der ehemaligen Bundesligaspielerin Claudia Wenzel hat Clausen allerdings eine Führungsspielerin in der Winterpause reaktiviert, die mit ihrer Erfahrung als „Gallionsfigur vorangehen wird“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.3.2008

 

Sonntag, 9. März 2008

Holstein Kiel – FFC Oldesloe 0:1 (0:0)

(13. Punktspiel)

Sogar der Ministerpräsident applaudiert dem FFC Oldesloe

Die Stormarnerinnen starten mit 1:0 bei Holstein Kiel in die Rückrunde.

  1. – Prominentester Zaungast beim 1:0 (0:0) der Fußballerinnen des FFC Oldesloe im Landesderby der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel war Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Der Landesvater, der von Hans-Ludwig Meyer, dem Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, begleitet wurde, ließ zwar nicht durchblicken, welcher Mannschaft seine Sympathien gehörten. Als Stefanie Storm den Ball in der 72. Minute von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 unter die Latte beförderte, applaudierte er jedoch begeistert. Er habe seinen Besuch nicht bereut, ließ er hinterher verlautbaren.

„Ich bewerte die Anwesenheit des Ministerpräsidenten als ein weiteres Indiz für die ständig wachsende Akzeptanz des Frauenfußballs“, freute sich auch Oldesloes Trainer Michael Clausen. Noch wichtiger waren dem Coach natürlich die drei Punkte, die den Grundstein für einen erfolgreichen Kampf gegen den Abstieg bilden sollen. Mindestens sechs Siege hatte sich Clausen vorher aus den zehn Begegnungen bis zum Saisonende zum Ziel gesetzt.

Wie der Klassenerhalt erreicht werden soll, machten die Gäste schnell deutlich, in dem sie wie der Gegner von Beginn an verbissen um jeden Ball kämpften. Clausen: „Es war deshalb auch kein schönes Spiel.“ Am Ende war der Tabellenvorletzte dem 2:0 jedoch näher als Kiel dem Ausgleich. Doch Gaitana Lippert, Desirée Steinike und Kristina Kucharski ließen die raren Chancen aus.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Fritz, Desirée Steinike,, Mirja Herrmann – Grube, Wenzel, Schreiber, Storm – Kucharski, Lippert.

Schiedsrichterin: Kathrin Meingast.

Tor: 0:1 Storm (72.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 11.3.2008

 

Sonnabend, 22. März 2008

Oldesloe hat gegen Berlin eine Rechnung offen

FFC kann mit einem Sieg am Ostermontag die Abstiegsplätze verlassen

  1. – 18 Punkte aus den verbleibenden zehn Spielen: So lautete die Zielsetzung der Fußballerinnen des FFC Oldesloe (11.) zum Jahreswechsel, um auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga spielen zu können. Mit dem Erfolg über Holstein Kiel wurden die ersten drei Zähler eingefahren, fehlen also noch 15 Zähler aus den letzten neun Saisonspielen.

„Gegen wen wir die holen, ist mir letztendlich egal“, sagt FFC-Trainer Michael Clausen. Die nächste Gelegenheit bietet sich den Stormarnerinnen am Ostermontag ab 14 Uhr im Kellerduell gegen Union Berlin. Die Hauptstädterinnen belegen momentan mit zwei Punkten Vorsprung Tabellenplatz neun. Und genau diese Position peilen auch die Oldesloerinnen an. „Damit hätten wir die Klasse gehalten und müssten auch nicht in die Relegation gegen den Drittletzten der Südstaffel antreten“, sagt Clausen. Mit einem Sieg am Montag könnte dies bereits erreicht werden, vorausgesetzt der FFV Neubrandenburg gewinnt nicht gegen die Reserve des Hamburger SV.

Die Tendenz der zurückliegenden Spiele macht Clausen Mut, dass der FFC sein Ziel auch erreichen kann, schließlich sind die Oldesloerinnen als Tabellenvorletzter nun schon drei Spiele ungeschlagen. Außerdem haben sie noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. „Damals haben wir nicht verloren, weil die Berlinerinnen stärker, sondern weil sie weniger schwach waren“, erinnert sich Clausen. Am dritten Spieltag waren die Spielerinnen des Aufsteigers noch zu grün. Inzwischen haben sie sich jedoch an das höhere Tempo und die größere Härte im Spiel gewöhnt. „Wir sind längst in der 2. Liga angekommen“, sagt Clausen.

Besonders aufpassen müssen die Oldesloerinnen bei den Gästen auf die Erstliga erfahrene Sahra Hoppe und die U19-Nationalspielerin Bianca Joswiak. „Aber auch die anderen Spielerinnen haben alle Zweitligaformat“, warnt Clausen.

Bei den Gastgeberinnen wird Abwehrstabilisatorin Svenja Fritz (privat verhindert) ausfallen. Für sie soll Claudia Wenzel verteidigen und Stefanie Storm im defensiven Mittelfeld spielen. Der Einsatz von Theresa Blum (Kapselverletzung am Fuß) wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.3.2008

 

Montag, 24. März 2008

FFC Oldesloe – FC Union Berlin ausgefallen

(Punktspiel)

 

Freitag, 28. März 2008

FFC reist optimistisch zu Turbine Potsdam II

  1. – Nachdem der Stormarn-Berlin-Vergleich in der 2. Bundesliga der Frauen über Ostern der schlechten Witterung zum Opfer gefallen ist, sieht es für Sonntag (Anpfiff: 14 Uhr) besser aus. „Ich gehe stark davon aus, dass die Partie stattfinden wird“, sagt Michael Clausen, Trainer des FFC Oldesloe. Seine Zuversicht zieht er neben der verbesserten Wetterlage auch daraus, dass die Berlinerinnen einen Kunstrasenplatz haben. „Auch wir haben fast ausschließlich auf Kunstrasen trainiert. Deshalb wäre ein Spiel auf diesem Untergrund für uns keine große Umstellung.“ Um allerdings auch für den Fall gewappnet zu sein, dass die Partie auf Rasen stattfinden sollte, wollen die Oldesloerinnen zumindest noch eine Trainingseinheit auf dem natürlichen Grün abhalten.

Ziel des FFC sind aus den verbleibenden neun Saisonspielen noch 15 Punkte. Damit dürfte der Klassenerhalt gesichert sein. Obwohl der FFC über Ostern spielfrei war, kann er als kleiner Gewinner angesehen werden, da keiner der Mitkonkurrenten einen Sieg gelandet hat.

Obwohl die Oldesloerinnen zuversichtlich nach Potsdam reisen werden, warnt Clausen seine Spielerinnen davor, zu viel an den 2:0-Hinspielerfolg zu denken. „Das war damals eine Sensation. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Turbine für diese Scharte revanchieren möchte. Deshalb müssen wir auf der Hut sein.“

Die mit sechs Nachwuchs-Nationalspielerinnen gespickten Potsdamerinnen, die acht Trainingseinheiten pro Woche haben, gehen als klarer Favorit in die Partie. Allerdings glaubt Clausen, dass sie Zweikampfhärte nicht so gerne mögen. „Im Hinspiel haben sie die Verantwortung meist weitergegeben, aber keine Spielerin hat sie dann übernommen. Deshalb müssen wir sie möglichst früh attackieren. Gerade Gaitana Lippert hat da einen guten Riecher, wie und wo sie den Gegner im Spielaufbau stören kann.“ Gut auch für die Oldesloerinnen: Die zuletzt fragliche Theresa Blum steht dem FFC wieder zur Verfügung steht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.3.2008

 

Sonntag, 30. März 2008

FFC Turbine Potsdam II – FFC Oldesloe 2:0 (0:0)

(14. Punktspiel)

Der FFC verliert bei Turbine Potsdam II mit 0:2

Oldesloe unter Wert geschlagen

Die Elf von Trainer Clausen lässt zu viele Chancen ungenutzt. Jetzt kommt Schlusslicht Rheine zum Kellerduell.

Günther Bröde – Ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage, oft liegt es an den Kleinigkeiten. Wie beim 0:2 (0:0) des FFC Oldesloe im ersten Spiel nach der Winterpause in der 2. Bundesliga beim FFC Turbine Potsdam II. Da scheitern Gaitana Lippert und Svenja Fritz auf der einen Seite mit guten Chancen vor dem gegnerischen Tor, und auf der anderen Seite lässt Schlussfrau Ellen Rehder einen Ball in der sogenannten Torwartecke passieren, schon war die Auswärtsniederlage perfekt. Der Treffer zum 0:2 in der Nachspielzeit war nur noch eine unbedeutende Ergebniskorrektur.

Für Oldesloes Trainer Michael Clausen war die Begegnung trotz der Niederlage eine Bestätigung dafür, dass seine Mannschaft mit jedem Ligagegner mithalten kann: „Jeder kann jeden schlagen.“ Das ist zugleich Chance wie Plage für die auf dem vorletzten Platz liegenden Stormarnerinnen, die zwar aus eigener Kraft den Klassenverbleib schaffen können, zugleich aber Gefahr laufen, von Schlusslicht FC Heike Rheine noch abgefangen zu werden, das mit 2:0 gegen den Tabellenfünften Victoria Gersten gewann.

Rheine ist am Sonntag (14 Uhr) im Kurparkstadion nächster Gegner der Oldesloerinnen, für die Gaitana Lippert in der 12. Minute die beste Chance besaß, als die quirlige Angreiferin zunächst drei Gegenspielerinnen düpierte und dann knapp am Tor vorbeischoss. Svenja Fritz traf mit einem Freistoß aus fast 30 Metern die Latte. Im zweiten Durchgang war es die zur Pause eingewechselte Kristina Kucharski, die zwei gute Torgelegenheiten nicht nutzen konnte.

Deshalb wollte Clausen die Schuld an der Niederlage auch nicht einfach bei Rehder abladen, die bei den Gegentreffern von Anne-Kathrin Hübner (61. Minute) und Marie Klemme (90.) nicht gut aussah, dafür aber nach knapp einer halben Stunde bei einem Schuss von Anne-Rose Lindner aus acht Metern goldrichtig stand. Um den Klassenverbleib zu schaffen, so Clausen, müssten von den acht ausstehenden Begegnungen fünf gewonnen werden. Es bleibt wohl spannend bis zum Schluss.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Fritz, Desirée Steinike, Blum – Grube (63. Mirja Herrmann), Schreiber, Wenzel, Storm (88. Kuhlow) – Lippert, Stamer (46. Kucharski)

Schiedsrichterin: Ina Michel.

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Hübner (61.), 2:0 Klemme (90.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 2.4.2008

 

Freitag, 4. April 2008

Dem FFC Oldesloe winkt der achte Platz

Clausen-Elf empfängt am Sonntag FFC Heike Rheine zum Duell der Kellerkinder im Kurparkstadion

ssi. – Fünf Siege aus den noch verbleibenden acht Partien, so lautet die Rechnung von Michael Clausen. „Holen wir noch 15 Punkte, dann werden wir mit Sicherheit auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen“, ist sich der Coach des FFC Oldesloe sicher. Am Sonntag könnte seine abstiegsbedrohte Elf einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Um 14 Uhr empfängt der Tabellenvorletzte das Schlusslicht FFC Heike Rheine im Kurparkstadion.

Bei einem Erfolgserlebnis könnte die Clausen-Elf die Abstiegsplätze verlassen und, vorausgesetzt die Konkurrenz aus Neubrandenburg, Berlin und Leipzig verliert, sich auf den achten Tabellenplatz verbessern. „Wir haben die große Chance, Rheine auf fünf Punkte zu distanzieren und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen“, unterstreicht Clausen die Bedeutung der Partie. Dass sogar der Sprung bis auf Platz acht winkt, weil die Konkurrenz es am Wochenende mit den Spitzenmannschaften zu tun bekommt, daran verschwendet der Coach keinen Gedanken. „In dieser Liga kann alles passieren, Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Es wird bestimmt bis zum letzten Spieltag ganz eng bleiben“.

Dass der FFC das Hinspiel mit 5:1 für sich entschied, will Clausen ebenfalls nicht überbewerten. „Der Spielverlauf war für uns sehr glücklich, das Ergebnis sollten wir nicht als Maßstab nehmen. Selbstvertrauen sollte uns indes geben, dass wir in den vergangenen vier Spielen nur eine Niederlage kassiert haben“, meint der Trainer, der bis auf die Langzeitverletzten Denise Steinike und Susann Kunkel am Sonntag alle Spielerinnen an Bord hat.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.4.2008

 

Sonntag, 6. April 2008

FFC Oldesloe – FFC Heike Rheine 2:0 (1:0)

(15. Punktspiel)

FFC Oldesloe verlässt die Abstiegsplätze

Zweitligist gewinnt vor 200 Zuschauern gegen Tabellenschlusslicht FFC Heike Rheine 2:0

ssi. – Am Ende interessierte es Michael Clausen wenig, wie seine Mannschaft spielerisch aufgetreten war. „Wichtig sind nur die drei Punkte“, sagte der Trainer des abstiegsbedrohten Zweitligisten FFC Oldesloe nach dem 2:0 (1:0)-Sieg über Tabellenschlusslicht FFC Heike Rheine. Mit jetzt 15 Punkten auf dem Konto verließen die Oldesloerinnen die Abstiegsplätze und verbesserten sich auf den zehnten Rang.

Vor rund 200 Zuschauern hatten die Gastgeberinnen in der Anfangsphase erhebliche Probleme, ihren Rhythmus zu finden. Die Gäste dominierten die Partie und drängten die Oldesloerinnen weit in die eigene Hälfte zurück. Erst nach zehn Minuten fand das Clausen-Team ins Spiel und erarbeitete sich eine optische Überlegenheit. Die wurde noch deutlicher, nachdem Sarah Schreiber nach einem Freistoß von Mirja Herrmann in der 20. Minute zur Führung getroffen hatte. Mit dem Vorsprung im Rücken erspielten sich die Oldesloerinnen zwar durch Kristina Kucharski und Sarah Schreiber gute Möglichkeiten, um den Vorsprung auszubauen. Im Abschluss aber fehlte die nötige Konsequenz. So musste Clausen nach zwei Aluminiumtreffern der Gäste zur Pause konstatieren: „Glück gehabt, ein 1:1 wäre auch in Ordnung.“ Doch Glücksgöttin Fortuna stand dem Aufsteiger aus Oldesloe an diesem Tag zur Seite. Selbst als die Gäste im zweiten Abschnitt erheblich mehr investierten und klar die Partie kontrollierten, konnten sie sich nicht mehr entscheidend in Szene setzen. „Die Innenverteidigerinnen Svenja Fritz und Desirée Steinike haben ganze Arbeit geleistet und immer wieder den finalen Pass abgefangen“, lobte Clausen, der jedoch erst erleichtert aufatmen konnte, als Claudia Wenzel (72.) per Strafstoß zum 2:0 getroffen hatte. „Mit dem Sieg haben wir uns etwas Luft verschafft, aber noch nichts erreicht“, mahnte der Coach vor übertriebener Euphorie.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler (86. Kranz), Fritz, Desirée Steinike, Mirja Herrmann – Schreiber (75. Grube), Wenzel, Storm, Blum – Kucharski (65. Stamer), Lippert.

Schiedsrichterin: Sandra Pansch.

Tore: 1:0 Schreiber (20.), 2:0 Wenzel (72., Elfmeter).

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.4.2008

 

Freitag, 11. April 2008

FFC Oldesloe will Revanche

ssi. – Im Hinspiel hatten sich die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe eine vermeidbare 1:2-Niederlage nach zwei individuellen Fehlern geleistet. Das zweite Aufeinandertreffen zwischen dem FFC und der zweiten Mannschaft des Hamburger SV am Sonntag um 14 Uhr in Hamburg soll ein anderes Ende nehmen.

FFC-Trainer Michael Clausen glaubt fest daran, dass seine Mannschaft Revanche beim Tabellensechsten nehmen wird. „Wir machen nicht zweimal die gleichen Fehler. Im ersten Vergleich waren wir noch etwas zu unclever, aber wir haben uns im vergangenen halben Jahr entwickelt und können beim HSV bestehen.“ Optimistisch stimmt den Trainer, dass die Defensive mittlerweile besser aufgestellt ist. Die Innenverteidigung der Viererkette mit Svenja Fritz und Desirée Steinike leistet tolle Arbeit. „Zudem ist jede einzelne Spielerin zweikampfstärker und robuster geworden“, unterstreicht der Coach, dass seine Mannschaft Zweitligareife besitzt. Außerdem reisen die Oldesloerinnen mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen aus den ersten drei Partien nach der Winterpause beim HSV an. Darauf sollten sich die FFC-Kickerinnen jedoch bei nur einem Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nicht ausruhen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.4.2008

 

Sonntag, 13. April 2008

Hamburger SV II – FFC Oldesloe 1:0 (0:0)

(16. Punktspiel)

Oldesloer Sturm nur ein laues Lüftchen

FFC verliert in der 2. Bundesliga beim Hamburger SV II völlig überflüssig 0:1

Hamburg/Oldesloe

ssi. – Michael Clausen, Trainer des FFC Oldesloe, brachte es nach der 0:1(0:0)-Niederlage in der 2. Bundesliga beim Hamburger SV II auf den Punkt: „Dieses Spiel darfst du niemals verlieren.“ Die abstiegsbedrohten Oldesloerinnen waren über 90 Minuten die tonangebende Mannschaft. Doch eine Unaufmerksamkeit brachte die Clausen-Elf letztlich um den verdienten Lohn ihrer Arbeit. In der 72. Minute passte Theresa Blum nach einem Ballverlust auf der rechten Außenbahn nicht auf und ließ ihre Gegenspielerin davonziehen. Freistehend lupfte die Hamburgerin Ann-Kathrin Lüth den Ball über FFC-Keeperin Ellen Rehder hinweg zum entscheidenden 1:0 in die Maschen. „Das war eigentlich die einzige Chance des HSV. Die Gastgeberinnen hatten in 90 Minuten nicht einen Eckball herausgeholt“, ärgerte sich Clausen.

Seine Elf musste sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, trotz deutlicher Überlegenheit, ebenfalls kaum Torgefahr ausgestrahlt zu haben. Ein paar Distanzschüsse, ein paar Standardsituationen, wirklich in Verlegenheit konnte der harmlose FFC-Angriff die Abwehr der Gastgeberinnen nicht bringen. „Trotzdem darfst du hier nicht verlieren. Wenn du ein Spiel auswärts so dominierst, dann musst du einen Punkt mit auf den Heimweg nehmen“, moserte der Oldesloer Coach nach der Pleite, die in der Tabelle zunächst keine negativen Auswirkungen hat. Der FFC bleibt nach wie vor als Zehnter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Fritz, Desirée Steinike, Mirja Herrmann –Schreiber (80. Grube), Wenzel, Storm, Blum (73. Kranz) – Stamer (60. Kucharski), Lippert.

Schiedsrichterin: Katja Mattig.

Tor: 1:0 Lüth (73.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.4.2008

 

Sonnabend, 19. April 2008

Wie Energie Cottbus gegen Bayern München

Zweitligist FFC Oldesloe will seine Außenseiterchance gegen TeBe Berlin nutzen

ssi. – Wenn Michael Clausen, Trainer der abstiegsbedrohten Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe, an das Heimspiel morgen um 14 Uhr gegen TeBe Berlin denkt, dann müsste ihm eigentlich Angst und Bange werden. Der Tabellenzweite hat erst eine Niederlage kassiert und stellt mit elf Gegentreffern die stärkste Abwehr der Liga. Im Hinspiel gab es beim 0:3 für Aufsteiger Oldesloe nichts zu holen. „Keine Frage, die Gäste sind klarer Favorit, allerdings haben wir nichts zu verlieren“, unterstreicht der Coach, dessen Team nur einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat.

Nach der überflüssigen 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den Hamburger SV II gibt es für Clausen jedoch keinen Zweifel: „Die Punkte, die wir gegen den HSV liegen gelassen haben, holen wir uns gegen TeBe Berlin zurück.“ Der FFC-Trainer ist fest davon überzeugt, dass seiner Elf ein Außenseitersieg gelingen kann. „Wir dürfen nur nicht in Rückstand geraten, dann wird es ganz schwer für uns. Gehen wir allerdings in Führung, ist alles möglich. Energie Cottbus hat vor einigen Wochen auch die scheinbar übermächtigen Bayern aus München und die stärkste Abwehr der Liga geschlagen. Ich wüsste nicht, warum uns nicht auch so eine Überraschung gelingen sollte“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.4.2008

 

14.04.2008 - Hamburger SV II - FFC Oldesloe 2000 1:0 (0:0)
Die im Regen stehen

Das Derby zwischen dem HSV II und dem Aufsteiger FFC Oldesloe kam für HSV-Trainerin Claudia von Lanken zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn Erstligacoach Achim Feifel hatte sich aus eigener Personalnot in ihrem Team bedient und sogar Toptorjägerin Kathrin Patzke mit zum Auswärtsspiel nach Freiburg genommen. Und nun traf das verbliebene Rumpfteam auf den Nachbarn aus Stormarn, dessen Vorsprung auf einen Abstiegsplatz gerade ein mageres Pünktchen betrug. Immerhin hatten die Gäste den abgehalfterten, früheren Erstligisten Heike Rheine in der Vorwoche mit einem 2:0 mehr oder weniger in die Zweitklassigkeit verabschiedet, und der 4:1-Sieg der Rothosen in Gersten am letzten Wochenende war zu großen Teilen von der heute fehlenden Kathrin Patzke getragen. Die Favoritenrolle war entgegen dem Tabellenbild klar verteilt: An den Aufsteiger.

Die Aufstellungen waren in dieser Hinsicht auch eindeutig. Beim HSV bestand die Defensive zwar aus dem Stamm, aber davor gab es Änderungen. Vor Torhüterin Jennifer Weber agierte die gewohnte Viererkette mit Cathérine Knobloch, Vanessa Bastin, Vanessa Hamed und Nadine Odzakovic. Das Dreiermittelfeld besetzten Claudia Schulz links, Carina Wolfgramm für die mit der Ersten ins Breisgau gereiste Angelina Lübcke zentral und Pajtesa Kameraj rechts anstelle von Kathrin Patzke. Im Sturm rückte Rabea Garbers auf die linke Seite, dazu Maria Marrocu und Tugba Tekkal. Als Ersatztorhüterin stand Trainerin Claudia von Lanken knapp 3 Jahre nach ihrem Laufbahnende wieder auf dem Spielberichtsbogen. Die Gäste agierten mit zwei Viererketten. Vor Torhüterin Ellen Rehder verteidigten Mirja Herrmann, Desiree Steinike, deren Schwester Denise nur auf der Bank saß, sowie Svenja Fritz und Johanna Wöhler. Davor agierten Ex-HSVerin Claudia Wenzel und Stefanie Storm etwas zurückgezogen in der Zentrale, die Außen besetzten Theresa Blum und Sarah Schreiber. Im Sturm sollten Kirsten Stamer und Gaitana Lippert für Treffer gegen den Abstieg sorgen. Geleitet wurde das Spiel von Katja Mattig aus Frankfurt/Oder, assistiert von der Berlinerin Katia Kobelt und Katharina Kruse aus Senzig.

Die Akzente der Anfangsphase setzte Oldesloe, zu mehr als Standards reichte es allerdings nicht. Ein Eckball von Stamer flog scharf in den Fünfmeterraum, und Torfrau Weber lenkte die Kugel zur anderen Seite ab (5.). Eine Minute später rauschte ein Freistoß Stamers aus 20 Metern drüber. Der HSV machte erstmals nach acht Minuten auf sich aufmerksam, als Marrocu sich im Laufquartett drei Gästespielerinnen gegenüber sah und es einfach mal aus 35 Metern probierte, weil Oldesloes Keeperin Rehder weit vor ihrem Kasten stand. Der Ball verfehlte das Tor aber seitlich um einige Meter. Der HSV II tat sich schwer, eine spielerische Linie zu finden. Schwer zu sagen, ob das am Fehlen von Patzke und Lübcke lag. Der FFC Oldesloe hatte allerdings auch damit zu tun, denn die Stormarnerinnen waren aggressiv und offensiv eingestellt, spielten ganz ansehnlich und flüssig nach vorn, ohne jedoch zwingende Torchancen zu entwickeln. Lippert verzog nach einem Ballverlust von Odzakovic aus 19 Metern (26.). Oldesloe wurde nach dieser Chance wieder stärker. Fritz brachte einen Freistoß von der Mittellinie hoch herein, Schreiber konnte ablegen, und Stamer versuchte es direkt. Ihr Hammer aus 17 Metern rauschte Zentimeter über die Latte (28.). Nächste Ecke für Oldesloe, Stamer wieder von links, wieder scharf vor das Tor, aber inklusive Weber verpassten alle, und die Chance war vergeben (29.).

Die Gäste bestimmten bei ungemütlichem Wetter das Spiel. Nur Torgefahr entwickelten sie aus dem Spiel heraus keine. Standards waren ihr einziges Mittel, die aber waren nicht ungefährlich. Bei beiden regierten Ungenauigkeiten: Beim FFC im Spiel nach vorne rein, beim HSV von hinten heraus. So war das Spiel nicht sonderlich erbaulich. In der Schlussphase des ersten Durchgangs bemühte sich der Gastgeber aus Hamburg aber doch nochmal. Erst parierte Rehder einen Kopfball von Hamed nach Knobloch-Freistoß. Dann kam Kameraj zum Abschluss, als Oldesloe den Ball nach Schulz-Freistoß nicht geklärt bekam, aber der Versuch kam ohne Druck bei Rehder an. Zu überrascht war die Mittelfeldspielerin, deren Schwester Aferdita im Sommer aus Potsdam zum HSV zurückkehren wird. Schließlich brachte ein Foul von Wöhler an Tekkal der Oldesloerin Gelb ein und dem HSV die letzte Chance dieser Halbzeit. Odzakovics Freistoß aus der Zentrale rammte Hamed per Kopf Richtung kurzes Eck, aber Rehder war unten und hielt das 0:0 zur Pause fest.

Für den HSV war dieses Unentschieden zu diesem Zeitpunkt durchaus schmeichelhaft. Zu selten kamen zwingende, planvolle Aktionen zustande. Oldesloe ging es da nur wenig besser, und ihnen fehlte die Effektivität. Dennoch wechselte FFC-Coach Michael Clausen nicht aus, und auch Claudia von Lanken sah noch keinen Handlungsbedarf. Nach ausgeglichenem Beginn, währenddessen Stamer abermals einen Freistoß über den Kasten setzte, wurde Oldesloe wieder stärker. Also entschlossen sich beide Trainer zum Einsatz frischer Kräfte. Zunächst brachte von Lanken beim HSV Ann-Kathrin Lüth für Pajtesa Kameraj (59.). Dann ersetzte FFC-Trainer Clausen vier Minuten später Kirsten Stamer durch Kristina Kucharski. Die spielerische Qualität brachte das aber nicht voran. Der Ball wurde zeitweise wild von der einen zur anderen Seite geschlagen und wechselte seinen besitzendes Team sekündlich. Es hatte mehr von Ping-Pong als von Fußball. Frei von spielerischen Akzenten, geprägt von Zweikämpfen. Mittlerweile schüttete es auch wie aus Eimern, was diese ganze Partie nicht attraktiver machte. Nächster Wechsel. Bei den Hanseatinnen kam Johanna Stutzke für die völlig abgemeldete Maria Marrocu (68.).

Zwanzig Minuten vor dem Ende kamen die Gäste zu ihrer besten Chance: Schreiber fand Kucharski mit einem kurzen Steilpass hinter die Abwehr. Die Eingewechselte hatte freie Schussbahn, aber der nasse Ball rutschte ihr über den Spann und weit neben das Tor. Das war erst ihre zweite Chance aus dem Spiel heraus. Der HSV wartete da noch auf seine erste. Garbers bekam im linken Halbfeld den Ball zugespielt und sah sich an vorderster Front drei Gegenspielerinnen gegenüber, die sich allerdings vornehm zurückhielten. Auf Zuruf schlug die Hamburgerin den Ball blind diagonal vor die rechte Strafraumecke. Dort war Lüth ihrer Bewacherin enteilt, nahm den hüpfenden Ball mit und hob ihn über die verdutzte Torfrau ins Netz. Das 1:0 in der 74. Minute fiel trotz des prasselnden Regens aus heiterem Himmel. Und es war unverdient.

Würde sich nun der FFC Oldesloe aufbäumen? Sie versuchten es zumindest. Binnen zwei Minuten kamen Marialiiza Kranz für Theresa Blum und Joy Grube für Sarah Schreiber. Aber es gelang den Gästen nicht mehr, Chancen herauszuarbeiten. Statt dessen wollte der HSV die sich bietenden Räume nutzen. Aber die Abwehr der Stormarnerinnen stand sicher, ließ keine Großchancen zu. Garbers schoss aus gut 25 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbei (80.), und in der 87. Minute nahm Rehder einen schwach gegrätschten Ball von Tekkal auf, nachdem zwei Abwehrspielerinnen an einem Garbers-Zuspiel vorbeigehauen hatten.

Am Ende blieb es bei einem mehr als schmeichelhaften 1:0-Sieg der Hamburgerinnen. Eine Unachtsamkeit der Gäste zusammen mit der besten Spielaktion reichte dem HSV zu drei Punkten, die den Klassenerhalt so gut wie sicher machen. Der FFC Oldesloe hingegen bleibt weiter im Tabellenkeller und hat nun die Spiele gegen die Topteams TeBe Berlin und FC Gütersloh vor Augen.

Hamburger SV II:
Weber - Knobloch, Bastin, Hamed, Odzakovic - Schulz, Wolfgramm, Kameraj (59. Lüth) - Garbers, Tekkal, Marrocu (68. Stutzke)

FFC Oldesloe 2000:
Rehder - Herrmann, Des. Steinike, Fritz, Wöhler - Blum (75. Kranz), Wenzel, Storm, Schreiber (77. Grube) - Lippert, Stamer (63. Kucharski)

Tor:
1:0 Lüth (74.)

 

 

 

Sonntag, 20. April 2008

FFC Oldesloe – Tennis Borussia Berlin 2:0 (1:0)

(17. Punktspiel)

FFC Oldesloe zwingt Titelfavorit TeBe Berlin in die Knie

Abstiegsbedrohter Zweitligist gewinnt überraschend 2:0 / Gaitana Lippert sichert mit zwei Treffern den Heimsieg

ssi. – Die Punkte, die der FFC Oldesloe am vergangenen Spieltag in der 2. Bundesliga beim 0:1 gegen den Hamburger SV II verloren hatte, holte sich das Team von Trainer Michael Clausen überraschend gegen Titelfavorit TeBe Berlin wieder. Mit 2:0 (1:0) behielt der Aufsteiger die Oberhand und feierte einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Spielerin des Tages war Gaitana Lippert, die beide Treffer (12./75.) erzielte.

„Ich habe es doch gesagt“, jubelte Trainer Michael Clausen nach dem Dreier. Der Coach hatte darauf gehofft, ähnlich wie der FC Energie Cottbus in der Bundesliga vor einigen Wochen den FC Bayern München in die Knie gezwungen hatte, könne es seiner Elf auch gehen. „Dazu müssen wir allerdings selbst Akzente setzen, dürfen uns nicht verstecken“, forderte Clausen und wurde nicht enttäuscht. Als gelungener Schachzug erwies sich dabei, Desirée Steinike, sonst in der Innenverteidigung eingesetzt, in den Angriff zu beordern. „Mit ihrer Zweikampf- und Kopfballstärke hat sie eine Menge Räume geschaffen, von denen Gaitana Lippert letztlich profitiert hat“, freute sich Clausen. Zu keinem Zeitpunkt ließen die Gastgeberinnen einen Zweifel daran aufkommen, wer diese Partie gewinnen würde. „Zwei Mal wurde es für uns nach Standardsituationen gefährlich, ansonsten haben wir nichts zugelassen. Auf der Gegenseite hätten wir sogar noch mehr Tore erzielen können. Unser Sieg ist deshalb hoch verdient“, bilanzierte Clausen die packende Partie.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Mirja Herrmann, Fritz, Blum (79. Kranz) – Schreiber (73. Grube), Wenzel, Storm, Stamer (60. Kucharski) – Lippert, Desirée Steinike.

Schiedsrichterin: Silke Lüken.

Tore: 1:0 Lippert (12.), 2:0 Lippert (75.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.4.2008

 

Sonnabend, 26. April 2008

FFC Oldesloe will nachlegen

Zweitligist empfängt Union Berlin

ssi. – Den überraschenden 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Titelfavorit TeBe Berlin gilt es am Wochenende zu vergolden. Die abstiegsbedrohten Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe empfangen mit dem 1. FC Union Berlin morgen um 14 Uhr im Kurparkstadion einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Sieg würde dem von Michael Clausen trainierten FFC ein Sechs-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz verschaffen.

„Natürlich ist es unser Ziel, nachzulegen. Aber das wird nicht einfach. Die Aufgabe wird schwerer als gegen TeBe Berlin“, glaubt Clausen. Denn während TeBe versuchte, spielerisch zum Erfolg zu kommen, dürfte Union kämpferische Tugenden in die Waagschale werfen. „Union wird alles versuchen, um uns nicht davonziehen zu lassen. Wir müssen genauso konzentriert und entschlossen zu Werke gehen wie am vergangenen Wochenende“, so der FFC-Trainer, dessen Team mit dem Gegner noch eine Rechnung offen hat. „Im Hinspiel haben wir nach einer ganz schwachen Leistung verdient mit 2:4 verloren. Wir werden Wiedergutmachung betreiben.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.4.2008

 

Sonntag, 27. April 2008

FFC Oldesloe – 1. FC Union Berlin 1:0 (1:0)

(18. Punktspiel)

Klassenerhalt ist für den FFC greifbar

Gaitana Lippert sichert 1:0-Sieg der Oldesloerinnen gegen 1. FC Union Berlin

ssi. – Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga nimmt immer realistischere Züge beim von Michael Clausen trainierten FFC Oldesloe an. Der Aufsteiger setzte sich durch den einzigen Treffer von Gaitana Lippert mit 1:0 (1:0) gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten 1. FC Union Berlin durch und hat nun bereits sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Aus den verbleibenden vier Spielen müssen wir nun noch zwei Siege holen, dann bleiben wir drin“, freute sich Clausen nach dem so wichtigen zweiten Sieg in Folge.

Einmal mehr präsentierte sich die Defensive als Prunkstück bei den Oldesloerinnen. „Die Viererkette und die beiden Sechser davor lassen zur Zeit einfach kaum etwas anbrennen. Das beweist die Statistik. In der Hinrunde haben wir 29 Treffer in zwölf Spielen kassiert. In den sechs bisherigen Rückrundenpartien erst drei“, lobte Clausen seine Elf, die nur einmal bei einem Freistoß, der an den Pfosten klatschte (35.), in Gefahr geriet.

Perfekt machte erneut Gaitana Lippert den Dreier. In der 44. Minute versenkte sie, in Szene gesetzt von Desirée Steinike, die erneut im Angriff auflief, den Ball zum entscheidenden 1:0. Einziger Kritikpunkt des Trainers war nach spielerisch mageren, kämpferisch aber vorbildlich geführten 90 Minuten, dass die Gastgeberinnen durch Lippert (2) und Grube den Sack nicht vorzeitig zugemacht hatten. „So mussten wir bis zum Abpfiff Angst haben, dass noch irgendetwas passiert“, meinte Michael Clausen.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Mirja Herrmann (75. Kucharski), Fritz, Blum – Schreiber (60. Grube), Wenzel, Storm, Stamer (60. Kranz) – Lippert, Desirée Steinike.

Schiedsrichterin: Kim-Jana Trenkner.

Zuschauer: 179.

Tor: 1:0 Lippert (44.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.4.2008

 

 

29.04.2008 - Sechs Punkte für den Klassenerhalt
FFC Oldesloe 2000 - 1.FC Union Berlin 1:0 (1:0)

Duell der Aufsteiger, Duell der Abstiegskandidaten im Kurpark: Im Nachholspiel des 14. Spieltages kam es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenneunten aus Oldesloe und dem Tabellennachbarn, den auf dem Relegationsplatz liegenden Unionerinnen. Beide hatten in der Vorwoche gesiegt: Die "Eisernen" schlugen den wohl in die Drittklassigkeit durchge- reichten Ex-Erstligisten Heike Rheine 1:0, und dem FFC gelang mit dem 2:0 gegen Aufstiegsfavorit TeBe Berlin eine echte Sensation, die auch noch verdient war. Grund genug, mit breiter Brust in dieses Sechs-Punkte-Spiel zu gehen, zumal die Stormarnerinnen zuletzt zuhause seit drei Spielen ungeschlagen waren.

Gästetrainer Marcel Holz vertraute auf ein 4-4-2. Vor Torhüterin Cindy Weise verteidigte eine Viererkette mit Andrina Braumann, Anna-Luise Mewes, Katrin Wierth und Katrin Kockat. Davor im Mittelfeld Bianca Joswiak links, Julia Schlotte und Carolin Dommenz zentral, Alexandra Thoms rechts. Den Sturm besetzten Julia Frieden und Nicole Hansen. Unions beste Torschützin, Sahra Hoppe, saß nur auf der Bank. Der FFC Oldesloe setzte ebenfalls auf ein 4-4-2 mit zwei Ketten. Im Tor stand Ellen Rehder, davor die aus dem TeBe-Spiel bekannte Viererkette mit Theresa Blum, Svenja Fritz, Mirja Herrmann und Johanna Wöhler. Das Mittelfeld bestand aus Kirsten Stamer, Claudia Wenzel, Stefanie Storm und Sarah Schreiber. Den Sturm besetzten wie in der Vorwoche Gaitana Lippert und Desiree Steinike. Deren Schwester Denise fehlte im Kader des Aufsteigers aus Schleswig- Holstein. Geleitet wurde die Partie von einem Schiedsrichtertrio aus Niedersachsen: Kim-Jana Trenkner (Winsen/Luhe) wurde assistiert von Annika Hobst (Fleestedt) und Nadine Lange (Meckelfeld).

Die 179 Zuschauer im Kurparkstadion genossen das gute Wetter. Doch trotz bester Fußballbedingungen mit sonnigen 21 Grad sollten sie keinen lauen Sommerkick geboten bekommen. Was die beiden Mannschaften in den folgenden 91 Minuten ablieferten, war Abstiegskrampf pur. Für beide ging es um viel: Zwar stand Nichtmelder TuS Niederkirchen in der Südstaffel schon als Absteiger fest, sollte der frühere Meister (zu diesem Zeitpunkt Sechster) noch auf einen regulären Abstiegsplatz abrutschen, würde der fünfte Absteiger doch wieder zwischen den Zehnten beider Staffeln ermittelt. Platz 10 hatte vor diesem Spiel Union Berlin inne, einen Punkt hinter Oldesloe, und so merkte man beiden dieses Sechs-Punkte-Spiel an. In der ersten Viertelstunde flipperte der Ball zwischen den Strafräumen. Dann sorgte die Berlinerin Hansen für den ersten Torschuss ihrer Elf. Aus 30 Metern war ihr Versuch aber kein Problem für Oldesloes Schlussfrau.

Beide Teams wirkten nervös. Nach einem Foul revanchierte sich FFC-Kapitänin Herrmann mit einem Schubser und sah eine überflüssige, doch berechtigte Verwarnung (16.). Union tat etwas mehr für das Spiel, war einen Hauch bestimmter in den Aktionen. Gefährlich waren sie aber auch höchstens per Zufall. So landete eine abgerutschte Dommenz- Flanke auf dem Tornetz. Den ersten annähernden Torschuss der Platzherrinnen gab Stamer ab: Eine Hereingabe von Schreiber ließ Steinike passieren, aber in 17 Metern Entfernung zum Kasten rutschte Stamer der Ball über den Fuß und landete klar im Toraus (22.). Es schien aber ein kleiner Startschuss für die Offensivbe- mühungen der Stormarnerinnen zu sein. In der 24. Minute versuchte es Stamer erneut aus der Distanz, verfehlte abermals. Dann verlängerte Berlins Braumann einen Einwurf auf Schreiber, und die probierte es mit einem Heber über die weit vor ihrem Kasten stehende Torfrau Weise, aber der Lupfer aus 15 Metern ging drüber (26.).



Insgesamt aber hatte Oldesloe ein Problem im Spielaufbau: Steinike und Lippert waren vorn häufig auf sich gestellt, das Mittelfeld rückte nicht nach, und so entstanden zwischen den beiden da vorn und den vieren dahinter Löcher von bis zu 40 Metern. Kein Wunder also, dass der FFC kaum Torgefahr entwickelte. Es wirkte beinahe ängstlich, wie die Schleswig- Holsteinerinnen agierten. Die Angriffe rollten ohne Struktur und Tempo, teilweise hektisch. Union war ballsicherer, verlor aber regelmäßig vor dem Strafraum die Zweikämpfe. Insgesamt ein schwaches Spiel, das sein Highlight bis dato aus der 36. Minute zog. Dommenz brachte einen Freistoß aus 25 Metern von halblinks direkt auf den langen Pfosten, Rehder war schon auf dem Weg ins andere Eck und kam nicht mehr ran, aber das Leder sprang vom Außenpfosten ins Toraus (36.). Die beste Szene dieser mauen Partie. Ein nächster Schussversuch von Dommenz aus 23 Metern kam direkt auf Rehder.

Kurz vor der Pause landete ein zu kurzer Abstoß von Weise bei Schreiber, die das Leder direkt hoch in den Strafraum bolzte. Lippert und Mewes verstrickten sich in einen hakeligen Zweikampf, in dem die Stürmerin das bessere Ende hatte und den Ball dann auch an Wierth vorbei lupfte. Dann kamen ihr aber Steinike und deren Gegenspielerin in die Quere. Von der Brust der Mitspielerin fiel der Ball Lippert wieder vor die Füße. Die spitzelte verdeckt aus kurzer Distanz aufs rechte Eck, Weise reckte sich vergeblich - und es hieß plötzlich 1:0! Der 10. Saisontreffer von Lippert in der 43. Minute fiel aus dem Nichts. Und er war auch schmeichelhaft, denn ein 0:0 zur Pause wäre gerechter gewesen. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend gegenseitig, für einen Schönheits- preis kandidierte keine. Zweikämpfe und Fehlpässe prägten die ersten 46 Minuten. Union war zielstrebiger, mutiger, aber ohne Genauigkeit reichte es bei ihnen auch nur zu Torgefahr durch eine Standardsituation.

Die zweite Halbzeit begann verheißungsvoll. Stamer verzog einen Volley aus halblinker Position (46.). Dabei blieb es aber auch. Union wechselte: Für Alexandra Thoms und Julia Frieden kamen Sahra Hoppe und Theresa Raab (54.). Ebenfalls doppelt wechselte Oldesloe nach einer Stunde: Sarah Schreiber und Kirsten Stamer raus, Marialiiza Kranz und Joy Grube rein. Aber weiterhin hatte jeder Joghurt mehr Kultur als dieses Spiel. Immerhin: Der FFC Oldesloe brachte nun etwas mehr Linie in seinen Aufbau. Lipperts Pass auf links nahm Kranz mit, kreiselte an der Auslinie Kockat aus und flankte scharf an den Fünfer. Dort rauschte Steinike heran und köpfte im Flug, aber Weise war dran und hielt den Ball im Nachfassen auf der Linie fest (63.). Drei Minuten später war Storms Volleyschuss aus 22 Metern kein Problem für Unions Torhüterin.

Den Gastgeberinnen gelang es in dieser Phase, Union vom eigenen Tor fernzuhalten. Das war aber auch der "Verdienst" der Gäste selbst, denen im Dunstkreis des Strafraums Genauigkeit und Abstimmung fehlten. So fiel Oldesloe das Verteidigen leicht. Schon aus Verzweiflung schoss Hansen aus 24 Metern drüber (71.), nachdem sie eine Minute zuvor eine Freistoßvorlage von Schlotte klar rechts vorbei gesetzt hatte. Union spielte unkontrolliert mit langen Bällen nach vorn, die Oldesloe recht einfach abwehren konnte. Druckvoll waren sie, ihr Leck im Spiel war die Ballkontrolle. Weitgehend war es Gewürge. Die Stormarnerinnen schafften selten Entlastung, aber wenn, dann ging was. So wie in Minute 72: Blum bediente links Steinike mit einem langen Pass. Die gelernte Abwehrspielerin flankte wunderschön an den zweiten Pfosten, wo Grube heranrauschte und aus 10 Metern den Ball nur Zentimeter am linken Pfosten vorbei setzte.

Noch gab es also Hoffnung bei Union, die aber wurde enttäuscht. Chancen hatte nur noch Oldesloe. Nach Ecke von Storm köpfte Steinike vorbei (77.). Direkt im Anschluss nahm FFC-Coach Michael Clausen dann Mirja Herrmann vom Feld. Die Gelb-Rot-Gefährdete musste Kristina Kucharski weichen, die in den Sturm wechselte. Steinike ging zurück in die Innenverteidigung. In der 85. Minute verfehlte ein Freistoß Blums vom rechten Flügel das Tor. Sekunden später legte Grube schon rechts im Strafraum im zweiten Versuch quer, Kranz spitzelte weiter zu Lippert, aber die traf den Ball nicht richtig, und so hatte Weise keine Mühe. Lippert vergab ebenso eine Konterchance im Solo. Und in der vorletzten Minute verpassten Wenzel und Fritz eine Kranz-Ecke.

Der pünktliche Abpfiff von Schiedsrichterin Kim-Jana Trenkner provozierte unterschiedlichste Reaktionen: Während sich die Oldesloerinnen jubelnd in die Arme fielen, plumpsten die Gäste enntäuscht zu Boden. Sie waren zu harmlos gewesen, um diesen Arbeitssieg der Kreisstädterinnen zu verhindern. Letztlich verdiente sich Oldesloe diesen Sieg nur deshalb, weil sie einen Tick effektiver und im zweiten Durchgang gefährlicher waren. Beide leisteten sich Ungenauig- keiten und Unkonzentriertheiten, zeigten wenig Ansehnliches. Die Entstehung des einzigen Treffers passte voll ins Bild. Oldesloe konnte sich mit diesem 1:0 etwas absetzen, hat nun vier Zähler Vorsprung auf den Zehnten Union. Die wiederum liegen weiter nur zwei Punkte vor Abstiegsplatz 11 und haben mit den Spielen bei HSV II., gegen Lokalrivale TeBe, in Gütersloh und zuhause gegen Neubrandenburg das schwerste Restprogramm aller Abstiegs- kandidaten.

FFC Oldesloe 2000:
Rehder - Blum, Fritz, Herrmann (77. Kucharski), Wöhler - Stamer (60. Kranz), Wenzel, Storm, Schreiber (60. Grube) - Des. Steinike, Lippert

Tor:
1:0 Lippert (43.)

 

Sonnabend, 3. Mai 2008

Klassenerhalt ist für den FFC Oldesloe greifbar

ssi. – Die Rechnung von Michael Clausen ist einfach: „Aus vier Spielen brauchen wir zwei Siege“, so der Coach des Zweitligisten FFC Oldesloe. Sechs Punkte beträgt das Polster der Clausen-Schützlinge auf einen Abstiegsplatz. Den Vorsprung auszubauen dürfte morgen beim FC Gütersloh schwer werden. Der Tabellenvierte zwang zuletzt Spitzenreiter TeBe Berlin 2:1 in die Knie. „Wir haben TeBe 2:0 geschlagen, gewinnen also in Gütersloh 1:0“, gibt sich Clausen selbstbewusst, weiß aber auch um die Qualität des Gegners. „Wir müssen aufpassen, fahren aber dorthin, um zu gewinnen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.5.2008

 

Sonntag, 4. Mai 2008

FC Gütersloh – FFC Oldesloe 2:0 (0:0)

(19. Punktspiel)

FC Gütersloh noch eine Nummer zu groß für den FFC Oldesloe

Clausen-Elf unterliegt beim ambitionierten Tabellenvierten verdient mit 0:2 / Sechs Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz

ssi. – An der verdienten 0:2 (0:0)-Niederlage des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga beim FC Gütersloh gab es nichts zu rütteln. „Gütersloh war für uns heute noch zu stark. Nur mit Glück wäre ein Punkt für uns drin gewesen“, bilanzierte FFC-Trainer Michael Clausen die Niederlage nach zuletzt zwei Siegen in Folge.

Die Gäste aus Oldesloe hatten Glück, dass sie nicht bereits in der ersten Halbzeit ins Hintertreffen geraten waren. Spielerisch waren die Gütersloherinnen dem Gegner klar überlegen, dominierten die Partie und drängten den FFC weit in die eigene Hälfte zurück. Zwar besaß auch das Clausen-Team durch Gaitana Lippert (15.) und Desirée Steinike (35.) zwei gute Möglichkeiten. „Aber Gütersloh hatte drei oder vier gute Chancen, so dass das 0:0 zur Pause für uns eher glücklich war“, gestand Clausen. In der 60. Minute kamen die Gastgeberinnen zur Führung. Lenz zog aus der Distanz ab, der Ball prallte vor Ellen Rehder auf, so dass die Oldesloer Schlussfrau das Leder nur an den Pfosten lenken konnte. „Von dort aus ist der Ball dann über die Linie getrudelt, vermeidbar“, meinte Clausen. In dieselbe Kategorie fiel auch das 2:0 durch Bunte (78.), die Johanna Wöhler im Oldesloer Strafraum den Ball abluchste. „Bitter“, stöhnte der FFC-Coach, „kurz zuvor hatten wir durch Gaitana Lippert und Claudia Wenzel, die eine Flanke von Desirée Steinike nicht verwerten konnten, die große Chance zum Ausgleich. Unter dem Strich aber geht das Ergebnis in Ordnung“, gestand Clausen. Einen Vorwurf wollte er seiner Elf nicht machen. Die habe 90 Minuten lang alles versucht und vorbildlich gekämpft. „Außerdem ist ja nichts verloren. Die Konkurrenz hat ebenfalls Federn gelassen, so dass der Abstand auf einen Abstiegsplatz mit sechs Punkten Vorsprung gleich geblieben ist.“

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Mirja Herrmann (70. Stamer), Fritz, Blum – Schreiber (75. Grube), Wenzel, Storm, Kranz (46. Kucharski) – Desirée Steinike, Lippert.

Schiedsrichterin: Monique Klauß.

Tore: 1:0 Lenz (60.), 2:0 Bunte (78.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.5.2008

 

Freitag, 9. Mai 2008

Mit einem Heimsieg zum sicheren Klassenerhalt

FFC Oldesloe kann am Montag um 14 Uhr im Kurparkstadion gegen Neubrandenburg alles klar machen

ssi. – Wenn alles glatt läuft, dann wird der FFC Oldesloe am Pfingstmontag um 15.45 Uhr die Sektkorken knallen lassen können. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten FFV Neubrandenburg und einer gleichzeitigen Niederlage des Drittletzten 1. FC Union Berlin gegen Spitzenreiter Tennis Borussia Berlin wären alle Unklarheiten beseitigt und der größte Erfolg in der achtjährigen Vereinsgeschichte perfekt: Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

Aufgrund dieser Konstellation will FFC-Trainer Michael Clausen am drittletzten Spieltag ein kämpferisches Feuerwerk von seinen Spielerinnen sehen. „Wir werden alles versuchen, um Neubrandenburg zu schlagen“, verspricht der Coach. Clausen erwartet einen Gegner, der alle Hebel in Bewegung setzen wird, um sich seine letzte Chance auf den Klassenerhalt noch zu bewahren. „Dementsprechend konzentriert und engagiert müssen wir zur Sache gehen“. Schönspielerei kommt für den Trainer nicht in Frage. „Sicherlich spielen wir nicht den attraktivsten Ball, aber das ist in unserer Situation zweitrangig. Was nützt es uns, wenn es gut aussieht und wir 0:1 verlieren? Die Mannschaft ist gewillt, an die Leistungsgrenze zu gehen. Über den Kampf werden wir ins Spiel finden und uns die Punkte holen.“ Personell hat sich im Vergleich zu den Vorwochen nichts geändert, so dass Clausen aus dem Vollen schöpfen kann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.5.2008

 

Montag, 12. Mai 2008

FFC Oldesloe – FV Neubrandenburg 2:0 (2:0)

(20. Punktspiel)

Klassenerhalt ist für den FFC greifbar nahe

Oldesloe fehlt noch ein Punkt nach einem 2:0-Sieg über Neubrandenburg

  1. – Bereits einige Stunden vor dem Spiel hatte Michael Clausen, Erfolgstrainer des Zweitligisten FFC Oldesloe, ein gutes Gefühl, als er über das vielleicht entscheidende Abstiegsduell gegen den FFV Neubrandenburg sprach: „Zuhause haben wir in diesem Jahr alle Spiele gewonnen. Wenn wir nicht nervös werden, rechnen wir uns gegen Neubrandenburg gute Chancen aus. Wenn dann auch Union Berlin gegen Tennis Borussia verlieren würde, wäre es ein perfekter Tag.“ Mit dem ersten Wunsch nach dem eigenen Erfolg hat es geklappt. Neubrandenburg wurde aufgrund einer starken ersten Halbzeit verdient mit 2:0 (0:0) geschlagen. Tabellenführer TeBe Berlin hingegen kam beim 1. FC Union nicht über ein 1:1 hinaus. So bleibt dem FFC nichts anders übrig, als die Beseitigung der letzten Zweifel am Klassenerhalt bis aufs nächste Wochenende zu verschieben.

Clausen hatte sein Team bis in die Haarspitzen motiviert, was die Spielerinnen den weit über 200 Zuschauern gleich in der Anfangsphase immer wieder eindrucksvoll demonstrierten. Der Großteil der ersten Halbzeit spielte sich in der Neubrandenburger Hälfte ab. Und es dauerte nicht lange, bis der FFC samt Anhang das erste Mal jubeln durfte: Sarah Schreiber eroberte sich im Mittelfeld den Ball und schickte Desirée Steinike mit einem klugen Diagonalpass auf die Reise. Steinike behielt die Nerven und traf mit einem Flachschuss zum 1:0 (21.). Die Vorentscheidung fiel kurze Zeit später, als Gaitana Lippert (26.) zu einem unwiderstehlichen Solo ansetzte. Lippert nahm ihrer Gegenspielerin gleich mehrere Meter ab und flankte den Ball gezielt in den Strafraum. Nachdem Claudia Wenzel zunächst verpasste, war Steinike ein zweites Mal zur Stelle, drückte das Leder über die Linie und avancierte so zur Matchwinnerin. Denn in der zweiten Halbzeit reichte dem FFC eine durchschnittliche Leistung, um das 2:0 über die Zeit zu bringen.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler (87. Kranz), Mirja Herrmann, Fritz, Blum – Schreiber (67. Grube), Storm, Wenzel, Desirée Steinike – Lippert, Kucharski (76. Stamer).

Schiedsrichterin: Verena-Kordula Schultz.

Tore: 1:0 Desirée Steinike (21.), 2:0 Desirée Steinike (26.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.5.2008

 

Sonnabend, 17. Mai 2008

Clausen-Elf will alle Unklarheiten beseitigen

FFC Oldesloe will in Leipzig den Klassenerhalt endgültig perfekt machen

ssi. – Über die gleitende Skala könnte es in der 2. Bundesliga drei Absteiger geben. Auf den drittletzten Rang hat Aufsteiger FFC Oldesloe zwei Spieltage vor Saisonende sechs Punkte Vorsprung, zudem das deutlich bessere Torverhältnis im Vergleich zum 1. FC Union Berlin. „Es muss schon mit dem Teufel zugehen, wenn da noch etwas anbrennt“, geht Oldesloes Trainer Michael Clausen fest davon aus, dass der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist. Denn Union tritt am Wochenende beim FC Gütersloh an. Die Gütersloherinnen könnten mit einem Sieg sogar die Tabellenführung übernehmen und dem Aufstieg ins Oberhaus einen großen Schritt näher kommen. „Die werden sich gegen keine Blöße geben“, ist sich Clausen sicher. Dennoch weiß der Coach, dass rein rechnerisch seine Elf noch abgefangen werden kann. Den noch einen fehlenden Punkt, um auf der ganz sicheren Seite zu sein, will sich der FFC Oldesloe deshalb am Sonntag um 14 Uhr beim 1. FC Lokomotive Leipzig holen. Im Hinspiel waren die Oldesloerinnen dem Gegner mit 0:3 klar unterlegen. Daher wird sich der Oldesloer Trainer auf keine Experimente einlassen. „Wir werden nicht den Fehler machen und die Saison locker ausklingen lassen. Wir gehen motiviert und konzentriert die schwere Aufgabe an. In puncto Zweikampfverhalten, Schnelligkeit und zielstrebigem Offensivspiel war uns Leipzig im Hinspiel klar überlegen. Mittlerweile sind wir aber als Mannschaft gereift, haben uns stetig verbessert. Deshalb gibt es für mich keinen Zweifel daran, dass wir dort bestehen können“, so Michael Clausen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.5.2008

 

Sonntag, 18. Mai 2008

  1. FC Lokomotive Leipzig – FFC Oldesloe 1:1 (0:1)

(21. Punktspiel)

„Klassenerhalt ist für uns ein riesiger Erfolg“

FFC Oldesloe 1:1 gegen Lokomotive Leipzig / Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ist perfekt

ssi. – Der FFC Oldesloe wird auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen. Die Elf von Trainer Michael Clausen kam beim 1. FC Lokomotive Leipzig, Tabellensechster, zu einem 1:1 (1:0). Das Ergebnis war letztlich zweitrangig. Denn zeitgleich musste sich der 1. FC Union Berlin Spitzenreiter Gütersloh mit 1:2 geschlagen geben und kann die Oldesloerinnen nun am letzten Spieltag nicht mehr vom neunten Rang verdrängen. „Die Mädels haben sich nicht auf ihren Sechs-Punkte-Vorsprung ausgeruht, sondern den Willen gehabt, hier zu punkten“, freute sich Trainer Michael Clausen über den engagierten Auftritt seiner Schützlinge.

In einer gutklassigen Partie dominierte der FFC Oldesloe zunächst das Geschehen. Vor allem bei den schnellen Kontern waren die Gäste immer wieder brandgefährlich. Einer dieser schnellen Vorstöße brachte in der 30. Minute die Oldesloer Führung: Claudia Wenzel eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Gaitana Lippert auf die Reise in Richtung Lok-Kasten. Die FFC-Angreiferin schob das Leder überlegen zur Führung ins lange Eck. Auch nach der Pause waren es die Gäste, die den Ton angaben. „Allerdings ohne zwingende Chancen herauszuspielen“, berichtete Clausen. Ein Kopfball von Wenzel und ein Distanzschuss von Lippert sorgten in Ansätzen für Torgefahr. Mitte der zweiten Halbzeit kippte die Partie. Leipzig intensivierte seine Bemühungen und setzte den FFC zusehends unter Druck. In der 75. Minute konnte Ellen Rehder das 1:1 noch verhindern. Doch in der 83. Minute war die Oldesloer Torhüterin nach einem Eckstoß machtlos. „Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, meinte Clausen und sprach voller Lob über die tolle Rückrunde seines Teams. „Wir haben immer an uns geglaubt. Das wurde letztlich belohnt. Mit unseren bescheidenen Mitteln den Klassenerhalt in der 2. Liga geschafft zu haben, ist für uns alle ein riesiger Erfolg. Wir haben es allen gezeigt, die uns in der Winterpause abgeschrieben hatten“, jubelte der Oldesloer Trainer nach dem Abpfiff.

FFC Oldesloe: Rehder – Wöhler, Mirja Herrmann, Fritz, Blum – Schreiber (60. Grube), Storm, Wenzel, Desirée Steinike – Lippert, Kucharski (60. Kranz).

Schiedsrichterin: Nadine Scheller.

Tore: 0:1 Lippert (30.), 1:1 NN (83.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.5.2008

 

Freitag, 23. Mai 2008

Entspannter Saisonausklang

ssi. – Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ist längst in trockenen Tüchern. Im letzten Saisonspiel kann Aufsteiger FFC Oldesloe vor heimischer Kulisse gegen den SV Victoria Gersten am Sonntag ab 14 Uhr daher ganz befreit aufspielen. „Wir können Gersten mit einem Sieg noch vom achten Tabellenplatz verdrängen. Das wollen wir versuchen, aber in erster Linie wollen wir uns mit einem guten Fußballspiel von unseren Fans verabschieden“, erklärt FFC-Trainer Michael Clausen. Die Rückrunde sei optimal gelaufen. „Hätte ich in der Winterpause prophezeit, dass wir zwei Spieltage vor Ultimo den Klassenerhalt sicher haben, wäre ich wahrscheinlich belächelt worden“, so Clausen, der drei Spielerinnen am Sonntag verabschieden wird. Torhüterin Ellen Rehder hört aus privaten Gründen auf. „Der Aufwand ist einfach zu groß“, kann Clausen den Entschluss der Neuenbrookerin verstehen. Judith Freiling wird die Schuhe aus beruflichen Gründen an den Nagel hängen und Janine Kulow wird sich in Zukunft auf die Schiedsrichterei konzentrieren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.5.2008

 

Sonntag, 25. Mai 2008

FFC Oldesloe – SV Victoria Gersten 2:1 (2:0)

(22. Punktspiel)

FFC feiert 2:1-Sieg zum Saisonabschluss

Oldesloe gewinnt gegen Gersten und beendet Saison als Tabellenachter

ssi. – Einen gelungenen Saisonabschluss feierte der FFC Oldesloe mit rund 250 Fans in der 2. Bundesliga. Der von Michael Clausen trainierte Aufsteiger setzte sich mit 2:1 (2:0) gegen den SV Victoria Gersten durch und beendet die Spielzeit als Tabellenachter. „Besser hätte es nicht laufen können. Die Mannschaft hat eine wahnsinnige Rückrunde hingelegt. Platz acht ist ein riesiger Erfolg“, strahlte Michael Clausen nach dem Abpfiff.

Bereits vor dem Anpfiff wurden Ellen Rehder, Judith Freiling und Janine Kulow verabschiedet. Bei den Fans bedankte sich die Mannschaft mit einem Transparent für die Unterstützung und bei ihrem Trainer mit einem anschließend überzeugenden Auftritt. Spielerisch waren die Gastgeberinnen dem Gegner von Beginn an klar überlegen. In der 15. Minute traf Kristina Kucharski zur verdienten Führung, die Marialiiza Kranz neun Minuten später auf 2:0 ausbaute. Dazwischen war in der 20. Minute die einzige Chance des Gegners im Nichts verpufft. „Fußballerisch haben wir überzeugt und auch in der Defensive haben wir ganze Arbeit geleistet“, freute sich Clausen über den engagierten Auftritt seiner Elf.

Erst im zweiten Durchgang, auch durch einige Wechsel bedingt, ging beim FFC Oldesloe der Spielfluss verloren. Gersten baute Druck auf, brachte aber nicht mehr als den Anschlusstreffer durch Freckmann (75.) zustande.

„Ein toller Abschluss“, meinte Clausen und fand Bestätigung bei Filmemacher Detlev Buck, der als Freund des Frauenfußballs beim Saisonfinale in Oldesloe dabei war.

Am Rande des Spiels konnte der FFC-Coach zwei Neuzugänge für die kommende Saison vermelden: Vom Hamburger Verbandsligisten Duwo 08 wechselt Angreiferin Jacqueline Bleser und vom Regionalligisten Bergedorf 85 Abwehrspielerin Verena Hildebrandt nach Oldesloe. „Dazu werden wir uns mit noch drei oder vier weitere Spielerinnen verstärken“, versprach Clausen.

FFC Oldesloe: Rehder (50. Dreessen) – Wöhler (60. Freiling), Mirja Herrmann, Fritz, Blum – Kranz, Grube, Storm (40. Schreiber), Desirée Steinike – Stamer, Kucharski.

Schiedsrichterin: Sandra Pansch.

Tore: 1:0 Kucharski (15.), 2:0 Kranz (24.), 2:1 Freckmann (75.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.5.2008

 

Donnerstag, 19. Juni 2008

FFC Oldesloe hat sich Respekt hart erarbeitet

Als vor acht Jahren der FFC Oldesloe gegründet wurde, hatte niemand damit gerechnet, dass es der Verein einmal so weit bringen würde. Mit dem Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Nord feierte der FFC in diesem Frühjahr den größten Erfolg in der noch jungen Vereinsgeschichte und hat Bad Oldesloe damit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.

ssi. – Noch vor einem Jahr fragten sich wohl die meisten der Konkurrentinnen in der 2. Bundesliga, wo um alles in der Welt denn Bad Oldesloe liegt. Zwölf Monate später wird diese Frage niemand mehr stellen. Denn der FFC Oldesloe hat sich und die Stadt über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht: „Unseren Platz auf der Fußball-Landkarte haben wir uns hart erarbeitet“, sagt Michael Clausen. Knapp acht Jahre nach der Vereinsgründung feierte die von Clausen trainierte erste Mannschaft mit dem Klassenerhalt den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Der Weg zum Ziel war lang und beschwerlich. Clausen verglich es mit dem der Nationalmannschaft, die die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz als Bergtour bezeichnet. „Jedes Spiel war für uns eine neue zu überwindende Felswand. Mit jeder gewonnenen Partie sind wir dem Gipfel ein Stück näher gekommen.“

Es dauerte einige Zeit, ehe sich die Oldesloerinnen auf die veränderten Gegebenheiten eingestellt hatten. „Nach dem Aufstieg haben einige Spielerinnen den Sprung unterschätzt“, meint der Coach. Die Euphorie war in den Köpfen, aber in den Beinen half sie den FFC-Kickerinnen nicht. „Plötzlich waren wir nicht mehr das dominierende Team, Gegner uns spielerisch und kämpferisch überlegen.“ Auch mit Niederlagen umzugehen, war keine einfache Aufgabe für die junge, bisher von Erfolg verwöhnte Mannschaft. Zudem hatte der FFC mit Verletzungspech zu kämpfen. Leistungsträgerinnen wie Theresa Blum und Svenja Fritz fehlten in der Hinrunde. Susann Kunkel und Denise Steinike fast die gesamte Saison. „Aber die Mannschaft hat das toll aufgefangen, ist immer geschlossener aufgetreten“, freut sich Clausen, dessen Elf bis zur Winterpause magere acht Punkte sammelte. Doch im neuen Jahr starteten die Oldesloerinnen durch. Der Schach-Zug, die erfahrene Claudia Wenzel zu reaktivieren, erwies sich als goldrichtig. Körperlich war Wenzel zwar nicht voll auf der Höhe. „Doch alleine ihre Präsenz auf dem Platz hat für die jungen Spielerinnen einen Orientierungspunkt geschaffen, bisher hatte uns eine Führungsspielerin gefehlt“, weiß Clausen, was er an der Mittelfeldspielerin hat.

In Punkto Zweikampfhärte legte der FFC zu, spielte mit einer besseren Ordnung in der Defensive und wirkte mental entschlossen, alles zur Verfügung stehende für den Klassenerhalt in die Waagschale zu werfen. „Wir sind psychisch stabiler geworden und haben konzentrierter gespielt“, begründet Clausen, warum es plötzlich rund lief, sein Team 20 Punkte aus elf Partien sammeln und als Tabellenachter den Klassenerhalt zwei Spieltage vor dem Saisonende perfekt machen konnte. „Die Mannschaft hat hart dafür gearbeitet und sich Respekt bei der Konkurrenz verschafft.“

Im zweiten Jahr wird der FFC Oldesloe kein unbeschriebenes Blatt mehr sein. So geht Clausen zwar von einer schweren Saison aus. „Allerdings wissen auch wir jetzt, was uns erwartet“, meint der Coach, der seinen Weg mit jungen Spielerinnen weitergehen will. Personell sieht er seine Mannschaft gut aufgestellt. Mit Andrea Rehfeldt (TSV Nahe), Friederike Wiener (VfL Lohbrügge), Jacqueline Bleser, Caroline Klingen (beide Duwo 08 Hamburg),Verena Hildebrandt (Bergedorf 85), Bianca Naleppa (Moorburger TSV), Larissa Holland (Hamburger SV), Kristin Engel (Ratzeburger SV), Franziska Koop (TeBe Berlin) und Mareike Eitner (FFV Neubrandenburg) hat der Trainer zehn Neue verpflichtet. „Die Qualität des Kaders haben wir damit gesteigert“, ist Clausen überzeugt, dass die Mannschaft den nächsten Gipfel erklimmen und sich in der 2. Liga etablieren wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.6.2008

 

 

 

25. Mai 2008  - FFC Oldesloe - SV Victoria Gersten

Stadionzeitung FFC Live zum heutigen Spiel:  [...hier]

Joomla templates by a4joomla
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok