FFC Oldesloe

Die Spielzeit 2006/07 – 1. Mannschaft

 

Freitag, 14. Juli 2006

Pokal: FFC Oldesloe gegen Wattenscheid 09

  1. – Die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe treffen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs auf einen Verein mit klangvollem Namen: Die SG Wattenscheid 09, am 3. September im Kurparkstadion Auftaktgegner der Kreisstädterinnen, spielte von 1990 bis 1994 vier Jahre lang in der 1. Bundesliga der Männer. Nun will das Frauenteam des Clubs ins Oberhaus, das die vergangene Saison als Zweitliga-Vierter abschloß und für die bevorstehende Serie den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat. Herausragende Spielerin der Westdeutschen ist Daniela Löwenberg, die gerade mit der U19-Nationalmannschaft in der Schweiz um den Europameistertitel kämpft. Mit Caroline Hamann steht eine weitere Wattenscheider Spielerin für die laufende EM auf Abruf bereit.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 14.7.2006

 

Montag, 24. Juli 2006

Pokal: FFC Oldesloe muß nach Ratzeburg

  1. – Bevor für die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe die neue Fußballsaison beginnt, muß erst noch die vergangene Spielserie abgeschlossen werden. Das wegen Terminschwierigkeiten des Gegners ausstehende Endspiel um den Bezirkspokal gegen den Ratzeburger SV wird am kommenden Sonntag (15 Uhr) in Ratzeburg ausgetragen. Bereits eine Woche später beginnt die erste Bezirkspokalrunde der Saison 2006/07: Am 6. August (15 Uhr) spielt der FFC Oldesloe beim TSV Süsel (Bezirksliga).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 24.7.2006

 

Sonnabend, 29. Juli 2006

Trauriges Ende einer starken Fußballkarriere

Regionalligist FFC Oldesloe muss künftig ohne seine Chefin auf dem Platz auskommen: Nach ihrer schweren Knieverletzung wird Claudia Wenzel nicht mehr auf den Rasen zurückkehren.

Catharina Hasselmann – Das Karriereende ist ein sehr spezieller Moment: Die einen wollen ganz leise gehen. Andere lassen sich mit einem riesigen Spektakel feiern. Eines dürften aber alle Sportler gemeinsam haben: Jeder wünscht sich nach jahrelangem Einsatz einen schönen Abgang, wenn es soweit ist.

Der von Claudia Wenzel kam trotz ihres Alters von 35 Jahren ein bisschen unverhofft, war bitter. Als es am 1.Mai in Burg Gretsch zweimal laut „Knack“ sagte, ahnte die Fußballerin des FFC Oldesloe, was los war. „Ich wollte nach einer Ecke zum Kopfball hochsteigen und mich mit dem rechten Bein abdrücken“, erinnert sie sich. Statt aufwärts ging es aber abwärts: Die Mannschaftsführerin des Regionalliga-Teams sank zu Boden. Von zwei Teamkolleginnen gestützt verließ sie wenig später mit höllischen Schmerzen den Rasen, und wird auch nicht mehr zurückkehren: Die Führungspersönlichkeit, die ganz großen Anteil an der sportlichen Entwicklung des FFC hat, hängt nach 28 Jahren auf dem Platz ihre Fußballschuhe an den Nagel.

„Für mich war schon länger klar, dass ich bei der nächsten Verletzung mit Operation aufhören würde“, sagte sie. Im Osnabrücker Krankenhaus kam nach dem Röntgen die erste ernüchternde Diagnose: Das vordere Kreuzband im Knie war durch, das Innenband gerissen. Zuhause im Norden gab es bei einer Computertomographie die Bestätigung. Mittlerweile ist die Operation überstanden, die Phase der Thrombosestrümpfe war bei der Hitze hart, doch Claudia Wenzel kann längst wieder lachen und plaudert locker über die vergangenen Zeiten.

Beim TSV Bargteheide fing für die gebürtige Berlinerin alles an, bei den Jungs boxte sie sich anfangs durch. Stets begleitet von Manuela Bleck ging es dann über eine Zwischenstation in Eichede (Bezirksliga) ab 1991 zum großen HSV. Zwei Punktrunden kickte Claudia Wenzel in der 1. Bundesliga mit. Sie wollte immer gerne offensiver eingesetzt werden, hatte ihren Job aber als Manndeckerin zu erfüllen. Wie fair sie auf dem Feld war, zeigt die Anzahl ihrer roten Karten: Eine einzige hat sie wegen Handspiels im Laufe der gesamten Karriere gesehen.

Zu den Highlights gehörte definitiv das DFB-Pokalfinale 2001 in Berlin. Der HSV ging beim 0:5 zwar mit Pauken und Trompeten gegen den Überflieger FFC Frankfurt unter, doch das störte Wenzel & Co. wenig. „Wir haben Party gemacht ohne Ende. Der Sprecher hat immer wieder darauf hingewiesen, dass wir verloren haben, aber das störte uns überhaupt nicht.“ Es war ihr letztes großes Fest mit dem Hamburger Team, wenig später packte die Stormarnerin aus zwei Gründen ihre Sachen. Einerseits hatte sie Angst, auf die Bank abgeschoben zu werden. „Der HSV setzte sehr auf die Jugend. Viele Ältere durften trotz guter Leistung nicht spielen“, sagte Wenzel. Andererseits fand sie es verlockend, einen aufstrebenden kleinen Verein wie den FFC zu unterstützen.

In Oldesloe gab sie viel Erfahrung weiter, sorgte für Selbstvertrauen im Team, feierte Aufstiege, schlüpfte nach dem Ausscheiden von Ex-Trainer Reinhard Lindtner sogar für ein halbes Jahr in die Trainerrolle. Über eine Saison in der zweiten Mannschaft wollte die Chefin auf dem Platz nun den Abschied vom Fußball einläuten. „Ich konnte mir nie vorstellen, mein letztes Spiel zu machen. In gewisser Weise hat mir die Verletzung jetzt die ganze Sache erleichtert.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.7.2006

 

NN Juli 2006

FFC Oldesloe – Eintracht Immenbek 4:1

(Freundschaftsspiel)

 

NN Juli 2006

FFC Oldesloe – SV Meddewade Männer 0:6

(Freundschaftsspiel)

 

Sonnabend, 29. Juli 2006

Bezirkspokal

Catharina Hasselmann – Morgen ab 15 Uhr steht der FFC Oldesloe im Finale um den „alten“ Bezirkspokal und trifft im Auswärtsspiel auf den Ratzeburger SV. Die Partie wurde so weit nach hinten gelegt, weil die Gastgeberinnen zuvor um den Aufstieg in die Regionalliga kämpften. „Da sind sie zwar knapp gescheitert, aber ernst zu nehmen ist der Gegner allemal“, sagte FFC-Trainer Michael Clausen, der als klarer Favorit mit seiner Truppe ins Endspiel geht. Für ihn hat die Partie eher Testspielcharakter im Laufe der Vorbereitung, in der er seine Spielerinnen schon ganz schön zum Schwitzen gebracht hat. „Die eine oder andere dürfte schwere Beine haben.“ Freundschaftsspiele gab es bislang zwei: Den niedersächsischen Verbandsligisten Eintracht Immenbek besiegte der FFC mit 4:1. Gegen die Männer des SV Meddewade (B-Klasse) gab es eine 0:6-Niederlage.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.7.2006

 

Sonntag, 30. Juli 2006

Ratzeburger SV – FFC Oldesloe 0:9 (0:4)

(Finale Bezirkspokal)

FFC Oldesloe gewinnt den Bezirkspokal

  1. – Nach zwei Wochen intensiver Vorbereitung auf die kommende Punktspielserie haben die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe endlich auch die vergangene Saison abgehakt, und zwar mit dem Gewinn des Bezirkspokals.

Beim Ratzeburger SV kam das Team von Trainer Michael Clausen im Finale zu einem 9:0 (4:0)-Erfolg.

Wider Erwarten wurde das Pokalfinale gegen den Verbandsliga-Verein eine äußerst einseitige Angelegenheit. „Ich hatte mit mehr Gegenwehr gerechnet“, sagte Clausen. Nach zwölf Minuten war die Begegnung praktisch entschieden, als Janine Kulow einen an ihr selbst verursachten Foulelfmeter souverän zum 3:0 verwandelte. Vorher hatten Denise Steinike (4. Minute) und Gaitana Lippert (7.) getroffen. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff reihte sich Jana Dibbern mit dem Treffer zum 4:0-Pausenstand in die lange Liste der insgesamt neun Torschützinnen ein. Nach Theresa Blum (46.), Kirsten Stahmer (63.) und Svenja Fritz (75.) trafen mit Stefanie Storm (87.) und Vanessa Vonau (90.) noch zwei Neuzugänge des FFC Oldesloe.

Die erst 16 Jahre alte Stefanie Storm wechselte vom TSV Zarpen in die Kreisstadt und hat inzwischen die Freigabe für den Einsatz im Oldesloer Frauenteam erhalten. Vonau kam vom Hamburger SV II. Zuvor hatte sie für den VSG Stapelfeld gespielt.

Bereits am kommenden Wochenende startet der FFC Oldesloe in die neue Saison, und zwar mit dem ersten Schritt auf dem Weg zur Verteidigung des gerade gewonnenen Bezirkspokals. Vier Einheiten hat Clausen bis dahin angesetzt. Am Freitag geht es für drei Tage in ein Trainingslager in der Nähe von Kropp. Von dort aus fährt die Mannschaft direkt zum Erstrundenspiel beim TSV Süsel am Sonntag (Anstoß um 16 Uhr).

Tore: 0:1 Denise Steinike (4.), 0:2 Gaitana Lipppert (7.), 0:3 Janine Kulow (12.), 0:4 Jana Dibbern (40.), 0:5 Theresa Blum (46.), 0:6 Kirsten Stahmer (63.), 0:7 Svenja Fritz (75.), 0:8 Stefanie Storm (87.), 0:9 Vanessa Vonau (90.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 1.8.2006

 

Dienstag, 1. August 2006

Vier Neuzugänge verstärken das Regionalliga-Team von Michael Clausen

cat. – … „Das Team reift immer mehr“, sagte FFC-Trainer Michael Clausen nach dem deutlichen Sieg am Sonntag gegen Ratzeburg und schaut optimistisch der kommenden Punktrunde entgegen, in der das Ziel klar definiert ist: Der FFC peilt nach Platz vier in der vergangenen Saison den Aufstieg in die zweite Bundesliga an.

Sicherlich bleibt abzuwarten, wie gut die junge Truppe den Abgang von Spielmacherin Claudia Wenzel verkraften kann. „Ich wünsche mir, dass jede einzelne mehr Verantwortung übernimmt und die Last auf mehrere Schultern verteilt wird“, so Clausen. Außer Wenzel hat Gina Buchwald die Mannschaft aus beruflichen Gründen verlassen. Sie zieht nach Köln. Torhüterin Marie Jürgensen rutscht in die zweite Mannschaft, da sie wegen ihres Studiums wenig mit dem Team trainieren kann.

Zum FFC stoßen vier neue Gesichter: Keeperin Sarah Feist kommt vom Rivalen TSV Nahe, bei dem es zuletzt viel Unruhe gab. Vanessa Vonau vom Hamburger SV II sorgt für mehr Konkurrenz im offensiven Mittelfeld. Dort wird auch Stefanie Storm zum Einsatz kommen, die zuletzt für den TSV Zarpen am Ball war. „Sie ist ein großes Talent. Beidfüßig, schussstark mit gutem Spielverständnis“, schwärmte Clausen von dem Küken, das gerade erst den 16. Geburtstag feierte. Zu den Oldies zählt mit 24 Jahren Judith Freiling. Sie wechselt vom Hamburger Verbandsligisten Holsatia Elmshorn in die Travestadt und könnte sich in den nächsten Monaten zu einer Führungspersönlichkeit entwickeln. „Sie ist erfahren und schnell, muss sich aber an den erhöhten Trainingsaufwand und die Intensität noch gewöhnen“, sagte Clausen.

Ernst wird es in knapp drei Wochen. Zum Saisonstart empfängt der FFC am 20. August einen der vermutlich härtesten Brocken: MTV Wolfenbüttel ist gerade aus der 2. Liga abgestiegen.

Vor dem offiziellen Beginn kann sich die Clausen-Truppe auf ein Highlight freuen. Sie tritt am Mittwoch, 16. August, gegen das Erstliga-Team des Hamburger SV an. Anpfiff ist um 19 Uhr auf dem Sportplatz am Wendum. „Das wird ein Prüfstein. Danach wissen wir, wie weit wir sind“, sagte Clausen.

STORMARNER TAGHEBLATT vom 1.8.2006

 

Sonntag, 6. August 2006

TSV Süsel – FFC Oldesloe 0:10 (0:7)

(1. Runde Bezirkspokal)

Pokalverteidiger FFC Oldesloe gewinnt 10:0

Günther Bröde – Leichtes Spiel trotz schwerer Beine hatte Pokalverteidiger FFC Oldesloe beim TSV Süsel. Im Anschluss an ein dreitägiges, kräftezehrendes Trainingslager sprang ein souveränes 10:0 (7:0) heraus. Die Torschützinnen waren Gaitana Lippert (4., 25.), Josephine Hinz (14.), Jana Dibbern (24., 39., 57.), Janine Kulow (26.), Desirée Steinike (43.), Bianca Löwenstrom (46.) und Denise Steinike (83.).

Am Sonntag (12.30 Uhr) gastiert der FFC zum Zweitrundenspiel beim TSV Kücknitz.

Tore: 0:1 Gaitana Lippert (4.), 0:2 Josephine Hinz (14.), 0:3 Jana Dibbern (24.), 0:4 Gaitana Lippert (25.), 0:5 Janine Kulow (26.), 0:6 Jana Dibbern (39.), 0:7 Desirée Steinike (43.), 0:8 Bianca Löwenstrom (46.), 0:9 Jana Dibbern (57.), 0:10 Denise Steinike (83.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 9.8.2006

 

Sonntag, 13. August 2006

TSV Kücknitz – FFC Oldesloe 0:12 (0:6)

(2. Runde Bezirkspokal)

  1. – Tore satt gab es im Bezirkspokal-Viertelfinale des FFC Oldesloe beim TSV Kücknitz: Gaitana Lippert (10., 39., 44., 52. Minute), Svenja Fritz (20.), Jana Dibbern (36.), Janine Kulow (42.), Marialiiza Kranz (60.), Josephine Hinz (68.), Desirée Steinike (75., 87.) und Denise Steinike (89.) schossen die Kreisstädterinnen zu einem 12:0 (6:0)-Sieg. Gegner im Halbfinale, für das der Termin noch nicht feststeht, ist der TSV Siems, der sich auf dem heimischen Kunstrasenplatz mit 3:0 (1:0) gegen JuS Fischbek durchsetzte. …

Tore: 0:1 Gaitana Lippert (10.), 0:2 Svenja Fritz (20.), 0:3 Jana Dibbern (36.), 0:4 Gaitana Lippert (39.), 0:5 Janine Kulow (42.), 0:6 Gaitana Lippert (44.), 0:7 Gaitana Lippert (52.), 0:8 Marialiiza Kranz (60.), 0:9 Josephine Hinz (68.), 0:10 Desirée Steinike (75.), 0:11 Desirée Steinike (87.), 0:12 Denise Steinike (89.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 16.8.2006

 

Dienstag, 15. August 2006

FFC: Zur Generalprobe kommt Tina mit dem HSV

Manfred Thomsen/Klaus Unger – … Ehe am kommenden Wochenende auch im Frauenfußball auf allen Ebenen die Punktrunden beginnen, hat der FFC für seine Fans noch einen ganz besonderen Leckerbissen bereit. Morgen erwartet der Regionalligist das Bundesliga-Team des Hamburger SV zu einem Testspiel auf dem Sportplatz am Wendum. Der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr.

Der HSV, der in der neuen Saison mit aller Macht in die Spitzengruppe der Eliteliga aufrücken und den Abstand zu den Ausnahme-Teams Turbine Potsdam und FFC Frankfurt verkürzen will, hat angekündigt, mit bestem Aufgebot nach Oldesloe zu kommen. Mit dabei wird mit Tina Plessen auch eine in Oldesloe bestens bekannte Spielerin sein. Die frühere Jugendnationalspielerin hat in Meddewade und Bad Oldesloe das Fußballspielen erlernt und war bis zum Sommer 2005 beim FFC.

Dann wechselte sie zum KSV Holstein Kiel und wurde dort zur Stammspielerin in der Kieler Zweitliga-Truppe. Jetzt will sie mit dem Wechsel zu den Hamburgerinnen den nächsten Schritt tun und strebt an, auch in der ersten Liga Fuß zu fassen. „Sie wird alles tun, um sich bei uns gut in Szene zu setzen“, ist sich FFC-Coach Michael Clausen sicher.

Gespannt ist der Trainer auch auf Shelley Thomson. Die 19-Jährige zählt zu den hoffnungsvollsten Talenten im deutschen Frauenfußball und hat vor ihrem Wechsel zum HSV in Potsdam gespielt. Und natürlich will sich Clausen mit seinem Team gegen den HSV ordentlich aus der Affäre ziehen, um zu sehen, wo seine Schützlinge vor dem Punktspielstart stehen Denn schon am Sonntag wird es für den FFC mit dem Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel, dann wieder im Kurparkstadion (Anpfiff 15 Uhr), ernst und der Pokal war dafür kein richtiger Test.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.8.2006

 

Mittwoch, 16. August 2006

FFC Oldesloe – Hamburger SV 0:5 (0:3)

(Freundschaftsspiel)

Eine 0:5-Niederlage, die dem FFC Mut macht

Der FFC Oldesloe ist für die am Sonntag beginnende Saison der Regionalliga gerüstet. Den Eindruck jedenfalls hinterließ das Team beim dem 0:5 in Test gegen Erstligist HSV.

Manfred Thomsen – Wenn Fußballtrainer sich nach einem Spiel, dass ihre Mannschaft mit 0:5 verloren hat, den Fragen der Presse stellen, dann sind sie in der Regel je nach Temperament sauer, wütend, enttäuscht oder manchmal auch sarkastisch. Michael Clausen, Coach der Regionalliga-Kickerinnen des FFC Oldesloe, zeigte nach der Niederlage seiner Schützlinge auf dem Sportplatz am Wendum gegen das Bundesliga-Team des Hamburger SV keine der aufgezählten Regungen.

Im Gegenteil: Er war bester Laune und gewann der Vorstellung seiner Mannschaft zahlreiche gute Seiten ab. „Natürlich waren wir nicht so vermessen, uns gegen diesen Gegner eine Siegchance auszurechen. Immerhin ist der HSV in der vergangenen Saison Fünfter in der ersten Liga, also zwei Klassen über uns, gewesen. Aber wir haben uns in jeder Beziehung ordentlich aus der Affäre gezogen,“ gab er als erstes Statement ab.

Und er nannte für diese Einschätzung eine ganze Reihe von Einzelheiten, die ihn zu dieser Einschätzung bewogen. Dabei hatte er vor allem den Vergleich mit einer gegen den HSV im vergangenen Jahr im Auge. „Da haben wird sechs Tore allein in einer Halbzeit kassiert und waren völlig chancenlos. Jetzt haben wir auf allen Gebieten deutliche Verbesserungen gezeigt,“ vermerkte er mit Stolz.

Besonders zufrieden machte ihn, dass seine Elf die Zweikämpfe gegen den übermächtigen Gegner annahm, fast eine halbe Stunde in der Abwehr ein 0:0 hielt und immer wieder versuchte, auch selbst zu konstruktiven Angriffen zu kommen. „Dass die trotz immerhin dreier Chancen durch Janine Kulow, Jana Dibbern und Marialiiza Kranz nicht zum Erfolg führten, war nicht verwunderlich. Denn es ist für meine Spielerinnen eine neue Erfahrung, so früh wie von den HSVerinnen angegriffen zu werden und so wenig Zeit für Ballkontrolle und Spielaufbau zu bekommen. Eine solche Spielweise sind sie aus der Regionalliga nicht gewohnt,“ weiß Clausen.

Er hofft, dass seine Spielerinnen aus solchen Partien lernen, welche Defizite sie in Sachen Tempo, Stabilität, Spielwitz, Raumaufteilung und Robustheit noch aufzuholen haben, um die angepeilten höheren Ziele verwirklichen zu können. Immerhin: Konditionell hielt der FFC mit und brach nicht etwa am Ende ein.

In Reihen des HSV interessierte die geschätzt vielleicht 200 Zuschauer, genauer war das nicht zu eruieren, denn Eintrittsgeld und damit Eintrittskontrollen gab es erstaunlicher Weise nicht, der Auftritt der früheren FFCerin Tina Plessen im HSV-Trikot. Der geriet durchaus beeindruckend. Die aus Meddewade stammende frühere Jugend-Nationalspielerin, hinterließ einen starken Eindruck und gehörte als eine der wenigen, die beim HSV 90 Minuten durchspielten, nicht nur wegen ihres noch immer markant langen Pferdeschwanzes zu den auffälligsten Spielerinnen auf dem Platz.

Tina, die sich freute, mal wieder in Oldesloe zu spielen, sieht ihre Chancen, bei den Hamburgerinnen, zu denen sie nach einem Zwischenjahr als feste Größe beim KSV Holstein Kiel nun auch in der Bundesliga einem Stammplatz ergattern zu können, mit vorsichtigem Optimismus. „Hier herrscht ein harter Konkurrenzkampf, aber ich habe den nötigen Ehrgeiz und will mich unbedingt durchsetzen,“ gibt sie sich zuversichtlich.

Dass sie unter den fünf Torschützen für den HSV nicht zu finden war, war nicht weiter verwunderlich, denn sie zog ihre Kreise in der Innenverteidigung in einer Art Libero-Rolle. Bei einigen wenigen Offensivaktionen deutete sie aber auch ihre Fähigkeiten im Spiel nach vorn an. Die Tore für den HSV erzielten Silva Lone Salander (29.), Shelley Thompson (31.), Friederike Engel (39.), Vanessa Schröer (55.) und Julia Weigel (74.).

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen, Johanna Wöhler, Desirée und Denise Steicke, Mirja Herrmann, Svenja Fritz, Janine Kulow, Bianca Löwenstrom, Gaitana Lippert, Jana Dibbern, Theresa Blum, Stefanie Storm, Josephine Hinz, Marializaa Kranz.

Tore: 0:1 Silva Lone Salander (29.), 0:2 Shelley Thompson (31.), 0:3 Friederike Engel (39.), 0:4 Vanessa Schröer (55.), 0:5 Julia Weigel (74.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.8.2006

 

Sonnabend, 19. August 2006

FFC Oldesloe plant den Aufstieg

Saisonstart in der Regionalliga Nord. Am Sonntag kommt der MTV Wolfenbüttel.

Günther Bröde – … Die (Anm.: aus der Saisonvorbereitung) gewonnenen Erkenntnisse können nur hilfreich sein auf dem Weg in die 2. Liga, denn dort will der FFC Oldesloe auch nach dem Rücktritt des sportlichen Leiters und 2. Vorsitzenden Wolfgang Dibbern spätestens 2008 hin. Wenn es nach Clausen ginge, könnte das Ziel ruhig auch schon in der an diesem Sonntag beginnenden Regionalliga-Saison erreicht werden.

„Besonders die jungen Spielerinnen wie die Zwillinge Desirée und Denise Steinike, Josephine Hinz, Marialiiza Kranz und Theresa Blum haben sich sehr gut weiterentwickelt“, sagt Clausen, freut sich aber auch auf die vom TSV Zarpen gekommene Stefanie Storm. „Ein Riesentalent“, sagt er über die 16-Jährige.

Die entscheidende Frage aber wird sein, ob die Mannschaft den Rücktritt von Claudia Wenzel kompensieren kann, die in den Trainerstab des Vereins wechselte. Der Zweitliga-Absteiger MTV Wolfenbüttel wird diesbezüglich am Sonntag (15 Uhr) im Kurparkstadion gleich ein echter Prüfstein sein.

  • Zugänge: Sarah Feist (TSV Nahe), Stefanie Storm (TSV Zarpen), Vanessa Vonau (Hamburger SV II), Judith Freiling (Holsatia Elmshorn).
  • Abgänge: Claudia Wenzel (Karriereende), Gina Buchwald (beruflich nach Köln), Marie Jürgensen (eigene zweite Mannschaft).
  • Weiter im Kader: Jasmin Dreessen, Sarah Feist, Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Svenja Fritz, Desirée Steinike, Marnie Dibbern, Denise Steinike, Bianca Löwenstrom, Jana Dibbern, Josephine Hinz, Judith Freiling, Stefanie Storm, Nicole Schadwell, Theresa Blum, Marialiiza Kranz, Gaitana Lippert, Janine Kulow, Vanessa Vonau.
  • Trainer: Michael Clausen.
  • Saisonziel: Meisterschaft und Aufstieg.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 19.8.2006

 

Sonntag, 20. August 2006

FFC Oldesloe – MTV Wolfenbüttel 7:0 (2:0)

(1. Punktspiel)

FFC mit Einbahnstraßenfußball zum Erfolg

Furioser Saisonstart für den FFC Oldesloe, der Zweitliga-Absteiger MTV Wolfenbüttel mit 7:0 abkanzelte.

Manfred Thomsen – Als Michael Clausen, Trainer der Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe, nach dem letzten Test (0:5 gegen das Bundesliga-Team des HSV) seiner Schützlinge vor dem Punktspielstart auf den ersten Gegner, den MTV Wolfenbüttel, angesprochen wurde, hatte er noch warnend den Finger gehoben: „Das ist immerhin ein ehemaliger Zweitligist und wegen seiner größeren Erfahrung gegen mein blutjunges Team deshalb natürlich in der Favoritenrolle“, hatte er angemerkt.

Diese Einschätzung aber musste er nach den 90 Minuten im Kurparkstadion gewaltig revidieren, ja, eigentlich sogar ins Gegenteil verkehren. Denn seinen Schützlingen war ein wahrer Traumstart gelungen. Mit 7:0 (2:0) hatten sie die Niedersachsen an die Wand gespielt und nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen.

Sehr zur Freude natürlich auch ihres Coaches, der bei seiner Favoriteneinschätzung auch freimütig eingeräumt hatte, den Gegner nicht zu kennen und deshalb nach „Aktenlage“ zu urteilen. Und die hat sich mittlerweile gewaltig geändert. Denn aus dem Zweitliga-Kader der Wolfenbüttelerinnen sind nach dem Abstieg mit Pauken und Trompeten nur noch sechs Spielerinnen übrig geblieben. Und von denen standen nur vier in der Startelf, die aufgefüllt ist mit Zugängen aus unterklassigen Mannschaften.

„Deshalb darf unser klarer Erfolg auch von niemandem überbewertet werden“, warnt Clausen vor Euphorie und übertriebenen Erwartungen. Aber er empfand natürlich auch Genugtuung: „Toll, wie konsequent meine Mannschaft die Aufgabe gelöst hat.“

Als einziges Manko empfand er, dass es fast eine halbe Stunde dauerte, ehe das FFC-Team seine Überlegenheit mit jeder Menge Chancen auch in eine Führung ummünzen konnte.

Als das Janine Kulow dann endlich in der 29. Minute gelang, war der Bann gebrochen. Und der Zugang aus der Winterpause von Liga-Konkurrent TSV Nahe avancierte zur Matchwinnerin. Denn ihr gelangen noch drei weitere Treffer (44., 46. und 75. Minute). Das Tor zum 2:0, ein Elfmeter nach einem Foul an Gaitana Lippert, war dabei eine besondere Geschichte. Den Strafstoß musste sie gleich drei Mal ausführen, weil sich MTV-Torhüterin Franke bei den ersten Versuchen jeweils zu früh von der Torlinie bewegt hatte. Und da sie jeweils auch noch den Ball wutentbrannt wegschlug, musste sie auch noch vorzeitig zum Duschen.

In die Torschützenliste konnten sich neben Janine Kulow noch Bianca Löwenstrom (70.) und Gaitana Lippert (88.) eintragen. Das 0:4 besorgte der MTV in der 55. Minute per Eigentor selbst. Die Wolfenbüttelerinnen hatten in den 90. Minuten nicht eine einzige Chance und kamen auch nur zu einem Eckball, ein weiteres Indiz für reinrassigen Einbahnstraßenfußball.

Nächster Gegner des FFC ist am kommenden Sonntag die SG Ahlerstedt/Ottendorf. Clausen will sich mit seinem Team erst ganz auf diese Auswärtsaufgabe konzentrieren, ehe dann der Countdown für das DFB-Pokalspiel am 3. September im Kurparkstadion gegen Zweitliga-Meisterschaftsfavorit Wattenscheid anläuft.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Svenja Fritz, Desirée Steinike – Denise Steinike, Bianca Löwenstrom (70. Josephine Hinz) – Jana Dibbern (60. Stefanie Storm) – Janine Kulow, Gaitana Lippert, Theresa Blum (55. Marialiiza Kranz).

Schiedsrichterin: Kim-Jana Trenkner.

Tore: 1:0 Janine Kulow (29.), 2:0 Janine Kulow (44., Foulelfmeter), 3:0 Janine Kulow (46.), 4:0 Eigentor NN (55.), 5:0 Janine Kulow (75.), 6:0 Bianca Löwenstrom (70.), 7:0 Gaitana Lippert (88.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.8.2006

 

Sonnabend, 26. August 2006

FFC Oldesloe muss gegen Ahlerstedt ran

cat. – Nach dem grandiosen 7:0-Auftakt wollen die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe sich morgen die nächsten Punkte sichern. Das erste Auswärtsspiel der Saison steht an, Gegner ist SV Ahlerstedt/Ottendorf. In der vergangenen Punktrunde landeten die Oldesloerinnen in beiden Aufeinandertreffen Siege (2:0, 1:0). Nicht nur deshalb wird Ahlerstedt/Ottendorf heiß auf den FFC sein. Im Gegensatz zu den Gästen hatten die Spielerinnen aus Niedersachsen keinen guten Start vor einer Woche: Sie zogen gegen Aufsteiger VfL Oythe mit 1:3 den Kürzeren und müssen nun punkten, um schnell wieder vom Tabellenende wegzukommen.

FFC-Coach Michael Clausen geht dennoch mit einem guten Gefühl auf Reisen. Fehlen wird in seinem Team nur Jana Dibbern.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.8.2006

 

Sonntag, 27. August 2006

SV Ahlerstedt/Ottendorf – FFC Oldesloe 0:0

(2. Punktspiel)

FFC mit einem Punkt zufrieden

Mit einem torlosen Remis endete das Regionalliga-Spiel des FFC Oldesloe in Ahlerstedt.

cat/un. – Die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe sind in ihrem zweiten Saisonspiel nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Beim SV Ahlerstedt/Ottendorf gelang dem Team von Trainer Michael Clausen kein einziger Treffer, die Oldesloer Defensive ließ jedoch auch keinen zu. „Man muss auch mal mit einem 0:0 zufrieden sein. Meine Mädels haben alles versucht. Ihnen ist kein Vorwurf zu machen“, sagte der Coach.

Die Haare wird er sich während der Auswärtspartie dennoch mehrmals gerauft haben, zwei dicke Chancen hatte seine Mannschaft. In der 25. Minute verzog Janine Kulow aus zwölf Metern Distanz. Kurz vor Schluss tauchte Theresa Blum allein vor der gegnerischen Torhüterin auf, und wollte es zu genau machen: Sie schob den Ball an der langen Ecke vorbei. „Wir müssen aber froh sein, kein Tor kassiert zu haben. Ahlerstedt stand nicht nur in der Defensive sehr gut, sondern war vorne auch zwei Mal richtig gefährlich“, sagte Clausen.

In der Regionalliga hat bislang nur TV Jahn Delmenhorst seine beiden Spiele gewonnen und ist Tabellenführer. FFC Oldesloe liegt mit vier Zählern auf Rang zwei.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Svenja Fritz, Desirée Steinike, Denise Steinike, Bianca Löwenstrom (60. Stefanie Storm), Josephine Hinz, Janine Kulow (46. Marialiiza Kranz), Gaitana Lippert, Theresa Blum.

Schiedsrichterin: Sandra Pansch.

Tore: Fehlanzeige.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.8.2006

 

Sonnabend, 2. September 2006

FFC-Frauen hoffen auf eine Pokal-Sensation

In der ersten Runde des DFB-Pokals ist morgen Zweitliga-Titelfavorit Wattenscheid Gast im Kurparkstadion

mth. – Auf die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe wartet zwei Wochen nach dem Start in die neue Punktspielsaison ein ganz besonderer sportlicher Leckerbissen: In der ersten Runde des DFB-Pokals hat das Team von Trainer Michael Clausen am Sonntag um 14 Uhr im Kurparkstadion die SG Wattenscheid 09 zu Gast.

„Wir können in diesem Spiel nur positive Erfahrungen machen. Für meine jungen Spielerinnen ist ein solches Spiel eine ganz tolle Erfahrung, aus der sie, egal wie die Partie am Ende ausgeht, viel lernen können“, sieht Clausen der Partie zugleich mit großer Spannung, aber auch mit einer gehörigen Portion Gelassenheit entgegen.

Die Favoritenrolle, und damit steht er nicht allein, sieht er eindeutig beim Gegner aus dem Ruhrpott. Der geht in seine zweite Saison in der 2. Bundesliga und gilt dort, auch nach eigenem Selbstverständnis, als Meisterschaftsfavorit und heißer Aufstiegskandidat in die erste Liga.

Bei den Wattenscheidern wird Frauenfußball in professionellem Umfeld betrieben. Cheftrainerin Tanja Schulte steht ein Kader mit 28 Spielerinnen zur Verfügung. Entsprechend ihren eigenen hohen Erwartungen haben sie in der Saisonvorbereitung überwiegend mit Erstligisten die Kräfte gemessen. Dabei hatten sie zuletzt gegen den FFC 2001 Duisburg mit 1:5 das Nachsehen, bewegten sich, so das Urteil ihrer zufriedenen Trainerin, mit dem Gegner durchaus auf Augenhöhe.

Die sieht dementsprechend einen Sieg in Bad Oldesloe auch als absolute Pflicht an. Auf die leichte Schulter indes will sie den FFC nicht nehmen. „Wir haben gehört, dass in Oldesloe eine starke, entwicklungsfähige Mannschaft heranwächst, die wir deshalb durchaus ernst nehmen“, kündigt sie an, in die morgige Partie auf jeden Fall in Bestbesetzung anzutreten.

Ein wenig Bammel hat man in Wattenscheid allerdings vor der langen Anfahrt. Bereits morgens um 6.30 Uhr trifft sich das Team und reist nach gemeinsamem Frühstück in Richtung Norden. Dass die Spielerinnen dann nach gut 400 Kilometern Busfahrt die Reisestrapazen nicht so mir nichts dir nichts abschütteln können, ist sicher eine der Außenseiterchancen für den FFC.

„Wir können unbeschwert aufspielen, müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren. Dann haben wir vielleicht sogar eine Chance. Schließlich ist im Pokal immer alles möglich“, schließt Michael Clausen eine Sensation nicht aus. Er baut dabei natürlich auch auf Unterstützung der Fans, die er zahlreich im Kurparkstadion erwartet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.9.2006

 

Sonntag, 3. September 2006

FFC Oldesloe – Wattenscheid 09 7:8 n.E.

(1. DFB-Hauptrunde)

FFC-Frauen scheitern erst im Elfmeter-Krimi

Für die Fußballerinnen des FFC Oldesloe kam das Pokal-Aus in der ersten Runde auf DFB- Ebene: Nach einem hochdramatischen Spiel verlor der Regionalligist erst nach Verlängerung und Elfmeterschießen mit 7:8 gegen das Zweitliga-Team der SG Wattenscheid 09.

Manfred Thomsen – Es hat nicht sollen sein: Die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben um Haaresbreite eine Pokal-Sensation verpasst. Gegen Zweitligist SG Wattenscheid 09 führte das Team von Trainer Michael Clausen in der ersten Runde des DFB-Pokals Sekunden vor Schluss der Verlängerung mit 3:2, kassierte dann aber doch noch den Ausgleich und hatte anschließend im Elfmeterschießen mit 7:8 (3:3; 2:2;1:1) das Nachsehen.

Klar, dass die Oldesloerinnen nach dem Abpfiff die Köpfe hängen ließen. Wie vor zwei Jahren, als sie erstmalig die Hauptrunde im Pokal erreicht hatten, lieferten sie einem klassenhöheren Gegner im Kurparkstadion einen grandiosen Kampf. Aber zum ganz großen Durchbruch fehlte ihnen wieder ein Quäntchen Glück: Damals als Verbandsligist den Regionalliga-Team von TuS Köln, dem man mit 2:4 in der Verlängerung. Dieses Mal als Regionalligist dem Zweitliga-Team aus dem Ruhrpott, das in der letzten Saison nur haarscharf am Bundesliga-Aufstieg vorbeischrammte und in der neuen Saison Meisterschaftsfavorit in Liga zwei ist, sogar noch ein Stück knapper und unglücklicher.

Aber so verständlich die sportliche Trauer beim FFC auch ist: Die Mannschaft hat allen Grund, erhobenen Hauptes aus dem Pokalspiel zu gehen und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Tanja Schulte, die Trainerin der Wattenscheiderinnen brachte das mit einem Riesenkompliment für den FFC auf den Punkt: „Es war ein tolles Spiel von beiden Seiten und ein packender Pokalfight, der sicher nicht nur mich Nerven gekostet hat. Wir mussten viel Moral an den Tag legen, die uns als Team sicher zusammengeschweißt hat. Aber ich lege mich fest: In unserer Liga wäre Oldesloe kein Kandidat für den unteren Bereich.“

Das müsste dem FFC Wasser auf seine Mühlen sein. Schließlich haben die Verantwortlichen den Aufstieg in die 2. Bundesliga als Ziel für diese Saison ausgegeben. In der Verfassung des Pokalspiels ist das alles andere als eine utopische Vorstellung.

Der Spielverlauf bis zur Entscheidung liest sich wie ein Krimi. Zunächst konnte die Partie erst mit zehnminütiger Verzögerung angepfiffen werden. Grund: Der Gast war auf seiner sechsstündigen (!) Anfahrt in einen Stau geraten und kam erst verspätet im Kurparkstadion an.

Trotzdem hatten die Wattenscheiderinnen den besseren Start. Der Favorit ging nach sechs Minuten durch Jeanette Götte in Führung. Aber davon ließen sich die Oldesloerinnen nicht schocken. Sie fighteten entschlossen zurück und waren, nachdem der Gast in der 10. Minute durch Jennifer Ninaus einen Elfmeter vergeben hatte, auf Augenhöhe mit der SG. Folge: Gaitana Lippert gelang in der 39. Minute der umjubelte Ausgleich.

Auch die neuerliche Führung des Zweitligisten unmittelbar nach Wiederanpfiff durch Carolin Dej warf die Stormarnerinnen nicht aus der Bahn. Mit großartigem Kampfgeist suchte der FFC seine Chance. Spielerisch gelang ihm zwar nicht mehr viel, aber die SG versäumte es, nun energisch nachzusetzen.

Die Ausdauer der Oldesloerinnen wurde zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit belohnt: Nach einem Foul an Gaitana Lippert verwandelte Marialiiza Kranz den fälligen Strafstoß zum 2:2 und schoss ihre Elf damit in die Verlängerung. „Dass wir unsere 2:1-Führung nicht über die Zeit bringen konnten, ist der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen kann“, kommentierte das die Gäste-Trainerin. Michael Clausen sah das natürlich aus ganz anderem Blickwinkel: „Wir haben ein Riesenspiel gemacht und ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Und für die sollte es noch besser kommen. Denn Janine Kulow brachte den FFC in der 97. Minute sogar mit 3:2 in Führung. Nun sprach eigentlich alles für den Außenseiter, denn Wattenscheid spielte in der Verlängerung permanent in Unterzahl, bisweilen gar mit nur neun Spielerinnen. Nadija Inan schied verletzt ganz aus und Mirja Möller musste lange außerhalb des Platzes behandelt werden. Sein Auswechselkontingent hatte der Gast da schon längst ausgeschöpft.

Aber er kämpfte mit dem Mute der Verzweiflung weiter und kam Sekunden vor dem Abpfiff durch Carolin Dej doch noch zum 3:3. „Dieser Gegentreffer war völlig überflüssig. Meine Spielerinnen wollten den Ball ins Aus spielen, weil eine Gegnerin am Boden lag, kamen aber gar nicht ans Spielgerät. Wattenscheid spielte indessen weiter und gleich vier Abwehrspielerinnen von uns wagten es aus Furcht vor einem Elfmeter nicht, Jennifer Ninaus, die den Treffer vorbereitete, anzugreifen“, schildert Clausen das Verhängnis.

Damit war ein Elfmeterschießen nötig geworden. Auch das ließ an Spannung nichts zu wünschen übrig. Wohl aber das Ergebnis des „Shoot-Out“, wenigstens aus Sicht des FFC. Während auf Wattenscheider Seite alle Schützinnen (Ninaus, Walter, van den Berg, Israel, Götte) trafen, leistete sich bei den Stormarnerinnen, die vorlegten, ausgerechnet Janine Kulow, bislang erfolgreichste FFC-Torjägerin in dieser Saison, als vierte Schützin einen Fehlschuss. So reichten die Treffer von Svenja Fritz, Stefanie Storm, Marialiiza Kranz und Gaitana Lippert nicht, um die Sensation zu bewerkstelligen.

Statt grenzenlosem Jubel war beim FFC und den 350 Zuschauern Frust und Enttäuschung angesagt. Gefühle, aus denen bald Stärke und Selbstvertrauen erwachsen sollten, denn das blutjunge Team von Coach Michael Clausen hat sich mehr als nur gut aus der Affäre gezogen.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Svenja Fritz, Desirée Steinike, Denise Steinike (70. Stefanie Storm), Bianca Löwenstrom (55. Janine Kulow), Josephine Hinz, (46. Jana Dibbern), Gaitana Lippert, Theresa Blum.

SG Wattenscheid 09: Frederike Bittner, Carmen Israel, Mira Möller, Daniela Löwenberg (83. Sabrina Kleifges), Jennifer Ninaus, Jana Walter, Jennifer Manzer (80. Andrea Martini), Jeanette Götte, Carolin Dej, Silke van den Berg, Caro Hamann (65. Nadija Inan).

Tore: 0:1 Jeanette Götte (6.), 1:1 Gaitana Lippert (39.), 1:2 Carolin Dej (NN), 2:2 Marialiiza Kranz (88., Foulelfmeter), 3:2 Janine Kulow (97.), 3:3 Carolin Dej (119.).

Elfmeterschießen: Jennifer Ninaus, Jana Walter, Silke van den Berg, Carmen Israel, Jeanette Götte verwandelten für Wattenscheid; Svenja Fritz, Stefanie Storm, Marialiiza Kranz, Gaitana Lippert waren, bei einem Fehlschuss von Janine Kulow, für Oldesloe erfolgreich.

Besonderes Vorkommnis: Jennifer Ninaus (Wattenscheid/10.) vergab einen Elfmeter.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.9.2006

 

Sonntag, 10. September 2006

VfL Oythe – FFC Oldesloe 1:6 (1:3)

(3. Punktspiel)

Oldesloe beim 6:1 in Oythe kaum gefordert

Mirko Rychlik – Die Fußballfrauen des FFC Oldesloe (Regionalliga) hatten trotz des klaren 6:1 (3:1) beim VfL Oythe nur wenig Grund zur Freude. Denn nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel, und am kommenden Sonntag werden auf eigener Anlage gegen den Tabellendritten TV Jahn Delmenhorst mit Abwehrchefin Svenja Fritz und Torjägerin Gaitana Lippert zwei ganz wichtige Spielerinnen fehlen.

Fritz verletzte sich in Oythe in der 35. Minute. „Wahrscheinlich ein Bänderriss“, so die Mutmaßung von Trainer Michael Clausen. Damit würde die kopfballstarke Verteidigerin sogar für längere Zeit ausfallen. Angreiferin Lippert, mit drei Treffern in Oythe wie so häufig erfolgreichste Torschützin der Kreisstädterinnen, ist dagegen beruflich verhindert. Die Auszubildende hält sich am kommenden Wochenende auf einer Messe in England auf. Überdies ist fraglich, ob Abwehrspielerin Mirja Herrmann, die zuletzt wegen einer Leistenzerrung pausieren musste, rechtzeitig wieder fit wird. Clausen: „Das trübt schon ein wenig die Freude über den Sieg.“

Dieser hätte noch höher ausfallen können, wenn nicht Lippert nach ihren Toren in der 30., 37. und 62. Minute noch zweimal die Querlatte und Marialiiza Kranz statt gegen den Pfosten ins Tor getroffen hätte. Zwei Treffer gelangen Theresa Blum (9., 74.). den Schlusspunkt setzt Denise Steinike (89.). „Wir waren haushoch überlegen und fast ständig im Ballbesitz“, sagte der Coach.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Denise Steinike, Svenja Fritz (35. Josephine Hinz), Desirée Steinike – Marialiiza Kranz, Stefanie Storm (60. Vanessa Vonau), Bianca Löwenstrom, Theresa Blum – Gaitana Lippert, Janine Kulow.

Schiedsrichterin: Katharina Menke.

Tore: Theresa Blum (9.), Gaitana Lippert (30.), Gaitana Lippert (37.), Gaitana Lippert (62.), Theresa Blum (74.),

Denise Steinike (89.) für Oldesloe sowie NN für Oythe.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 12.9.2006

 

Freitag, 15. September 2006

Pokal: FFC muss nach Kiel

söb. – Der Titelverteidiger FFC Oldesloe trifft in der ersten Runde des Landespokal-Wettbewerbs der Frauen auswärts auf die SG Russee/VfB Kiel (Bezirksliga Ost). Spieltermin ist Dienstag, 3. Oktober (15 Uhr). In der zweiten Runde würde das Regionalligateam von Trainer Michael Clausen am 10. oder 17. Dezember auf den Sieger der Partie TSV Klausdorf (Bezirksliga Ost) gegen den TSV Friedrichsberg (Bezirksliga Nord) treffen. Die Halbfinals sind für den 14. März geplant, das Endspiel soll am 17. Mai ausgetragen werden.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 15.9.2006

 

Sonntag, 17. September 2006

FFC Oldesloe – TV Jahn Delmenhorst 3:0 (1:0)

(4. Punktspiel)

Der FFC Oldesloe schießt sich an die Tabellenspitze

3:0-Sieg gegen Jahn Delmenhorst. Jetzt wird es für die Elf von Trainer Clausen ernst: Nächster Gegner ist

der punktgleiche Verfolger TSG Burg Gretesch.

Günther Bröde – „Wenn es ganz dumm läuft, spielen wir nur unentschieden. Wir lassen einfach immer noch zu viele Chancen liegen“, klagte FFC Oldesloes Trainer Michael Clausen nach dem 3:0 (1:0) gegen Jahn Delmenhorst. Der Heimsieg gegen die Gäste aus Niedersachsen war nämlich keine so klare Angelegenheit, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Um die drei Punkte, die den Kreisstädterinnen die Tabellenführung in der Regionalliga der Frauen bescherten, musste lange gezittert werden.

Genau gesagt bis zur 80. Minute, als die aufgerückte Abwehrspielerin Denise Steinike das erlösende 2:0 erzielte. Vorangegangen war eine Schrecksekunde für den FFC Oldesloe, weil Torfrau Jasmin Dreessen den Ball fallen ließ und somit dem Gegner beinahe das 1:1 ermöglicht hätte. „Bis dahin stand das Spiel auf des Messers Schneide“, sagte Clausen.

Völlig unnötig, weil es Theresa Blum und Janine Kulow jeweils nach Vorarbeit von Gaitana Lippert versäumten, die knappe 1:0-Führung von Marialiiza Kranz aus der 3. Minute noch vor der Pause auszubauen.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Kranz traf nur die Querlatte, Blum trat drei Meter vor dem gegnerischen Tor unbedrängt am Ball vorbei. Den Konter zum 2:0 leitete die zuvor eingewechselte Stefanie Storm ein. Das 3:0 erzielte zwei Minuten vor Schluss Gaitana Lippert, die wider Erwarten doch spielen konnte, weil sich ein vorgesehener Auslandsaufenthalt verschoben hatte.

Während Svenja Fritz wegen eines doppelten Bänderrisses noch einige Wochen ausfällt, hofft Clausen für die Auswärtspartie am kommenden Sonntag bei der TSG Burg Gretesch wieder auf die Rückkehr von Jana Dibbern, bei der ein Bluterguss eine Lymphdrüsenentzündung ausgelöst hatte. Der Begegnung mit dem punktgleichen Tabellenzweiten kommt eine richtungweisende Bedeutung zu.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Denise Steinike, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Marialiiza Kranz, Josephine Hinz, Bianca Löwenstrom (60. Stefanie Storm), Theresa Blum, Janine Kulow (70. Vanessa Vonau), Gaitana Lippert.

Schiedsrichterin: Annika Hobst.

Tore: 1:0 Marialiiza Kranz (3.), 2:0 Denise Steinike (80.), 3:0 Gaitana Lippert (88.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 19.9.2006

 

Sonnabend, 23. September 2006

FFC tritt zum Topspiel an

cat. – In der Regionalliga der Frauen kommt es morgen zum Spitzenspiel: Tabellenführer FFC Oldesloe muss in Burg Gretsch antreten (15 Uhr). Beide Mannschaften konnten bislang meist jubeln: Sie fuhren je drei Siege und ein Unentschieden ein. Im direkten Vergleich hatte im vergangenen Jahr zwei Mal der FFC die Nase vorne, und auf einen Erfolg hofft Trainer Michael Clausen auch jetzt wieder.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.9.2006

 

Sonntag, 24. September 2006

TSG Burg Gretesch – FFC Oldesloe 0:4 (0:2)

(5. Punktspiel)

FFC Oldesloe jetzt alleiniger Erster

Günther Bröde – Nach dem 4:0 (2:0) im Regionalliga-Gipfeltreffen bei der bis dahin punktgleichen TSG Burg Gretesch sind die Fußballerinnen des FFC Oldesloe jetzt alleiniger Tabellenführer. Doch nicht nur das: Auch auf die nächsten Verfolger SV Lurup und Mellendorfer TV haben die Kreisstädterinnen ihren Vorsprung um zwei Punkte vergrößert, weil beide Teams im direkten Vergleich 0:0 spielten.

„Wir waren spielerisch, taktisch und kämpferisch eindeutig überlegen“, sagte Oldesloes Trainer Michael Clausen nach der ersten richtigen Standortbestimmung dieser Saison. Bemerkenswert auch die Höhe des Erfolgs: Die Hannoveranerinnen hatten bis dahin in vier Ligaspielen erst einen Gegentreffer zugelassen. Clausen: „Spätestens nach dem 2:0 war der Gegner ruhig gestellt.“ Es war in der 38. Minute der erste von insgesamt drei Treffern, die Gaitana Lippert erzielte. Zum 1:0 hatte Stefanie Storm getroffen (25. Minute).

Schade, dass gerade jetzt wegen des U20-Länderpokalturniers (30. September bis 3. Oktober in Duisburg) eine Spielpause bevorsteht. Vom FFC Oldesloe vertreten Denise und Desirée Steinike, Marialiiza Kranz und Stefanie Storm die Farben des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands. Theresa Blum steht zudem auf Abruf bereit. Svenja Fritz musste wegen ihrer Verletzung (doppelter Bänderriss), die sie wohl noch drei bis vier Wochen außer Gefecht setzen wird, absagen.

Die für den 3. Oktober geplante Erstrundenpartie im Landespokalwettbewerb bei der SG Russee/VfB Kiel wurde auf Sonntag, 5. November (14 Uhr), verlegt.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler (80. Judith Freiling), Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike, Marialiiza Kranz, Stefanie Storm, Bianca Löwenstrom (55. Josephine Hinz), Theresa Blum, Janine Kulow (70. Vanessa Vonau), Gaitana Lippert.

Schiedsrichterin: Imke Somberg.

Tore: 0:1 Stefanie Storm (25.), 0:2 Gaitana Lippert (38.), 0:3 Gaitana Lippert (55.), 0:4 Gaitana Lippert (75.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 27.9.2006

 

Sonntag, 8. Oktober 2006

FFC Oldesloe – TuS Büppel 6:0 (3:0)

(6. Punktspiel)

Lippert lässt Büppel verzweifeln

Souverän tritt der FFC Oldesloe weiterhin in der Regionalliga auf. Gegen TuS Büppel gewannen die Frauen mit 6:0. Gaitana Lippert schoss davon fünf Tore.

cat/un. – Michael Clausen muss schon im Vorwege etwas gespürt haben. So ruhig wie im Spiel seiner FFC-Fußballerinnen gegen den TuS Büppel hat man den Regionalliga-Coach selten gesehen. Er saß auf der Bank, ließ mal den einen oder anderen Kommentar ab, ohne sonderlich laut zu werden. Vielleicht ahnte er, wie gut seine Truppe drauf ist: Von Beginn an setzte der Tabellenführer den Gast aus Niedersachsen unter Druck und suchte den Erfolg. Der Sieg fiel mit 6:0 (3:0) mehr als deutlich aus.

Lediglich nach dem 1:0 (9.) war TuS Büppel für kurze Zeit auf Tuchfühlung, weil die Oldesloerinnen sich taktisch nicht immer clever verhielten: Im Mittelfeld war Büppel häufig in der Überzahl und konnte gefährliche Pässe schlagen. Bei einem Pfostenschuss hatte der FFC Glück. „Marialiiza Kranz hat den Ball noch abgelenkt, sonst wäre er drin gewesen. Sie hat insgesamt als Mittelfeldspielerin sehr gut nach hinten mitgearbeitet“, lobte Clausen. Danach klärte Keeperin Jasmin Dreessen eine weitere brenzliche Situation. Mit dem 2:0 (25.) von Janine Kulow, dem einzigen Tor, das nicht die überragende Gaitana Lippert schoss, wurde die Partie wieder einseitig. Dementsprechend gefällig konnte Michael Clausen klatschen, als seine Goalgetterin den Ball immer wieder in die gegnerischen Maschen bugsierte (40./65./73./85.). „Sie ist momentan unglaublich stark, profitiert aber auch von der gesamten Mannschaftsleistung“, sagte Clausen.

Die nächste Hürde auf dem Weg in die 2. Bundesliga ist für den FFC sportlich nicht hochbrisant, aber irgendwie doch etwas Besonderes: Die Clausen-Truppe muss Sonntag zum Schleswig-Holstein-Derby nach Nahe, Anpfiff ist um 14 Uhr. Das Team um Marcia Merchant befindet sich momentan im Umbruch, und musste am Wochenende einen Schock wegstecken. Das Spiel des TSV Nahe in Ahlerstedt/Ottendorf wurde nach einer Verletzung von Mittelfeldspielerin Jennifer Schult in der 29. Minute abgebrochen. Sie kam nach einem Zweikampf mit dem Rettungswagen ins Buxtehuder Krankenhaus. „Zum Glück ist es ,nur’ ein Haarriss im linken Knöchel mit einer starken Prellung. Es hätte etwas viel Schlimmeres sein können. Mit dieser Verletzung fällt Jennifer aber auch sechs bis acht Wochen aus“, sagte Thorsten Lüdemann, Pressesprecher des TSV Nahe. Ob die Begegnung wiederholt wird oder zu Gunsten der Ahlerstedterinnen in die Wertung geht, ist bislang noch nicht entschieden.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike, Marialiiza Kranz, Stefanie Storm (60. Bianca Löwenstrom), Josephine Hinz, Theresa Blum (70. Vanessa Vonau), Gaitana Lippert, Janine Kulow.

Schiedsrichterin: Mirjam Volkmann.

Tore: 1:0 Gaitana Lippert (9.), 2:0 Janine Kulow (25.), 3:0 Gaitana Lippert (40.), 4:0 Gaitana Lippert (65.), 5:0 Gaitana Lippert (73.), 6:0 Gaitana Lippert (85.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.10.2006

 

Sonntag, 15. Oktober 2006

TSV Nahe – FFC Oldesloe 2:3 (2:1)

(7. Punktspiel)

Clausen: „Mein Team hat sich selbst aus dem Sumpf gezogen“

cat. – Vor dem Holstein-Derby des FFC Oldesloe beim TSV Nahe hatte Michael Clausen sich relativ gelassen gegeben. Der Fußballtrainer des Regionalliga-Tabellenführers sah keine besondere Brisanz in der Partie, Nahe befindet sich im Umbruch. Davon war jedoch auf dem Platz wenig zu merken: Lippert & Co. trafen auf ein energisch kämpfendes Team, verließen nach 90 Minuten aber als glücklicher Sieger den Platz. Die Partie endete 3:2 (1:2).

Viele der 230 Zuschauer bekamen anfangs den Eindruck, als würde es ein Spaziergang für den FFC werden. Die ersten zehn Minuten zeigten die Oldesloerinnen „Power-Play“ pur, die Ex-Naherin Janine Kulow schoss gegen ihren alten Club das 1:0 (4.). Der Biss ging beim TSV Nahe mit dem frühen Gegentor nicht verloren, im Gegenteil: Die Spielerinnen nahmen den Kampf hundertprozentig an, wurden mutiger, kamen besser in Gange und übernahmen immer mehr die Regie. „Die Psychologie hat eine große Rolle gespielt. Für viele meiner Mädchen ist Nahe immer noch ein Angstgegner, obwohl die Mannschaft nicht mehr dieselbe ist wie im Vorjahr. Das steckt trotzdem in den Köpfen drin“, sagte Clausen. Während der FFC immer mehr seine Linie verlor und nur noch reagierte statt zu agieren, kam Nahe zu zwei Toren: Edvina Gara hob den Ball mit Gefühl über FFC-Keeperin Jasmin Dreessen (23.). Larissa Holland sorgte für die TSV-Führung (25.). „Die war zur Halbzeit auch völlig verdient“, sagte Clausen, der in der Kabine einen Monolog hielt. Ihm gelang es, seine FFCerinnen wieder auf ihre Stärke zu besinnen: das Fußballspielen. Wie ausgewechselt trat die Mannschaft nach der Pause auf, hatte etwa 80 Prozent der Spielanteile und bog zum ersten Mal in dieser Saison eine Begegnung noch um. Beim TSV Nahe schwanden die Kräfte im Laufe der Zeit immer mehr. Janine Kulow traf zum 2:2 (49.), Marialiiza Kranz erzielte den 3:2-Endstand (59.). „Es war ein glücklicher, aber verdienter Sieg. Mein Team hat sich selbst aus dem Sumpf gezogen“, sagte Clausen stolz. Generell zufrieden zeigten sich auch die Verantwortlichen des Gastgebers: „Ich bin von dem Spiel positiv überrascht“, sagte der Naher Pressesprecher Thorsten Lüdemann.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Desirée Steinike, Denise Steinike, Vanessa Vonau (46. Josephine Hinz), Marialiiza Kranz, Bianca Löwenstrom, Theresa Blum, Gaitana Lippert, Janine Kulow.

Schiedsrichterin: Diana Peschke.

Tore: 0:1 Janine Kulow (4.), 1:1 Edvina Gara (23.), 2:1 Larissa Holland (25.), 2:2 Janine Kulow (49.), 2:3 Marialiiza Kranz (59.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.10.2006

 

Sonntag, 22. Oktober 2006

FFC Oldesloe – FSG Twist 5:0 (1:0)

(8. Punktspiel)

45 Minuten ohne Feuer

Tabellenführer FFC Oldesloe tat sich in der Regionalliga gegen Schlusslicht FSG Twist lange schwer. Endstand: 5:0 (1:0).

Catharina Hasselmann – Wer erst zur zweiten Halbzeit des Regionalliga-Spiels zwischen FFC Oldesloe und FSG Twist am Kurparkstadion ankam, wusste sofort von Michael Clausens schlechter Laune. Aus der Kabine in Richtung Parkplatz war seine laute Stimme eindeutig zu erkennen. 1:0 gegen den Tabellenletzten zur Pause war dem Fußballtrainer viel zu wenig. „Natürlich ist es schwierig, wenn der Gegner mit zehn Spielerinnen tief steht und eine vorne auf einen langen Ball wartet. Aber trotzdem kann man entschlossener zur Sache gehen“, kritisierte er. Einer der Lichtblicke im ersten Durchgang war der Treffer von Denise Steinike (25.). „Wir hätten Twist aber mehr in die Schranken weisen müssen“, so Clausen.

Die zweite Halbzeit war für den Coach dann okay. Seine Mädels haben wieder Fußball gespielt, wachten auf, wenn auch spät. Desirée Steinike, die anfangs noch im Mittelfeld gespielt hatte und später in die Viererkette kam, schoss das 2:0 (53.). „Sie mutiert von der Außenverteidigerin zur Außenstürmerin, und das zu kontrollieren ist für den Gegner schwer. Eigentlich steht gar keine Gegenspielerin für sie zur Verfügung“, erklärte Clausen. Er konnte nach dem Donnerwetter in der Kabine auch wieder lächeln, als Marialiiza Kranz (59./72.) und Mirja Herrmann (65.) den Erfolg in die gewöhnlichen FFC-Dimensionen zum 5:0-Endstand hoch schraubten. Während der Großteil der Oldesloerinnen im zweiten Abschnitt rackerte, hatte eine Spielerin einen ruhigen Nachmittag. Keeperin Jasmin Dreessen musste nur bei drei Rückgaben aktiv werden. „Twist kam zu keinem einzigen Torschuss“, sagte Clausen.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann (78. Ricarda Wichert), Denise Steinike, Judith Freiling (46. Storm), Marialiiza Kranz, Bianca Löwenstrom, Josephine Hinz, Desirée Steinike, Janine Kulow, Gaitana Lippert (60. Vanessa Vonau).

Schiedsrichterin: Nadine Lange.

Tore: 1:0 Denise Steinike (25.), 2:0 Desirée Steinike (53.), 3:0 Marialiiza Kranz (59.), 4:0 Mirja Herrmann (65.), 5:0 Marialiiza Kranz (72.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.10.2006

 

Sonnabend, 28. Oktober 2006

Zum Duell beim Verfolger

FFC-Frauen in Lurup

cat. – Die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe führen die Tabelle an, und das wird sich auch nach diesem Wochenende nicht ändern. Obwohl es zum Topspiel gegen Verfolger Lurup kommt, kann die Elf von Trainer Michael Clausen selbst bei einer Niederlage nicht überholt werden. Der FFC hat bereits 22 Punkte nach acht Spielen, Lurup bringt es lediglich auf 18.

Trotzdem will der Oldesloer Trainer mit seinem Team auswärts natürlich gewinnen. „Das wird sicherlich nicht ganz einfach“, sagte Clausen, der sich unter anderem über den Ausgang der vorangegangenen Luruper Partie in Ahlerstedt (4:0) wunderte: „Das Team spielt als Aufsteiger bislang eine ganz starke Saison.“ Für den Coach und seine Frauen wird es morgen um 14 Uhr ernst.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.10.2006

 

Sonntag, 29. Oktober 2006

SV Lurup – FFC Oldesloe 0:3 (0:1)

(9. Punktspiel)

3:0 in Lurup. FFC Oldesloe auf dem Weg in die 2. Bundesliga

Jetzt ist der Aufstieg Pflicht

Nach dem Sieg beim Verfolger hat die Mannschaft von Trainer Michael Clausen einen Vorsprung von sieben Punkten.

Günther Bröde – Keine Frage, das war ein großer Schritt in Richtung Aufstieg. Im Spitzenspiel der Regionalliga setzten sich die Fußballerinnen des FFC Oldesloe mit 3:0 (1:0) bei Verfolger SV Lurup durch, vergrößerten damit ihren Vorsprung auf sieben Punkte. Der Verein darf getrost für die 2. Bundesliga planen.

Trotz des klaren Ergebnisses stand der Erfolg dennoch zweimal auf der Kippe. Nach dem glücklichen 1:0 von Theresa Blum (3. Minute), Lurups Torfrau Vanessa Karlsdorf lenkte den Schuss der Oldesloerin ins eigene Tor, hatten die Gäste „Dusel“, als Abwehrspielerin Desirée Steinike für eine sogenannte „Notbremse“ gegen die pfeilschnelle Angreiferin Katharina Höffgen nur verwarnt wurde. „Das war rotverdächtig. Da habe ich erst einmal kräftig durchgeatmet“, gestand Trainer Michael Clausen.

Zwei weitere Chancen, den Vorsprung bis zur Pause auszubauen, vergaben Blum und Gaitana Lippert. Als nach dem Seitenwechsel die Hamburgerinnen auf den Ausgleich drängten, verhinderten je einmal Torfrau Jasmin Dreessen mit einer Glanzparade sowie die Latte das 1:1. Als beim Gegner nach einer Stunde die Kräfte schwanden, sorgten Gaitana Lippert (71.) mit einem 25-Meter-Schuss sowie Janine Kulow (73.) noch für klare Verhältnisse.

„Das war ein hartes Stück Arbeit, am Ende aber auch ein verdienter Erfolg“, urteilte Clausen, dessen Elf am 12. November den mit elf Punkten Rückstand auf Rang drei liegenden Mellendorfer TV erwartet. Zuvor müssen die Kreisstädterinnen am Sonntag (14 Uhr) in der ersten Landespokalrunde zur SG Russee/VfB Kiel.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Denise Steinike, Desirée Steinike, Stefanie Storm – Marialiiza Kranz (78. Vanessa Vonau), Bianca Löwenstrom, Josephine Hinz, Theresa Blum (83. Judith Freiling) – Janine Kulow, Gaitana Lippert.

Schiedsrichterin: Mirka Derlin.

Tore: 0:1 Theresa Blum (3.), 0:2 Gaitana Lippert (71.), 0:3 Janine Kulow (73.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 1.11.2006

 

Sonntag, 5. November 2006

SG Russee/VfB Kiel – FFC Oldesloe 1:20 (0:7)

(1. Runde Landespokal)

FFC schießt Tore wie am Fließband

Hoher Sieg im Landespokal gegen SG Russee/VfB Kiel / Sonntag kommt der Mellendorfer TV

cat. – Die Regionalliga-Frauen des FFC Oldesloe haben ihren Gegner in der ersten Runde um den Landespokal auseinander genommen. Das Spiel beim Bezirksligisten SG Russee/VfB Kiel endete 20:1 (7:0) aus Sicht der Stormarnerinnen. „Ich muss meinen Spielerinnen zugute halten, dass sie nicht in Einzelaktionen verfallen sind, sondern schönen Fußball gespielt haben“, sagte Trainer Michael Clausen.

Bis die Tore wie am Fließband fielen, dauerte es eine Weile. Nach 30 Minuten stand es „erst“ 2:0. „Als wir richtig warm waren und das Tempo angezogen haben, gab es aber keine Gegenwehr mehr“, so Clausen. Marialiiza Kranz (6), Janine Kulow (5), Gaitana Lippert (3), Stefanie Storm (2), Denise Steinike, Desirée Steinike, Mirja Herrmann und Bianca Löwenstrom sorgten für den mehr als deutlichen Sieg. Die letzten 15 Minuten des Pokalspiels stand der FFC sogar nur mit zehn Frauen auf dem Platz. In der äußerst fairen Partie war niemand mit Gelb-Rot oder Rot in die Kabine geschickt worden, Mirja Herrmann verließ an ihrem Geburtstag aber vorzeitig den Rasen, weil sie sich wegen der anstehenden Feier etwas früher auf den Heimweg machen wollte. „Es war nicht mehr nötig, sie durch Svenja Fritz oder Theresa Blum zu ersetzen“, sagte Clausen. Seine angeschlagenen Spielerinnen schonte der Coach mit Blick auf das Wochenende ganz bewusst. Dann kommt es in der Punktrunde zum Duell zwischen dem Spitzenreiter und dem Tabellendritten Mellendorfer TV (Sonntag, 14 Uhr). „Das Spiel wollen wir unbedingt gewinnen. Wenn wir das schaffen, ist Mellendorf raus aus dem Rennen. Der Abstand würde dann bei 14 Punkten liegen“, sagte Clausen.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike, Marialiiza Kranz, Bianca Löwenstrom (46. Josephine Hinz), Stefanie Storm, Vanessa Vonau, Janine Kulow, Gaitana Lippert.

Tore für den FFC Oldesloe: Marialiiza Kranz (6), Janine Kulow (5), Gaitana Lippert (3), Stefanie Storm (2), Denise Steinike, Desirée Steinike, Mirja Herrmann, Bianca Löwenstrom.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.11.2006

 

Sonnabend, 11. November 2006

FFC auch morgen Favorit

  1. – Wenn man allein auf die Tabellenpositionen schaut, dann verspricht das Spiel in der Regionalliga zwischen dem FFC Oldesloe und TV Mellendorf morgen um 14 Uhr im Oldesloer Kurparkstadion ein Spitzenspiel zu werden. Schließlich tritt der Dritte beim Spitzenreiter an.

Tatsächlich allerdings trennen das Team von Trainer Michael Clausen und die Truppe aus Niedersachsen nach neun Spieltagen schon Welten. Der FFC steht bereits als Herbstmeister fest und hat elf Punkte Vorsprung vor dem Gegner, der zwar erst eine Niederlage aber auch schon fünf Unentschieden auf dem Buckel hat.

Immerhin: Unbestritten ist, dass die beiden angriffsstärksten Teams der Liga aufeinander treffen – 37 stehen für den FFC auf der Habenseite, 30 bei Mellendorf –, so dass die Zuschauer mit erfrischendem Offensivfußball rechnen können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.11.2006

 

Sonntag, 12. November 2006

FFC Oldesloe – Mellendorfer TV 2:2 (1:1)

(10. Punktspiel)

Kranz trifft in der 89. Minute zum Remis

Gegen den Mellendorfer TV kam der Regionalliga-Spitzenreiter FFC Oldesloe mit Glück zu einem 2:2-Unentschieden.

cat/un. – Michael Clausen hat seinen Willen nicht bekommen. Der Trainer der Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe hatte sich fest vorgenommen, gegen Mellendorf die nächsten Punkte zu holen. Drei sollten es am besten werden, zu Buche steht jedoch nur einer. Das Heimspiel zwischen dem Spitzenreiter und dem jetzigen Tabellendritten endete 2:2 (1:1), und das, obwohl der FFC 60 Minuten des Spiels in Überzahl agierte. „Für uns war der Punkt aber wie ein Sieg“, sagte der Trainer, dem vor dem Spiel ein bisschen mulmig war.

Die Gäste aus Niedersachsen hatten dem FFC zwei Dinge voraus: Entschlossenheit und Zweikampfstärke. „Leider sind wir auch nicht ganz so konzentriert an die Sache heran gegangen, wie es nötig gewesen wäre“, sagte Clausen. Er vermutet, dass einige seiner Spielerinnen die elf Punkte Vorsprung oder den letzten 11:1-Kantersieg gegen Mellendorf im Kopf hatten. Folge: Bereits in der 5. Minute ging Mellendorf dank eines Treffers von Jana Kircas in Front. Wenig später standen die Gäste in Unterzahl auf dem Feld. FFC-Stürmerin Gaitana Lippert wurde von der gegnerischen Torhüterin außerhalb des Strafraums per Notbremse gestoppt und sah Rot. „Das war eine völlig korrekte Entscheidung. Die Torhüterin hat ihr Bein ausgefahren und Gaitana ist gefallen“, sagte Clausen. Den fälligen Freistoß nutzte Marialiiza Kranz zum Ausgleich (29.).

Nach dem Seitenwechsel waren die Travestädterinnen nicht in der Lage, das Spiel an sich zu reißen. Wieder legte der Mellendorfer TV vor. Der FFC starteten einen Konter, das gesamte Team war in der Vorwärtsbewegung, als der Ball verloren ging. Esata Shabani traf zum 1:2 (65.). Nach dem Tor standen die Gäste hinten kompakter, wollten den Sieg über die Zeit bringen. „Ich hatte keine große Hoffnung mehr“, gestand Clausen. Sein Team versucht bis zuletzt alles, und wurde dafür belohnt: In der 89. Minute schoss Kranz in einer übersichtlichen Situation, der Ball wurde abgeblockt und kam zu ihr zurück. Kranz schlug einen Haken, zog erneut ab, schoss eine Gegenspielerin an, und wurde wenig später gefeiert. Der Ball landete zum 2:2-Ausgleich im Mellendorfer Kasten.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike, – Marialiiza Kranz, Bianca Löwenstrom, Josephine Hinz (65. Vanessa Vonau) Stefanie Storm – Janine Kulow, Gaitana Lippert.

Schiedsrichterin: Tanja Krause.

Tore: 0:1 Jana Kircas (5.), 1:1 Marialiiza Kranz (29.), 1:2 Esata Shabani (65.), 2:2 Marialiiza Kranz (89.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.11.2006

 

Sonntag, 19. November 2006

SG Schamerloh – FFC Oldesloe 0:2 (0:0)

(11. Punktspiel)

FFC brachte Geduld auf und siegte mit 2:0 in Schamerloh

mth. – Mit dem neunten Sieg im elften Spiel hat der FFC Oldesloe die Hinrunde in der Regionalliga Nord als souveräner Spitzenreiter abgeschlossen. Bei der SG Schamerloh gewannen die Stormarnerinnen mit 2:0 (0:0). FFC-Trainer Michael Clausen war nach dem Erfolg erleichtert.

„Meine Genugtuung über diesen Sieg ist sehr groß. Denn so selbstverständlich, wie ihn viele nach der Tabellenlage erwartet hatten, war er beileibe nicht. Denn Schamerloh ist weit stärker als es seine Platzierung vermuten lässt“, gab Clasen zu Protokoll. Als Indiz dafür führte er den Sieg der SG in Ahlerstedt an, wo in dieser Saison nur ein Team (SV Lurup) gewonnen hat und wo der FFC sich mit einem Remis (0:0) hatte begnügen müssen.

Dazu waren die Bedingungen alles andere als optimal. Immerhin nahm der „Ausflug“ in die Nähe von Minden strapaziöse zwölf Stunden in Anspruch und Dauerregen hatte den ohnehin nicht eben tollen Platz rutschig gemacht. Letzteres kam den Gastgeberinnen entgegen, standen die doch von extrem tief gestaffelt, um nach Möglichkeit zu Null zu spielen.

„Wenn gegen so eine Einstellung kein frühes Tor gelingt, wird es immer schwer. Da muss man Geduld haben und sein Spiel konsequent durchziehen, um den Sieg zu erzwingen“, analysierte Clausen. Und just so verfuhr sein Team, nachdem Gaitana Lippert gleich in der 1. Minute an Keeperin Bianca Siebert mit einer guten Chance gescheitert war.

Der Torjägerin war es schließlich vorbehalten, in der 82. Minute mit einem satten Volleyschuss den Sack zuzubinden, nachdem sechs Minuten zuvor Janine Kulow zur Stelle war, als die ansonsten starke Bianca Siebert eine scharfe Hereingabe von Josephine Hinz nur abklatschen konnte.

Bis zur Winterpause stehen dem FFC noch drei Punktspiele ins Haus, das nächste am Sonntag in Wolfenbüttel. Dabei ist der Kader der Oldesloerinnen ein wenig ausgedünnt, denn nach dem Rückzug ihres Vaters Wolfgang aus Führungspositionen sind nun auch Marnie und Jana Dibbern ohne Begründung aus dem FFC ausgetreten.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike, – Bianca Löwenstrom, Vanessa Vonau (60. Josephine Hinz), Stefanie Storm – Janine Kulow, Gaitana Lippert.

Schiedsrichterin: Verena-Kordula Schultz.

Tore: 0:1 Janine Kulow (76.), 0:2 Gaitana Lippert (82.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.11.2006

 

Freitag, 24. November 2006

Der Preis des Erfolgs? Dibbern-Schwestern verlassen FFC

ing/fd. – Die Rollenverteilung ist eindeutig: Wenn die Fußballerinnen von Spitzenreiter FFC Oldesloe am Sonntag zum Regionalliga-Spiel beim Tabellenletzten MTV Wolfenbüttel antreten, scheint es nur um die Höhe des Sieges zu gehen. Zwar fehlen mit Janine Kulow (beruflich in Köln) und Marialiiza Kranz (Kapselanriss) zwei Leistungsträgerinnen, doch wer in die 2. Liga aufsteigen will, darf sich bei Gegnern wie den MTV-Frauen (4 Punkte, 4:53 Tore) keinen Ausrutscher leisten. „Für uns darf es nichts anderes geben als einen Sieg“, fordert denn auch Trainer Michael Clausen.

Verzichten muss der FFC-Trainer künftig allerdings auf die Geschwister Marnie (21) und Jana Dibbern (18), die, für den FFC überraschend, ihren Vereinsaustritt erklärten. Was auch dadurch eine besondere Note erhält, dass Vater Wolfgang Dibbern immerhin einer der Gründungsväter des Frauenfußballclubs in Bad Oldesloe war, erst im Sommer aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen das Amt des 1. Vorsitzenden abgab und seine Töchter seit mehr als zehn Jahren Fußball spielten.

Dass der Austritt für die FFC-Verantwortlichen ohne ersichtlichen Grund geschah, wundert Marnie Dibbern nicht. „Es wird ja auch nicht mehr mit uns geredet. Und bis heute hat sich niemand gemeldet und nach den Gründen gefragt.“ Was einen Kritikpunkt belege, den sie, neben ihren beruflichen Plänen (im Februar beginnt sie eine Ausbildung zur Schifffahrtskauffrau, aktuell studiert sie an einer Fernuni Betriebs- und Handelsenglisch), als Grund für ihren Austritt anführt. „Es hat sich vieles verändert in den neun Monaten, in denen ich in England war“, hat sie nach ihrer Rückkehr festgestellt. „Unter anderem eben auch, wie miteinander umgegangen wird.“

Wo früher ein freundliches und fröhliches Miteinander gepflegt worden sei, dürfe „nun im Training nicht mehr gelacht werden“, die erste und zweite Mannschaft trainierten zwar weiter zeitgleich, „aber strikt voneinander getrennt“. Ein „krasser Cut“, wie sie es nennt, der unter anderem dazu geführt habe, dass Spielerinnen der „Zweiten“ nicht mehr bereit seien, sich bei der „Ersten“ auf die Bank zu setzen. Aufgrund dieser „atmosphärischen Störungen“ und beruflicher Anforderungen fehle es ihr und ihrer Schwester (die sich aufs Abitur an der IGS Bad Oldesloe vorbereiten muss und am Wochenende für eine Hamburger Promotion-Firma arbeitet) an der Bereitschaft, weiterhin die nötige Zeit zu investieren.

Clausen zeigte sich überrascht von den Vorwürfen der Dibbern-Schwestern, die derzeit nicht in der Lage seien, in der Regionalliga-Mannschaft mitzuhalten. „Ist es unsere Aufgabe nachzufragen, wenn jemand fast zwei Wochen unentschuldigt dem Training fern bleibt und dann ohne Angabe von Gründen aus dem Verein austritt?“, fragt er. Dass beide Frauenteams nicht gemeinsam trainierten, nennt Clausen „sachlich falsch“. Aufwärmprogramm und Abschlussspiel liefen immer gemeinsam. „Und gelacht wird bei uns immer noch.“ Allerdings: Wenn man bis 2008 aufsteigen wolle, wie es Wolfgang Dibbern in seinem Konzept selbst festgelegt habe, müsse man halt auch intensiv und konzentriert trainieren.

LÜBECKER NACHRICHTEN vom 24.11.2006

 

Sonnabend, 25. November 2006

FFC beim Schlusslicht

Rückrundenstart für den Spitzenreiter in Wolfenbüttel

  1. – Die Konstellation könnte nicht eindeutiger sein: Der FFC Oldesloe, souveräner Spitzenreiter und Herbstmeister in der Regionalliga Nord, muss am Sonntag zum Start in die Rückrunde beim MTV Wolfenbüttel antreten, der mit nur vier Punkten und 4:53 Toren einsam das Tabellenende ziert. Dennoch warnt FFC-Trainer Michael Clausen seine Spielerinnen, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen: „Natürlich sind wir Favorit, aber ein Selbstgänger ist das Spiel nicht, denn partiell hat der Zweitliga-Absteiger durchaus gute Ansätze“, warnt er. Sicher auch deshalb, weil ihm mit Janine Kulow und Marialiiza Kranz nicht zur Verfügung stehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.11.2006

 

Sonntag, 26. November 2006

Als Laie unter Fußball-Profis

Der LN-Trainings-Test geht weiter: Diesmal zog sich Volontärin Bianca Hannig die Fußballschuhe an und kickte bei den Frauen des FFC Oldesloe.

Super! Sechs Grad, dichter Nieselregen. „Englisches Wetter, das ist optimales Fußballwetter“, ruft mir FFC Oldesloe-Trainer Michael Clausen aufmunternd entgegen. Stärke zeigen. Nur nicht schlapp machen, ehe das Test-Training beim FFC Oldesloe losgeht. Die Mädels sind schon in der Umkleidekabine, flachsen rum, singen. Sie haben gute Laune, die Partie am Sonntag gegen den SG Schamerloh haben sie klar gewonnen. „Fußball ist mein Leben. Ich bin süchtig danach“, erzählt Judith Freiling, die sich neben mir gerade in ihre Fußballschuhe zwängt. Dreimal in der Woche trainiert sie beim FFC Oldesloe, derzeit Tabellenspitze. „Wir wollen den Aufstieg, und das schaffen wir.“

„He-eey, los geht's“, ruft Gaitana Lippert, die ihre lockigen Haare noch schnell zusammenbindet und zwei Zuspätkommende mit Küsschen begrüßt. „Wir verstehen uns super, machen regelmäßig einen drauf“, erklärt sie, öffnet kurz die Tür und blickt auf ihre Regenjacke: „Ach, egal.“ Das ungemütliche Wetter stört außer mir niemanden. Während ich skeptisch in den Himmel schaue, laufen die anderen scherzend auf den Platz.

Meine Befürchtungen nach dem Spiel auszusehen, als hätte ich an einer Schlammschlacht teilgenommen, bestätigen sich nicht. Der Kunstrasen ist feucht, aber nicht rutschig. Statt matschig-brauner Erde, kleben kleine grüne Plastikkügelchen an meinen Schuhen und am Hosensaum. „Nicht lange rumstehen Mädchen, Aufwärmen, zackig“, Clausen klatscht in die Hände. Kreisspiel. Zwei Spielerinnen in der Mitte müssen versuchen, das Zupassen der Außenstehenden zu unterbrechen. Das Spiel wird variantenreicher, schneller. Ich schwitze und bin bald komplett durchnässt.

Während Trainer Clausen einen Parcour aufbaut, beginnen wir mit den Dehnübungen. Ausfallschritt: „Du musst deinen Arsch mehr runterdrücken“, erklärt Denise Steinike.

„Mensch, reiß' dich mal zusammen, das heißt Gesäß!“, sagt ihre Zwillingsschwester Desirée. Alle kichern. „Was is' bei euch los? Seid ihr fertig?', schallt es von der anderen Platzseite. Clausen hat Hütchen aufgestellt, gelbe Stangen darüber gelegt. Koordinationsläufe. In verschiedenen Schrittkombinationen müssen wir über die Stangen hüpfen, dann sprinten.

Der Regen wird stärker, lange nasse Bindfäden ziehen seitlich über den Platz, reflektiert von den Flutlichtern. Für das Abschluss-Match bekomme ich ein grünes Leibchen und den Platz als linke Verteidigerin zugeteilt. „Du musst die Fünf decken, ja, du machst das gut“, höre ich die aufmunternde Stimme von Denise, als sie mir zupasst.

Der Ball läuft mir direkt vor die Füße. Ich hole aus, und trete daneben. „Mensch Bianca. du bist ja ein schlummerndes Talent“, ruft Clausen lachend durch seine zu einem Sprachrohr geformten Hände. Der Mensch hat Humor, denk ich mir, lasse mich nicht irritieren und laufe weiter. Schon bald kommt mir das runde Leder wieder entgegen, verfolgt von zwei Gegnern. Bloß weg mit dem Ding. Zu spät. Der Ball wird mir abgenommen und in Richtung unseres Tores gedribbelt. Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen. „Tor!“ Verdammt. Ich werde nur noch selten angespielt, die Mädels haben Ehrgeiz, wollen immer gewinnen, auch im Training.

Dann fliegt dar Ball plötzlich im hohen Bogen ins Aus, droht in die Trave zu kullern. Während sich die Mädchen streiten, wer sich in die Büsche schlägt, mache ich mich klammheimlich aus dem Staub, ziehe meine Kapuze über den Kopf und stelle mich unter das Vordach des kleinen Holzschuppens am Spielrand. Für mich ist das Training beendet.

LÜBECKER NACHRICHTEN vom 26.11.2006

 

Sonntag, 26. November 2006

MTV Wolfenbüttel – FFC Oldesloe 0:1 (0:0)

(12. Punktspiel)

FFC Oldesloe liegt jetzt elf Punkte vorn

  1. – Daran werden sich die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe in den verbleibenden zehn Saisonpartien gewöhnen müssen: Gegen den einsamen Spitzenreiter und Topfavoriten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga beschränken sich die meisten Gegner nur noch darauf, möglichst wenig Gegentore zu kassieren. Schlusslicht MTV Wolfenbüttel war da keine Ausnahme, verteidigte mit „Mann und Maus“ und hätte mit dieser Defensivtaktik beinahe Erfolg gehabt. In der 73. Minute traf Gaitana Lippert dann aber doch noch zum 1:0 (0:0)-Sieg der Oldesloerinnen.

Zum Spiel seiner Mannschaft fiel Trainer Michael Clausen diesmal wenig Positives ein. „Obwohl wir das gegnerische Tor fast ständig belagert haben, sprangen leider kaum Chancen heraus“, sagte der Coach. Allzu häufig ließ sich der FFC Oldesloe aus dem Rhythmus bringen. Clausen: „Im zweiten Durchgang haben wir dann aber das Tempo angezogen.“ Die erste klare Einschussgelegenheit war ein Lattentreffer von Theresa Blum (55. Minute). „Das Fehlen von zwei wichtigen Angreiferinnen machte sich bemerkbar“, sagte Clausen, der ohne die verletzten Janine Kulow und Marialiiza Kranz auskommen musste.

Der Blick auf die Tabelle versöhnte jedoch ein wenig für den mühselig erarbeiteten Sieg. Weil die Begegnung des auf Rang zwei liegenden SV Lurup gegen den TuS Büppel ausfiel, wuchs das Polster des FFC auf elf Punkte an. Der drittplatzierte VfL Oythe dürfte nach dem 1:1 gegen die SV Ahlerstedt/Ottendorf im Titelkampf keine Rolle mehr spielen. Auch die Oldesloerinnen waren gegen die Niedersächsinnen nur zu einem 1:1 gekommen, besser will es die Clausen-Elf nun im Rückspiel am Sonntag machen.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike (65.Svenja Fritz), – Bianca Löwenstrom, Vanessa Vonau (80. Judith Freiling), Josephine Hinz, Stefanie Storm, Theresa Blum – Gaitana Lippert.

Schiedsrichterin: Corinna Hedt.

Tor: 0:1 Gaitana Lippert (73.).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 29.11.2006

 

Sonnabend, 2. Dezember 2006

FFC auf Beton eingerichtet

  1. – Ehe die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe in die wohlverdiente Winterpause gehen können, warten auf sie noch drei Pflichtaufgaben. Die letzte am 17. Dezember in der zweiten Runde des Landespokals. Davor warten noch zwei Heimspiele auf den souveränen Herbstmeister. Morgen um 14 Uhr gilt es dabei für das Team von Trainer Michael Clausen, eine kleine, lässliche Scharte aus der Hinrunde auszuwetzen. Denn beim SV Ahlerstedt/Ottendorf, der dann im Kurparkstadion zu Gast ist, war der FFC am zweiten Spieltag über ein torloses Remis nicht hinausgekommen. Clausen rechnet damit, dass das Team aus Niedersachsen wie so viele Gegner in jüngster Zeit Abwehr-Beton anrühren wird. Die Voraussetzungen für die Stormarnerinnen, diesen erwarteten Riegel zu knacken, sind gut, den Clausen steht mutmaßlich sein gesamter Kader zur Verfügung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.12.2006

 

Sonntag, 3. Dezember 2006

FFC Oldesloe – SV Ahlerstedt/Ottendorf 1:1 (1:0)

(13. Punktspiel)

FFC kassierte in letzter Minute das 1:1

Im vorletzten Heimspiel 2006 musste sich der FFC Oldesloe mit einem 1:1 gegen SG Ahlerstedt/Ottendorf begnügen.

Manfred Thomsen/Klaus Unger – Die SG Ahlerstedt/Ottendorf entwickelt sich zu einem „Angstgegner“ für die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe. Wie schon im Hinspiel kam das Team von Trainer Michael Clausen gegen die Remis-Könige der Liga über eine Punkteteilung nicht hinaus. 0:0 hatte es im Hinspiel geheißen, 1:1 jetzt beim Aufeinandertreffen im Kurparkstadion.

An der souveränen Führung der in dieser Saison in Punktspielen noch immer unbesiegten Stormarnerinnen aber ändert auch dieses Remis nichts. Die Mannschaft können ganz entspannt in die Winterpause gehen, schon gar, wenn nun am kommenden Sonntag noch ein Sieg gegen den neuen Tabellenzweiten VfL Oythe herausspringen sollte.

FFC-Coach Clausen war mit dem Auftritt seiner Schützlinge trotz des Punktverlustes zufrieden. „Ahlerstedt gehört zu den besseren Teams der Liga. Die Mannschaft steht in der Defensive kompakt, ist sehr diszipliniert, erlaubt sich kaum Fehler und sucht über zwei, drei spielstarke Mittelfeldspielerinnen durchaus auch ihre Chance nach vorn“, charakterisierte er den Gegner.

Auch dass dem Gast durch Steffens der Ausgleich erst in der 89. Minute gelang nahm er gelassen. „Schließlich haben wir in Mellendorf auch erst in letzter Sekunde ausgeglichen“, meinte er dazu. Ein wenig wurmte ihn nur, dass sein Team nicht eine von fünf klaren Torchancen in der zweiten Halbzeit zum Ausbau der 1:0-Führung, die Josephine Hinz in der 25. Minute mit direkt verwandeltem Freistoß besorgt hatte, hatte nutzen können. „Daran müssen wir noch arbeiten“, so der FFC-Coach.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike, – Janine Kulow (60. Marialiiza Kranz), Bianca Löwenstrom, Vanessa Vonau, Josephine Hinz, Stefanie Storm – Gaitana Lippert.

Schiedsrichter: Tauben Kühl.

Tore: 1:0 Josephine Hinz (25.), 1:1 Maren Steffens (89.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.12.2006

 

Sonnabend, 9. Dezember 2006

FFC will noch einmal hinlangen

  1. – Die Regionalliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben morgen um 14 Uhr im letzten Punktspiel vor der Winterpause VfL Oythe zu Gast, der in den letzten Wochen so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Liga war und sich auf den zweiten Platz vorgeschoben hat. Allerdings beträgt der Rückstand der Niedersachsen auf den souveränen Tabellenführer und Herbstmeister aus Stormarn schon elf Punkte bei allerdings einen weniger ausgetragenen Spiel. Sollte das Team von Trainer Michael Clausen auch morgen unbesiegt bleiben, dann sind wohl auch letzte Zweifel am Titelgewinn beseitigt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.12.2006

 

Sonntag, 10. Dezember 2006

FFC Oldesloe – VfL Oythe 1:0 (0:0)

(14. Punktspiel)

Gaitana Lippert erlöst stürmischen FFC

Auch das letzte Punktspiel des Jahres hat der FFC Oldesloe gewonnen. Das Team von Trainer Michael Clausen besiegte den VfL Oythe durch ein Tor von Gaitana Lippert mit 1:0 und führt souverän die Tabelle an.

Manfred Thomsen – Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe gehen mit satten 13 Punkten Vorsprung in die Winterpause. Das dürfte für das Team von Trainer Michael Clausen schon mehr als die „halbe Miete“ auf dem Weg zum Regionalliga-Meistertitel sein, auch wenn der TV Jahn Delmenhorst, der nach einem 3:2-Auswärtserfolg bei der SG Ahlerstedt/Ottendorf nun die erste Verfolgerstelle einnimmt, ein Spiel weniger ausgetragen hat. Schließlich warten auf die Stormarnerinnen im kommenden Frühjahr nur noch acht Spiele. Ihr neuntletztes gewannen sie mit 1:0 gegen den VfL Oythe, der sich in der Woche zuvor auf den zweiten Platz geschwungen hatte.

Die Partie glich den meisten vorangegangenen im Kurparkstadion fast bis aufs Haar. Obwohl als Verfolger angereist, suchte der VfL Oythe sein Heil fast ausschließlich in der Defensive. „Viele Gegner sind gar nicht mehr drauf aus, bei uns überhaupt ein Tor zu schießen. Oythe spielte mit nur einer Angreiferin, die noch dazu völlig auf sich allein gestellt war“, beschrieb Clausen die wenig einfallsreiche Spielweise der Niedersachsen.

Folge: Der Gast hatte in den 90 Minuten nicht eine einzige Torchance, er holte noch nicht einmal einen Eckball heraus. Das ergab wieder einmal „Einbahnstraßen-Fußball“ in Reinkultur, bei dem sich der FFC nicht immer geschickt anstellte, unter dem Strich aber wenigstens die nötige Geduld aufwies.

„Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir zu umständlich und zu wenig zielstrebig agiert“, war der FFC-Coach mit seinen Spielerinnen nicht durchgehend zufrieden. Führen hätte sein Team schon zur Pause dennoch müssen, aber Gaitana Lippert (10. und 25.) und Janine Kulow (35.) vergaben drei fast hundertprozentige Möglichkeiten.

„Wenn davon nur eine rein geht, haben wir es sicher leichter“, bemerkte Clausen dazu. Dem stand nicht zuletzt Gäste-Torhüterin Marion Wagner im Wege. Die 35-Jährige, von Zweitligist Viktoria Gersten nach Oythe gewechselt, war Turm in der Schlacht der Niedersachsen und bewies ihr großes Können vor allem bei Schüssen von Stefanie Storm und Denise Steinike.

Das FFC-Sturmduo Lippert/Kulow, das vor der Pause die größten Chancen versiebt hatte, wurde aber schließlich in der 61. Minute doch zum Matchwinner. Gaitana Lippert nutzte eine Vorlage von Janine Kulow zum entscheidenden Treffer.

Mit den Punktspielen ist der FFC für dieses Jahr nun durch. Ein sportlicher Auftritt aber wartet am Sonnabend noch auf die Oldesloerinnen. Dann steigt in der Stormarnhalle das Hallenturnier um den Advents-Cup, zu dem der souveräne Regionalliga-Herbstmeister ein illustres Feld erwartet.

FFC Oldesloe: Jasmin Dreessen – Johanna Wöhler, Mirja Herrmann, Denise Steinike, Desirée Steinike – Marialiiza Kranz, Bianca Löwenstrom, Vanessa Vonau (60. Josephine Hinz), Stefanie Storm – Janine Kulow, Gaitana Lippert.

Schiedsrichter: Frederik Listner.

Tor: 1:0 Gaitana Lippert (61.).

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.12.2006

 

Freitag, 15. Dezember 2006

Oldesloer Hallenturnier hochkarätig besetzt

  1. – Der FFC Oldesloe hat sein Hallenfußballturnier um den Advents-Cup sportlich weiter aufgewertet. Neben dem Bundesliga-Verein Hamburger SV haben sich die Stormarnerinnen für morgen (Beginn um 16 Uhr) unter anderen den Zweitliga-Aufsteiger FFV Neubrandenburg, den dänischen Zweitliga-Spitzenreiter Saenderjysk Elitesport und aus der Regionalliga Nordost den Tabellendritten Union Berlin in die Stormarnhalle eingeladen. Aus Schweden ist Helsingborg DFF dabei.

Das Turnier der Regionalliga-Mannschaft steht nicht nur zeitlich im Mittelpunkt einer dreitägigen Mammutveranstaltung, die heute um 19.15 Uhr mit dem Pokalturnier der zweiten Mannschaft beginnt und am Sonntag zu Ende geht. Es soll auch der sportliche Höhepunkt einer Serie von sechs Turnieren mit 40 Mannschaften, knapp 500 Sportlerinnen und erwarteten 2000 Zuschauern sein. „Die Besetzung ist hochklassig. Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, technisch gut spielende Mannschaften einzuladen“, sagte FFC-Trainer Michael Clausen.

Besonders gespannt ist der Coach auf die Gäste aus Dänemark. Saenderjysk Elitesport hat wie der Regionalliga-Spitzenreiter FFC Oldesloe in dieser Saison noch kein Punktspiel verloren.

Auch der Nachwuchs kommt am Wochenende nicht zu kurz. Es sind Turniere für alle Altersklassen ausgeschrieben. Die B-Mädchen spielen morgen von 9.45 Uhr an. Sonntag folgen die Wettbewerbe der E-Mädchen (8.45 Uhr), der D-Mädchen (12.45 Uhr) und der C-Mädchen (16 Uhr).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 15.12.2006

 

  1. DEZEMBER 2006: BAD OLDESLOE, STORMARNHALLE

ADVENTS-CUP DES FFC OLDESLOE

 

Saenderjysk Elitesport – Union Berlin 3:4, Hamburger SV – FFV Neubrandenburg 2:3, Mellendorfer TV – FFC Oldesloe 3:2, Saenderjysk Elitesport – Hamburger SV 5:3, FFC Oldesloe – Union Berlin 3:2, Mellendorfer TV – FFV Neubrandenburg 4:5, Hamburger SV – Union Berlin 1:2, FFC Oldesloe – FFV Neubrandenburg 2:3, Saenderjysk Elitesport – Mellendorfer TV 7:1, FFV Neubrandenburg – Union Berlin 0:2, Saenderjysk Elitesport – FFC Oldesloe 2:3, Hamburger SV – Mellendorfer TV 4:0, Saenderjysk Elitesport – FFV Neubrandenburg 4:0, Hamburger SV – FFC Oldesloe 1:2, Mellendorfer TV – Union Berlin 1:4.

 

    Verein                 Sp  ge  un  ve   Tore   Punkte

  1. Union Berlin 5   4   0   1   14:8    12
  2. Saenderjysk Elitesport 5   3   0   2   21:11    9
  3. FFC Oldesloe 5   3   0   2   12:11    9
  4. FFV Neubrandenburg 5   3   0   2   11:14    9
  5. Hamburger SV 5   1   0   4   11:12    3
  6. Mellendorfer TV 5   1   0   4    9:22    3   

    Statistik              30  15   0  15   78:78   45

 

Montag, 18. Dezember 2006

Hallen-LM: FFC trifft in Vorrunde auf Holstein Kiel

söb. – Die Fußballspielerinnen des FFC Oldesloe bekommen es bei den Hallenlandesmeisterschaften am 4. Februar 2007 in Lübeck in der Vorrundengruppe B mit dem Titelverteidiger Holstein Kiel zu tun. Weitere Gegner des Regionalliga-Spitzenreiters aus Stormarn, der vor zehn Monaten etwas unglücklich nur auf Rang drei gelandet war, sind der Verbandsliga-Erste Ratzeburger SV und die SV Neuenbrook/Rethwisch (ebenfalls Verbandsliga). In der Gruppe A treffen der TSV Nahe (Regionalliga), der MTSV Olympia Neumünster, Flensburg 08 und der FC Riepsdorf (alle Verbandsliga) aufeinander.

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 18.12.2006

 

Freitag, 22. Dezember 2006

Kaum Zuschauer beim Advents-Cup des FFC Oldesloe

Leere Ränge in der Stormarnhalle

Vereinschefin Anja Völker möchte den „Budenzauber“ auf einen attraktiveren Termin im Januar oder Februar verlegen.

Günther Bröde – Das werden zähe Verhandlungen, in die Anja Völker, die Vorsitzende des FFC Oldesloe, demnächst treten wird. Ihr Anliegen: Das große Frauenfußball-Hallenturnier des Vereins soll künftig an einem attraktiveren Termin im Januar oder Februar ausgetragen werden. Doch dann ist die Stormarnhalle mit Traditionsveranstaltungen anderer Klubs und Punktspielen der Handballer belegt.

„Da werden viele Gespräche nötig sein“, ahnt Völker, aber kurz vor Weihnachten zu spielen, das hat sich bei der diesjährigen fünften Auflage des Advents-Cups gezeigt, kommt beim Publikum nicht so gut an. Eine offizielle Zahl gibt es nicht. Optimistische Schätzungen für das hochklassig besetzte Hauptturnier liegen bei gerade 100 Zuschauern. Andere gehen von der Hälfte aus.

Mit Desinteresse am Frauenfußball habe der mangelnde Zuspruch nichts zu tun, meint Völker. „Das lag wohl eher daran, dass an dem Tag viele Weihnachtsfeiern waren“, sagte sie. Insgesamt zog die Klubchefin zufrieden Bilanz: „Das sportliche Niveau war sehr hoch, die Halle zudem bei den Jugendturnieren gut gefüllt“, sagte sie. Auch wirtschaftlich war die dreitägige Veranstaltung wieder ein Erfolg und bleibt damit die wichtigste Einnahmequelle des 140 Mitglieder starken Vereins. Dank der Hilfe von Sponsoren kam über die Gastronomie und eine Tombola eine mittlere vierstellige Summe in die Kasse.

In Zukunft soll das Hauptturnier mit Teams aus der 1. Bundesliga weiter aufgewertet werden, auch wenn es dann noch schwieriger für die Gastgeberinnen werden dürfte, den Pokal einmal selbst zu gewinnen. Diesmal kam der Tabellenführer der Regionalliga Nord hinter dem 1. FC Union Berlin (Regionalliga Nordost) und dem dänischen Zweitliga-Spitzenreiter Saenderjysk Elitesport (Dänemark) auf Rang drei. Helsingborg DFF aus Schweden hatte wegen Personalmangels kurzfristig absagen müssen.

Den einzigen Sieg für den FFC feierten die U14-Mädchen. Außerdem behaupteten sich der Mellendorfer TV (U16) und zweimal der TSV Zarpen (U10 und U12).

AHRENSBURGER ZEITUNG vom 22.12.2006

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