FFC Oldesloe - Saison 2012 - 2013- 2. Bundesliga Nord - Rückserie

 

27.05.2013 - Oldesloe gewinnt letztes Zweitligaspiel

Stadionheft FFC Live zum letzten Punktspiel des FFC Oldesloe: [...hier]

Fußballerinnen verabschieden sich mit 1:0-Erfolg gegen SV Meppen. Fünf Funktionäre und neun Spielerinnen verlassen den Verein

Eine Ära ist im Oldesloer Kurparkstadion zu Ende gegangen: Sechs Jahre liefen die Fußballfrauen des FFC Oldesloe in der Zweiten Bundesliga Nord auf - der Abstieg in die Regionalliga Nord ist längst besiegelt. Mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg über den auf Rang drei liegenden SV Meppen verabschiedete sich das Tabellenschlusslicht vorerst aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse. "In jedem Ende liegt aber die Chance für einen Neuanfang", sagt die Vorsitzende Anja Völker. Sie will den Verein mit Talenten aus der Region innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder in die Zweite Bundesliga zurückführen. "Wir wollen weiterhin leistungsbezogenen Fußball bieten - und das so hoch wie möglich", so Völker. "Allerdings müssen die Rahmenbedingungen stimmen."

Die Mannschaft bricht auseinander - das war zu erwarten. Trainer Michael Clausen wird neuer Jugendkoordinator beim SV Eichede. Sabine Bohnsack (bisher Trainerin der A-Junioren der FSG Garbek-Westerade) wird gemeinsam mit Dirk Weißler, Trainer der zweiten Mannschaft, übernehmen.

Trotz des Abstiegs werden einige Spielerinnen dem FFC weiterhin die Treue halten. Torfrau Jennifer Weber will ebenso wieder im Kurparkstadion auflaufen wie Vanessa Hamed, Malin Hegeler, Janine Gauer, Kristin Engel, Gaitana Lippert und Carina Wolfgramm.

Auch die Langzeitverletzten Sandra Willems (Knie-Operation) und Denise Lehmann (Bandscheibenvorfall) werden ins Team zurückkehren. Zudem kann die Vereinsführung Neuzugänge vermelden: Femke Steffen und Ricarda Brüggen (beide SG Trave) werden in die Kreisstadt kommen, ebenso Sabrina Riesel vom TSV Zarpen und Jennifer Schackow von der Handballabteilung des SV Preußen Reinfeld. "Eine alte Weisheit bewahrheitet sich: Gute Handballspielerinnen können auch mit dem größeren Ball umgehen", sagt Manager André Niemann.

Eine Spielszene wird für Claudia Wenzel unvergessen bleiben: In der 88. Minute flog ein Schuss von Meppens Nangila scheinbar unaufhaltsam Richtung Oldesloer Tor. Torfrau Friederike Wiener war bereits geschlagen. In letzter Sekunde rettete Wenzel mit einem spektakulären Flugkopfball den Oldesloer Sieg.

Nach der Partie blieb die 42-Jährige bescheiden: "Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir die Saison mit einem Sieg abschließen konnten", so Wenzel. Kristina Kucharskis Treffer in der 23. Minute geriet fast in Vergessenheit. Clausen zog nach der von allen Seiten unerwartet starken Rückrunde seiner Mannschaft - zehn der dreizehn Punkte holten sich die Stormarnerinnen in zweiten Saisonabschnitt - Bilanz. Er sagte: "Hätten wir die Hinrunde ähnlich erfolgreich gestaltet, wären wir auf einem Mittelfeldplatz gelandet."

Neun Spielerinnen, vier Trainer und ein Betreuer werden den Verein verlassen. Vera Homp wird zu ihrem Heimatverein SV Henstedt-Ulzburg zurückkehren. Frederike Wiener und Torschützin Kucharski wollen kürzer treten. Ronja Pajonk hat eine Ausbildungsstelle bei der Polizei in Eutin sicher, Gianna Nikoleit das Abitur vor Augen. Madeline Gieseler wird in Bremen und Kiel studieren.

Svenja Fritz und Sandra Runge - beide seit Gründung des Vereins im Jahre 2000 mit dabei - legen eine Pause ein, Wenzel dagegen hängt die Fußballschuhe endgültig an den Nagel. Auch die Co-Trainer André Polchow und Thorsten Scheel sowie Physiotherapeut Stephan Kummerenz verlassen den FFC, ebenso Torwarttrainer Holger Dau, der in der Hinrunde einen Herzinfarkt erlitt und sich vom sportlichen Geschehen zurückzog. Völker sagte: "Wir wünschen ihm alles Gute und sind in Gedanken bei ihm."

FFC Oldesloe: Wiener - Pajonk, Wenzel, Fritz (54. Wolfgramm), Hegeler - Hamed, Runge (57. Nicoleit) - Engel, Gieseler, Homp - Kucharski (82. Gauer).

 

27.05.2013 - Verdienter Sieg zum Abschied


Nach sechs Jahren Zugehörigkeit haben sich die Fußballerinnen des FFC Oldesloe mit einem überzeugenden 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Meppen aus der zweithöchsten deutschen Spielklasse verabschiedet. "Unsere Mannschaft hat eine grandiose Rückrunde gespielt. Ich bin sehr stolz auf Euch", verkündete die Vereinsvorsitzende Anja Völker nach dem finalen Saisonspiel. Mit zehn Punkten aus der Rückserie hat die Mannschaft ein sehr respektables Ergebnis vorzuweisen. In der Hinserie konnten die Stormarnerinnen nur drei Punkte durch den 2:1-Heimsieg gegen Turbine Potsdam II ergattern.

Im letzten Spiel der Saison kämpften die FFC-Spielerinnen gegen den turmhohen Favoriten aus dem Emsland wie die Löwinnen und kamen am Ende verdient zum vierten Saisonerfolg. Das einzige Tor erzielte Kristina Kucharski nach einem sehenswerten Zuspiel von Vanessa Hamed in der 23. Minute.



Die Gäste aus Meppen hatten auch einige vielversprechende Angriffe, scheiterten jedoch immer wieder an der aufmerksamen Friederike Wiener im Tor des FFC Oldesloe. In der 89. Minute rettete zudem Claudia Wenzel großartig mit dem Kopf auf der Linie für ihre bereits geschlagene Keeperin.

Nach dem Spiel wurden Trainer Michael Clausen (zum SV Eichede) und die Spielerinnen Friederike Wiener (berufliche Gründe), Svenja Fritz (Ende der Laufbahn), Ronja Pajonk (Ausbildung bei der Polizei), Madeline Gieseler, Claudia Wenzel (Nachwuchstrainerin in Eichede), Kristina Kucharski, Vera Homp (Henstedt-Ulzburg), Sandra Runge (Ziel noch unbekannt), Gianna Nicoleit (Ratekau) und Julia Weigel unter tosendem Beifall verabschiedet. Neun Spielerinnen aus dem bisherigen Kader bleiben dem FFC Oldesloe indes Erhalten, um in der Regionalliga Nord einen vielversprechenden Neuanfang zu starten.

FFC Oldesloe: Wiener - Hegeler, Fritz (55. Wolfgramm), Wenzel, Pajonk - Gieseler, Hamed, Runge (57. Nicoleit), Engel - Homp, Kucharski (84. Gauer).

SR: Matthes (Bochum); Z: 75.

Tor: 1:0 (23.) Kucharski

 

21.05.2013 - FFC Oldesloe: Gut gespielt, aber trotzdem verloren

Der FFC Oldesloe hat in seinem vorletzten Heimspiel in der 2. Frauen-Bundesliga Nord bei der 1:3 (0:1)-Niederlage gegen den turmhohen Favoriten Herforder SV eine eindrucksvolle Vorstellung geboten. Das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Michael Clausen dominierte nicht nur die zweite Halbzeit, für wenige Minuten war sogar der zweite Heimsieg in greifbarer Nähe. "Meine Mannschaft hat das ganz hervorragend gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir sogar ein Übergewicht und die besseren Chancen", lobte Clausen, dessen Elf das Hinspiel mit 1:8 verloren hatte.

Die Gäste waren zunächst überlegen und gingen in der 18. Minute nach einem Eckball von Anna Laue durch Lena Wermelt in Führung. In der Folge hielt FFC-Torfrau Jennifer Weber die Gastgeberinnen bis zur Halbzeit mit drei Glanzparaden im Spiel. Im zweiten Abschnitt drängte der FFC mit Vehemenz auf den Ausgleich. Nachdem Kristina Kucharski in der 52. und 60. Minute jeweils knapp scheiterte und auch Madeline Gieseler das 1:1 (67.) um Haaresbreite verpasste, traf die starke Kucharski nach einem Zuckerpass von Wenzel zum umjubelten 1:1. Die Herforderinnen kamen nur vier Minuten später aus dem Nichts heraus zur erneuten Führung. Wieder war eine es Standardsituation, wieder war es Lena Wermelt, die nach einem Freistoß unbedrängt einköpfen konnte. In der 89. Minute machte Anna Laue mit einem sehenswerten Heber die achte Heimniederlage der Saison des FFC dann amtlich.

FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Fritz, Wenzel, Pajonk - Wolfgramm, Hamed, Engel - Nicoleit, Gieseler - Kucharski.

Tore: 0:1 (18.) Wermelt, 1:1 (72.) Kucharski, 1:2 (76.) Wermelt, 1:3 (89.) Lau

Bilder zurm Spiel: [...hier]

 

13.05.2013 - Homp gelingt in der Nachspielzeit FFC-Siegtreffer

Der FFC Oldesloe hat in der 2. Frauenfußball-Bundesliga den dritten Saisonsieg eingefahren und sein Punktekonto auf zehn Zähler aufgestockt. "Unser Sieg war hochverdient, wir haben über 90 Minuten das Geschehen bestimmt und dem Gegner nicht eine Torchance gewährt", freute sich FFC-Coach Michael Clausen nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg beim Tabellendrittletzten Hohen Neuendorf. In den verbleibenden zwei Partien geht es für das Schlusslicht nun noch darum, den drei Punkte und einen Rang besser platzierten Landesrivalen Holstein Kiel zu überflügeln.

In Hohen Neuendorf war Clausen der Verzweiflung nah, nicht weil seine Mannschaft einen schwachen Auftritt hingelegt hatte, sondern weil ihn die Schiedsrichter-Assistentin mehrfach zur Weißglut brachte. "Ein Treffer von Kristina Kucharski wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt, dazu wurde zweimal ganz klar fälschlicher Weise von außen Abseits angezeigt - das ging auf keine Kuhhaut", echauffierte sich Clausen, der daher bis in die Schlussphase hinein um den Sieg zittern musste. In der 87. Minute setzte Vanessa Hamed das Leder zunächst an den Pfosten. In der Nachspielzeit steckte dann Kristin Engel das Leder durch auf Vera Homp, die allein auf Sarah Neubeck zusteuerte und das Leder zum 1:0-Sieg über Hohen Neundorfs Keeperin hinweg ins Netz lupfte. Kommentar von Clausen: "In der Nachspielzeit so eiskalt zu sein, ist eine wirklich reife Leistung."

FFC: Weber - Hegeler, Hamed, Pajonk, Engel, Kucharski, Gieseler, Nicoleit, Wenzel, Homp, Wolfgramm.

Tore: 0:1 Homp (90/+2).

 

11.05.2013 - Clausen-Elf kommt unter die Räder


Gegen die Bundesliga-Reserve des 1. FFC Turbine Potsdam war kein Kraut gewachsen. Mit einem 1:6 (0:1) aus dem Nachholspiel im Gepäck traten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe den Heimweg an. Dabei hatten die Oldesloerinnen im ersten Abschnitt noch weitestgehend mitgehalten, lagen zur Pause lediglich mit 0:1 durch einen Gegentreffer Kristin Demanns zurück.

Nach dem Seitenwechsel aber kam die Elf von Trainer Michael Clausen gegen die mit gleich sechs Spielerinnen aus dem Bundesliga-Kader verstärkten Gastgeberinnen dann doch noch gehörig unter die Räder.

FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Hamed, Pajonk, Engel, Gieseler, Nicoleit (82. Gauer), Wenzel (71. Fritz), Homp, Wolfgramm, Runge (46. Kucharski).

 

06.05.2013 - FFC Oldesloe zieht sich achtbar aus der Affäre

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben sich in der 2. Bundesliga achtbar gegen den BV Cloppenburg aus der Affäre gezogen. Zwar musste sich das ersatzgeschwächt angetretene Team von Trainer Michael Clausen BV Cloppenburg mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Doch angesichts der aktuellen Tabellenlage - der FFC ist Schlusslicht, Cloppenburg Tabellenführer - ist diese Niederlage durchaus zu verschmerzen. Im Hinspiel hatte der Ligaprimus die Oldesloerinnen noch mit 6:0 in die Schranken gewiesen und dem Gegner nicht den Hauch einer Chance gelassen.

Zwischen beiden Teams liegen Welten, nicht nur tabellarisch, auch vom Anspruchsdenken. Denn während sich der FFC zukünftig im Wesentlichen aus Spielerinnen aus der näheren Umgebung zusammensetzen wird, ist das Cloppenburger Team gespickt mit Nationalspielerinnen aus Deutschland, Polen und Österreich. Entsprechend lautete die Marschroute von FFC-Coach Clausen, möglichst lange keinen Gegentreffer zu kassieren, um irgendwann vielleicht einen entscheidenden Konter setzen zu können. Zumindest Ersteres gelang. Erst acht Minuten nach der Pause schlug die polnische Nationalspielerin Agnieszka Winczo zu und brachte die Gastgeberinnen in Führung. Oldesloe mühte sich redlich, den Rückstand zu egalisieren, musste aber durch Winczo in der 73. Minute Gegentreffer Nummer zwei hinnehmen. FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Hamed, Pajonk, Engel, Kucharski, Nicoleit (83. Gauer), Wenzel, Homp, Wolfgramm, Runge (66. Fritz).

Tore: 1:0 Wincz (53.), 2:0 Wincz (73.)

 

02.05.2013 - Clausen-Elf belohnt sich nicht für gute Leistung

Nach vier Punkten aus zwei Spielen mussten die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe im Nachholspiel gegen FF USV Jena II gestern Mittag eine 0:2 (0:2)-Niederlage hinnehmen. Was auf dem Papier nach einer recht souveränen Leistung der Gäste klingt, gestaltete sich auf dem Feld allerdings ganz anders. "Das bessere Team hat verloren", bilanzierte FFC-Trainer Michael Clausen: "Wir hatten 70 Prozent Spielanteile, haben gut von hinten heraus gespielt, unsere Torchancen wie so häufig in dieser Saison aber nicht verwertet."

Die Partie begann mit einer kalten Dusche für die Oldesloerinnen. Nach acht Minuten deckte ein Diagonalball in den Rücken der Innenverteidigung eine Schwachstelle der FFC-Defensive auf, die pfeilschnelle Christiane Gotte machte sich mit dem Ball auf und davon, schob an Jennifer Weber im Oldesloer Tor vorbei zum 1:0 ein. Zwei Minuten später traf die ansonsten sichere Weber nach einem Rückpass den Ball nicht richtig, spielte das Kunstleder Saskia Lehnert in den Fuß, die aus 20 Metern direkt zum 2:0 für die Gäste traf.

Anschließend spielte nur noch der FFC. Vera Homps Versuch aus der Distanz aber landete knapp neben dem Pfosten, einen Freistoß Claudia Wenzels lenkte Jenas Torfrau Griseldis Meißner um den Pfosten (35.). Nach einer Ecke kam Wenzel aus dem Rückraum zum Schuss - daneben. "Wenn wir in dieser Phase das 1:2 machen, haben wir gute Chancen, das Spiel zu drehen", mutmaßte Clausen.

Stattdessen aber rannte sein Team vergebens an. Carina Wolfgramm wurde in aussichtsreicher Position zurückgepfiffen (70.) und rutschte wenig später an einer Hereingabe Homps vorbei. "Das Team hat immer an sich geglaubt und 90 Minuten versucht, ein Tor zu erzielen", lobte Clausen, der in der Rückrunde einen Trendwechsel ausgemacht hat: Das Tabellenschlusslicht spiele Fußball und zeige Einsatz. "Die Mannschaft muss sich so keinen Vorwurf machen."FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Hamed, Pajonk (64. Weigel), Engel (87. Gauer), Wolfgramm, Wenzel, Runge (64. Kucharski), Nicoleit, Homp, Gieseler.

SR: Blumenthal (Pritzwalk).

Zuschauer: 45.

Tore: 0:1 Gotte (9.), 0:2 Lehnert (11.).

Bilder zurm Spiel: [...hier]

 

29.04.2013 - FFC Oldesloe siegt im Derby

Der FFC Oldesloe hat seinen Landesrivalen Holstein Kiel in der 2. Frauenfußball-Bundesliga tief in den Abstiegssumpf hineingezogen. Die Stormarnerinnen triumphierten an der Förde mit 2:0 (1:0) und feierten ihren zweiten Saisonsieg.

Beide Mannschaften begannen vorsichtig und waren darauf bedacht keinen Fehler zu machen. So kam es zu wenig Torchancen. Oldesloe zeigte sich dabei aber einsatzfreudiger. Die erste Aktion vor dem Holstein-Tor in der 17. Minute führte gleich zum 0:1. Nach einem schönen Pass in die Spitze von Carina Wolfgramm gewann Vera Homp das Laufduell gegen Stefanie Hofmann und verwandelte zur Führung. Nach dem Rückschlag zeigten sich die Kielerinnen kurz kämpferisch und erspielten sich in kurzer Zeit zwei Torchancen, doch Sarah Begunk scheiterte jeweils an der stark parierenden Jennifer Weber. Nach der kurzen Druckphase kam von den Gastgeberinnen kaum noch etwas. Stattdessen gewannen die Stormarnerinnen die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld und kontrollierten das Spiel.



Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ähnlich ereignislos. Oldesloe kontrollierte das Geschehen, ohne selbst Offensivaktionen zu initiieren. Auch eine Umstellung der Kieler Formation zu einer noch offensiveren Aufstellung sorgte nicht für Gefahr vor dem FFC-Tor. Kurz vor Spielende sorgte die stärkste Spielerin auf dem Feld, Madeline Gieseler, für den 0:2-Endstand. Nach einem langen Abschlag war die Kieler Abwehr weit aufgerückt und die FFC-Stürmerin, die gerade ihren 20. Geburtstag gefeiert hatte, schloss einen schönen Alleingang sicher gegen die chancenlose Victoria Bendt ab.

Holstein Kiel: Bendt - Ibrahimi, Brauer (67. Danielsen), Becker, Hofmann - Bahr, Begunk (60. Kibbel), Leugers - Grube, Krohn, Auerochs (60. Lycke).

FFC Oldesloe: Weber - Pajonk, Hamed, Wenzel, Hegeler - Wolfgramm, Runge (46. Kucharski), Gieseler - Engel (78. Weigel), Homp, Nicoleit.

SR: Turac (Berlin).

Zuschauer: 109.

Tore: 0:1 Homp (17.), 0:2 Gieseler (87.).

 

Holstein Women - FFC Oldesloe 0:2 (0:1)
Riesen-Rückschlag für Störchinnen im Abstiegskampf

Die Frauen von Holstein Kiel befinden sich nach dem 0:2 (0:1) gegen den FFC Oldesloe im tiefen Tal der Enttäuschung und Trauer. Mit einem Sieg gegen das Schlusslicht der 2. Frauen-Bundesliga Nord wollte die Mannschaft von Christian Fischer einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf machen. Doch der Tabellenvorletzte aus Kiel zeigte eines seiner schwächsten Saisonvorstellungen und war nie in der Lage, den FFC im schleswig-holsteinischen Landesderby ernsthaft zu gefährden. Der Landesrivale aus Oldesloe, der ohne seinen erkrankten Trainer Michael Clausen nach Kiel angereist war, siegte hochmotiviert und verdient mit 2:0 in der Landeshauptstadt. Dabei zeigte der bereits ob fehlender Bewerbung bereits als Absteiger feststehende FFC Oldesloe die Tugenden, die man auf Seiten von Holstein Kiel sehnlichst vermisste. Aggressiv, kampflustig, zweikampfstärker, frischer in den Aktionen und weitaus ballsicherer entführte der Gast die Punkte vom nördlichsten Zweitligisten.



Dabei begann die Partie durchaus sehenswert, auch was die Kieler Aktionen betraf. Ein schnelles Spiel entwickelte sich, beide Teams versuchten, die Hoheit im Mittelfeld zu erlangen und ihre Stürmerinnen in Szene zu setzen. Und doch waren es die Gäste, die insgesamt etwas wacher waren, eine gut aufgelegte Oldesloer Vera Homp ließ nach langem Zuspiel beide Kieler Innenverteidigerinnen stehen und brachte den Ball unhaltbar im Holsteiner Tor unter (16.). Die Holstein Women steckten nicht auf, so scheiterte in der 26. Minute Sarah Begunk an der Oldesloer Torhüterin, nachdem sie sich nach Zuspiel von Kati Krohn gegen die Innenverteidigung durchsetzen konnte. Gerade mal 2 Minuten später landet eine Flanke der Gäste von rechts bei Oldesloes Madeline Gieseler, deren Volleyschuss gegen die Latte krachte. Insgesamt spielte der FFC konsequenter, setzte Holsteins Team immer mehr unter Druck. Trotzdem hatte Kiels Sarah Begunk den Ausgleichstreffer auf dem Fuß, als sich in der 31. Minute Jana Leugers rechts bis an die Grundlinie durchkämpfen und ihren Pass in den Rückraum zielgenau vor Sarahs Füße spielen konnte, leider ging der Schuß dann weit übers gegnerische Tor. Dann wieder Oldesloe: Über rechts kommend, ging der Ball Richtung 2. Pfosten, wo Kristin Engel frei stehend ihn an den Pfosten schob (33.). Die letzte sehenswerte Aktion der ersten Spielhälfte in der 36. Minute: Freistoß Kiel aus 20 Metern, ausgeführt von Jana Leugers, Sarah Begunk verlängert mit dem Hinterkopf an den Pfosten.

In der zweiten Halbzeit spielte eigentlich nur eine Mannschaft Fußball und das waren die Gäste aus dem Süden Schleswig-Holsteins. Kiel wirkte konfus, nahm die Zweikämpfe nicht an, brachte kein Aufbauspiel zustande. Fehlpässe und hoch in die Luft abgewehrte Bälle waren an der Tagesordnung. Dagegen waren die FFC-Spielerinnen immer einen Tick eher am Ball, waren insgesamt schneller und spritziger. Es gab nur eine erwähnenswerte Möglichkeit für die Störchinnen, als in der 67. Minute nach Flanke von Jana Leugers Kati Krohn unbedrängt zum Kopfball kam, leider ging dieser über das gegnerische Tor. Immer wieder brachten Oldesloes Vera Homp und Madeline Gieseler Holsteins Abwehr ins Wanken, bis als Konsequenz letztere nach Ballverlust im Spielaufbau das Leder eroberte und im Alleingang zum Endstand von 0:2 einschob (87.). Ein ernüchternder Sonntag für die Women, der den positiven Eindruck vom letzten Heimspiel gegen den FC Lübars vergessen machte!

Cheftrainer Christian Fischer fasste kurz zusammen: "Wir haben verdient verloren, mannschaftlich schlecht gespielt, keine Zweikämpfe gewonnen."

von der Webseite des KSV Holstein Kiel

 

21.04.2013 - FFC erkämpft sich Punkt gegen Leipzig

Achtungserfolg für die Zwetiliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe: Vor der Saisonminuskulisse von nur 30 Zuschauern im Oldesloer Kurparkstadion erkämpfte sich das Team von Trainer Michael Clausen einen verdienten Punkt gegen Bundesliga-Absteiger Lokomotive Leipzig. Zum Vergleich: Noch am 7. Oktober 2012 unterlag der FFC im DFB-Pokal auf eigenem Platz gegen Leipzig mit 0:5. "Die Mannschaft hat mit Leidenschaft Fußball gespielt. Jede Spielerin war für die andere da. Wir hatten drei gute Torchancen. Heute bin ich mit dem Team sehr zufrieden", sagte Clausen.

Die Abwehr der Gastgeberinnen stand von Beginn an unter der Regie von Vanessa Hamed und Claudia Wenzel sehr sicher. Das inspirierte die anderen FFC-Kolleginnen im roten Dress. Die besten Torchancen für den FFC Oldesloe während des Spiels vergab jeweils Gianna Nicoleit in der 28., 67. und 86. Minute.

Immerhin: Oldesloe hinterließ ohne die rotgesperrte Abwehrspielerin Svenja Fritz einen kompakten Eindruck und ließ nur drei Tormöglichkeiten für die Gäste zu. "Auch in den Zweikämpfen hat sich meine Mannschaft sehr gut präsentiert", lobte Clausen sein Team, das zuvor neun bittere Niederlagen in Folge einstecken musste. "Dieses Erfolgserlebnis hat sich unsere Mannschaft redlich verdient", war auch die FFC-Vorsitzende Anja Völker in der Summe zufrieden.

FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Wenzel, Hamed, Pajonk - Nicoleit, Wolfgramm, Runge (45. Kucharski), Engel (68. Weigel) - Gieseler - Homp.

SR: Trenkner (Winsen).

Zuschauer: 30.

 

14.04.2013 - Rumpfelf stemmt sich vergeblich gegen Niederlage

Mit nur 13 Spielerinnen sind die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe zum Punktspiel zum SV Werder Bremen gereist – und mit einer erwarteten Niederlage zurückgekehrt. 0:3 (0:1) hieß es nach 90 Minuten. „Die Niederlage war verdient. Die Mannschaft hat sich aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut verkauft“, sagte Oldesloes Trainer Michael Clausen.

Ohne Kristina Kucharski (Urlaub), Julia Weigel (krank) und Svenja Fritz (gesperrt) stemmten sich die Stormarnerinnen von Beginn an gegen die Pleite, besaßen sogar die erste gute Chance. Sandra Runge aber setzte den Ball aus 16 Metern knapp neben das Tor (5.). Aus dem Spiel heraus ließ die Clausen-Elf zunächst nicht viel zu. In Unterzahl nach einer Ecke aber fiel das 0:1, als Carina Wolfgramm gerade behandelt werden musste – durch die Ex-Oldesloerin Daniela Schacher (32.).

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff versprang Wolfgramm der Ball nach einer Werder-Ecke, Stephanie Goddard bedankte sich mit dem 2:0. Die Stormarnerinnen spielten anschließend gut mit, der letzte Pass aber, die letzte Konsequenz fehlte. „Wir sind vorn eben nicht optimal besetzt und stehen nicht zufällig da unten“, sagte der Coach des Tabellenletzte. Den Schlusspunkt setzte Liva Zunker per Direktabnahme (80.).

FFC Oldesloe: Weber – Hegeler, Hamed, Pajonk, Engel, Gieseler, Nicoleit (62. Gauer), Wenzel, Wenzel, Homp (80. Wiener), Wolfgramm, Runge.
SR: Matthes (Bochum).
Zuschauer: 115.
Tore: 1:0 Schacher (32.), 2:0 Goddard (50.), 3:0 Zunker (80.).
 

Drei Spiele in Folge hatte der SV Werder Bremen vor dem 17. Spieltag gewonnen und war im Heimspiel gegen den FFC Oldesloe Favorit. Alles andere als ein Sieg der Gastgeberinnen gegen den Tabellenletzten wäre eine Überraschung gewesen. Es gab dann auch keine Überraschung, sondern letztlich einen souveränen Erfolg der Bremerinnen.

Mit einem schmalen Kader von dreizehn Spielerinnen waren die Gäste aus Schleswig-Holstein an die Weser gereist. Die taktische Grundausrichtung war zwar defensiv geprägt, aber verstecken tat sich das Team von Michael Clausen, der seinen Trainerposten beim FFC Oldesloe zum Saisonende abgibt, nicht. Die Stormarnerinnen hatten sogar die erste Chance der Partie. Nach einem Freistoß kam Sandra Runge zum Abschluss, doch der Ball flog knapp am Tor der Grün-Weißen vorbei. Dabei versuchte Werder von Anpfiff an das Spiel zu machen. Die erste gute Gelegenheit hatten die Gastgeberinnen in der 11. Minute. Nach einem Zuspiel von Stephanie Goddard kam Anna Mirbach mit dem langen Bein noch an den Ball, FFC-Keeperin Jennifer Weber konnte jedoch parieren. Fünf Minuten später eine knifflige Situation. Maike Timmermann wurde im Strafraum der Gäste gelegt, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Schiedsrichterin Nadine Matthes stand in der Nähe des Geschehens, hatte die Szene anders bewertet und ließ weiterspielen.

Werder bestimmte weiter die Partie, wenngleich der FFC Oldesloe in der 20. Minute durch Vera Homp zu seiner zweiten Torchance kam, der Schuss aber zur Ecke geklärt werden konnte. In der 32. Minute konnten die Gastgeberinnen ihre Feldüberlegenheit schließlich in ein Tor ummünzen. Stephanie Goddard hatte Daniela Schacher bedient, die von der Strafraumkante abzog und traf. Maike Timmermann hatte in der 36. Minute die Gelegenheit Werders Führung auszubauen. Ihren Schuss konnte Jennifer Weber aber zur Ecke lenken. Auch beim Distanzversuch von Jessica Golebiewski nach der anschließenden Ecke war die Torfrau des FFC Oldesloe dran und bewahrte die Gäste damit vor einem höheren Rückstand zur Pause.

Zur zweiten Halbzeit wurde bei Werder gewechselt. Für die mit Gelb vorbelastete Mayline Danner kam nach einjähriger Verletzungspause Kea Eckermann ins Team. Den Gastgeberinnen war anzumerken, dass sie schnell das 2:0 machen wollten. Es waren keine fünf Minuten im zweiten Spielabschnitt gespielt, da versuchte es Daniela Schacher mit einem Fernschuss, den Jennifer Weber mit einer Fußabwehr zur Ecke lenken konnte. Daniela Schacher führte die Ecke aus und der Ball konnte am kurzen Pfosten von Carina Wolfgramm nicht weit genug geklärt werden. Stephanie Goddard reagierte am schnellsten und netzte ein.

Werder ließ danach nicht locker. Wollte noch das eine oder andere Tor machen, konnte aber zunächst weitere Möglichkeiten nicht nutzen. So scheiterte Stephanie Goddard in der 57. Minute an Jennifer Weber und der Nachschuss von Jessica Golebiewski ging ans Außennetz. Zwei Minuten danach flankte Anna Mirbach scharf vor das Tor der Gäste, doch FFC-Kapitänin Vanessa Hamed war vor Stephanie Goddard am Ball. In der 66. Minute verpasste Kea Eckermann nach einem Freistoß von Daniela Schacher nur knapp den Ball. Zehn Minuten vor dem Ende sollten Werders Bemühungen dann schließlich doch noch zu einem Tor führen. Verantwortlich dafür waren zwei Einwechselspielerinnen. Manjou Wilde hatte sich über links durchgesetzt und ihr Zuspiel konnte Liva Zunker zu ihrem ersten Saisontor verwerten. Dieses 3:0 war dann auch der Endstand.

Es war zweifellos ein verdienter Sieg für das Team von Birte Brüggemann. Werder bleibt auch nach dem vierten Sieg in Folge auf dem vierten Platz, ist nun aber punktgleich mit dem Herforder SV, der an diesem Spieltag eine Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II einstecken musste, jedoch zwei Spiele weniger als Werder hat. Am kommenden Sonntag müssen die Bremerinnen beim 1. FFC Turbine Potsdam II antreten, der die letzten sechs Partien nicht verloren hat. Der FFC Oldesloe indes bleibt weiter Schlusslicht der Liga und empfängt am nächsten Spieltag den 1. FC Lokomotive Leipzig. Auch wenn der Klassenerhalt theoretisch noch möglich wäre, so hat man beim FFC Oldesloe auf eine Meldung für die 2. Bundesliga verzichtet und tritt somit in der kommenden Saison in der Regionalliga Nord an.

FFC Oldesloe:

Weber – Pajonk, Hamed, Wenzel, Engel – Homp (80. Wiener), Runge, Wolfgramm, Nicoleit (62. Gauer), Hegeler – Gieseler

 

08.04.2013 - FFC Oldesloe bleibt nach 0:4 Schlusslicht

Die Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben ihre Nachholpartie beim 1. FC Lübars mit 0:4 (0:4) verloren und bleiben nach der neunten Niederlage in Folge in der 2. Bundesliga weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz hängen. Zudem kassierte Abwehrchefin Svenja Fritz nach 53 Minuten Rot und ist wird ihrem Team in den kommenden Partien gesperrt fehlen.

FFC-Trainer Michael Clausen musste mit einem Mini-Kader (13 Spielerinnen) auskommen. Neben Stürmerin Kristina Kucharski (Urlaub) fehlte die grippekranke Carina Wolfgramm. Angesichts der Personalnot musste sogar die 42-jährige Claudia Wenzel von Beginn an aushelfen, die sonst in der Zweiten des FFC Oldesloe in der SH-Liga aktiv ist.

16 Minuten lang konnten die Stormarnerinnen ein 0:0 halten, ehe Lavinia Timme zum 1:0 für Lübars traf. In der Folge spielten die Gastgeberinnen effizienter und kamen durch einen Doppelpack von Franziska Liepack und einem weiteren Treffer von Betty Anane zu einer komfortablen 4:0-Pausenführung. Im zweiten Durchgang verwaltete Lübars routiniert den Vorsprung, ohne diesen zu gefährden.

FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Hamed, Fritz, Pajonk (61. Gauer)- Wenzel, Runge (46. Weigel), Nicoleit, Engel - Gieseler, Homp

 

22.03.2013 - FFC verzichtet auf erneute Meldung

Wirklich überraschend kam die Meldung nicht: Der FFC Oldesloe wird für die kommende Spielzeit nur noch für die Regionalliga melden. Parallel zu dieser Nachricht hat der aktuelle Tabellenletzte der 2. Frauenfußball-Bundesliga aber auch die Nachfolge für den am Saisonende scheidenden Coach Michael Clausen bekannt gegeben. Sabina Bohnensack, aktuell A-Jugend-Trainerin der FSG Garbek-Westerrade, wird ab Sommer bei den Stormarnerinnen an der Seitenlinie stehen.

Die Gründe des Vereins für den Rückzug in die Regionalliga sind nachvollziehbar. "Die aktuelle Tabellensituation lässt erahnen, dass wir in der neuen Saison sowieso eine Klasse tiefer spielen werden. Nicht für die Regionalliga zu planen, wäre fahrlässig", gibt sich Andre Niemann, Sportmanager des FFC, realistisch. Auf der anderen Seite habe sich die Mannschaft in einem Gespräch gegen die 2. Bundesliga ausgesprochen - selbst im Falle eines (unwahrscheinlichen) Klassenerhalts. "Der Zeitaufwand ist vielen momentan einfach zu groß", erklärt Niemann, der die Gefahr sah, für die kommende Spielzeit nur noch einen Rumpfkader zur Verfügung zu haben, falls die 2. Liga doch noch anvisiert würde. So aber laufen bereits die Planungen für die neue Saison. "Wir haben zum Teil schon Zusagen von Spielerinnen, die gern bei uns bleiben wollen", betont Niemann, der mit einem Kader von 18 bis 20 Akteurinnen den Neuaufbau angehen will.

Spielerinnen, die sich noch nicht entschieden haben, bekommen am 27. März die Möglichkeit, ihre - möglicherweise - neue Trainerin kennen zu lernen. Dann wird Sabine Bohnensack erstmals das Training der leiten. "Das gibt ihr die Möglichkeit, die Mädels kennen zu lernen und sich selber vorzustellen", begründet Niemann die Maßnahme. Und vielleicht kann Bohnensack Unentschlossene überzeugen, den Neuaufbau in der Regionalliga mitanzugehen.

Die 50-jährige C-Lizenz-Inhaberin war Niemanns erste Wahl für die Neubesetzung nach Clausens angekündigtem Abschied. "Ich wollte sie schon vor zwei bis drei Jahren für unseren Verein gewinnen. Sie leistet gute Arbeit im Jugendbereich. Das passt, weil wir in der kommenden Saison zwei junge Teams an den Start bringen werden", erklärt der FFC-Sportmanager: "Da kommt es neben der sportlichen Kompetenz auch auf den Gemeinschaftssinn, Spaßfaktor und hohe soziale Kompetenz an. Sabine Bohnensack weiß einfach, wie sie mit jungen Spielerinnen umgehen muss", lobt Niemann die ehemalige Bundesligaspielerin des Schmalfelder SV. Als Co-Trainer wird sie Dirk Weißler unterstützen, der aktuell noch die zweite Mannschaft des FFC in der SH-Liga coacht. Weißlers Posten bei der FFC-Reserve wird Manuela Gädert, aktuell noch Spielertrainerin beim VfL Bad Schwartau, übernehmen.

 

19.03.2013 -FFC: Neuaufbau mit neuem Trainerteam
Sabine Bohnensack überwacht ab Sommer den Neuaufbau bei den Oldesloerinnen.

Um 14:44 war es amtlich: In einer Pressemitteilung teilte der Frauenfußball-Zweitligist FFC Oldesloe mit, dass Sabine Bohnensack ab Sommer die neue verantwortliche Trainerin wird. Die 50-Jährige Ex-Bundesliga-Spielerin ersetzt den scheidenden Coach Michael Clausen. Dirk Weißler, bisher Trainer der zweiten Mannschaft, wird neuer Assistent.

Bohnensack, die in ihrer aktiven Karriere für den Schmalfelder SV in der Bundesliga spielte und die C-Lizenz hat, will zusammen mit der sportlichen Leitung einen Neuanfang in der Regionalliga wagen.

„Unser Ziel ist ein völliger Neuaufbau. Wir wollen verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen, Talente aus dem Umland ansprechen. Die Spielerinnen sollen wieder stolz sein, das Trikot des FFC zu tragen.“

Eine enge Abstimmung strebt die Hausfrau und Mutter zweier Söhne, die aktuell die männliche A-Jugend des TuS Garbek betreut, auch mit der zweiten Mannschaft an, die fortan von Manuela Gädert, derzeit noch Spielertrainierin beim VfL Bad Schwartau, betreut wird. „Ich sehe keine klare Trennung zwischen den beiden Teams. Wenn Spielerinnen erfolgreich sein wollen, müssen sie durch Leistung überzeugen. Egal, ob sie nun in der ersten oder der zweiten Mannschaft gemeldet sind.“ Bohnensack ist die Wunschkandidatin von Sportmanager André Niemann, der die Ex-Spielerin schon vor zwei Jahren verpflichten wollte. „Damals hat sie leider abgesagt. Sie hat reichlich Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen gesammelt. Da wir eine junge Mannschaft haben werden, ist das eine tolle Lösung.“

Bisher hatte die „Neue“, die auch SHFV-Stützpunkttrainerin ist, zwar erst losen Kontakt zum Team — das will sie aber schnellstens ändern. „Morgen trainiere ich bei der zweiten Elf mit, um die Mädchen kennenzulernen. Nächste Woche bin ich in der Ersten dabei . . .“

 

 

 

09.03.2013 - Zweitliga-Schlusslicht FFC Oldesloe plant für die Regionalliga
In der kommenden Woche soll das neue Trainerteam stehen. Heute mit 13 Spielerinnen zu Gast bei Lübars. Comeback von Claudia Wenzel.

Die Aussage von André Niemann kam nicht überraschend, und doch hatte sie lange auf sich warten lassen: „Wir sind realistisch und planen für die Regionalliga“, sagte der Sportmanager des Fußball-Zweitligisten FFC Oldesloe gestern. Zugleich ließ er durchblicken, dass in der Trainerfrage für die kommende Saison eine Antwort unmittelbar bevor steht: Nach den Gesprächen mit mehreren Kandidaten wolle sich der Wunschtrainer „Mitte der Woche“ entscheiden, so Niemann. Der Neue solle die Mannschaft dann gemeinsam mit Dirk Weißler, aktuell Trainer der FFC-Zweiten (SH-Liga), führen. Niemann bestätigte, dass das geplante Trainerduo nicht die nötige A-Lizenz vorweisen könnte, die für die 2. Frauen-Bundesliga vom DFB gefordert wird.

Das jüngste 1:3 gegen den Magdeburger FFC dürfte die Oldesloer Verantwortlichen in ihren Regionalliga-Plänen bestärkt haben. Zwar bewies das Team des scheidenden Trainers Michael Clausen, dass es durchaus mithalten kann. Aber letztlich gingen Hamed, Gieseler und Co. eben doch wieder leer aus, kassierten die elfte Niederlage im zwölften Saisonspiel.

Eine Negativserie, die ihren Anfang am 2. September letzten Jahres beim 0:6-Saisonauftakt den 1. FC Lübars nahm. Heute geht‘s zum Rückspiel in den Berliner Stadtteil Reinickendorf. Um 8.30 Uhr macht sich der FFC-Tross auf den Tagestrip zum Tabellenachten. Und das mit einem abermals stark dezimierten Kader. Denn zusätzlich zu den Langzeitverletzten fallen auch Vanessa Hamed und Janine Gauer aus. Spielführerin Hamed nutzt die die Semesterferien (sie studiert Medizin), um ihre Eltern in Abu Dhabi zu besuchen. Gauer schreibt morgen ihre erste Abitur-Klausur und zieht deshalb den heimischen Schreibtisch der Ersatzbank in Berlin vor.

Clausen hat somit nur 13 Spielerinnen im Kader. Darunter Claudia Wenzel. Die 42-jährige ehemalige Erstliga-Spielerin (HSV), die vor dieser Saison ihren Rücktritt aus der Zweitliga-Mannschaft des FFC erklärt hatte, saß schon am vergangenen Wochenende wieder auf der Bank, wurde aber nicht eingewechselt. Heute soll sie Hameds Aufgabe in der Innenverteidigung neben Svenja Fritz übernehmen. „Lübars ist keine Übermannschaft, hat allerdings eine kompakte Defensive. Aber wir haben gegen Magdeburg gezeigt, dass wir uns Chancen erspielen können“, sagt Clausen. Und vielleicht reicht es ja schon, eine davon zu nutzen . . .

Das für heute 11 Uhr angesetzte SH-Liga-Spiel des FFC II gegen TuRa Meldorf wurde gestern abgesagt.

 

05.03.2013 -. . . und dann kommt auch noch Pech dazu

Das Mittagessen im Vereinsheim nach der ersten Zweitliga-Partie des Jahres mochte den Spielerinnen des FFC Oldesloe nicht so recht schmecken. Und das lag nicht am Koch, sondern am „Fußball-Gott“, der Hamed, Gieseler & Co. gegen den Magdeburger FFC nicht belohnt hatte für ihre beste Saisonleistung. Das 1:3 (0:0) war die elfte Niederlage im zwölften Spiel — und die mit Abstand unglücklichste.

Denn der FFC Oldesloe, schon in der Hinrunde nicht eben vom Glück verfolgt, war 80 Minuten lang das bessere Team: gut eingestellt auf den Gegner, mit hoher Laufbereitschaft, konsequenter Zweikampfführung und einer personellen Rochade, die in der Offensive für mehr Qualität sorgte. Trainer Michael Clausen hatte die antrittsschnelle Vera Homp von der rechten Außenbahn in die Spitze beordert, wo sie für viel Wirbel sorgte. Auf der Zehner-Position konnte Madeline Gieseler ihr spielerisches Potential und ihren Blick für den Pass in die Tiefe einbringen. Dahinter sorgten vor allem Sandra Runge und Carina Wolfgramm mit einer bemerkenswerten Laufleistung für eine ständige Überzahl in Ballnähe, und über links entwickelte Kristin Engel viel Tordrang.

Engel war es auch, die die erste große Chance vorbereitete: Ihr Eckball fand Madeline Gieseler, die aus fünf Metern mit links aber an Magdeburgs Torfrau Eva Ravn scheiterte (20.).

Neun Minuten später lief Engel nach Steilpass von Gieseler allein auf Ravn zu, kam aber nicht an ihr vorbei.

Als direkt im Anschluss ein Freistoß von Magdeburgs Verena Volkmer aus knapp 30 Metern in Richtung Torwinkel flog, aber Oldesloes Jennifer Weber (in ihrer ersten Zweitliga-Partie der Saison) den ersten Torschuss der Gäste noch aus dem Winkel fischte, keimte Hoffnung auf, dass das Clausen-Team diesmal nicht unglücklich in Rückstand geraten, sondern für sein gutes Spiel belohnt würde.

So blieb Oldesloe spielbestimmend, unmittelbar vor dem Pausenpfiff scheiterte Kucharski nach Gieseler-Steilpass (45.+1), nach Wiederbeginn war Ravn zur Stelle, als Homp vom Strafraumeck abzog (53.). Die Gäste kamen bis dahin in der Offensive kaum zu Geltung. Doch dann spielte der „Fußball-Gott“ dem Gastgeber übel mit: Ein unberechtigter Freistoß bringt Magdeburg in Tornähe, ein verunglückter Schuss wird zur Vorlage für Stephanie Träbert, die den Ball ebenfalls nicht richtig trifft — und doch senkt er sich über Weber hinweg ins lange Eck. 0:1 — welch eine Ungerechtigkeit.

Doch der FFC gibt nicht auf, Homp (73.) und Kucharski (75.) vergeben, dann hat erneut Homp Pech, dass ihr verunglückter Schuss knapp neben das Tor geht, als Ravn stolpert und schon geschlagen ist.

Erst nach dem 0:2 (Vogelhuber, 84.) ist der Tabellenletzte geschlagen. Immerhin gelingt nach dem 0:3 (Träbert/ 90.+1) noch der Ehrentreffer: Kucharski drückt eine Pajonk-Hereingabe ins kurze Eck (90.+3).

Doch trösten kann das den FFC nicht. Trainer Clausen holte sein Team nach Spielende zusammen, versicherte, wie „stolz auf das Team“ er sei. Spielführerin Vanessa Hamed gestand später: „Es ist natürlich schwierig, nach solch einem Spiel wieder Mut zu schöpfen. Aber wir haben gezeigt, dass wir es können. Das macht Hoffnung.“

Statistik zum Spiel

FFC: Weber — Hegeler, Hamed, Fritz, Pajonk — Kucharski, Runge (73. Nicoleit), Wolfgramm, Engel — Gieseler — Homp.

Magdeburg: Ravn - Vogelhuber, Seidler, Kaiser, Stein - Piatkowski, Gabrowitsch (37. Rath) - Krakowski (83. Hoffer), Bartke, Träbert - Volkmer (88. Hippauf).

Tore: 0:1 Träbert (67.), 0:2 Vogelhuber (84.), 0:3 Träbert (90.+1), 1:3 Kucharski (90.+3).

Bilder zurm Spiel: [...hier]

04.03.2013 - Gute Leistung nicht belohnt

Die Zweitliga-Fußballerinnen des FFC Oldesloe haben zum wiederholten Male Lehrgeld in der bisher für sie so pechschwarzen Saison 2012/13 gezahlt. Beim unnötigen 1:3 (0:0) auf eigenem Platz zum Auftakt der Rückrunde gegen die Magdeburger FFC kassierte das von Michael Clausen trainierte Tabellenschlusslicht bereits die achte Niederlage in Folge. Dennoch waren die Stormarnerinnen nicht unzufrieden. "Das war eine der besten Leistungen in dieser Saison. Die eindeutig bessere Mannschaft hat heute verloren, ich bin stolz auf das Team, das eine starke Vorstellung abgeliefert hat", sagte Clausen.

In der ersten Halbzeit lieferte der FFC eine souveräne Leistung ab. Madeline Gieseler vergab in der 20. Minute die beste Torchance. Auf der Gegenseite verhinderte FFC-Torfrau Jennifer Weber, die zu ihrem ersten Punktspieleinsatz in dieser Saison kam, bei einem Freistoß von Verena Volkmer mit einer Glanzparade einen möglichen Rückstand (31.).

In der zweiten Halbzeit gingen die harmlosen Gäste dann aus heiterem Himmel in Führung, als Stephanie Träbert mit einem Drehschuss, der sich unhaltbar in die rechte Torecke senkte, in Führung. "Das war so ein absolutes Gammeltor!", schimpfte Jennifer Weber anschließend gut hörbar über den ganzen Platz.

In der Folgezeit kämpfte der FFC Oldesloe mit Elan um den Ausgleich. Die beste Chance zum 1:1 vergab Vera Homp in der 83. Minute, als ihr Kunstschuss nur äußerst knapp neben das Magdeburger Tor ging. "Das ist so, wenn du unten in der Tabelle stehst. Beim Gegner geht so ein Eierball rein, bei uns geht er hauchdünn daneben", sagte Clausen nach dem Spiel und den späteren Gegentreffern von Vogelhuber (90.) und Träbert (90+2). In der Summe fiel der Sieg der Magdeburgerinnen fiel zu hoch aus. Immerhin gelang der eifrigen Kristina Kucharski in der Nachspielzeit noch der verdiente Ehrentreffer. "Einsatz und Leidenschaft haben gestimmt, leider sind wir für unser Engagement nicht belohnt worden. Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden", analysierte Clausen und fügte hinzu: "Mit so einer Leistung werden wir bald auch wieder punkten." FFC Oldesloe: Weber - Hegeler, Hamed, Fritz, Pajonk - Kucharski, Wolfgramm, Runge (74. Nicoleit), Engel - Gieseler, Homp.

SR: Kuchmann-Nowak (Hachelbich).

Zuschauer: 61.

Tore: 0:1 (67.) Träbert, 0:2 (86.) Vogelhuber, 0:3 (90.) Träbert, 1:3 (90+2) Kucharski.

 

18.02.2013 - Trotz schwacher Hinrunde herrscht Zuversicht beim FFC

Die Hinrunde 2012/13 haben sich die Fußballerinnen des FFC Oldesloe in der Zweiten Bundesliga Nord sicher anders vorgestellt. Nach dem hauchdünnen Klassenerhalt in der Vorsaison ziert das Team von Trainer Michael Clausen (54) mit nur drei Punkten aus elf Spielen bei einer verheerend schlechten Tordifferenz von Minus 34 (9:43) einsam das Tabellenende. "Wir hatten in der Hinrunde nicht die Qualität, das ist richtig. Aber die Mannschaft hat in einigen Spielen gute Leistungen gezeigt, auf die sie in der Rückrunde durchaus aufbauen kann", sagte Coach Clausen.

Schon der Saisonstart am 2. September gegen den 1. FC Lübars ging daneben. Das Team war völlig neben der Spur, hatte im heimischen Kurparkstadion nicht eine einzige Torchance und verlor am Ende auch in der Höhe verdient mit 0:6. Weitere deutlich Niederlagen in Jena (1:6) und Herford (1:8) folgten. Auch gegen Cloppenburg gab es am 11. November trotz einer teilweise ansprechenden Vorstellung ein klares 0:6. Am bittersten waren für den FFC die beiden vermeidbaren Heimpleiten im November gegen die direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, Holstein Kiel (1:3) und BW Hohen-Neuendorf (0:1). Da diese "Endspiele" verloren gingen, gilt der FFC Oldesloe fortan als Abstiegskandidat Nummer Eins.

Schwach war auch die Zuschauerresonanz während der Heimspiele in der Hinrunde: im Schnitt kamen nur 86 Besucher zu den Begegnungen. Das ist zum wirtschaftlichen Überleben zu wenig und zum Sterben zu viel.

Aber es gab auch positive Momente: am 29. September besiegte der FFC Vorjahresmeister 1. FC Turbine Potsdam II hochverdient mit 2:1. Der Erfolg gegen den Nachwuchs des Deutschen Meisters sollte allerdings der bisher einzige Saisonsieg bleiben. Gut spielte das Team auch Ende Oktober beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Lokomotive Leipzig. Bis zur 82. Minute führte der FFC durch ein Tor von Madeline Gieseler (19) mit 1:0, musste sich dann in der Schlussphase durch einen Foulelfmeter aber doch noch mit 1:2 geschlagen geben. Zum Vergleich: am 7. Oktober verlor der FFC daheim gegen den selben Gegner in der 2. Runde des DFB-Pokals mit 0:5 im eigenen Stadion.

Erschwerend kam im Verlauf der Saison hinzu, dass Torhüterin Jennifer Weber im August den vom DFB vorgeschriebenen Gesundheitstest wegen zu hohen Blutdrucks nicht bestanden hatte und deswegen in der Liga nicht zum Einsatz kommen durfte. Nur im Pokal gegen Leipzig durfte die ehrgeizige und auf der Torlinie sichere Weber spielen, konnte das 0:5-Debakel aber auch nicht verhindern. In der Liga kam Friederike "Ella" Wiener zu allen elf Einsätzen im Tor, zeigte Licht, aber auch Schatten. Ein Lichtblick war Malin Hegeler (17), die in der Defensive einige starke Auftritte bot. Hoffnungen machen auch die weiteren Nachwuchskräfte Gianna Nicoleit (17) und Janine Gauer (19). Unterdessen fällt Torjägerin Gaitana Lippert (28) durch ihre erneute Schwangerschaft für die Rückrunde aus. Eine sportliche Rettung käme in dieser Saison daher wohl einem Wunder gleich. Angesichts des manchmal aufflammenden Könnens des Teams wie gegen Turbine Potsdam und bei der knappen 0:2-Niederlage beim Tabellenführer SV Meppen aber ist der erneute Klassenerhalt auch nicht unmöglich. Wichtig wird allerdings ein guten Start in die Rückrunde am kommenden Sonntag beim 1. FC Lübars sein. Und vielleicht kitzelt auch die vor zwei Wochen bekanntgegebene Nachricht, dass Trainer Michael Clausen am Saisonende aufhören wird (wir berichteten), noch das eine oder andere Prozent an Leistung mehr heraus.

 

11.02.2013 - Alle drei Titel gehen nach Kiel


Aktuell keine Konkurrenz zu scheuen hat indes Madeline Gieseler, die mittlerweile quasi Stammgast auf dem Treppchen bei der Ehrung zur SHFV-Fußballerin des Jahres ist. Zum dritten Mal in Folge war die Angreiferin des Frauenfußball-Zweitligisten FFC Oldesloe bei einer Ehrungsveranstaltung dabei. "Ein gelungener Rahmen", urteilte sie über den Empfang. Nach Platz drei und Platz zwei blieb ihr der Sprung auf das oberste Podest allerdings verwehrt. "Natürlich wäre das schön gewesen", sagte die 19-Jährige. "Aber Marie Becker hat den Titel schon verdient."

Gieseler hatte im Jahr 2012 zwar einige Tore zum Klassenerhalt des FFC Oldesloe beigetragen. Doch in der Hinserie der laufenden Saison rutschte ihr Team erneut ganz tief in den Abstiegsstrudel. "Noch ist der Abstand zum rettenden Ufer nicht ganz so groß. Ich bin überzeugt, dass wir den Klassenerhalt noch packen werden", sagte sie über die Perspektiven für die Rückrunde.



Ob sie auch im kommenden Jahr noch beim FFC spielen wird, ist indes offen. Gieseler, die im vergangenen Jahr Abitur machte und im Sommer ein Studium (Lehramt Sport) aufnehmen will, orientiert sich neu. "Je nachdem, wo es dann hingeht, werde ich mich auch fußballerisch entscheiden", erklärte die gebürtige Lübeckerin, die ein wenig darauf hofft, im Zuge eines solchen Umzugs dann auch eine Chance in der 1. Bundesliga zu erhalten. "Möglich ist das", glaubt sie. Konkrete Kontakte gibt es bislang aber nur zu anderen Zweitligisten. Wobei die als robust, einsatzfreudig und torgefährlich geltende Angreiferin auch einen Verbleib in Oldesloe nicht völlig ausschließt: "Wenn ich hier im Norden bleibe und es beim FFC auch in der nächsten Saison gut weitergeht, dann kann ich mir das durchaus vorstellen."

Offen ist auch die sportliche Zukunft der Fußballerin des Jahres. Marie Beckers Verbleib bei Zweitligist Holstein Kiel hängt auch ein wenig vom Klassenerhalt ab. "Eigentlich möchte ich bis zum Abitur in Kiel bleiben", sagt die Zwölftklässlerin. Erst für den Sommer 2014 ist dann eine Neuorientierung in Planung. "Ich möchte auf jeden Fall studieren, weiß aber noch nicht wo und was", erklärt die 17-Jährige "Die Auswahl des Ortes mache ich dann auch davon abhängig, was es für eine Fußball-Mannschaft gibt." Die 1. Bundesliga ist natürlich ein Ziel für die Kielerin, die beim FC Kilia und Eidertal Molfsee ihre ersten fußballerischen Schritte macht. "Offizielle Anfragen gibt es bislang nicht. Aber hier und da sprechen mich Mannschaftskameraden in der Nationalmannschaft an. Aber derzeit hat die Schule auf jeden Fall Priorität", so die Innenverteidigerin, die im Spätsommer des vergangenen Jahres zum Aufgebot der U17-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Aserbaidschan gehört und die vergangene Saison mit dem Aufstieg in die 2. Liga als "bislang bestes meiner Karriere" bezeichnet.

 

04.02.2013 - Ahrensburg überrascht, Titelverteidiger enttäuscht

Gegen Holstein Kiel war einfach kein Kraut gewachsen. Die Zweitliga-Fußballerinnen sicherten sich souverän den Hallen-Landesmeistertitel in Lübeck. Zweimal hatte der SSC Hagen Ahrensburg die Chance, dem Favoriten ein Bein zu stellen, zweimal aber unterlagen die Stormarnerinnen. Immerhin: Die zweite Pleite kassierte der SH-Ligist erst im Finale, sicherte sich Platz zwei. "Das ist natürlich ein großer Erfolg", sagte Trainer Tristan Gollnest, der seinen Vater auf der Trainerbank vertrat: "Wir haben uns wirklich gut verkauft." Ernüchterung und Enttäuschung dagegen bei Zweitligist FFC Oldesloe: Der Titelverteidiger scheiterte bereits in der Vorrunde. "Der Reiz der Veranstaltung wurde dadurch genommen, dass Futsal statt Fußball gespielt wurde und viele Unterbrechungen den Spielfluss geraubt haben", sagte FFC-Coach Andre Polchow, der Michael Clausen vertrat.

Souverän gestaltete Hagen die Vorrunde in Gruppe B. Bei 14 Minuten Spielzeit besiegten die Schlossstädterinnen zum Auftakt Olympia Neumünster mit 2:0 durch Treffer von Jana Holland und Hannah Trumpf. Auch gegen Neuenbrook/Rethwisch gaben sich die Stormarnerinnen keine Blöße, kamen durch Rike Bohn und Lisa Stein-Schomburg zu einem ungefährdeten 2:0-Erfolg. Topfavorit Holstein Kiel aber zeigte dem SSC im technischen und taktischen Bereich die Grenzen auf. Hagen-Torfrau Jessica Tschechne verhinderte eine höhere Niedrlage, war aber gegen die Ex-Oldesloerin Sarah Begunk und Louisa Brauer machtlos. Dennoch reichten die sechs Punkte für Hagen zum Halbfinaleinzug.

Der FFC dagegen wirkte im Auftaktspiel der Gruppe A gegen SH-Liga-Tabellenführer Henstedt-Ulzburg verkrampft, unterlag nicht unverdient durch zwei Gegentore von Junioren-Nationalspielerin Jennifer Michel mit 0:2. Im zweiten Spiel kamen die Oldesloerinnen besser auf Touren, siegten 2:1 gegen TuRa Meldorf - ohne wirklich zu überzeugen. Die frühe FFC-Führung durch Ronja Pajonk (1.) glich Birthe Bröcker aus (4.). Erst eine Minute vor dem Ende traf Madeline Gieseler zum 2:1 (13.). Mit dem Erfolg wahrten die Stormarnerinnen die Chance auf das Halbfinale. Allerdings lief der Zweitligist gegen Ratekau nach zwei Minuten einem Rückstand durch Sonja Jaacks hinterher. Hamed traf zwar noch per Neunmeter zum 1:1 (12.) - allerdings zu spät, um den nötigen Sieg zu erzielen. "Insgesamt hat uns die Frische gefehlt, wir waren im Umschaltspiel zu langsam", bemängelte Polchow.

Im Halbfinale traf Hagen Ahrensburg auf Henstedt-Ulzburg. Der Respekt war den Stormarnerinnen anzumerken. Vom Anpfiff weg zog sich der SSC zurück. Tschechne im Hagen-Tor war bei Chancen des SVHU auf dem Posten. So reichte Ahrensburg eine hochkarätige Chance, die Lisa Stein-Schomburg zum 1:0-Siegtreffer einschob (10.).

Im Finale kam es zu einer Neuauflage der Vorrundenbegegnung gegen Holstein. Und wieder war Ahrensburg chancenlos. Jana Leugers traf früh zum 1:0 (3.) für den Favoriten. Joy Grube erhöhte mit einem abgefälschten Schuss auf 2:0 (7.). Leugers scheiterte anschließend am Pfosten, ehe Kati Krohn noch zum 3:0 einschob (15.). "Wir sind überhaupt nicht traurig. Schließlich war es schon eine tolle Sache, überhaupt ins Finale einzuziehen und dort nochmal gegen Holstein spielen zu können", sagte Ahrensburgs Lisa Stein-Schomburg anschließend.

Für den FFC spielten: Wiener - Hegeler, Hamed, Pajonk, Engel, Gieseler, Nicoleit, Gauer, Homp, Wolfgram, Runge, Weigel.

Für Hagen Ahrensburg spielten: Tschechne - Laur, Banse, Stein-Schomburg, Bohn, Holla, Kuziek, Trumpf, Stein, Hahne.


 

31.01.2013 - FFC-Trainer Clausen geht zum SV Eichede

Die Ära Michael Clausen beim FFC Oldesloe ist beendet. Der Trainer der Fußball-Frauen hört zum Saisonende beim Zweitligisten auf und wechselt zum SV Eichede.Dort übernimmt er den Posten des Jugend-Koordinators.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Clausen, der die Entscheidung den Spielerinnen gestern mitteilte. „Es waren acht schöne Jahre. Die Mannschaft hat ein bewundernswertes Engagement gezeigt. Wir hatten tolle Erlebnisse — der Aufstieg in die 2. Liga, der Nordcup mit den besten deutschen Damen-Teams.“ Aber in den vergangenen beiden Jahren gab es finanziell und sportlich Schwierigkeiten. Clausen: „Ich ziehe jetzt einen Schlussstrich. Es ist keine Entwicklung mehr nach vorn zu sehen.“

Clausen will dennoch versuchen, den Abstieg zu verhindern (Oldesloe ist Tabellenletzter mit nur drei Punkten). „Bis zum letzten Spieltag bin ich zu 100 Prozent beim FFC. Vielleicht schaffen wir noch die Überraschung.“ Die neue Aufgabe in Eichede sieht der 54-Jährige als „reizvoll“ an. In Zusammenarbeit mit den anderen Jugendtrainern wird Clausen, der zusätzlich die 1. C-Jugend trainieren wird, den gesamten Nachwuchs in Richtung Liga-Mannschaft formen und fördern.

PWD

22.01.2013 -Der Mix macht’s beim FFC-Wintercup

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das Hallenfußballturnier des FFC Oldesloe war ein Erfolg. Im Rahmen des jährlichen stattfindenden Wintercups, zu dem seit Jahren die Mädchen- und Frauenmannschaften des FFC in die Stormarnhalle einladen, wartete am Sonnabend eine Neuerung auf die beteiligten Mannschaften: Zum ersten Mal machten gemischte Teams - bestehend aus Fußballerinnen und Fußballern - gemeinsam Jagd auf Pokale und Medaillen.

Für den Mixed-Cup wurden die Spielerinnen des ersten und zweiten Frauenteams des FFC auf die sechs eingeladenen Herrenmannschaft aufgeteilt. Pro Team mussten mindestens zwei weibliche Akteure auf dem Feld stehen. In welchem Trikot die Mädels an diesem Abend aufliefen, entschied im Vorfeld das Los. "Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder gemixte Turniere während der Freiluftsaison auf dem Kleinfeld durchgeführt und damit gute Erfahrungen gemacht. Mit dem Mixed-Cup in der Halle wollten wir etwas Neues ausprobieren, um mehr Werbung für unsere Frauenteams zu machen und neue Fans zu gewinnen", begründete Anja Völker, Vorsitzende des FFC, die Neuerung. "Es gab viele positive Rückmeldungen. Einige wollten mal sehen, wie weit der Frauenfußball inzwischen gekommen ist, andere sind mit einigen FFC-Spielerinnen befreundet und fanden die Idee toll, mit ihnen zusammen ein Turnier zu spielen. Während der Spiele hat sich schnell gezeigt, dass die Männer die Frauen als Fußballerinnen akzeptierten, nach anfänglichen Einzelaktionen wurden die Mädels zusehends besser ins Spiel miteinbezogen", sagte Jörg Löwenstrom, Trainer des SSV Pölitz, der am Ende mit seinem Team triumphierte.



Nach einem spannenden Finale konnten sich die Pölitzer im Neunmeterschießen mit 4:3 gegen den Kreisliga-Tabellenführer VfL Tremsbüttel durchsetzten. Und die Männer aus Pölitz bewiesen Gentlemen-Qualitäten, ließen ihren Teamkolleginnen bei den entscheidenden Schüssen den Vortritt. "Das hat Spaß gemacht, die Jungs haben uns sehr nett in ihre Mannschaft aufgenommen. Vor allem aber haben sie fair gespielt und waren nicht eigensinnig", fasste FFC-Stürmerin Madeline Gieseler das sehenswerte Zusammenspiel ihres Tremsbütteler Ensemble zusammen, das ihr im Vorrundenspiel gegen Pölitz zwei Tore auf das Trefferkonto bescherte. Am Ende spielten die Platzierungen der gemixten Teams aber eher eine Nebenrolle - der Spaß am Fußball war das Entscheidende.



FFC-Trainer Michael Clausen, der sich ungewohnterweise unter den rund 150 Zuschauern auf der Tribüne befand, sah das ebenso: "Der Spaß sollte heute im Vordergrund stehen und neben gutem Fußball natürlich auch gezeigt werden, dass Frauen- und Männerfußball sich zwar in Kraft und Schnelligkeit unterscheiden, aber in Sachen Technik, Taktik und Teamgeist die Frauen den Männern in nichts nachstehen."

Bilder zurm Turnier: [...hier]

04.01.2012 - Malin Hegeler: Spielerisch reif für die 2. Bundesliga

Mit ihren erst 17 Jahren zählt Malin Hegeler bereits zu den ganz großen Fußballerinnen im Norden - und deshalb steht die Zweitliga-Spielerin als Kandidatin für Schleswig-Holsteins Fußballerin des Jahres 2012 zur Wahl. Erst im Sommer 2012 wechselte die Schülerin aus Bad Oldesloe von der B-Jugend des Hamburger SV in das Zweitliga-Team von Trainer Michael Clausen und gehört seitdem zur Stammelf. An seinem talentierten Schützling schätzt Clausen besonders die Zweikampfstärke und Disziplin: "Malin ist ein großes Talent, spielerisch jetzt schon zweitligareif, und auf jeder Position agiert sie hochkonzentriert. Die Nominierung hat sie sich verdient."

Hegeler selbst war überrascht, als sie ihren Namen unter den zehn Anwärterinnen wiederfand. "Ich stand zwar schon mal zur Wahl als Sportlerin des Jahres, aber meine damalige Nominierung ist neben den anderen Sportlern etwas untergegangen. Jetzt, während meiner ersten Saison beim FFC, nominiert zu sein, ist daher eine sehr schöne Anerkennung, über die ich mich besonders freue", sagt die talentierte Abwehrspielerin, die bereits seit ihrem fünften Lebensjahr kickt.



Begonnen hat Hegelers Fußballkarriere in ihrem Heimatdorf Bornhöved. Bis zu ihrem Wechsel in die B-Jugend des HSV, spielte Malin sogar durchgehend in Jungsmannschaften, setzte sich auch dort gegen die männliche Konkurrenz mit ihrer Zweikampfstärke und Robustheit durch. Im Zweitliga-Team aus Oldesloe plant die 17-Jährige zumindest noch bis zu ihrem Abitur 2014 zu spielen. Sobald sie ihren Abschluss in der Tasche hat, möchte sich die Zwölftklässlerin auch fernab des Nordens nach neuen Möglichkeiten umsehen, vielleicht sogar in naher Zukunft den Sprung in die 1. Bundesliga wagen.

Bis dahin stehen aber erstmal FFC und Abstiegskampf ganz oben auf ihrer Tagesordnung. Ihre Chancen, im Februar die meisten Stimmen zu erhalten, schätzt die angehende Abiturientin allerdings nicht besonders hoch ein: "Da werden sicherlich andere Spielerinnen auf den ersten Rängen landen. Ich sehe das ganz entspannt, ob ich nun gewinne - oder nicht."

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